Indiana Tribüne, Volume 26, Number 261, Indianapolis, Marion County, 25 June 1903 — Page 5
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Jndiana Tribüne, 23. Juni 1903 S
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Sud Seite Tnrn-Verein.
Das Bezirksturnfeft verbunden mit Preis
turnen, wird auch bei ungünstiger Witterung. und zwar in gedeckten Räumen, im Germania Park abgehalten.
Die Mitglieder des Südseite Turnvereins im Allgemeinen und die Comites lm Besonderen find zur Zeit unermüdlich thätig mit den Vorbereitungen für das am nächsten Samstag beginnende Beziristurnfeft, welches hier bekanntlich unter den Auspicien des Südseite Turnvereins gefeiert werden wird. Alle nur möglichen Vorkehrungen find getroffen, um nicht nur den besuchenden Gästen, sondern auch unseren hiesigen Besuchern, und Freunden der edlen Turnerei, einige sehr genußreiche Tage zu bereiten. Neben großartigen Schauturnen von 14 Turnvereinen und einer außerordeutlich schönen, in hiesiger Stadt noch nicht gesehenen Vorstellung der DamenClaffe des Unabhängigen Turnvereins (30 Damen), großer Militär-, Con cert und Tanz-Mufik und allen nur zu wünschenden Erfrischungen, wird der Tamenverein des Südseite-Turn-verein? zu mäßigem Preise ein sehr schmackhaftes und reichliches Mittagund Abend-Effen Sonntags und Montags im Germania-Park verabreichen. Da solche Vorarbeiten viele Mühe und hingebende Liede zur Sache der edlen Turnerei erheischen, glaubt sich das unterzeichnete Comite berechtigt, an das deutsche Publikum im allgemeinen, und an die Freunde der edlen Turnerei, dieser echt deutschen Jnstitution, im besondern das Ersuchen stellen zu dürfen, durch recht zahlreichen Besuch diese Arbeiten des Comites zu loh nen, und gleichzeitig Propaganda für das deutsche Turnen zu machen. Von auswärts wird der Besuch jedenfalls ein starker sein, aus mehreren Städten, wie z. B. Fort Wayne werden Ercurfionszüge hier eintreffen. Zu einem würdigen Empfang der Besucher find alle Vorbereitungen getroffen worden. An beiden Tagen wird es in dem prächtigen Park an Unterhaltung nicht fehlen. Muster - Riegen von 14 verschiedenen Turnvereinen werden an dem chau- Vereins, und Volkslurnen theilnehmen. Das Wettturnen beginnt bereits am Sonntag Vormittag im Park. Kommt Alle, Ihr Deutschen, und bringt Eure amerikanischen Freunde mit. Der Feft-Ausschuß für das 18. Ind. Bezirks-Turnfeft.
Die rebse.
Neue Zncorporationen.
Reue Zompagnie zur Fabrikation von chirurgischen Instrumenten etc.
Die Herren W. D. Allison, Emrich Schmid und Jos. A. Dugan, sämmtlich von hier, ließen gestern in der Office des Staatssecretärs die SchmidDugan Co." mit einem K20.000.Cavitale incorporiren. Die Firma wird chirurgische Instrumente und HospitalUtenfilicn fabriciren. Andere neue Jncorporationen find: Die Bennell Padding Co.", Harnmond. $10,000; Direktoren A. I. Benncll, Charles Corkery und Henry Brenner. Die Northern Jndiana Machine and Electrical Co.", South Bend. S5000; Directoren W. L. Benitz, Nicholas Ott, W. B. Kelley. R. E. Bunch, Henry Marble, D. A. Pike, Clarence Palmer, L. L. Swank, Alex. Carlson und G. E. Stover. Die Corona Remedv Co.," Jndpls., $10,000; Directoren L. B. Daviö, W. W. Griffith und E. I. Heywood. Die Magnet Glas and Oil Co.", Converse, $50,000; Directoren R. M. Patterson und John W. Bmbrose von Converse und John F. Rodifer von Elwood. Dynamit im White River angewendet.
Fisch-Commiffär Sweeney giebt sich zur Zeit große Mühe, um die Burschen ausfindig zu machen, welche während der letzten Tage in der Nähe von Brook lyn beim Fischfangen Dynamit ange wendet haben. Hunderte von todten und verstümmelten Fischen find in den letzten Tagen im Fluffe gesehen wor den. Den Burschm sollte, wenn sie erst einmal festgenommen worden find, eine gesalzene Strafe zutheil werden.
von paut ZZonhomme.
Als Marivonne, das jurqe Dienstmädchen des Ehepaars Mercier ihre Madame" schüchtern fragte, ob sie am nächsten Sonntag ihre Tante in Paris besuchen dürfe, lehnte sich Madame Mercier in ihren Stuhl zurück, sah dem Mädchen durchbohrend in die Augen und sagte: Höre. Marivonne, Du mußt mir alles sagen, Du weißt, wir sind sehr streng in dem Punkte, mein Mann und ich, und dulden keine Liebschaften. Ich habe genug von den Mädchen mit .Bräutigams' und mir fest vorgenommen, keine in meinem Dienst zu behalten, die in dieser Beziehung den geringsten Anhang hat. Also, sage mir aufrichtig, besuchst Du wirklich Deine Tante in Paris?" Das Mädchen wurde roth wie eine Klatschrose und versetzte, von dieser Frage überrascht: Aber gewiß, wie können Madame nur denken " Ja. siehst Du, mein Kind, ich bin mir meiner Sache nicht sicher." - Aber. Madame!"' Wenn ich aufrichtig sein soll, so bin ich sogar von dem Gegentheil überzeugt." Nun konnte Marivonne ihre Entrüstung nicht mehr länger beherrschen. Ihre Lippen zitterten, der Mund verzog sich nervös, und Thränen schienen ihr in die Augen zu steigen. Sie ließ die Schürzenbänder, die sie bis dahin um die Hände gewickelt batte, fallen, nahm dafür den Schürzenzipfel, bedeckte sich damit das Gesicht und schluchzte: ..Gewiß, Madame, ich besuche immer meine Tante in Paris, wenn Madame mich hingehen läßt." Die Ueberzeugung der Madame Mercier gerieth in's Wanken. Sie empfand Gewissensbisse. Sollte sie sich etwa doch getäuscht haben, sollte dieses Mädchen eine Perle sein und wirklich ohne den üblichen Schatz durch's Leben wandeln? Möglich war ja schlielich alles. Nun, mein Kind," sagte sie. dann ist die Sache ja gut. Wenn Du mir erklärst, daß Du wirklich nur Deine Tante besuchen willst, dann will ich Dir gern glauben. Die Wahrheit kommt ja schließlich doch an den Tag. Ich kann Dir nur so viel sagen, wenn ich jemals erfahre, daß Du uns getäuscht hast, so werden wir nicht mit uns spaßen lassen, denn ich dulde nun einmal keine Bräutigams." Bei dieser kleinen, durchaus ernst gemeinten Rede wollten sich die Thränendrüsen der jungen Bretonin auf's Neue öffnen, doch ihre Herrin erklärte: Du kannst also Sonntag ausgehen, aber höre jetzt auf zu weinen." V!ari'oonne dankte und zog sich in die Küche zurück, um dort bequemer zu weinen oder vielleicht auch zu lachen.
Die Thränen der Kleinen hatten Madame Mercier aufrichtig gerührt. Allerdings konnten die Thränen auch erheuchelt sem, doch von Seiten einer ländlichen Unschuld, die erst vor einem Jahre aus der Bretagne gekommen war und die Einfalt und Naivität in Person war, ließ sich so etwas wohl kaum annehmen. Madame Mercier machte sich denn auch aufrichtige Vorwürfe wegen ihrer Strenge, denn bisher hatte sie der jungen Bretonin, die sie auf die Empfehlung der Obsthändlerm in ihren Dienst genommen, nicht den geringsten Vorwurf zu machen gehabt. In, Gegentheil. Als der Schlächtergeselle, der jeden Morgen das Fleisch brachte, D!arivonne eines Tages mit etwas plumper Galanterie eine Rose aufdrängenwollte, hatte sie ihn gehörig abfallen lassen. Noch an demselben Abend erzählte sie die Sache ihrem Manne und sagte zu ihm: Gustave, ich glaube, diesmal haben wir ein braves Mädel bekommen." Unglücklicher llise machte Madame Mercier kurze Zeit darauf eine unangenehme Entdeckung, die ihre gute Meinung über das Mädchen einigermaßen erschütterte. Eines Tages, als sie aus ihrem Zimmer kam, bemerkte sie auf einer Treppenstufe ein Stück Papier, das sie aufhob. Es war ein Brief, dessen Handschrift sie nicht kannte, und di? Schriftzüge deuteten auf eine ungeübte Hand. Sie war neugierig genug, ihn zu lesen, und schon bei den ersten Zeilen merkte sie, daß dieser Brief an Marivonne ge richtet und daß ihre zu Haus gebliebene Schwcster die Schreiberin war. In ziemlich plumpem Stil erzählte die Schwester der jungen Magd von dem Heimathsdorf, von den Eltern und schloß ihre Epistel mit dem mütterlichen Rath: Liebe Schwester, bleibe nur recht brav und schließe Dich an Dein? Heirschaft an, oenr. Du weißt ja, daß Du k?ine Verwandten in Paris hast, die sich Deiner annehmen können." Diese Worte waren allerdings geeignet. Madame Mercier alle ihre Jllusionen zu rauben. Da die eigene Schwester hier bestätigte, daß Marivonne in Paris keine Angehörigen besaß. so mußte das Mädchen entschieden lügen, wenr: sie erzählte, daß sie Sonntags ihre Tante besuchte, die ihre? Behauptung nach bei einem Fabrikanten in der Rue St. Honore als Köchin diente. Sie beschloß also, die Augen schärfer offen zu halten und Marivonne sofort zu kündigen, wenn der besagte Anhang wirklich vorhanden sein sollte. Jnzwi.
schen gab sie dem jungen Mädchen immer noch die Erlaubniß, nach Paris zu gehen und ihre Tante" zu besuchen, und sagte sich: Kommt Zeit, kommt Rath," denn sie war fest entschlossen, früher oder später der Sache aus den Grund zu gehen. Herr Mercier war noch vergnvgrer als gewöhnlich nach Haufe gekommen, liebevoll hatte er seine Gattin umarmt und sich dabei mit der Miene eines Mannes, der für feine kleine Frau eine hübsche Ueberraschung in petto hat, die Hände gerieben. Madame Mercier freute sich über diese gute Stimmung, als Marivonne mit ganz verstörten Zügen hastig in's Zimmer gestürzt kam und rief: Ach, Madame, Madame, kommen Sie doch schnell in die Küche und sehen sich die Thiere an." Thiere? In der Küche?" Ja, Madame, ganz schwarze Thiere sie laufen überall herum ach, Madame, ich habe solche Angst." Madame Mercier ging in die Küche. Marivonne hatte die Wahrheit gesprachen. Der Beutel mit Krebsen, den Herr Mercier, ohne ein Wort zu sagen, auf den Küchentisch abgesetzt hatte, war unter dem Drängen seines lebendigen Inhaltes aufgegangen, und schon liefen die schwarzen Krustenthiere überall herum, auf dem Tisch, auf dem Lustspind, ja mehrere, die sich zu weit vorgewagt, waren sogar auf die Erde gefallen. Frau Mercier stieß einen Schrei der Ueberraschung aus. doch dieser Schrei hatte eine ganz andere Bedeutung, als Marivonne glaubte. Sie, die für Krebse schwärmte, war von der zarten Aufmerksamkeit ihres Gatten ganz gerührt. Sie hütete sich aber wohl, das auszusprechen, bemühte sich vielmehr, ihre Empfindungen zu beherrschen, hob die einzelnen Krebse auf, um sie wieder in den Beutel zurückzuwerfen, und sagte: Mein Kind, Du kennst wohl diese Thiere nicht?" Nein!" erklärte Marivonne furchtsank. Nun, das sind eßbare Thiere." Eßbare?' ,Ja, ja, Du kannst mir glauben, das wird gegessen." Diese schwarzen Biester?" Das Mädchen schlug die Hände zusammen und stand mit offenem Munde da. Sie werden nicht nur gegessen." fuhr Madame Mercier fort, der plötzlich ein glorreicher Einfall kam, sondern sie haben auch noch eine ganz besondere Eigenthümlichkeit. Sie bringen die Wahrheit an den Tag, und die Leute, die man zu täuschen versucht hat. erfahren durch diese Thiere alles, was sie wissen wollen." Marivonne schlug etwas bestürzt die Augen zu Boden. Ich werde Dir gleich beibringen, wie man sie kocht Du wirst zunächst heißes Wasser aufsetzen und die Thiere da hineinsetzen. Wenn Du nie in Deinem Leben gelogen hast, so werden sie. wenn das Wasser kocht, ihre Farbe behalten hast Du mich dagegen getäuscht," fuhr Madame Mercier mit erhobener Stimme fort, und sah Marivonne scharf in die Augen hast Du mir vielleicht in einem Punkt nicht die Wahrheit gesagt, so werden diese Krebse, wenn Du sie aus dem Wasser nimmst, blutroth werden!" Die junge Magd konnte überhaupt kein Wort mehr sprechen. So," sagte Madame Mercier, und jetzt, mein Kind, gib mir Thymian, Lorbeeren, Kümmel und Nelken dort vom Schaft herunter." Sehr beklommen holte Marivonne den Kasten mit den Gewürzen, Madame Mercier setzte selbst das Wasser auf und verlangte dann, daß das Mädchen die Krebse hineinwarf. Dann ging sie in ihr Zimmer, um ihre'. Manne zu danken und ihm von der List zu erzählen, zu der sie ihre Zuflucht
genommen hatte.
Eine halbe Stunde verging. Madame Mercier wartete mit Ungeduld das Resultat ihres Experimentes ab und fragte sich, wie sich Marivonne wohl benehmen würde, wenn sie den Kessel abdeckte und die scharlachrothe Farbe der Krebse bemerkte. Schon im Voraus beglückwünschte sie sich zu ihrem gelungenen Einfall. Indessen verging die Zeit, die Stunde des Diners rückte heran, und Marivonne blieb noch immer in der Küche. Madame Mercier wurde unruhig und ging leise die Treppe hinunter; dann riß sie heftig die Küchenthür auf. Doch kaum hatte Marivonne sie erscheinen sehen, da ließ sie die Flasche und die Bürste, die sie in den Händen hielt, entsetzt zur Erde fallen. Mtt thränenüberströmtem Gesicht stand sie da, einen Kreos in den Händen, den sie, um die Spur ihrer Lügen zu verwischen, mit dem Lack für Madame Merciers Lackstiefeletten wieder hatte schwarz färben wollen. Vierzehn Tage später bezog Marivonne einen neuen Dienst. Snvirckte Schuld. Richter: Sie wollen von dem Automobilisten eine neue Hose haben, dabei bekunden aber zwei Zeugen, daß er Sie nicht überfahren, überhaupt gar nicht mit Ihnen in Berührung gekommen ist." K läget; Ganz recht; ich bin aber, als ich ihn von Weitem kommen sah, auf 'nen Baum geklettert, und dabei ist sie zerrissen."
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Vorder rechtenSchmiede. Daß ein Fechtbruder sein Arbeitsfeld in einem Amtsgericht sucht, dürfte zu den Seltenheiten gehören. In Eisenberg. Thüringen, klopfte letzthin ein Bruder Straubinger, wenn auch etwas zaghaft, mitten in einer Schöffengerichtssitzung an, was naturgemäß seine sofortige Festnahme zur Folge hatte. Seltene Doppelhochzeit. Im oberboyerischen Dorfe Pullach heiratheten unlängst zur selben Stunde der Bürgermeister des Ortes, Georg Gistl, und der Beigeordnete Simon Metz. Dabei versah zuerst der Beigeordnete für den Bürgermeifter die standesamtlichen Funktionen, und unmittelbar darauf traute der Bürgermeister seinen Beigeordneten. Dummer Spaß. Der Schlosser Georg Lenk in Frankfurt a. M. hatte einen pensionirten Briefträger veranlaßt, seine Pfeife, von der er wußte, daß sie mit Explosivstoff gefüllt war, anzuzünden. Es erfolgte eine Explosion, durch die der Briefträger leichte Verletzungen im Gesicht und am rechten Auge davontrug. Lenk erhielt wegen fahrlässiger Körperverletzung 50 Mark Geldstrafe. Gutes Geschäft. In Pinerolo. Piemont, fand ein Geistlicher vor einiger Zeit bei einem Trödler eine alte Bibel, die 1450 gedruckt war. Titelblatt und mehrere Seiten fehlten, auch war das Buch stark beschädigt. Der Händler gab es für 80 Centimes (15 Cents) und war froh, es untergebrc' zu haben. Neulich hat der glückliche Käufer die seltene Bibel für 3600 Lire ($676.8) an einen sachverständigen Sammler wieder verkauft. Es eilt n i ch t. In Fredensburq, dem gewöhnlichen Sommeraufenthalt der dänischen Königsfamilie, hatten sich vor Kurzem einige Bürger zusammengethan, um dem Könige dort eine Statue zu errichten. Inzwischen hat König Christian dem Komite mitgetheilt, daß ihm vorläufig nichts daran gelegen sei, in Fredensburg versteinert zu werden! Die königsfrohen Bürger sahen sich deswegen genöthigt, ihre Tenkmalswirksamkeit bis auf Weiteres" einzustellen. Vier Revolverkugeln im K o p f. In momentaner Geistesverwirrung hatte sich unlängst der Auskunfteibesitzer Ed. Pitzker in Wien vier Kugeln in den Kopf geschossen. Zwei Kugeln wurden ihm gleich extrahiri, die beiden anderen stecken ihm woyl noch im Kopfe, doch nehmen die Aerzte an, daß sie den Knochen nicht völlig durchbohrt haben. Sein Befinden ist derart, daß die medizinischen Autoritäten an seiner endgiltigen Genesung kaum noch zweifeln. Zigeunerromantik. Das Zigeunerunwefen nimmt in den sächskschMhmiscken Grenzorten mächtig überHand. So kam es kürzlich in öteuenbrand bei Asch gelegentlich einer opulenten Zigeuner-Hochzeit, an welcher gegen 100 Personen theilnahmen, nachdem annähernd ein halbes Dutzend Hektoliter Bier verzapft war. zu einer förmlichen Schlacht der braunen Gesellen untereinander. Das Blut floß in Strömen, da fast keiner der Hochzeitsgäste unverletzt blieb. Gendarmer'? und Grenzwächter mußten aufgeboten werden, und es gelang ihnen, von waffneten Leuten unterstützt, nur schwer, die Bande zum Weichen zu bringen. Aber im nächsten Dorfe revanchirte sich die angetrunkene Horde, indem sie den Gasthof ausraubte und alles Hausgeräth demolirte, um dann eiligst gegen Eger zu weiterzuziehen. Der Bräutigam und die Braut hatten es vorgezogen, gleich beim Erscheinen der Gendarmerie sich auf's Pferd zu werfen und in den böhmischen Wälder zu verschwinden. Die Buchführung war bereits im republikanischen Rom eine ständige Einrichtung. Jeder höher ge bildete Römer pflegte täglich in sein Notizbuch, auch wenn er nicht Kaufmann oder auf den Absatz seiner Erzeugnisse angewiesener Landwirth war, Einnahmen und Ausgaben sehr genau zu verzeichnen, und am Ende des Monats wurde dann aus diesen Angaben ein höchst sorgfältiger Auszug in eine Art Hauptbuch übertragen. Das Verbrecheralbum der Berliner Polizei enthält etwa 21,000 Photographien von allen möglichen Gauner- und Verbrecherspezialitäten und dürfte das bestangelegte Album dieser Art sein. Besonders finden sich viele Bauernfänger in ihm porträtirt. Das Album umfaßt 37 Bände. Noch bedeutend umfangreicher ist das Pariser Verbrecheralbum; mehr als 100,000 Uebelthäter aller Art haben ihr Porträt dort hinterlassen müssen. Zu Govan am Clyde wurde die Commonwealth," das größte je gebaute Schlachtschiff, vom Stapel gelassen. Sie ist das erste englische Kriegsschiff, dessen zehn sechszöllige Geschütze durch eine Barbette gedeckt sind, anstatt durch die Kasematte. Die Schnelligkeit des neuen Kriegsschiffes soll 18 Knoten betragen, die Besatzung aus 755 Mann bestehen. Das Schiff hat 16,350 Tonnen Wasserverdrängnng; die Maschinen werden 18.000 Pferdekräfte haben.
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