Indiana Tribüne, Volume 26, Number 262, Indianapolis, Marion County, 26 June 1903 — Page 3

ne. SS. Juni 1903-

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In Kiel.

Zchöne Eintracht zwischen Gästen und Wirthen. Voll des LobeS ist der Kaiser über das amerikan. Zylagschiff. Papst Leo's Hinfälligkeit auf dem Konsistorium. Banus von Kroatien übernimmt die Cabinets-Bildung. Unterstaats'Zekretär Cranborne über die Manschnrei. Die Aussichten auf Annahme des Panama-Pertrags. Deutschland. Der zweite Besuchstag. Kiel, 25. Juni. Der Kaiser sagte heute beim Abschiede von Contre-Ad-miral Cotton und Capitän Hempbill an Bord des amer. Flaggschiffes Kearsarge", er werde dem Präsidenten tele graphisch mittheilen, in welchem vorzüglichen Zustande er das Schiff gefunden. Er hatte die Kearsarge" zu vor 1 Stunden so eingehend wie ein MrineJnspektor besichtigt und sich dabei vertraulich mit einigen der Seeleute unterhalten. Namentlich die Doppelthürme und deren Mechanismus ließ sich der Kaiser von dem Capitän genau erklären. Nachdem die Jnspection des Schiffes vorüber war, begab sich die Gesellschaft nach der Cabine des Admirals, wo der Kaiser bei einigen Flaschen Champagner eine Viertelstunde lang sich mit den Anwesenden unterhielt. Nach dem Weggang des Kaisers versammelte Admiral Cotton die gesammte Schiffsmannschaft zu einer Ansprache, die mit den Worten schloß: Es ist unsere Pflicht, nach besten Kräften Alles zu thun, damit die Gefühle der Freundschaft und Herzlichkeit zwischen Amerika und Deutschland bewahrt bleiben." Die 700 Offiziere und Mannschaften der Keasarge" brachten dann ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus. - Der Kaiser wac bei dem Besuche der Keasarge, wohin er sein Boot selbst ' gesteuert, von dem Staatssekretär der Marine Tirpitz. Admiral von SendenBibran, dem Chef des Marine Cabinets, u. A. begleitet und von Admiral Cotton nebst sämmtlichen Commandeuren und den Offizieren der Keasarge auf dem Ouarter - Deck empfangen worden. Sofort nach der Rückkehr auf die Hohenzollern empfing der Kaiser den Botschafter Tower, dem er sagte, ,,Ca pitän Hemphill versteht sein Geschäft. Er braucht nicht andere Leute zu fragen, bevor er seine Antworten gibt." Der Kaiser gab Abends an Bord der Hohenzollern ein Diner, an dem Admiral Cotton, die amer. Capitäne, Botschafter Tower, sämmtliche Mitglieder der amer. Botschaft, Prinz Heinrich, die deutschen Admiräle, Kanzler Bülom u. A. theilnahmen. Bülow, der sich eben von einem UnWohlsein erholt, kommt zu dem morgigen Diner Botschafter Tower's. Der Kaiser frühstückt am Samstag auf der Kearsarge. Auf dem deutschen Kreuzer Prinz Heinrich fand Nachmittags ein Tanz statt, wie überhaupt täglich abwechselnd auf einem der deuschen Schiffe. Das amer. Geschwader hat das Intereffe an den Yachten ganz in den Hintergrund gedrängt. Gegen das Ende des Diners auf der Hohenzollern brachte der Kaisee einen Toast auf den Präsidenten der Ver. Staaten aus, mährend die Kapelle Lmerica spielte. Der Kaiser zeigte den Amerikanern nachher die Maschinerie der Hohenzollern und lud alle Capitane ein, ihn bei der morgigen Wettfahrt auf dem Meteor zu begleiten. Die Stichwahlen. Berlin, 25. Juni. In 180 an . . f i-. : r. CamS. fKftAtnnftTen

C iDUlllcuCJi luuucii j.4t wuujwmfuii fc statt. Die anderen Parteien machten vor Allem Anstrengung, um die Socialisten zu schlagen, daher schnitten diese schlechter ab als bei den Stichwahlen von 1893. Doch ist Oertel (Agrarier) in Freiberg, Sachsen, mit 3800 Stimmen geschlagen, Baffermann (national-libera-ler Führer) in Karlsruhe gleichfalls durch einen Socialisten; ferner Brömel Freifinnige Vereinigung) in Stettin. Richter ist in Hagen mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Sachsen ist ganz socialistisch, mit Ausnahme Bautzen's, das einen Anti semiten wählte. Haffe, Alldeutscher und Nat. Lib.. ist in Leipzig geschlagen. Der erste Distrikt München's wählte soc. und die Stadt ist zum erstenmal ganz soc. vertreten. Bochum ist von den Nat. Lib. an Soc. verloren. Die Soc. erwählten heute 25, haben damit 81 Sitze im Reichstag, Nat. Lib. heute 39, Centrum 1, beide cons. Parteien 22, freis. Volkspartei 17, Vereinigung 7 und Südd. Volksp. 6. Alexander Hohenlohe ist in Hagenau geschlagen, Barth und Bismarck gewählt. Serbien. Zur Eidesleistung. B e l g r a d, 25. Juni. Vor der Eidesleistung deö Königs hielten Senat und Skuptschina eine ge meinsame Sitzung nebst Gottesdienst ab, bei welchem der Metropolitan amtirte. Auf dem Parade-Felde, das drei Meilen von Belgrad entfernt liegt, hatten sich viele Leute in Wagen, zu Pferde und zu Fuß eingefunden. Auch die Militär-Attaches von Rußland und Oesterreich waren zugegen. Der König trug Generals-Uniform und ritt einen Schimmel, den früher König Alexander benutzt hatte. Die Minister nebst Familien hatten einen Pavillon auf dem Parade-Felde inne. Die Truppen gewährten einen vorzüglichen Anblick, obwohl ihre Ausrüstung nicht praktisch ist. Der König kehrte direct nach dem Schlosse zurück, überall auf dem Wege durch Hochrufe begrüßt. Nachmittags bestätigte der König die Ernennungen der gegenwärtigen Minifter. Es fanden verschiedene Conferenzen statt und eine königliche Proklamation wurde erlassen und günstig aufgenommen. Wie man glaubt, will man die Frage der Bestrafung her Königsmörder einschlafen lassen. Bemerkt wurde, daß sich Oberst Maschin, Minister der 5s fentlichen Arbeiten und einer der Führer bei den Mordthaten, während der Ceremonie im Parlamentsgedäude im Hintergrunde hielt. Zahlreiche Leute aus den ärmeren Klassen der Bevölkerung haben Kerzen auf den Gräbern von König Alexander und Königin Draga aufgesteckt. Ueberall wurde bemerkt, daß der König mit jeder Stunde eine mehr herrschende Haltung einnimmt und die Angelegenheiten fester in seine Hände bekommt. Die gestrigen Kundgebungen haben ihn augenscheinlich überzeugt, daß er auch einen Rückhalt am Volke befitzt. Die Vorgänge in dem alten scheu nenhaften Parlaments-Hause waren durch Feierlichkeit bemerkenswerth. Von den Abgeordneten waren verfchiedene in Bauern-Kleidern erschienen, andere wieder in sehr eleganter meist europäischer Tracht. Als das Gebet vomMetropolitan gesprochen war, küßte der König eine vor ihm liegende Bibel und legte dann den Eid ab.

Italien. Das öffentliche Eonsistor i u m. Rom. 25. Juni. Das vom 18. Juni verschobene Consiftorium ging heute mit großem Pomp und besonderem Interesse vor sich, da viele trotz der günstigen Nachrichten über des Papstes Gesundheit das heutige Consiftorium für das letzte unter Leo XIII. hielten. Der Pontifex sah noch etwas durchsichtiger aus als sonst, die Haltung war mehr gebeugt und die Stimme etwa? matt, und seine Umgebung schien allem Anschein nach nicht frei von Besorgnissen. Unter der Menge, die sich in den Corridoren der Sala Regia und Sala Ducale zur Betrachtung des päpstlichen Zuges versammelt hatte, befanden sich viele Fremden. Der Papst, von 8 Trägern in rothem Brokat an der Menge vorbeigetragen, ertheilte mit einem Lächeln den Segen. Zu Zeiten suchte er sich aufzurichten, um en Segen besser crtheilen zv kön nen und erst als er die Sedia Gestatoria verließ, konnte man feine aus nehmende Hinfälligkeit bemerken. Dem Papst folgte ein prunkvoller Zug von Cardinälen in ihren Schar lachgewanden, Mönchen, Priestern und Mitgliedern des päpstlichen Hofs. Die Würdenträger der Kirche wurden von den Schweizer und Palatinischen Garden geleitet, in Verbindung mit den feierlichen Gesängen des sixtinischen ChorS ein eindrucksvolles Bild. Die Ceremonie wurde möglichst beschleunigt. Der Papst saß auf dem Throne, den die von den Cardinalen

eingenommenen mit Brokat ausgeschlagenen Bänke in Form eines Vier ccks umgaben. Die neuen Cardinäle, die den rothen Hut vom Pontifex erhielten, legten zuerst den herkömmlichen Eid in der sixtiNischen Kapelle ab und wurden dann in die Sala Regia geführt, wo sie der Ceremonienmeifter begrüßte. Beim Nahen des Papstes fielen die Cardinäle auf die Kniee, küßten seine Füße und Hände, worauf sie der Papst umarmte. Nachdem jeder der Cardinäle den Cardinalshu! aus der Hand des Papftes erhalten, war die Feierlichkeit zu Ende. Der Papst sprach dann noch den apostolischen Segen und zog sich zurück, umgeben von den ftarbinälen und seinem Hof. Nachher kündigte der Papst in der sixtinischen Capelle in Anwesenheit der Cardinäle die neuen bischöflichen Ernennungen an. Alle diese Ernennungen wurden schon früher von Zeit zu Zeit angekündigt. Die Postulanten für Erzbischof Farleq (Mg. Farrelli), für Erzbischof Quigley (Mg. Jacquemin) und Bischof Orth (Vater Descuffi von der Propaganda) betraten dann die Halle und brten den Papst um Verleihung des Palliums an die von ihnen vertretenen Prälaten, was gewährt wurde. Die Funktion in der Capelle schloß damit, daß der Papst den neuen Cardinälen ihre Ringe als Kirchenfürften verlieh. Oefterreich-Ungarn. He dervary's Mission. Wien, 25. Juni. Graf HederVary, der heute die Einladung des Kaisers zur Bildung eines neuen ungarischen Cabinets formell annahm, nimmt zugleich als Banus von Croanen seinen Abschied. Die Croaten sind über seinen Rücktritt nach 20-jähriger unbeliebter Verwaltung sehr befriedigt. Von der Wiener Presse wird Heder vary's Nachgiebigkeit gegen die Oppo fition im ungarischen Reichstag ein müthig verurtheilt. Sie sieht darin den ersten Schritt zur Auflösung der gegenwärtigen liberalen Majorität und zugleich den Zusammenbruch des dualistischen Regierungsfystems von Ungarn und Oesterreich in gefährliche Nähe gerückt. Grohbritannien. Die Manschurei-Frage. London, 25. Mai. Im UnterHause erklärte heute Unterstaatssekretär des Aeußeren Cranborne, daß nach Wissen der britischen Regierung zwischen Rußland und China bezüglich der Manschurei oder des Hafens New Chwang kein Einvernehmen erreicht sei. Der britische Geschäftsträger in Peking sei von der chinesischen Regierung informirt, daß Verhandlungen im Gange seien, um die Manschurei ohne Verlust der Souveränitäts-Rechte China zu erhalten. Auch sei ihm Respektirung der Vertragsrechte der anderen Mächte zugesichert worden. Columbia. Der Canal-Vertrag. Colon, 25. Juni. Ein Küstendampfer brachte heute Neuigkeiten aus Bogota. Senator Velez wurde im Capital enthusiastisch begrüßt und Präsident Maroquin sandte ihm einen Staatsmagen. Velez und der gegenwärtige VicePräsident Reyes sind jetzt die einzien Candidaten, die für Maroquin's Nachfolge in Betracht kommen. Nach einem hohen Beamten, der eben von Bogota zurückkommt, sind die Aussichten auf Annahme des Canal-Vertrags sehr zweifelhaft. Washington, 25.Juni. Hiesige Vertreter der Panama-Canal-Gesell schaft erhielten Depeschen aus Bogota, nach denen die Opposition gegen den Vertrag eine beträchtliche Wandlung erfahren hat. Trotz noch immer be trächtlichen Widerstandes neigen sich die Aussichten doch auf eine baldigen Annähme des Vertrags, ohne Amendement, als erwartet wurde.

Kurze Depeschen. 25. Juni. Inland. Washington. Sir Thomas Lipton traf Abends ein und dinirte bei Generalmajor Corbin. Auch der franz. Botschafter, Sekretäre Wilson und Moody u. A. waren zugegen. New York. Die Schlachtschiffe Alabama", .Illinois", Massachusetts" und der Kreuzer Brooklyn" find für die Sommer-Manöver nach den Azoren-Inseln abgefahren.

Srrbirns neuer König. Die ,, Sdiwaricn George" un ihr theil a de schicken dcS Landes. Nachdem Ruhland und OesterreichUngarn, die an der Entwicklung der Dinge in Serbien am meisten interesstrten Mächte, sich offizieller EinMischung enthalten haben, ist der von der Armee noch in der Mordnacht zum

Peter I. König proklamirte Fürst Peter Karageorgiewiisch durch die serbische Nationalversammlung (Senat und Skuptschina) in aller Form zum Herrscher erwählt worden. Mit Peter L ist somit die Dynastie der Schwarzen George" (Karageorgiewitsche), deren erster, Czerny Georg, zu den frühesten Kämpfern um die Befreiung Serbiens vom türkischen Joche Anfangs des 19. Jahrhunderts gehörte, in den Königskonak zu Belgrad eingezogen, wenn auch die erst 1878 erfolgte gänzliche Loslösung Serbiens vom ottomanischen Reiche Hauptsächlich den Obrenowitschen zu danken ist, deren erster, Milosch, 1817 zum Fürsten von Serbien ausgerufen wurde und deren letzter. Alexander I., jetzt durch Mörderhand gefallen ist. Im Ganzen haben die Obrenowitsche Serbien fünf Herrscher gegeben. Nur einmal in der Zwischenzeit. 1842 bis 1859, hat ein Karageorgiewitsch, Alexander, der Vater des nunmehrigen Königs, die serbische Fürstenkrone getragen. Er wurde, weil er sich durch seine Hinneigung zu Oesterreich verhaßt gemacht hatte, von der Skuptschina zur Abdankung gezwungen. Bei der Ermordung des Fürsten Michael Obrenowitsch 1868 soll er seine Hand im Spiele gehabt haben. Unter Michaels Sohn, Milan I., wurde Serbien 1882 als Königreich proklamirt. Peter 1., der 1846 geboren wurde, war mit der Prinzessin Zorka von Montenegro vermählt, die 1890 starb. Von seinen drei Kindern erhielt der älteste Sohn. der 16jährige Georg, seine Ausbildung in Petersburg. Proscssor Barock. Seine neue wissenschaftliche Theorie und sein edrthätigkeit. In wissenschaftlichen Kreisen wird zur Zeit ein Vortrag viel besprochen, den Professor Stephen M. Babcock von der Universität in Madison, Wis., unStephen M. Babcock. längst vor dem dortigen Universtty Science Club hielt. Der Vortrag behandelte die neue Theorie, die Babcock über atomische Energie aufgestellt und an der er etwa 20 Jahre gearbeitet hat. Diese Theorie lautet dahin, daß das Gewicht eines Körpers durch die Veränderung seiner Moleküle beeinflußt wird oder daß. wie Babcock diesen Satz ausdrückt, das Gewicht eines Körpers umgekehrt proportional seiner Energie ist. Etliche Gelehrte stnd der Ansicht, daß die Babcock'sche Theorie die beste Lösung des noch immer nicht aufgeklärten Gesetzes der Schwerkraft darstelle, und Professor Comstock. der Direktor der Washingtoner Sternwarte, hält Babcocks neue Theorie sogar für das bedeutendste wissenschaftliche Ereigniß der letzten 50 Jahre. Stephen M. Babcock, der 1843 in Bridgewater, N. F., geboren wurde, liest seit 1890 an der Universität von Wisconsin über Ackerbau-Chemie und ist zugleich Vorsteher der Ackerbau-Ausstellungs-Station für den Bad-ger"-Staat. Seine Studien machte an der Cornell-Universität und an der Universität Göttingen. Von 1888 war er Leiter der Ackerbau-Ausstellungs-Station im Staate New York. Babcock ist der Erfinder eines nach ihm benannten Milchprüfungs - Verfahrens und gilt neben dem Ackerbausekretär Wilson als der hervorragendste Vertreter in seinem Fache.

Ilnssenschaflliche ZNassage.

Berlins Univrrsitäts-Mafiage-Anstalt uud ihre Zwecke. Massage in alter ud euer Jeit Zablu dowökis Karriere und Verdienste An weadung der Massage Sinzigartige Institut in der Welt. Die Behandlung Kranker mittelst Massage, als eine Kombination von Wissenschaft und Kunst betrachtet, ist verhältnitzmätzig jung. Wenn dies Heilverfahren im Alterthume zu hoher Blüthe gelangte, so ist es im Mittelalter, als die Aerzte unter dem Einflue herrschender religiöser Anschauugen sich entwöhnt hatten, die Vorgänge im menschlichen Körper voraussetzungslos zu beobachten, in Verfall gerathen. Recht langsam gelang es der Massage, im letzten Viertel des verflossenen Jahrhunderts, das ihr JahrHunderte lang anhaftende Beiwerk von sich abzuschütteln und sich von dem ihr Wesen verdunkelnden Mystizismus zu befreien. Den Aerzten und Hilfesuchenden konnte es nicht entgehen, daß rauhe Empiriker, welche sich dieser Methode bemächtigten, nicht selten neben Schädigungen auch Erfolge aufzuweisen hatten in Fällen, in welchen man mit den üblichen Methoden der Schulmedizin nichts mehr zu erreichen vermochte. Einer der Hauptvorkämpfer der rationellen Massage bei ihrer Anwendung sowohl zu hygienischen Zwecken als auch zur Krankenpflege und als bedeutendes Agens bet einer großen Reihe von chirurgischen und inneren Leiden ist Professor I. Zabludowski, der Direktor der Universitäts-Massage-Anstalt in Berlin. Zabludowski wurde 1850 in Bialystok, Rußland, geboren. Er studirte Professor I. Zabludowski. an der Militär-Medizinischen Akademie zu Petersburg Medizin und nahm im Sanitätsdienste der russischen Armee 1877 auf 1878 am Feldzuge gegen die Türkei theil. Im Jahre 1879 trat er eine Studienreise in's Ausland an, die ihn nach Wien, Paris, Amsierdam und Berlin führte. Auf Veranlassung Ernst v. Bergmanns siedelte Zabludowski 1882 nach Berlin über, um die Ausführung der systematischen Massage an der chirurgischen Universt-täts-Klinik zu übernehmen. Er legte 1886 das deutsche Staatsexamen ab und gehörte 1888 zu den den Kaiser Friedrich behandelnden Aerzten. Nachdem er 1897 von der preußischen Mili-tär-Medizinalverwaltung mit dem Unterrichte der Sanitätsoffiziere des Gardekorps in der Massage betraut worden war, wurde ihm 1900 die Leitung der ersten staatlichen MassageAnstalt der Universität Berlin, sowie das damit verbundene Lehramt für Massage übertragen. Dieses Massage-Jnstitut, das seit seineni nun bald dreijährigen Bestehen eine rege Thätigkeit entwickelt hat, dient einem dreifachen Zwecke: Lehren, Heilen und Forschen. Mehrere Hundert Schüler, darunter Aerzte aus aller Herren Länder, haben hier ihre Ausbildung in der wissenschaftlichen Massage genossen, und immer neue Schüler strömen herzu. Die Zal der Heilung Sucbenden, welche hier sämmtlich unentgeltlich behandelt werden, beläuft sich auf nahezu 100 im Tage. Zabludowski aber gebührt das Verdienst, der Massage einen ihr nie mehr zu entziehenden Platz in der Heilkunde verschafft zu haben, zum Wohle der leidenden Menschen. Die Massage, wie Zabludowski sie lehrt, ist eine ärztlich? Kunst, auf strenger Wissenschaft beruhend; sie erfordert von Seiten des Ausübenden eine genaue Kenntniß des menschlichen Körpers und seiner Organe. Die Massage ist zu einer HeilMethode gewordet. zu der Verletzte und Oprirte zur schnellere.-! Gewinnung der Gebrauchsfähigkeit ihrer Organe, dann an Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen Leidende, endlich von Nervenschmerzen und Lähmungen Befallene ihre Zuflucht nehmen. Zahlreich sind die Publikationen, die Zabludowski hat erscheinen lassen und welche mit nur ganz geringen Ausnahmen die Massage zum Gegenstand haden. Sein Lehrbuch Technik der Massage" wurde in mehrere fremde Sprachen übersetzt. Das von ihm geleitete Institut aber ist nicht nur die erste deutsche Universitäts-Massage-Anstalt, sondern auch die zuerst errichtete Uni-versitäts-Massage-Anstalt in der cfol Uzirten Welt. I

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