Indiana Tribüne, Volume 26, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne. 92. Juni 1908

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Friede Zm Sartkohleugebiet bau neuem bedroht. Auch Grubenbesitzer bringe Beschwerden auf die Convention.

Aberklärung des großen Weberstreiks in Lowell, Mass. Straßenbabn'Betrieb unter militärischem Schutze. Zarte Fürsorge für die angeblichen Marcum'Mörder. Pershing schildert die Schlacht am Lanao'Fluffe. Neues Kabel zwischen Puget'Fund und Alaska. Gegenseitige Beschwer den. W i l k e sb a rr e, Pa.. 21. Juni. Wenn die Versöhnungsbehörde hier am Donnerstag zusammentritt, so werden die Grubenbesitzer eben so wohl Beschwerden zar Schlichtung vorlegen wie die Kohlengräber. Für viele der letzteren, die meinten, die Kohlengesellschaften haben sich über nichts zu beklagen, dürfte dies eine Ueberraschung bilden. Die Besitzer bemängeln vor allem die zahlreichen nichtigen Streiks, die Quelle großer Unannehmlichkeiten; ferner beschweren sie nch über Beläftlgung der Nichtgewerkschaftler und daß die Kohlenförderung durch die Gewöhnheit der Arbeiter, an gewissen Tagen ohne Erlaubniß wegzubleiben, verrmgert wird. Die Arbeiter hinwiederum bringen vor, daß einige der Arbeiter noch immer nicht angestellt sind, daß die Commis. sionsentschndung durch Aenderungen in vielen Gruben verletzt werde,wodurch die Streiter weniger verdienen als vor V fCXf -f U l 4s Lm i m am ZI jX I üciii ucii. V5NUUI oru;iucicii ir ,ll auch darüber, daß die Grubenbesitzer mit einer alten Gewohnheit in der Schulykill Gegend gebrochen haben, indem sie am Samstag die Leute eine Stunde länger an der Arbeit halten. Aberklärung desStreiks. Lowell. Mass.. 21. Juni. Der Rath der Weber hat heute Nachmittag den großen Streik in den Fabriken zu Lowell für beendet erklärt. Jede dem Rathe angehörende Gewerkschaft war vertreten und der Be- - : - . r r. i ,u,luv mulvc rllluliiimlg gesllßi. Streik begann am 30. März !,"-r?rm?r IflClIIHI. m 1. UNl vssneien oie "X. 1 m. VW f 9 l i aorllen lyre Ä.yore wieder und die Mebrzabl der Anaestellten kebrte ,ur Arbeit zurück. Der Verlust an Löhnen " ' während des Streiks betrüat etwa Sl.300,000. Straßenbahn - Betrieb L l m Gange. Dubuaue. ?la,. 21. uni. Der S..kmbahn-Be.ri.b wurde hru.e wieder aufgenommen, indem 4 Compagnien Miliz das Eigenthum der Gesellschaft bewachten. Es kamen keine Unruhen vor. Gut aufgehoben. L e x i n g t o n, Kv., 21. Juni. Curtis Jett und Thomas White aus Jackson, Ky., verbrachten im hiesigen Gefängniß einen ruhigen Tag. Bfr sucher hatten keinen Zutritt und beim Sonntags - Gottesdienst waren keine Neugierigen zugegen. Beide erhielten ein Pint Whisky und ihre Mahlzeiten aus einem Restaurant, da Richter Hargis beim Abschied dem Getängnlßwärter an s Herz gelegt hatte, all( Wünsche der Gefingenen zu erfüllen und ihm die Rechnung vorzw legen. Hargis sah die Gefangenen vor seiner Abreise nicht, hinterließ ihne? aber eine Botschaft, worin er sie zur Höflichseit gegen die Gefängnißbeamten und die Besucher ermähnte und sein Bedauern über ihre Aufführung am Samstag ausdrückte, wo sie sich unflüthiger Ausdrücke bedient hatten. N a t. E d i t o r. A s s o c. Omaha, Neb., 21. Juni. Das Lokal.Comite für die Festlichkeiten der ..National Editorial Assoc.". die hier ' 9 mr m

am 7. JUtt zuiammenirttt, yat ftm oan oer au gegen einen ngrin zu Programm fertiggestellt. Etwa 1000 stark und gut bewacht war. Ein zwei Delegaten werden erwartet, für ter Volkshaufen ging ebenfalls auseinwelche fürstliche Vorbereitungen getrof- ander, als der hiesige Polizeichef eine

fen sind. Die Tagung dauert vom 7. bis 11. Juli.

Das Gefecht am SeeLanao.

Washington. 21. Juni. Ca. pitän Jobn I. Pershing. welcher die Truppen in dem Gefecht am See Öanr.o auf den Philippinen kommandirtr. bat in einem Brie an einen Xreunh im Grien HeUnriemeni kie Schlacht beschrieben. Der Brief, aus r l v . w ... v v v -w v v m v v ' i Camp Vlcars vom 27. Apri! oatirt, . V. V. fti'- nf.t.lll.. ..w wuroe oem neasieireiai gezeigt uiio r ... . n . tt i rr- r w. r. r 1 oieier erpantie euauoniB zu ,emer Publikation. Pershing sagt, er habe den Stampf lange vorausgejeyen uno das ganze Unternehmen nach sorgfälngen Planen ausgesuyri. Er habe die Moros zu ihrer Ueberraschung umgangen und über ihrer Stellung seine Geschütze aufgepflanzt, so daß ein wirksames Artillerie-Feuer auf das Fort möqlich wurde. Viele der n' JLnJ. LÜm jjiviv's vcrlicvrit vru ueuin vciicil eingehende Beschießung erfolgte. Der Kampf begann in einem Regenfturm und dauerte bis zur Dunkelheit; das Erkennen war schwierig. Während der Nackt entkamen zablreicke brauen und Kinder aus dem ort. Am näckften Taa forderte Neribino die Wnrns m Nekerake ans aber diese lebnten ab und waren ,ur Zortsetzunq des Kampfes entschlossen. ' V M ' rr .. ct'.e :x!w.i ... rnt..f:x v zsei mit itauoen uusyuutiii ueu sich nunmehr entspinnenden Kampf, bei dem das Haupthinderniß für die Amerikaner ein 25 Fuß breiter und 40 Fuß tiefer Graben bildete, der über schritten werden mußte. Pershing half sich mit umgestürzten Bäumen, über welche Bambusrohr - Stäbe gelegt wurden. Zuletzt kam es zum vanogemenge, wobei sich die Tapferkeit, Ruhe und Energie der Amerikaner in glänzendem Lichte gezeigt habe. Nur 2 Amerikaner wurden verwunbet, während von der Moros mindestens 150 fielen. DaS Innere der Forts wurde erst nach vollständiger Niederbrennuna untersucht, da in der ganzen Gegend die Cholera wüthete. Fershing schließt damit, daß dieser Siea tbatsäcklick die Unruhen am l i anao ee leenoei vaoe. Das letzte Stück des Ma-nila-Cabels. San Francisco, 21. Jum. Innerhalb einer Woche wird die letzte Strecke des Cabels zwischen vier und Manila gelegt sein. Das Cabelschiff Colonia" erreichte die Insel Midway und sofort ging die ..Anaela" nach Honolulu ab. um die letzte Strecke von 1160 Meilen zu legen. Supt. Harrington von der Commercial Pacific Cable Co. glaubt, daß dies in I w - ..n.t . :..v o agen gereuen nnro. Neues (Zabel. .......... W 1 " " .'s .V.. . - nv TU I III Vfl IKIIIIIIII llllll I I I I I K. III "" v wv M,tA 44 U ,M j . X r,W teilen des Unterfte-adels, das zwl en Puget Fund und Alaska gelegt . w en . je ?-..ii. wiro, von cem earne qc schickt sind. Es ist dies das erste lange Cabel. das icma'.s m den er. staaI il 11 ui'iu ivuivi. I, ps? ?fnrhreit innpn rVr (Tnbps I . legung ift Ea. Edgar Ruell vom Signl-Crps nach Seattle abgereift, Erklärung des zapani fchen Gesandten. Washington. 21. Juni. Der hiesige japanische Gesandte, yerr arayira, muroe yeuie gesragr, oo oie Meldung auf Wahrheit beruhe, daß zwischen dem russischen Kriegsminister und dem lapanlicyen '2,clNlner oes Aeur .... n . i.ee. om i l . t nm i..in. k. M. Beten ein Aviommen oerrens oer canr . f . .rjQ,rr.. . icnurci uno Koreas aogcicgionen coroen kai Xr ttoli, hi(.fon Worifoi 1 i ; a l k . auf's Entschiedenste in Abrede, kann aber eine andere Meldung bestätigen,

nach welcher der japanische Gesandte in James B. Pond, der bekannte ManaPeking seine Anstrengungen erneuert ger von Vorlesern und Sängern, ift

hat, die Oeffnung der Manschurei-Hä-fen u ersiminaen." Vereitelter Lvnchmord. . . . iv i i in i ii y . u ii, -i. ou'11 .1,.. 71 11 V I Durch die Wachsamkeit der Behörden und die geringe Anzahl der Angreifer wurde heute früh ein Lynchversuch qc gen den Neger White verbindert. Der Neger ift beschuldigt, die 17jährige Tochter von Rev. E. A. Bishop ver gewaltigt und ermordet zu haben und derzeit im Arbeitshause internirt. Etwa 60 Bewaffnete marschirten im Morgengrauen nach dem Arbeitshause, schössen ihre Waffen ab und verlangten die Auslieferung von Whlte. Die Menge zerstreute sich aber, als sie sah. r W A CW 1 rr Anzahl Polizisten nach dem ArbeitsHause abgesandt hatte.

Verfälschung von Nah

r u n g s m i t t e l n. W a s i n z t o n . 21. Juni. I ä F i rw et Jfc V"sS - elremr Armnronq vom Äcoaamtsdepartement setzte durch ein Circu I v - yn r . cm rF- . oas gegen verMcyung von NnbrUNgsmitteln V0M 1. Jull ON lN Kraft. - ' Fort gegen Canada. O s w e g o . N. Y.. 21. Juni. " ' J ' - kürüicke Besuch des KrieassekreÄ00t hier und die baldige Ankünbst3 Ontati0 foüe mkttx aufgebaut werdtn. sind Gegenftanb der Besprechung der canadischen Psse. Sie sagt, das Fort könne nur M Zweck haben, im Falle eines Krie ges als Stützpunkt für feindliche Ope rationen gegen Canada zu dienen. m . . , . . . m m , Augenscheinlich g e st ö r t. Washington, 21. Juni. John A. Henselman Jr.. ein Student an der Michigan Universität und äugenscheinlich an Ueberarbeitung lewend. wird von der Polizei bis zur Ankunft seines Vaters aus Covington, Ind.. festgehalten Der junge Mann kam heute hier an und erregte im Hotel Aufmerksamkeit. aU er -Nvten als Trinkgelder an die Qnn,r r.-rtbss ?nll Nr ntt w Vv ..,..... v. i - Präsident Roosevelt geschrieben haben. worin er, falls nicht durch des Präsidenten Einfluß gewisse Erfindungspläne u. a. gefördert werden, verschiedenen Leuten den Tod androht. Von den Indianern. H o b a r t, Okla., 21. Juni. Der indianische Baptisten Verband, der ausschließlich aus Kiowa Indianern besteht, hat beschlossen, alle Weißen von seinen Versammlungen auszuschließen. Missionäre erklären dies damit, daß es den Indianern Unbehagen erregt. in Gegenwart von Weißen religiöse Funktionen auszuüben. Der oberste Geistliche dieser Indianer ist Lone Wolf, welcher kürzlich eine Klage gegen die Bundesregierung anhängig machte, um die Erschliekuna der Kiowa Reser vation für die Ansiedlung zu verhin dern. White Ea gle. Okla.. 21. Juni. White Eagle, der Häuptling der Poncos, trat yeute zurua uno uoerirug seine Würde auf seinen Sohn Tabgy. Der Rücktritt bildete den Anlaß zu eirfem großen Feste; zu Ehren des neuen Häuptlings wurden 700 Ponies ver schenkt und 2000 Indianer führten den Sonnentanz auf. Taufende von Weißen waren als Zuschauer erschienen. Folgenschwere Thorheit. rmninn 91 ni Ein iunaes Liebesvaar. ' Ernest Sckmic und Jessie Brennan, bcide n G.n nrtnh MrWl.nhr 9p-. iVVVVi vw fVMv v v. w . vk" v v ' ' bestragödie, die zum Tod des ersteren führte und auch den des Mädchens nach sich ziehen dürfte. Das Paar unterhielt seit einigen Monaten ein Liebesverhältniß, als eine andere Frau intervenirte und angeb liche frühere Rechte geltend machte. Tn& SNrtrt. WaiMnf Voiiiinn im nh " r"TZ T ' 'TZJZ jjiUU(C v?uiuuiuun u.iv it iiiuuyiwii dann einen Spapiergang. Sie suchten eine abaeleoene Stelle im Walde auf b f fe b aainen Nachmittag sdtc bci Seite. Als sich Leute näher mk b0 Mädchen die Flasche ssarhnmnr, Smmic entffob. von Verschiedenen der Neu - Ankommenden ' . zog einen Revolver und gab ' " ' 0 " h Schüsse auf sich ab, die äugen11 7 bcklichen Tod zur Folge hatten. N a m h a f t e T o d t e. ' New York, 21. Juni. Major heute in Jersey City an den Folgen einer Operation gestorben. Pond war in Cuba, N. , geboren. P i a u a. Obio. 21. Juni. MaI . ' " jor Stephan Johnson, 91, ift heute einer Lähmung erlegen. Er diente mit Auszeichnung im Bürgerkrieg und war Präfidenten-Wahlmann auf dem Lin-coln-Ticket. Er bekleidete auch CountyAemter und gehörte der Legislatur an. Gedächtnißfeier. Lafayette, Ind., 21. Juni. Heute wurde der 92. Jahrestag der Schlacht von Tippecanoe festlich begangen. Auf dem Uchlacytselde tand eine Gedächtnißfeier statt und die Soldaten?räber wurden geschmückt. General John C. Black aus Chicago hielt eine Ansvracbe. Batterie ..C" escortirte den General zum Schlachtfeld und feuerte an den Grabstätten der todten Krieger einen Salut ab.

C o l l i s i o n der Mass, ch u s e t t s. Boston, 2l. Juni. Das gestern Nachmittag von hier nach New tyoil adzefahrene Schlachtschiff Massachusetis" stieß Nachts, 27 Meilen vom Boston Leuchtschiff entfernt mit dem Holz-Schooner Martha F. Thomaston" zusammen. Der Schooner wurde in der Steuerbordseite getroffen und

leicht beschädigt; nach Aussage seines Capitäns war das Wetter klar und er konnte 4 Meilen weit sehen. Unmittelbar nach der Kollision wen dete die Massachusetts und folgte dem Schooner, um Beistand anzubieten. Nachdem sich dies als unnöthig erwies, setzte sie ihre Fahrt fort. Des Mordes überführt er Soldat. Omaha, Nebr., 21. Juni. Die Jury in dem Falle des Line Linnier, Compagnie I" des 25. Infanterie Regiments, welcher der Ermordung des Sergeanten Robert Nurs vom gleichen Regiment beschuldigt war, gab ihr Verdikt auf Mord im ersten Grade ab, sah jedoch in diesem Falle von der Todesstrafe ab. Das Verdikt lautete den Bundesgcsetzen gemäß auf ledenslängliche Einsperrung. Die Ermordung geschah am 17. April in Fort Niobrara, Neb. Geftändniß einer Gatten Mörderin. Pomeroy, Wis., 21. Juni. Amanda de Lartigue hat gestanden, daß sie ihren Gatten in der Nacht vom 23. Sept. 1902 mit einer Axt erschlug und die Leiche auf ihrer nahe gelegenen Farm begrub, wo man sie kürzlich fand. Die Frau behauptet, ihr Mann sei in jener Nacht an ihr Bett gekommen, habe ihr Leben bedroht und auf sie geschossen, worauf sie in Nothwehr zur Axt griff. Frau de Lartigue war 20 Jahre älter als ihr Gatte. L iebestragödie. L a u r e l , Del., 21. Juni. Hattie Atkins wurde gestern Nacht in ihrer Wohnung zu Salisbury, Md., von ihrem Geliebten Elmer Heath erschossen. Der Mörder gab darauf drei Schüffe auf sich selbst ab, die ihn bewußtlos niederstreckten. Er wurde in aller Eile nach dem Gefännisse überführt, um einem Lynchmorde vorzubeugen. Beide waren noch nicht 21 Jahre alt und sollten am Donnerstag heirathen. Fräulein Atkins löste die Verlobung, weil sie hörte, Heath habe seinem Arbeitgeber Geld gestohlen. Hagelstürme. Sedalia, Mo., 21. Juni. Ein verbeerender Hagelfturm wüthete heute Nachmittag in dieser Gegend. Hagelkörner von ungewöhnlicher Größe, die den Saaten großen Schaden zufügten, sielen. Lincoln, Nebr., 21. Juni. In Ost- und Mittel-Nebraska bei Hastings wütheten heute schwere Hagelftürme. Kleine Gebäude wurden zertrümmert und die Saaten 2 Meilen weit ruinirt. In der Nähe von Ulysses wurde ein Farmer vom Blitze erschlagen. Hanna und die VicePräsidentschaft. Cleveland, O., 21. Jni. Senator M. A. Hanna wiederholte heute in einem Interview seine kürzliche Erklärung, er sei kein Candidat für die Vice - Präsidentschaft und würde eine angebotene Nomination ablehnen. Er sagte weiter, sein Ehrgeiz liege nicht in der Richtung des Weißen Hau ses und nichts vermöge seinen Entschluß in der Angelegenheit zu ändern. Oberft M. T. Herrick, dessen Name gleichfalls in Verbindung mit der Vicepräfidentschaft genannt wurde, bezeichnete es als seinen einzigen Ehrgeiz, Gouverneur von Ohio zu werden. Als Hanna das Beispiel Roosevelt's bei der Vicepräsidentschaftsfragc entgegengehalten und ; bemerkt wurde, die Convention könnte ihm vielleicht die Nomination aufzwingen, erwiderte Hanna, Jeder, der ihn kenne, wisse, daß es nichts gebe, wozu man ihn zwingen könne. Armer Reicher. In Wien starb kürzlich der Großgrundbesitzer Barber-Neumann. Er war lange Zeit leidend und hatte sich mit einem Stäbe von Aerzten es waren ihrer zwölf umgeben. Oft fah man den kranken Mann im Prater spazieren fahren, gehüllt in Decken und Tücher, zwei Aerzte ihm gegenüber. In einem zweiten Wc gen folgten noch vier Aerzte. Nach kurzer Fahrt wurde Rast gemacht; die Aerzte tranken Sekt. Herr Barber-Neu-mann nahm ein Pülverchen. Zu seinen Herzbeschwerden kam noch ein sehr schmerzhaftes Ohrenleiden hinzu. Jetzt hat ihn der Tod erlöst.

Die Ekktrosyse.

Ihr schädlicher Einfluß auf Eisens röhren und Stahlstrukturen. kt. Louis' erröhren Vlektrische Rückleitungcn nd &lei6fltit)ungcn Pr Elektrolyten Immense Zerstörungen u' trditdliche 2 lrasz,va, innf,m,. Der Civilingenieur Brownell von Chicago hat im Auftrage der Stadt St. Louis eine Untersuchung über die elektrolytischen Einflüsse auf das dortige Wasserröhrensystem vorgenommen und hierüber einen Bericht geschrieben. der eine Menge Thatsachen von hohem wirthschaftlichem Werthe nicht nur für St. Louis allein, sondern für alle Großstädte mit elektrischen StraßenBahnbetrieben enthüllt. Die Elektrolyse ist ein chemischer Zersetzungsprozeß. dem metallische Flächen durch den abspringenden elektrischen Strom unterworfen sind. Ihre Wirkungen sind zumeist vermöge der in der Erde liegenden Rückleitungen des elektrischen Stromes der Trolleydrähte auf Wasserröhren und Gasröhren wahrnehmbar. obwohl alle metallischen Strukturen. die theilweise unter der Erde liegen, wie z. B. Stahlpfeiler von Brücken und Gebäuden, mehr oder minder elektrolytifch beeinflußt werden. Brownell hat in Bezug auf das St. Louiser Wasserröhrensystem durch sorgfältige Messungen den Umfang des elektrolytischen Einflusses festgestellt, den das dortige Wasserleitungs - System ausschließlich durch die Rückleitungen der Transit- und der Suburban-Bah-nen ausgesetzt ist. Der elektrische Strom wird von den Betriebshäusern in einer nominellen Stärke von 550 Volts geliefert. Viele der Linien sind meilenweit von den Kraftstationen entfernt. Mit den größeren Entfernungen steigt der Verlust des elektrischen Druckes, unv .oar ist es der Verlust an der negativen Seite (der TrolleyDraht ist positiv), welcher hier in Betracht kommt. Die Rückleitung des Stromes nach dem Betriebshause erfolgt durch die Schienen, die zu diesem Zwecke zusammengeschweißt sind. In den Straßen St. Louis', in welchen Geleise liegen, befinden sich gleichzeitig 174.77 Meilen Wasserröhren. Diese Röhren leiten die Elektrizität, die von den Schienen abspringt und an metallischen Gegenständen und Verbindungsröhren in den Erdboden eindringt, da die Gußschweitzungen ein unvollkommenes Bindemittel zwischen den Schienenenden bildm. Der elekirische Strom nimmt beim Ueberspringen von den Schienen auf du Rohren Elektrolyten aus der Erde auf, die in mehr oder minder starken Lösungen sich überall vorfinden. Die Feuchtigkeit der Erde, in Verbindung mit den verschiedenen Lösungen von Salzen. Schwefelverbindungen und Nitraten bildet gewöhnlich diese chemische Kombination. Wenn nun der Strom von den Schienen in die Erde geht, raubt er vermöge eines elektrisch-chemischen Vorganges den Schienen Metall, und wenn er von den Röhren nach den Schienen geht, raubt er das Metall d.en Röhren. Die Rate der elektrolytischen Zersetzung irgend eines Röhrensystems steht in gleichem Verhältniß zu der Elektrizität nach Amperes und der Zeitdauer, während welcher der Strom von der Oberfläche der Röhren abfließt. Das elektro-chemifche Aequivalent ist 0.00029 Gramm Eisen in der Ampere-Sekunde oder ein Verlust von 20 Pfund im Jahre von der Oberfläche einer Röhre, wenn ein Strom von einem Ampere von ihr aus in die Erde geht. Brownell führt an, daß er in Chicago eine gußeiserne Röhre aufgenommen habe, welche nur noch acht Prozent Eisen enthielt. Der Rest war zersetzt und so leicht wie Fichtenholz. Die Rückströmung der Elektrizität von den Wasserröhren nach den Betriebshäusern wird in St. Louis durch Befestigung starker kupferner Drähte an den Wasserröhren in der Nähe der Betriebshäuser zu erleichtern gesucht. Der größte Einwand gegen diese Praxis ist. daß sich durch sie positive Gebiete in der Nähe der Anzapfungsstelle bilden, in denen der Strom bis zu zwölf Amperes verstärkt wird und die Röhren einer schnellen Vernichtung ausgesetzt sind. Nach dem Ohm'schen Gesetz werden jährlich 122.980 Pfund Eisen von dem Wasservertheilungs-Röhren-System in der Hügelstadt" auf elektrolytischem Wege entfernt. Das einzige Mittel zur Abhilfe der fortschreitenden elektrolytischen Zersetzung sind die elektrische Schweitzung der Geleise und vollkommene Rücklaufsdrähte. Am besten aber wäre die Abschaffung der unterirdischen Rücklaufsdrähte und die Einführung des Doppel-Trolley-Systems. Cincmnati hat damit die Frage erfolgreich gelöst. Die Metropolitan Railway in der Stadt New York hat durch das pel-Trolley-System, eines der größten in den Ver. Staaten, ebenfalls keine Elektrizitäts-Verluste, während die Manhattan Elevated Railway ihren ganzen Bau durch Erd-Rücklaufs-drähte dem Verderben aussetzt. Die Straßenbahnen von Washington, D. C., haben zum weit größten Theil keine Verbindungsdrähte in der Erde. Busfals, N. F.. kann sich rühmen, die besten Schienenverbindungen und Rückleitungen zu besitzen. Der Eisenverlust an den Wasserröhren beträgt dort wenicitx als 24.000 Viund im ?5akre.

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