Indiana Tribüne, Volume 26, Number 230, Indianapolis, Marion County, 20 May 1903 — Page 6

Judiana Tribüne, 2. Mai 1903. 6

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Europäische Nachrichten.

VvoDUIJ SNpr Königsberg. Der ordentliche Professor Dr. cfe hierfelbft ist in die evangelisch theologische Fikultät der Nttivcrsltt ZU Bonn versetzt. Dem (.ininnasialdirektor Geheimrath Dr. Grosse ist aus Anlaß seines Scheidens aus seinem Amte durch das Lehrereollegium des Wilhelmsgymnasiums 0 1 o Ehrengabe ein prachtvoller silberncr Tafelaufsatz gewidmet worden. B e n s e e. Hier brannte das ! Wohnhaus des tigenthümers Lange nieder. D a r k e h m e n. Versetzt ist der Rentmeister Pietschmann Hierselbst nach Herzberg a. H. S n d t k u h n e n. Besitzer Reimer in Listen fiel auf dem Heimwege vom Wagen, verwickelte sich in der Leine, wurde eine Strecke von den führerlofen Pferden geschleift und todt auf 'cer Chaussee vorgefunden. Q r o - B l a u st e t n. Aus vem sr,t 80 Jakren im Besitz der Langenstrafzen'schen Familie befindlichen hiengcn Rittergute fand eine schöne Feier statt. Es wurden von dem GutsHerrn, Edwin Langenstraßen, sechs Allgemeine Ehrenzeichen und sieben von der Ostpreußischen Landwirthsch.iftskammer verliehene Medaillen an folgende Leute überreicht: Das Allgemeine Ehrenzeichen erhielten Kämmerer Leske, Stutenwärter Lemfe, Kutscher Warschkowski. Flurschütz Fesley, sowie die Arbeiter Bannasch und Norn. G u m b i n n e n. Oberregierungsrath Petersen Hierselbst, früher Landrath in Briefen, ist nach Wiesbaden versetzt. L a b i a u. Als Kreisdeputirter wurde an Stelle des aus dem Kreise verzogenen Rittergutsbesitzers und Kammerherrn v. Gustedt - Laölacken Rittergutsbesitzer Brausewetter-Ben-diesen gewählt. M a r g g r a b o w a. Der erst 16 Jahre alte Riemer- und Sattlerlehrling Fuhrmann von hier, welcher beleits mehrmals wegen Diebstahls bestraft ist, wurde von der Strafkammer zu zwei JahrenGefängniß verurtheilt, weil er mehrere Einbruchsdiebstähle Hierselbst verübt hat. P a s s e n h e i m. Bei der Ersatzi vchl wurde in Stelle des aus der zweiten Abtheilung ausgeschiedenen Dr. Erdmann der Kaufmann Grunert zum Stadtverordneten gewählt. S o l d a u. In große Trauer wurden der Tischlermeister Kantorer und der Hausbesitzer Dibowski von hier versetzt. Ihre einzigen vierjährigen Söhne spielten auf der Wiese neben dem früheren Mühlencanal, wobei einer der Knaben in einen Tümpel fiel und den andern mit sich riß. Beide ertranken. r7Vinz ZScstpreußen. D a n z i g. Prediger Auernhammer von St. Johann, einer unserer vekanntesten und beliebtesten Geistlichen, der seit längerer Zeit nervenleidend ist, versuchte in einem besonders starken Anfalle sich aus dem Fenster seiner Wohnung herauszustürzen. Der ihm beigegebene Wärter konnte dies zwar noch verhindern, nicht aber, daß der Kranke aus dem Zimmer auf den Hausflur eilte und sich über das Treppengeländer hinunterstürzte. Schwer verletzt, wurde Prediger Auernhammer in's Krankenhaus gebracht. Zum Betriebsdirector im Schiffbau-Rejsort der hiesigen Kaiserlichen Werft ist der Marine-Oberraurath Krieger in Berlin ernannt worden. Abbau Gostoczyn. Bei dem Besitzer Paul Schmidt brach Feuer aus. welches großen Schaden anri.htete. E l b i n g. . Pfarrhufenpächter Michael Kaminski aus Konradswalde, der wegen Anstiftung zur Ermordung der Bahnwärterfrau Reimer zum Tode vcrurtheilt worden war, ist hier hingerichtet worden. G r a u d e n z. Im hiesigen Gymnasium wurde Professor Skerlo, der nach fast 40jähriger Thätigkeit aus dem Amte geschieden ist, in feierlicher Weise unter lieberreichung des ihm verliehenen Rothen Adlerordens vierter Klasse von Director Anger verabschiedet. Groß - Bisläw. Zu 10 Iahren Zuchthaus wurde vom Schwurgericht in Konitz der aus unserem Dori'e stammende Kuhhirt Ludwig Radke w.gen vorsätzlicher Brandstiftung und Diebstahls verurtheilt. K o n i tz. Der 31jährige Sohn des hiesigen Ackerbürgers Zachaw, der sich an dem im Gange befindlichen RoßWerk eine schwere Quetschung des Fußes zuzog, ist infolge der erlittenen schweren Verletzung im städtischen Krankenhause gestorben. Wegen Raubes verurtheilte das hiesige Schwurgericht den Arbeiter Friedrich Hermann und den Arbeiter Franz Gutcwski zu 3 bezw. 2 Jahren Zuchthaus. Kunzendorf. Kaufmann Weberstädt Hierselbst und sein Ladenfräulein wurden wegen Verdachts des Falschcides verhaftet und in das Gefängniß zu Marienburg überführt. N e u g u t h. Hier brannte das Gehöft der Wittwe Schikorra, bestehend aus Wohnhaus, Scheune und Stall, nieder. Oberausmaaß. Das Wohnhaus des Käthners Behnke brannte nieder. Der 8jährige Stiefsohn Fritz Mever kam in den Flammen um. P r o n i k a u. Hier brach bei dem

esttzer Patalon Feuer aus. welches m kurzer Zeit Scheune und Stall in Asche legte. S ch ö n a u. Das Gehöft des Besttzers Rafalski ist mit sämmtlichem todten Inventar und dem Federvieh abgebrannt; der Vater des Rafalski kam in den flammen um. T h o r n. Landgerichtsrath Engel hierselbst ist zum Landgerichtsdirector ernannt und an das Landgericht in Gnesen versetzt worden. Z o p p o t. Consul Boehm ist im 81. Lebensjahre entschlafen: er war viele Jahre Hauptinhaber der Firma F. Boehm & Co. in Danztg. Mitglied des Vorsteheramtes der dortigen KaufMannschaft und Commerz- und Admiralitätsrath, ein hilfsbereiter Förderer aller menschenfreundlichen und gemeinnützigen Bestrebungen. 'Z'rovittz Sommern. Stettin. Der HauptsteueramtsControlleur Ungefroren in Stettin ist zum Oberzollinspector in Liebau befördert worden. Greifswald. Der ehemaNge Generalsecretär des Baltischen Centralvereins, Wilhelm v. Wolffradt, ist im 64. Lebensjahre verstorben. K ö s l i n. Hier feierte der taubstumme Schneidermeister H. Burzlaff sein 25jähriges Arbeiterjubiläum in der Corfectionsfirma F. Flister. Ueber das Vermögen des Groß-Tisch-lermeisters Julius Schmidt ist das Concursverfahren eröffnet. P a s e w a l k. Bürgermeister Will beging sein 25jähriges Amtsjubiläum. Seit dem 3. April 1878 bis zum Jahre 1895 wirkte derselbe als Beigeordneter, von da an als Bürgermeister. P r e n z l a u. Unserer Stadt hat ihr Ehrenbürger Herr August Witt in Dresden ein Lutherstandbild gestiftet, dessen Einweihung im September d. I. erfolgen soll. R a n k w i tz. Auf dem Gehöfte des Fischers Glawe brach Feuer aus, welches sehr schnell um steh griff und in kurzer Zeit sechs Gehöfte total einäscherte. Schive.lbein. Beim Aufladen von Thüren für einen Neubau fielen fünf Thüren um und trafen den 19 Jahre alten Tischlergesellen Trapp so unglücklich, daß der junge Mann sofort verstarb. Schöningen. Der Colonist G. Schulz sollte seinen Bienenstand ausräuchern, aber er ließ die nöthige Vorstcht außer Acht und die in der Nähe stehenden alten, mit Stroh gedeckten Häuser fingen Feuer und die ganze Wirthschaft brannte ab. S t a r g a r d. Hier brach in der Nacht zum 25. April 1901 in der Wohnung des Bahnwärters Hartfiel Feuer aus, bei welchem die Frau und sieben Kinder des H." erstickten. Hartsiel, welcher tnzwischem nach Grimmen versetzt wurde, hat sich dort selbst bezichtigt, daß er damals das Feuer angelegt hat. S t r a l s u n d. Der frühere Schlächtermeister Karl Prast beging mit seiner Ehefrau das seltene Fest der diamantenen Hochzeit; der Mann ist 89. die Frau 79 Jahre alt. T e m p e l b u r g. Die Frau des Schlächtermeisters Ewertz wurde kürzlich von einem Omnibus überfahren und ist an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Provinz Schr.'swlg-Korstein. Schleswig. Der beim hiesigen Spediteur Dehn beschäftigte Arbeiter Graumann ist vom Wagen gefallen und überfahren worden. Der Tod war anscheinend sofort eingetreten. Der wissenschaftliche Hülfslehrer der königlichen Domschule Hoype ist an das Gymnasium in Kiel versetzt worden. A l t 0 n a. Der Besitzer des Hotels Königlicher Hos" in Altona, Müggenbürg, hat sich mrttelst Erschießens das Leben genommen. Die am WinklerPlatz .1 wohnhafte Controllirte Anna Schmidt wurde in ihrem Zimmer mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Der Thäter, ein 24jähriger Hausknecht Namens Oswald Mailau aus Bonn. ist ergriffen worden. Eckernförde. Es verschied nach

Mutterschaft ist die Belohnung, welche die Natur der gesunden Weiblichkeit verleiht. Frauen, deren LebenskrSste durch Krankheit untergraben worden find, könn?n nicht ohne Gefabr Kinder gebären. Die Schwäche der Mutter offenbart sich während der Schwanger schaff und Geburt durch Schmerze und Qualen. Das Bewußtsein möglicher Leiden macht jede Frau vor der Mutterschaft zurückschrecken. Die dankbaren Mütter, welche diese Briefe schreiben.be;eugen,dab der Wine of Cardni den Frauen die vollkommene Gesundheit giebt. Kelche die Mutterschaft zu einem erfreulichen Vorrecht macht. Diese ausgezeichnete Medizin beseitigt jede Spur von Entzündung und Schwäche und giebt den zarten Organen, welche das Kind reifen. Widerstandsfähigkeit und Kraft. Die Schmerzen dtt' Schwangerschaft werden gebannt durch den Viu ok (?räui und Frühgeburten, die so dieler Mütter sehnliche Hoffnung vernichten, werden verhütet. Ueb. Mäßige Blutungen, die sich oft nach der Geburt einstellen, werden vermieden, wenn Wine of Cardai gebraucht wird. Wine of Cardni Babies sind gesunde Babies, weil die Mutter Während der Monate der Schwangerschaft im Stande ist. ihnen die nöthige Lebensfähigkeit und Kraft zu geben. Mit diesen Thatsachen vor den Augen der amerikanischen Frauen, sollte keine erwartende Mutter zufrieden sein, ohne die Slür runa, die der wineofCarduii.hr giebt. Jeder Mutter fönte es vergönnt sein, fich mit dieser wetthvotten Medizin zu Hause zu behan dein.

Der wine of Cardul ist in allen Apotheken gu $1.00 die Flasche zu haben. Warum verschafft Ihr Euch nicht noch heute eine Flasche dieser Medizin? Leset, was diese beiden Personen don ihrer Erfahrung damit sagen: , u Ä. . . Polhcarp. N. C.. den 11. Januar, 1902. Ich bin Mutter don sieben Kindern, und während der Schwangerschaft mit den ersten sechs haue ich unsägliche Cchmcrzrn zu er dulden, ehe sie geboren wurden. Einen Monat vor der Geburt des siebenten, begann ich eine Flasche Wine of jardni zu gebrauchen, und er erschafft Linderung nach den ersten drei Tosen. Ich gebrauchte den Rest der Flasche bls zur Geburt des Kindes, UNd ich war INNtt halb drei Tagen nach der Geburt kräftiger, als ich einen Monat nach der Geburt eines jeden der ersten sechs Kinder war. Ich bin 29 Jahre L'.U Frau B. Elisabeth Stafforo. . Coalburg, Na., den 21. pril. 1 02. Ich habe den Wine of Cardni und Tbedford's Block Dknught seit beinahe drei fahren in meiner Familie gebraucht, und ick, habe gefunden, dah sie befser sind, als irgend etwas Anderes. Ich halte sie für die besten Frauen Medizinen, besonders während der Schwangerschaft. Meiüe Gattin nabm täglich eine Dosis, monatelang vor der Geburt, und sie brachte das Kind in weniger als einer Stunde ur Sät, nachdem sie sich gelegt hatte. Ich hoffe, dah dies andere Frauen veranlassen wird, den Win ofCar.ui zu gebrauchen, um sich Schmerzen und Leiden, sowohl vor, als während der Geburt zu ersparen. Meine GaUin wiegt 100 Pfund unr gebae nn zehn pfündigeS Kind. William 'ewls.

WIN&CARDUI

kurzem Leiden der bekannte Pastor emer. Linde in Borby. Er feierte kürzlich seinen 98. Geburtstag. E l m s h o r n. Die feierliche Enthüllung des Bismarck-Denkmals fand hier unter zahlreicher Betheiligung statt. F l e n s b u r g. An dem Geburtstage des Fürsten Bismarck wurde der von der Stadtverwaltung errichtete Bismarck-Gedenkbrunnen in feierlicher Weise der Öffentlichkeit übergeben. Heide. Bürgermeister Forkel geht nach Elberfeld, in der Absicht, durch Theilnahme am städtischen Dienst sich mit großstädtischen Verhältnissen bekannt zu machen. I tz e h o e. Dem städtischen Krankenhaus Julienstift" wurde durch Frau Generalin v. Trepka ein Vermächtniß von 11,250 Mark überwiesen. Kiel. Als Nachfolger des nach Düsseldorf versetzten LandgerichtsPräsidenten Ratjen ist der Präsident des Landgerichts in Landsberg a. d. W. Dr. Andrae nach Kiel berufen worden. Landgerichtsdirector Sommerwerck feierte seinen 80. Geburtstag. Er gehört zu der verhältnißmäßig kleinen Zahl noch lebender altpreußischer Beamten. Provinz Scyresten. B r e s l a u. Im 59. Lebensjahre starb der Generalmajor Ernst Becker, der seit seiner Pensionirung vor einem halben Jahre in Hünern. Kreis Trebnitz, seinen Wohnsitz aufgeschlagen hatte. An Stelle des nach Berlin berufenen kgl. Archivars Dr. Gramer ist der Archivassistent Dr. phil. Hans Spangenberg an das Staatsarchiv in Breslau versetzt worden. A r m e n r u h. In der Rink'schen Gastwirthschaft brach Feuer aus, welches dasWohnhaus mit der Gastwirthschaft. die Stallung und eine Scheune in Asche legte. B e u t h e n. Dr. med. v. Lingelsheim, Leiter des bapteriologischen Laboratoriums Hierselbst, ist zum Professor ernannt worden. Colonie Bienitz. In dem Gehöfte des Stellenbesitzers Heider brach Feuer aus. Dasselbe griff mit rasender Schnelligkeit um sich und legte die aus Wohnhaus. Scheuer und Stallung bestehende Besitzung in Asche. B u n z l a u. Vor mehreren Wochen hatte sich der Schüler Oskar Karsch aus Neuhammcr an den Kaiser. ' dessen Vatbenkind er ist. mit der Bitte gewendet, ihm zu seinem Constrma tionstage eine Bibel schenken zu wollen. Bei der am Palmsonntag erfolgten Einsegnung desKnaben wurde ihm eine prachtvolle Bibel in Ledereinband und Goldschnitt mit emer eigenhändigen Widmung des Kaisers überreicht. Dreißighuben. Hier ist der größteTheil der Girndt'schen Besitzung Wohnhaus, Schmiede und Stallung niedergebrannt. Franken st ein. Die bisher einer Actiengesellschaft gehörige Gasanstalt ist von der Stadt angekauft und am 1. April übernommen worden. Görlitz. Das Kesselhaus und die Mälzerei der Hagspiehl'schen MalzFabrik sind durch Feuer zerstört worden. Groß-Neudorf. Der Arbeiter Paul Michler aus Groß - Neudorf und der Arbeiter Karl Giesler aus Neu - Köln waren auf dem Sirom in einem Segelboote mit dem Auspeilen des Fahrwassers beschäftigt. Durch einen starken Windstoß wurde das Boot zum Kentern gebracht. Giesler rettete sich durch Schwimmen, Michler aber verwickelte sich in die Segelleine und ertrank. Leobfchütz. Um das Andenken des verstorbenen Vaters, des Fabrikbesitzers Alexander Holländer, zu ehren, haben dessen Söhne ein von der Stadt zu verwaltendes Legat von 10.000 M. ausgesetzt, dessen Zinsen alljährlich gegen Weihnachten an hiesige Arme vertheilt werden sollen. Hier starb nach längerer Krankheit im 84. Lebensjahre der Großgrundbesitzer Heinrich Beyer. L i e g n i tz. Ein Heirathsschwindler wurde hier von der Polizei kurz vor

llduttcrscknkt.

seiner Abreise nach Budapest in der Person des Ingenieurs Popesku verhaftet. Ober - Regierungsrath Lömpcke in Lieqnitz ist als Nachfolger des an die Regierung zu Breslau versetzten Ober - Regierungsratbes Gärtner an die kgl. Regierung in Schleswig versetzt und mit der Stellvertretung des Regierungspräsidenten betraut worden. M ü n st e.r b e r g. In der Sitzung des Kreistages wurde die Lehrerin Bittner des Kreis - KindererziehunqsHauses auf ihr Gesuch wegen Krankheit pensionirt. Oberhartmannsdorf. Dem Kreistaxator Karl Wonneberger ist das Kreu des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen worden. P o m b s e n. Ein Feuer vernichtete das Haus des August Hermann und das Anwesen des Gutsbesitzers Adolf Schröter. Zur Nachahmung empfohlen. Eine Frau möchte gern einen neuen Hut hoben. Sie beginnt damit, von ihrem Manne ein Kleid zu fordern. Er: Ei Kleid diese Ausgäbe! Wo denkst Du hin, bei diesen schlechten Zeiten! Wenn es noch ein paar Handschuhe oder meinetwegen ein Hut wäre, aber ein Kleid unmöglich! Sie: Na. beruhige Dich, liebes Männchen! Du weißt, daß ich Dir in allem nachgebe; kaufe mir also einen Qut! In der Nähe der Alhambra an 6. Avenue in New Aork spielte sich unlängst eine aufregende Scene ab. Der Besuch des Lokals hatte jedenfalls den 45 Jahre alten John McDonald aus Jersey City und den um zwei Jahre jüngeren Michael Darrow aus Newark in ungemein heitere und generöse Stimmung versetzt, denn als die beiden Bewohner des MoskitoStaates gestern Abend das Lokal kaum verlassen hatten, warfen sie auch schon mit vollen Händen Geld unter die kleinen Zeitungsjungen. Anfangs waren es freilich nur Pennies und Nickel, aber bald folgten größere Geldstücke, und immer lärmender wurde das große Gefolge der beiden liberalen Leute, als 25 und 50 Centsstücke unter die jubelnden und sich balgenden kleinen Burschen flogen. Schließlich zog McDonald eine dicke Rolle Banknoten aus der Tasche, und eine Note nach der anderen flatterte in die Straße, in der sich ob dieses ungewohnten Schauspiels bereits eine solche Menschenmenge angesammelt hatte, daß der Verkehr vollständig unterbrochen war. Aber je mehr Katzbalgerei es um die Scheine gab. desto eifriger warf McDonald sie fort, bis schließlich ein Polizist der Sache ein Ende machte und die beiden allzu großmüthigen New Jerseher verhaftete. Vemütl?lici7. General: Zum Kuckuck! Er könnte seine Rinder auch zu einer ander'n Zeit austreiben. als gerade immer dann, wenn das Bataillon ausrückt! Der Unfug muß aufhören!" G em e i n d e h i r t : No ja, derfst mir's ja blos sag'n, wann D u austreibst, nachher treib' i ch halt a' biß'l später auSl-

Tic vatrkavifchcn Gärten. Jeder Papst hat in den vatikaniscken Gärten seine Spur durch irgend eine Neuerung zurückgelassen, die seinen persönlichen Geschmack verewigt. Dadurch wurde die größte Abwechslung geschaffen von der reizenden Renaissancevilla Pius IV. und der herrlichen Fontäne Sirtus V. bis zu modernsten Schöpfungen. Der Eine leg:e französischc Hecken an und üppige PlatanenWäldchen; ein Anderer ließ Palmen pflanzen und lauschige grüne Steineichen; ein Dritter bcv5rzug:e Oran-gen-und Citronenhaine, und wieder ein Andere? hatte seine Freude an Fe'd und Wiesen, welche der Sonne im Winter kein Hinderniß geden und gesundeZ Klima erzeugen. Pius IX resvektirte alles Vorgefundene, erbielt es in bester Ordnung und fügte eine Grotte von Lourdes hinzu, die er im Garten an der Wasserlcitungsmauer bauen ließ. Dort dürfen die Besucher ihre Visitemkarten zurücklassen. Der jetzige Papsl hat außer einem Observatorium am Ende der vatikanischen Gärten ein zierliches Schweizer Chalet geschaffen inmitten von großen, wohlgepflegten Weinanpflanzungen, deren Gedeihen der Heilige Vater mit besonderem Interesse überwacht. In einem versteckten Winkel in der Nähe seiner Sommerwohnung verdankt ihm auch ein kleiner zoologischer Garten seine Entstehung, wo Hirsche. Rehe, Gazellen ihr munteres Wesen treiben, und viele Vögel, wie Strauße, Pfauen, seltene Hühner .:nd Tauben, Schwäne und Enten den Platz beleben. Täglich bei günstigem Wetter fährt der Papst, von seiner reitenden Nobelgarde umgeben, in seinen Gärten spazieren und genießt Kunst und Natur in ihrer frfinni"tn Nereinittina Der Schatz im Almoscnkastcn. Den Sammlungen des städtischen historischen Museums in Frankfurt a. M. ist vor Kurzem ein Silberfund von bedeutendem Werth zugeführt worden, dessen Geschichte höchst merkwürdig ist. Ohne daß Jemand darum wußte, haben die kostbaren Gegenstände seit etwa 150 Jahren in einer Truhe des städtischen allgemeinen Almosenkastens geschlummert. Seit Menschengedenken hat Niemand die für werthlos erachtete eiserne Kiste geöffnet; ein Schlüssel zu ihr war nicht mehr vorhanden. Jetzt erst bei den vorgenommenen Aufräumungsarbeiten wurde sie mit großer Mühe aufgebrochen, und es zeigte sich, daß in ihr ein wahrer Schatz von Silverarbeiten verborgen lag. Wie diese Stücke so lange im Almosenkasten bleiben konnten, ist nicht klar. Daß es vergessene Depositen sind, ist wohl kaum anzunehmen, wahrscheinlich sind es Pfandgegenstände, die nicht wieder eingelöst, verfallen und dann in Bergesfenheit gerathen sind. Weitaus die meisten der Stücke tragen das Frankfurter Beschau zeichen, und die daneben sich befindenden Meisterzeichen ermöglichten es in fast allen Fällen, die Verfertiger der einzelnen Objekte festzustellen. so daß der Fund ein sehr schätzbares Material zur Geschichte der Frankfurter Goldschmiedearbeiten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bildet. Vymnairanenocri oto v - r u n g. Dieser Tage entdeckte der Direktor des Gymnasiums Sondomierz in Russisch-Polen unter den höheren Gymnasiasten eine Verschwörung und stellte einige hierüber zur Rede. Sofort fielen einige der jungen Männer über ihn her und schlugen ihn blutig; den hinzugeeilten übrigen Lehrern geschah dasselbe. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor, darunier wurde der Pedell mitverhaftet, der der Urheber der Verschwörung War. Eine gleiche Verschwörung erfolgte in der Dombrowaer Bergschule unweit der preußischen Grenze. Auch hier wurden der Direktor und die übngen Lehrer von vier Bergschülern mißhandelt. Als die Polizei erschien, ergriffen die jungen Herren die Flucht. Zwei von ihnen wurden festgenommen, zwei entflohen über die Grenze nach Preußen. Die Vergfchule wurde vorinniia aefdrtaZen.

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