Indiana Tribüne, Volume 26, Number 259, Indianapolis, Marion County, 23 June 1903 — Page 3

Indianer Tribüne, Juni 1908.

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Wetet wird der Mitschuld an dem Königsmorde be-zichtigt.

Seine Abreise ans der Schweiz nach Belgrad. Hamburger Kaiser Denkmal ohne Inschrift Britische Sorgen mit einem NegerSultan. Venez. Truppen auf dem Marsche gegen Rebellen. Beschuldigungen gegen Offiziere auf den Philippinen. Serbien. Der Anstifter der Vers ch w ö r u n g. Wien, 22. Juni. Wie die Allgemeine Correspondenz vernimmt, war der neue König von Serbien über die Militär-Verschwöcung in Belgrad nicht bloß völlig unterrichtet, sondern sie wurde in Wirklichkeit von seinen Agenten ausgeführt. Die Ofsiziere dran gen in den Konak um mit dem festen Entschlüsse, das königliche Paar zu ermorden. Die Frage, ob von Alexander die Abdankung verlangt werden solle, wurde überhaupt nicht erwähnt. Vielmehr bot der verstorbene König, die Gefahr erkennend, aus freien Stücken den Verzicht auf die Krone an, aber die Offiziere ignorirten dies und schritten zur Ermordung. Der Bürgermeister von Belgrad, Stamenkovic, namhafte Kaufleute, Bürger und Bauern trafen heute aus Serbien zum morgigen Empfange Kö nig Peter's ein. DieLage desMinisteriums. Belgrad, 22. Juni. Die Lage des Cabinets wird täglich weniger be neidenswerth in Folge der Forderungen Rußland's und Oesterreich's auf Bestrafung der Mörder des KönigsPaares. Anstoß wegen der Beförd e r u n g e n. Belgrad, 22. Juni. König Peters Beförderungen von Offizieren der Genfer Militär-Deputation haben hier starken Anstoß erregt und ihre Annullirung ist wahrscheinlich. Halbamtlich wird mitgetheilt, Oberst Mischisch, dessen Ernennung zum Commandeur des Militär-Distrikts von Bel. grad am Samstag gemeldet wurde, sei nicht der Hauptverschwörer, smdern dessen Bruder. Der König dankte in Genf dem Bun desrath und dem Genfer Stadtrath für die ihm während seines langen AufentHaltes in der Schweiz erwiesenen Rücksichten. Die Behörden erwiderten mit entsprechenden Glückwünschen. P e t e r 's Abreise. G e n f. 22. Juni. König Peter I. von Serbien ist heute Abend 8 Uhr 43 nach Belgrad abgereift. Die Menge brachte Hochrufe auf ihn auA und es wurden ihm zahlreiche Blumensträuße überreicht. Peter rief in Erwiderung der Ovation Es lebe die Schweiz." Italien. Zum Befinden des Papstes. Rom, 22. Juni. Das gestern gemel. dete Eonsistorium war von besonde rer Bedeutung wegen der hartnäckigen Gerüchte über des Papstes Gesundheit und die früheren Vertagungen. Eine Feier, bei der der Papst in einem Stuhle getragen und stets unterstützt wird, ist zwar nicht die beste Gelegen, heit, um den Zustand seiner Gesund heit zu erkennen; immerhin aber hat ein Mann, der die Anstrengung einer solchen Funktion aushält, noch genug Lebenskraft. Das Antlitz des Pontifex schien noch etwas durchsichtiger geworden zu sein und die Hände zitterten merklich; aber die Stimme ist noch fest, wenn sie auch von ibrer alten Kraft eingebüßt hat. Die Feier wurde möglichst beschleunigt und war in etwa 35 Minuten beendet. Alle Cardinäle der Curie versammelten sich eine halbe Stunde vor Erschei nen des Papstes im Vatikan. Der Pontifex sprach, nachdem er eingetreten, ein kurzes Gebet und schritt dann zur Ernennung der neuen Cardinäle, wobei die Mitglieder des heiligen Collegiums ihre Zustimmung durch Abnähme der Mützen kundgaben. Im Conftiftorium hielt der Papst eine kurze Ansprache, die keine Momente von Wichtigkeit, abgesehen von einer Anspielung auf die Unterdrückung der Orden in Frankreich, enthielt. Unter den vom heutigen Consiftorium bestätigten Ernennungen befindet sich

die von Robert Seton, früher in Jersey City. N. I., als Titular-Erzbischof von Heliopolis. Der Inhalt der russischen Rote verursachte fast eine Panik unter den Ministern und sie warten mit Spannung auf die Ankunft des Königs Peter, um sie aus diesem Zwiespalt zu befreien. Der Kriegsminister, durch die Deckung der gesammten Armee der mächtigste Mann im Ministerium, droht schwere Rache, falls ein Mitglied des Cabinets eine Bestrafung der Verschwörer vorschlagen sollte. Die fremden Vertreter, die noch keine Instruktionen erhielten, fragen bei ihren Regierungen über ihre beim Em pfang des Königs einzunehmende Haltung an. In Verlegenheit befindet sich der russische Gesandte. Nach Anerkennung des Königs durch den Zaren trat er in Beziebungen zur provisorischen Regie runq, indessen betrachtet ver Gesandte die nachherige Forderung auf Bestra fung der Mörder als Zeichen, daß Rußland möglicherweise den Verkehr bis zur Erlangung der Sühne abbrechen wolle. Die Vorbereitungen für den Empfang dauern fort, der Tag der Ankunft ist als Feiertag proklamirt, Deputationen aus der Provinz treffen in Belgrad ein und die Regierung sorgt für Frei-Wein und Frei-Bier. Deutschland. Neue Kaiserrede und das Hamburger Denkmal. Berlin, 22. Juni. Die Blätter veröffentlichen jetzt zwei Reden, die Kaiser Wilhelm in Doeberitz bei der kürzlichen Einweihung eines Denkmals Friedrichs des Großen hielt. Die zweite Ansprache wurde in der Kaserne vor den Offizieren gehalten. Der Kaiser prieö die Armee als nationales Institut, dessen Erzieher, die Generäle, von Soldaten und Bürgern mit Achtung und Vertrauen behandelt werden. Die Armee sei eine großartige Schule zur Erziehung der Jugend und sie müsse, um im nationalen Sinne zu wirken, nicht bloß Tüchtiges in Taktik und Strategie leisten, sondern auch Stolz und Freude am Dienst haben. Dann", fügte der Kaiser bei.

wird meine Armee für immer das Werkzeug bleiben, dessen ich im Nothfalle zur Unterstützung meiner Politik bedarf." Er schloß mit einer Bemerkung Friedrichs des Großen: Wenn die Feder allein nichts mehr ausrichtet. muß das scharfgeschliffene Schwert ihr zur Seite treten." Die Presse weift darauf hin. daß das am Samstag zu Hamburg enthüllte Kaiser Wilhelm-Denkmal keine Inschrift besitzt. Wie die sehr loyalen Berliner Neuesten Nachrichten" auseinanversetzen, ist diese Anonymität die Folge von Meinungsverschiedenheiten und das Blatt sagt : Hamburg's Bürger, wie alle Deutschen mit historischem Verständniß, widersetzen sich dem prahlerischen Titel der Große." Die Hamburger beabsichtigten zuerst einen Compromiß mit der Inschrift dem großen Kaiser." Daß man dieses halbe Zugeftändniß wieder fallen ließ, legt ein schönes Zeugniß ab für die Ehrenhaftigkeit der an der Spitze stehenden Persönlichkeiten." Grokbritannien. Mißerfolge gegen einen Rege r-S u l t a n. London, 22. Juni. Der ehemalige Sultan von Sokoto bereitet den Briten in Nigerien beträchtliche Sorgen. Mitte Mai griffen 130 Mann west-asrikanischer Truppen den Ex-Sultan erfolglos, in einer verschanzten Stadt am Durmi, etwa 200 Meilen von Kano, an. Die Briten wurden mit einem Verlust von 4 Todten und 60 Verwundeten zurückgeschlagen, der Feind ßverlor etwa 300 Leute. Die Briten erhalten jetzt Verstärkungen. Ein britisches Kanonenboot ist nach Garroway, an der liberischen Küste beordert, wo kürzlich an's Ufer getriebene britische und französische Dampfer geplündert wurden. Keine Repressalien möglich. L o n d o n, 22. Juni. ColonialSekretär Chamberlain, heute im Unterhause gefragt, welche Schritte ergriffen würden, um Deutschland's feindselige Haltung gegen Canada zu ändern, antwortete: Ich vermag nicht zu erkennen, daß unter unserm gegenwärtigen Fiscal System irgendwelche wirksame Maßre geln möglich sind."

Frankreich. Einladung nach St. Louis. Paris. 22. Juni. Professor Simon Newkomb von der John Hopkins Universität wohnte heute eine Sitzung des Instituts von Frankreich bei und lud die Mitglieder ein, Vertreter zum Gelehrten-Congreß auf der St. Louiser Ausstellung zu entsenden. Türkei. Leben des Großveziers bedroht. Paris. 22. Juni. Eine heutige Depesche an den Rappel aus Budapest meldet, es sei ein Gerücht im Umlauf.

daß ein Versuch gemacht wurde, den Palast des Großveziers in Constantinopel heute durch Dynamit in die Luft zu sprengen. Der Correspondent sagt, es sei sicher, daß der Vezier Drohbriefe erhielt und daß kürzlich eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen wurden. Rußland. Kein Attentat. St. P e t e r s b u r g , 22. Juni. Hohe Beamte sowie solche vom Ministerium des Innern bezeichnen die Meldung, es sei in letzter Zeit ein Attentat auf den Zaren gemacht worden, als unwahr. Es war berichtet worden, auf den Zaren sei bei einer Ausfahrt im Parke von Tzaröko-Selo geschossen worden. Es soll sich jedoch nur um zufällige Ent ladung eines Detectiv-Revolvers, als der Wagen des Zaren vorbeifuhr, ge handelt haben. Revolte von Gefangenen. St. Petersburg. 22. Juni. Im Gefängniß zu Vladikavs. Hauptstadt des Terek Diftricts, Caucasien, mußte kürzlich eine Meuterei der Gefangenen durch Truppen gedämpft werden. 4 der Meuterer wurden getödtet und 3 verletzt. Venezuela. Operationsplan der Reg i e r u n g. Caracas, 22. Juni. Die Regierung hat beschlossen, Ciudad Bolidar, das noch immer in Händen des Revolutionsgenerals Rolando ift, zu Land und zu Wasser, vom Fluß Orinoco aus, anzugreisen. Rolando verfügt über etwa 2000 Mann nebst Geschützen. 1200 Mann Regierungstruppen sind von Maturin nach San Felix abgegangen, wo Vice-Präsident Gomez mit 3400 Mann auf dem Seewege zu ihnen ftößt. Die vereinigten Streit kräfte dürften am Samstag zum An griff auf Ciudad Bolivar übergehen. Ein heftiger Widerstand ist wahrscheinlich. Mexico. Präs. D i a z. Mexico. 22. Juni. Die natio nal-liberale Convention trug heute dem General Diaz die Nomination für den kommenden Präsidentschaftstermin an. Der Präsident erwiderte, es sei die Pflicht jeden Bürgers, dem Lande so lange zu dienen, als die Mitbürger dies verlangen. Philippinen. Beschuldigungen gegen a m e r. Offiziere. Manila, 22. Juni. Die Beschuldigung. amer. Offiziere hätten nach der Uebergabe von Manila im Jahre 1898 öffentliche Gebäude geplündert, ist wiederum erhoben worden und führt vielleicht zu einer formellen Untersuchung. Kürzlich suchten die Behörden nach Bildern und Kunstgegenständen, die zum städtischen Museum gehören und die Nachforschungen stellten heraus, daß sie nach der llebergabe ein Filipino zur Obhut erhielt. Der Filipino will beweisen, daß die Bilder in die Hände einiger Offiziere kamen und es wird behauptet, daß ein shemaliger Stabsoffizier ein Silber-Service aus dem Malacaner Palast wegnahm. Gouverneur Taft ist, völlig wiederherzestellt, aus Benguet zurückgekehrt. Kurze Depeschen. 22. Juni. Inland. Richmond, Va. Kreuzer Galvefton" wird am Mittwoch getaust. Washington. Sekretär Shaw ift aus dem Westen zurückgekehrt und hat seine Europa-Reise Geschäfte halber aufgegeben. T o p e k a. Kas. Chauncey Dewey und Genossen, der Ermordung der Berry Familie beschuldigt, trafen mit dem Sheriff ein.

Canon City. Colo. Bei einem Fluchtversuch auS dem Staats-Zucht-Hause wurde ein Sträfling erschossen und ein anderer tödtlich verletzt. Washington. Der russische Botschafter Cassini hat, da er keine passenden Räume auf dem Kaiser WilHelm der Große" bekommen konnte, seine Akfuhrt verschoben. L e x i n g t o n, Ky. Gouverneur Beckham beschloß, einen Specialtermin des Breathitt County Kreisgerichts zur Berathung des EwenBrandstiftungsund anderer Fälle einzuberufen. Stand.

L on d on. Nach einer Depesche aus Neapel steht der Vesuv in vollem Ausbruch. London. Für den verstorbenen König von Serbien wurde eine 14 tägige Hoftrauer angeordnet. Paris. Der Stadtrath bewilligte S10,000 für die Vertretung der Stadt auf der St. Louifer Ausstellung. Belgrad. Während eines Gewitterfturmes wurden im Dorfe Gerom 54 Häuser zerstört ; 34 Personen sind ertrunken. Base-Ball. American-Association. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Indianapolis. 22. Juni. St.Paul Kein Spiel, Regen. Andere Spiele waren nicht angesetzt. NationalLiga. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Philadelphia, 22. Juni. Erstes Spiel. Philadel 10000000 01 Cincinnat: ...00000011 02 Zweites Spiel.. Philadel.. 003001001 1 06 Cincinnati 0000005000 16 New York, 22. Juni. Erstes Spiel. New York ..010021000 15 Chicago.... 000200200 04 Zweites Spiel. New York. ...00010230 06 Chicago 01000201 610 Brooklyn, 22. Juni. E r st e s S p i e l. Brooklyn ....00003011 5 St. Louis .. .000011000 2 Zweites Spiel. Brooklyn St. Louis ..00170000 .. 20100200 2 Pittsburg, 22. Juni. Kein Spiel, Regen. Pittsburg Boston Bulgarische Grotzsprechereien. Ein Gewährsmann des Wiener Fremdenblattes" theilt ein Gespräch mit. das er mit dem mazedonischen Bandenführer Pantew hatte, der infolge einer Verwundung nach Wien kam, um dort Heilung zu finden. Der Bandenführer ist erst 19 Jahre alt und bat bis zum vorigen Sommer an der Wiener Handels - Akademie studirt. Er erzählt, daß Sarafow Mazedonien in 45 Bezirke getheilt hat. Jeder Bezirk muß eine Bande stellen. Die Geldbeiträge werden von den Bürgermeistern einkassirt und vertheilt. Ver rätherische Bürgermeister werden niedergeschossen. ebenso gefangene Türken, wenn die Bevölkerung ihnen. nachzuweisen vermag, daß sie Ausschreitungen begangen haben. Die anderen gefangenen Türken werden freigelassen. Es giebt im Ganzen 2000 Insurgenten. Das Dynamit wird aus dem Auslande eingeführt, und zwar mit Hülfe bezahltcr Türken über die Grenze gebracht. Auch waren es bezahlte Türken, die den Mineneinganq in Saloniki gruben. Pantew erzählt. Sarafow habe erklärt, daß. wenn Europa die Mahnung von Saloniki überhöre, weitere Attentate folgen weroen. Die J..,urgenten seien mit Dynamitbomben noch für ein Jahr versehen. Daß das nichts als jugendliche Prahlereien sind, erkennt man auf den ersten Blick. Unverstand. Der kleine Kurt: Mama, wenn ich so 'n großer Soldat wäre, tha't' ich nicht mehr mit unserem Kindermädchen spazieren gehen!" Der beleibtste Dacklfround. Da sagt ma' immer: des Pudels Kern! Alö ob a' Dackl koan' Kern hätt' !" Ssshett. Zu was ist denn eigentlich bei jeder Hinrichtung ein Arzt?" Für den Fall, daß der Scharfrichter allein nicht sertia wird Die Freundschaft eines Kunst lers hängt davon ab. wie Du Dich zu feinen Werken stellst. -

The Victor.

$m Ecke Noble und St. Clair Stt. Ich erlaube m.r meinen Freunden und Bekannte an,ujtgt,. daß ich uuter dem Namen "The Victor' tut obevgenanntem Platze eine i jeder tiebun erste lasse Wirthschaft eröffnet habe. f wird mein Bestreben sei, ein in ikder Vt,uh espeNable Hau zu führen und an meine Veschast4 freunde, bei roulanter Bedienung, du besten Qu&I taten an imvortirten und einheimischen nne. ötauvren. Cigarren. Vier, etc. zu verabreichen, Vß wird mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem ietzigin v zkalk begrüben zu können. Achtun glc oll HENRY VICTOR. Coal, &Woofl Co. Zneorvorirt.t Ohio Jackson 54.30 per Tonne. Jndinna Jackson $3.25 per Tonne. N. RABE - Präsident, eues Phone 9291. Altes (Main) 1150 LAKE ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge. . . Abfahrt nkunst loledo. Chicago und Mchtgan 9vtt...f 7.16 10.26 Toledo. Detroit und Chicago Lim 12.0 f 3.6 M'chigan ith. Muncie u.LafavetteGpl..-s 7. 10.2 täglich t ausgenommen Sonngt. tne fatale Mystifikatton. Im Faubourg Saint Germain zu Paris sind einer Dame der besten Gesellschaft von einem Freunde große Kosten und noch größere Verdrießlichleiten bereitet worden. Die Gräfin de la Tommey war nicht gerade wegen ihrer Freigebigkeit in der Pariser Welt bekannt, sie hatte jedoch als reiche Wittwe in den besten Jahren viele Bewerder, die sich aber bisher sämmtlich einen Korb geholt hatten. Nun erhielt die Gräfin kürzlich an einem Tage mehr als sechzig Briefe, in denen die Unterzeichneten mittheilten, daß sie die Einladung zur Gesellschaft, die am Sonnabend stattfinden sollte, mit Vergnügen annähmen. Tags darauf kam abermals eine große Menge Briefe ähnlichen Inhalts u. a. von Herrn Combes und Herrn Dupuis. Die Gräfin, welche die Minister gar nichr zu den Freunden ihres Haukes zählte und gor nicht daran dachte, überhaupt eine Gesellschaft zu geben, war wie aus den Wolken gefallen. Schleunigst griff sie zur Feder, um ihren ungebetenen Gästen abzuschreiben. Aber die Unannehmlichkeiten nahmen noch lange kein Ende. Es erschienen sechs Arbeiter unte Führung eines Ingenieurs, um im Salon große Arrangements zu treffen. Ein eleganter Herr mit einem Monocle habe sie bestellt erklärte der Ingenieur mit dem Bemerken, daß die Gräfin sich wieder verlobt und nächster Tage Hochzeit hätte. Die Elektrotechniker ließen sich abweisen, doch einen schlimmen Stand hatte die Gräfin am Tage darauf. Da begann ein wahrer Sturm auf das Palais von Conditorjungen, Wein- und Delikateßwaarenhändlern, welche mit Körben roll Pasteten, kleinen und großen Kuchen, Eis, Gelees, Punsch, Likören al ler Art, Früchten und Austern beladen waren. Die arme Gräfin hatte große Mühe, den Leuten klar zu machen, daß sie mystifizirt worden seien. Viele nahmen ihreWaaren wieder mit, manche packten sie jedoch aus und ließen sie mit der Bemerkung am Platze, daß die Sachen einen Rücktransport nicht mehr vertragen könnten. Kaum waren di? ungebetenen Gäste fort, so stellte sich ein vollständiges Orchester ein, um zum Tanz aufzuspielen. Da sich später die Gräfin entschieden weigerte, die entstandenen Kosten zu begleichen, so wird die in allen Salons genügsam besprochene Sache noch ein gerichtliches Nachspiel haben, und der Dritte der sich freut, ist der böse Herr mit dem Monocle". Ein r e i ch e r K i n d e r s e g e n ist dem 63jährigen Farbigen JameS Furman in Washington, in Warren County, N. I., beschieden, der kürzlich Vater eines Sohnes, des 28. Kindes, geworden ist. Seine erste Frau, Annie Jones von Stewartsville, heirathete er in 1860. Als sie 1878 starb, hatte sie ihm 14 Kinder geschenkt, 13 Knaben und 1 Mädchen. Ein Jahr später heirathete er seine gegenwärtige Frau, die nunmehr das vierzehnte Kind gebar. Zweimal hatte sie Zwillinge und einmal Drillinge. Furman, der sich äußerst robuster Gesundheit erfreut, ist in ganz Nord New Jersey als Jagdführer bekannt. Während des Bürgerkrieges, den er mitmachte, wurden ihm mehrere Finger abge-schössen.

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