Indiana Tribüne, Volume 26, Number 234, Indianapolis, Marion County, 25 May 1903 — Page 1

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Erscheint NachttTtttag. Jahrgang 26 Indianapolis, Ind., Montag, 25. Mai 1903

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Vom Blitz eingeäschert. Die Scheune des etwa 3 Meilen nordöstlich von den Fair-Gründen an säsftgen Farmers Zury Powell wurde am Sonntag Abend während des Gewitters durch einen Blitz eingeäschert. Es gelang ihm, die sieben Pferde,welche im Stall waren, in's Freie zu bringen, wahrend seine Frau neun Kühe aus dem brennenden Stalle trieb. Fünf kamen in den Flammen um. Etwa 20 Tonnen Heu und 1000 Büschel Mais wurden ebenfalls von den Flammen verzehrt. Der Schaden ist durch Versicherung theilweise gedeckt.

Dollar-Weizen. Die American Society of Equity", welche ihren Hauptsitz in hiesiger Stadt hat, hat heute ein Rundschreiben an die Farmer der Vereinigten Staaten erlass?n, in welchem verlangt wird, daß der Minimal.Preis auf öl per Bushc! erhöht werde. In dem Schreiben wer den sodann Argumente angeführt, weshalb der Farmer seinen Weizen für nicht weniger als Kl verkaufen soll. ES wird behauptet, daß zur Zeit eine außerordentliche Prosperität herrscht, tzaß die Nachfrage nach Allem eine große tst, daß die Arbeiter höhere Löhne als je zuvor erhalten und der Confum an Weizen nie größer war als jetzt, die Ausficht auf eine gute Ernte aber nur schwach ist. Es sei erwiesen, daß ein Acker durchschnittlich 12 Bushel Weizen bringt. Kostet Weizen 83c den Bushel, so ergiebt dieses $10.56 womit daS Saatkorn und die ganze Arbeit bezahlt werden muß. Das sei aber nicht genug, um das einfachste, landwirthschaftliche Geräth anzuschaffen. Eine neuartige Entscheidung. In Jeffersonville. Ind. bat Richter James K. Marsh eine vollständig neu artige Entscheidung abgegeben, indem er entschied, daß Jemand, der die Alimente für seine geschiedene Frau nicht zahlt, vor den betreffenden Richter citirt und wegen Mißachtung des Gerichts" solange festgehalten werden kann, bis er sich bereit erklärt, zu zah le. Bis dahin haben die Betreffenden in Jndiana die Alimente als Civilschuld angesehen, für welche Niemand eingesperrt werden könn?. Der Richter ist der Anficht, daß seine Entscheidung von dem Staats-Obergericht bestätigt werden wird. Bom Felde der organifirten Arbeit. Die verschiedenen Unionen der Braue rei-Arbeiter veranstalten am Samstag, den 20. Juni, in der Südseite Turnhalle einen Ball. Die Retail Clerk'S Union nahm in ihrer letzten Versammlung 13 neue Mitglieder auf. Charles E. McKee, welcher zum Finanz und Corresp. Secretär der Typographia No. 1 erwählt wurde, w'rd vom 1. Juni an energisch an die Arbeit gehen, um jedes Druckerei-Ge schüft in der Stadt zu unionisiren. Die Organisatoren der A. F. of L. sind zur Zeit eifrig bemüht, eine GeneralUnion von sämmtlichen Eisenbahn Angestellten herbeizuführen. Frankreich. AchtPersonengetödtet. Paris, 25. Mai. Auf der Au tomobile Wettfahrt find zwischen hier und Bordeaux 8 Personen, darunter 2 Chauffeurs, getödtet worden. Die Zahl der Schwerverletzten beläuft sich aus 6. Spanien. Die Automobil Rennen verboten. Madrid, 25. Mai. Die sparn sche Regierung hat den Theilnehmern an dem Automobil'Rennen verboten, die spanische Grenze zu überschreiten.

Aus den Gerichtshöfen.

Der Fall des Detectivs James W. Smith auf morgen verschoben. James W. Smith, der Detective von Ct. Louis, welcher, wie behauptet wurde, versuchte, Ed. Logsdon zu bestechen, sollte heute dem Polizeirichter vorgeführt werden. Auf Ersuchen der Anwälte des Smith. Duncan. Hornbrook & Smith, wurden die Verhandlungen auf morgen Nachmittag 2 Uhr verschoben. Es wird erwartet, daß dieselben sensationeller Natur sein werden, da angeblich noch Personen in den Skandal verwickelt find, deren Namen noch nicht genannt worden sind. Der Angetlagte erschien nicht im Gericht. Kriminalgericht. George Harris wurde von einer Jury des Großdiebstahls schuldig befunden und hierauf zu 1 14 Jahren Reformatlrium verurtheilt. Ade Rodman, des Mordangriffs angeklagt, erklärte sich nicht schuldig. A. A. Bark er 's Fall derschoben. Der Fall des Rechtsanwalts A. A. Barker von 2317 Fairview Ave., welcher auf Veranlaffung der Grace Lackey, Insassin eines lüderlichen Hauses, unter der Anklage des Großdiebftahls verhaftet wurde, wird am näch sten Donnerstag sein Verhör im Gericht haben. Pleite. Steve A. N?wbery von Peru meldete im Bundesgericht seinen Bankerott an. Der Passiva von 53724.28 stehen Activa von $6090.50 gegenüber; Louis A. Henning erklärte sich ebenfalls ban kerott; seine Activa belaufen sich auf $260 und seine Passiva auf $4120.48. Eine Klage gegen einen ?ldvotaten. Bewohner aus der Nachbarschaft der 16. und Bellefontaine Str. erhoben heute vor Friedensrichter Stout die Anklage gegen den Rechtsanwalt Salem P. Welman, eine in der dortigen Gegend wohnende Frau Andrews brutal behandelt zu haben. Hülfe für die verfolgten Juden verlangt. Rabbiner I. Wechsler hat ein aus folgenden Herren bestehendes Comite ernannt. welchesGaben für die inKischi. neff verfolgten Juden entgegennehmen soll: Rabbiner I. Wechsler, Rabbiner M. Messing, Joseph Wineman, G. A. Efroymson, Sol. S. Kiser, Jeffe Mos ler und Joseph Baernftein. Keine persönlichen Solicitat'vnen werden vorgenommen. Herr Wechsler ersucht die Bevölkerung des Wortes ein , gedenk zu sein: Rasche Hülfe, doppelte Hülfe!" . .. Convention der Weichensteller Die Delegaten zu der Convention der Weichensteller hielten heute Vor. mittag ihre erste Sitzung in der Germania Halle ab. In derselben wur den Pläne für Organisationen, fowie Empfehlungen des GcoßMeifters und der Executiv'Dircctoren erörtert. Morgen soll der Platz, woselbst die nächste Convention abgehalten werden soll, er wählt werden. Die Wiederwahl der jetzigen Beamten ist so gut wie gesichert. Der Sonntag wurde von den Dele gaten in Broad Ripple zugebracht. Für einen guten Zweck. Die Loge No. 261 der Brüderschaft der Eisenbahn-Zugleute veranstaltet am nächsten Mittwoch Abend iu der Tomlinson Halle zum Besten ihres Mitgliedes P. G. Brown, welcher kürzlich in Folge eines EisenbahnUn falls beide Beine verlor, ein Concert. J.i demselben werden namhafte Voca listen, wie Harry Porter und I. Ruffell j Powell mitwirken.

Schiek-Affaire an der Bluff Ave. Milcherei-Besitzer Georg Bernhardt von feiner Schwägerin geschoffen. Das Haus des Milcherei . Besitzers Georg Bernhardt an der Bluff Avenue, südlich von der Southern Avenue, war gestern Nachmittag der Schauplatz einer Schieß-Affaire, als deren Opfer Bernhardt jetzt in seinem Heim an zwei

Schußwunden, darniederliegt, welche ihm von seiner Schwägerin, Frau Mary Zoller, beigebracht wurden. Frau Bernhardt hatte derselben in ihrer Wohnung nahe der Raymond Str. einen Besuch abgestattet. Hierauf fuhr Frau Zoller ihren Besuch nach ihrem Hause. Während die beiden Frauen sich im Wohnzimmer unterhielten, erschien Bernhardt auf der Bildfläche. Kaum sah er das Fuhrwerk seiner Schwägerin, auf welche er seit geraumer Zeit einen grimmigen Zorn hatte, als er feine Jagdflinte holte und mit demselben sodann in das Zimmer drang, in welchem die Frau Zoller sich befand. Er jagte sie aus dem Hause hinaus, und auf d:m Hofe brachte er ihr mit der Flinte einen Schlag in's Geficht bei. Frau Zoller lief nach dem Milchwagen ihres Schwagers und holte sodann aus demselben deffen Revolver hervor. Sie feuerte zwei Schüsse auf Bern hardt ab. Die eine Kugel drang in die Fleischtheile des linken Beines, die ander: in den linken Arm. Dr. A. I. Schneider wurde herbeigerufen, welcher die Wunden verband; zugleich erllärte er, daß dieselben nicht lebensgefahrlich wären. In Folge deffen hielt er auch eine Ueberfllhrung de Verwundeten nach einem Hospital für überflüssig. Frau Zoller wurde unter der Anklage des Mordangriffs verhaftet, fpä ier gegen Bürgschaft von $500, welche ihr Gatte, der Eisenbahn-Angeftellte John Zoller leistete, aus der Haft entZ laffen. Ralph Waldo Emerson's Ccntennanum. Unter der Leitung des Frl. Mary E. Nicholson, Principalin der Normal Schule, und des Frl. Charity Dye von der Shortridge Hochschule findet heute, am 25. Mai, anläßlich des 100. Iahrestages der Geburt Ralph Waldo Emerson's, des amerikanischen Philo sophen und Literaten, eine Feier statt. Eine Hauptnummer des Programms wird die Aufführung einer von dem hiesigen jugendlichen Componiften Hrn. Fritz Krull componirte Hymne fein. Dieselbe wird von einem aus 50 Mitgliedern bestehenden Chor zum Vortrag gebracht werden. Schützt Eure Bäume Vor der Zerstörung durch Käfer und Maden! ParkSuperintendent Power hat während der letzten Tage die Entdeck ung gemacht, daß viele Bäume in den Parks wie in Privatanlagen etc. wiederum von einer Made zerstört werden. Diese Maden find die Brüt einer bestimmten Käfer-Species (Beeile), welche ihre Eier in resp, unter die Baumrinde legt, wo dann die Maden, nach ihrem Ausschlüpfen, ihr Zerstörungswerk beginnen. Es find häßliche Geschöpfe, mit Köpfen, die größer sind als ihr anderer Körper, und die Jahrelang in dem Holze verbleiben, Überall große Furchen und Löcher grabend, wenn sie nicht rechtzeitig vertrieben werden. Zu ihrer Ausrottung empfiehlt Supt. Power das gründliche Besprenkeln der angegriffenen Bäume mit einer starken Lauge von Walfischthran Seife (Whaleoil-Soap), welche in allen Samenhandlungen zu haben ist. Und zwar muß die Besprenklung alle 3 Wochen wiederholt werden, um alle Eier zu zerstören, welche der Käfer etwa gelegt haben kann. Die schönsten Blumen für Blumenbeete bei Henry W. Rie an, Ecke Eaft und Morris Str.

Auf Logsdou's Seite Ist die allgemeine Sympathie.

Die Verhaftung des St. Louiser Spitzels Jim" Smith wegen des von ihm verübten plumpen BeftechungsVersuches gegenüber Edwin D. Logsdon von der Behörde für öff. Werke und der etwaige Ausgang dieses Falles bildeten gestern das allgemeine Gesprächsthema, und zwar stellte sich die überwältigende Mehrheit der Bürger schaft auf die Seite Logsdon's. Der Vertheidiger des Spitzels, Criminalanwalt Duncan. erklärt zwar, sein Client habe sich nichts Unrechtes zu Schulden kommen laffen, doch dürften die Großgeschworenen, vor welchen der Fall vermuthlich zum Austrage kommen wird, anderer Ansicht sein. Ob der Bursche übrigens noch in der Stadt weilt, war soweit nicht zu erMitteln, da sein Anwalt Nichts über sein Absteigequartier bekannt geben wollte. Indianapolis Ciucinnati. Innerhalb eines Monats Jnterurban-Bahn Verbindung zwischen den beiden Städten. Innerhalb eines Monats wird es möglich sein, von Indianapolis nach Cincinnati per electrische Cars zu gelangen. Die Greenfield Cars werden innerhalb der nächsten 10 Tage bis Richmond fahren. Die Traction-Bahn, welche Dayton mit Richmond verbinden wird, wird bis zum 25. Juni vollendet fein. Von Dayton nach Cincinnati via Hamilton ist schon zur Zeit ein Jnterurban Verkehr. Eine Familien-Partie, Die un wüsteS und blutiges Ende nahm. Bezüglich des Tanzes mit blutigem Ende, der in der Samstag Nacht in der Wohnung Frank Babbitt's an Greely und West Market Str. stattfand und bei dem, wie gestern kurz berichtet, der 15sährige Vere Githens von No. 1009 West Pearl Str. in's rechte Bein ge schaffen wurde, ist Folgendes nachzu. tragen: ' Der Schuß, durch welchen der auf der Straße vor dem Haufe stehende Knabe verwundet wurde, war von einem gewissen Ed. Regle von No. 614 West Maryland Str. abgefeuert worden, nachdem Regle und ein anderer Jüngling sich wegen der Gunst der Tochter des Hauses entzweit hatten. Regle floh. Ferner wurde bei der sich später ent wickelnden allgemeinen Prügelei Wm. Wamscott, ein in dem Hause wohnender Jüngling, von einem Unbekannten in den Rücken, zwischen den Schultern, gestochen und schwer, wenn nicht tödtlich verletzt. Er wurde daheim ärztlicher Pflege übergeben. In Anbetracht dieser Brutalitäten verhaftete die Polizei gestern, vom Morgen ab die folgenden Theilnehmer an dem Feste" unter der Anklage, an einem Tumult oder Aufruhr betheiligt gewesen zu sein: Ja.nes Howell, 20; Geo. Garland, 19; John Hurt, 18; Harry Stewart, 18; Howard Singleton, 24, Clint Combs, 21. Von den Verhafteten war wenig Aufschluß über die genaueu Einzelheiten des blutigen Crawalles zu er langen, und von Regle war bis zu später Stunde noch keine Spur entdeckt worden. In Terre Haute fand heute Nachmittag das Leichenbegängniß der am Sonntag in Folge eines Herzschlags plötzlich aus dem Leben geschie denen Frau Halftead, Gattin des Red. Wm. R. Halftead statt. Ihr Sohn Wm. L. ist Geschäftsführer der Terre Haute Tribune.

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Nachrichten aus Jndiana. Selbstmord- und Mordver such. Marion. Stephan Jsenhous gerieth am Sonntag mit seiner Frau in Streit in deren Verlauf er derselben schwcce Wunden beibrachte. Glaubend, daß sie todt sei, flüchtete er sich in eine Kirche, welche bald darauf von einem Volkshaufen umgeben war. Später kam eine SheriffsMannschaft an und

als der Verfolgte sah, daß es kein Ent kommen mehr für ihn gab, jagte er sich zwei Kugeln in den Kopf. Er und seine Frau find noch am Leben. Eine Offerte von Rocke f e l l e r. Bloomington. John D. Rockefeller hat sich erboten, statt der früher von ihm offerirten $30,000 jetzt S50,000 für ein Gebäude für die Studenten der Jndiana Universität zu schenken, falls bis zum 1. Juli d. I. weitere $50,000 anderweitig aufgebracht worden sind. Es sind bereits für diesen Zweck $35,000 gesammelt worden. Einweihung eines neuen Kirchhofs. A n d e r s o n. Maplewood, An derson's zukünftige Stadt der Todten, wurde am Sonntag Nachmittag unter entsprechenden Ceremonien im Beisein von vielen Tausenden von Personen eingeweiht. Die Feier wurde auf dem Kirchhof in einem Hain vonAhornbäumen abgehalten. Hauptredner war Rev. John H. Bickford von Wittesdarre. Pa., welcher früher Pastor der Ersten MethodisteN'Kirche in Anderson war. Der musikalische Theil der Feier wurde von der Citizens Kapelle und einem Quartetts ausgeführt. Der neue Kirchhof umfaßt ein Areal von 216 Ackern, welches mit vielen Schattenbäumen bestanden ist. Ein Reiseonkel beraubt. Evansville. Der WhiskyReisende Martin Mann von Louisville wurde hier in früher Morgenstunde überfallen und um seine goldene Uhr nebst beträchtlicher Baarschaft beraubt. Kein Strike in Monroe C o u n t y. Bloomington. Die in den Steinbrüchen von Monroe County be schäftigten Arbeiter haben beschloßen, nicht zu ftriken, da sie mit ihren Löhnen zufrieden sind. Dieselben waren erst am 1. Mai erhöht worden. Stechaffairen. Marion. L. D. Baldwin, ein bekannter Rechtsanwalt, brachte seinem Stiefsohn Bert Ritter, seiner Frau und seiner Stieftochter Frau John Budd gefährliche Stichwunden bei. Hierauf lieferte er sich selbst der Polizei aus, wurde aber gegen Bürgschaft entlasten. Vor 25 Jahren bekleidete er zwei Mal das Amt des Sheriffs von Grant County: zur Zeit ist er Präsident der Baldwin Oil Co. Sein Stiefsohn Ritter, welcher wahrscheinlich sterben wird, hat keinen guten Leumund. Er hat schon wegen Diebftahls einen Ter min abgeseffen. Lawrenceburg. Frank Veffe mier, 20 Jahre alt, gerieth am Sonntag Abend mit seinem Schwager Henry Wolfert in Streit, in deffen Verlauf er demselben mehrere Schnittwunden beibrachte und ihm nahezu die Nase vom Gesicht trennte. Als dessen Frau sich bemühte, die beiden Männer zu trennen, wurde sie von ihrem Bruder ebenfalls mit dem Messer attackirt und so schwer verwundet, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Vessemier entzog sich seiner Verhaftung durch die Flucht nach dem jenseitigen Kentuckyer Ufer. 580,000 verlangt. L a p o r t e. Im hiesigen Kreisgericht begannen am Montag die Ver Handlungen über die Schadenersatzklage, welche Robert Melrose gegen die Grand Trunk Bahngesellschaft ringe reicht hat. Er verlangt $80,000 Scha dinersatz.

Entsetzliches Ende. Jeffersonville. Ind.. 25. Mai. An Bilbrichs Crossing, vier Meilen östlich von hier wurden die Ueberrefte eines menschlichen Wesens, fünfzig Fuß auf den Geleisen zerstreut. gefunden. Die Entdeckung, daß Je mand überfahren worden sei. machte der Locomotivführer Jacob Stahl, der um ein Viertel zehn Uhr Abends von Jesterfonville nach Watson abfuhr. Als daselbst Stahl die Maschine inspi

zirte. fand er die Vorderräder mit Fleilch, Blut und Gehirn bedeckt. Am vorderen Ende der Maschine fanden sich Fetzen von Kleidern, und um eine der Vorderaxen hatte sich ein Stück Hemd gewickelt. Stahl hatte den Unfall nicht bemerkt und wußte nicht, wer überfahren worden sei. Der Zug wurde nach der grausigen Entdeckung langsam nach Jeffersonville zurückgeschoben und zwei Meilen von Watson fand man die Körpertbeile und die Kleidung eines Mannes zerstreut auf den Geleisen. Ein Stück des Kopfes fehlte, Arme und Beine fehlten, der Unterleib war überfahren und der Körper fast entzwei geschnitten. Das eine Bein lag 25 Fuß vom anderen entfernt. Eines nabe böses Mißgeschick. Herbert Jose, der jüngste Sohn des Herrn Victor Jose, tummelte sich gestern mit mehreren Freunden hinter dem von seiner Großmutter bewohnten Hause an der Orange Str. in froh lichem Spiele herum. Schließlich wateten sie auch in den Pleasant Run, als plötzlich der kleine Herbert einen lauten Schrei ausstieß. Er war mit seinen bloßen Füßen auf eine Anzahl Glasscherben getreten und hatte erhebliche Schnittwunden davon getragen. Anö Stadt- und County-Verwaltung. Der Milch Krieg. Die Gesundheits-Behörde hat ihr erstes Geschütz im diesjährigen Kampfe um reine und unverfälschte Milch abgefeuert und gegen Charles Orme die Anklage wegen Verkaufes minderwer thiger Milch erhoben, d. h. die von dem Chemiker der Behörde untersuchte Milchprobe enthielt nur 2 pCt. Butterfett, während der Standard 3.6 PCt. ist. Beistehend ist eine Lifte der Resul täte der seit dem 18. Mai vorgenom menen Milch-Proben, nebst Namens angäbe der betr. Michereibefitzer oder Milchwagenkutschers: M. Glerber. 1639 ffletcher Avenue, 3.0; I. Koldyke, Süd State Straße, 3.8; F. G. Hoover, 1613 Park Ave., 3.8; C. E. Ryan, 1735 Ruckle Straße, 3.6. Nick Weimer. 1601 Süd Meridian Straße, 4.2; C' Schafhauser, Meri dian und Maryland Straße, 3.4; CHS. Orme, 1716 Süd Meridian Straße. 2.0; L. Bernhardt, 34 Ost Carson Straße. 4.2. Der Oft-Seite-Park wäre schön aber Bewohner des OftendeS werden dem nächst dem Mayor eine Petition unter breiten, in der sie beantragen, daß bei dem Verkaufe der Taubstummen-Asyl Ländereien und der gegenüber belegenen unbebauten 20 Acker Staatsland, die Stadt diese Ländereien ankaufe und in einen städtischen Park ver wandle. Bekanntlich hat die letzte Le gislatur den Verkauf dieser Ländereien autorisirt. Woher aber die Stadt die Gelder für den Ankauf hernehmen soll, ist vorläufig ein Räthsel. Der Dieb sprang ans dem Fenster. Als die in dem Hause der Frau May Wrigt Sewall. No. 633 Nord Pennsylvania Str. bedienftete Elisabeth Hoff man gestern Nachmittag ihr Zimmer betrat, sah sie noch, wie ein Ernschlei cher sich über die Brüstung des Fen fter's schwang. Derselbe hatte ihr Portemonnaie, welches $1.75 enthielt, gestohlen.

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