Indiana Tribüne, Volume 26, Number 246, Indianapolis, Marion County, 8 June 1903 — Page 4

Jndiana Trib

üne, 8. Juni 1903.

Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der uebrg Ts. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium ... Präfivenl. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269,

r ntered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Roofevelt daheim. yiaä) seiner politischen Kroberungs reife durch die Westftaaten ist Präsident Roosevelt wieder heim bei Muttern an gelangt. Die Meilen die er durchkreuzt hat zählen nach Tausenden, seine Reden nach Hunderten und der Inhalt derselden ift überhaupt nicht berechenbar. Es war eine Erpansions-Reise im vollen Sinne des Wortes, galt sie doch in er fter Linie der Expansion Roosevelt'scher Präfidentfchafts-Chancen. Nun er in Washington wieder ange langt ist wird der Präsident sich jeden falls dem Extrem zuwenden und sich einer Contractions-Politik befleißigen. Daß dies für die öffentliche Kasse höchst wünschenswerth ift, weiß Jeder. Es ist die höchste Zeit, daß die Regierung die Taschen etwas mehr zuknöpft, die Department-Chefs in den Zweigen des Bundesdienftes recht stramm unter Candare hält und den ungetreuen Be amten außerhalb des Bundesdienftes Gelegenheit gegeben wird ihre sinanzielle Findigkeit zu zeigen. Die republikanischenZeitungen trösten sich mit den Gedanken, daß die Postund Schatzamtschwindeleien bis 1904 vergessen sein werden. Sie geben sich der thörichten Hoffnung hin, daß die Partei sichvon diesem Flecken der auf der Partei lastet, reinwaschen kann. Es wäre ein bemerkenswerthes Kunst gück, wenn sieZdas fertig brächte und wir glauben nicht, daß es möglich ift. Wurde doch das Postamt vom Volke seit Jahren als Muster-Institut be trachtet und nun da dieser populäre Götze fällt, wird es beinahe unmöglich sein dem Volke darüber Sand in die Augen zu streuen, daß die nicht untersuchten Departements ehrlich geleitet werden. Freilich konnte Präsident Roosevelt durch Entlassung des Post meifter Payne beweisen, daß es der Regierung ernst mit Säuberung des Dienstes ift. Aber daran ift nicht zu den ken. Die direkt schuldigen llnterbeamten werden jedenfalls entlassen werden. Auch wird man sich bemühen für diese Herren soweit sie ltüchtige Parteiftützen find, ein Unterkommen zu finden. Der Ober-Poftmeifter aber, unter dessen Regime diese groben Pflichtvernachläsfigungen vorkommen konnten, der sie förmlich durch seine häufige Abwesenheit von Washington eingeladen hat, wird im Besitze seines fetten Amtes bleiben. Er ift eine zu gewaltige Stütze der republikanischen Partei, um ihn fallen zu lassen. Wenn man zurückblickt, und bedenkt daß den Chefs der VerwaltungSzweige ihre politischen Pflichten höher wie ihre Beamtenpflich ten ftchen, so sind die Unregelmäßig ketten im Dienst durchaus nicht sonderbar. Während der letzten Kongreßwahlen ftumpten Payne und die Chefs der an deren Verwaltungszweige Monate lang im Lande umher, ebenso ihre einfluß reichen Untergebenen. Daß dann natürlich alles bunt durch einander ging kann also nicht befremden. Es befrem det auch nicht, daß der Oberpoftmeifter nicht refignirte als seine Unfähigkeit, das wichtige Amt zu bekleiden, zu Tage trat. Ein hoher Beamter in irgendeinem andern Lande hätte, sowie der erste Skandal über sein Resort auftauchte, sofort resignirt. Payne aber schaut sich die ganze Geschichte aus der Vogelper spective an, erklärt, daß ihm die Sache höchst unangenehm sei und versucht das Volk darüber hinwegzutäuschen, daß nur seine nachlässige Oberleitung, die Durchstechereien möglich gemacht hat. Er denkt gar nicht daran das Amt niederzulegen, welches er so oberfaul der waltet hat. ES ift sicher die Pflicht des Präsiden ten sich an den Ober.Poftmeifter zu hol. ten und dessen Resignation zu fordern. Nur dadurch kann erzeigen, daß ihm Ernft damit ift, alle unwürdigen Ele mente aus dem LandeSdienfte zu jagen. Der Rausch des Enthusiasmus, den er auf feiner Reise entfacht sah, wird den üblichen Katzenjammer im Gefolge ha den, wenn das Volk erfährt, daß der Mann, der den ganzen Stillen Ocean beherrschen will, nicht einmal Ordnung in den inneren Verwaltungszweigen halten kann.

Nachrichten aus Jndiana. Die Chase-Untersuchung. Fowlel. Die Jury, die über den Geisteszustand des jungen Moses Fowler Chase ein Urtheil zu fällen hat, hörte noch während des ganzen TageS dem Verlesen von Depofitionen, die in

Paris, Cincinnati und Indianapolis gemacht wurden, zu. Der Fall wird wahrscheinlich am Mittwoch Abend der Jury unterbreitet werden. Walter I. Ball, von der Lafayette Loan & Trust Company, sagte aus, daß er am 24. November 1899, Geld, Noten, Bonds und Hypotheken im Ge sammtwerth von mehr alS $221,000 vor Herrn und Frau Duhme, den jungen Chase und den Advokaten Kumler und Gaylord auf einen Tisch gelegt habe. Er sagte anch, daß der junge Chase nichts davon angerührt und nicht das geringste Interesse an dem, nn um ihn be? vorging, genommen habe. Sensationelle Aussagen machte Wm. Cadogan, ein ehemaliger Kutscher der Duhme'S. Im September 1898 fuhr er den jungen Chase nach einem Holz Hof, wo derselbe Material für ein Luftschiff im Werthe von $750 kaufte. Später hatte Duhme eine Controverse mit dem Holzhändler, indem er der langte, daß derselbe die Ordre rückgäN' gig mache, da der junge Chase nicht zurechnungsfähig war. Der Brief, in welchem Duhme diese Aeußerung machte, befindet sich in Händen der Anwälte von Fred. Chase. Bei einer anderen Gelegenheit soll Duhme dem jungen Chase einen solch' wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzt haben, daß er das Bewußtsein verlor. Der junge Mann soll dem Cadogan mitgetheilt haben, daß die Duhme's ihn so mißhandelten, damit sein Geist dar unter litte. Der Zeuge sagte zum Schlüsse, daß er glaube, daß die Duhme's zum Theil für die Geifteöumnachtung des jungen Chase verantwortlich wären. Der Irrenhaus Kuddelm u d d e l. E v a tt s v i l l e. Die Irrenhaus Affaire, die sich aus der Entlassung des früheren Superintendenten Dr. Sto ker und der übrigen Angestellten ent wickelt hat, scheint sich zu einem ganz gehörigen Skandal auswachsen zu wolllen, seit man die Entdeckung gemacht hat, daß im Protokoll der Sitzung, in welcher die Entlassung Dr. Stoker's vorgenommen, der Zusatz sich befindet, daß die Entlassung aus politischen Gründen erfolgte. Dieser unangenehme Zusatz ist es, über den die Gemüther der interesfirten Beamten sich jetzt gewaltig erhitzen. Die eine Seite behauptet, daß die Truftees um diesen Satz gewußt hütten, als sie das Protokoll unterzeichneten und daß Truftee Newton Kelsey erklärt habe, das mache nichts aus, er habe gedacht, daß der Zusatz bei der Entlassung von Frl. Wilson gemacht worden sei, auf die man es ja gerade abgesehen habe. Diese Darstellung wird jedoch von Herrn Kelsey energisch beftritten, wel cher behauptet, daß der Zusatz sich ent weder nicht im Protokoll befunden habe oder aber von Dr. Stoker, der als Secretär fungirte, nicht mit verlesen worden sei und daß dieTruftees des halb keine Kenntniß von demselben be sessen hätten, als sie das Protokoll unterzeichneten. Herr Kelsey erklärt, daß er nicht wisse, wer den Zusatz gemacht habe, daß er aber Dr. Stoker, der als Sekretär die Protokoll zu schreiben oder zu diktiren hatte, für den Zusatz verantwortlich halte. Die Aufforderung an Dr. Stoker, seine Resignation einzureichen, sei übrigens auf Wunsch der Staatsbehörde für WohlthätigkeitSan stalten erfolgt, da die Art und Weise, wie das Hospital geleitet wurde, der Behörde angeblich nicht zusagte. Jedenfalls ift der Jrrenhaus-Kuddelmud del noch nicht zu Ende. Der Streik inBeöford. B e d f o ? d. Die Streik-Situation hat sich im Wesentlichen nicht geändert. Am Samstagg Nachmttk' hielten alle Union Arbeiter Organisationen der Stadt eine Versammlung ab, in welcher über Mittel und Wege berathen wurde, wie die Differenzen zwischen den Arbeitern und Steinbruchbefitzern am Besten geschlichtet werden können. DaS Haupthinderniß, welche einer Eini. gung im Wege fteht, ift, daß die Be fitzer sich auf das Entschiedenste weigern, die Union anzuerkennen. Die schönsten Blumen für Blumenbeete bei Henry W. R i e. man, Ecke Eaft und MorriS Str.

Ev.-etherischeS Waisenfsft.

Viele Tausende von Besuchern fanden sich auf den Gründen der Anstalt ein. Vom herrlichsten Frühlingswetter be günftigt feierte gestern der Ev.Lutherische Waisen-Verein sein 16. Jahresfeft auf den Gründen der Waifen-An-statt an der Ost Washington Straße. Der Besuch des Festes übertraf die kühnsten Erwartungen. Schon am Vormittag hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge auf dem Festplatze ein gefunden . bald nach Mittag aber strömten die Besucher in hellen Schaa ren herbei, so daß zwischen 3 und 4 Uhr sich viele Tausende von fröhlichen Menschen unter den schattigen Bäumen der Anstalt tummelten. Aber nicht nur aus Stadt, auch von auswärts hatten sich die Besucher zahl reich eingefunden, namentlich von den benachbarten luther. Gemeinden und von Peru, Tipton, Arcadia, Colum bus, Muncie, Fort Wayne, Madison, Logansport, Lafayette, Danville, Jll., Terre Haute und Cincinnati. Am Vormittag hielt Herr Pastor Brandt und am Nachmittag Herr Pa stor Biedermann Sr. von Fort Wayne die Festpredigt. Beide FestgotteSdienfte wurden durchGesangsvorträge derChöre der St. Paulus und der Dreieinig keitsGemeinden verschönt. Am Nachmittag verlas Herr Pastor P. Seuel seinen Feftbericht, welchem wir Folgen des entnehmen: Bis heute haben 94 Kinder in unserm Heim ein Obdach gefunden. Eine zeitweilige Aufnahme fanden Zwillinge, bei deren Geburt die Mutter ihr Leben aushauchte, ferner, ein Findling, alle drei jedoch, weil kaum lebensfähig, starben bald. Ein nicht unerheblicher Umstand ist, daß von den andern 91 Kindern in den 20 Jahren keins ge ftorben ift, ja, abgesehen von einem Nervenfieberfall im vorigen Winter, können wir auch nicht einmal von erheblichen Erkrankungen sagen. Nach dem letzten Jahresbericht hatten 13 Kinder ihre Volljährigkeit erreicht, von denen zwei verheirathet sind. An Verwandte sind 11, per Adoption 6 und per Contract ebenfalls 6 an christliche Familien abgegeben, unter unserer besonderen Aufsicht hier in der Stadt und im Waisenhaus in Dienst stehuid 16. wozu seit Ostern noch die 13 con firmirten Kinder kommen, von welchen freiwillig wieder 5 Knaben an christliche Familien bis zum 18. Jahre ausge bunden sind, dazu kommt noch ein 18 jähriger Knabe. Unker den im Vorjähr Aufgenommenen befanden sich 4 Kinder, die der traurigsten Verkommen heit entrissen und vor Uebergabe eines CountyArmenhauses bewahrt wurden; für drei weitere Halbweifen, deren Aufnähme beschlossen, fand sich vor Ueberbringung derselben in das Waisenhaus innerhalb der betreffenden Gemeinde Versorgung. Seitdem ift noch eine Ganzwaise eingetreten. Unsere im Augenblick klein gewordene Waisenschule wird von Frl. Lydia Zimmermann treulich versorgt. Durch den Wechsel der Waiseneltern erlitt der bisher gewohnte ebene Gang im Waisenhaus zwar eine zeitweilige Unterbrechung, jedoch in das frühere Geleise zurück zu kehren, dazu glauben wir gute Hoffnung zu haben, da wir nämlich in der Person des Ex-Lehrers, Herrn E. H. Hankemeyer und dessen Gattin solche Eltern gefunden haben, die sowohl Willigkeit, als auch Geschick für diesen allerdings nicht leichten Be ruf . kundgeben. Das Vertrauen der Gesellschaft, die Liebe und Anhänglich, keit der Waisen haben sie sich bereits erworben. Durch ein Dankvotum hat die Gesellschaft bei ihrer Jahres-Versammlunq. wie es ja billig ift, öffentlich zu erken nen gegeben, wie hoch sie die unentgeltlichen Dienste unsers langjährigen, treuverdienten Hausarztes, Herrn Dr. Guido Bell, sowie auch die der Herren Dr. Heath, Dr. Albrecht, Dr. Greiner und Apotheker F. Müller, schätzt. Was nun die Glieder der heimischen WaisenhausGesellschaft, der Frauen Nähvereine unserer Stadtgemeinden, und die Hilfe unserer Mitchriften im Mittl. Diftrict unserer Synode an langt, so hat sich auch im Vorjahre die christliche Liebe reichlich erwiesen, wofür wir dankbar find. Um so besser wird dieses erkannt, wenn die Freunde bedenken, daß wir zu Ostern für 13 Kin der die Ausstattung für die Confirma tion und was zum Beginn ihrer weiteren Lebensstellung erforderlich war, zu besorgen hatten. Sie find nach allen Seiten hin wohl ausgestattet, haben

ihre Bibel, Gesangbuch usw. mitbekam men, die Kosten belaufen sich jedoch weit über 200 Dollars. Allerdings haben Einzelne kleinere und größere Summen beigetragen, sonderlich haben unsere hochverehrten Frauen-Nähvereine auch diesmal ihren guten Tyeil beigesteuert, doch blieb der Gesellschaft die Hauptsumme zu bestreiten. Besondere Ausgaben neben den lau senden der Haushaltung find: Die Beschaffung eines neuen Pferdes, welches

bereits gekauft ift, weil das uns unlängft geschenkte nicht entsprechend war; ferner, etwaige Verbesserung unseres Heizapparats, um billigere Kohlen darin brennen zu können; endlich, eine nicht unbedeutende Ausgabe wird uns die Verbesserung der La Salle Straße, zwischen Washington und New York Straße, da unsere Proteste und die Vorstellung einer Modification der projektirten Verbesserung von der Behörde für öffentliche Werke kurzerhand ignorirt und die Verbesserung der Straße mit Cement Seitenwegen, Rinnsteinen usw. beschlossen wurde. Wie der vor einem Jahr uns aufgedrungene, für uns gänzlich unnöthige Sewer, so auch diese Handlung der Behörde, giebt uns zu zahlen und zu denken. Das Directorium hat durch Wegzug des Herrn Pastors Wambsganß und durch den Tod unsers treuverdienten Schatzmeisters, W. F. Piel, eine Ver änderung erfahren, für den Ersteren ift dessen Amtsnachfolger, Herr Pastor R. Biedermann, und für Letzteren Herr Frank Sudbrock als Schatzmeister erwählt worden. Mit Herrn W. F. Piel hat die Gesellschaft einen ihrer ersten Gründer, einen stets bereiten liberalen Helfer nicht nur verloren, fondern auch einen treuen Schatzmeister, welcher der jGefellschaft von Anfang an diente und der Kasse in Zeiten der Noth aus eigenen Mitteln aushalf. So war ihm die Gesellschaft vor einigen Jahren $2000 schuldig, er reichte mir die Note mit dem Bemerken, sie zu zerstören, d. h. er schenkte uns diese Summe. Von seiner Ehegattin, die ebenso liberal unserer Waisen stets gedachte, und von der Familie, sind uns zum Gedächtniß des sel. Vater Piel aus seinem Nachlaß $2000 für den Waisenfond in Aussicht gestellt. Möge dieses Beispiel Nachahmung fin den bei denen, die Gott mit irdischen Gütern gesegnet hat. Nach oem Bericht des Schatzmeisters war im Vorjahr die Total-Einnahme $4,415.91 ; die Total-Ausgabe $3,895.00. Der irrigen Meinung derer gegenüber, als ob weitere Unterstützung ihrerseits unnöthig sei, möchten wir ihnen die Haushaltskasse öffnen, welche am 1. Juni einen Vorrath von 41c aufwies. Was Vermächtnisse und Legate milder Geber anlangt, so weiß wohl jeder, daß davon nur die Einkünfte verbraucht werden dürfen. Schulden haben wir nicht, sollten sie auch nicht haben. Sei zum Schluß noch mit einigen Worten bemerkt, daß die Aufgabe der Gesellschaft noch dieselbe ist, vornehm lich verwaiste, oder verwahrloste Kinder innerhalb unserer Gemeinden zu erziehen und zu versorgen, resp, an chriftl. Familien abzutreten. Für diese Arbeit erbarmender Liebe schien damals in unsern kirchl. Kreisen Raum zu sein, und so empfingen wir dazu Aufmunterung und Unterstützung seitens unserer Mitchristen. So lange darum noch Waisen, sonderlich Halbwaisen und verlassene Kinder innerhalb unserer Gemeinden sich finden, und so lange eine Gemeinde nicht selbst für sie zu sorgeu im Stande ift, so lange ist unsere Aufgäbe als Stellvertreter der Gemeinden noch nicht beendet." Zum Schlüsse sprach Herr Pastor Seuel nocd den auswärtigen Freunden den Dank für ihren Besuch auö; ferner dankte er den Herren Gebrüder Berter. mann für die Ausschmückung der Blumenbeete und die Deccration deS HauseS durch Blumen und Pflanzen, und schließlich dankte er auch noch der Mutter Struckmann, daß sie, wie seit 16 Jahren auf dem Waisenfeste, so auch gestern wiederum solchen vortrefflichen Kaffee gebraut hatte. r In Folge des ausgezeichneten Besuches machten die ErfrischungSftände vor treffliche Geschäfte. Der Löwenantheil an der Arbeit fiel, wie immer, den Mit gliedern der FraueN'Gemeinde zu. Dieselben hatten ein vorzügliche Mit tagsmahl und Supper" zubereitet, und sie konnten sich über Zuspruch wahrlich nicht beklagen. An der Mit. tagömahlzeit nahmen etwa 800, an dem Supper- nahezu 2000 Gäfte Theil.

Die im Laufe des TageS vorgenom j

nen Collecten lieferten ebenfalls befrie digmde Resultate; ein jeder Besucher trug ja nur zu gern sein Scherflein zum Besten des Waisenhauses bei. So vereinigt sich Alles, um das 16. Jahresfest der Deutschen EvangelischLutherischen WaisenhausGesellschaft zu einem erfolgreichen zu gestalten. Im goldenen Ehrenkrane. Herzlich beglückwünscht und mit Angebinden der Liebe und Hochachtung überhäuft begingen gestern Herr und Frau Frank Sträub von No. 1315 Süd Meridian Str. ihr goldenes Hochzeits-Jubiläum. Nachmittags von 2 bis 5 Uhr erschienen die zahlreichen Freunde und Bekannten das Jubelpaar, um ihre Glückwünsche darzubringen, und Abends um 7 Uhr vereinte eine sehr hübsche Feier die sämmtlichen Mitglieder der Familie. Herr Sträub, der am 6. Juli 1821 in Groß-Fischingen bei Landau in der Rheinpfalz das Licht der Welt erblickte und draußen den Mühlenbau erlernte, kam bereits im Jahre 1847 nach Ame rika und ließ sich zuerst in Cincinnati, O., nieder. Dortselbst ward er am 7. Juni 1853 mit seiner getreuen Lebensgefährtin, die am 26. Mai 1833 in Gimmerdin gen, Rheinpfalz, geboren war, getraut, und sind der überaus glücklichen Ehe 7 Kinder entsprossen, die am gestrigen Tage nebst den zahlreichen Freunden das Jubelfest des ehrenwerthen Paa res feierten. Diese Kinder sind: Frauen Bertha Ebel. JohnResch, Chas. F. Piel, Geo. F. Borst und Friedr. Ballweg, sowie die Hrn. Frank Sträub jr. und Johannes Sträub. Im Jahre 1873 kam Herr Sträub mit seiner Familie nach Indianapolis, und hat er. wie seine Gattin, durch feine deutsche Redlichkeit and Tüchtigkeit zahlreiche und dankbare Freunde erworden. Die Kinder wie die Eltern zählen zu den geachtetsten Bürgern der Stadt, respective der Südseite. Die französische Akademie veranstaltete Freitag zu Ehren ihres Mitgliedes Edmond Rostans einen glänzenden Empfang, bei dem das vornehme Paris sich um die Eintrittskarten formlich riß. Bekanntlich hat ein Chicago'er Gericht Rostans als Plagiator erklärt und in seiner Weisheit erkannt, daß er den Inhalt seines L'Aiglon" dem Bauunternehmer und Dramatiter" Groß größtentheils gestohlen habe. Daß die 40 Unsterblichen" so weing Respekt vor dem literarischen Verständnisse der Chicago'er Herren zeigen, ist recht schmerzlich für diese. Sl.25-Cincwnati u. zurück-81.25 via C. H. & D. Eisenbahn. Sonntag, den 14. Juni. Special-Schnellzug, nur in Rush ville. Connersville und Hamilton anhaltend, verläßt Jndianapzlis um 7.15 Uhr Vormittags; Rückfahrt von Ein cinnati um 6 Uhr Abends. Baseball Cincinnati vs. New York. Tickets und weitere Auskunft im Union Bahnhof und in der Ticket Office 8 und 10 N. Jlls. Str. Claypool Hotel. R. P. Algeo, D. P. A. Nord Michigan Sommer Ausenthalts'Orte am besten zu erreichen mit den Pennsylvania Bahnen. Die Nordland-Expreß, mit durchlaufenden Schlafmaggons wird vom 21. Juni an täglich Nachmittags um 6.50 Uhr von Indianapolis über die alte Route, via Richmond und G. R. & I. Ry. "The Fishing Line" abfahren. Für Einzelnheiten wende man sich an die Agenten oder an W. W. R i ch a r d s o n. D. P. A., Jndia napolis. Pennsylvania Bahnen wichtige Zeitabänderung. Der New York Limited, ein Zug absolut ersten langes und vollständig unabhängig von Indianapolis nach Philadelphia und New York, wird nach Sonntag, 24. Mai, Indianapolis um 6.50 Uhr Nachm. verlassen, (anstatt um 7.15 Uhr N. M.) in Philadelphia um 3.47 N. M. ; Nem York um 6 Uhr Abends ankommend. Die Equi pirung besteht in Bibliothek, Rauch Waggon, DinnerWaggon. Observa tions-Waggon und Schlaf'WaggonS. Keine Zeitveränderung fand mit No. 20 Keyftone Expreß.Zug statt, welcher mit durchlaufenden Salon und Schlafwaggons Indianapolis täglich um 3.05 Nachmittags verläßt und in New York um 3 Uhr Nachmittags ankommt und No. 14. die New York Expreß verläßt Indianapolis täglich um 8.10 Uhr Vormittags und kommt in New York um 7.30 Uhr Vorm. an.

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