Indiana Tribüne, Volume 26, Number 266, Indianapolis, Marion County, 1 July 1903 — Page 3

Indianer Tribune, 1. Juli. 1903.

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Vorbei

Die Kieler Festtage nach glänzendem Abschluk. X Die Handelsverträge. England wühlt gegen die Vereinigten Staaien. Tie wüthenden Clericalen begehen Nuhestörungen. Die Skttpschtina vertagt. Nadan im ungarischen Abgeordneten Hause. Ansammlung von Kriegsschiffen vor Tientsin. Die schwedischen Finanzen. Victor Hugos Andenken. Deutschland. Ende der Festtage. Kiel. 30. Juni. Der Besuch des amerikanischen Europa-Geschwaders ist zu Ende. Die letzten Salut-Schüsse zu Ehren der Kaiser-Jlagge wurden abgegeben, als die Hohenzollern heute Vormittag nach EZernfoerde absuhr ; der Kaiser fuhr ebendahin schon um 7 Uhr auf den Meteor ab, ebenso die Kaiserin auf der Jduna.- Die amer. Marine Offiziere nahmen Nachmittags an einer Reihe von Empfängen an Bord der deutschen Schiffe theil. Bei der heutigen Regatta kämpfte der Kutker des Wilhelm II." das schnellste Boot des deutschen Geschwaders, mit dem besten Boote des amerikanischen Geschwaders, dem Kutter der Chicago, der sich verschiedene Preise in Mittel meerhäfen im Frühjahr geholt hatt. Nach einer Strecke von 1 Meilen überholte das deutsche Boot jenes der Chicago und trotzdem die Amerikaner standhaft bis zum Ende aushielten, vermochten sie den Vorfpru.ig nicht mehr einzuholen. Um 6 Uhr heute Abend fuhr das amer. Geschwader aus Kiel ab, unter den Salutschüffen sämmtlicher deutscher Schiffe, die von den Amerikanern erwidert wurden. Das Flaggschiff Kearsage, die Chi . zcago und San Franciszo fahren durch den Hattegat und halten sich 2 Tage in Hallundborg, Dänemark, auf. Die Machias fährt durch den Nord-ost-See-Kanal nach Bennsbüttel und

trifft dann mit den übrigen Schiffen südlich von Svithead zusammen. Das Geschwader trifft am 7. Juki in Portsmouth ein. Tie Vacht Hamburg" besiegte des Kaisers Meteor" in der 50 Meilenfahrt nach Eckernfoerde um 1 Minute. Die Jduna", auf der sich die Kaiserin befand, kam eine halbe Stunde später an. Der Kaiser war über den Sieg . der Hamburg" erfreut, da er Mitei j , genthümer ist. " i Die Handelsverträge.

Berlin, 30. Juni. Beiden VerHandlungen betreffs eines Handelsverträges zwischen Deutschland und Rußland ist bereits ein EinVerständniß über die Weizenzölle erreicht. Mit dem EinVerständniß über die Biehzölle mit Rußland hapert es aber noch, nicht so sehr wegen deren Höhe, sondern wegen der Nebenbestimmungen. Deutschland weiß sehr genau, daß Rußland eine wirksame veterinär-polizeiliche Untersuchang seines nach Deutschland expor-

tirten Viehes in einer Weise, wie sie dem neuen Fleischbeschaugesetz entspricht, nicht garantiren kann, und Teutschland verlangt darüber Garantien. Tagegen soll Minister Freiherr v. Rheinbaben auf seiner Amerikareise die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Ver. Staaten die nöthigen Maßregeln behufs Ausfuhrs gesunden Fleisches nach Deutschland getroffen haben. Man glaubt hier auch, daß Frhr. m Speck von Sternburg bald mit der Regierung der Ver. Staaten in VerHand-

ungen über einen neuen Handelsver--trag zwischen ihnen und Deutschland treten dürfte.

Pn MeinungSverschiedenhei-

t e n im Minister! u.m. Berlin, 30. Juni. Das Ver-

Lu halten der Polen bei den Wahlen ist zwar der Regierung nicht unerwartet gn gekommen, da die jüngsten Maßregeln Bl, der Regierung nicht wirksam werden Hs konnten, aber man soll im Schoße des

eu preußischen Ministeriums doch über die

Ursachen des Ausfalls der Wahlen sehr verschiedener Ansicht sein. Ein Theil der Regierung drängt auf schärfere Maßnahmen gegen die Polen, während ein anderer Theil für weiteres Temporisiren ist. B e r l i n. 30. Juni. Einem Mangel der deutschen Universitäten wollen die Breslauer Universitätsbehörden dadurch abbelfen, daß in Zukunft dort Vorlesungen über Redekunst abgehalten werden sollen. Man hat vielfach gefunden, daß in Ländern wie Amerika und England, vorzüglich 'aber im ersteren Lande, wo Rhetorik in' den höheren Schulen Gegenstand des Unterrichts ist, bessere Redner ausgebildet werden. Antisemitische Unruhen. Straßburg, Elsaß, 30. Juni. Die Niederlage eines Centrums-Candi-daten bei der Reichstagswahl in einem ländlichen Wahlkreise bei Straßburg führte heute zu ernsten Ausbrüchen gegen die Anti-Clerikalen. Der Pöbel zog durch die Straßen und demolirte jüdische Läden. Beim Versuche der Aufrührer, ihre verhafteten Freunde zu befreien, kam es zu einer Schießerei. Die Clerikalen haben einen Boycott gegen die Juden und Protestanten erklärt. Grokbritannien. Angriffe a u f d i e V e r. Staaten. London, 30. Juni. Der Morning Advertiser" bringt heute eine Mittheilung vom hiesigen General-Consul von Columbia über die Stellung Amerikas und Colombias zum PanamaCanal. Seit vielen Monaten sei die UnterZeichnung des Hay -Herron- Vertrags durch den colombischen Gesandten in Washington zum Gegenstande amerikonischer Intriguen gemacht worden. Man habe alles versucht, um dea Einfluß der von General Rayes geführten

Oppositionspartei lahm zu legen, indessen besifc? dieser genügende Macht, um dea Präsidenten Maroquin durch eine Revolution zu entsetzen. Er habe an sich nichts gegen den Canal-Bau durch die Ber. Staaten einzuwenden, verlange aber ehrenhaftes Vorgehen. Washington, 30. Juni. Das Staatsdepartement ist zur Zeit nicht geneigt, von den obigen, dem colombischen Generalconsul in London zugeschrieben Aeußerungen amtlich Notiz zu nehmen, schon aus dem Grunde, da dieselben nicht in amtlicher Eigenschaft ausgesprochen worden sind. Einladung an den PrinzenvonWales. B i r m i n h a m. 30. Juni. Der Londoner Correspondent der Post sagt, es werde demnächst eine persönliche Einladung des Präsidenten Roosevelt an Prinzen und Prinzessin von Wales zur St. Louiser Ausstellung hier eintriffen. L o ndo n. Don Godfrey, der berühmte Kapellmeister der GrenadierGarden, ist gestorben. Serbien. . Vertagung des Parlam e n t s. Belgrad, 30. Juni. In der heutigen Sitzung der Skuptschina verlas Minister-Präsident Avakumovics ein Dekret, welches die Extra-Sesjion des Parlaments für geschlossen erklärt. Der Minister dankte dem Parlament für die Wahl König Peters und erklärte, die Regierung halte es für besser, mit Vorlage neuer Gesetzentwürfe bis zur Erwählung der neuen Skuptschina zu warten. Der Minister versprach zugleich für vollkommene Wahlfreiheit zu sorgen, damit das Resultat ein getreues Spiegelbild der öffentlichen Meinung werde. Die Wahlen sinden wahrscheinlich Mitte Sept. statt und werden jedenfalls die extremen Radikalen im Hause beträchtlich verstärken. Der König besichtigte heute den Schauplatz des Königsmordes im alten Palais. Der König macht sich populär. Belgrad, 30. Juni. König Peter wird demnächst die serbischen Provinzen bereisen; er wird zuerst Nish besuchen. Der König fährt- häusig in offener Equipage ohne Escorte durch die Straßen, um sein Vertrauen in das Volk zu beweisen. Türkei. EinBuben st reich. S alonichi, 30. Juni. Mehrere Kinder starben hier unter gräßlichen Qualen. Sie hatten vergiftetes Zuckerwerk, welches sie in den Straßen fanden, gegessen.

OcsterreZch-Ungarn. H e d e r v a r y ' Debüt. B u d a p e st , 30. Juni. Mini ster-Präsident Hedervary erschien heute im Abgeordnetenhause des ungarischen Reichstages, um sein Miniser-Pro-gramm zu entwickeln; es kam aber zu

ungewöhnlich heftigen Scenen, während welcher dem Premier viele Beleidigunan den Kopf geschleudert wurden. Der Premier kündigte nachher an. daß er dem Hause die Finanz-Jdemni-täts-Norlage unterbreiten wolle und um Ermächtigung zum Abschlüsse der Handelsverträge nachsuchen würde. Der Premier schloß, indem er sich als warmen Anhänger des dualistischen Re gierungssystems, einer gemeinsamen österreichisch-ungarischen Armee und l beraler Prinzipien erklärte. China. Zahlreiche Kriegsschiffe. Tientsin, 30. Juni. Die hiesigen Zeitungen weisen auf die angebliche Bedeutung hin, welche die Ansammlung amerikanischer, britischer und japanischer Flotten im nördlichen Theil der Pec Chi L i See zukommen. Bor Port Arthur liegen nicht weniger als 75 russische Kriegsschiffe. Die japanischen Reserve-Ofsiziere, die nach Nord China beurlaubt waren, sollen nach Hause zurückberufen worden sein. Schweden und Norwegen. . Schwierige Finanzlage. C h r i st i a n a, 30. Juni. Gunnar Knudsen, der neue Finanzminister sagt, daß die Depression in der norwegischen Industrie es nothwendig macht hohe Schutzzölle einzuführen. Ich bin von Ueberzeugung Freihändler,"sagt derMinister, und ich bin Stolz auf die Geschichte Norwegens als Freihandelland, aber die hohen SchutzZölle des Continents machen es für uns nothwendig Gegenmaßregeln zu ergrellen." Man glaubt, daß er in Wirklichkeit höhere Zolleinnahmen wünscht, da die directen Steuern unmöglich erhöht werden können. Die Einkommensteuer für Staats- und Gemeindezwecke allein beträgt mehr wie 15 Procent des Iah reseinkommens der Bevölkerung. Frankreich. 3 u rn Andenken an Victor Hugo. Paris, 30. Juns. DaS Wohnhaus von Victor Hugo's wurde von den Enkeln des berühmten Schriftstel lers in aller Form der französischen Regierung als Geschenk an die Nation übergeben. Die Mitglieder der Aka demie und viele hervorragende Män ner wohnten der feierlichen Handlung bei. Eine Tochter Faure's verlobt. Paris, 30. Juni. Die Verlo bung Frl. Lucie Faure'S, Tochter des verstorbenen Präsidenten, mlt dem Schriftsteller Georg Goyau wird ange kündigt. Fleisch Zölle erhöht. Paris, 30. Juni. Die Depu tirtenkammer nahm M. de Bussy's Vor läge zur Erböhuna der Vieh- und Fleichzölle an. Auch wurde vom Se nat die Vorlage zur Errichtung von Gemeindeschulen, als Ersatz für die ge schlossenen Klosterschulen, angenommen. Italien. In den Vatikan. Gärten. Rom, 30. Juni. Zum erstemmale in diesem Jahre begab sich der Papst heute nach den vatikanischen Gärten, in welchen er etwa 1 Stunden spazieren fuhr. Er schien sich der frischen Luft außerordentlich zu freuen und bemerkte alle Veränderungen in den Gärten seit letztem Jahr, namentlich das Wachs thum der von ihm selbst gepflanzten Reben. Nach der Rückkehr in seine Gemächer schien der Papst nicht im Geringsten ermüdet und empfing verschiedene Bischöfe. Rußland. Keine Anfrage bezüglich der Petition. St. Petersburg, 30. Juni. Nachstehende halbamtliche Erklärung wurde ausgegeben : Zwischen Rußland und den Ver. Staaten fanden keine Verhandlungen statt bezüglich der Absicht des Präsidenten Roosevelt, der russischen Regierung eine Petition amer. Juden betreffs der Ereignisse in Kishineff zu überreichen. Die Erklärung fügt hinzu, falls ein derartige Mittheilung von den lVer.? Staaten eingegangen wäre, so hätte Rußland diese versuchte Einmischung in seine inneren Angelegenheiten selbstredend entsprechend zu beantworten gewußt. .

Hoch verrath. Berlin, 30. Juni. Das Tageblatt" meldet, in Folge der Spionage in der russischen Armee im Interesse auswärtiger Mächte habe der Zar befohlen, daß dieses Verbrechen in jedem Falle mit dem Tode bestraft werde. Afrika. Keine Gefangene. London, 30. Juni. General Monasg, der britische Commandeur von Somaliland, Ofl-Africa, bezeichnet in Depeschen an's Kriegsamt die Meldung, britische Ofsiziere seien im Lager des Sultans Mullah gefangen, als unwahr. Bulgarien. Bulgarische Reserve m o b i l i s i r t. Sofia, 30. Juni. Dreitausend weitere Reservisten wurden mobilisirt. Sie sollen die Greuze gegen die türkischen Räuberbanden schützen. - Schiffsnachrimten. Angekommen. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II." von New York. Southampton: Menominee" von New York. New York: Kronprinz Wilhelm" von Bremen. New York: California" von Neapel; Großer Kurfürst" von Bremen. - lnocrfrorcn. Madame: Sie müssen wirklich diese gräßliche Gewohnheit ablegen, immer das letzte Wort zu behalten." Dien st mädchen: Ja, aber Madame, wie soll ich denn schließlich wissen, daß Sie nichts mehr zu sagen haben?" Man mirsi Ilcti zu 1) eisen wissen. Na. was ist denn das? Das Bild ist ja ganz weiß in weiß gemalt! Was stellt denn das vor?" Ja, weißt Du, ich habe bei dem Farbenhändler keinen Kredit mehr, und oa ich noch zwanzig Tuben Kremserwei im Atelier hatte, so malte ich dieses historische Bild: Weißgekleidete- Jungfrauen erwarten den Laudesfürsten; sie werden jedoch von einem Schneegestöber überrascht und flüchten in eine Kalkgrube!" Bluter f3aUftsdicn. S e l m a : Liest Dein Papa meine Gedichte auch?" B l a n k a : Ich weiß es nicht, heimlich wird er sie schon leien!" I,n:ner derselbe. Gelehrter:. Donnerwetter. wenn ich jetzt nur wüßte, wo ich mich ausgezogen habe! Einwand. F ö r st e r (ärgerlich): 'Meine erste Frau hat die Geschichten alle ge glaubt, die ich ihr erzählte." F r a ü : D:e war auch zunger! Entschlossener Selbst mörder. Der Arzt Dr. Funderbürg m Gasden. Ala., hatte sich im Morphium vergiftet. Mehrere Leute die Kenntniß von seiner That hatten versuchten ihn zu retten: er zog aber ein Messer und hielt die Leute von sich ab. bis keme Rettung für ihn mehr möglich war.

Todes st rase auf

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In dem franzosischen Dorfe Thenelles' bei St.'Quentin ist ein Mädchen Namens Marguerite Boyenval. das viele Jahre hindurch in todesähnlichem Schlafe gelegen hatte.

lurz vor ihrem ooe zu vollem Be wußtsein gelangt. Das 42jährige Mädchen gab kurz vor ihrem Hinscheiden noch deutlich vernehmbare AntWorten, die ersten Aeußerungen nach über 20jähriger Lethargie. Wahrend eines schwe ren Gewitters, welches über den hohen Knollen bei Lauterberg am Harz zog, hatte sich eine Gesellschaft von Touristen in die Schutzhütte am Aussichtsthurm Großer Knollen" bei Sieber geflüchtet, um dort Schutz vor dem Unwetter zu suchen. Plötzlich fuhr am Thurm em Blitzstrahl nieder und traf sieben derouristen. Der 58iahrige Prokurist Ferdinand wlaz in aus Elsenbuttel wurde auf der Stelle getödtet; seine in der Nähe stehende Ehefrau stürzte gelähmt zu Boden und erlitt außerdem mehrfache Brandwunden, während sein Sohn durch Brandwunden im Gesicht nicht unbedenklich verletzt wurde. Auch die übrigen Personen trugen mehr oder minder schweren Schaden davon. E i n moderner Diogenes ist ein Berliner Kesselflicker, der in aufrichtiger Schwärmerei für ein eigenes Heim seinen dreirädrigen Karren zur Wohnung gemacht hat. Ueber die Ausdehnungsverhältnisse ist er in der Weise mit sich einig geworden, daß er den Karren mit Brettern. die seiner Länge entsprechen, bedeckt und diese Bretterlage an dem einen Ende überdacht hat. So hat er eine Schlafstätte, und was er an Aussiattungsgegenständen, als da sind: Kleider, Kochgeräthe und Handwerkzeug, besitzt, hangt sauber geordnet an den Seitenwänden des Karrens. Glücklich im Besitze eines eigenen Hauses", zieht der Mann durch die Straßen Berlins. Des Nachts begibt er sich mit feiner Wohnung auf das nächste Feld, kriecht mit dem Kopfe unter sein Dach und schlaft sanft und selig. Eine m u t h i q e R e t - t u n g s t h a t vollbrachte während des diesjährigen Eongresses der deutschen Corps in Kösen der Studiosus von Bottiche? aus Halle a. S. Er unternahm mit dem Schriftsteller WilHelm Uhde aus Posen eine Kahnfahrt auf der Saale. Durch einen Unglücklichen Zufall kenterte das Boot an einer gefährlichen, tiefen Stelle. Herr Uhde, der nicht schwimmen kann, vermochte nur einmal auf kurze Zeit sich an dem umgekippten Boote emporzuarbeiten. Unter großen Anstrengungen und eigener Lebensgefahr zog Herr von Bötticher den immer wieder Sinkenden mehrere Male an die Oberfläche, bis ein in der Nähe befindlicher Schiffer die gefährliche Lage der beiden Herren bemerkte und mit einem Boote Hülfe brachte. Herr von Bötticher ist ein Sohn des Staatsministers und jetzigen Oberpräsidenten von Sachsen und studirt z. Zt. in Göttingen. wo er dem Corps Saxonia" angehört. Ein Schweizer Kanton hat damit angefangen, der immer mehr um sich greifenden Entstellung des landschaftlichen BilUls durch Plakare kräftig Einhalt zu gebieten. Was sich schweizerische Gasthofsbesitzer in Verunstaltung des schönen Landes durch minder schöne hochgestelzte Plakattafeln leisten, empfindet, nicht nur der Aesthetiker. sondern auch der biedere Durchschnittsreisende mit lebhaftem Grimme. So fährt man auf der landschaftlich prächtigen Strecke von Zürich nach Luzern neben entzückenden Vorbergen und Seen auch bisweilen an kleinen Reklamewäldchen vorbei; ähnlich ist es in der Nähe von . vielen Schweizer Kurorten. Deshalb will der Kanton Waadt jedes Plakat verbieten und eventuell durch öffentliche Gewalt entstrnen lassen, das die Landschaft verdirbt und an einer andern Stütze als einer Gebäudemauer oder einer Einfriedungsmauer angebracht ist, oder das den Giebel des Gebäudes oder den obersten Theil der ihm zur Stütze dienenden Mauer überraat". nor Kurzem wurde in S t e n d a l ein Baumfrevler verhaftet, der in den Anlagen der Stadt in geradezu unerhörter Weise gehaust hatte. Der Baumfrevler hatte allein in einer Nacht auf der Westpromenade von Stendal die auf Draht gezogenen Seitenranken des von der Stadt angepflanzten Weines an 57 und die Stämme an drei Stellen durchschnitten, ebenso den Stamm einer vor der Herberge zur Heimath stehenden Linde, vor dem Gymnasium die Kronen von sechs Tannen und drei Lebensbäumen durch Abschneiden von einzelnen Zweigen beschädigt, in dem Garten eines Restaurateurs 16 Bäumchen bezw. Sträucher aus der Erde gerissen, aus einer Palme das Herz ausgeschnitten, in dem nebenan liegenden Garten drei Obstbäume beschädigt und zwölf Tannen die Krone abgeschnitten, vor dem Hause eines Hoteliers m der Bahnhofstraße zwei Lebensbäume durch Abschneiden der Krone, 15 junge Linden durch An- und Abschneiden beschädigt, neun jungen Obstbäumen die Krone abgebrochen, fünf wettere junge Obst bäume abgebrochen, außerdem sechs' junge Tannen ausgerissen. Schließlich wurde der dose Geselle gesaßt, als er wieder aus der Promenade eme Ka stame der Krone beraubte.

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