Indiana Tribüne, Volume 26, Number 230, Indianapolis, Marion County, 20 May 1903 — Page 5

Eine schwarz-weiße Ehe.

Auch ein Roman aus dem Stadthospital. Erst gestern wurde es bekannt, daß sich am 18. April dieses Jahres Mary Dacy, eine weiße FrauensPerson, die 3 Jahre lang als Pflegerin im alten Blatternhospitale angestellt gewesen, und der Neger Ashton Bur nett, der 1 Jahre lang Hülfswärter im Stadt-Hospitale war, in Hamilton, haben trauen lassen. Die Beiden hatten bis zum December des letzten Jahres so intim miteinander verkehrt, d. h. zusammen Touren in die Stadt unternommen etc., daßBurnett's Entlastung für nöthig erachtet ward. Und als seine weiße Liebste deswegen krakehlte, wurde auch sie geschubst". Polizeiliches Allerlei. Fred. R. Kenyon, ein 19. jähriger Jüngling aus Rockford, Jll., der hier als Agent für die High Art Publishing Co." in Chicago fungirt hatte, wurde gestern auf Veranlassung des Managers der Co., W. H. Gilbert, wegen angeblicher Unterschlagung der haftet. Er soll collectirte Gelder der Co. nicht abgeliefert haben. Vormittag s kurz vor 11 Uhr mußte an McCarty und Meridian Str. der 36-jähr. Zahnarzt Edwin North von No. 641 Ruffell Ave. als offenbarer Geisteskranker von der Polizei in Obhut genommen werden. Derselbe hatte sich in ein Bettlaken gehüllt, eine Bibel in die Hand genommen und predigte auf den Straßen. Dora Williams, das Mädchen, das letzte Woche auf mysteriöse Weise aus der Anstalt zum guten Hirten" entsvrang, ist von der Polizei im Hause einer Verwandt? wiedergefunden worden. Dora hatte sich, wie sie angiebt, aus einem Fenster im 3. Stocke des Anftaltsgebäudes auf den Erdboden herabfallen laffen und sich dabei einen Fuß verrenkt. Sonst war fte unbeschädigt geblieben. Die Liste der Vermißten mehrt sich aber immer noch. Gestern klagte Frau James R. Evans von No. 609 Arch Straße der Polizei, daß ihr Mann seit Samstag verschwunden sei und sie und ihre Kinder, davon eins am Nervensieber erkrankt ist, völlig mittellos zurückgelaffen habe. Sie befürchte, er habe eine Spree unternommen. F. A. Doll von No. 1 Oft Wash mgton Straße klagte der Polizei, daß ihm fein Kleiderkoffer nebst Inhalt ab Handen gekommen, d. h. wahrscheinlich gestohlen worden sei. National Konvention der ftart-Holz-Qändlcr Bereinigung. Im neuen Claypool-Hotel wird morgen und übermorgen, 21. und 22. Mai, die National - Convention der Hartholz-Händler, die erste Convention in dem neuen Paläste, abgehalten werden. An derselben werden etwa 300 Delegaten theilnehmen, für deren Unterhaltung in der besten Weise borgesorgt ist. Z. B. findet am Freitag Abend zu Ehren der Delegaten im Hotel ein großes Feft-Banquet statt, bei welchem Gouverneur Durbin, die Se natoren Falrbanks und Beveridge, sowie John L. Griffiths Ansprachen hal ten werden. Die gegenwärtigen Beamten der Ver einigung find: F. H. Smith, St. Louis, Präsident; W. H. Russe, Memphis, 1. Vice. Präsident; Wm. H. White, Boyne, Mich.; 2. Vice.Präfident; Max Sondheimer, Chicago, 3. Vice - Präsident; George E. O'Hara, Cairo, Jlls., Schatzmeister; und R. A. Vinnedge, Chicag,, Secretär. Ein anderer politischerSchachzug. Das Special - Comite des Stadtraths, welches !die angeblich unregelmäßige Bücher- und Caffen-Verwaltung des Stadtclerks Elliott untersuchen soll, wird, wie sein Vorsitzer Negley erklärte, die Untersuchung auch auf Elliott's Amtsvorgänger John F. Geckler aushehnen. Od die Untersuchudg unter den Umständen bald beendigt werden wird, ist sehr fraglich. Gottfried Monninger's afe, Ohio und Illinois Straße. Größte Auswahl in Rheinweinen Whiskies und Cigarren, sowie in allen Delicateffen der Saison. Alleiniger Agent von der berühmten Marke Sil der Age, Absolut Pure

Bom Auslande.

Man erinnert sich, daß die japanische Tragödin Sada Z)akko während ihres Aufenthaltes in Europa die Absicht aussprach, Shakespeare in Japan einzuführen. Dies ist nun zur That geworden. Im Theater Meijada zu Tokio fand jüngst die erste Aufführung eines europäischen Stückes statt. Es wurde der Othe von Shakespeare gegeben. Die Titelrolle spielte Karakanis, Sada Dakko die Desdemona. Der Erfolg war sehr groß. In Paris kam es zwiscnen dem Grafen Laloge Saint-Bris-son und dessen durch große Spielveriuste ruinirten Sohne, dem Vicomte Laloge, zu einem Streit, als Rechnung über das mütterliche Erbtheil des leichtsinnigen jungen Mannes gelegt wurde. Im Verlauf des Zwistes zog der Vicomte einen Revolver und gab mehrere Schüsse auf den Vater ab. Eine Verwandte der Familie, die Gräfin Fouville erstattete Anzeige, und daraufhin erfolgte dieVerhaftung des Vicomte. Vor einigen Tagen b enutzte am Rheinfall bei Schaffhausen eine Gesellschaft junger Leute die Gelegenheit, auf den gegenwärtig kahlen Felsen des Falles bis zum schäumend herabstürzenden Wasserstrang zu gelangen. Plötzlich glitt ein fünfzehnjähriges Mädchen aus und versank vor den Blicken ihrer entsetzten Begleiter in eine sogenannte Gletschermühle. Sofort angestellte Rettungsversuche hatten keinen Erfolg, das Wasser behielt sein Opfer. An derselben Stelle ist vor etwa zwei Jahren em junger Mann auf ähnliche Weise verunglückt. B e i einem in C.h e m n i tz abgehaltenen Skatturnier ist der Fall vorgekommen, daß vier Spieler, die vom Glück nicht begünstigt wurden, sich verabredeten, an dem betreffenden Tische einem der Mitspieler so viel anzuschreiben, daß er einen Preis davontragen mußt?. Den Gewinn wollte man dann repartiren". Das Prototoll wurde also gefälscht, aber der Schwindel noch vor Auszahlung der Preise entdeckt. Wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung wurde der Anstifter zu 12 Tagen Gefängniß, jeder der anderen mit 8 Tagen bestraft. Nach achtjähriger Arbeit hat der französische Maler Georges Bertrand das größte moderne Gemälde es mißt 150 Quadratfuß vollendet. Der Vorwurf des Bildes ist Sie Beisetzung M. Carnots": es wurde im Jahre 1895 von dem Staat für die geschichtliche Galerie in Versailles bestellt. Der Künstler baute eigens für dies Werk einen riesigen Schuppen und ein vierstöckiges Geriet, ba auf Rädern läuft und von vier Männern in Bewegung gesetzt werden muß. Durch die geöffneten Thüren des Pantyeons sieht man den prächtigen Katafalk und eine glänzende Gruppe fremder Gesandten in prächtigen Uniformen, die, nachdem sie die sterblichen Ueberreste des todten Präsidenten gegrüßt haben, vor den Mitgliedern der Familie vorbeigehen. Unter den Hunderten vonPorträts auf diesem Bilde befinden sich auch die der Präsidenten Casimir Perier und Felix aure und zahlreicher anderer Minister und Staatsmänner. D i e spanischen Schatzschwindler sind noch immer, trotz der kürzlich aus Spanien gemeldeten gründlichen Aufhebung der ganzen Bande, an der Arbeit. Dieser Tage ging einem auf dem Hohen Bleichen in Hamburg wohnenden Kaufmann das bekannte unorthographische Schreiben aus Madrid zu, in dem zur Betheiligung an der Hebung desSchatzes aufgefordert wird. Dieses Mal ist das Vermögen im Werthe von 860,000 Francs jedoch nicht irgendwo vergraden, sondern es befindet sich in einem Koffer, den der reiche arme Mann in Paris auf einem Bahnhofe deponirt Hut, aber nicht einlösen kann, da er wegen Concursvergehens in Madrid im Gefängniß sitzt. Wenn der Hamburger die zur Einlösung des Koffers nöthige Geldsumme schickt, will der Madrider ihm zur Belohnung ein Drittel von den 860,000 Francs abgeben. Der Adressat hat es vorgezogen, auf das Geschäft zu verzichten und den Brief der Polizei zu übergeden. Das Sturmwetter, das Mitte April, wie in anderen Gegenden Deutschlands, auch in Berlin wüthete, erhöhte im kritischsten Moment d;e Droschkenpreise bis in's Abenteuerliche. Nicht auf Grund der Spekulation der Kutscher, sondern weil sie der Mehrzahl nach überhaupt nicht, und einige von ihnen nur gegen eine Ta-lent-und Risikoprämie" fahren woll ten. Nicht anders als im Tell" lehnten es die meisten ab, das Opfer zu werden, das der Sturm haben wollte; dafür bekamen die wenigen, die es doch wagten, das Vie"- und Fünffache des Taxpreises. Umlagert waren vor den großen Cafs unter den Linden" die Thürsteher, denen man hohe Trinkgelder für die Beschaffung eines Wagens bot. In den meisten Fällen glückte es nicht. Eine Dame, die mitten unter den Hilfesuchenden stand und den kurzen Weg zu ihrem Hotel hinübergelangen toollte, zahlte dem Boten, der ibr endlich eine Droschke brachte, fünf Mark und dem Kutscher der Droschke zwanzig, im Ganzen 25 Mark für eine Fahrt, die zu norma len Zeiten 60 Pfennige kostet.

Die Archäologen schernen in diesem Jahre Glück zu haben. Nachdem es erst kürzlich Dr. Furtwängler geglückt ist, einen Königspalast aufzudecken, ist nunmehr auch auf Kreta einKönigspalast gefunden worden. Aus Athen wird gemeldet: Die italienische archäologische Mission hat bei Herakleion auf der Insel Kreta einen herrlichen Palast aufgedeckt und verschiedene Gegenstände von hervorragendem Interesse gefunden. Die Nachforschungen werden weiter fortgesetzt. Z w e i S ch ü l e r der Schule in Neu - Jucha bei Lyck in Ostpreußen, der Tischlerssohn Sewczik aus AltJucha und der Schmiedssohn Rutschko aus Lysken, hatten zum Geburtstage des Kaisers eine Gratulation gesandt und bei dieser Gelegenheit um Uebersendung je einer Geige gebeten. Das Civilkabinett erkundigte sich bei den

Ortspolizeibehörden über die Verhältnisse der beiden Knaben, und da günstig über sie berichtet wurde, fand ihre Bitte Gewährung, indem zum Osterfeste zwei werthvolle Geigen beim Rektor Randzio für die Bittsteller eintrafen. Im Zimmer eines Ho tels zu Warschau feuerte der Direktor einer Kunstglasfabrik, StanislauS Koslowski, in selbstmörderischer Absicht aus einem Revolver vier Schüsse auf sich ab. Das rasch herbeigeeilte Hotelpersonal erbrach die verschlossene Thüre und fand Koslowski lebend, wenn auch augenblicklich bewußtlos, vor. Der sofort herbeigeholte Arzt konstatirte, daß keiner der Schüsse das Schädeldach durchschlagen hatte. Auch hatten die Kugeln, die später in etwas abgeplattetem Zustande im Zimmer gefunden wurden, verhältnißmäßig geringfügige Wunden verursacht. JnderNäbevonReval in Rußland unternahmen vier Herren, der Vorsteher Messer, Maschinenmeister Tomp, der Lehrer Teki und der Commis Limberg, begleitet von einem Schiffer eine Spazierfahrt im Segelboot nach dem Harraschen Strande, wozu sie noch ein junges Mädchen eingeladen hatten. Abends 8 Uhr begab sich die ganze Gesellschaft nach fröhlichem Gelage heimwärts. Es erreichte aber Niemand das jenseitige Ufer, nur das leere Schiff trieb auf denWellen umher. Maschinenmeister Tomp wird von seiner jungen Wittwe mit einem kleinen Kinde betrauert, die anderen Theilnehmer der Unglücksfahrt waren unverheirathet. Ein russischer Adelsmann, Herr Jvanovitz von Tscherdiadieff, der sich einige Zeit lang in Kopenhagen aufhielt, überstand kürzlich sein achtzehntes Duell und, wie immer, ohne die geringste Schramme davonzutragen. Der letzte Zweikampf fand bei Hamburg statt und stellte den Grafen einem Landsmann, einem hohen Militär, gegenüber. Herr von Tscherdiadieff wählt am liebsten Säbel und greift nur, wenn diese kein rechtes Resultat bringen wollen, zur Pistole. Seine Waffe tödtete bisher acht Menschen angesichts der erst 40 Jahre alten Haudegens ein ganz ansehnliches Resultat! Im glücklichen Dänemark kennt man Duelle eigentlich nur vom Hörensagen und betrachtete denRussen daher als eine phänomenale Sehenswürdigkeit. Man athmete erleichtert auf, als der streitbare Edelmann dieser Tage seine Koffer packte, um nach Ostende zu fahren. D i e Ruinen der alten A s s e b u r g, die sich auf einer bei Wolfenbüttel belegenen, mit Eichen und Buchen bewachsenen Hügelkette befinden, der ehemalige Stammsitz der noi heute eristirenden Grafen von der Asseburg, sind vor einigen Tagen theilweise eingestürzt. Die größte Mauer der Ruine stürzte nordwärts in das Thal. Die Geschichte der Burg reicht weit zurück; sie wurde zum erstenmale unter Kaiser Heinrich IV. zerstört, dann wieder von dem kaiserlichen Truchseß Gunzelin und dessen Sohn Burchard von Wolfenbüttel im Anfang des 13. Jahrhunderts aufgebaut. Wie die Chronik erzählt, steckten die Bürger Braunschweigs im Jahre 1492 die Burg, die sie als Pfand von den Herzögen erhalten hatten, in Brand, weil sie glaubten, in der Zeit, da Uneinigkeit zwischen dem Rathe Braunschweigs und Heinrich dem Aelteren von Wolfenbüttel ausgebrochen, die Burg nicht halten zu können. VoneinemschwerenAutomobilunfall wurde der in der Pariser Sportwelt sehr bekannte Direktor des Sportblattes Auteuil-Long-champs, Laurentz, betroffen. Er kehrte in seinem Automobil von den Rennen in Maisons Laffitte nach Paris zurück und lenkte selbst das Gefährt, während neben ihm der Chauffeur saß und im Fond sein Sohn und ein Mitarbeiter des Blattes Platz genommen hatten. Auf der Chaussee begegnete das Automobil zwei Lastwagen. Bei dem Versuche, dem einen Fuhrwerk auszuweichen, carambolirte Laurentz mit dem anderen Wagen. Er wurde aus dem Automobil gegen einen Mellenanzeiger an der Chaussee geschleudert und blieb bewußtlos, aus einer tiefen Wunde am Kopfe blutend, liegen. Auch der Chauffeur trug Verletzungen. aber leichterer Natur, an der Stirn davon, die anderen Jnsassen des Selbstfahrers blieben unverletzt, und der Wagen selbst konnte mit den Verunglückten langsam nach Paris dirigirt werden, wo .Laurentz sofort in einem Hospital untergebracht wurde.

Nncrschüttcrlichc Frcunoschast. Sie Beziehungen der Ber. Staaten ,u Deutsch lanö Beaeutsames Bankett. Wenn ein gesellschaftliches Ereigniß in erster Linie Erwähnung verdient, so ist es das Bankett, das die Herausgeber der New Aorker Staatszeitung" kürzlich zu Ehren des außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers des deutschen Reiches bei den Ver. Staaten. Baron v. Sterndurg, gaben. Das Bankett gestaltete sich zu einer hochbedeutsamen und erfreulichen politischen Kundgebung, bei der sich, wie ein goldener Faden, durch die Reden der distinguirten Gäste immer wieder das Gefühl der zwischen der Union und dem deutschen Reiche bestehenden Freundschaft zog, die durch vereinzelte böswillige Zeitungsartikel, durch MißVerständnisse oder kommerzielle Reibereien zeitweise zwar eine Trübung erleiden, in ihrer in der Geschichte und in der gegenseitigen Achtung vor den hohen Eigenschaften und civilisatorischen Zielen der beiden Völker beruhenden fundamentalen Grundlage aber nicht erschüttert werden könne. Zu den prominentesten Rednern des Abends zählte unstreitig der Chefredakteur des Brooklyn Citizen," Herr Andrew McLean. der sich insonderheit über den Einfluß der Presse auf die Beziehungen der Völker zu einander verbreitete und unter Anderem Folgendes hervorhob: Es ist nicht zu leugnen, daß unterweilen böses Blut durch schlecht erwogene Zeitungskommentare, wenn nicht in böswilliger Weise geschriebene falsche Berichte verursacht wird. Solche Arbeit ist schändlich, und die betreffenden Korrespondenten und Journcrlisten sind Verräther an der Menschheit. Glücklicher Weise läßt sich sagen, daß weder in Deutschland noch in diesem Lande irgend eine solche Anklage auf dem wesentlichen Theile der Presse lastet. Zuwiderhandelnde bilden die Ausnahme, und ein sicheres Mittel zu? Ueberflügelung der internationale Animosität gewohnheitsgemäß pflegenden Minorität besteht darin, daß man dem Volke den Unterschied zwischen diesen und dem allgemeinen Körper der Profession zeigt, deren Privilegien jene mißbrauchen. Wie die weit überwicgende Mehrzahl der Blätter Deutschlands uns gegenüber einen Geist, der einer edlen Nation würdig ist, bekundet, so hat das deutsche Reich auch nir-' gendwo wärmere Freunde, als unter den amerikanischen Journalisten. Nur nachstehend der Freude, mit welcher sie auf die Größe ihres eigenen Landes blicken, ist die Befriedigung, mit welcher sie die sich ausbreitende Macht Deutschlands betrachten, geziert mit tfll' ihren Trophäen der Literatur, der Kunst und der Philosophie, mit Staatsklugheit und unbesiegbarem Muth." Herr McLean, ein Schotte von Geburt. ist bereits seit 34 Jahren einer der hervorragendsten Journalisten der ..Kirchenstadt." Wie kaum ein Anderer, ist er namentlich mit der inneren Politik und den internationalen BeZiehungen der Ver. Staaten vertraut. Vor 16 Jahren begründete McLean den Brooklyn Citizen." dessen Chef, redakteur er ward. X-strahlen als DiebSentdecker. Die Röntgenstrahlen wurden bish in der Regel nur für medizinische Operationen angewandt. Der japanischen Regierung aber gebührt das Verdienst, für sie ein neues Feld gefunden zu haben. Sie ließ sich nämlich kürzlich aus Philadelphia einen sehr kräftigen T-Strahlen-Apparat kommen, vermittelst dessen man die geschickten Diebe entdecken will, die aus der Münzwerkstatt in Tokio Gold- und Silberstücke stehlen. Trotz der sorgfältigsten Untersuchungen der Inspektoren, die die Arbeiter beim Verlassen der Werkstätten auf's Genaueste Visitiren, verschwanden doch Jahr für Jahr Gold- und Silberstücke, ohne daß es möglich gewesen wäre, die Diebe zu überführen. Die Arbeiter erfinden die großartigsten Tricks, um den Nachforschungen der Inspektoren zu entgehen. Das Mittel, das bis jetzt am häufigsten angewandt wurde, war sehr einfach: der Dieb verschluckte das Gold, das er mitnehmen wollte, und wenn er dann nach Hause zurückgekehrt war. nahm er ein BrechMittel und gelangte so wieder in den Besitz seiner Beute. Die Inspektoren waren dieser Kriegslist gegenüber absolut machtlos. Eine alte Wirtysrecynung. Am 18. August 1660 stellte Jost Gloggner. Wirth bu Schnyde-n" in Luzern, Schweiz, dem Herrn Johann Jakob von Hertenstein als Hochziter mit M. Katharina Fleckenstein" folgende Rechnung aus: Rechnung für ihr? und dero ehrende Hochzeitgäst für gestellte Bewirthung am Hochzitmahl, nemlich am Herrentisch 16 Personen, am runden Tisch 10 Personen, mrt den Spillüten und andenn Volt 67; am Ehrentisch 14 Frauen, am andern 9. also 23 Personen. Verzehret haben die Gäst 18 Basteten. 18 Kapunen. 1 ganz Gämschi, 1 Urhahn, 5 Haselhüendli. 3 Zungen, 2 Hammen, 4 Turten. 30 Bräzelen, 300 Kräbsen. Mostwyn ist brucht worden bis um 2 Uhr 208 Moß zu 12 Batzen. Summe des ganzen Kiinto 227 Gulden." Um den Appetit .und vor Allem den Durst der alten Lrzerner scheint es also nicht schlecht

beitellt aewesen zu fein

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