Indiana Tribüne, Volume 26, Number 267, Indianapolis, Marion County, 2 July 1903 — Page 4

u, Judlann Tribüne, 2. Jttli 1903.

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Zndiana Tribüne.

HerauSgegebeu von der utenderg 5. Indianapolis, Ind. Gang O. Thudium Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPH0E 29. ntered at the Post Office of Indianipolis as second class matter. (Äiil dem heutigen .Telegraph'). Die deutsche Socialvcmo kratie. Aus der Feder des Herrn Philip Rappaport ging uns bezüglich unseres Leitartikels vom Montag, welcher oM ges Thema behandelte, die folgende interessante Zuschrift zu, die wir mit besonderem Vergnügen beantworten. An die Redaktion des Telegraph"! ' Am Samstag veröffentlichten Sie einen, einem anderen Blatte entnom menen Artikel, worin die Ansicht ausgesprochen war, daß die Sozialdemo kraten nicht regierungsfähig seien (I). Am Montag veröffentlichten Sie einen Artikel, worin die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Sozialdemokraten !n das Ministerium betont wird. Das sind zwei einander widersprechende An schauungen. Der Artikel vom Samstag ist wohl Ihrer besonderen Beachtung entgangen (2). Er war offenbar einem sozZalistenfemdlZchm Blatte entnommen, denn ein anderes wird nicht den Unsinn behaupten, daß eine Partei, die sich allen Versuchen zur Besserung der Lage der Arbeiter widersetzt, so riesig durch die.Stimmen eben dieser Arbeiter an wachsen kann (3). Jenes Blatt gebraucht den alten Trick, große Zahlen anzugeben, deren Wirkung im Einzelnen aber weislich zu verschweigen. Nehmen wir z. B. die Krankender, sicherung. Für diese wurden bis jetzt 206 Millionen Mark, gewiß eine r!e sige Summe aufgewandt. Etwa 122 Millionen davon flössen aus den Ta schen der Arbeitgeber. Aber diese 122 Millionen vertheilen sich auf rund 20 Jabre und 4.800.000 Erkrankte, so daß durchschnittlich auf einen Erkrank ten per Jahr die Riesensumme von 1 Mark 23 Pfennige entfällt, (1) Da wird man einer Partei, die das für unzureichend hält, doch wohl nicht so schlechtweg die Regierungsfähigkeit absprechen können. Aehnlich ist es mit der Unfallversicherung und der Alters Versicherung. Ich zweifle daran, daß der Kaiser einen Solizialisten? ins preußische (ein deutsches giebt es nicht) Ministerium berufen wird; aber ich glaube gern, daß es nach den Erfahrungen, die man in Frankreich gemacht hat, der Wunsch der Bourgeoisie ist. (5) Die deutsche Sozialdemokratie wird aber nicht darauf ein gehen, ' selbst Bernstein nicht, trotz seiner revisionistischen Anschauungen. Ich behaupte, , daß, sollte sich in Deutschland wider Erwarten ein Sozialdemokrat finden, der bereit wäre, einen Ministerposten. anzunehmen, die Partei ihn völlig desavouiren, wahrscheinlich ausschließen würde. Die Franzosen haben ihre eigenthümlichen Erfahrungen damitgehabt. Zuerst freuten sie sich ganz riefig, daß der Sozialist Millerand als Handelsminister in die Regierung berufen wurde, bald aber fanden sie, daß die Deutschen Recht hatten, als sie ihnen die daraus zu erwartenden Uebel vorstellten (6). Der einzelne Minister, vermag nichts gegen die Gesammtpolitik der Regierung, wird aber mit verantwörtlich für Alles gehalten, was die Regierung thut, und seine Partei kann dadurch nur in die Lage versetzt wer den, lyn zu vertyeldlgen. kam m Frankreich schließlich so weit, daß Millerand von dem kürzlichen Partei congreß in Bordeaux aus der Partei ausgeschlossen worden wäre, wenn ihn nicht die glänzende Beredtsamkeit Jaures' gerettet hätte. In Deutschland kommt dazu noch ein anderes Uebel. Der preußische Minister ist nur seinem Monarchen, nicht wie der französische oder englische der Landesvertretung gegenüber ver antwortlich (7). In eine solche Stel lung wird sich kein deutscher Sozial demokrat begeben. So wenig wie mi 1 Mark 23 Pfennigen jährlicher Kran kenunterstützung, wird sich die deutsche Sozialdemokratie mit einem einzelnen Ministervosten zufrieden aeben. Das könnte sie nicht, ohne sich zu ruiniren. Wenn sie nicht den Ausschlaa in der Regierungspolitik geben kann, dann muß sie eben ohne Ministerposten wei ter arbeiten, bis sie es kann.

Es ist doch wohl ganz bedeutungslos, das Wachsthum der Sozialdemokraten einzelnen Erscheinungen, wie dem HüßnerFall, oder der geplanten Steuererhöhung, oder der beabsichtigten Vergrößerung der Flotte zuzuschreiben. Diese Erscheinungen sind wohl nicht ohne Wirkung, aber man darf nicht vergessen, daß sie selbst Wirkung eines Systems sind, das sie mit naturgemäßer Nothwendigkeit zeitigen muß. Fälle, wie der Hüßner's sind eben unter dem Militarismus unvermeidlich ohne hohe Steuern kommt der Militarismus nicht aus u. s. ro. Den gewaltigen Zuwachs an Stärke hat die deutsche Sozialdemokratie ihrer unbeugsamen, unerschütterlichen Haltung im freisinnigen und fortschrittlichen Sinne zu danken. Diesen Standpunkt wird sie nicht aufgeben. Verlassen Sie sich darauf : ..das große Ereigniß" daß im preußischen Ministerrath ein Sozialdemokrat sitzt, wird vorläufig nicht eintreten.

lcherlich nicht mit Zustimmung der Partei. Noch weit weniger aber als einen preußischen Ministerposten würde oder önnte ein Sozialdemokrat den Posten eines taalöielrelars m einem eicysamt annehmen. Denn die Staatsekretäre deutscher Reichsämter sind bloße Organe des Reichskanzlers und önnen gir keine selbstständige Politik reiben. Philip Rappaport. 1) Der Samstagartikel war einer deutschen conservctiven Zeitung entnommen, stand aun nicht auf unserer editoriellen 4. Seite, sondern auf der 2. Seite, die, wie der verehrte Einsender wohl weiß, interessante Lektüre aus den besten Wechselblättern bringt. Die Artikel auf der 4. Seite vertreten die Anschauung des Telegraph", der aber iberal genug ist, feinen Lesern auch die Ansichten anderer Zeitungen zu bringen und es der Intelligenz der Leser überläßt, ein eignes Urtheil zu bilden, nicht aber ihnen das seine als allein richtiges aufzudrängen versucht. 2) Die Tendenz des Samstagartikels war uns lelneswegs entgangen, oenn wir wiesen in der Einleitung am Monag ausdrücklich darauf hin. 3). Der socialdemokratische StimmenZuwachs ist nicht auf das Wachsthum der Partei selbst, sondern auf Unzu riedenheit der Mitglieder anderer Pareien zurückzuführen, die diesmal socialdemokratisch stimmten. Wir hatten ja auch hier solche Beipiele, z. B. in der Bryan-Eampagne. Viele Demokraten stimmten republianisch, ohne sich anderweit den Repubikanern anzuschließen. 4) Ein bösartiger und entstellender Rechenfehler des Herrn Einsenders. Er berechnet, daß die 4.800,000 Errankten nur 1 Mark 23 Pf. jährliche Unterstützung erhalten hätten. .Dies würde zutreffen, wenn sämmtliche Errankten 20 Jahre hindurch andauernd erkrankt gewesen wären. Aber der Bericht zeigt klar, daß in den 20 Jahren, in welchen 206 Millionen Mark Unterstützungsgelder an erkrankte Arbeiter bezahlt wurden, im Ganzen 4.800.000 Erkrankungen vorkamen. Unter diese 4,800.000 kamen also 206 Millionen Mark zur Auszahlung, macht auf den Erkrankten im Durchschnitt 43 Mark eine nach deutschen Begriffen recht anständige Unterstützung. Die Zahlenjugglerei des geehrten Einsenders, mit der er jeden Krankheitsfall der 4,800.000 Arbeiter, die 206 Millionen Unterstützung erhielten, 20 Jahre lang andauern läßt, und einfach die Summe der Erkrankten mit 20 multiplicirt, würde bei Pierpont Morgan nicht auffallen, ist bei einem alten Volksrechtler aber kaum zu verzeihen. Eine derartige Entstellung der Thatfachen durch Trick" Berechnungen kann ja bei einer enthusiastischen Ver sammlung von enthusiastischen Partei gängern von der Rednerbühne gebraucht hingehen, aber eS ist höchst unvorsichtig sie schwarz auf weiß irgend einem den kenden Menschen zu unterbreiten. Thatsache verbleibt, daß 4.800,000 Menschen, welche früher nichts zu er warten hatten, innerhalb 20 Jahren 206 Milllionen Krankenunterstützung erhielten. Die 43 Mark die auf jeden kamen. mögen Brosamen in den Augen der soc. Parteiführer und Agitatoren gewesen sein, aber wohl mancher schwer betroffe nen Arbeiterfamilie waren sie willkom mene Hilfe. Der Herr Einsender irrt auch n mn er behauptet, daß auS den Taschen der Arbeiter 122 Millionen dieser 206 Millionen flössen. Im ganzen trugen die Arvelter zur AuSzahluna von Unterstützungen im

Gesammtbetrage von 434,000,000 Mark etwa 182 Millionen bei. Unsere deutschländ'sche Kollegin kommt, weil die socialistischen Abgeordneten 1883 gegen die Krankenversicherung; 1884 gegen die Unfallversicherung; 1889 gegen die Jnvaliditäts und Altersversicherung stimmten, zu dem Schluß, daß die Partei nicht regierungsfähig sei, d. h. unter ihrer jetzigen Leitung. Ob der Standpunkt der Kollegin so ganz unberechtigt ist, ist wohl am Besten aus der folgenden Tabelle der Leistungen, welche gegen den Willen der Partei zum Besten der Arbeiter geschahen ersichtlich. Ausgezahlt wurden: Ävf dem Gebiet der Unfallversicherung für 834.566 Personen. 107.. 205,573 Mark; Auf dem Gebiete der Invalidenversicherung für etwa 1. 100,000 Personen etwa 121,000.000 Mark; Auf dem Gebiete der KrankenVersicherung für etwa 4.800,000 Erkrankte etwa 206,000,000 Mark. Insgesammt für rund 6,735,000 Personen etwa 434,000,000 Mark. Zur Begründung ihrer ablehnenden Haltung gaben die Parteiführer regelmäßig die sehr bequeme Erklärung ab: Das Gesetz bot uns nicht genug, wir woll-

en lieber gar nichts als solche erbärmiche Brosamen. Soweit die Eontroverse über den Samstagartikel. 5) Daß es kein deutsches Ministerium giebt, wissen wohl alle Leser des Telegraph." Auch war in beiden Artikeln nichts von einem deutschen Ministerium gesagt. 6) Die Zweifel des Herrn Einsenders betreffs Eintritt eines Socialisten ins preußische Ministerium sind zwar berechtigt aber nicht ausschlaggebend. Die Socialdemokraten sind nicht stehen ge blieben, sondern mit dem Zeitgeist sortgeschritten. Die revolutionäre Socialdemokratie findet nicht mehr viele AnHänger unter dem Nachwuchs, und die Anschauungen vieler alten Socialisten sind gemäßigter geworden, was ja auch viele alten Socialisten und selbst der Einsender aus eigencrErfahrung wissen. 7) Die preußischen Minister sind unter der Verfassung verantwortlich. Jede Handlung der Regierungsgewalt muß von einem Minister gegengezeichnet werden, obwohl es kein Gesetz giebt. welches diese Verantwortlichkeit regelt. 8) Daß die Socialdemokratie fortfahren wird fortschrittlich zu arbeiten bezweifeln wir nicht, wenn aber ihre Parteileiter nicht zugeben wollen, daß einer der ihren den fortschrittlichen Ein fluß der Partei im Ministerium aus übt bis sie alle mit Ministerposten ver sorgt sind so sieht'S schlimm mit dem Fortschritt aus. Die Redaktion. Damen-Berein des Deutschen Sauses. Die monatliche Karten Partie des Damen-VereinS des Deutschen Hauses ist wegen der 4. Juli-Feier bis SamS tag, 11. Juli, verschoben worden. Die Arrangements liegen in den Händen von Frau Wm. Baird und Frau Wm. Koerner, die von folgenden Damen assistirt werden: Frl. Annie Wiegand, Frau Henry Runge, Frl. Lillian Ludorff, Frau Frederick Smock, Frau A. Reynolds und Frau Purce. Negcr-Crawall ans der Judiana Avenue. Zwei Neger, Dan Fields und Rich. Parker, wurden letzteNacht gegen 1 Uhr auf der Jndiana Avenue bei einer Keilerei erwischt, bei der Parker seinen Gegner mit einem Messer attackirt und leicht verwundet hatte. Parker wurde wegen Mordangriffs gebucht, Fields wegen thätlichen Angriffs. Bom Felde der organisirten Arbeit. Die Engineer's Union No. 51" hat folgende Beamte erwählt: Präsident. M. I. Masters; VicePräsident, Thomas Reed; Eorr. . Secretär, O. I. Mills; Fin. - Secretär, Frank Fette; Schatzmeister, W. A. McAdams; Eonducteur, Gasper Hand; Wache, Alonzo Warner; Trust, Peter Gallagher; Geschäfts - Agent, D. E. Huffman; Delegaten zur E. L. U., Huffman, McAdamS u. L. E. Wilson. Jährliches Picnic des Deutschen Gärtner Un terstühungs - Vereins im Germania Park, am Donnerstag.den 16. Still. Musik bei Mayerö Militär-KapeUe.

Dem Ende entgegen

Geht die Untersuchung der angeblichen städt. Contract Vergebungs - Unregelmäßigkeiten. In der gestern Abend abgehaltenen ersten Sitzung des Stadtraths-Eomites für Untersuchungen etc. seit dem Stahl-Eombinations-Fiasco fungirte Anwalt Wm. Boston, der neue Rechtsbeiftand des Comites, als Leiter des Zeugen Verhörs im Interesse der Bürgerschaft, bezw. des Comites, während die Anwälte Ketcham und Matson die Interessen Ed. Logsdon's wahrten, gegen den bekanntlich die Beschuldigung erhoben worden war, daß er die städt. Eontractoren gezwungen habe, Abgaben für den republ. Eampagne-Fonds zu entrichten. Anwalt Bosson wich in seiner Leitung der Untersuchung entschieden von der Weise seines Vorgänges Noel ab. Denn er folgte dem Grundsatze, daß die Untersuchung sich nur auf etwaige Unregemäßigkeiten bei der Vergebung der StraßenberiefungS- und Straßcnreini-gungs-Contracte beziehen dürfe, wie in der betr. Stadtraths-Resolution verlangt, daß dieselbe sich aber nicht auf andere Angelegenheiten oder auf das Privatleben Logsdon's oder anderer städt. Beamten erstrecken könnte. Als Zeugen vernommen wurden im Laufe der 2stündigen Sitzung folgende Personen: Hilton U. Brown, Gen. Mgr. der Jndpls News", James W. Noel, der angebliche Allwissende, Wm. C. Smith. Secretär der Mariou Co. Constr. Co., Floyd Woods und Wm. N. Gates, Theilhaber dieserCompagnie sowie die beiden Straßenreinigungs Jnspectoren, Cornelius Sheridan und W. F. Lyons. Und das Ergebniß des 2.stündigen, bei der Hitze erdrückenden Verhöres war, daß kein einziger der Zeugen, nicht einmal Hilton U. Brown und James W. Noel beschwören konnten, daß sie persönlich von irgend welchen Unregelmäßigkeiten bei der Vergebung der beiden Contracte Kennt niß haben. Alles beruhte auf Hörensagen. Gegen Logsdon wurde auch gestern nicht der geringste Schuldbeweis gefunden. Das Comite hält am Freitag Abend seine nächste Sitzung ab und hofft seine Arbeit bald zu beendigen. . Ans Stadt- und Connth-Ber-waltung. Der städt. Schuldentilgungsfonds. Die städt. SchuldentilgungsfondsCommissäre haben ihren Fonds für das mit dem gestrigen Tage beginnende Jahr der bhut der Central Trust Co." anvertraut, die ihnen 3 Procent Zinsen zahlen wird. Augenblicklich enthält der Fonds etwa $5000, doch wird er bis zum Herbste um $25,000 und mehr wachsen. Sitzung der Sicherheit sBehörde. Die Sicherheits-Behörde verwarf in ihrer gestrigen Sitzung alle eingelaufenen Angebote für die Lieferung von Kohlen für das Feuerwehr- und das Polizei-Departement, da dieselben sich nicht an die Specificationen hielten. Neue Angebote werden bis zum nächsten Mittwoch entgegengenommen werden. Sonst wurden nur die laufenden Geschäfte der Departements erledigt und die Gehaltslisten etc. zur Zahlung angewiesen. Kein Markt am 4. Juli. An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, daß auf Beschluß der Be börde am Samsiaa. 4. ?luli. der Markt geschlossen sein wird ; dagegen wird morgen, Freitag, der Markt den ganzen Tag über offen sein. Die neuen Markthallen. Die Arbeiten an den beiden neuen Markthallen auf dem Ost-Markte ma chen gute Fortschritte und unterliegt es keinem Zweifel, daß diese Hallen in der contractlich bedingten Frist, also bis zum 1. September, fix und fertig cm werden. Riverside-Park-Regatta. Park-Superintendent Power hat jetzt, nachdem sein Vorschlag, im Riverside Park ein allgemeines athletisches Fest und Picnic der öffentlichen Schüler zu veranstalten, zurückgewiesen worden ist. einen neuen Plan erdacht, um den Park mehr populär zu machen, als er schon ist, nämlich durch die Veranstaltung einer Regatta zwischen hiesigen Rüderern auf dem White River. Dieser Plan scheint Beifall zu finden. Wenn möglich, soll diese Regatta im September abgehalten werden.

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nach allen Theilen der GEORGE SEIFERT, (5nßros$5nbIcr. im P n n n L im Ml V-S Wäsche abgeholt und abgeliefert. Um eine halbe Million erhöht Wurde gestern das Actien Capital der In dianapolis & Cincinnati Traction Co. In einer gestern Nachmittag um 2 Uhr abgehaltenen Versammlung der Directoren und Actionäre der Jndiana polis & Cincinnati Traction Co. wurde beschlossen, das Actien-Capital von S1.500.000 auf S2.000.000 zu erhöhen, sowie Bonds für den Betrag von $4,000,000 auf den Markt zu bringen. Diese Schritte wurden gethan, um den Bau der Verlängerung der Linie von Rushville ach Hamilton, O., zu ermöglichen. Jndiana-Capitalisten haben schon die Actien und einen gronen Theil der Bonds übernommen, und mit dem Bau der Linie wird in etlichen Tagen begonnen werden. - Es wird erwartet, daß die Linie von hier bis Rushville schon Anfang November dem Betrieb übergeben werden kann. Andere Jnterurban-Ncu-i g k e i t en. Die am Dienstag wie berichtet, von den Actionären beschlossene Verschmel zung der Union Traction" Co." und der Jndpls Northern Traction Co." hat zur Folge gehabt, daß bereits gestern die Inschriften der OfficeSchilder etc. der alten Union Co. im Claypool- und im Magnolia-Gebäude in Jndiana Union Traction Co." umgewandelt wurden. In der County-Recorders-Office ließ sich die neue Jndiana Union Traction Co." gestern Morgen die FreibriefUebertragung seitens der Union Traction Co." registriren. Das Datum ist : 30. Juni 1903. Mozart Loge No. 531, I. O. O. F. Folgende neue Beamte wurden in der gestrigen Sitzung der obigen Loge durch Val. Schneider in ihre resp. Aemter eingesetzt : O. M.-F. I. Henschel. U. M. H. Pottschmidt. Secretär John Dietz. Schatzmeister Wm. Beinberg. Aufseher Mich. Aichhorn. Führer H. V. Schneider. Innere Wache John Sawyers. Aenßere Wache Th. C. Kempf. R. Gehülfe O. M. Emil Schwarz. L. O.M. Geo. Rieder. R. U.M. Fred. Freund. L. U. M. A.Winkelhaus. R. S. H. Franz Treuhann. L. S. H. Wm. Baase. Caplan . 0. Bnndt. Jndiana Dental Llssociation. Die Jndiana Dental Association" erwählte in ihrer gestrigen Versammlung folgende Beamte: Präsident, Dr. I. H. Morrison, Connersville; VicePräsident. Dr. I. (?. Wener, Elkhart; Trustees, H. W. Leaton, Shelbyville; H. L. Stephenson, Rising Sun, und C. E. Redman, Peru. Die TrusteeS ernennen den Secretär und Schatz meister. Stahlen 1 Pfund Eisen. Unter der Anklage des Großdieb. ftahls wurden letzte Nacht zu später Stunde der 30-jährige John Eads und der 14 Jahre alte Leroy Persell von den Polizisten Lee und Hart eingesteckt. Die Beamten erwischten die Beiden, als dieselben auf einem Wagen etwa 1000 Pfund eiserne Mutterschrauben (Bolts) wegfahren wollten, die sie an der West 10. Str., wo die Flußbrücke eparirt wird, gestohlen hatten.

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MI g:gpita. CLDUelUcii. - Sttiltes Union Emuamß. und fermentirt. Stadt frei abgeliefert. . . . Neues Phoue 1644 M v U Telephon: Main 1769. Armer Wanderömann. In Mount Jackson wurde gestern Vormittag ein fich Andy Linkert nennender, slavonischer Eisengießer aus Pittsburg, schwer erkrankt in einem Fuhrwerke eines Anwohners aufgefunden. Dr. Cunninzham vom Tispenarium, der mit der Ambulanz zu Hülfe gerufen ward, transportirte den ehr geschwächten Mann in'Z Hospital und glaubt, daß derselbe am Typhusfieber erkrankt ist. Linkert hat nach Art der Handwerksburschen das Land durchwandert und offenbar sehr viel Noth erduldet. Die Juli -Sitze Verspricht sehr intensiv zu werden. Seit dem 22. Juli 1901 war die Hitze am aestriaen Taae. 1. Juli, die größte seit . ' 32 Jahren. Denn gemäß den Mes sungen der hiesigen Bundeswettcr warte stieg das Quecksilber im Thermometer am gestrigen Tage auf 90 Grad. Die gewöhnlichen Sterblichen waren gestern der Ansicht, daß die Hitze wenigstens 100 Grad und mehr war, und allgemein ward über die brockende Schwüle geklagt. Der Ansicht von Sachverstän digen gemäß dürfen wir uns auf einen extrem heißen Juli gefaßt machen. , Arcade Kneipe, 38 Birg. AveV Nenner & Brommer, Eigenth. Frenzel iros., No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine na$ und von Europa. An und verkauf ausländischen Geldes. Glicht was man verdient, sondern was man erspart, führt zum Reichthum. . . . . Indiana Trust Company nimmt Depositen an von $1.00 aufwärts die zu jeder Zeit gemacht derden können. ES bedarf weder eines bestimmten BetrazS tiflch eine bestimmte Zeit zu deponiren. Ossiee: Jndiana Trust Gebäude. Ecke Wash. Str. und Virginia Ave. Capital (1,000,000 SnrplnS 150,000 ...Samstag Nachmittag geschloffen... FurnaceS, Eisen und Vlech-Arbeiteu, Joseph Gardner, 37 41 Kentuöy Avent Telephon 322. Blecharbeiten aller Arten an neuen Häusern bestens ausgeführt.

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