Indiana Tribüne, Volume 26, Number 260, Indianapolis, Marion County, 24 June 1903 — Page 6

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Jndiana Tribünt, . Juni 1903 6

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Ecke Noble und St. Klair Str. 3fe erlaube mix meinen 5t;unsen und Bekannte illinge. da? ich lluter dem Namen kThe Victor' a obengenanntem Platze eine tn jedn Be,ttHnn erste ftlafle Wirthschaft erdenkt habe. ff wirb mein eftrebe sei, ein w jede? Beztednn IveNable Hau zu führen und an mein (Beschatt srennde, der roulanter Bedienung, die besten Qual täte au tmvortirten und einheimifthen WtintV Ltqubren. Eigarren. Bier, etc. ,u vnabreichen. wird m:r zur Ehre gereichen. Sie in mk.nen-. zetzlg'N Lokale bearnhen zu können . Achtungsvoll henry victor. X) tun Sie das Beste wünschen das es gibt in Möbeln, Teppichcil . . . .und .... ...Defen... so gehen Sie ZU WILLIG'S Möbel-Laden. t4l W. Washington Str. Baar ode Credit. WSß. k LEOIANDO f&rm 142 Nord Pennsylvania Strafze. Hauptquartier für rillen und Operngläser. tmaiwm. rvSTti NM 3 JFTB ?rMe, werde nach oeu besten Methoden den Bugen WWA. westliche ugen werden schmerzlo eingesetzt. Coal, &Woofl Co. Ineorvorirt., Ohio Jackson 54.50 per Tonne. Jndiana Jackson 53.23 per Tonne. H. RABE Präsident, eues Phone 9291. Altes (Main) 1150 FnrnaceS, Eisen und Blech-Arbeiten, Joseph Sardner, 37 41 Kenrurky Z!vent Telephon 822. Dachsimmse, Oberlichter und Reparatur arbeiten besorgt' LAKE ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge . . . Abfahrt Ankunft loled. hicago und ichigan pfc... 7.15 ti0.25 Xoleoo, Detroit und Chicago Lim 12.20 f S.S6 Vichtga City, Munei u.LafayetteSvl. r 7.M flO.2 täglich t ausgenommen Snnn'agS. .Maikäfer." Am neuen Offi zierkasino des Garde-Füsilier-Regi-mmts in Berlin ist dem Voltswitz, der bekanntlich besagtes Regiment die .Maikäfer" nennt, dadurch entsprochen worden, daß man am Giebel einen großen Maikäfer, in Eichenlaub sitzend, plastisch angebracht hat. Der in dem Stil der deutschen Renaissance geha!tene Monumentalbau wird nach den Plä.en des Regicrungsbaumeiste: Mensen erbaut. Tie Eir.weihung des Gebäudes soll am 18. August d. crclgen.

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Luroväische Nachrichten. VbemproVrnz. Köln. Ein hochongesehener und hervorragender Bürger, Geheimer Justizrath Robert Esser, Präsident des Central-Dombauvereins, beging seinen siebzigsten Geburtstag. Referendar Camphausen, der im 59. Artilleriegiment dient, hat sich hier erschossen. Ueber die Beweggründe der That kursiren die verschiedensten Gerüchte. An geblich liegt ein amerikanisches Duell vor. Ihre diamantene Hochzeit begingen die in der Krefelderstraße 43 wohnenden Eheleute Maler- und Anstreickermeister ob. Kasp. Alovs Sey-

fried und Frau Gertrud, geb. Crachie. Ihren 101. Geburtstag feierte die im Israelitischen Asyl untergebrachte Wittwe Johanna Meyer. Der noch recht geistesfrischen Greisin gingen dielt Glückwünsche von nah und fern zu. Aachen. Das Kriegsgericht hier verurtheilte den Musketier Steinert vom 65. Infanterie - Regiment in Mülheim a. R. wegen Gefangenenbe freiung, gefährlicher Mißhandlung eines Schutzmannes und Mißbrauch seiner Waffe zu sieben Monaten Gefängniß. Barmen. Im Alter von 58 Iahren verstarb hier der langjährige Musiekreferent der armer Zeitung". Hans Hoffmann. Bonn. Dem Pnvatdozenten tn der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität Dr. Max Wentscher wurde das Prädikat Professor verliehen. E i ch. Die 19jährige Ladengehülsin Elise Schwitz von hier, die bei einem Unfall der Straßenbahn zu Godesberg schwer verletzt wurde, ist nunmehr nach langen Leiden im Hospital zu Godesberg gestorben. E l b e r f e l d. Rentier Hosfeld hat der städtischen Handwerker- und Kunstgewerbeschule 30,000 Mark vermacht. Die Zinsen sollen zur weiteren Ausbildung begabter, armer Schüler verwandt werden. Essen. Ein trauriges Ende nahm eine Rauferei zwischen zwei Lehrlingen der Reparaturwerkstätte 5 der Firma Krupp. Infolge eines Wortwechsels wurde der Lehrling Wilhelm Runkler von seinemCollegen mit einem Schrubber auf den Kopf geschlagen, so daß er von seinem hinzukommenen Vater nach Hause gebracht werden mußte und infolge Gehirnblutung verstorben ist. Hilden. Der frühere Gerbereibesitzer Aug. Breiler hat seinem Leben durch Ertrinken ein Ende gemacht. Nach einer hier eingegangenenNachricht wurde seine Leiche in Godesberg aus dem Rhein gezogen. Kapellen. Dem Rangirer Jakob Büttgen wurden im hiesigen VabnHofe von einem Wagen, der von der Rangirabtheilung abgestoßen worden war. beide Beine sowie der rechte Arm abgefahren. Schon bald nachdem ist der Schwerverletzte gestorben. M e t t m a n n. Arbeiter Reene durchschnitt in einem plötzlichen Anfalle geistiger Umnachtung seiner Frau den Hals und zerstückelte alsdann den Leichnam. Darauf begab er sich mit seinem 2jährigen Töchterchen nach dem nahen Wald und erschoß zunächst da? Kind und dann sich selbst. Oberbieber. Die hier wohnen" de Frau Hannchen Maier wurde 102 Jahre alt und ift trotz ihres hohen Alters noch sehr rüstig. Provinz Keffen-Vassau. Kassel. Kammermusiker Eduard Schmidt feierte sein 25jähriges Dienst, jubiläunt als Mitglied der Kapelle unseres Theaters. Dem sehr geschätzten Künstler sind an seinem Ehrentage viele Beweise hoher Werthschätzung zutheil geworden. Nach schweren Leiden ist Frau Minka Goldschmidt, geb. Freiin von Rothschild, gestorben. Sie war als zweite Tochter des Frhrn. Wilhelm Karl von Rothschild 1857 geboren. Im Jahre 1878 verheirathete sie sich mit dem Bankier Max B. H. Goldschmidt. Als ihr Vater starb, stiftete sie eine Million für wohlthätige Zwecke. Die elektrotechnische Fabrik Schäfer & Montanus in der Hammelsgasse feierte ihr 25jähriges Bestehen. Nach längerem, schweren Leiden starb hier der einstmalige Leiter der hiesigen Oberrealschule, Dr. Karl Ackermann im Alter von 62 Jahren. Borken. Bei einer unvorsichtigen Bewegung fiel auf dem Wege zwischen Kerstenhausen und Arnsbach der Arbeiter Julius Rinnert von hier von einem Wagen mit Bauholz herab, und kam unter die Räder, welche ihm über die Brust gingen. Den furchtbaren Verletzungen ist der Bedauernswerte 'rleaen F r a a k f u r t a. M. Nach langer Krankheit ist der Landgerichtsdirekto? a. D. Geheimer Justizrath Dr. Gustav Schrader im 74. Lebensjahr gestorben. Schrader hat hier mit Ausnahme seiner Studienjahre seine ganze Lebenszeit zugebracht. Ausläufer Josef Müller, Kaiserstratze 46 beschäftigt. stürzte m einen Aufzugschacht und erlag im Krankenhause seinen Verletzungen. F u l d a. Zum Direktor des hiesigen Gymnasiums wurde Gymnasial-Di-rektor Dr. Wähle in Montabaur ernannt. H a n a u. Die Strafkammer derurtheilte den Bankier Leopold Lilienfeld wegen Wechselfälschung unter Zubilligung mildernder Umstände zu Vz Jahren Gefängniß. Marburg. Eine Hierselbst au? der Lahn gezoqene Leiche wurde als

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einzunehmen. Thut da, und Ihr werdet bald . ld Zlbr werdet kald

wie Frau ingSley. Wenn Ihr glaubt, daß in Eucrm Falle besondere Anweisungen nothwendig sind, dann schreibt mit Angabe der Symptome a das L.adiea' Adrisory Department, The Chattanooga Menü eine Company, Chattanooga, Tenn.

die des Schulrektors Vüllner ausLaasPhe festgestellt. Vüllner beging dieThat im Berfolgungswahnstnn. Obergärtner Kahlmann vom hiesigen Bota-. Nischen Garten feierte sein 50jähriges Berufsjubiläum. N e n t e r h a u s e n. In der Grube des hiesigen Spatbergwerkes lösten sich gewaltige Steinmassen von der Decke und begruben 4 Bergleute. Bei den sofort unternommenen Rettunqsarbeiten wurde der Obersteiger Messerschmied gänzlich verstümmelt und als Leiche hervorgezogen. Der Bergmann Henning wurde gleichfalls todt in zusammengekauerter Stellung unter einem Berleute wurden schwer verletzt. Wiesbaden. Wegen Beleidigung des Düsseldorfer HandwerkskammerSteinhaufen gefunden, zwei ander? Sekretärs Dr. Grunenberg durch einen Artikel in dem hier erscheinenden zünftlerischen Neuen deutschen Handwerkerblatt" wurde dessen verantwortlicher Redakteur Peter Bentz zu 100 Mark Geldstrafe verurtheilt. Ein origineller Z wischenfall hielt kürzlich einen aus Lodz kommenden Eilzug einige Stationen vor Warschau auf. Mitten auf dem Geleise kniete ein Mann mit entblößtem Haupte und betete, ohne sich von der Stelle zu rühren, trotzdem der Zug mit großer Schnelligkeit herankam. Dem Zugführer, der den sonderbaren Beter wahrgenommen hatte, gelang eö noch rechtzeitig, den Zug zum Stehen zu bringen. Als man den Mann wegen seines seltsamen Benehmens zur Rede stellte, meinte er, er habe in Warschau dringend zu thun, und da der Zug hier nicht halte, so habe er sich auf das Geleise hingekniet und zu Gott gebetet, daß er den Zug hier halten lassen möge, und nun habe der gütige Gott die Bitte thatsächlich erhi.'rt. Ein französisches Denkmal auf dem Schlachtfeld von Waterloo soll im September dieses Jahres enthüllt werden. Es ist ein gigantischer Adler, der auf einem Granitsockel steht, ein Werk G6romes, das man im Pariser Salon" bewundern konnte. Das Denkmal soll dort aufgestellt werden, wo am Abend des 18. Juni 1815 das letzte Carr6 der alten französischen Garde kämpfte. Das Schlachtfeld vonWaterloo ist, wie man weiß, schon mit anderen Denkmälern geschmückt: außer einem belgischen Löwen und einem Grabdenkmal der Hannover'schen Truppen sieht man dort ein englisches (bei Hougoumont) und ein preußisches (bei Plancenoit) Denkmal zur Erinnerung an jene epische Schlacht, die Wellington die .Schlacht der Nationen" nannte. Liga für Hygiene und Ruhe unter diesem originellen Titel haben, wie Wiener Blätter berichten, die Damen der römischen Gesellschaft eine neue Mode ausgesonnen. Dreißig der elegantesten Damen aus der Haute-Bol6e haben beschlossen, im Interesse ihrer Gesundheit" einen Tag in jeder Woche ausschließlich als Ruhetag einzuführen und diesen im Bette zuzubringen. Damit wollen die römischen Schönen ihre von den Anstrengungen der übrigen Tage angegnsfenen Kräfte wieder restaunren. Die Vorschriften dieser anscheinend auf Sensation und Nachahmung spekulirenden Liga sind außerordentlich strenge. Am Morgen ein Bad. Massage, eine Tasse Thee; einige Stunden Aufenthalt in vollkommener Dunkelheit. Der ganze Tag ist im Bett zu verbringen, höchstens sind die Stunden der Mahlzeit ausgenommen. Empfangen darf niemand werden; allenfalls hat die Kammerzofe Zutritt zu der Ruhenden. Lektüre jeder Art, Brief- und Zeitunglesen ist streng verpönt. und wenn möglich, sollen die Holden sich selbst deö Sprechens enthalten. . Am darauf folgenden Tage kehrt man, neu gestärkt, in die Welt zurück, in der man sich langweilt. EinseltsamerFall, der an die Fabel der Braut von Messina" erinnert, ist in einem Mailänder Ge-

r Jede Frau

Frau Fnances Kingsley,

erste vice - Präsidentin des yistorical (lub, 544 Garfield Ave., Chicago, 3H, sagt: Chicago, 311., 544 Garfield den, den 9. Oktober. 1902. Nachdem ich elf Monate lang gedoktert und dreiunddierzig Flaschen Medizin eingenommen und keine Linderung vom weiszen Fluk. die Folge Von Entzündung durch Gebärmuttervorfall, gefunden hatte, ebrauchte ich den Wine of Cardui und vierzehn Flaschen kurirten mich. DaS erscheint sonderbar, ift aber die leine Wahrheit. Der Wine ok Cardui half mir von dem Momeut au. da ich ih rinjunchrnen begann, und da ich ihn durch Freundinnen. Kelche ihn probirt hatte, so seh" preisen hörte, war ich überzeugt, dab er auch mir helfe würd, und er that e auch. Er kurirte mich und entfernte jede, -f S A 2ch und jeden Schmer, nnd ffnt-fWi OrSmhf. Mdk " n.c;tf ata wA & r.

' J .vfiwvw, iUHlf l UllV Ulll'llUlUUlUUl? Vl,-VI Wt Ich wieder jung, stark und glücklich fühlte. Wenn ich zurückschone auf die monatelangen Qualen, die P ich hatte, dann erscheinen fie mir wie ein schrecklicher Traum. Der TOne of Cardui kurirt nach meiner ff Aeb 3 m m Glauben daran al, an alle deren Medizin. zusammen. W ä tt0Dte mS 2lurtn b" rnfte Darstellung dieser angesehenen Frau ferner Frauenleiden erdulde? Leidet Ihr am weifte Fluss, oder SedSrmutter, fall? Habt Ihr periodische opfschmerzen? Habt Ihr Schmerzen oder rämpfe im Unterleibt? Habt Ihr .niederdrückende Echmerzen! Fühlt Ihr so. als ob Ihr nie iung, stark und glücklich wäret? M ?""3'1'' ""ua-!ilen. wenn Ihr wikt. dab diese Leiden Such quälen nd von Tog zu lag schlimmer werden? Wenn Ihr Euch n einen rzt wegen örtlicher Untersuchung wendet, dann wird er Such vlelleicht sagen, daß eiue Operation nothwendig sel. Frau ingkley gebrauchte den Wine of Cardui und wurde ohne Operation kurirt. Und da! könnt Ihr auch thu. Stechende Schmerzen, Unregelmäbigkeit. Entzündung und niederdrückend Schmerzen machen Tau. sende von Frauen elend. Warum sollte man sich freudlos durch das Leben schleppen? Der Wineot Cardai hat über 1.S). schwächlich und leidende Frauen gesund und stark akmscbt. 9TWr erlügen liu.1i hut lk, .i.i.. ... - n... i , a m.ix. m m r ii ix.u w - - w u - -

... , , wfvtycu zu ycviH un s n,lnk (ein so gesund sein

WINECARDU!

ncht anhängig. Im Jahre 1881 heirathete der Hotetbesitzer Della Balle, ein Wittwer, die Frau Luise Fiori. Nach drei Monaten gebar die Frau ein Kind, das als elternlos dem Findelhause übergeben wurde und dort den Namen Maria Mosto erhielt. Dreizehn Jahre später nahmen die Eltern die Maria aus dem Findelhause zu sich, indem sie angaben, sie erfüllten durch diesen Act ein Versprechen gegen die verstorbenen Eltern des Findlings. Im Elternhause verliebte sich ein Sohn des Della Valle aus erster Ehe in das Mädchen; die beiden verlobten sich und wurden standesamtlich aufgeboten. Nach dem Tode des Della Valle wurde das Mädchen von der Mutter als ihr und ihres verstorbenen Mannes Kind anerkannt. Der Staatsanwalt verbot darauf die Schließung der Ehe. da die Verlobten beide Kinder des Della Valle, also Blutsgeschwister seien. Die Verlobten wollen aber beweisen, daß die Braut nicht die Tochter des Della Valle, sondern nur die seiner Frau ist, sodaß keine Blutsverwandtschaft zwischen ihnen besteht und fern Hinderniß ihrer Ehe im Wege ist. Ein historisches Kost ü m f e st auf der Ruine Sonnenberg bei Wiesbaden hatte die Wiesbadener Künstlerklause arrangirt. In durchaus echten Kostümen zog Kaiser Adolf von Nassau mit seiner Gemahlin, seinem Gefolge, den Verbündeten und Vasallen, den geistlichen und weltlichen Kurfürsten. Rheingauer Rittern, weltlichen Reichsfürsten, Patriziern, Minnesängern und fahrenden Schülern, gefangenen Raubrittern, ausgeplünderten Kaufleuten in die alte Burg unter mittelalterlichen Fanfarenklängen ein; der ganze Zug begab sich zum Festplatz, woselbst Kaiser Adolf einen Hof- und Gerichtstag" abhielt. Rings um den Festplatz hatten Zigeuner in ihren Wagen, fahrendes Volk und Gaukler ihre Aufstellung genommen; das Gesammtbild die steilen Burgfelsen als Hinterwand, die mittelalterliche Versammlung unter freiem Himmel, der freie Blick von der Burghöhe weit hinab in die Thäler des Taunus wirkte äußerst malerisch. Nach Beerdigung des Festspiels vertheilte sich das kaiserliche Gefolge in alle Theile der mittelalterlich geschmückten Burg und des Burggartens, und später vereinigten sich die Männer und Frauen des dreizehnten Jahrhunderts" mit Menschen des 20. JahrHunderts zu Festgelagen und Tanz. Aus oem Innern Astens ist kürzlich im Museum für Völkerkünde zu Berlin eine Anzahl Kisten eingetroffen, welche das Resultat der Arbeiten bergen, die ein junger Sanskritgelehrter, Dr. Stonner, im nördlichen Theil von Kambodscha und im südlichen Siam unternommen hat. Dr. Stonner war Ende vorigen Iahres von dem Museum ausgesandt worden, um die Ruinen von Angkor, die Zeugen der Cultur des ilten Kombodscha. zu durchforschen, und in zahlreichen Abdrücken, die er von den dortigen Bauten und Inschriften genommen, hat er ein höchst werthvolles Material für die Erweiterung unserer Kenntnisse über die Geschichte jener Länder und Völker heimaebracki. Ein elegant gekleideter Herr wurde dieser Tage in der San Celestino - Kirche zu Mailand von einem jungen Mädchen geohrfeigt. Es stellte sich heraus, daß der Vetrefsende ein Heirathsschwindler. das Mädchen aber die Schwester einer von ihm Betrogenen war. Die seltsame Ezecution verursachte in der Kirche großes Aufsehen. Nachrichten aus H o chfldjl bei Bamberg besagen, daß dort der irrsinnige 28jährige Sohn des Schmiedes Linhardt in Folge von Verwahrlosung gestorben ist. Die gerichtliche Untersuchung ergab, daß der ganze Körper zum Skelett abgemagert und mit eiternden Wunden bedeckt war. Mangelnde Pflege und Vernachlässigung haben den Tod des Unalücklicken kerbeiaesüb

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Weinfabrikanten in Griechenland sollen beabsichtigen, für ihren Wein Papierfässer zu benutzen. In dem D'orfe Pullach in Oberbayern fand eine seltene Doppelhochzeit statt. Es heiratheten nämlich zur selben Stunde dte beiden BüraermeMer des Ortes. Geora Gistl. und der Betgeordnetc Simon Metz. Dabei versah zuerst der Beigeordnete für den Bürgermeister die standesamtlichen Funktionen, und unmittelbar darauf traute der Bürgermeister seinen Beigeordneten. EinClubgegendie Grobheit ist in London gegründet worden. An der Spitze desselben stehen mehrere hohe Geistliche und Mitglieder der höchsten Aristokratie. Die Clubmitglieder haben in Fabriken, Stellendermittlungsbureaux, Ateliers und Werkstatten Plakate anschlagen lassen, in welchen Arbeiter und Bedienstete aufgefordert werden, keine groben Redensarten zu gebrauchen und sich das Fluchen abzugewöhnen. Ferner will der Club mit der Compagnie der Londoner Droschkenkutscher in Verbindung treten, um auf diefe Weise die Lenker der Cabs zu sanfteren Sitten u bekebren. Der schon seit längerer Zeit in New Aork geplante Bau eines Volkspalastes scheint der Verwirklichung näher gerückt zu sein, denn in einer von interessirten Bürgern gehaltenen Sitzung wurde constatirt, daß die Anregung zur Errichtung eines derartigen Gebäudes auf fruchtbaren Boden gefallen sei und man im Herbst mit der Sammlung von Geldern für das Projekt beginnen werde. In der People's Hall" sollen schöne Künste gepflegt, öffentliche Angelegenheiten debattirt. die Werke der großen Denker und Dichter dem Volke zugänglicher gemacht, das Evangelium von der Menschenliebe gepredigt und der Bürgersinn durch Vorträge auf ethischem und sozial - politischem Gebiete gefördert werden. Das People's Jnftitute", welches die vorerwähnten Zwecke anstrebt, wurde vor sechs Jahren gegründet und in der kurzen Zeit hat eö durch Veranstaltung von Vortragen demonstnrt, daß das Verlangen für den Bau einer Volkshalle berechtigt ist. AUS einer Vertbeidig u n g s r e d e. . . . Als strafmildernd muß doch zweifellos für meinen Clienten in Betracht kommen, daß er sich nach Ausplünderung des Wohnzimmers an den im Nebenraume gestandenen sechs Flaschen Wein recht gütlich gethan hat. Dadurch wurde seine sofortige Verhaftung doch wesentlich erleichtert!" Verblümt. A.: Sagen Sie mir aufrichtig, was halten Ste von meinen Gedichten?" B.: ..Wir wollen lieber Freunde bleiben!" mZweisel. Hauswirthln: Jetzt haben Sie schon drei Monate keine Miethe mehr bezahlt, Herr Schlauch!" Student (überrascht): Habe ich Ihnen denn schon mal welche bezablt?" pmiT QasAllerneueste. Drrector: Jetzt habe ich wieder zwei Stücke zur Ausführung angenommen." Herr: So? Von wem denn? Director: Von einem gewisse!, Shatespeare." Je nachdem. Richter: Sie sagen, Sie haben den Angeklagten sein ganzes Leben lang gekannt. Zeuge: Jawohl, Herr Richter. Richter: Nun. glauben Sie, daß er fähig ist, dies Geld gestohlen zu haben? Zeuge: Wie viel war es denn? Unbeabsichtigte Grobheit. Ein Modelleur osferirt einer Porzellanfabrik ein Modell zur Vervielfältigung. Dasselbe stellt ein Rhinozeros vor, und zwar sendet der Künstler mit seiner Offerte eine Photographie dieses Thieres der Fabrik zur Ansicht zu. Nach einigen Tagen erhält er die Photographie mit der Bemerkung zurück: Wir bedauern, von Ihrem Anerbieten keinen Gebrauch machen zu können, und senden Ihnen .inliegend Ihre Photographie zu-

.ciiütttn. 2r gegenseitige Abstimmung auf (Stuui eine Lehrsatzes 90 M 3c?;nn. Vor Kurzem ging die Nachricht durch die Blätter, daß es Marconi gelungen sei, den Fehler der Funkcntclegraphie, nämlich die gegenseinge Störung verschiedener Stationen, durch die Anwendung des Prinzips der Resonanz in der Akustik zu beseitigen. Diese Idee, so schreibt nun ein Fachmann, ist nicht neu und hat durchaus nicht Marconi zum alleinigen Urheber. Marconi hielt sich bei seinen ersten Versuchen an die vom Entdecker der elektrischen Wellen. Heinrich Hertz, gegebene Anordnung. Mit dieser gelingt es, sehr kurz andauernde elektrische Explosionen zu erzeugen, die als sogenannte stark gedämpfte elektrische Wellen in den Raum hinausstr.ahlen und als Stöße von der Empfangsstation verzeichnet werden. Wenn man die Erplosionen sehr rasch aufeinander folgen läßt, so folgen sich die Stöße auf der Empfangsstation in demselben Tempo. Man kann dann mehrere schnell aufein anderfolgende Stöße als langdauerndes Zeichen, entsprechend dem Strich des Morse Alphabets, einen Stoß als einen Punkt desselben Alphabets bezeichnen und so verabredete Zeichen austauschen. Nun ist die Einwirkung auf die Empfangsstation um so zuverlässiger, je mehr Stöße sie in derselben Zeit erhält. Man muß also die Explosionen sehr schnell aufeinander folgen lassen. Das hat aler eine praktische Grenze, über die man nicht hinauskommt. Man würde nun eine viel größere Wirkung erzielen, wenn man etwa mit einer ungeheuren Orgelpfeife einen andauernden Ton. von gleicher Stärke wie 'in Kanonenschuß, erzeugen würde-. Und so macht man es in That in der Funkentelegraphie. Man verwendet neuerdings nach dem Vorgange von Professor Braun sogenannte schwachgedämpfte elektrische Wellen, von gleicher Stärke, wie die durch einmalige Explosion hergestellten, die aber den großen Vorzug haben, viel andauernder ;n den Raum hinauszuftrablen. Dies hat zugleich den großen Vortheil, daß man nun die Stationen, wie man sich ausdrückt, aufeinander abstimmen kann. Elektrische Explosivnen nämlich werden von jeder Station. die sich in genügender Nähe befindet, wahrgenommen. Wenn man aber statt dessen andauernde Wellen anwendet, dann kann man die Sache so einrichten, daß die Empfangsstation nur Wellen von ganz bestimmter Länge, die nur für sie bestimmt sind, zu verzeichnen vermag. Sie reagirt genau so, wie eine Saite, die nur dann anklingt, wenn sie von solchen Schallwellen getroffen wird, die sie selber auszusenden fähig ist. Das ist das sogenannte Prinzip der Resonanz in der Akustik. Die AnWendung dieses Prinzips wurde, als jedem Physiker naheliegend, schon kurz nach den ersten Versuchen Marconis von verschiedenen Seiten in Angriff genommen. An der Lösung sind insbesondere deutsche Gelehrte betheiligt, so vor allem Braun und Slaby mit ihren bekannten, praktischen erfolgreichen Versuchen und M. Wien mit einer sehr einaebenden theoretischen Unters ucouna. Ihr S ch w a n e n l i e d. Die seit geraumer Zeit schwer erkrankte, in Oesterreich wohlbekannte Opernsängerin Irma Golz, die zuletzt in Wien lebte, bat, als sie mitten in der Nacht ihr Ende nahe fühlte, darum, vom Bette zu einem Armstuhl gebracht zu werden. Auch ließ sie sich das Kostüm ihrer Lieblingspartie in Traviata" anlegen. Nachdem sie ihrem Gatten und ihren Verwandten Lebewohl gesagt, wurde das Zimmer auf ihre Bite glänzend erleuchtet. Ihr Bruder spiel ' auf dem Piano Mendelssohns Frü lingslied." Die dem Tode nahe Künstlerin folgte der Musik mit ihrer Stimme und sang mit unbeschreiblicher Inbrunst. Als die Worte Erde zu Erde" verklungen, glitt sie vom Stuhl auf den Boden. Die Aerzte bückten sich, um sie aufzuheben, aber das Leden war bereits entfl.chen.

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