Indiana Tribüne, Volume 26, Number 246, Indianapolis, Marion County, 8 June 1903 — Page 3

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In Todesgefahr. Die Lage der 200 bei St. Lonis Eingeschlossenen.

Ein nachtlicher Versuch zur Rettung scheint zu gelingen. In den andern Hochfluth.Diftrikten Besserung. Tnlloch ergreift das Wort zur Ver theidiqung. Alle Beschuldigungen gegen ihn angeblich unwahr. Das Handels Departement im neuen Heim. National-Feier auf der italienischen Botschaft. Die Hochfluth-Lage. St. Louis, 7. Juni. Der Wasserftand des Mississippi ist heute Abend 7 Uhr 36.9 Fuß, ein Steigen von 1 Fuß seit derselben Stunde am gestrigen Abend. Nach dem Wetterbericht soll das Steigen rapid bis nach Mitternacht andauern, dann langsam in den nächsten 2 Tagen, bis ein voraussichtlicher Stand von 38 Fuß erreicht ist. Dann beginnt das Sinken des Flusses. Von den 200 Personen, die auf einer Insel in Black Walnut etwa 25 Meilen nordwestlich von St. Louis eingeschlössen und von den Wassern des Mississippi bedroht sind, ging heute keine Kunde ein. Gestern verlautete, daß sie ohne sofortige Rettung wahrscheinlich bis zum Morgen von der Strömung fortgerissen sein würden. Der Fluß hat die ganze Insel umzingelt, völlig wie ein Meer und trotz aller Anstrengungen, heute zu den Gefahrbeten zu gelangen, wurde nichts erreicht und kein Mittel gefunden, um sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Zwischen Black Walnut und St. Louis überspannt die Bellefontaine. Brücke den Missouri, und der hohe Wasserftand verhindert jeden Dampfer an der Durchfahrt. In St. Charlrs steht kein Dampfer zur Verfügung, um den Fluß hinunter zu ihnen zu fahren. Ein Schiff von Alton, oberhalb St. Louis, aus wollte spät in der gestrigen Nacht der bedrohten Colonie Hilfe bringen, mußte aber an der Bellefon-taine-Brücke umkehren. Heute wurde hier in St. Louis eine Privatyacht mit Polizisten bemannt und fuhr nach Black Walnut ab, konnte aber gegen die reißende Strömung nicht aufkommen und mußte unverrichteter Dinge wieder zum Ufer zurückkehren. Black Walnut liegt in einem breiten und fruchtbaren Thal des Missouri und das angebaute Land wird als das reichst Weizen Gebiet des Staates betrachtet. Abgeseben von dem Verluste an Leben, sollte eine solche Catastrophe eintreten, wird auch der Eigenthumsschaden sehr groß sein, da das gesammte Thal überschwemmt ist, Häuser niedergerissen. Formen verwüstet und Vieh ertrunken. JnSchaaren strömten heute Ausflügler nach St. Louis und die großen, dichtbesetzten Excursionsdampfer fuhren den ganzen Tag den Hafen hinauf und hinunter. Heute ist der höchste Wasserftand seit 19. Mai 1858. wo er 37.5 Fuß betrug. Der höchste hier überhaupt erreichte bekannte Wasserftand trat mit 41.4 Fuß bei der großen Ueberschwemmung vom 27. Juni 1844 ein. Es find einige Berichte über Verluste an Menschenleben eingegangen, aber nicht sicher bestätigt. Um 10 Uhr Nachts ging ein kleiner Dampfe'- nach Black Walnut ab. der rasch in der Strömung vorwärts drang und keine Schwierigkeit haben dürfte, fein Ziel zu erreichen. To pek a, KanS.. 7. Juni. Heute wurde in den Trümmern der Hochfluth die Leiche eines Lehrers, F. Kutz gefunden. Die Arbeiten in Nord Topeka gingen heute langsam, da sich die Arbeiter seit der Ueberschwemmung den ersten Ruhetag gönnten. Verschiedene Farmen in der Nähe von Nord Topeka find, wie fich jetzt herausstellt, gänzlich ruinirt. Das Wasser siel heute rapid. KansaS ity, 7. Juni. Den ganzen Sonntag waren ArbeiterCo lonnen am Werke, um die westlichen Niederungen, den UnionBahnhof, die

Viehhöfe etc. zu säubern und der Mintag wird eine allgemeine Wiederauf nähme des Geschäftsbetriebs sehen. Missouri und Kam Fluß sind in

den letzten 24 Stunden um volle drei Fuß gefallen; es waren deshalb sechs weitere Bahnen im Stande, den UnionBahnhof zu benützen. Die EisenbahnLage hat fich außerordentlich gebessert. Durch die Fluthen hat Kansas mehr gelitten als jeder andere Staat. Selbstredend lassen fich keine völlig genaue Zahlen angeben, aber folgende Schätzungen der hauptsächlichsten Orte darf man als ziemlich zuverlässig annehmen: North Topeka $300,000; Lawrence 8250,000; Salina $200, 000; Manbattan $150,000; Blue RafitdS $20,000; Junction City $100,000; Abilene $250,000; Lindsburg $100.000; Hutchinson $100,000; Minneapolis 3100.000; Atchinson $100,000; Beloit $30,000; Argentine 52,000,000, und Kansas City. Kan., und Vorstädte 88,000,000. Auch 200 der kleinen Ortschaften sind von der Hochsiuth beschädigt. Die mindeste Schätzung für den Schaden für Saaten wird auf $5,000,000 veranschlagt. H a n n i b a l , Mo., 7. Juni. In Hannibal und Umgebung derschlimmern sich die Verhältnisse. Der Mississippi erreichte heute Abend 22 Fuß, ein Steigen um 3 Zoll den Tag über. Die Geschäfte sind völlig lahmgelegt, ebenso der Verkehr von sieben einmündenden Bahnen. Tulloch'ö Vertheidig u n g. Washington, 7. Juni. Seymour W. Tulloch, der frühere Kassirer des Washingtoner Stadtpostamts, hat am 3. Juni einen Brief an Generalpostmeister Payne gerichtet. Er bildet die Antwort auf die Erwiderungen, welche von Postmeister Merrick vom Washingtoner Stadtpostamte und Anderen auf die von Tulloch erhobenen Anklagen wegen Mißverwaltung eingegangen sind. Ein großer Theil von Tulloch's Schreiben befaßt sich mit Vertheidigung auf die von Merritt erhöbenen Gegenbeschuldigungen. Tulloch wendet sich zunächst gegen die Vorwürfe der Durchstechereien bei deu Zahllisten und erklärt die Beschuldignng, zu seiner Amtszeit sei eine gefälschte Zahlungsanweisung eingereicht worden, als einen Versuch, ihn in Mißcredit zu bringen. Tulloch erwähnt dann, daß von der Civildienft-Commission ernannte Sub-stitut-Angestellte dem Postamt unentgeltlich dienen, außer wenn sie zeitweilich die Stelle von Clerks ausfüllen und hierfür Gehalt beziehen. Da einige Clerks ihre Substitute nicht bezahlen, so ordnete der Postmeister an, vor der Bezahlung der abwesend gewesenen Clerks die Empfangsbescheinigung des Subftituts in ihr Zahl-Couvert zu legen, den betreffenden Betrag zurückzuhalten und an den Substituten durch seinen Abtheilungsvorstand auszahlen zu lassen. Der besondere Fall, den Postmeister Merrick hier anführe, bestehe darin, daß ein Angestellter nach mehrtägigen Excessen zu einer Geldstrafe verurtheilt anstatt entlassen worden sei. Der betreffende Superintendent habe dieses Geld unter die Substitute für ihre Dienstleistungen vertheilt und der Postmeister habe dem Kassirer diesbezügliche schriftliche Anweisungen ertheilt. Tulloch erklärt, er habe während seiner Amtszeit Unregelmäßigkeiten seinen unmittelbaren Vorgesetzten und den Inspektoren gemeldet. Auch die übn. gen Beschuldigungen stellt Tulloch sämmtlich in Abrede. Bezüglich der Anwort des ehemaligen ersten Hilfsgeneralpoftmeifters Heath versichert Tulloch, daß seine Darstellung in allen wesentlichen Punkten der Wahr, heit entspreche und er schließt mit dem Bemerken, es gebe kein Amt innerhalb des Poft-Departements, das er anneh. men würde, auch habe er niemals seine Freunde ersucht, für seine Wiederan. ftellung thätig sein zu wollen. Ein angenehmer Ort. I a ck s o n , Ky., 7. Juni. In der Stadt und Umgebung wurde geftern Nacht lebhaft geschossen. Die Soldaten zählten 163 Schüsse. Seit Cockrill's Erschießung giebt eö keinen Town-Marschall und Sheriff Eallahan nimmt keine Verhaftungen vor. Jett und White conferirten heute lange mit ihrem Anwalt. Ellisor JoneS ist zur Zusammenstellung der Jury mit 60 Farmern aus Maggoffin County an gelangt.

neue Handels-De-partement. Washington. 7. Juni. Morgen bezieht das Departement für Hn- ' 0Cl und Arbeit sein neues Heim, das Willard Gebäude an 14. Straße bei der Penna. Ave., obwohl Sekretär Cortleyou selbst sein Bureau dahin erst in einigen Tagen verlegt. Das achtstöckige Gebäude besitzt 104 Zimmer, alle mit gutem Licht und für den Dienst der verschiedenen Bureaus sonders hergerichtet. Da das Handels-Departements am 1. Juli zu den größten der Regierung gehört, so können nicht alle seine Bureaus in dem neuen Gebäude Platz sinden. Verschiedene bleiben an ihren bisherigen Plätzen, bis ein besonderer Bau für sie errichtet ist. In dem neuen Gebäude wird Sekretär Cortleyou mit seinen unmitlelbar unter ihm stehenden Arbeitskräften den dritten Stock beziehen: im 5. und 6. befindet sich Commissär Garfield mit seinem Corporations-Bureau. Feier auf der italienischen Botschaft. Washington. 7. Juni. Der Jahrestag der Unterzeichnung der italienischen Verfassung wurde heute auf der italienischen Botschaft in angemessener Weise gefeiert. Der Botschafter Mayer des Planches und seine Gemahlin veranstalteten für die Mit. glieder der italienischen Gesellschaften in Washington einen Empfang, zu dem über 400 Italiener erschienen. Der Botschafter betonte die Bedeutung. welche der Feier der NationalTage des Mutterlandes zukomme und ermähnte seine Landsleute die Gastfreundschaft ihres Adoptiv - Vaterlandes zu schätzen. KirchenEinweihung. Washington. 7. Juni. Das schöne neue Gebäude der Grace Memor. Reform-Kirche. die Präsident Roosevelt besucht, wurde heute eingeweiht. Der Präsident war mit seiner Familie erschienen und hielt eine kurze Ansprache. Erklärung der Weber. Philadelphia. 7. Juni. Das Arbeits-Comite des Central-Weber Verbandes berieth heute im StreikHauptquartier über die Lage. Es wurde dann in Verbindung mit der Erecutiv-Behörde der Tertil - Arbeiter eine Erklärung an's Publikum aufgesetzt, welche den Streik von über 75.000 Männern, Frauen und Kindern be gründet. Nach derselben wurde der Streik aus gesundheitlichen Gründen angeordnet. Kinder mußten in den Fabriken 10$ Stunden täglich arbeiten, am Samstag 6 Stunden. Außerdem wird darauf hingewiesen, daß gemäß statistischem Material, welches der HartkohlenStreik - Commission vorgelegt wurde, die Textil.Jnduftrie todtbringender sei wie die Grubenarbeit. Die Erklärung bittet das Publikum um seinen Beistand und wiederholt die Geneigtheit der Arbeiter mit d.m Fabrikanten zu conferiren. Schaden bedeutend. C h a r l o t t e, N. C., 7. Juli. Die heutige Entwicklung in den verwüsteten Fabrik-Ansiedelungen zu Pacolet und Clifton, am Pacolet Fluß in Süd-Carolina. giebt kein milderes Bild von dem Schrecken der Lage. Immerhin glaubt man. daß der Verlust an Leben die Zahl 50 nicht übersteigt. Der Schaden ist sehr bedeutend und läßt sich vorerst an vielen Punkten, zu welchen Telegraphen- und TelephonVerbindung zerstört ist, nicht feststellen. Verschiedene Brücken in der Gegend sind zerstört. In Tacolet beträgt der Schaden gegen eine halbe Million. Die Fluth war eine Folge gewaltiger Wolken bräche; als sie Pacolet erreichte, war sie 60 Fuß hoch. Die Fabriken liegen am Flußu er in einem tiefen Thal, auf jeder Seite von hohen Bergen umgeben und der vollen Gewalt der Fluth ausgesetzt. Merkwürdige Schießerei. Evansville. 7. Juni. Die County . Beamten untersuchen einen seltsamen Angriff, der gestern Nacht auf den Damvfer Park City, auf der Fahrt nach Bowling Green. Ky., ge. macht wurde, gerade als das Schiff in die Mündung des Green Flusses einbog. Verschiedene Männer schoßen auf daS Boot und das Feuer wurde vom Schiff aus mit Winchefter-Büchsen erwidert. Die Paffagiere geriethen in großen Schrecken; eS wurde aber Niemand verletzt. Ein Grund des Angriffs ist nicht bekannt.

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Von Hunden zerfleischt. Cincinnati, 7 Juni. Indem Hundezwinger von Julius Ernest wurde heute der 15-jährige John Fisgus von 25 Hunden angefallen und fast in Stücke gerissen. Bei dem Befreiungsversuche erlitt Frau Ernest schwere Verletzungen. Auch Charles Fossell, der die Thiere überreiten wollte, wurde nebst dem Pferde schlimm zerbissen. Neuer Streik. Chicago, 7. Juni. Am Dienstag soll ein ollgemeiner Streik in den verschiedenen Fabriken der ..National Biscuit Co." ausbrechen. Von dem Streikbefehl werden folgende Städte, wo dieGesellschaft Fabriken besitzt, betroffen: Chicago, Kansas City, St. Joseph, Mo., Cleveland, Cincinnati, St.Louis, Denver, Indianapolis, Philadelphia und Detroit. Schiffsnachrichten. Angekommen. New York: Carpathia" von Liverpool; La Bretagne" von Havre; Lucania" von Liverpool; St. Paul" von Cherbourg. Liverpool: Celtic" von New York. Abgefahren: Queenstown : Etruria" nach New York. Kurze Depeschen. Ausland. London. Marquis von Salisbury geht rafch seiner Wiederherstellung entgegen: Lima, Peru. Die Gesundheitsbehörde erklärt den Hafen JCallao als frei von der Beulenpest. Madrid. Das Obergericht hat den General Bourbon von der gegen ihn erhobenen Anklage des HazardSpiels freigesprochen. Paris. Der Grand-Priz de Paris von 200.000 Francs, in Long Champs, wurde von Edmond Blanc's Pferd Ouo Vadis" gewonnen. m M Base-Ball. A m e r i c a n - A s s o c i a't i o n. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Toledo. 7. Juni. Minneapolis. .00000002 02 Toledo 01000010 13 Columbus, O., 7. Juni. Columbus 001100 02 St. Paul 0 005 ! 107 Louisville, 7. Juni. Louisville ....2001011106 Milwaukee ...0010002003 National-Liga. Dle gestrigen Spiele resultirten wie folgt: St. Louis, 7. Juni. E r st e s S p i e l. St. Louis ... 11100001 4 Brootlyn ....00100000 12 Zweites Spiel.. St. Louis.... 00000003 14 Brooklyn ....00003011 16 Chicago, 7. Juni. Chicago 00010120 04 New York ...0042003009 Cincinnati, 7. Juni. Cincinnati ..0000 000 1 00 1 Philadelphia 00000001028 Schwer heimgesuchte Eltern. Unfern Hoehne. Col.. wurde dieser Tage der 12jährige John Harlan von einem wüthenden Stiere zu Tode geschleift. Vor einem Jahre ertrank ein Töchterchen der zmilie, und vor Kurzem fiel beim 7-urchbrennen der Pferde das jüngste jrntd aus dem Wagen und wurde gelltet. Erplosion in einer Kirche. Durch eine Dynamit-Er-plosion wurde das Innere der methodistischen Ebenezer-Kirche für Neger in Evanston bei Chicago zerstört. Zur Zeit der Explosion war das Gebäude leer, aber kurz vorher hatte der Pastor seine regelmäßige wöchentliche Bibelstunde mit einer großen Anzahl von Zuhörern abgehalten. Rettung durch den Falk e." Uls der amerikanische Schooner Hattie C. Luce" kürzlich den Hafen von St. Thomas, Dänisch-Westindien. verließ, gericth er auf den Grund und befand sich in gefährlicher Position. Der deutsche Kreuzer Falke" eilte dem Schooner rasch zu Hilfe und schleppte ihn seewärts. Die Luce" setzte dann die Fahrt fort und war anscheinend nicht beschädigt.

:-::! m H-h-m : : ; ; H H4 X i: Haus, Huf und Knd r-T ?--..-..,...,? ... ........ . . i-i-.'vvi-i"!".". .' r? . i"."."H-I" Einfaches Mittel gegen das Schimmeln der ssiggurten. Um das Anlaufen und Schimmeln der Gurken zu verhüten, wende man folgendes einfache Mittel an: Man legt zu den Gurken ein Säckcden mit schwarzem Senf, etwa eine Unze, und man wird finden, daß die Essiggurken von jedem Schimmel befreit bleiben. Meerschaums vitzen zu reinigen. Man hänge die Meerfchaumspitzen in ein enges Gefäß, so daß sie den Boden nicht berühren. Das Gefäß füllt man mit Kartoffelbranrnwein und läßt es mehrere Tage verdeckt oder mit einer Blase zugebunden an einem warmen Orte stehen. Man wiederholt dies mehrmals unter Erneuerung der Flüssigkeit, welche man beim letzten Male durch reinen Weingeist ersetzt. Kartoffeln mit Aepfeln. Kartoffeln werden mit wenig Wasser, etwas Braten oder ausgebratenem Speckfett und Salz gekocht. Sind sie gar. so thut man geschälte, vom Kernhaus befreite, in vier Theile geschnittene Aepfel hinzu und läßt sie unter öfterem Umrühren ,anz weich kochen. Sollten die Kartoffeln zu dick werden, so muß man heißes Wayer hinzuthun, man kann auch etwas Milch und Butter hinzufügen, wodurch der Geschmack verfeinert wird. Als Beigabe gibt man kallen Braten, gebratene Speckscheiben oder Würstchen. Vortheile beim Nähen. Personen mit schwachen Augen müssen, tvenn sie eine Nadel einfädeln wollen, dieselbe über etwas Weißes halten, wodurch das Auge unterstützt wird. Sich bei Lampenlicht an einen Tisch zu setzen, der mit einem schwarzen oder dunklen Tuch überdeckt ist. um zu nähen, ist den Augen nachtheilig. Wenn solche Arbeit verrichtet werden muß, so lege man ein weißes Tuch vor sich. Das Nähen bei Zeugen, welche sich schwer mit der Nadel stechen lassen, kann man erleichtern, wenn man das Zeug, wo man eine Naht machen will, vorher mit Wachs überfährt. Kämme zu reinigen. Sehr leicht verstopfen sich erg gezahnte Kämme durch Ansetzen von Staub und Fett; werden die Kämme längere Zeit in diesem Zustande gelassen, so wird die Hornfaser durch die Fettsäure zerfressen, und die geschwächten Zähne brechen dann beim Gebrauche ab. Um dies zu verhindern, ist eine gründliche Reinigung der Kämme nothwendig; man bürstet dieselben zuerst vermittelst einer zu diesem Zwecke vorhandenen scharfen Zahnbürste mit Salmiakgeist sorgfältig aus, spult dann mit schwachem Sodawasser nach und kann die Kämme sofort wieder in Gebrauch nehmen. So behandelte Kämme haben eine fast unbegrenzte Haltbarkeit. Wie man französischen Senf macht. Nimm eine Flasche guten, weißen Weinessig, thue ihn in ein Gefäß mit einer Handvoll Estragonblätter, 12 Gewürznelken, etwas ganzen Pfeffer, einige Lorbeerblätter, 8 Schalotten, einige Stückchen Knoblauch. ein wenig Salz und bringe dies zum Feuer. Wenn der Essig einige Minuten gekocht hat, so gieße man ihn sammt dem Gewürz in einen steinernen Krug und binde ihn zu. Am folgenden Tag nimm Pfund Senfmehl, gieße den Essig durch ein Sieb und rühre das Mehl damit an, bis es zu einem düi nen Teig wird, thue einige Löffel voll feines Olivenöl daran, rühre es gut durcheinander und fülle es in kleine Töpfe, welche Du dut zubindest. Somit erhält man einen guten Senf. Gefüllte Eier. Man koche ein Dutzend frische Eier ab, schale sie. schneide die Spitzen der dickeren Enden ab, nehme vorsichtig unter Schonung der Eiweißhüllen die Dotter heraus und lege die hohlen Eier in eine Marinade von Estragonessi, Oel, weißem Pfeffer und Salz. Dann mische man 20 gut gewässerte Sardellen und 20 Krebsschwänze, beides in kleine Stücke geschnitten mit Pfund Kaviar und fülle hiermit die Eier. Aus den gekochten Dottern macht man dann mit einigen ungekochten der Mcrinade, Oel, Senf, Zucker und feinen Kräutern eine Remoulade, gieße diese in eine flache Schüssel, stellt die gefüllten Eier hinein und gruppirt Figuren aus Krebsschwänzen, Kapern, Sardellen, Gurken, Salat und anderere mehr darum. Gefüllte Kalbsleber. Man legt die Kalbsleber in Milckwasser. häutet sie ab. und schneidet sie in Blattchen, doch m der Weile, daß sie auf beiden Seiten wie eine Tasche noch zusammenhangt, und bestreut sie mit Salz. Nun röstet man kleinaewieaten Speck mit etwas Zwiebeln, drei Eßlöffel Semmelbrösel und Petersilie, rührt zwei Eier aö. gibt zwei Eßlöffel süßen Rahm, das gedünstete und Salz und Pfeffer darunter. Man gibt nun mit einem Eßlöffel zwischen jedes Blatt der Leber etwas von der Fülle hinein, überwickelt sie dann mit einem sauber aewaschenen, etwas eingesalzenem Kalbsnetz und legt sie in eine gut mit Butter bestrichene Kasserolle, in welcher die Leder auf beiden Seiten schön hellbraun gebraten wird. Unterdessen bereitet man eine kräftige Zwiebelsauce und laßt die Leber in dieser noch eine Vier. leistende auskochen.

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