Indiana Tribüne, Volume 26, Number 247, Indianapolis, Marion County, 9 June 1903 — Page 6
Indianer Uribünc, Juni 1903.
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Europäische Nachrichten. Provinz f&olcn. Posen. Die im Jahre 1887 gegründete Posener Morgenzeiiung" hat ihr Erscheinen eingestellt. Lanorichter Magener ist zum Landgerichtsrath ernannt worden. Birnbaum. Zum Vorsteher der hiesigen paritätischen Praparandenanstatt wurde Lehrer Krooß vom Schullehrerseminar Paradies ernannt. B o l e w i tz. Das alte Schulhe.'s brannte vollständig nieder. B r o m b e r g. Im Hause des Kaufmanns Pulvermacher, DanzigerStraße 159, brannte der Dachstuhl und die zweite Etage nieder. Eichenhagen. Hier verunglückte die Frau des Arbeiters Johann Fratzke. Sie ging auf den Boden, um etwas zu besorgen, dabei brach sie durch die morsche Decke, fiel in den offenstehenden Keller und erlitt so schwere Vecletzungen, daß sie starb. Grofi - Kruscha. Einen Unfall mit tödtlichem Ausgange erlitt der 16jährige Scharwerker Martin Switck im hiesigen Dominium. Switek hatte ein Pferd angespannt und war im Begriff loszufahren, indem er das Pferd am Zügel führte. Dicses scheute aber und ging durch. Switek gerieth dabei unter dieRäder, die ihm über die Brust gingen. Er war sofort todt. Krone a. B. Die seit dem 18. December v. I. verschwundene früh? Gesin'oevermietherin Apollonia Zielinski von hier ist von Flößern in Trischin aus der Brahe aezoqen worden. Leuten. Hier brach in einem Viehstall des Dominiums, muthmaßlich durch Umfal.en einer Petroleumlampe, Feuer aus, wobei der im Stall weilende Wächter seinen Tod fand. M o g i l n o. Die Strafkammer in Gnesen verurtheilte den Kaufmann Stark Hierselbst, den Inhaber der in Eonkurs gerathenen polnischenParzellirungsbank, wegen Betruges und Wechselfälschungen zu sechs Jahren Gefängniß und 1500 Mark Geldstrafe. Neu - Wustrow. Der wegen Urkundenfälschung von der Staatsanwaltschaft Schneidemühl steckbrieflich verfolgte Fiscbereipächter August Bork von hier wurde in Zürich verhaftet und an die deutschen Behörden ausasliefert. roninz Sachlen. Magdeburg. Dem RegierungsPräsidenten von Arnstedt wurde bis nachgesuchte Entlassung aus vtm Staatsdienste mi; Pension und unter
Verleihuna des Charakters als Wirklicher Geheimer Ober-Regierungsrath mit dem Range eines Rathes erster Klasse ertheilt Die Fabrik ätherischer Oele und Enenzen von Sedte & Co. beging ihr 25jähriges Bestehen. Lehrer Erdmann von der zweiten Volksknabenschule ist in den Ruhestand getreten. Demselben wurde der Adler der Inhaber des Hausordens von Hohenzollern verliehen. Aschersleben. Commerzienrath G. Ramdohr Hierselbst hat der hiesigen Stephanikirche zur Beschaffung eines neuen Altars 10,000 Mark geschenkt. B r e h n a. Der Hebamme Sophie Rüdiger Hierselbst, die 40 Jahre in ihrem Beruf thätig ist, wurde eine goldzne Brosche verliehen. Erfurt. Dem Kanzleisekretär Hermann Günther hier wurde da Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. H a ll e. Dem Geheimen Postrath Hermann Rettig wurde der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife verliehen. H e r z e f e l d e. Ein größeres Feuer äscherte das Gehöft des Gastwirths Baum ein. Der Mobiliarschaden ist sehr bedeutend. Hötensleben. Hauptlehrer Bode, der seit langen Jahren die Leitung der hiesigen evangelischen Schule in Händen hat, beabsichtigt, in den Ruhestand zu treten. Jersleben. Dem Lehrn und Kantor Albert Brauns ist gelegentlich seiner Versetzung in den Ruhestand der Hohenzollern'sche Haus-Orden verliehen worden. Nordhausen. Dem aus dem Kreistage ausscheidenden KreistagsAbgeo rdneten Mühlenbesitzer H.Hirschselb überreichte Landrath Schäper den Kronenorden. Merseburg. Dem Prokurator des hiesigen Domstifts August Klingelstein wurde der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen. S t e n d a l. Die Strafkammer verurtheilte denAckermann Friedrich Zapf wegen Fälschung einer Quittung zu einem Jahr Zuchthaus. Wernigerode. Dem Waldwärter Riemenschneider und Holzhauer Riemenschneider wurde aus Anlaß ihres 50jährigen Dienstjubiläums das ihnen verliehene Allgemeine Chrenzeichen, sowie ein Geldgeschenk des Fürsten Christian Ernst überreicht. roVinz nnoocr. Hannover. Dem Statwnsverwalter Friedrich Wilke wurde aus Anlaß des Uebertritts in den Ruhestand der Kronenorden 4. Klasse verliehen. Dem Amtsgerichtsrath a. D. O. Jordan Hierselbst ist der Rothe AdlerOrden 3. Klasse mit Schleife verliehen worden. Jhr25jähriges Mietherjubiläum feierten: Glasermeister WilHelm Meinecke, Oster - Straße 31, und Klempnermeister Hermann Bieth. Gr. Wall - Straße 4. Dem Consistorialbaumeister Professor Karl Moor-
mann Ist der Rothe Adler Orden 4. Klasse verliehen worden. Achim. Von der Strafkammer in Verden wurde der frühere Stationsgehilfe Allhusen von hier wegen Unterschlagung zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Göttinqen. Der Oberlehrerin unferer Mädchen - Hochchule, Sophie Meier, wurde das silberne Frauenverdienstkreuz am weißen Bande verliehen. Hildesheim. Dem Dom - Dechanten und General - Vikar Friedrich Hugo hierselbst ist der Rothe AdlerOrden dritter Klasse mit Schleife verliehen worden. -- Das hiesige Landgericht verurtheilte den Pferdeschlächter Conrad Ahrens wegen Diebstahls zu 5 Jahren Zuchthaus, seine Frau wegen Hehlerei zu 6 Monaten Gefängniß. -- Vermißt wird der Kaufmann Adolf Waßmann hierselbst. Lehrte. Der frühere Erdbau-Unternehmer, Klünder, wurde in seiner Wohnung verhaftet. Ein in Müllingen bei Hannover ausgeführter Einbruchsdiebstahl, bei welchem der Verhaftete überrascht und erkannt war, hatte dazu Anlaß gegeben. Northeim. Oberlandmesser Ludwig Hedler erhielt den Kronenorden dritter Klasse. Springe. Der hiesige Kreisbote Loth feierte sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Sarstedt. Zum Kantor und zweiten Lehrer an der evangelischen Volksschule ist der bisherige Organist und dritte Lehrer Martens gewählt worden. Scharmbeckstodel. Von einem Feuer zerstört wurden zwei Wohnhäuser, zwei Scheunen mit allen Erntevorräthen und ein Backhaus der Höfe Scknarz und Finken hier. Soltau. Der Gerichts - Assessor Dr. Kracke in Hannover ist dem hiesigen Amtsgericht als Hilfsrichter überwiesen worden. Stolzenau. In Müsleringen brannte das Haus des Tischlermeisters Scheumann mit einem als Werkstatt dienendem Nebengebäude nieder. Wilhelmshaven. Marineintendanturassessor Greß ist zum Marineintendanturrath ernannt worden. Wittmund. In dem Platzgebäude des Landwirthes A. Chr. Jürgens zu Till, Gemeinde Hovel, entstand Feuer, das so schnell um sich griff, daß nur wenig von dem werthvollen Viehbestände gerettet werden konnte. Provinz Westfalen Camen. Der Bergmann und frühere Gärtner Aug. Brandt wurde vom hiesigen Bürger - Schützenderein zum Kastellan des neuerrichteten Wirthschaftsgebäudes in der Schützenheide gewählt. Castrop. Ueberfallen und beraubt wurde der Bergmann Friedrich aus Hiltrop. Dortmund. In der Nacht erhängte sich in der Neuen Grabenstraße ein Neger Namens Pluto di Faria. Derselbe war Artist und längere Zeit ohne Engagement. -- Der Rentner Herr David Dietrich Detmar Lemberg hier, Ostwall 46, feierte mit seiner Frau Friederike Henriette Charlotte, geb. Schütz, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Habinghorst. Der aus ganz geringfügigen Ursachen von dem Angestellten des Karousselbesitzers Thies Namens Mav mit einer Eisenstange zu Boden geschlagene Arbeiter Morcemski ist gestorben. Hagen. Das Essener Theater giebt seine Beziehungen mit Münster auf. Für die nächste Saison wird Hagen als Filiale übernommen. Herne. Der etwa 45 Jahre alte Bergmann Olschewski von hier wurde von einem Metzgergefährt aus Datteln überfahren. Olschewski trug erhebliche Verletzungen davon. Höchsten. In tiefe Trauer ist die Familie Karl Fromme von hier versetzt. Auf Zeche "Gottessegen" gerieth ihr Sohn Emil unter schwere Gesteinsmassen, welchen den Tod zur Folge hatten. Hörde. Durch Steinfall aus dem Hangenden wurden die Bergleute Fritz Schulte von hier und Schröder aus Schüren nicht unerheblich im Rücken, an der Schulter und Brust verletzt. Holthausener - Bruch. Durch Feuersbrunst wurde die an der Emscherthal - Bahnlinie gelegene Besitzung des Bergmanns Joh Schriewer eingeäschert.
Ein Original ist im StadtHospital zu Louisville in der Person des Major I. Washington Wann aus dem Leben geschieden. Seit vielen Jahren war Wann auf den Straßen der Stadt eine typische Erscheinung. Er kam, nachdem er als Conföderirter den Krieg mitgemacht hatte, aus dem Süden nach Louisville. Angeblich hat eine häusliche Tragödie gleich nach dem Kriege sein Leben verbittert, doch wollte der Verstorbene nicht davon reden. Regelmäßige Beschäftigung hatte er nicht, doch war er als Copist und dergleichen gelegentlich im Cosrthaus beschäftigt. .Von Politikern wurde er oft zum Ästen gehalten, da er regelmäßig als Candidat" für den Mayorsposten auftrat, und zwar als Unabhängiger". Stets trug er Blumen im Knopfloch, die in starkem Gegensatz zu seinem schäbigen Anzug standen. Major Wann erreichte ein Alter von 65 Jahren.
IFeifc Laverlack's Lchreivevrief.
90. Geöhrter Mister Edit?r! Diesen hier Schreibebrief hen Se aus die Juneitet Stehts kriegt, awwer Sie hen mehbie schon an die Juh S. Pohstetschstemp genohtist, daß der Brief in dies hier Kontrie gemehlt worde is. Ich hen cn Dag in Neijohrk gestappt, for mich t wenig uffzukliene un uffzustrehtene un mich zu erhole, bikahs ich kann Jhne sage, so en Tripp is doch en ariger Batter un en große Strehn an en Feller seine Nöhrfs un an sein Spiritt un weil ich grad von Spiritts spreche, do muß ich Jhne sage, daß ich zu allererscht in en Biersaluhn gange sin un en Schuhner Bier abgebisse hen. for den mer den Hut tippe un Haudiduh fft muß. ch sin so hatt un so drei gewese. daß das Bier ordentlich gezischt Hot. wie es meine Gorgel enunner gelaufe is. Ich sin schuhr, es war die höchste Zeit, daß ebbes Flüssiges in mei Jnseit komme is, sonst wär mein Beuler ecksplodet un die ganze Schuhtingmätsch wär in die Luft gefloge. Wie ich so mein innere Mensche in e gute Sckehp gebracht hatt, do hen ich gedenkt, daß es auch mei Lucks von die Autseit ganz gehörig impruhfe deht, wenn ich emol en Barber sehn deht. Wisse Se. es wäre doch jetzt schon puttiniehr zwei Woche, seitdem ich kein Rehser mehr in mei Fehs gehabt hen un do könne Se imatschinne, daß ich do nit zu meine Ettwentetsch geguckt hen. Wie ich zu den Barber komme sin, do Hot der gesagt, er wär sorrie, daß er heut nit an mich warte könnt, awwer er hätt' gerad e Halme Stund zurück sein Lahnmoher in den Riepehrschapp geschickt. Ich hen gesagt: Stapp juhr Kidden, un gewwe Se mich en Schehf. ich hen mich schon e Lahdschingruhm yerennt un will nit iwwer Nacht bei Jhne stehn. Do Hot er gesagt: Ahlrecht, awwer uerscht hen ich e Pehper seine müsse, daß ich for alle Rehsers, wo er an mei Fehs ruhinne deht, bezahle wollt. Mister Edithor, hen Sie schon emol cn Lahnmoher iwwer e Lahn geronnt, wo Gras von e drei Woche Standing gewese is! Den Weg bot's gefühlt, wie der Barber mit sein Rehser in meine Wißkersch erumgefuhrwerkt is. Ich hen noch nie nit so Pehns gesoffert, wie bei den Schehf un ich hen schließlich gesagt: Sie sin kein Barber, Sie sin enButscher; wann Sie Miet schappe wolle, dann suche Se sich e anneres Pies wie mei Fehs". Well, wie ich mein erschte Schehf gehabt hen, Hot er mei Fehs noch emol geleddert, und is noch emol driwwer gange, for auszubutze, wie er gesagt Hot. Mei Fehs Hot so sohr als wann mich's einer mit so en recht roffe Brickstein abgerobbt hätt. Der Unmensch von Barber Hot sich dann noch emol zu en Schehf herabgelosse un dann hen ich awwer auch nicks mehr stende könne. Ich hen gefiehlt, als wann mei Fehs mit e Reibeise schon recht sohr gemacht worn wär un dann wär rother Pepper druff gestreut worde. Dann hen ich mich auch en Heerkott gewwe losse. Der Barber Hot gesagt, wann er noch e Dotzend so harter Kostiemersch hätt, wie mich, dann müßt er sein Arm in Schinkels trage. Ich hätt' ja nit mehr viel Haar, das wär gut genug, awwer mein Bahlhett, der hätt so e pertickeler Schehp. daß er en harte Schapp hätt, all die fähnzieTrimmings erauszukriege. Wie ich endlich fertig gewese sin, $0 hen ich ihn zwei Dahler bezahle misse un der Barber sagt, do könnt ich noch verdollt froh sein, daß er mich nit mehr tschahrtsche deht. bikahs in die Zeit. wo er an mich gewehst hätt, do könnt er ihsig fünfundzwanzig annere Kostiemersch schehfe, mitaus daß er Blistersch in die Hand kriege deht, wie bei mich. Ich muß sage, so en ausverschämte Kunne hen ich in mei ganzes Lewe noch nit gesehn. Ich hen awwer mein Meind uffgemacht, daß ich mich von jetzt an selbst schehfe deht. dann brauch ich doch kein anneres Rinooreh mehr. Ich sin dann noch emol zu den Saluhnwerth aange un hen den gefragt, wo mer so e Selfrehser kaufe kann. Das Rindvieh Hot gedenkt ich wollt Jhst kaufe un Hot mich in die Behkerie geschickt. Mit große Müh hen ich endlich ausqefunne. wo ich so en Instrument kaufe hen könne UN ich hen mich eins for drei Dahler getäckelt. Der Stohrkiepcr Hot gesagt, e Kind könnt die Maschienerie händele UN könnt sich en schmuhteSchehf gewwe un die Eckspenses for so en Schehf, die dehte zu nattings emaunte. Sehn Se, das is wag ich hen hawwe wolle. Ich hen ordentlich praut gefiehlt. daß ich jetzt so e Instrument geeignet hen. Ich sin schuhr, der Christ Hot so ebbes noch nie nit gesehn. Am nächste Dag hen ich genohtißt, daß meine Wißkersch schon Widder eraus komme sin. Bei Galle, hen ich gedenkt, jetzt werd awwer emol e Treijel mit mein Rehser ge-
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macht. Ich hen mich mei Fehs einge sift, daß der Sckaum zwei Zoll hoch an mei Skinn gewese is. Bei Mißtehk hen ich auch die Sohp in mei Eis un in meine Speiseanstalt geschmiert un das Hot schrecklich gefiehlt. Dann hen ich mit kratze gestart. Bei Mißtehk ben ich immer den ronge Weg gestricke un do Hot dzs Rehser nit geketscht. Dann hen ich das Messer e wenig different gesetzt und dann Hot's geketscht. Ei tell juh, es is srecklich gewese. Mei Schkinn Hot in Fetze erunner gehängt un die Spitz von mei Nohs is abgeflöge. Sie hätte emol das Blut sehn solle. Eckiäcklie als wann e Pick gesteche werd. Ich hen for Help gehallert un die Piebels wo herbeikomme sin, hen gedenkt, ich hätt en Suhseit kammitte wolle. Se hen en Tackter geholt un der Hot mich uffgepätscht un uffgepttstert, daß ich geguckt hen als wann ich von en Eckspreßirehn drei Meile weit geschleift worde wär. Wie der Viehsischen mit mich dorch war, do hen ich mich emol in den Spiegel betracht. Awwer wie hen ich geguckt? Wie-en Friek. wo aus en Zerkus-Seit-schoh fortgelaufe is, wie en Indien, wo sich Hot tättuhe losse, mit einem Wort, wie en halbgeschehfter Esel. Ich denke, ich muß mich doch noch e wenig mehr Jnformehschen kriege, befor daß ich noch emol mein Rebser täckele. Mit beste RicgahrdL, Juhrs Trulie. Meik Habersack. Eskweier un Sheriff von Apple JaS Holie Terrer Kauntie. Der stieg nde Mensch. Ob der Mensch das Fliegen lernen wird, ist eine Frage, die seit Jahrzehnten die Technik und das öffentliche Interesse lebhaft beschäftigt. Die gegenwärtige Lage auf diesem Gebiet ist etwa folgende: Es ist außer Zweifel gestellt, daß große Gewichte ohne Hilfe eines Ballons getragen und schnell in der Luft vorwärts bewegt werden können. Ein Verständniß dafür kann man aus dem gewöhnlichen Taschenspielerkunststück gewinnen: eine Spielkarte von einem Ende eines großen Saales bis zum anderen zu werfen. Wenn die Karte so geworfen wird, daß sie flach auf der Luft liegt und auch so bleibt, so wird die ihr mitgegebene Kraft sie in ziemlich gleicher Höhe über der Erde auf eine erstaunlich weiteEntfernung forttreiben, und wenn sie beim Fortschnellen ein klein wenig aufwärts gerichtet wird, so wird sie mit einer Schnelligkeit steigen, die fast der Schwerkraft zu widersprechen scheint. Vor 12 Jahren begann Otto Lilienthal durch seine Versuche bei Berlin die sich daraus ergebenden Grundsätze auf den menschlichen Flug anzuwenden. Er brachte seinen Körper gleichsam zwischen zwei geworfenen Karten von erheblicher Größe an, indem er zwei große Flächen gleich Flügeln ausbreitete und einen dritten als Schwanz wählte, sie etwas von vorn nach hinten aufwärts richtete und dann mit dem Apparat einen kleinen Hügel schnell hinablief. Er erzeugte dadurch die Wirkung der geworfenen Karte und erreichte infolgedessen auch den entsprechenden Erfolg. Der Druck der Luft auf der Unterseite seiner Flügel hob ihn von der Erde auf, und der durch das Laufen erzeugte Stoß genügte, ihn auf beträchtliche Entfernung durch die Luft schweben zu lassen. Nach ihm beschäftigte sich Professor Langley sehr eingehend mit der Frage des Flugs und kam zu dem nach ihm benannten Gesetz, wonach um so geringere Kraft zur Erhaltung einer FlugMaschine in der Luft nöthig ist, je schneller sie fliegt. Ebenso wie es am sichersten ist, über dünnes Eis schnell zu laufen, so ist es auch das Sicherste, über dünne Luft schnell Hinwegzugleiten. Da geworfene Karten am schnellsten fliegen, wenn sie fast völlig parallel mit der Erde gerichtet sind, so soll auch eine Flugmaschine nur einen Neigungswinkel von 2 Grad mit de? Erdoberfläche erhalten. Alsdann kann eine Maschine von einer Pferdestärke ein Gewicht von etwa 200 Pfund mit einer Geschwindigkeit von 65 Fuß in der Sekunde durch die Luft treiben. Danach wäre selbst einem ziemlich wohlbeleibten Menschen die Möglichkeit des Flugs gegeben, denn er würde sich nicht nur in der Luft halten, sondern auch sehr schnell darin bewegen können. Aber nun kommt die Schwierigkeit. Wir können aufsteigen, wir können vorwärts fliegen, aber wir können nicht stillhalten. Wir sind gleich Vögeln, die niemals sicher wären, nicht in der Luft plötzlich cuf den Rücken zu fallen und ihre Flüqel auße- Thätigkeit gesetzt zu sehen, ähnlich einem auf dem Rücken liegenden Käfer. Dieser Mangel hatte auch das unglückliche Ende Lilienthals im Jahre 1896 zur ffolge. und aus gleichem Grunde sieht sich Hiram Marim genöthigt, seine kostbare Flugmaschine, die nach der Theorie ausgezeichnet fliegen würde, vorläufig noch im Schuppen zu halten, da er sie nicht einem mißglückten Versuch aussetzen will. Möglicherweise kann die Kunst des Vogels erlernt werden, sich dem fortgesetzten Wechsel des Drucks und der Richtung in den zahllosen kleinen Luftströmungen anzupassen, die einen Wind zusammensetzen, aber jedenfalls nur mit großen Lebensgefahren. Vielleicht wendet sich die Waghalsigkeit, die sich jetzt in so überschwänglichem Maße im Hochgebirgssport bethätigt, einmal diesem Gebiet u und bringt uns dann zu einem bisher nicht erreichten Erfolg.
I n d e r N ä h e vc . K r i e g Hafens von Karthago wurden 1500 Steinkugeln und 20,000 Schleuderkugeln aus gebrannter Erde gefunden. Man hat es hier sicher mit einer Munitionsniederlage d-r im Jahre 146 von Scipio zerstörten punischen Stadt zu thun. Auf einigen Kugeln entdeckte man Buchstaben des punischen Alphabets aus dem 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Eine F a m i l isul - Tra zsdie hat sich in Magdeburg abgespielt. Die SchuhmachersfrauBartels erdrosselte aus Verzweiflung über den bevorstehenden Tod ihres schwerkranken Mannes ihre vierjährige Tochter und ertränkte ihr einjähriges Söhnchen im Wassereimer. Schließlich erhängte die unglückliche Frau sich selbst an der Thürlinke. Der an Gehirnentzündung erkrankte Ehemann Bartels wurde in ein Krankenhaus aebrackl. um ore wer lere eroreitung der an vielen Orten New Jersey's herrschenden Rotzkrankheit zu verhüten, ist in Newark das Wasser in den Tränke - Trögen nicht angedreht worden. Dagegen ist an den Feuerhydranten in der Nähe der Tränren ein selbstschließenderHahn angebracht und durch Plakate an den Hydranten sowie (5irculare an die Geschäfte, welche viele Pferde halten, bekannt gemacht worden, daß die Pferde dort kostenfrei ge tränkt werden können, doch müssen die Fuhrleute einen eigenen Eimer am Wagen mitführen. Hierdurch wird alle Ansteckung vermieden, ohne daß die Pferde bei der Hitze durch Durst zu leiden brauchen. Hunden könnte dort auch leicht Gelegenheit zum Saufen gegeben werden. BeieinemFeuerinManitowoc, Wis., kam es zu einem unliebsamen Auftritt zwischen dem Feuerwehrchef Dueno und Capitän Heide. Die Feuerwehr wurde alarmirt, um einen Brand zu löschen, der m einem kleinen Schuppen am Seeufer entstanden war. Capitän Heide kam zuerst mit seiner Abtheilung an und legte einenSchlauch an einem Hydranten, 200 Fuß von der Brandstätte, an, und gleich darauf ließ Chef Dueno einen Schlauch 800 Fuß entfernt anlegen. Dann weigerte er sich, Heide's Abtheilung zu gestatten, das Wasser anzudrehen, und während der Zeit, daß eine lebhafte Discussion über diese Verfügung im Gange war, durste das Feuer weiterbrennen. Die Leute, welche herbeigeeilt waren, drückten ihre Entrüstung über diese ökrspätung aus. Neue T a u s e n d m e i l e n b ü cher sind von der Pennsylvania-, der Lehigh Valley-, der Erie-, der Delawäre, Lackawanna & Western - Bahn eingeführt worden. Die betreffende Person, welche ein solches Ticket löst, muß bei jeder Reise, welche sie unternimmt, ihren Namen auf einen kleinen Zettel, von denen eine Anzahl dem Buche beigefügt sind, schreiben, was als Controlle dienen soll, daß das Buch nicht von anderen Personen benützt wird. Das Buch kostet tz30, oder drei Cents per Meile, doch werden dem Käufer, nachdem das Buch aufgebraucht worden ist, zehn Dollars zurückerstattet, sofern nach vorgenommenem Vergleiche die Unterschriften auf den verschiedenen Zetteln stimmen. Die New Jork Centralbahn, welche überHaupt nur zwei Cents per Meile berechnet, ist bei dem Uebereinkommen nicht mit eingeschlossen. DieZahlderAmerikaner, welche in diesem Jahre Europa besuchen, wird auf Grund der belegten Kajütenplätze auf 86,000 geschätzt. Es werden aber jedenfalls noch mehr Leute, die noch keine Kajüten belegt haben, von hier aus die Reise machen, und die Gesammtzahl dieser Vergnügungsreisenden dürfte sich auf 120,000 beziffern. Für die Fahrt werden sie mindcstens 30 Millionen Dollars bezahlen und mehr als das Doppelte für sonstige Ausgaben. Da die Dampfer linien fast ganz Europäern gehören, so gehen den Ver. Staaten an 100 Millionen Dollars in baarem Gelde oerloren. Bei der großen Handelsbilanz zu unseren Gunsten können wir uns diesen Luxus leisten, zumal die Reisenden ihren Gesichtskreis erweitern und nach ihrer Rückkehr meist verständigere Ansichten übe? andere Länder und Volker haben, als vorher. Wie ein Roman klingt die Geschichte der ehemaligenWittwe Charlotte Hyer und Nathan Henderson, die jetzt, und zwar zum zweiten Mal, zusammen in den Ehehafen eingelaufen sind. Charlotte stammt aus Tarrytown, N. A., und zwar war ihr Mädchenname Martlrng. Sie tam mit 16 Jahren zum Besuch bei einer befreundeten Familie nach Brooklyn und lernte hier Henderson, der sechs Jahre älter ist als sie, kennen und lieben. Es war vor nun 42 Jahren, als die Zwei an den Traualtar traten. Sie lebten fünf Jahre zusammen, und dann kam es infolge der Klatschereien böswilliger Nachbarn zum Zerwürfniß, dem die Scheidung folgte. Die junge Frau kehrte zu den Eltern nach Tarrytown zurück, während Henderson auf Reisen ging. Beide verheiratheten sich wieder, doch starben die neuen Ehehälften der Geschiedenen" nach einigen Jahren. Zufällig trafen diese Beiden sich kürzlich wieder bei einem Empfang m einer bekannten Brooklyner Familie. Nach 37jähriger Trennung sahen sie sich wieder und erkannten sich zuerst nicht. Erst bei der Vorstellung blitzte es in ihnen auf, was sie sich ehemals
I gewesen, und bald fanden sich die Her-
ien oer eroen Wuoer.
