Indiana Tribüne, Volume 26, Number 233, Indianapolis, Marion County, 23 May 1903 — Page 4
! Jnorana Tribune, 28. Mai 1903
Zndiana Tribüne. ctauSfltfteben von der utendcrg . Indianapolis, Ind.
Harry 0. Thudium Präsident GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELBPH0IVE S9. i ntered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Mayors-Candidaten. Das Teutschthum von Indianapolis ift kräftig und einflußreich genug, um den Demokraten einen einwandfreien Candidaten für das Mayorsamt aus seinen Reihen stellen zu können. Ihm, dem Deutfchthum. ift eS in erster Linie zu verdanken, daß die alte demokratische Maschine zerschmettert ift. und es wird nicht dulden, daß irgend Jemand, der nur im Entferntesten mit der Tag-gart-Clique Verbindung hatte, das Mayorsamt erhält. Von Herrn Keach wird erwartet, daß er das in ihn gesetzte Vertrauen bewährt, daß er den großen Sieg über die alte so stark befestigte Maschine nicht dadurch neutralisiren läßt, daß in der Person des Mayors-is andidaten der Partei, dem alten Ring ein neuer Freund erwächst. Der Mayors-Can-diVat der demokratischen Partei soll in erster Linie ein Mann sein, auf den alle guten Elemente der Bürgerschaft sich vereinen können, dessen Name und Stellung in sich die Gewähr bietet, daß er ein ehrlicher Verwalter der Stadl sein würde. Wir sind der Anficht, daß Herr McCullough, der sich als Candidat angekündigt hat, ein ehrenhafter und wohlmeinender Mann ift, gegen ihn haben wir nur seine früheren BeZiehungen zu Taggart anzuführen Das ist freilich genug, werden unsere Leser sagen, die mit und für die Niederlage Taggart's und den Sieg Keach's so treulich arbeiteten. Wir wollen alles ausmerzen, was an Taggart erinnern könnte. Aber man darf auch das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, undj in Betracht ziehen, daß es selbst unter dem Taggart Regime tüchtige Männer gegeben hat, die, trotzdem sie mitmarschirten, sich doch nicht mit Haut und Haaren dem Gang" verschrieben hatten. Aber warum sollte das mächtige deutsche Element in der demokratischen Partei nicht die genügende Kraft haben, um aus seineriMitte einen Kandidaten aufzustellen, der das Deutschamerikanerthum vertritt und dessen Sympathien mit demselben find. Nach der letzten Kraftäutzerung wäre'es thörichtSchwäche zu zeigen und der Telegraph" wird wie stets an der Spitze stehen, wenn es gilt dem Deutsch-Amerikaner zu dem Ansehen zu verhelfen, das ihm zukommt. Ein Angriff auf die Person des Herrn McCullough als Mayors-Candidat liegt uns ferne. Wir werden ihn sogar mit allen Kräften unterstützen, wenn sich ein Mann, wie wir ihn zumMayor derStadt wünschen, nicht finden sollte. Die neue Demokratie wird in uns stets einen eis rigen Förderer finden, wenn sie darauf bedacht ift ihre Gelöbnisse und Verspre chungen zu! halten. Wir werden uns bemühen die Eintracht, die in den Reihen einer Partei herrschen muß, wenn sie siegreich sein will, herbeiführen zu helfen. Wir trachten danach, daß ein Mayors-Candidat für die demokratische Partei aufgestellt wird, für den alle guten Demokraten stimmen können. Ein Candidat aus deutsch-amerikani-schen Reihen wäre uns wünschenswerth. Ein Mann, der das Vertrauen Aller befitzt und unter welchem Nativismus niemals hervortreten würde. Es wäre ein Armr thszeugniß für vie Deutsch - Amerikaner unserer Stadt, wenn fich unter ihnen nicht der geeig nete Mann finden sollte. Er kann und muß gesunden werden. Die Demokraten haben jetzt nach einer Reihe von Niederlagen endlich wieder einmal Ausficht auf Erfolg. Aber diese Aussichten, so günstig sie auch erscheinen, können im Nu durch Hader und Zwist zerstört werden. Enggeschlossen muß die Partei an die Stimmkäften treten können. Die Sympathien aller Demokraten müssen für den Mann sein, der an der Spitze des demokratischen Tickets steht. Alles, was nach Taggart schmeckt, an seine Methoden erinnert, muß vermieden werden. In Finanz, in Geschäfts und in wissenschaftlichen Kreisen hat das hiefige Deutfchthum eine führende Stellung, eingenommen. Warum nicht in der Politik unserer Stadt? Jetzt, wo
die Maschinenbremse nicht mehr hin dert, ift es an der Zeit, einen DeutschAmerikaner als Mayors-Candidaten aufzustellen und mit ihm die Partei zum Siege zu führen. Außer Herrn McCullough wird Herr Holtzmann viel als Mayors-Candidat genannt. Er ift bislang der einzige Deutsche, der genannt wurde. Die größte Sorgfalt muß auf die Wahl des demokratischen Mayors-Candidaten verwendet werden. Es muß ein Mann sein, dessen Name allein Eintracht in ner Partei befestigt und unter den Deutsch'Amerikanern der Stadt wird ein solcher Mann zu finden sein.
Ans Stadt- und Connty-Ber-waltnng. Die Beleucdtunas-Sve c l s l c a t l o n e n. Stadtanwalt Job hat die Specificationen für den neuen ftädt. Beleuch. tungs-Contract für 10 Jahre, wie sie neulich an dieser Stelle wiedergegeben wurden in Contract-Form gekleidet. Dieselben waren in der geheimen Conferenz der Behörde mit den Vertretern der electr. Compagnien nicht verworfen oder wesentlich geändert worden, trotzdem damals das Gegentheil behauptet worden war. Löst Eure L icensen ! Auf Veranlassung des Stadt-Con-trolleurs wird die Polizei fortab allen unlicenfirten Fuhrwerks- und FahrradBesitzern besonders auf der Pelle sitzen. Die Stadtcasse braucht Geld. Mehr Raum dringend nöthig! Die Park - Behörde erhöhte gestern den Tagelohn für Fuhrwerke von $3 auf $3.50. Ferner ordnete sie die Anbringung eines electrischen Bogenlichtes in der Mitte der 30. Str.-Brücke über den White River an. Die Brücke wird vermuthlich breiter gemacht werden, da sie, besonders an Sonntagen, sich für die Mengen der Riverside Park-Besu-cher als zu enge erweist. Es ift ein Wunder, daß in dem Gedränge auf der Brücke an Sonntagen nicht schon verschiedene Menschen erdrückt worden oder sonst verunglückt sind. Die Convention der Weichenfteller. In der gestrigen Sitzung wurde beschlössen, die Zahl der Vice-Großmeister von 5 auf 3 zu ermäßigen und das Land in drei Districte einzutheilen; jeder District steht unter der Leitung eines Districts - Organisator, welcher alle Machtvollkommenheit betreffs Organisation in seinem Districte haben soll; er soll auch die Macht haben, Strikes zu schlichten. Wenn es ihm jedoch nicht möglich ift, irgend eine Streitfrage zu schlichten, so soll dieselbe dem Großmeiste. unterbreitet werden. Diese neue Ordre soll nach Schluß der Convention sofort in Kraft treten. Die Districts - Organisatoren erhalten $100 per Monat. Resolutionen' welche die SympathieStrikes verurtheilen, wurden nahezu einstimmig angenommen. Ans der Straße schwer erkrankt. Auf der Ohio Str., zwischen Pennsylvania nnd Delaware Str., wurde gestern Abend kurz vor 6 Uhr die in No. 1242 West Market Str. wohnhaste Frau Helen Miller plötzlich ohnmächtig. Sie wurde in die nahebelegenc Office des Dr. Eifenbeiß geschafft und dort von diesem Arzte und Dr. Sheek vom Dispcnsarium nach mehrstündiger Aabeit soweit wieder hergestellt, daß sie per Ambulanz heimgebracht werden konnte. Plötzlich abberufen. Frau Leo. Jenner von No. 248 Virginia Avenue, Gattin des Sonnenschutzdach - Fabrikanten Leopold Jenner, wurde gestern Abend gegen 18 Uhr von ihrem Manne definnungs- und regungslos auf ihrem Lager vorgefunden. Jenner telephonirte zum Dispenfarium, allein Dr. Seaton, welcher dem Rufe Folge leistete, konnte nur den Tod der Frau feststellen. Vermuthlicherlag dieselbe einem langjährigen Herzleiden. Sozialer Turnverein. Eröffnung des Turnerparks verbunden mit Mai-ffeft der Turn- und Sonntagsschule, am Sonntag, 24. Mai. Das Publikum ift freundlichst eingeladen. Eintritt frei.
Polizeiliches Allerlei. Roch keine Spur von Mary Pollard entdeckt.
Der Polizei ist es leider soweit noch nicht gelungen, eine Spur der I6-jährigen Mary Pollard aus Wana.maker, Ind., zu eutdecken, die feit dem 4. Mai hier aus mysteriöse Weise verschwunden ist. Mary's Angehörige haben eine K25-Belohnung für jede Auskunft ausgesetzt, welche zur Entoeckung der Vermißten führen kann. Von den Detectivs Kurtz und Lancafter wurde der 15-jährige Negeknabe Jos. Hunter unter der An klage verhastet, vor einigen Tagen E. 903. Knapp in No. 5664 Burgeß Ave., Jrvington, in dessen Hause er Dienstleiftungen verrichtete, $35 stibitzt zu hpben. V i r g i l F o l tz , ein 19-jähriger Bursche, wurde von den Detectivs Haley und Splann wegen Großdiebstahls eingesteckt. Er ist beklagt, in der Mittwoch Nacht aus der Waggon-Werkstatt der I, D. & W.-Bahn Messing-Guß. stücke etc. im Werthe von mindestens $50 gestohlen zu haben. Frl. Emma Pritchard von No. 32 W. Vermont Str. klagte der Polizei, daß ihr gestern Abend, als sie sich auf wenige Minuten aus dem Zimmer entfernt haite, 3 werthvolle Ringe. 1 Diamant-Ring und 2 mit Türkisen besetzte, gestohlen wurden, die sie auf dem Tifche hatte liegen lassen. Die National Convention der Musiker. Gegen dieArmee-Capellen. In der Abend-Sitzung in der Germania Halle wurden von den verschiedenen Ausschüssen eine riesige Anzahl von Resolutionen, berührend die Stellung der Musiker-Föderation zu gewissen Fragen unterbreitet und erörtert. Die für das allgemeine Publikum wichtigste ist diejenige, die einstimmig angenommen ward und bestimmt, daß von nun ab kein Mitglied der A. F. of M. bei irgend einer Veranstaltung, ob Parade oder Concerte etc., activ Antheil nehmen, d. h. mitspielen darf, falls bei derselben Bundes-Armee-Ca-pellen, oder Mitglieder solcher, mitwirken. Für jede Ucbertretung dieser Regel ist eine S50-Strafe festgesetzt. Begründet wurde dieser Beschluß mit der Angabe, daß die Mitglieder der Bundesarmee-Capellen ebenso schlecht bezahlt werden, wie die der Bundes-Marine-Capelle. Das Executiv-Comite der MusikerFöderation hielt nach der Vertagung der Sitzung in der Germania-Halle im DenisoN'Hotel noch eine lange Sitzung ad, um die wichtigsten Geschäfte zu erledigen oder wenigstens reif für die Erledigung zu machen, damit die Convention, wenn möglich und wie geplant, heute zum Abjchluß gebracht werden kann. Menschen-Fallen Sind die billigen Logishäuser und Hotels nach der Ansicht des Staats-Juspectors. Staats - Fabrik .Inspektor McAbee. dem als solcher auch die Uebersicht über sämmtliche Gebäude im Staate unter steht, soweit ihre Stabilität, Sicherheit bei Bränden etc. in Betracht kommt, hat gestern erklärt, daß die billigen Logishäuser und Hotels an der Oft Washington Str. sich bei Bränden als wahre Menschen - Fallen herausstellen würden, weil an denselben jegliche Feuer-Rettungsleitern an der Außenseite der betr. Gebäude fehlen :c. Deswegen wird Jnsp. McAbee darauf dringen, daß die betr. Gebäude-Be-sitzer, dem Gesetze gemäß, unverzüglich für die Anbringung der besagten Ret tungs-Apparate sorgen. Pennsylvania Bahnen wichtige Zeitabänderung. Der New York Limited, ein Zug absolut ersten Ranges und vollständig unabhängig von Indianapolis nach Philadelphia und New York, wird nach Sonntag, 24. Mai, Indianapolis um 6.50 Uhr Nachm. verlassen, (anstatt um 7.15 Uhr N. M.) in Philadelphia um 3.47 N.M.; New York um 6 Uhr Abends ankommend. Die Equipirung besteht in Bibliothek, Rauch. Waggon. Dinner-Waggon. Observa' tions-Waggon und Schlaf-Waggons. Keine Zeitveränderung fand mit No. 20 Keyftone Erpreß-Zug statt, welcher mit durchlaufenden Salon- und Schlafwaggons Indianapolis täglich um 3.05 Nachmittags verläßt und in New York um 3 Uhr Nachmittags ankommt und No. 14. die New York Expreß verläßt Indianapolis täglich um 8.10 Uhr Vormittag und kommt in New York um 7.30 Uhr Vorm. an.
Den 200-jährige Geburtstag von John Wesleh Werden die Methodisten heute und morgen in großartiger Weise feiern.
Die 200-jährige Wiederkehr des Geburtstages von John Wesley, dem Gründer des Methodismus, wird am heutigen Samstag und morgen von den hiesigen Methodisten-Gemeinden in ge bührender Weise gefeiert werden. Heute Abend findet ein Banquet im Denison Hotel statt. 500 Gedecke werden gelegt werden. Der Ehrengast wird Bischof Charles H. Fowler von Buffalo, der Toastmeister Gouvernenr Durbin fein. Diese beiden Herren, sowie die beiden Senatoren Fairbanks und Beveridge , Congreß Repräsentanten James E. Watson, Charles L. Henry, Frank E. Gavin und I. Frank Hanley von Lafayette werden An. sprachen halten. Am Sonntag Vormittag finden in allen Methodisten-Kirchen Fest-Gottes-Dienste statt. Am Abend, beginnend um 7:30. wird in derTomlinson Halle eine Massen-Versammlung abgehalten werden. Bischof Fowler wird der Festredner sein. Grundeigenthüms Uebertragungen. James R. Munro an Edward C. Dammeyer, Lot 16, Munro's Add., Nord Indianapolis, $1,400. William Dunn an Catherine Fitzgerald, Theil von Lots 32 und 33, 2. Miley Add., 81,500. Chas. T. Boyer an Emery Albertson u. A., Lot 41, Edward's Sub., Theil Johnson'S Erben Add. an Broadway, $7,500. Wm. E. Mick, Exccutor, an Calvin M. Warren u. A., Theil Lot 7, Square 1, Nord Park Addition, $3,903,87. John P. Kennedy an Wm. R. Galpin u. A., Theil Lot 72, Bruce Place Addition, $1,1000. Henry Maag an Thomas S. Graves, Lot 305, Kühn & Johnson's 1. West Seite Add., und Lots 8 und 9 Barnum's Sub. Theil Sudost Add., $1,000. Patrick W. Ward an Crawford Faiabanks. Theil von Lot 9, Syuare 18, Drake's Addition, an Senate Ave., $7,000. Sheriff an Jra M. Holmes, Lot 9, Thiene's und Haslinger's Sub., von Fletcher's 3. Add., $1,130. Joshua B. Murphy an Walter H. Harris u. A., Theil von Sec. 27 und 28, Township 15. Range 5, $2,000. George L. Harrington an Melvin Eudaily. Lots 16. 17 und 18, Block 14, Fletcher's South Brookside Add.. $1,20. GottliebLeukhardt, Die gemüthliche tfrfe," Ecke Noble und Market Str. Gottesdienste auf den Dächern sollen im heurigen Sommer von einzelnen religiösen Sekten in London veranstaltet werden. Der Anfang soll in einem Hause in der City Road, in der Nähe des ehemaligen berühmten Griechischen Theaters," gemacht werden, einem der ärmsten und meistbevölkerten Distrikten der Metropole. Der Zugang zum Dache wird durch einen besonderen Zugang von der Straße aus bewirkt werden können. Es wird mit kleinen Bäumen. Sträuchern und Blumen bepflanzt werden, und es ist ferner in Aussicht genommen, von Zeit zu Zeit musikalische Abende zu veranstalten. Selbstmord" eines S t e i n b o ck s. Ein österreichischer Aristokrat hatte vor Kurzem bei seiner Rückkehr aus Egypten zwei große Steinböcke vom Berge Sinai der kai serlichen Schloßmenagerie zu Schön brunn bei Wien zum Geschenk gemacht. Die Thiere schienen sich aber dort nicht wohl zu fühlen, denn sie waren sehr unruhig und machten wiederholt Versuche, aus ihren Käfigen zu entspringen. Dieser Tage that nun der eine der beiden Steinböcke plötzlich einen hohen Luftsprung gegen das Gitter, so daß er sich das Genick brach und mit den Hörnern an den Eisenstäben todt hängen blieb. Gemeiner Streich. Letzthin Nachts wurden auf der mittleren der zwischen Pfersee und Göggingen, Bayern, befindlichen Eisenbahnbrücken über die Wertach von einem jedenfalls Fachkundigen zwei über die ganze Breite der Brücke laufende Dielen weggeschraubt. Hierdurch entftond auch aus dem mit der Brücke verbundenen Fußstege eine etwa drei Fuh breite Oeffnung. Passanten, die die Brücke noch während der Dunkelheit passirt hätten, wären zweifellos durch die Oeffnung in die zur Zeit ziemlich hochgehende Wertach gestürzt und umgekommen. Wie bereits erwähnt, können nur Sachverständige die Thäter sein, da die Dielen unter der Brücke wsgeschraubt werden mußten.
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In den letzten Tagen berichteten Nachrichten aus Südamerika von einem in Argentinien entstandenen Germanischen Bündniß zu Schutz und Trutz. Unsere Iingos werden sich hoffentlich deshalb nicht unnöthiger Weise echauffirt haben, schreibt die Westl. Poft". Es handelte sich dabei keineswegs um einen Bund im Jntereffe irgend einer auswärtigen Macht, sondern nur um einen solchen, den dortige Ansiedler aus germanischen Ländern abgeschlossen haben, um sich gegen die Gewältthätig leiten der Bevölkerung von romanischer Abstammung zu schützen. Immer häufiger kommt es nämlich dort vor, daß frisch cingewanderte Ansiedler unter den fadenscheinigsten Ansprüchen von ihrem Grundbesitz vertrie den werden, nachdem sie ihn durch den Fleiß ihrer Hände der Wildniß adgerungen und culivirt haben. Bestochene Richter helfen gewöhnlich nach, die eingewanderten Farmer zu betrügen und von ihrem Grundbesitz zu vertreiben. In Londoner Blätter ist schon wieder gegen den Bund gehetzt worden, daß derselbe nach seinen inzwischen be konnt gewordenen Statuten keine politischen Tendenzen irgend welcher Art, sondern ausschließlich den Zweck hat, die Eigenthumsrechte seiner Mitglieder nach Möglichkeit gegen Beraubung und Betrug zu sichern. Wahrscheinlich werden ähuliche Organisationen der germanischen Bevölkerungselemente auch in anderen südamerikanischen Republiken entstehen. Der Germanische Bund soll alle in Argentinien wohnenden Angehörigen germanischen Stammes, Deutsche, Oesterreicher, Schweizer, Skandinavier und Holländer umfaffen. Die Idee ist die eines großen Rechtsschutzvereins. Bon alldeutscher Propaganda" ist der Verein so weit entfernt, daß er speziell die Unabhängigkeit Südamerikas und weitere Entwicklung zum Segen der Südamerikaner" als Motto auf seine Fahne geschrieben hat. Der Verein entspringt dem Zusam Mengehörigkeitsgefühl verwandter Elemente und will seinen Mitgliedern vermehrten Schutz bei allen öffentlichen Fragen, wie er insbesondere bei der mangelhaften Handhabung der Rechtspflege in Argentinien nothwendiglift, angedeihen lassen. Es bestätigt sich, daß auch in Brasi. lien die Gründung einer großen deutschen Vereinigung geplant ift. Das Vorbild für die letztere bildet der deutsch-amerikanische Nationalbund der Vereinigten Staaten. Dort wie hier sind reichstreue Bestrebungen" ausgeschloffen und auf Förderung von hier aus können die Deutschen nicht rechnen, was sicherlich auch ihren eigenen Intentionen entspricht. rofte uswayi von Aug. Diener, v. 449 Ost Washington Str. ftett Telephon 2525. 5 48 Ewnd, ttttbtn SonarrdSa unl uinuB aus wn utrn . crgaiun dukch Smttal'Midp lufatoebm ohne Unbequemlichkeiten. Preis $1.00, bei allen Drnggiftm oder V. O. os 61. e Dort M
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