Indiana Tribüne, Volume 26, Number 261, Indianapolis, Marion County, 25 June 1903 — Page 3

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Allzu oft.

Präsident Roosevelt's rief an den Generalanwalt. Avcrmalo wird griindttche Skehr im Postantzte verHeiken. Anklage gegen ein früheres Mitglied des Congreffes. Verhaftung und Freilassung eines als Lyncher Verdächtigen. Convention der Demokraten in Iowa. Verschiedene Beurtheilungen von Sclavenhaltern. Ein dänischer Prinz als Lobredner Amerikas. Der Präsident an den Generalanwalt. Washington, 24 Juni. Der Präsident hat ein vom 22. d. Mts. datirtes Schreiben an den Generalanwalt gerichtet, in dem er auf die Resul täte der bisherigen Postamts-Untersu chung durch den 4. HilfsGeneralpoft' meifter Briftow hinweift und die Erhebunz weiterer Anklagen als wahrschein lich bezeichnet. Es gebe kein größeres Vergehen gegen die Regierung, als Vertrauensbruch von Seiten eines öf fentlichen Beamten oder unehrenhafte Verwaltung seines Amtes. Jede Anstrengung müffe daher ge macht werden, um solche Gesetzesver ächter die volle Strenge des Gesetzes fühlen zu lassen. Da der Diftriktsanwalt von Columbia anderweitig zu sehr in Anspruch genommen ist, um die erforderliche Zeit den Postamtsfällen widmen zu können, so schlägt der Präsident die Ernennung von SpecialAssistenten aus dem Juftizdepartement zur Untersuchung der Poftamtsfälle vor. In Folge dieser Anregung hat Generalanwalt Knor die Herren Charles I. Bonaparte und Holmes Conrad als Assiftenten ernannt. Die P o st a m t s . U n t e rs u ch u n g. New York, 24. Juni. Der ehe. malige Congreß-Abgeordnete Drigqs wurde heute durch die Bundes-Grand jury von Brooklyn angeklagt. Er er schien vor dem Richter und stellte Bürgschaft. Die Anklage hängt mit der Poftamts-Unterjuchung zusammen. Es wurden vier Gesetzes-Uebertre-tungen gefunden, alle auf das Gleiche hinauslaufend. Driggs wird beschuldigt, zwischen dem 20. und 24. Juli 1900 in ungesetzmäßiger Weise einen Check über 8500 von der Brandt-Dent Co. angenommen zu haben, um dieser einen Contrakt auf Lieferung von 250 automatischen Cassirern für das PostDepartement zu verschaffen. Driggs lehnt jede Aeußerung ab, hat aber früher zugegeben, von der Gesellschaft für Einführung der Maschinen einen Gehalt von 812,500 bezogen zu haben, er habe aber damals den Eid als Ab' geordneter noch nicht geleistet. Washington, 24. Juni. Die Wyncoop - Hallenback - Crawford Co. , welche den gegenwärtigen Contract zum Druck von Geldanweisungsformularen befitzt, reichte heute ihr Bewerbungs gesuch gegen dasjenige des niedrigsten Bieters, Paul Herman von Ruthkrford, N. I., ein. Die gesetzlichen Fragen in derAngelegenheit, die kürzlich zur Entlassung des Superintendenten Metcalf vom Geld-anweisungs-Bureau führte, liegen dem Hilfsgeneralanwalt Robb zur Entscheidung vor. Diner beim Präsidenten. Washington, 24. Juni. Der Präsident hatte heute den Staatssekretär Hay nebst Gemahlin, den franzöfischeu Botschafter Jufferand und Gemahlin, sowie B. I. Wheeler, den Präsidenten der California-Universität, zum Diner im Weißen Hause. Herr Wheel?r ist derzeit Gast des Präsidenten. Da der Präsident am Samstag nach Oyfter Bay geht, nimmt er während der nächsten zwei Tage nur die drin gendften Besuche an. Eine einzige Verhaftung. W i l m i n g t o n , 24. Juni. Bis jetzt wurde nur Arthur Corwell unter dem Verdachte verhaftet, an dem Lynchmorde des Negers White bethe:ligt gewesen zu sein. Er wird nach den nöthigen Vorbereitungen der ftaat-

lichen Behörden fein Vorverhör wegen Mordes zu bestehen haben. Corwell bezeichnet als seinen Wohn ort Hartford City, Ind. Er behauptet. dem Brüderschaftsorden der Adler in jener Stadt anzugehören und will in der Lynchnacht 0 Meilen vom Schauplatz entfernt an einem Feste der hiesigen Loge theilgenommen haben. Der Junge, der am Montag beim Angriff der Menge auf das Arbeitshaus geschossen wurde, ist heute gestarben. Cornell wurde Abends unter $5000 Bürgschaft, die ein Liquör-Händler stellte, freigelassen. Etwa 2,000 Personen, welche vor der Stadt-tzalle eine Demonstration veranstaltet, begrüßten die Freilassung mit Jubel. Er wird morgen wieder vernommen. Der am Abend mit Mühe abgehaltene Coroners-Jnqueft kommt zum Schlüsse, daß der Neger durch unbe kannte Hand den Tod gefunden. Lynchmord. E l k V a l l e y, Tenn., 24. Juni. Charles Jones, der Neger, welcher einen unsittlichen Angriff auf die 12 jährige Margaret Bruce verübt haben soll, wurde während der Nacht gefangen und ohne Verzug vor sein junges Opfer geschleppt, das ihn erkannte. Jones brach zusammen und gestand. Er wurde beim Morgengrauen an einem Baume aufgeknüpft und der Körper mit Kugeln durchlöchert. Demokraten von Iowa. Des Moines, 24. Juni. Die demokratische StaatsConvention trat heute im neuen Auditorium zusammen, mit Delegaten. die über Bestätigung der Kansas City Platform noch einer getheilten Ansicht waren. Auf dem Distrikt Caucus errangen die Goldleute einen entschiedenen Sieg; unter elf für das BeschlußComite gewählten Mitgliedern befanden sich 7 Anhänger der Goldwährung. Die Anhänger der Silberwährung beschlossen auf einer Conferenz jeden Versuch zu ihrer Verdrängung auf der Platform bis auf's äußerste zu bek.mpfin. Als Candidaten für die Gou-verneurs-Nomination standen nur 2 Candidaten im Feld: I. B. Sullivan von Creston und Richter Adam Van Wagenen von Sicux City. Als zeitweiliger Vorsitzender wurde I. H. Glick von Sioux City eingeführt, der in seiner Ansprache den Hauptpunkt an der Platform von 1896 in der damaligen Form für todt" erklärte. Nachmittags wurde als permanenter Vorsitzender Hamilton von Sogourney gewählt. Das Befchluß-Comite unterbreitete einen Majoritäts und Minoritäts-Be-richt, letzterer (abgelehnt) Erneuerung der KansasCityPlatform fordernd. Die Versammlung faßteBeschlüsse, in denen sie den Imperialismus, die Tariffund Finanz-Politik, das Trust-Uebel, die Poft-Scandale u. a. verdammt. Sclavenhalter verurtheilt. Macon, Ala., 24. Juni. Im Bundeskreisgericht wurden heute 3 an gesehene Farmer zu je Kl, 000 verur-

theilt, weil sie einen ihnen verschuldeter Neger einfingen, durchpeitschten und ihn dann in unfreiwilliger Sclaverei hielten. Gegen Erlegung von je $100 wurden die Strafen unter der Bedingung guten Verhaltens suspendirt. Montgomery, Ala.. 24. Juni. Das Bundesgericht verurtheilte I. W. Pace, einen namhaften Pflanzer, wegen Peonage zu einer längeren Frei heitsftrafe, wogegen der Verurtheilte Berufung einlegte. Lorenz'sches Paar derhaftet. Toledo, O., 24. Juni. Geo. E. Lorenz und Frau, gegen welche kürzlich die Bundesgrandjury in Wash ington anläßlich des Postamt? - Scandals eine Anklage erhob, wurden heute von einem Hilfsbundesmarschall derhaftet. Beide stellten $5000 Bürgschaft. Neger-Proteste. C h i c a g o, 24. Juni. Auf einer gestrigen Versammlung von Farbigen, die zum Proteste gegen den an dem Neger Hyatt in Belleville, Jll., verübten Lynchmord einberufen war, rieth einer der Redner, Rev. Thomas, seinen Hörern, falls die Behörden das Hän gen und Verbrennen von Negern nicht hindern, ihre Röcke zu veräußern und sich Gewehre zur Selbstvertheidigung anzuschaffen. Andere Redner entwickelten ähnliche Ansichten und die Neger befanden sich bei der Vertagung in einem hohen Zustande der Erregung.

Wie zu erwarten stand. Washington. 24. Juni. Die Vertragsverhandlungen mit China sind wegen der Forderung Amerikas und Japans, Manschurei-Hasen zu öffnen, in ein kritisches Stadium getreten. Die russische Regierung hat versprochen, dieser Forderung keinen Widerstand zu leisten; die chinesischen Commiffäre erklären aber jetzt, daß die chinesischen Hafen Moukden, Talu, Shan und Harbin nicht jetzt, sondern künftig bei Eintreten der Nothwendigkeit für den Handel geöffnet werden sollen. Sie schlagen daher vor, den Handelsvertrag ohne diesen Theil abzuschließen. Amerika und Japan verhalten sich gegen diesen Vorschlag ablehnend; auch der englische Einfluß macht sich in dieser Richtung geltend. Die Verhand-

lungen stehen jetzt still, während die 3 Mächte nach Mitteln suchen, um einen Druck auf China auszuüben. Der Straßenbahn-Streik. Richmond, Va.. 24. Juni. Als heute früh die Truppen den Abgang der ersten Straßenbahnwagen bewachten, machte die angesammelte Menge einen Angriff, wobei Capitän Skipworth vom 7. Regiment in's Bein geschössen wurde. Die Soldaten erwiderten das Feuer nicht. Weitere Trup pen sind nach dem Schauplatz der Unruhen beordert. In Folge der Unsicherheit der Lage wurde heute beschlossen, die Taufe des Kreuzers Galvefton" auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Legislatur in SpecialSecession. Topeka, Kas., 24. Juni. Die vom Gouverneur zur Votirung von Hilfsmaßregeln für die Hochfluth einberufene Special-Sesfion der Legislatur wurde heute eröffnet. vine Botschaft des Gouverneurs Bailey kam zur Verlesung. Ein bayrischer Prinz über Amerika. New York, 24. Juni. Prinz Georg von Bayern, ein Enkel des Kaisers Franz Joseph, hat seine Studienreise durch Amerika vollendet und ist heimwärts gefahren. Unter dem Namen Graf Württemberg" gelang es ihm, bis einige Stunden vor der Abfahrt sein Jncoqnito zu bewahren. Wir haben in Europa viel von einer amerikanischen Invasion gehört", sagte er, aber ich wußte nicht, welch' ungeheuere Hilfsquellen dieses Land befitzt. Es grenzt an's Wunderbare, besonders die Energie, die man überall sieht. Wie ich annehme, schickt Bayern mehr Musiker als Handelsprodukte nach den Vereinigten Staaten; aber wir hoffen, mit der Zeit hier Wandel zu schaffen. Amerik. Gesandter verläßt Belgrad. Washington. 24. Juni. Das Staatsdepartement ist benachrichtigt, daß Gesandter Jackson von Belgrad nach Athen zurückgekehrt ist, wo er gleichfalls beglaubigt ist. Das Verhalten des Gesandten wird sich mit dem Großbritannien's, Deutschland's, Frankreich's und anderer Län der decken, die sich bis jetzt weigerten, die neue serbische Regierung anzuerkennen. Ankunft vonMorgan und L i p t o n. New York, 24. Juni. I. P. Morgan, der heute auf dem Oceanic ankam, lehnte eine Besprechung über die Angelegenheiten der Internat. Mercantile Marine Co., sowie über die Verwicklungen betreffs des Schiffsbau trufts oder den Rücktritt der Cunard Linie von der Nord-Atlantischen Conferenz ab. Auf dem Oceanic traf auch Sir Thomas Lipton ein, der im Namen des Präsidenten von General-Adjutant Corbin begrüßt und auf Freitag zum Frühstück in's Weiße Haus eingeladen wurde. Im Waldorf-Aftoria fm;d Abends zu Lipton'S Ehren und unter Vorfitz von Generalmajor Cordin ein Diner statt, an dem HülfS-BundeSschatzmei-fter Hamilton Fish, Collektor Stranahan, Senator Fairbanks, Charles M. Schwab. Gen. Chaffee u. A. theilnahmen. Schülerin Carrie Nation'S bestraft. Topeka. KaS., 24. Juni. Blanche BoieS, Anhängerin Carrie Nation'S, der Temperenz-Reformerin, wurde heute wegen Zerstörung von WirthfchaftSfenftern zu 30 Tagen Haft und $100 Geldstrafe verurtheilt.

Neue Uielenbrückc.

ei T liebes. Mi ff., im Bau ird greifte e? kehrsrlichterugen samNeu. Eine der größten Brückenbauten in den Aer. Staaten wird die neue Bahnbücke über den Mississippi werden, welche Thebes, Miss., mit Grays Point verbinden soll. Die Southern Illinois und die Minouri Bridge Co., welche diese Brücke errichten lassen, haden dafür nicht weniger als Z2.500.000 ausgesetzt. Der Unterbau, der fünf mächtige Doppelpfeiler ausweist, ist be. reits vollendet. Die betreffenden Arbeiten waren sehr schwierig, da der Mississippi an dieser Stelle durchwegs harten, felsigen Grund ausweist und die Bohrungen zwecks Einrammens der Pfeiler große Mühe und Kosten verursacht haben. Ter Oberbau ist fce: American Bridge Co. in Philadelphia in Kontrakt übergeben worden. Die einzelnen Stahlstü"le werden von den Pencoyd Jron Works gegossen und an die American Bridge Co. geliefert, welche dieselben derart zusammenstellt, daß das ganze Stahlgerüst der Brücke mit seinen gewaltigen Ketten und Bogen von Philadelphia direkt an Ort und Stelle geliefert werden kann und die Aufstellung daselbst keine große Schwierigkeiten mehr macht. Die Arbeiten an dem Oberbau sind vor ungefähr Jahresfrist in Angriff genommen worden. Binnen fünf Monaten glaubt man die Brücke, die eine Lange von 2749 Fuß und ein Gewicht von nahezu 27.000,000 Pfund haben wird, dem Betrieb übergeben zu können. Die Brücke bedeutet für den dortigen Distrikt eine enorme Verkehrserleichterung. Bisher mußten die riesigen Waarenmengen, die nach Thebes gebracht wurden, mittelst Fähren nach dem entgegengesetzten Ufer gebracht werden. Dies bot besonders im Winter, wenn der Mississippi theilweise zugefroren, ungeheure Schwierigkeiten, und der Fall kam nicht selten vor, daß Waaren wochenlang dort liegen bleiben muhten. Besonderen Werth hat die Brücke für den Staat Texas, der durch dieselbe seine Produktion leichter als bisher an den Westen zu liefern vermag. Der Pracktschwanz des Leibpferdes. Auf der jüngsten Romfahrt Kaiser Wilhelms rf. hat sich eine seltsame Veränderung zugetragen, wenigstens für italienische Blätter und Leser. In den Beschreibungen dieser Blätter tptie Kaiser Wilhelms Leibpferd, ein prächtiger Schimmel, bald emen ganz fürzen, bald einen ganz langen Schweif. Des wissenschaftlichen Wunders Erklärung ist die: Der Kaiser hatte nur ein Reitpferd, seinen Lieblingsschinimel, mitgenommen, der im gewöhnlichen Dasein einen kurzen Schweif trägt. Nun ist es aber Vorschrift der militärischen Aesthetik in Preußen, doß Gardes du Corps-Pferde mit gestutztem, dagegen Husarenpferde mit langem Schweife geritten werden. Der Hofsattler des Kaisers ging also mit nach Rom und führte als kostbares Ceheirnniß in einem Koffer, in dem die profane Welt nur allerhand Orden und Gastgeschenke vermuthete, für des Kaisers Leibschimmel einen langen künstlichen Schweif bei sich, der angeschnallt wurde, sobald der Kaiser nicht als Kürassier oder Garde du Corps, sordern als Husar ausritt. Nachträglich noch kann ein empfindliches Gemüth von kaltem Schauer gepackt werden, .oenn es darüber nachsinnt, was wohl in italienischen und fremden Blättern zu lesen gewesen wäre, wenn dieser kaiserliche Schimmel mit dem doppelten Schweife, nie eine Schöne im Ballsaal ihren falschen Haarschmuck, in den Straßen der ewigen Stadt beim Gedränge des festlich gestimmten Römervolles plötzlich seinen künstlichen Prachtschwanz verloren hätte! Festungen auf Auktion. Die Geniedirektion Verona in Jtalien hat kürzlich etwa ein Dutzend fesicr Plätze und Forts aus der großen Aera" zum Verkauf ausgesetzt. Diese heute überflüssig gewordenen Forts sind seinerzeit von Oesterreich erbaut worden, und an ihre Namen knüpfen sich theilweise blutige Waffenthaten aus der italienischen Befreiungsgeschichte. Die moderne Prosa nimmt aber auf die alten Reminiscenzen nicht die allermindeste Rücksicht, und die glorreichen Ort?, wo so viele tapfere Jtaliener und Oesterreicher gefallen, werden heute um wahre Bagatellen losgeschlagen. Am billigsten ist das berühmte Fort Polviera, wo sich die Legion Manara 1849 so heldenmüthig gegen überlegene österreichische Streitkräftige vertheidigte: es soll nur 5670 Lire kosten. Das Fort Salvi bei Peschira kostet 6100 Lire, das Fort Mandella 8100 Lire u. s. w. Am theuersten ist Fort Montecroce, das auf 16.800 Lire zu stehen kommt. Die meisten Forts sind mit Blockhäusern und anderen Gebäuden versehen, und zu allen gehören umliegende Terrains. (Ein Lire ist etwa 20 Cents.) Blutige Tragödie. Zwischen den Angestellten der DewarCattle Co. in St. Francis, Kan.. un den Mitgliedern einer Familie, Namens Berry, herrschte seit Langem ein Streit über den Besitz eines gewissen Grundstückes. Unlängst kam es zu einem Kampfe zwischen Berry und seinen vier Söhnen einerseits und einer Anzahl Kuhjungen andererseits, mit dem Resultat, daß Berry und drei der Söhne getödtet wurden, während der vierte eine schwere Wunde erlitt.

The Victor.

kMUMWuI M &53 mmMai Ecke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir meinen Freunden und Bekannte an,llze?gr. daß ich uiittr dem Namen "The Victor" aa obkngknanntem Platze eine in jeder tjiehuni tritt lasse Wirthschaft eröffnet habe. E wird mein Bestreben sei, ein in ,eder Bezieh crspeNable Hau zu führen und an meine VeschäftG freunde, bei coulanter Bedienung die besten Quckl taten an importirien und ein' mische Weine, öunlbrev. Cigarren, Bier, etc u verabreichen. E wird mir zur Ehre gereichen. S in meinem jetzigen Lokale begrützkn ,u können . Achtungsvoll HENRV VICTOR. Big Four Bahn Boston unb zurück. 819-S21-822-S24. Juni den 25., 2.. 27.. gültig für die Retourfahrt bis l. August, wenn richtig ausge stellt. Züge verlassen Indianapolis um 8 llhr Vorm., 2.55 achm. und 6.25 Abends ; Ankunft in Boston über direkte Linien um 10.30 Vorm., 4.55 Nachm. und 9.05 Abends, refp. am anderen Tag. Via Sound Dampfer um 8 Vorm. am zweiten Tag. Tickets via Buffalo Mld New Dort sind gültig auf den Dampfern zwischen Cleveland und Busfalo, Ueberliegungs-Privilegium in Niagara Falls, Tagfahrt dem Hudson Fluß entlang mit Aufenthalt in Nero iyork. Via Washing ton, Aufenthalt in Washington. Baltimore und Philadelphia, sowie in New Pork. Für Einzelnheiten spreche man in der Big our Ticket Office. No. 1 Ost Washington Straße vor. H. M. Bronson, A. G. P. A. Schreckensthat eines Deutschen. Bloomin gton. Jll., 24. Juni. Friedrich Schultz, ein wohlhabender Farmer bei Gridley, machte gestern Nacht einen erfolglosen Mordversuch auf seine Frau und 4 Kinder und er schoß sich darauf selbst. Man nimmt Geistesstörung an. Prüfungen alsMidship. men. A n n a p o l i S, Md., 21. Juni. Eine Reihe von Candidaten bestanden heute die mündliche Prüfung als Mid shipmen, darunter aus Jndiana : I. W. Gray. S. F. Heim, I. H, Ingram. Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Barbarossa ' von Bremen; Prinzeß Irene" von Neapel. Queenstown- Noordland" von Phi ladelphia; Jvernia" von Boston. Liverpool: Michigan" von Boston. Antwerpen: Rhineland" von Phila delphia. Sase-all. American-Association. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Indianapolis, 24. Juni. Indianapolis. 00000000 1 1 Columbus. ...30001000 04 Louisville, 24. Juni. Louisville ....20200030 7 Toledo 00002003 0 5 Milwaukee, 34. Juni. Milwaukee .10000300004 MinneapoliS 001011100 37 Kansas City. 24. Juni. Erstes Spiel. KansaS City. ..0011010115 St. Paul ....0300000104 Zweites Spiel. Kansas City. . 00010002 14 St. Paul 00310021 7 National'Liga. Alle für Mittwoch angesetzten Spiele fielen wegen Regenwetters aus. Der Nachlaß eines GeizHalses. Wm. M. Bell, ein eicenirischer Junggeselle, welcher zanz allein und scheinbar in der größten Armuth auf seiner, eine Meile von Cario, Mich., entfernten Farm wohnte, wurde vor Kurzem als Leiche im Bett gefunden. Man entdeckte in seinem Holzschuvpen N2,000; außerdem waren $9800 in Blechbüchsen unter dem Fußboden vergraben. Im Wasfereimer ertrunken. In Great Falls, Mont., fiel der 13 Monate alte Sohn des Oefterreichers Joseph aus einem Kinderwagen in ernen daneben stehenden Eimer mit Wasser und ertrank. Dc l Unglück ereignete sich, während die Mutter des Kindes einer Kindtaufe im Nachbarhause beiwohnte.