Indiana Tribüne, Volume 26, Number 228, Indianapolis, Marion County, 18 May 1903 — Page 4

Jnoiana ridnne. 18. Mai 1903.

Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der utenberg Ts. Indianapolis, Ind. varry O. Thudium .... Präsident Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE 269

rntered at the Post Office of Indianapolis aa second dass matter. Das neue demokr. Comite. Für unsere Demokratie hat ein neuer Tag begonnen. Die Taggart-Maschine ift zerschmettert. Der Hemmschuh, der jede fortschrittliche Bewegung der großen Partei hinderte, ift zu dem alten Eisen geworfen. Wir gratuliren Herrn Keach zu seinem Siege und hoffen, daß er nicht dergißt, daß er dem Deutschthum der Stadt, welches feinem Bannerträger, dem Telegraph", folgte, in erster Linie seinen Dank schuldet. Der Deutsche stand stets auf der Seite der Respektabilität; er hat es auf's Neue bewiesen. Nicht klingenden Dank, nicht Aemter sind es, welche das Deutschthum zum Danke fordert, sondern eine treue Befolgung der Versprechungen für eine Reinigung der Partei, zu welcher Herr Keach sich durch Schrift und Mund verpflichtete. Wir, die wir bei der Wiedergeburt der Demokratie Gevatter standen, find mit verantwortlich, daß die Versprechungen gehalten, und wir find überzeugt, daß sie durch Herrn Keach gehalten werden. Seine erste Pflicht ift es, allem Par. teihader ein Ende zu machen und die Einigkeit zu schaffen, welche allein die demokratische Partei zum Siege führen kann. Jeder gute Demokrat wird seine Unterstützung dem neuen Führer geben. Wir vertrauen ihm. wie wir bewiesen haben. Daß Herr Keach das Vertrauen verdient, steht bei ihm zu beweisen. Wir haben es nie bezweifelt, sondern unentwegt mit ihm gekämpft, um das Ziel zu erreichen. Es ift uns in schönster Weise gelungen. Es war kein halber Sieg, der errungen wurde, sondern ein mächtiger überwältigender. Die große Mehrheit, mit welcher Herr Keach seine Pläne verwirklichen kann, schließt jede Opposition aus. Es war kein Compromiß-Sieg. Frieden und Einigkeit muß das Feldgeschrei der Parteianhänger sein und wir sind überzeugt, daß selbst die vernünftigen. Anhänger der alten Maschine dem neuen Führer folgen, seine Pläne unterstützen werden. Während die englische Presse auf dem Zaune saß und nach beiden Seiten liebäugelte. um es mit keiner zu verderben, nahm der Telegraph" den deutschen StandPunkt ein und unterstützte und kämpfte, ohne nach rechts oder links zu schauen, für Herrn Keach. Für uns war in erster Linie der Umstand maßgebend, daß Herr Keach ein geachteter Geschäftsmann in unserer Stadt ift, daß sein politischer Ruf rein ift. und daß er den Kampf aus eigenen Mitteln, ohne Hilfe jeder Clique führte. Es ift die Clique, gegen die wir kämpften, es war eine freie Partei, die wir erstrebten. Die Tage der gewerbsmäßigen Politiker find gezählt. dasVolk will mit ihnen nichts zu schaffen haben und das Volk hat gesprochen. Trotz aller Schliche und Ränke hat das Prinzip der Ehrlichkeit glänzend triumphirt. Laßt das neue Comite nach diesem Prinzip arbeiten; Demokraten, unterstützt es durch Eure Einigkeit und der Stadt wird eine so gute Verwaltung erblühen, wie sie zu hrem Gedeihen nöthig ist. Liberal gesinnte Männer allein kön nen die Verwaltung einer Stadt wie di unsere erfolgreichZleiten. Der Versuch Indianapolis zu einem Dorfe zu machen, muß im Keime erstickt werden. Fortschritt ift ohne vernünftige Freiheit unmöglich. Ein Mann, der wie Keach sich vor der Vorwahl auf keine Compromiffe einließ, wird solchen jetzt nach dem großen Siege erst recht nicht zu gänglich sein. Mit weiser Mäßigung wird es Herrn Keach gelingen, die verschiedenen Elemente der Partei mit dem neuen Regimenl zu versöhnen. Der Zwiespalt hat nun in der Partei keine Stätte mehr, unter einem ehrlichen Führer wird die Eintracht in der Partei walten, die so lange fehlte, und sie zum Siege führen. Herr Keach hat unter seinen Mitbe amten tüchtige Männer, lxnen gleich ihm das Wohl der Stadt am Herzen liegt. Sie werden Hand in Hand mit ihm arbeiten nd da Volk wird fie un. terftützen.

Der Eröffnung des Germania-Park

wohnten viele Tausende von fröhlichen Alenschen bei. Ein sehr erfolgreich verlau fendes Fest. Unter den denkbar günstigsten Aussichten fand gestern die Eröffnung des Germania Paks für die Saison statt. Es war ein Sonntag hell und klar", wie es im Liede heißt, so recht geschaffen zu einem Spaziergang, zu einer Ausfahrt in's Freie. Vom wolkenlosen Himmel strahlte Mutter Sonne so freundlich auf die Schaareu der nach dem Park wallfahrenden Personen herab, als ob sie selbst ein Interesse daran hätte, daß die Eröffnungsfeier recht erfolgreich verlaufe. Zwischen 2 und 4 Uhr fand in der That eine wahre Völkerwanderung nach dem Park statt und als die offizielle Feier ihren Anfang nahm, da mögen nach oberflächlicher Schätzung wohl an 5000 Personen, von welchen die Majorität dem zarteren Geschlecht angehörte, sich unter den schattigen Kronen der Baumriesen umhergetummelt haben. Nachdem Prof. Reinhold Müller'S Capelle eine Piece zum Besten gegeben hatte, trug der Harugari Sängerchor unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Barus das Lied So weit in die Ferne" vor. Hierauf hielt Herr Fred. Francke, der Präsident der Germania Park-Ge-sellschaft, folgende oft mit Beifall unterbrochene Rede: Kaum 2 Jahre sind verfloffen, seit wir uns zum ersten Male hier zusammenfanden, um den Germania Park" über die Taufe zu heben und ihn der Obhut und Pflege unserer deutschen Mitbürger anzuvertrauen; daß dieses Vertrauen gerechtfertigt war, daß das damals noch hülflose Kind unter der Fürsorge seiner Pflege-Eltern sich prächtig entwickelt hat, das beweist am Be ft?n ein Ueberblick über den Park selbst, wie er heute vor uns liegt, sowie die in stetem Zunehrnen begriffene MitgliederLifte des Germania Park-Vereins. Warum sollte es auch anders sein? Dürfte sich doch in meilenweitem Umkreise von Indianapolis schmerlich ein Stückchen Erde finden lassen, das seiner ganzen Anlage nach, so dazu geeignet wäre, allen nur einigermaßen bescheidenen Anforderungen zu genügen u.id dem Zweck zu entsprechen, der den Gründern des Germania Park Vereins vor Augen schwebte und in der Constitution Ausdruck fand in den wenigen Worten Schaffung und Unterhaltung eines im Sinne deutscher Art geführten Familien-Parkes". Im Sinne deutscher Art", wohl sind es nur wenige Worte, und doch, wie weittragend ift ih.e 5edeutung; wie viele Hunderte von Familien giebt es nicht schon jetzt, die mit Freuden bereit find, den so äußerst geringen Jahres Beitrag zu entrichten und sich dadurch die Privilegien der Mitgliedschaft zu sichern. Die Fruu und Mutter, die an heißen Sommertagen ein schattigeö Plätzchen für sich und ihre Kindcr sucht, könnte sie ein schöneres finden, als unter dem Schutze dieser mächtigen Bäume, wo sie selbst der Ruhe pflegen, und die Jugend sich frei und ungestört tummeln und austoben kann? Der Mann, dessen Beruf es mit sich bringt, Tags über unter den oft glühenden Strahlen der Sonne, oder in heißen Werkstätten sein Brod zu verdienen, oder auch in dumpfigen Laden-Räumen und Comptiirs seinen Lebens-Unter halt zu erwerben, könnte er die. nach des Tages Last und Mühe, so wohl verdienten und ihm so nöthigen Feier stunden, besser und schöner genießen als hier, vereint mit seiner Familie, und im Kreise guter Freunde und Bekannten , ohne dabei genöthigt zu sein, mehr zu verausgaben, als sich vielleicht mit seinen Verhältnissen in Einklang bringen läßt? Der Verein, der den Wunsch hegt. seine Mitglieder und ihre Familien wenigstens einmal im Jahre bei einem fröhlichen Feste unter Gottes freiem Himmel zusammen zu sehen, wo fände er einen Platz, der, gleich diesem, so wenige mühsame Vorbereitungen erfordert, und für die Theilnehmer und Besucher so leicht und bequem zu errei chen ift? Turner und Turnschttler, die ihr Vergnügen darin finden, Tumfahrten und Ausflüge zu veranstalten und dafür

Sorge zu tragen, daß die durch stramme Winterüdungen gestärkten Muskeln und Glieder auch im Sommer nicht so sehr erschlaffen.

Sänger, die die Winterproben und Conzerte glücklich hinter sich haben und nun auch während des Sommers darauf bedacht sind, ihre Stimmen in der nöthigen Uebung zu erhalten und die Sängerkehle nicht eintrocknen zu lassen. Alle finden fie hier zu jeder Zeit eine Heimstätte und ein herzliches Willkommen, und an Alle ergeht die freundliche Bitte, ein Unternehmen mitfördern zu helfen, das in's Leben gerufen wurde. nicht um finanziellen Gewinn daraus zu erzielen, sondern um einen neutralen Grund und Boden zu schaffen, auf dem das gesammte Deutschthum von Indianapolis sich einträchtig zusammenfinden kann, einen Platz, auf dem Klein und Groß, Jung und Alt, Arm und Reich, sich zufrieden und heimisch fühlen soll, eine gemeinsame Stätte, wo ein Jeder nach Kräften dazu helfen möge, deutsche Sprache, deutsche Sitte, deutsches Lied und deutsche Treue zu pflegen und zu überliefern auf Kinder und Enkel als das beste Vermüchtniß, das wir ihnen hinterlassen können, wenn für uns das letzte Lied verklungen ift. Das, meine Freunde, ist die tiefere Bedeutng, ist die innere Mission des Germania Park Vereins und wenn meine Worte in Ihrem Herzen Wiederhall gefunden haben, wenn Sie selbst Willens sind uns in der Verfolgung diefes Zweckes auch fernerhin treu und redlich zur Seite zu stehen, dann bekräftigen Sie Ihre Zusage durch ein dreifaches donnerndes Hoch auf das fernere, kräftige Gedeihen und langjährige Bestehen des Germania ParkVereins ! In das hierauf ausgebrachte Hoch stimmten die Zuhörer begeistert ein, während die Musik-Kapelle einin Tusch spielte. Der Liederkranz brachte sodann unter Leitung des Herrn Knodel das ftimmungsvolle Lied Oh Wald mit deinen duft'gen Zweigen" zum Vortrag. Die Activen des Südseite Turnvcreins und des Socialen Turnvereins führten hierauf Stabübungen unter Leitung des Herrn Curt Toll und Uebungen am Barren und Reck in ge wohnter vortrefflicher Weise durch. Damit hatte die offizielle Feier ihr Ende erreicht und die Mitglieder der vetschiedenen Vereine suchten ihre Hauptquartiere auf. Sslche hatten aufgeschlagen : der Liederkranz", der Harugari Sänger chor", der Deutsche Club und MusikVerein", der Männerchor", der Südfeite Turnverein", der Sociale Turnverein, der Unabhängige Turnverein" und der Socialistische Sängerbund". An den Tischen dieser Vereine ging es viele Stunden in vergnügtester Weise zu. An schäumendem Gerstensaft, um die stets trockenen sangesfrohen Kehlen anzufeuchten, fehlte es nirgends und kaum war an dem einen Tische ein Lied verklungen, so stimmten schon an einem anderen ein Verein wieder eine fröhliche Weise an. Zu gleicher Zeit aber schwangen viele hunderte von jungen Leuten im TanzPavillon fröhlich das Tanzbein. Eine Anzahl bemofter Häupter aber saß auf der Veranda der kofigen Weinkneipe Zum Weißen Röß'l" und prüfte gedankenvoll und verständnißinnig den Inhalt von mehr als einer Flasche goldigen Mosel- ode? Rheinweins. Auf den weiten Gründen des Parks aber unter den mächtigen Baumriesen tummelten fich die Kleinen auf 'den zahlreichen Spielplätzen umher. Für die Kinder hat die Verwaltung des Parks in gerade verschwenderische? Weise gesorgt. Ueberall find Schaukeln der verschiedensten Conftructionen, welche gerade wie das Hand-Caroussel bestän dig, in Bewegung waren. Und für die ganz Kleinen, die Tyrannen und doch wieder die Nesthäkchen und Lieblinge der Familie, ift ebenfalls gesorgt wor den. Vom fernen Michigan-See sind Waggonladungen von Ufersand herbeigeschafft und zu einem geradezu idealen gefahrlosen Spielplatz für die kleinen Krabben benutzt worden. Dafür, daß die Verwaltung des Parks in solch ausgiebiger Weise für die Unterhaltung der Kinder gesorgt hat, gebührt ihr unstreitig hohes Lob. Daß bei einer Temperatur von 85 Grad im Schatten, die Quellen, wo der biedere GambrinuS der Labespender war, stets umlagert waren, braucht wohl kaum erst erwähnt zu werden und glänzende Geschäfte machten die Damen, welche daS EiScream fervirten;

die unzähligen Portionen, über welche sie zu verfügen hatten, gingen ab wie warme Semmeln. Die Bedienung war gestern bedeutend besser als im vergangenen Jahre. Die gestrige Eröffnungsfeier des Ger-mania-Parks gestaltete sich zu einer Art deutschen Volksfestes, auf welchem harmlose Fröhlichkeit, welche durch keinen Mißton getrübt wurde, von Anfang bis zum Ende herrschte. Ueber 200 neue Mitglieder wurden gestern aufgenommen, so daß der Verein jetzt 700 Mitglieder hat.

Nachrichten aus Jndiana. I m Interesse von W m. Rhea. M t. Vernon. Wm. Rhea. ein junger Mann aus guter Familie von Posey County. sitzt zur Zeit im Staatszuchthause zu Nebraska und wird, wenn die zur Rettung seines Lebens von Freunden der Familie unternommenen Versuche fehlschlagen, im Juli am Galgen sein Ende finden. Der junge Rhea entlief im Alter von 14 Jahren dem väterlichen Hause und fünf Jahre lang hört seine Familie onr i M . iein Aori von iom, ms vor einem Jahre ein Brief des verlorenen Sohnes, dessen Mutter an gebrochenem Herzen gestorben war, eintraf, in welchem derselbe den Vater anflehte, sein Leben zu retten, da er wegen Mordes zum Tode verurtheilt sei. Der junge Mann hatte erst als Jockey geritten, war dann in schlechte Gesellschaft gerathen und hatt? schließlich mit einem älteren Kameraden, Gardner, zusammen die Ladenkasse in einer Gastwirthschaft eines kleinen Städtchens in Dodge County, Nebr., berauben wollen. Es kam zum Kampfe mit dem Schankkellner, der erschossen wurde. wie es heißt, durch eine Kugel aus des jungen Rhea Revolver. Während Wm. Rhea zum Tode verurtheilt wurde, erhielt sein Kamerad Gardner lebenslängliches Zuchthaus. Prominente Bürger und Politiker Jndianas, unter ihnen hauptsächlich Major Menzies von Mount Vernon. ferner Congreßmann Hemenway und Senator Beveridge, haben schon seit Jahresfrist alle Hebel in Bewegung gesetzt, um beim Gouverneur von Nebraska Rhea's Begnadigung zu erlangen. Der ältere Rhea, der ein wohlhabender Mann war, hat sei ganzes Vermögen für den Zweck geopfert und ist jetzt ein armer Mann. Die Temperenzler rühr e n sich. E v a n s v i l l e. Als bei der letzten Stadtwahl im benachbarten Newbürg Rev. I. T. Moody als Stadtclerk auf dem Temperenz-Ticket erwählt wurde, da ließen die Newburger sich's nicht träumen, daß die Prohibitioniften es wagen würden, ihre damit erlangte Macht wirklich fühlbar zu machen. Groß war daher die Ueberraschung, als der neue Stadtclerk, der in einem Städtchen von der Größe Newburgs faft unbeschränkte Macht hat, dieser Tage Plakate anbringen ließ, auf denen zu lesen stand, daß in Zukunft am Sonntag alle Geschäfte, von der Gastwirthschaft bis zur Bückerei, geschlossen bleiden müssen, und daß selbst Apotheker nur Medicinen, und auch nur solche am Sonntag verkaufen dürfen, wenn eine absolute moralische Nothwendigkeit beftehi. Obgleich diese Anordnungen Bestürzung erregten, werden die Newburger sich denselben doch fügen, weil ihnen einfach nichts Anderes übrig bleibt. U. C. T. Terre Hante. Der große Council der Vereinigten Handlungsreisenden von Jndiana (United Commercial Travelers) erwählte in seiner am Samstag abgehaltenen Schlußfitzung folgende Beamte : Grand Councillor William Mor ris, Anderson; Grand Junior Coun cillor George S. Cufter, jr., Terre Haute; Grand Past Councillor A. R. Harleß, Indianapolis; Grand Secr. E. Johnson, Indianapolis ; Grand Conductor; G. G. Esterbrook, Jndia napolis; Grand Schatzm. T. M. Thompson , Indianapolis ; Grand Page H. A. Pritchett, Terre Haute; Grand Sentinel H T Coopcr, Evansville ; Ececutiv Comite Joseph Ehrings, Anderson; A L Fleckner, Evansville, und Harcy Maxwell. Ft. Wayne. Die nächste Sitzung des Groß Coun cil findet am ersten Freitag und Sam ftag im Mai nächsten Jahres statt.

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THE HOME Wäsche abgeholt und abgeliefert. Aus deutschen Bereinen, Der Deutsche Pionier - Verein hielt gestern Nachmittag in der Ger mania Halle seine sehr gut besuchte Versammlung ab. Nach Erledigung der Routinegeschäfte wurden 2 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. Ferner wurde beschlossen, am 3. Sonntag im Juni (21.) ein Ver-eins-Picnic zu veranstalten, und zwar im Germania Park. Ein besonderes Comite wurde mit den Vorbereitungen für diese Festlichkeit betraut. Außerdem wurde ein anderes Comite ernannt, um die Conftitution und Nebengesetze zu revisiren. In der gestern Nachmittag in Keller und Boll's Halle abgehaltenen Mo natsversammlung des S ch w ä b ischen Unter st tzungs - Vereins erschienen die Herren Otto Neckhar. Thos. Buckenhofer und Christ Kern als Delegaten des Schwaben Unterftützungs - Vereins in Terre Haute, um dem hiesigen Vereine persönlich die Einladung zur Betheiligung am 20-jährigen Stiftungsfest des Terre Haute-Vereins zu überbringen. Daß diese Einladung freudigst angenommen wurde, war selbstverständlich. Ein neues Mitglied wurde in den Verein aufgenommen, sonst wurden nur Routine und innere Vereins-Angele-genheiten erledigt. Der S ch l e s i s ch e Unterst ü u n g s - V e r e i hat be schlössen, am 31. Mai ein Picnic in Neumärker's Grove an der W. Washington Straße abzuhalten. Am EndPunkt der Straßenbahn stehen Wagen zur esoroerung nach oem Pienic Platze den Besuchern zur Verfügung. Die Trennung der Reformschule für Mädchen vom FrauenGefängniß. Bekanntlich nahm die letzte Legislatur eine Bill an, derzufolge die Indiana Industrie - Schule (Reform Schule) für Mädchen von dem FrauenGefängniß getrennt werden foll. Die Bill schreibt ferner vor, daß die Trennung der beiden Institute unter der Oberaufsicht einer Commission von Vier vor sich gehen sollte, von welchen je zwei derselben politischen Partei anzugehören haben. Diese Commission hat einen Laud compiex von nicht weniger als 80 Acker auszuwählen und sodann für den Bau der neuen Gebäude und deren Einrichtung zu sorgen. Für dieselben sind 150, 000 bewilligt. Bereits am 31. October sollen dieselben ihrer Bestimmung übergeben werden. Zu Mitgliedern dieser Commission hat der Mayor jetzt die Herren Eudorus M. Johnson, Eddie M. Campbell, August Kühn, sämmtlich von Jndianapolis und Johd T. Stout von Paoli er nannt. Johnson und Kühn sind De mokraten, die beiden anderen Republikaner. Nachdem die Gebäude zur Aufnahme der Mädchen der Reformschule bereit find, hat der Gouverneur eine aus drei Damen bestehende Behörde zu ernen nen, welche die Verwaltung der Schule übernimmt. Dieselbe ernennt die Superintenden tin und setzt auch deren Gehalt fest.

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