Indiana Tribüne, Volume 26, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1903 — Page 5
mm : Jndiana Tribüne, 22. Juni 1903.
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Bedeutende Grnndeigenthnms-Vertänse.
E. C. Atkins 6c Co. erwarben das gesammte von der Parry Mfg. Co. accupirte Eigen thum. E. C. AtkinS & Co. haben das Grundeigenthum und die Gebäude, welche zur Zeit von der Parry Mfg. Co." occupirt werden, von den Befitzern, der Manufacturers Power Co." gekauft. Der Kaufpreis soll sich auf $500,000 bis $750,000 belaufen. Durch diesen Ankauf gelangt die At kins Co. in den Besitz des ganzen StraßeN'Gevierts, welches von der Capitol Ave.. South Str., Henry Str. und Illinois Str. umgeben ift. Die formelle Uebertragung des neueaworbenen Eigenthums wird entweder heute oder morgen erfolgen. Die Uebernahme desselben wird je doch nicht vor Ablauf der nächsten zwei Jahre erfolgen, da der Pachtvertrag der Parry.Gesellschaft noch so lange läuft. Bis dahin wird die letztere ihre neuen Fabrikanlagen jenseits des Flus ses in Betrieb haben. Charles Finley Smith, Präsident der Indianapolis & Martinsville Traction Co. hat sein Wohnhaus No. 1320 N. Delaware Str. an John W. Schmidt durch Vermittlung von John Wocher & Bros, für $35,000 verkauft. Das Tnrnk-hrer-Seminar in Milwankee. Am 9. September d. I. beginnt der neue einjährige Cursus im Turnlehrer. Seminar in Milwaukee. Der Cursus im Turnlehrerfemmar umfaßt: 1. Turnen, Turnsprache, Ge rüthekunde, Turnen in Bereinsschulen, Volksschulen und höheren Schulen. 2. Geschichte des Turnmesens, Grundsätze und Forderungen des Turnerbundes. 3. Anatomie und Physiologie. 4. Heilgymnastik und Heilkunde für den Turnplatz. 5. Turn und Volks gesang. 6. Erziehungslehre. 7. Grund züge der Kulturgeschichte. 8. Deutsche Sprache und Likeratur. 9. Englische Sprache und Literatur. Erfordernisse zur Aufnahme in das Turnlehrerfemmar find: a) Sittlicher Charakter, b) Gesunder, wohlgebauter Körper, c) Genügende Uebung im Tur nen. d) Befähigung zur Aufnahme in eine der Gruppen B, C, D. In die Gruppe B werden nur männliche BeWerber aufgenommen. Weibliche Be werber um Aufnahme müssen befähigt sein, entweder in die Gruppe C oder in die Gruppe D einzutreten. Bei Be Werbern männlichen Geschlechts, Mitgliedschaft in einem Bundesturnverein; bei weiblichen Bewerbern, Empfehlung zr Aufnahme in das Turnlehrerseminar durch Beschluß eines BundcsturnVereins. Das Aufnahmegesuch sollt- unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse beim Vorstande des Bezirks, dem der betreffende Bundesturnverein angehört, womöglich vor dem 20. Juli eingereicht werden. lim solcken Bewerbern, die keine Ausficht auf Bestehen der AufnahmePrüfung haben, die Reife nach Milwau kee und die damit verknüpften Kosten zu ersparen, wird vor dem 1. August eine von dem betreffenden Bezirksvor stand anzuordnende Vorprüfung abgeoebalten. Den Bewerbern um Aufnähme in das Turnlehrerfemmar, die sich rechtzeitig meldeten, wird spätestens am 21. August mitgetheilt, ob sie zur Aufnahmeprüfung zugelassen werden oder von derselben ausgeschloffen find Die Aufnahmeprüfung wird am 7. und 8. September im Seminargebäude zu Milwaukee (553568) Broadway abgehalten. Ein Circular, daß die vollständigen Aufnahmebedingungen und die näheren Bestimmungen über Zöglingsgruppen und Diplome enthält, und ein Prospect in englischer Sprache können vom technischen Leiter, Geo. Wittich, 558 -563 Broadway. Milwautee,Wis., unentgeltlich bezogen werden. Matrose für die Marie gewünscht. Lieutnant Bronson von der Ver. Staaten Marine hat auf dem dritten Stockmerk deö Poft-Gebäudes eine Re crutirungs-Office etablirt. In derselben werden Matrosen für die Marine angeworden. Die Bedingungen unter welchen Onkel Sam zur Zeit Leute für den Marinedienft anwirbt, find sehr günstig.
Verbrüht und crsticttt.
Schauerlich? UnglüikösaU in einer Zrllstoff sabrik in ST.nftland. In der Zellstofffabrik Waldhoff im russischen Gouvernement Livland wurde jüngsthin ein Arbeiter von kochendheißer Zellstoffmasse überschüttet, verbrüht und erstickt. Die fertiggekochte glühendheiße Zellstoffmasse wird dort in viele große, 1500 Kubikyards messende haushohe, inwendig mit Bleiplatten auegekleidete Bottiche vom Deckel her hineingepreßt, um abgekühlt und abgelagert zu werden. Nach der Abkühlung wird dir Zellstoffmasse von drei Arbeitern, von denen der eine als Vorarbeiter die Aufsicht hat, durch eine unten am Bottich angebrachte Thür herausgeschaufelt. Nach der Ausräumung, wobei gewöhnlich eine fußhohe Zellstoffschicht im Bottich zurückbleibt, wird die Thür geschlossen und verschraubt, so daß der Bottich wieder zur Aufnahme neuer fertiggekochter Massen hergestellt ist. Es soll nicht gar zu selten vorkommen, besonders nach den Sonntagen, daß die Arbeiter sich diese großen Bottiche zur Ruhestätte aussuchen, um auf der ioeichen Zellulosenmasse ein halbes Stündchen zu schlummern und sich auf diese Weise von den Strapazen des Sonntags zu erholen. Deshalb muß vor dem Schluß der Thür genau nachgesehen werden, ob sich nicht doch ncch ein Mann im Bottich befindet; es ist aber im Bottich nicht gerade sehr hell, s? daß beim flüchtigen Umschauen ein Mensch, der im tiefen Schlaf regungslos daliegt, sehr wohl übersehen werden kann. Dieses Mißgeschick passirte dem oben erwähnten Arbeiter. Man vermißte ihn in der Fabrik, in der eine sehr strenge Num-mer-Kontrolle ausgeübt wird, am Montag, glaubte jedoch, da es gerade ein Zahltag war, daß der Arbeiter sich über den Zaun davongemacht hätte, wie es auch schon öfter vorgekommen war mit Arbeitern, die ihren Verdienst recht rasch in Alkohol umzusetzen bestrebt sind. Erst am Dienstag tauchte die Vermuthung auf, daß der Vermißte im Bottich eingeschlossen ur.b verbrüht worden sei. Es wurden die Polizei. oerFabnkiaspektor, derUntersuchungsrichte? und der Gerichtsarzt verständit. Beim Oeffnen dn Thür fand man auch den Arbeiter todt, in zusam mengekrümmter Haltung, die Hände fest am inneren Falz der Thür verkrallt. Die Haut war vollkommen verbrüht. Profefforen-Zcrftrenthit. Vor einiger Zeit war ein Münchener Professor, ein geachteter Porträtmaler, genöthigt, eine Reise zu thun. Bei der Rückkehr fiel es seiner Gattin auf, daß ihr Gemahl ohne Mantel heimkam. Auf die besorgte Frage nach dem Verbleib des werthvollen Gegenstandes, der insbesondere zur Winterszeit als unentbehrlich gilt, stellte sich heraus, daß ihn der Herr Professor im Eisenbahnwagen liegen gelassen habe. Eiligst wurde reklamirt, und bald kam die Einladung, den Mantel im Fundbureau abholen zu wollen. Voll Freude erschien der Herr Professor im BahnHof, lieferte den Eigenthumsnachweis, erhielt das Kleidungsstück und entfernte sich, nachdem er den Empfang bestätigt hatte. Wcr beschreibt aber sein Entsetzen, als er nach einigem Aufenthalt in der Stadt Mittags zu Tisch erschien und sofort wieder die Frage der Gattin hören mußte, ob er denn seinen Mantel doch nicht wieder erhalten habe. Gewiß habe ich ihn bekommen, und sogar die Cigarren steckten noch in der Tasche." Und wo ist er jetzt?" Ja, das kann ich augenblicklich nicht sagen. Vielleicht in der Weinstube von E." Es wurde hingeschickt, aber hier, wie in einem zweiten Weinhause, dos der Maler ab und zu besuchte, erhielt er den Bescheid, der Herr Professor sei ohne Ueberrock gekommen und gegangen. Schließlich unternahm man auch nochmals den aussichtslos erscheinenden Gang in's Fundbureau. Und siehe da, der Mantel prangte am Kleiderrahmen, w ihn der Herr Professor vor dem Unterschreiben aufgehangen und nachher abzunehmen vergessen hatte. Lnstsviegelung auf dem Bodensee. Der Kapitän des den Bodensee befahrenden bayerischen Dampfers Rupprecht" berichtete kürzlich das Folgende: Es war zwischen 8 und 9 Uhr früh, kurz nachdem das Tourschiff nach Romanshorn den Lindauer Seehafen verlassen hatte, als sich dem Auge seitabwärts in der Richtung gegen RomansHorn eine wunderbar schöne Fata Morgana darbot. Die Luftlpiegelung zeigte die Alpenkette des Obersees vom Pfändergebirge anfangend bis zum Rheinthal. Das Pfänder-Hotel und das Gebhardskirchlein hoben sich klar und deutlich ab. In seltener Reinheit und Schärfe zeigten sich die noch schneebedeckten Bergspitzen der Vorarlberger Alpen, ebenso das Bergmassiv der Sce saplana, davor der Dreischwesternberg. Unter der Fata Morgana schimmerten dem Beschauer gegen Westen die Höhenzüge westlich vom Säntis entgegen in ihrer Wirklichkeit einen packenden Gegensatz gegen das Luftgebilde darstellend. Das großartige Naturschauspiel konnte über eine halbe Stunde beobachtet werden. Der Konsum von Südfruchten beziffert sich in England auf jährlich etwa 15 Pfund per Kopf der Bevölkerung, in Deutschland auf nicht ganz drei Pfund per Einwohner.
Waruung vor dem Kensu'.ato Dienst. Herr John Ball Osborne hat zu ttufc und Frommen aller Jener, die ihre Kräfte dem auswärtigen Dienste
des Vaterlandes weihen wollen, seine Erfahrungen als amerikanischer Konsul in der belgisch-flandrischen Promnzialhauptstadt Gent veröffentlicht. Ss ist keine freundliche, aber eine sachIch? Schilderung, und die Schlüsse, aie sich aus ihr ziehen lassen, sind nichts reniger als geeignet, die Jugend des Landes für "die diplomatische Laufbahn' zu begeistern. Herr Osborn erzählt in seinem Aufatze zunächst, wie er mühsam zu dem clmte kam und schreibt dann: Das Gehalt und die Gebühren wa:en zu karg bemeiien, um den Umiug u rechtfertigen. " Alle finanziellen Schwierigkeiten wog aber das Bewußt''ein der hoben Ehre auf, im auswärtizen Dienste der Vereinigten Staaten iu stehen. Dann war doch auch' die Möglichkeit einer Versekung auf einen besseren Posten vorhanden. iJede: kleine Konsul ehrt an dieser trügeri'chen Hoffnung. Aber vor Allem lebte ich in dem allerdings durch nichts gerechtfertigten Wahn, daß ich gerade zur rechten Zeit und unter den geeigneten Umständen in den Dienst getreten war, um mir eine Lebensstellung zu erringen Jetzt sind mir längst die Schuppen von den Augen gefallen, wenn ich aber an die erste Periode meiner Konsulatszeit zurückdenke, erkenne ich, dcjich damals an einer unter den neuernannten Konsuln ganz allgemein verbreiteten heimtückischen Krankheit litt, die ich konsularen Größenwahn" nennen möchte. Dieser tritt gewöhnlich sofort nach der Ernennung auf, steigert sich wahrend der Jnstruknonszeit und erreicht die Krisis während der Seereise, wenn dem Konsul der Ehrenplatz an der Tafel des Schiffskapitäns eingeräumt und von seinen Landsleuten die Huldigung dargebracht wird. Später sinkt dann die Fieberhitze der Selbstübersc ätzung nach und nach bis auf den No !malstandpunkt zurück." Ueber die Thätigkeit des Konsuls äußert sich Herr Ösborne folgendermaßen: Es wird viel über die Fülle der Pflichten gesprochen, welche den Konsularbeamten obliegt, und über die Wlchngkeit der Ernennung von vJlan nern von unantastbarem Charakter, Intelligenz, Erziehung, Umsicht und gesundem Urtheil; ich kann aber über alles das kurz hinweggehen. Vine Pflichten bestanden in der Beglaubigung kaufmännischer Papiere, welche Ausfuhrwaaren nach den Vereinigten Staaten begleiteten, in der Abfassung von Handelsberichten, in der Erledigung notarieller Geschäfte und in der Beantwortung von Anfragen amerikanischer Erp, rteure." Herr Osborne macht dann auf den Mangel geselligen Verkehrs in Städten aufmerksam, in denen nur wenige Amerikaner ansässig sind, denen sich der Konsul anschließen kann. Hier mag vielleicht der Einwurf am Platze sein, daß die Einsprachig?eit" vieler amerikanischer Patrioten im auswärtigen Dienste das Haupthinderniß des Anschlusses an mt Bevölkerung des fremden Landes bildet. Herr Osborne nennt die Vereinsamung aber das gewöhnliche Loos des amerikanischen Konsuls in Europa und fährt dann fort: In der Regel gehörten die Amerikaner, welche mich besuchten, zu der Klasse derer, welche jeder Konsul fürchtet zu den Gestrandeten und Unglücklichen wie zu den Durchtriebenen und Gewissenlosen. Wohl zwei Drittel aller Amerikaner, welche während meiner vierjährigen Amtszeit den uß über d:e Schwelle des Konsulats etzten, kamen, um eine Anleihe von fünf bis zu zwanzig Franken m machen, die sie in den Stand setzen sollte. die Heimreise fortzusetzen. Manche ließen sich auf den Wogen der Wohlthätigkeit" von Konsulat zu Konsulat treiben, und bis sie dann nach dem abgelegenen Gent verschlagen wurden, waren sie Meister in der Fechtkunst". Der Aufsatz schließt mit den Worten: Mein Schmsal erfüllte sich; und komischer Weise war es die Presse, die mir die erste Kunde von dem Ende meiner amtlichen Herrlichkeit brachte. wie sie mich von meiner Ernennung in Kenntniß gesetzt hatte. Eines schönen Abends las ich in der Liste der von dem Präsidenten vollzogenen Ernennungen: Herr So und So. Konsul in Gent, Belgien. Einige Wochen später legte ich meinen Konsular-Oci-ligenschein ab und meine Macht nieder, trar die Heimreise an und empfand zum ersten Male das bestimmte Ge fühl, daß das politische Beutesystem eine brutale und barbarische Einricktung ist. Sic transit gloria Consulis." Man mag einwerfen, daß Herrn Osborne's Erfahrungen die eines einzelnen Mannes und nicht für den gefammten Konsulatsdienst maßgebend 5md. und daß es auch bessere Stellen giebt als die in Gent. Diese besseren Stellen sind aber den wenigen Auser wählten vorbehalten, während die Anfänger sich mit einer Thätigkeit und einem Einkommen begnügen müssen, wie Herr Osborne in Gent. Beförderunaen sind selten, die Zahl der enttäuscht Seimgekehrten ist aber shr groß. Für Berufspolitiker oder Leute, die sich Studien halber im Auslande aufhalten wollen, oder auch für Sole. deren Mittel ihnen eine Abwechselung" gesto ten, mag der Konsular dienst nützli h und angenehm sein; er sollte aber :inen jungen Mann ohne sebr wcitaeende Zamikienbeziebunaen
uiuawen, e'kne nützliche uausvayn aufzugeben, um einem Phantom nachzujagen.
Nach tsanneff: Bialnstok und so weiter. Auf Kischineff, das, wie der bekannte jüdische Schriftsteller Mar 'toroau sich ausdrückt, mit BuchUaoen aus Blut und Feuer in die sich stets erneuernde Leidensgeschichte Israel's eingeschrieben ist", folgt Bialyst o k , das ni wie ersteres weit weg im südwestlichsten Theile des europäischen Rußlands, sondern an der Warschauer Eisenbahn liegt. Siebzig Prozent der 64.000 Einwohner von Bialystok sind Juden, während diese unter den 117.000 Einwohnern Kischineff's keinen s o starken Prozentsatz bilden. Selbst Pessimisten konnten erwarten, daß die- russische Regierung nach dem Aufschrei der ganzen civilisirten Welt über die Greuel in Kischineff wenigstens in den gesitteteren Theilen ihres Reichs neuen Judenhetzen vorbeugen würde. Und doch folgt die Hetze in Bialystok fo schnell der in Kischineff. Zwar steiaert sie sich nicht bis zu gräßlichen Blutthaten. Aber plötzlich überfielen Gewaltshaufen die jüdischen Privat- und Geschäftshäuser; ungefähr hundertundfünfzig Privathäuser und siebzig Läden und Werkstätten wurden ausgeplünderund zerstört. Und was die Uebelthäter nicht fortschleppen konnten, das verbrannten sie. An rohen persönlichen Mißhandlungen fehlte es keineswegs. Zur Raubgier und Grausamkeit gesellte sich der robeste Hobn. Der Rabbiner Kohn ward von' Pöbelhänden ergriffen, die Kleider wurden ihm vom Leibe gerissen, in Narrenkleidern schleppten sie ibn dann umher, ein Pöbelhaufe verhöhnte und bedrohte ihn und spuckte ihn an. Ein anderer hervorragender jüdiscberEinwohner, Saul Landau. wurde auf dem Marktplatze von einer tobenden Menge umringt und durch Todesdrohungen gezwungen, seinen Glauben abzuschwören. Es scheint nur ein glücklicher Zufall mitten im Unalück zu sein, daß sich die vielfachen Mißhandlungen von Juden bei diesen Pöbelauftritten nicht bis zu Mordthaten steigerten. Die Polizei soll nicht nur nichts zur Unterdrückung der Schandthaten gethan. sondern sogar zur Nachahmung der Unthaten von Kischineff und zur Vertilgung der Juden aufgefordert haben. Da' Bialystok als Kreisstadt des Gouvernements Grodno auch eine GarnKon hat, so wäre der scheußliche Aufrühr von den Behörden bei einigem guten Willen gewiß leicht zu unterdrücken gewesen. Nach anderen Berichten haben auch an der galizischen Grenze Rußlands Judenbetzen, seitens der bäuerlichen Bevölkerung, stattgefunden und Hundes von Juden sich über die Gre ize aus österreichischen Boden geflüchtet. Ein hänl'es: und so weiter. Indessen hat der Polizeipräfekl in Odessa den Juden völlige Sicherheit versprochen. Doch was bedeutet angcsichts der Thatsachen ein solches Versprechen. Im österreichischen Reichsrath aber erfolgen jetzt Interpellationen wegen obiger Schandthaten. irchcnstücke aus den Philippinen. Vor einigen Tagen brachte das reliaiöse aber nicht spezifisch katholische Volksblatt" in Detroit eine Meldung über Gegenstande obiger Art. Wir nahmen damals keine Notiz von ihr, weil wir abwarten wollten, ob die Angaben militärischer Seits nicht widerlegt werden würden. Letzteres ist aber nicht geschehen. Und es geziemt sich daher, dan wir die acbe beachten. Jene Meldung besagte im Wesentlichen folgendes: 5to einer kleinen Detroiter Schankwirthschaft seien allerlei Pnestergewänder und Kirchengerathe von den Philippinen, darunter ein prächtiger gestickter Chormantel, zum Verkaufe ausgestellt. Die Inhaberin des Lokals behaupte, die Sachen seien ihr von einem Offizier des vierzehnten regulären Jnfanterie-Regiments, der vor Kurzem von den Philippinen kam. zum Verkaufe übergeben worden. Den Namen des Offiziers will sie nicht nennen. Ihr Gatte war Sergeant im genannten Regiment. Dazu bemerken wir nun für jetzt Folgendes: In den ersten Zeiten nach Besekuna der Philippinen kamen mehrfach bei amerikanischen Soldaten allerlei Gegenstände aus philippiniscken Kirchen und Klöstern zum Vorschein, darunter Meßgewänder rndMonstranzen. Es stellte sich heraus, daß diese Sacb?n meist aus kirchlichen Gebäuden stammten, die wägend der damaligen Kämpfe zu militärischen Zwecken b? nutzt wurden. Dem Versuche einzeln.! Soldaten, solche Gegenstände in den Ver. Staaten zu verkaufen, wurde damals schnell einEnde gemacht, und bald hörte man überhaupt nichts mehr von solch schändlichem und das Gefühl aller religiös Gesinnten, nicht nur der Katholiken. schwer verletzendem Unfuge. Um so mehr wäre es Pflicht militäbischer und bürgerlicher Behörden in Detroit gewesen, sogleich gegen den neuen Unfug einzuschreiten. Z. y e u r eZ ä y n e. Albert Drisbow. welcher kürzlich auf einer Reise von Portland nach Omaha bei Carter, Wuo., durch einen Eisenbahnunfall drei falsche und drei gute Zähne einbüßte, hat die Union PacificBahn auf $30,000 Schadenersatz ver-klaot.
Gisenvudn - Fahrptan. Eleveland, Cincinnati, Chicago & St. Cents Railway.
C l New York Expreß tagt Muncie & FtWayne Exp p N S k B Lim täglich s... e v e la n d Abgang . 4 40Bm . 7 00Vm . 8 00Nm .11 10Vm . 2 ö5Vm . 4 4lm g 6 25m Clev fc Benton Harbor Exv RS ck B Lim, täglä8... Union City Acc tägl Knickerbocker Sv täglich d & St. Louiö St Louis Mail 7 20rn Southweftern Lim tgl d & s 11 45Bm St Louiö Lim täglich p d s. 3 25Rm Terre Haute fe Mat'n Ace.. 5 OONm R S St. LouiS Exp tägl.. 7 05Nm St Louis Expreß tägl ... .12 05Vm Cincinnat Cin & LouS Nachtexpreß tgl s 3 45Bm St Louö & Cin Nachtexp kg g 4 S0Bm Cincinnati Exp Sonnt auög. 7 45Bm Cincinnati Acc 4 OONm Cincinnati F Expreß, tägl p 2 SORm Louis F Expreß 2 50Nm Cinc & Wafh F L tg ü 8 H p 6 20Rm C h i cago Kankakee Accom 7 00Bm Ebicago ftaft Expreß tgl d p 11 50Bm White Eity Special d & p. 3 30Rm
LaFayette Accom 5 155Km La Fayette Accom 5 00 Chicago Nachtezvreß tägl 8. .12 05Bm Eine k Wash F L., d k p.. 6 lORm Mi chigan Division. Benton Harbor Expreß 7 OOBm Elkhart Accom nur Sonntags 9 25Bm Michigan Mail Expreß p...1110Bm Elkhart Expreß 10 80Bm Elkhart Acc täglich 4 4SNm Benton Harbor Expreß p 3 lONm Michigan Er. . 8 16Rw Peoria Divisio n w e ft l i ch Peoria Expreß Mail 7 2535m Eolurnbus fc :nc Exp tgl S 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 SOBm Ehampaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lORm 9t k Ohio Special 2 46Nm Peoria Expreß täglich g .. ..11 öORm Peoria Expreß täglich p k d 6 08R Peoria Divisio n ö ft l i ch. ColumbuS Expreß tägl 4 3Vm öhnn Accom 10 1555m Ohio Special tägl dp 3 00Nm Eolumbus Expreß tägl dp. .11 40Bm Lynn Accom 6 loRm EolumbuS Expreß tägl g 11 40R pittsburgh, Cincinnati, Chicago 6c St. iouis R'f. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eaftern Expreß täglich 3 30Bm Schnellzug täglich 8 fcd... 6 30n Eolumbus Accom 7 30Vm Limited Mail täglich 6 40Bm ftaft Expreß täglich s d 8 10Vm Richmond Accom 8 408 Bradford Accom 1 25Nm St Louiö Expr täglich d k sl2 10Rw Atlantic Expreß täglich s&d 3 OöNm Bradford Acco 2 OONm Day Expreß täglich 5 OONm Weftern Expreß täglich 8 3 2vRn St L k N S Lim täglich sd 6 öoNm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 80Nm Richmond Accom 8 OONm Indianapolis Accom b 1v 40N Chicago Division. Louisville äc Chic Exp tgl p d 11 3SBm Chic k Lou g Expr täglich 3 20B Lou k Chi F Expr täglich 8 12 05Bm Cbie k Lou Expr täglich p d 3 40Nw Lsuikville Division. Chicago k Louisv Svl tägl s 3 40Bm LouiSv k Madison Acc 10 105rr Pitts k Lou F L tägl 8.. .. 7 00Bm Lou ik Chic F L tägl p b... .11 30V Mad Acc nur Sonnt 7 30Bm Louisville u. Madison Acc . ö 40Rn Louisv k Madison Accom.. 8 05Bm Louiöv k Pittsb F L täglich s 6 359lm Chicago Zc Lou F L täglich p d 8 55Nm Madison Accomm Sonntags 9 15Bm Madison Accom 3 65Nm Lou k Chi F Expr. täglich 11.50 Rchl Louisville Accom . . 6 45Nm Madison Acc, nur Sonntag. 6.45 Nm vandalia (ine. Aogang Ankuntt N S k t 2 Lim täglich 8 k & 6 50Bm New Sork Expreß täglich . . 3 20 St Louis Expreß tägl 7 25Bm St Louis Expreß täglich.... 6 50Bm Effingham Acc, nur Sonntag 7 25Vm Schneller Expreß täglich 8. . . 7 65Bm St Louis Expreß d g 12 15Nm Terre Haute Effing Acctägl 10 25Bm Weftern Expreß tägllich d 8.. 3 30Nm Atlantic Expreß täglich d 8. . 2 bvRm T Haute k Effingham Acc ..4 4bNm Fast Lme täglich 4 4öRw Terre Haute Expreß,Sonntag 7 l5Nm St L 8c N S Lim täglich 8 kd 6 30Rw Nimmt keine Passagiere 8 35Nm Nacht-Expreß, täglich. 8. . . .11 30Rm
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