Indiana Tribüne, Volume 26, Number 246, Indianapolis, Marion County, 8 June 1903 — Page 6

The Victor.

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Ecke Noble und St. Clair Str. Ich erlaube mir meinen Frennlxu und Bekannte NHnznq. bafe ,ch unter dem Namen "The Victor' an odengenannt'm Platze eine in jeder Beziehun afU last Wirthschaft eröffnet habe. ti rtrb nn Bestreben sein, ein in ieder eziehun, kesvektable Hau , führen und an meine Geschäft. snnd. bei roulanter Bedienung. Me beste Qual taten an imvortirten und einheimisthen Wein,. 8tqbre, igarren. Bier, etc. ,u verabreichen. I tonrb mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem jetzig, n begrüßen ,u kbnnen. Achtungsvoll HENRY VICTOR. H)en Sie das Befte wünschen das es gibt in Möbeln, Teppichen .... und .... ...Defen... so gehen Sie zu WILXIG'S Möbel-Laden, 141 W. Washington Str. var oder Credit. K LEOlANDO rdS-iH mm 7 14 Rord Pennsylvania Strafte, Hauptqurtier für rillen und Operngläser u iJOMUlVNMj nSifi OCIiTi rillen werde ach oen besten Methoden den gen DJDtzW, Ktnestttchk gen werden schmerzlos eingesetzt. Z vermiethen : Zimmer im Mißest ic :: Gebäude z rednzirten Preisen. Das feinste Office-Gebaude in der Stadt jokftandig feuerficker. Schnelle Fahrftühl nd alle modernen Bequmlichkeiten. Nachzufragen bei nAAOT Ar 4 lknnl 'MtdMTdtl tfltftVl j ÄJJÜ VVVIVI1; für die Jndianavolis Gas So. Furnaces, Eisen und Blech-Arbeiten, Joseph Sardner. 3741 enwcko ven, Telephon 322. Vilchkaunen, Oelbehälter und Aschenbehälter r m.n.tv . . x aus esieuung grmalyi. Deutsche Buchhandlung. Carl Pinavank. t tr,ita ve.. 34. lBemdroke reade.) Lift ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge.. . Abfahrt Ankunft i. hao und ichigan rvri... 7.16 tio.2 . Detroit und huago Lim 12.20 t Z.U TUH, unc u.LafavetteVpl.f 7.25 o.i tHUkch t ausgenommen cnnig.

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Euroväifche Nachrichten. "gPrexMVU ??ottprcithcn. D a n z i g. Die Berufung des Oberregierungsrathes Fornet von der hiesigen Regierung, des Vertreters des Regierungspräsidenten, an das Obervetwaltungsgericht steht unmittelbar bevor. Dem Rentier Adolf Witt ist aus Anlaß der goldenen Hochzeit die Ehcjubiläumsmedaille verliehen. Dem Konsistorialrath Neumüller ist das Ritterkreuz des Großherzoglich Sächsischen Hausordens verliehen worden. Eine Abschiedsfeier fand im 2. Leibhusarenregiment statt. Nach 25jähriger Dienstzeit beim Regiment schied Wachtmeister Kleiber von der 3.

Schwadron aus dem Regiment. K o ni tz. Dem bisherigen Rentmeister Rechnungsrath Reiß ist aus Anlaß seines Üebertritts in den Ruhestand der Kronenorden 3. Klasse derliehen. Kulm. Das Haus des BackerMeisters Schwartz brannte vollständig nieder. Mariensee. Dem Pfarrer Mielitz Hierselbst ist der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. Marienwerder. Dem Regierunasboten Grube wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Mark. F r i e d l a n d. Hier wurde der Kämmerei- und Stadtsparkassenrendant Hermann Löffelbein, ver baftet und (als erster Gefangener) in das neuerbaute Gerichtsgefängniß abgeführt. Die nrsache der plötzlichen Verhaftung ist noch nlcht bekannt. tadtkämmerer Losselbem, der im Meineidsprozeß gegen Bürgermeister Voigt eine Hauptrolle spielte, ist weaen Verdachts schwerer Urkundensa!schung in Schneidemühl verhaftet worden. P u ß i a. In Anerkennung seiner 30iährigen Wirksamkeit in unserer Gemeinde hat der Gemeindekirchenrath dem Orqamsten Witte eme ialiche pensionsberechtigte Zulage von 100 Mark bewilligt. S ck ö n f e l d. Dem Bahnwärter a D. Ost wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. S ch o n s e e. Lehrer Lecus. welcher nachEharlottenöurg übersiedelt, ist von dem Lehrerverem und dem MännerTurnverein zum Ehrenmitglied nannt worden. Bei den von beidenV?reinen veranstalteten Abschieds - Kommersen wurden ihm die Ehren-Diplo-me überreicht. i q a h n e n. Aus Anlaß der aoldenen Hochzeit haben die Arbeiter Olschewskrschen Eheleute ein kaiserliches Geschenk von 30 Mark erhalten. 'I'rc'Vinz sommern. Stettin. Den bisherigen bien gen StadtbaumeisternReinisch, Ewald, Glage, Schulz, Balg, Grube. Bahnson und Köhler ist der Titel Stadtbauinspektor verliehen worden. Di, Firma Wilhelm Krüger, Import vor, Spiritussen, spanischen und portugiefischen Weinen, beging ihr 75jährige: Geschäftsjubiläum. Eheliche Iwistigkeiten veranlaßten den auf derGroßen Lastadie wohnenden Arbeiter Pa penfuß, sich durch einen Revolverschuh zzu todten. B e w e x d i es. Di; Gehöfte des Ei. genthürmers Boldt und Försters Dumke brannten vollständigt nieder. Die Frau des Letzteren wurde bei dem Retten durch Brandwunden schwcl verletzt. Buddenbrock. Hier erhängt sich de? Arbeiter August Bennert aus Lebensüberdruß. Karnitz. Bei Ausübung seines Berufs starb infolge Herzschlages hier selbst Landschaftsroth v. Thadden au) Trieglaff. Der Verstorbene war ein iri den weitesten Kreisen bekannter und beliebter Mann. K ö s l i n. Dem Regierungspräsidenten Wirklichen Geheimen Oberregierungsrath von Tepper-Laski hier selbst ist bei seinem Scheiden aus dem Staatsdienste die Krone zum Rothen Adler - Orden zweiter Klasse, und dem Rechnungsrath Lehmann der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. L u p o w. Scheune, Stallung und Schuppen des Mühlenbesitzers Kienast gingen in Flammen auf. Mossin. Der 2 Jahre alte Sohn des Büdners Friedrich Naddat ertrank im hiesigen Teiche. Neuenhagen. Der seit Neujahr verschwundene Eigenthümer Pram schüfer wurde als Leiche in der Gra bow aufgefunden. S e l l'i n. Kutscher Otto Wittmiß wurde auf dem Stallboden seines Dienstherrn erhängt aufgefunden. S t a r g a r d. Ein Unglück sfall passirte dem Sohn des Schlossermeister Zeitz, der von einem Fuhrwerk überfahren wurde. Der Ueberfahrene erlitt hierbei derartige schwere Verletzungen, daß der Tod eingetreten ist. T r e p t o w a. R. Das Malerm-i-ster Marlowsche Ehepaar beging die Feier seiner goldenen Hochzeit. S t a l s u n d. Der frühere hiesige Landsyndikus Justizrath Wilhelm Hagemeister verstarb im 76. Lebensjähre. Weitenhagen. Hier brannte eine Scheune des Rittergutsbesitzers v. Bandemer nieder ; auch eine angrenzende Scheune wurde in Asche gelegt. zrovrnz Schleswig hoffte in. Schleswig. Der Bureaudiäta, Dübotzky im Provinzial - Schulcollegium Hierselbst ist von dem Minister

oer geifillchen und Unterrichts - Ange-'

legenheiten dem Bureau der tecvniicyen Hochschule in Charlottenburg überwiesen worden. Zum DepartementsThierarztstelle bei der Regierung zu Schleswig ist Dr. Foth ernannt. A l t o n a. Das Allgemeine Ehrenzeichen erhielt der Gasbrenner Geryard Denkmann. Sein 30jähriges Meisterjubiläum feierte der Sattlermeister Dreierling. Wegen Messerstecherei wurde der Schlosser Springel zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. Sein 50jähriges Meisterjubiläum beging der Schlossermeister Stoffregen. Demselben wurde ein Ehrendiplom überreicht. Eine unerwartete Erbschaft im Betrage von 95,000 Mark hat der Kapitän Adolph Witt gemacht. Demselben wurde die freudige Mittheilung, daß ein in Amerika verstorbener Verwandter ihm sein Vermögen in obengenannter Höhe vermacht habe. V o r b y. Ein Knecht des Fuhrunternehmers Böhde. der ein Fuder mit Ziegelsteinen nach Hemmelmark bringen sollte, stürzte vom Wagen und gerieth' unter die schwere Last, so daß ihm beide Beine und ein Arm völlig gequetscht wurden. Högesund. Das Eigenthum des Kaufmanns Jens Martensen brannte mit Waarenlager vollständig nieder. Heide. Der hiesige Bürgermeister Forkel ist zum Bürgermeister in Elberfeld gewählt worden. I tz e h o e. Die 15 Jabre alte Tochter Margarethe der Eheleute Andrik wird vermißt. Kiel. Es wurde verliehen: Dem Kapitän zur See Ehrlich. Direktor der Marineschule, der Kronenorden zweiter Klasse; dem General - Superintendenten D. Wallroth der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife; dem Rechtsanwalt und Notar Bernhard Niese der Rothe Adlerorden vierter Klasse; dem Postsekretär a. D. Ludwig Driller der Kronenorden vierter Klasse, und dem Matrosen Ruhwedel die Rettungsmedaille am Bande. An Bord des im Werftbassin liegenden Schulschiffes Moltke entstand Feuer, welches die Offiziersmesse zerstörte. Die seit längeren Jahren hier wirkenden Amtsrichter Hertz und Theis sind zu Amt'gerichtsräthen ernannt worden. Sein fünfzigjähriges Lehrerjubiläum beging Rektor Enking hie:felbst. Lüdersbüttel. Das Ehepaar Schulz feierte seine goldene Hochzeit. Rendsburg. DemProviantmetster Friedrich Eberhagen ist der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. W i l st e r. In der Sitzung der städtischen Kollegien wurde Stadtrath und Beigeordneter Mangels zum Kreistagsabgeordneten gewählt. rsVirrz ?.ctrolren. Ares lau. Der Direktor des Preußischen Historischen Instituts in Nom, zugleich ordentlicher Profeyor für mittlere und neuere Geschichte an der hiesigen Universität, Dr. Aloys Schulte, hat den an ihn ergangenen Ruf nach Bonn angenommen. Dem Geheimen Commerzienrath Leo Molinari ist der rothe Adlerorden dritter Klasse mit Schleife verliehen worden. Archivar am hiesigen Staatsarchiv, Dr. H. Granter, ist an das Geheime Staatsarchiv zu Berlin berufen worden. B r i e q. Der frühere Amtsanwalt Max Hanel wurde wegen Vergehens im Amte (Beiseiteschaffung von Akten etc.) zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Gleiwitz. Der Oberschlesische Wanderer", der auf ein 75jähriges Bestehen zurückblickt, hat aus diesem Anlaß ein Gedenkblatt herausgegeben. G l o g a u. Dem Steueraufseher Bürger Hierselbst ist das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. H a y n a u. Mittelschullehrer Kohl von der hiesigen Knaben - Mittelschule verläßt seine Stelle, um die Rektorstelle in dem hannoverschen Städtchen Dannenberg zu übernehmen. Sein Nachfolger ist Mittelschullebrer Schinke aus Forst. Der älteste Polizeisergeant unserer Stadt, Stadtwachtmeister Richter, ist in den Ruhestand getreten. Er wurde am 23. April 1836 geboren und trat am 1. Mai 1871 in den städtischen Dienst. L e g n i tz. An Stelle des nach Königsberg i. Pr. verzogenen 2. Schlachthof - Thierarztes Grosch ist der Schlachthos - Thierarzt Wille aus Lehrte als zweiter Thierarzt auf dem hiesigen städtischen Schlachthofe gewählt worden. Lüden. Hier starb durch einen Sturz von der Treppe die schon in vorgeschrittenem Lebensalter sich befindliche verw. Briefträgersfrau Wolf. O p p e l n. Dem Regierungssekretär a. D. Rechnungsrath Froemert wurde der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen. Siegendorf. Durch Einathmen von Kohlengasen erstickte das Ehepaar Deckert. W o h l a u. Im Alter von 65 Iahren verstarb Hierselbst der Major z. D. Oskar von Luck. AlSetneinBautzen gebaute Dampfspritze unter eigenem Dampfe auf der Fahrt nach ihrem Bestimmungsorte Dresden begriffen war, entstand durch fliegende Funken aus der Feuerung kurz vor Fischbach ein Waldbrand, der erst nach Vernichtung von 4000 Quadratmeter fünfjährigem Bestände gelöscht werden konnte.

Tr atservcsua, und die Deut schrn NomS. Aus Rom geht uns, schreibt dio Kölnische Zeilung". von einem de'.'.t schen Herrn, cer seit Jahren in der dortigen Kolonie eine angesehene Stellung einnimmt, ein längeres Schreiden zu, worin bittere Klage darüber geführt wird, daß bei Gclcgenheit des jüngsten Kaiserbesuchs in der i'talienischen Hauptsiad: der deutschen Kolonie so geringe Berücksichtigung zutheil cjworden ist. Wir haben ähnliche Klagen dieser Tage schon in verschiedenen Blättern gelesen, gehen aber auf dcn Gegenstand nur ein. weil die" Person des Einsenders uns als hinreichende Bürgschaft für die Zuverlässigkeit seiner Mittheilungen bekannt ist, und weil es nicht das erste Mal ist. daß unter den Deutschen Roms nach einem Kaiserbesuch statt der reinen patriotischen Freude eine bedauerliche Verstimmung zurückbleibt. Wird doch in Rom einem früheren Botschafter des Deutschon Reiches, der vor einem Kaiserb?such gefragt worden war, wie er sich den Antheil der deutschen Kolonie an dem festlichen Ereigniß denke, das .ieflügclte Wort in den Mund gelegt: Ich kenne keine deutsche Kolonie! Ob diese Worte wirklich genau so gefallen sind oder nicht, ist belanglos neben der Thatsache, daß sie nach Ansicht der Deutschen Roms den Zustand genau bezeichnen, wie er zu verschiedenen Zeiten bestanden hat. Nach der lox uns liegenden Zuschrift scheint er auch ge-

genwartig zu bestehen. Einzelheit-:n daraus wiederzugeben, halten wir für überflüssig; es sei nur erwähnt, daß folgende Punkte darin besprochen werden: Mangelnde Fürsorge für die Betheiligung der deutschen Kolonie bei der Einzugsfeier sowie bei der Festvorstellung im Teatro Argentina, die vereitelte Gesangsbegrüßung durch die deutsche Sckule beim Kirchgang in der Botschaftskapelle, die Art der Verleihung von Auszeichnungen u. s. w. Wir halten es für möglich, daß mcht alle vorgebrachten Klagen gleichmäßig begründet sind .müssen aber zugeben, daß das Gefühl rrger erlittenen Zurücksetzung im Allgemeinen bei den Deutschen Roms um so begreiflicher ist. als sie wenige Tage vorher Zeugen davon waren, wie eifrig die britische Botschaft dafür gesorgt hatte, daß der Besuch König Eduards auch ein nationales Fest für die dortigen Engländer wurde. Auch können wir dem Grundqedanken des Briefschreibers nur b.ipflichten, daß die deutschen Kolon'en des Auslands doch nicht nur aus einer Handvoll Diplomaten und Beamten stehen, die ein Recht darauf hätten, den deutschen Kaiser für sich allein in Anspruch zu nehmen, und daß eine geflissentliche Nichtbeachtung der übrigen Deutschen, die durch geistige, künstlerische oder wirthschaftliche Arbeit vom deutschen Namen im Ausland Ehre machen, ganz gewiß nicht dazu dienen kann, das freudige und treue Festhalten der in der Fremde lebenden Deutschen am gemeinsamen Vaterland zu fördern. Wenn trotzdem in Rom z. B. seit Jahren ein deutscher Flottenverein besteht, dem fast ausnahmslos alle selbstständigen Reichsdeutschen beigetreten sind, und der mit Rücksicht auf die bescheidenen Verhältnisse der dortigen Kolonie Ueberraschendes geleistet hat. so ist es wohl kaum ein Verdienst derer, die an vaterländischen Festen wie dem Besuch des Kaisers in Rom das Vorhandensein des nichtamtlichen Deutschthums vergessen. ntneil der Rationen an der Tchisfadrt in Einna. Es ist von großem Interesse, die Betheiligung der ünzr.rfn Flaggen an der Schiffahrt in den chinesischen Gcwässern für das Jahr 1882. 1892 und 1902 miteinander zu vergleichen. Da finden wir zunächst, daß der britische Antheil vor 20 Jahren 62 und vor 10 Jahren sogar 66 Prozent betrug, während er jetzt auf 50 Prozent zurückgegangen ist. Ebenso ist der chinesische Antheil (Schiffe fremder Bauart unter chinesischer Flagge sind hier gemeint, und nicht Dschunken) von 27 auf 22 und weiter auf 17 Prozent gefallen. Die deutsche Flagge zeigte 1882 nur wenig über 5 Prozent. Zehn Jahre später finden wir. trotz der inzwischen in's Leben gerufenen Reichspostdampferlinie. einen kleinen Rückgang. Die Erklärung für diese auf den ersten Blick ausfallende Erscheinung liegt in dem reißend schnellen Abnehmen der Segelschiffabri, woran g?rade die deutsche Flagge an der ganzen Küste hervorragend stark betheiligt war. Im Jahre 1902 betrug der Antheil aber 13 Prozent; ein sehr erfreuliches Wachsthum. Indessen werden die Deutschen hierin von den Japanern noch übertroffen Diese hatten nämlich 1882 nur 1 Prozent, 1892 erst 2 Prozent. 1902 dagegen 14 Prozent aufzuweisen. Von den übrigen Flaggen ist wenig zu bemerken, weil ihr Prozentsatz zu gering ist; die französische, die norwegische, die amerikanische und die russisch: Flagge weisen alle eine kleine Steigerung auf, dost kommt keine von diesen Flaggen im Ganzen über 1 Prozent hinaus. Da"s neugeborene Kind Luisens von Toscana ist sehr schwächlieh und nimmt nur sehr wenig Nahrung zu sich. Man zweifelt daran, daß es am Leben bleiben wird.

Um Mitte des Monats März verschwand ein Arbeiter in einem in der Nahe von Charkow, Rußland, gelegenen Schacht. Erst am 29. April fanden ihn andere Arbeiter in der Nähe einer Erdhöhle stöhnend auf. Er lag 50 Tage unter der Erde und ist vollständig zum Skelett abgemagert, aber bei vollem Bew ißtsein. Jetzt kehren die Kräfte wieder, und man hegt die Hoffnung, ihn völlig wiederherzustellen. Man nimmt emen Fall von Letbaxnif an AufseinealtenTagekann sich der 70 Jahre alte Schulprofessor Joseph Deghue in Brooklyn noch einmal ordentlich stärken, denn, wie sich aus einem nachträglich aufgefundenen Eodicill ergeben hat, hat ihm ein kürzlich verstorbener Freund zehn Kisten französischen Rothwein, zehn Kisten feinen Rheinwein und 1000 importirte Havana - Cigarren zum Gesammtpreise von $500" vermacht. Die größten Glasflaschen, die je gemacht wurden, sind kürzlich in den Werken der Illinois Glaß Co. hergestellt worden. Jede der vier Flaschen wird 45 Gallonen halten können. Sie sind für die Weltausstellung in St. Louis bestimmt und stellen das Resultat von etwa dreißig Versuchen, solch' große Flaschen herzustellen, dar. Die Flaschen sind 6 Fuß hoch und messen 16 Zoll im Durchmesser am Boden.

Nach 25jähriger Zuchthaushaft begnadigt wurde, wie aus Würzburg berichtet wird, die jetzt 43jährige Monica Salleder. Sie war im Jahre 1878 als 18jähriges Mädchen vom niederbayerischen Schwurgericht zum Tode verurtheilt worden, weil sie ihren Geliehen vergiftet hatte. König Ludwig der Zweite wandelte damals die Todesstrafe durch einen Gnadenakt in lebenslängliche Zuchthausstrafe um, und die Salleder wurde in das Würzburger FrauenzuchtHaus gebracht. Dort blieb sie 25 Jahre, bis jetzt der Prinzregent von Bayern die Entlassung der Gefangenen verfügte, die sich in der Strafanstalt stets vorzüglich geführt hatte. Einelangjährige treue Dienerin des alten deutschen Kaiserpaares, Fräulein Marie Keller, ist dieser Tage in Berlin einem schweren Herzleiden erlegen und auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhofe zur letzten Ruhe bestattet worden. Die Verstorbene, welche ein Alter von 66 Jahren erreicht hat, stand seit 40 Jahren im königlichen Dienst. Sie bekleidete die Stellung der Weißzeugaufseherin des königlichen Hauses; nach ' dem Tode Kaiser Wilhelms des Ersten lebte sie im früheren Badischen Palais, Unter den Linden 36, im Ruhestande. Unter den zahlreichen Blumenspenden, die ihre Gruft schmückten, befand sich auch ein von der Großherzogin Luise von Baden gewidmeter Kranz. Großes Aufsehen erregt: in Bern die Verhaftung des Direktors der eidgenössischen Kriegspulverfabrik, Stämpfli. Der Verhaftete ist der Sohn des ehemaligen BundesPräsidenten Jakob Stämpfli, dem eines der wenigen öffentlichen Denkmäler der Bundesstadt gilt. Stämpfli hat sich eine Reihe von Unterschleifen zu Schulden kommen lassen, indem er Nebenprodukte der Pulverfabrikation ouf eigene Rechnung verkaufte. Verschwendungssucht wird alsMotiv hierfür angegeben. Als er seine Unterschlagung entdeckt sah, wollte erSelbstmord begehen, indem er an einem Arm die Pulsader zu öffnen suchte. Wegen der dadurch entstandenen Verletzung wurde der Verhaftete zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Unter der zahlreichen Dienerschaft, welche den englischen Herrscher auf seiner Reise nach Paris begleitete, fiel vor allem ein bäumlanger Inder von einer prachtvollen braunen Farbe auf. Dieser Mann hat ein ebenso schwieriges wie verantwortungsvolles Amt zu verwalten: er muß nämlich dem König den Kaffee bereiten, und zwar in der Art, wie ihn die Türken zu genießen pflegen. Der Inder ist stets in der Umgebung des Herrschers, ganz gleichgültig, wo dieser auch weilen möge. Ja, selbst bei dem Prunkmahle im Elysee trank der König den Kaffee, welchen ihrn sein Leibkafseekoch benitet hatte. Das Merkwürdigste aber an diesem königliehen Kaffeedereiter dürfte der Umstand sein, daß er selbst niemals Mokka in seinem Leben getrunken hat und auch keine Lust bezeigt, in Zukunft von dem schwarzen Getränke zu genießen. E i n schweres Verbrechen ist neulich Nachts in der bei Allenstein in Ostpreußen gelegenen Jrrenanstalt Kor tau verübt worden. Dem dort beschäftigten Krankenwärter Ludorff lag die Aufsicht über mehrere Geisteskranke ob, unter denen sich auch der seit längerer Zeit bettlägerige Scherenschleifer Jungellit aus Allenstein befand. Dieser verließ in der Nacht heimlich sein Lager, überfiel den Wärter und erschlug ihn mit einem abgerissenen Bettbrett. Hierauf nahm Jungellit die Schlüssel des Erschlagenen an sich und ergriff unter Mitnahme des Geldes und der Kleider seine? Opfers die Flucht. Der Entflohene ist mehrfach vorbestraft; während der Verbühung der letzten Strafe spielte er mit Erfolg den wilden Mann, so daß er der Irrenanstalt überwiefen wurde. Der unglückliche Wärter hinterläßt eine Wittwe und mehrere unmündige Kinder.

erschnappt. Besucher: Sie haben sich gestern verleugnen iassen. als ichSie besuchte; ich sah es ganz deutlich an der Gardine, die sich bewegte. als Sie mir nachschauten." Oho, da irren Sie sich! Wenn sich die Gardinen bewegt haben, so kommt das von dem Luftzug, wenn ich auf und abgebe!" Eine hübsche Attraction hatte unlängst eine Geschäftsfirma in Louisville in ihrem Schaufenster ausgestellt. Es zeigte sich daselbst nämlich ein Zauberkünstler, der täglich die üblichen Kunststücke mit Karten, Tüchern, Würfeln etc. machte, aber außerdem das ist die Hauptsache den indischen Trick" versteht, aus einem Blumentopfe einen drei Fuß hohen Rosenstock mit prächtig duftenden Rosen durch Zauberwort entstehen zu lassen. Alles binnen wenigen Minuten. Die Rosen wurden an das schaulustige Publikum frei vertheilt. Mit einer entsetzlichen Krankheit behaftet wurde kürzlich der Schweizer Alfred Meyers im Deutschen Hospital zu Newark, N. I.. untergebracht. Der Unglückliche litt an der Rotzkrankheit, einer Krankheit, der Pferde häufig unterworfen sind, die aber nur fehr selten den Menschen ergreift. Wie Meyers durch die entsetzliehe Krankheit angesteckt wurde, ist nicht festgestellt. Meyers weiß es nicht und seine Frau auch nicht; er ist Maschinist und hat nie etwas mit Pferden zu thun gehabt, es ist aiso ein völliges Räthsel, wie das Gift in seinen Körper gelangt ist. JnWestboro, nahe Phillips, Wis., traf ein Windstoß das Zelt des Skerbeck - Circus während der Vorstellung am Atend. Die Hauptstange wurde abgebrochen und bald lag der größte Theil des schweren Tuches auf den Leuten, die sich tm Zelte befanden. Eine kurze Zeit lang wurde kein Laut vernommen, oder dann war Alles in Aufregung. Mehrere Leute wurden verletzt, aber keiner lebensgefährlich. Das Tuch wurde an vielen Stellen zerschnitten, um die Leute zu befreien. Der Schaden wird sich auf kaum mehr als $500 belaufen. Die Aufregung wurde auch noch durch den Regen gesteigert, der in großen Tropfen fiel. EinedlerMenschenfreund ist in der Person des Paters Edmund Didier in Baltimore dahingeschieden. Er war dort im December 1832 in wohlhabender Familie geboren. Seine Erziehung genoß er in Privatschulen und widmete sich dann mehrere Jahre lang einer geschäftlichen Laufbahn. Er gab dieselbe jedoch auf und widmete sich dem Priesterstande, nachdem er seine Studien im St. Mary's Seminar in Baltimore absolvirt hatte. Nun wurde er erst ländlicher Priester, dann Priester in Baltimore. Von seinen reichen Privatmitteln machte er den gemeinnützigsten Gebrauch in der Gründung von Anstalten, namentlich für die ärmeren Klassen der Stadt,

ohne Unterschied der Confession. So gründete er zuerst das St. VincentHeim für Arbeiterinnen, später eine Anstalt gleichen Namens und für gleichen Zweck, das St. James - Heim für Knaben und zuletzt das St. Jami.sHeim für betagte Frauen. Eine romantische Aussetzungsgeschichte wird aus Louisville berichtet. Neulich Abends hörte Frau E. L. Thomas ein Geräusch vor dem Fensterladen. In dem Glauben. Einbrecher wollten sich Eintritt verschaffen, rief sie eine ihrer Töchter und untersuchte die Sache. Da fand sie in einem Korbe auf der Schwelle ein fünf Monate altes, schwarzäugiges Mädchen. An dem Kleide desselben fand sich folgende Notiz: Werthe Frau Thomas! Gott hat Ihnen dies gesandt. Nehmen Sie es zu sich und sorgen Sie dafür. Das kleine Ding hat eine Geschichte, welche Ihnen zur rechten Zeit offenbart werden wird." Am nächsten Tage brachte ein kleiner weißer Junge ein Packet der feinsten Kleiderwäsche zu Frau Thomas. Er behauptete, die Leute, die ihn schickten, nicht zu kennen. Die Familie Thomas hat das Kleine so liebgewonnen, daß sie es zu behalten entschlossen ist. Im Aberglauben kann der Chinese noch manchem bornirtcn Kaukasier etwas vorgeben, wie sich kürzlich in New Jork zeigte. Dort betreiben nämlich die beiden Zopfträger Kwong Ching und Ching Duck ein Restaurant, und ehe ste vor Kurzem diese Labestätte eröffnen wollten, beteten sie im JoßTempel um Glück. Gegen gute Münze wurde ihnen dorr auch der Bescheid zu Theil, sie sollten zwei Tausend FeuerCrackers vor ihrer Bude aufklingen und dieselben zur Rate von je fünfzig schnell aufeinander abbrennen. Außerdem wurde ihnen gerathen, alle Thüren sorgfältig zu verschließen, damit dasUnglück nicht einkriechen könne, und getreulich wurde Abends der Rath zum großen Gaudium der Schuljugend befolgt. Als die an Fäden aufgehängten Feuer - Crackers Salve um Salve krachten, jagte ein in der Nähe befindlicher Polizist herbei, und da man ihm die Bude nicht gutwillig öffnete, brach sich das Unglück in Form des ziemlich umfangreichen Stiefels des Blaurocks Bahn, welcher die Thüren eintrat und die beiden Söhne des Reiches derMitte, welche zu dem Höllenlärm in der Küche auch noch die Tamtams schlugen, dingfest machte. Im Polizeigericht mußten die beiden Arrestanten noch je 55 Strafe bezahlen, und das nennt man NUN Glück.