Indiana Tribüne, Volume 26, Number 254, Indianapolis, Marion County, 17 June 1903 — Page 3
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Kein Streik.
Abermals bekunden die Kohlen gröber Mäßigung. Die Beschlüsse der Conven tion den Besitzern genehm. Glänzender Schluß des Baltimore Sänger festes. Aussichten für den Panama-Bertrag bedenklich. Präsident als Gast der Universität von Virginien. Hommisiär Sargent über seine Beobachtungen. Die Hotel-Wirre in Chicago am Erlöschen. Ver. Grubenarbeiter. S c r a n t o n, Pa., 16. Juni. Präsident Mitchell's Rath ift befolgt und alles Gerede von einem Streik zum Schweigen gebracht. Die Convention der Hartkohlengräber beschloß heute, daß jeder Distrikt getrenntseine Vertre ter zur Versöhnungsbehörde zu wählen habe. Die Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt. Ferner wurde beschlossen, alle Beschwerden. anstatt sie jetzt zur Debatte zu stellen, vor die Versöhnungsbehörde zu bringen. Es ist kein Zweifel, daß die Grubenbesitzer mit der Entscheidung der Convention einverstanden sind. Präsident Mitchell berichtete der Convention, daß bis jetzt die KohlengräberLöhne nicht gestiegen seien, der Durchschnittspreis von Kohlen stand nicht höher als $4.52. Ende Juni wird der Durchschnittpreis 84.62 betragen und dies berechtigt dte Arteiter zu einer zweiprocentinen Erhöhung. Als Präsident Mitchell Nachmittags Baer's Botschaft ausrichtete, erscholl langanhaltender Beifall. Die Convention erwählte Mitchell als gefetzlichen Vertreter der Kohlengräber vor der Versöhnungsbehörde. Zum Schluß mahnte Mitchell die Arbeiter, im Intereffe an ihrer Gewerkschaft nicht zu erlahmen. Die Besitzer ließen später durch Präsident Geo. F. Baer, Reading Co., ankündigen, daß sie mit dem Vorgehen der Versammlung einverstanden seien. Das Wettsingen um den Kaiserpreis. Baltimore, 16. Juni. Bei der Probe für das Schlußkonzert des Sängerfestes waren heutte 5000 Sänger auf der Bühne ; Nachmittags fand das Wettsingen um den Kaiserpreis, die von Kaiser Wilhelm geschenkte Minnesänger-Statue im Werthe von 820,000, statt. Nachstehende Lieder, bei denen sich folgende Gesellschaften betheiligten, wurden gesungen : Einzelne Vereine, Elaste 1 : Kaiser Carl Nachts in San Just", von Hegar-Concordia, Wilkesbarre ; Eichenkranz. New Jork ; Harmonie, Philadelphia; Kreutzer Quartett-Club, New Äork; Philadelphia QuartettClub, Philadelphia. Stadt-Verbände, Classe 2 : Frühmorgens im Feld", von Chr. Burkhart. Ver. Sänger von Camdn, N. I. Ein Waldgesang", von Carl Heiser, Vereinigte Sänger von Hudson County, N. I. Der ewige Gesang", von E. Koellner, Vereinigte Sänger von Long Jskand City, N. VDer Wald-König", von Carl Heinrich Doering, Vereinigte Säng von Washington. Wettfingen um den Kaiserpreis: Das deutsche Volkslied", von Louis Victor Saar, Brooklyn; Columbia, Philadelphia; Junger Männerchor, Philadelphia; Philadelphia Quartett Club, Philadelphia; Sängerbund, Brooklyn, N. Y. Die Entscheidung der Preisrichter wird morgen Abend verkündet. Das Schluß-Concert fand Abends in der Armory Halle bei großem Andränge statt. Alle 9000 Sitze waren besetzt, Viele standen in den Durchgängen und Ecken der Halle. Auf der Bühne befanden sich 6000 Säuger; die stimmlichen und instrumentalen Vor trüge wurden mit einem hohen Grad künstlerischer Vollendung absolvirt. Das Publikum war von Anfang bis zu Ende begeistert, besonders beim Ge sang des Kaiser-Preis.Lied's". von folgenden Gesellschaften, die sich um den Kaiserpreis beworben, gesungen.
Arion von Broooklyn, N. Co
lumbia von Philadelphia, Junger Männerchor von Philadelphia, Philadelphia Quartett Club und Sängerbund von Brooklyn. N. Y. Nachstehend das Programm: Ouvertüre Lenore" No. 3, Beethoven, Orchester; Wald - Harfen", Schulz. Sopran-Solo, Männer-Chor und Orchester; Solo. Frl. Shanna Cumming, a) Schwäbisches Volkslied", arrangirt von vielter; b) Liebesbote". Angerer, Massen - Chöre; Abscheulicher, wo eilst Du hin", Arie aus Fidelo, Beethoven. Frl. Shanna Cumming: Kaiser Preislied", unter persönlicher Leitung des Componisten, Orchester a) Vergessen", Reuter, b) Muß I denn". Volkslied, arrangirt von Felamet, MannerChöre; Lied von Lansquenet, Kienzl, Cor und Orchester; Star Spangled Banner", vom ganzen Publikum gesungen: Das gesellschaftliche Ereigniß der Sängerfeft-Woche war das Bankett von heute Abend in der Halle des Germania Männerchor, wo der Sängerfeft-Ver-band 600 Mitglieder iv Eichenkranz von New Vork, des Concordla von Ost Brooklyn und des Jungen Männerchor von Philadelphia bewirthete. N r d - A m e r i k. SängerBund. S t. L o u i s. 16. Juni. In dem geräumigen Kunftgebäude auf dem Weltausftellungsplatze findet morgen Abend das erste der 4 großen Conzerte statt, aus welchen das 31. vom NordAmerika. Sängerbund veranstaltete Sängerseft besteht. Proben wurden heute in dem großen Auditorium abgehalten; Delegationen aus verschiedenen Städten und taufende von Gästen sind bereits eingetroffen. Während der nächsten 3 Tage werden 50,000 Fremde erwartet. Aussichten des Canal Vertrags. W ashington, 16. Juni. Wei tere Nachrichten an das Staats-Depar-tenient aus verschiedenen Quellen sind noch immer so widersprechend, daß nach hiesiger Ansicht die Aussichten für Annähme des Panama-Canal-Vertrags in Columbia zweifelhaft sind. Doch scheint die öffentliche Meinung jenes Landes der Annahme feindlich gesinnt und die günstige Stimmung nur auf die 3 Provinzen Panama, Cauca und Antiquoia. die den eigentlichen Isthmus von Panama ausmachen, beschränkt. In den Staaten des Innern, die keinen Vortheil vom IsthmusHandel zögen, macht sich den Berichten zuflöge wachsende Opposition bemerkbar. Präsident als Gast der Virginia Universität. Charlottesville, Va., 16. Juui. Präsident Roosevelt war heute der Gast der Universität von Virginien anläßlich ihrer 79. Gründungsfeier. Herr Roosevelt ift der dritte Präsident, der zum Besuche der von Thomas Jefferson begründeten Universität kam. Die beiden andern waren Hayes und Cleveland. Der Präsident war um i2 Uhr Vorm. mit Sonderzug angelangt. Die Feier ging in der öffentlichen Halle der Universität vor sich, wo Herr Roosevelt von den Studenten nach studentischer Wse begrüßt wurde. Nach einer kurzen Ansprache des Präsidenten wurden die verschiedenen Medaillen an die Studenten vertheilt. Bei einem sich anschließenden Gabelfrühstück brachte der Präsident den Toast aus die Ver. Staaten" aus: nachher wurde Monticello, Jefferlon's .Wohnsitz, besucht, der Präsident und seine Gattin zu Pferd, die übrige G ellschast in Wagen. W a s h i n g t o n , 16. Juni. Der Präsident und Frau Roosevelt kehrten kurz nach 10 Uhr ans Charlottesville zurück. Rasche Erledigung. W a s h i n g t o n, 16. Juni. Botschafter Clayton hat dem Staats-De-partement depeschirt, daß die mexikaNische Regierung gestern für ihn 81,420.682, Betrag der Pius-Fond-Entscheidung, deponirte. Noch niemals ift in einem Schiedsge-richts-Falle eine Verpflichtung rascher erfüllt worden. Das Geld wird dem Erzbischof Riordan, Bischof von San Francisco, überwiesen. Betrügerischer Postmeister. Washington, 16. Juni. Sekretär Moody ordnete heute die kriegsgerichtliche Procelsirung des HilfsPostmeisters Delano, der Unterschlagung von $1,800 beschuldigt, an.
C o m m i s s ä r Sargent zurück. W a s h j n g t o n. 16. Juni. F. R. Sargent, Gneral-Commissär der Einwanderung, ist noch Washington von einer langen Jnspektions-Tour der westlichen Einwanderung? - Stationen, einschließlich Honolulus und der canadischen Grenze, zurückgekehrt. In Honolulu fand Sargent Arbeitermangel; Experimente mit Portugiesen, Porto-Ricanern und amerikanischen Negern waren unbefriedigend. Die Pflanzer erklären die Chinesen für die Jdeal-Arbeiter in den ZuckerFeldern, weniger die Japaner, die sich sehr bald Stellen als geschulte" Arbeiter in den Städten zu erringen wissen. Mit den Verhältnissen an der canadischen Grenze war Sargent zufrieden. Daseurop. Geschwader. Washington, 16. Juni. Nach dem heute von Sekretär Moody verösfentlichten Programm für das europäische Geschwader in nordeuropaischen Gewässern, das jetzt vor Southampton liegt, erfolgt am 23. Abfahrt nach Kiel. Am 30. tritt das Geschwader die Rückfahrt an, um nach Portsmouth zu gehen und dort etwa bis zum 6. Juli zu bleiben. Coghlan nicht zu den Manövern. Washington, 16. Juni. Die Verhältnisse auf dem Isthmus und der Umstand, daß Cuba die Kohlenstationen bis jetzt noch nicht an Amerika abtrat, verlängern den Aufenthalt von Admiral Coghlan's Geschwader in den west-indischen Gewässern auf's Unbestimmte. Das Geschwader kann daher nicht an den Sommer-Manövern des Nord - Atlantischen Geschwaders theilnehmen. Der C a p l a n der M a i n e ". Neit Z)ork, 16. Juni. Rev. John Chadwick, Caplan in der Bun-des-Marine, Hut dem Präsidenten sein Abschiedsgesuch eingereicht. Zur Zeit der Explosion im Hafen von Havana war er Caplan auf der Bkaine". P oftamts Untersuchung. Washington, 16. Juni. Die Bundes-Grandjury nahm heute die Berathung der Postdepartements-Fälle wieder auf. Angeblich sollen gegen zwei weitere Persönlichkeiten Haftbefehle erlassen sein, deren Namen jedoch noch nicht bekannt sind. Der Fall von G. Lorenz. des früheren Postmeisters von Toledo, O.. der in Verbindung mit A. W. Machen genannt wurde, lag der Grandjury heute vor. Dewey'sNeffevordem Richter. Ft. F r a n c i s, Kas.. 16. Juni. Unter starker militärischer Bewachung wurden heute Chancey Dewey und Genossen dem Richter zum Vorverhör vorgeführt. Die Gefangenen sind beschuldigt. Daniel Berry und seine beiden Söhne letzte Woche ermordet zu haben. Es wurden verschiedene Cowboys von Dewey vernommen und zwei davcn. welche die Beantwortung von Fragen ablehnten, wegen Mißachtung des Gerichts in's Gefängniß gesandt. Zu Ende. Chicago. 16. Juni. So viele
Kellner und andere Bedienstete sind bereits wieder zur Arbeit zurückgekehrt, daß fast alle Restaurants und Cafes ihre Thüren wieder öffnen konnten oder morgen den Betrieb wieder beginnen werden. Ein Abkommen mit dem Verbände der Hotel- und Restaurantbefitzer zur Beendigung des Streiks soll gesichert sein. Das Unglück von Heppner. S p o k a n e . Wash.. 16. Juni. Nach Nachrichten aus Heppner, Ore., find bis heute Morgen 200 Leichen gefunden. Die Zahl der Todten wird jetzt auf 400 angegeben; die Mehrzahl entfällt auf Heppner selbst, da in dem Thale unterhalb der Stadt nur Wenige umgekommen sein dürften. Die Zahl der Verletzten ift verhältnißmäßig klein. The Dalles, Or., 16. Juni. Nach einer Telsphonbotschaft aus Jone zeigen die letzten Funde unter den Trümmern zu Heppner, daß der Verluft an Leben die anfänglichen Schätzungen bedeutend übersteigt. MindeftenS 500 find um'S Leben gekommen. Das Hochwasser. S t. L o u i s, 16. Juni. Die rasche Abnahme der Hochfluth in den letzten Tagen hat eS der Mehrheit der Bahnen ermöglicht. Passagierzüge vom Union Bahnhof wieder abzulassen. Der Fluß ift in den letzten 24 Stunden um nahezu 2 Fuß gefallen.
Marcum-Proceß. Jackson. Ky.. 16. Juni. Bei den heutigen Verhandlungen gegen die der Ermordung Marcum's angeklagten Jett und White wurden Dr. Kash und andere Entlastungszeugen vernommen, darunter auch County-Richter Hargis, Onkel von Jett und das berüchtigte Haupt ver Hargis-Faktion. B. L. Emen und Familie befinden sich noch immer im hiesigen Militär-Lager und sind für die Bemühungen der Soldaten, der Presse und Anderer, ihnen wieder zu einem Heim zu verhelfen, sehr erkenntlich. Beiträge aus allen Theilen Kentucky'ö sowie aus anderen Staaten laufen ein. Die Grandjury empfahl Freilassung ion 2 der Niederdrennung von Ewen's Hotels Verdächtigen und es dürfte überhaupt schwerlich Jemand angeklagt werden. Die geheime Abreise eines Theils der Familie mtn und Vorbereitungen für diejenige der Übrigen Mitglieder zeigt, daß sein Leben selbst nach Zerstörung all's seines Eigenthums nicht für sicher gilt. Bemerkenswerth war, daß sich heute alle die Zeugen für die Vertheidigung freiwillig meldeten, welche die Staatsanwaltschaft durch Truppen suchen ließ und die sich in den Bergen versteckt hatten, ohne gefunden werden zu können. JnLynch-Gefahr. Mays vi lle, Ky., 16. Juni. Die drei Neger, welche des mörderischen Angriffs aus die Fowler Familie beschuldigt sind, kamen heute unter militärischer Bedeckung an und wurden dann in's Courthaus geführt. Aus der Umgegend hat sich eine große Menge eingefunden, welche die Gefangenen ohne Anwesenheit der Miliz gelyncht hätte. Courthaus und Gefängniß werden Nachts von Truppen bewacht; beide Plätze sind von großen Menschen. Haufen umgeben.
Schiffsnachrichten. Angekommen. Cherbourg: Kronprinz Wilhelm" von New York. New York: Mongolian, von Glasgow. Glasgow: Astoria" von New York. Antwerpen: Kroonland" von New York. New York: Friedrich der Große" von Bremen; Lahn" von Neapel; Kaiser Wilhelm II." von Bremen; Lombardia" von Genua. Southampton: Manitou" von New York. Abgefahren: Liverpool: Oceanic" nach New York; Saxonia" nach Boston. New York: Kaiser Wilhelm der Große" nach Bremen. Kurze Depeschen. Ausland. 16. Juni. Berlin. Prinz Wied wurde auf dem Tempelhofer Felde vom Pferde geworfen und erlitt eine Verletzung am Baine. Ottawa. Der amerikanische General-Consul Turner hat nach Washington seinen Rücktritt telegraphisch angekündigt. London. Vcr der morgigen Abreise Sir Thomas Lipton nach America gab G. T. Wilson ein Diner, an dem namhafte Amerikaner und Briten theilnahmen. Base-Ba. American-Association. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Indianapolis, 16. Juni. Indianapolis. 00400000 0 4 Minneapolis ..00000000 00 Louisville, 16. Juni. Louisville ....02100001 04 St. Paul ....09000030 12 ColumbuS, O., 16. Juni. Columbus 100020 03 KansaS City 1 0 1 0 0 0 1 3 Toledo, 16. Juni. Toledo 00000140 05 Milwaukee ...0 0 1 1 2 3 0 2 413 National-Liga. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Pittsburg, 16. Juni. Pittsburg.... 00003102 6 Chicago 030000000 3 Philadelphia, 16. Juni. Philadel. 0 0001000000 12 NewYorkO 0001 0000 000 1 Sonst keine Spiele.
Allerlei silr'ö ni3.
? Kleider säume von hellrn Kleidern reinigt man, indem mon sie mtt Brod abreibt. Dunkele Klei- ! versäume bürstet man mit dünnem Kaffee, Kaffeesatz, den man mit Regenwasser aufgekocht hat. Bei dunkelen Stoffen bürstet man den Schmutz an Kleidersäumen mit dünnem Kaffee ab. Schwarze Kleiderröcke, die grau und staubig geworden1, zieht man nach dem gründlichen Bürsten auf ein Plättbrett und wäscht mit einem reinen Schwämme mit SalmiakWasser (Wasser und Salmiak zu gleichen Theilen) von oben bis unten ab, legt ein Tuch über den Kleiderrock, plättet ihn leicht und hängt ihn zum völligen Trocknen über einen Kleiderbügel. T a b a k f l e ck e. In den Taschentüchern leidenschaftlicher Tabakraucher finden sich manchmal Tabakflecke. Die Taschentücher sind, wie andere, zunächst in kaltem, oft erneutem Wasser einzuweichen, auszuspülen und dann wie gewöhnlich zu waschen. Danach reibt man sie tüchtig mit einer Mischung von Eigelb und gutem Spiritus ein, läßt sie 30 bis 40 Minuten weichen, wäscht darauf die Flecke mit gewöhnlichem Brannttoein, dann mit heißem, klarem Wasser und spült sie sehr oft und gründlich, damit keine Spur von Spiritusdunst zurückbleibt. Desinfektion. 1. Der Haut: Abwäschen mit Sublimatseife oder mit gewöhnlicher Seife und darauf Einreiben von 2 Zprozentigem Carbolwasser. 2. Der Leibwäsche: Einlegen in 5prozentiges Carbolwasser 6 bis 8 Stunden lang; tüchtiges Aus kochen. 3. Der Aleider, Betten etc.: Trockenes, stundenlanges Erhitzen. 4. Der Fußboden: Abwäschen mit fünfprozentigem Carbolwasser oder IslOprozentigem Sublimatwasser. 5. Der Geschirre, Spucknäpfe u. dergl.: Ausbrühen mit lebhaft kochendem Wasser; Ausspülen mit 5prozentigem Carbolwasser; 6. Der Zimmer: Erst längere Zeit Zugluft machen; dann durch Verbrennung von Schwefel in metallener Schale (bei festem Verschluß aller Fenster, Thüren, Oefen) tüchtig ausschwefeln (ohne AnWesenheit von Personen), dann durch Zugluft reinigen. Ein gutes Bleichmittel für Wäsche bietet uns der altmodische Pfeifenton, der früher viel zum Entfernen der Fettflecke von ungestrichenen weißen Holzfußböden benutzt wurde. Man verrührt den Pfeifenton mit schaumig geschlagenem Seifenwasser von weißer Kernseife, gibt zwei Löffel Terpentin, ebensoviel Borax hinzu und wäscht hiermit die Wäsche. "t man vorher einmal auf gewöhnliche Weise vorgewaschen hat, völlig rein. Dann spült man sie, läßt sie über Nacht in mit Pft'fcnthon (Fuller's Earth) versetztem Wasser liegen und spült sie am anderen Morgen zum zweiten Mal, blaut sie und vollendet sie wie gewöhnlich. Gardinen zu waschen. Die Gardinen schüttelt man zuerst gut aus, damit so viel wie möglich der Staub herauskommt. Dann faltet man sie zusammen, giebt sie in den Waschbehälter und läßt einfach kaltes Wasser darauf laufen. Nach mehreren Stunden drückt man mit den flachen Händen nur immer auf den Stoß Vorhänge und läßt zwischendurch das Wasser wieder hindurchdringen. Nach fünf Minuten läßt man die Brühe ablaufen. Nun wiederholt man dies. Dann schabt man ein halbes Stück Seife in eine Vlechschüssel, rührt das mit kochendem Wasser an und stellt es auf den Ofen, bis alles gelöst ist. Ueber die Gardinen läßt man nun warmes Wasser laufen und giebt lösfelweise von der Seifenbrühe hinein, bis alles gleichmäßig vermischt ist. So läßt man es bis nächsten Morgen siehen und nimmt nun wiederum das Kneten und Drücken mit der flachen Hand vor. Dieselbe Prozedur wird mit immer neuem (kochendem) Wasser so lange wiederholt, bis die Brühe weiß bleibt. Nun erst faltet man einen Vorhang nach dem anderen auseinander und reibt ihn sanft zwischen den Händen durch. In den Waschkessel giebt man kaltes Wasser, Seife, wie oben vorbereite!, und einen Eßlöffel reinen Borax und kocht die Gardinen darin. Dann schwenkt man sie durch mehrere Wasser, drückt sie leicht aus und hängt sie auf. Silbersachen zu reinigen. Das einfachste und sauberste Mittel zu diesem Zweck ist unterschwefligsaures Natron. Dieses wirkt schnell und ist billig sowie unschädlich. Ein Läppchen oder eine weiche Bürste, mit einer concentrirten Lösung des unterschwefligsauren Natrons befeuchtet, reinigt selbst stark oxydirte Silberflächen in wenigen Sekunden. B o d e n l a ck. Einen schönen bau erhasten Glanzlack für tannene Fußböden bereitet man folgendermaßen: Man weicht 1 Pfund Schellack in iy2 Quart Spiritus zwei Tage vor dem Gebrauch ein und läßt es zugedeckt ftehen, muß es aber bisweilen umrühren. Vor dem Gebrauch rührt man 1 Pfund Goldocker mit Vfa Unzen Terpentin (nicht Oel) und etwas Spiritus glatt und vermischt dies mit der Schellacklösung. Dieser Lack trocknet rasch, hat einen schönen Glanz und kann mit Wasser abgewaschen werden. Er muß zweimal aufgestrichen werden, dick und gleichmäßig die Dielen entlang.
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