Indiana Tribüne, Volume 26, Number 227, Indianapolis, Marion County, 16 May 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne. 16 Mai 1903
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An Ort nnd Stelle.
riminal-Erzählung von W. Kronecker. .Bald da, Wachtmeister?" .Dort unten in der Schlucht. Herr Amtsrichter. Wir müssen noch den Stufenweg hinunter." Der Stufenweg ist schlüpfrig, vom Regen unterspült, so daß die letzte Strecke lange Zeit in Anspruch nimmt. Endlich, an einer Wegtrümmung, macht der Gendarm Halt, dann die Gerichtscommission und außerdem die ganze, schier endlose Menge von Dorfvewohnern, die allen Bemühungen der Beamten zum Trotz nachgedrängt ist. Nur wenige Schritte wegab liegt das, was sie gesucht haben: die Leiche der Anna Dorothee Heimbirkner. der Gastwirthstochter aus dem nahen Dorfe Moldungen. Den Kopf auf ein Felsstück gebettet, liegt sie da. In den noch weit geöffneten Augen steht nichts von Schmerz und Haß geschrieben, dafür aber viel von einem sehr großen Glück. Die vollen Lippen sind leicht g:schürzt. Das blonde Haar ist, wie im Liebesgetändel, gelöst und hängt in dicken Strähnen herab. Ein paar junge Gräser, die die Erde in der feuchtwarmen Frühlingsnacht geboren, schmiegen sich zärtlich daran. Wie ein Brautkranz sieht es aus. Die Burschen stoßen sich mit den Ellbogen an. Ob sie wirklich todt ist, die Anna Dorothee, die alle so gern haden? Sie können sich's nicht denken. Wie die Mutter Klaus, die Spinnstubenälteste. sich über sie beugt mit ihrem starkdurchfurchteten Hexengesicht, möchtc man meinen, die Alte sei todt und die Anna Dorothee lebendig. Bei Untersuchung der Leiche findet man am Hinterkopf eine große, unregelmäßig gezackte Wunde. Also Tod durch Aufschlagen auf eine Felsenkante! Der Richter läßt das Ergebniß protokolliren, so aut es geht, und beginnt sodann daZ Verhör. Tonio Luini," so wendet er sich an einen der Burschen, auf den die Gendarmen ein besonderes Augenmerk zu kzaben scheinen, erzählen Sie uns, was Sie von der Sache wissen." Tonio ist derjenige, der am Abend vorher die Kunde in's Dorf gebracht, daß die Anna Dorothee als Leiche in der Bergschlucht liege. Er ist ein Fremder, der erst vor Kurzem aus Welschland zugereist ist und in Moldüngen Arbeit als Zimmergeselle gefunden hat. Man fürchtet ihn und nennt ihn den .welschen Teufel". Aber den Tonio hat die Abneigung der Moldunger stets blutwenig gekümmert. Ihm scheint es auch jetzt gleichgiltig zu sein, daß die Augen aller Mädchen und aller Burschen neugierig auf ihn gerichtet sind. In ruhigem Tone macht er seine Aussage. Er erzählt, wie er gestern Abend gegen 9 Uhr das Krugwirthshaus in Germsau verlassen, kurze Zeit, nachdem die Anna Dorothee und der Poldl Altenbruckner, die auch dort gewesen, sich auf den Heimweg gemacht. Er habe dies nicht ohne Absicht gethan. Denn die Beiden hätten einen schlimmen Abend miteinander gehabt. Hader und Zank die ganze Zeit, böse Worte und böse Blicke hüben, wie drüben. Es sei soweit gekommen, daß die Anna sich sogar geweigert habe, mit dem Poldl zu tanzen. Als dann aber andere Burschen gekommen seien, habe sie nicht nein gesagt. Hierüber sei dem Altenbruckner das Weinen angekommen, so daß alle Mädchen ihn mitleidig angeschaut und die Burschen höhnisch gelächelt hätten. Schließlich sei das Paar dann doch gemeinsam zum Heimwege aufgebrochen, aber mit einer Miene, daß er, der Tonio. es für gerathen erachtet habe, ihnen nachzugehen, um ein Unglück zu verhüten. Oben auf dem Berge seien sie plötzlich vom Wege abgebogen und in die Walddickung hineingegangen, wohin er ihnen nicht habe folgen können. Kurze Zeit darauf habe er dann von den Felsen her einen Schrei gehört und gleich nachher aus der Schlucht einen dumpfen Laut, wie das Aufschlagen eines Gegenstandes auf einen Stein. Er sei dorthin geeilt und habe an derselben Stelle, wo er noch jetzt liege, den Körper des Mädchens gefunden. Hilfe sei nicht mehr möglich geWesen, und deshalb habe er sich aufgemacht, den Poldl zu suchen. Aber dergeblich! Der sei inzwischen entwischt, da er Weg und Steg im Gebirge gar zu gut gekannt. Eine Reihe von Burschen und Mädchen schildert die Vorgänge, die sich am Abend im Germsauer Kruge abgespielt, genau ebenso, wie der Tonio. Und daß dessen Erzählung überhaup t so gar unwahrscheinlich nicht klingt, das wissen sie alle hier, die hier sind. Die Anna Dorotbee und der Poldl Altenbruckner sind Brautleute gewesen. Aber keine gute Brautzeit war's, die die Beiden gehabt. Und daran ist Niemand schuld gewesen, als das Mädchen selber, oder vielmehr ein Fluch, den sie mit sich getragen von Geburt an. Sie mußte quälen, wen sie liebte, und zwar je mehr sie liebte, desto ärger, und da es auf der Welt für sie nichts Lieberes gab als den Poldl, w er es auch, den sie am meisten quälen mußte: mit Spitzen, Neckereien und Eifersüchteleien. Das lag nun einmal so in ihrem Blute und in ihrer Familie. Vor sechzig Jahren hatte eö eine Anna Dorothee Heimbirkner gegeben, die es genau ebenso getrieben, bis sie scklieklick
von lyrem L?cyan aus Elserjucht tm Mühlteich ertränkt wurde. Der Mörder war über die That wahnsinnig geworden. In den Spinnstuben aber sangen sie noch häufig einLied darüber. Das begann so: .Leide so bitteres Weh Um mein Mädel Ann Dorothee. Eng mir'ö um's Herze ist, Seit sie btn Andern geküßt." Die Mutter Klaus weiß sich des düsteren Dramas noch genau zu erinnern. Es ist ihre Lieblingsgeschichte, von der sie nicht so leicht los kann. Als sie jetzt über die junge Ann Dorothee vernommen wird, verwechselt sie fortwährend die Schicksale der Beidön und erzählt von der, mit der sie vor Zeiten jung und schön gewesen ist. Nun was damals geschehen, konnte ja auch heute passirt sein. Ein Mord aus Eifersucht das hat nach Lage der Sache nichts Unwahrscheinliches. Und doch! Es gibt in der Erzählung des Tonio etwas, das bestimmt unwahr ist, und ein paar andere Punkte, die noch sehr der Aufklärung bedürfen. Unwahr ist, daß er den Beiden nur deshalb nachgegangen sei, um ein Unglück zu verhüten. Aus Eifersucht ist's geschehen! Denn Jedermann im Dorfe weiß, daß sich der Tonio selbst Hoffnung auf die Anna Dorothee gemacht hat. Ist er's doch gewesen, den das Mädchen benutzte, um ihren Schatz eifersüchtig zu machen. Weil sie ihren Poldl kränken wollte, hat sie den Luini ausgezeichnet, wo es nur immer ging, und das ist dem B'. chen in den Kopf gefahren. Der Miu, Bergner, der ein bischen italienisch versteht, will sogar eine Karte gelesen haben, in welcher der Tonio nach Hause vermeldetet, daß er demnächst eine reiche Bauerntochter freien werde. Unaufgeklärt ist Folgendes: Erstens: Wenn die Anna Dorothee so einen schweren Zank kurz vor ihrem Tode gehabt, wie kommt sie denn zu diesem friedlichen, ja fröhlichen Gesichtsausdruck? Zweitens: Wenn das Mädchen, das
den Bergwald kannte wie ihre Kammer zu Hause, wirklich im Streit mit dem Poldl bis an die Felsen gegangen ist, wäre sie sicher auf ihrer Hut gewesen. Jemanden aber, der sich vorsieht, hinabzustoßen, das ist ein schweres Ding, namentlich, wenn das Opfer so heftig ist wie die Anna und der Thäter so schwächlich wie der Poldl.
Dieser letzte Punkt ist es vor Allem, über den der Richter von Tonio Aufklärung wünscht. Der aber ist des Verhörs schon längst überdrüssig geworden. Ich hab' gesagt, was ich weiß," ruft er laut und frech, und wenn der Herr Richter meint, daß der Poldl allein die Anna nicht heruntergestoßen haben kann, nun, vielleicht hat ihm der Wind dabei geholfen!" Xer Richter will etwas erwidern. Aber seine Stimme verhallt in einem pfeifenden Laut, der aus den Lüften kommt. Es ist der Auftakt zu einer grandiosen Symphonie, dii der Frühlingssturm jetzt aufführt. Den ganzen Tag hat er geschwiegen, trotzdem es Windzeit ist. Nun holt er Alles nach. Klänge läßt er hören, wie sie selbst diese sturmgewohnten Gebirgler noch nicht gehört haben. Es ist, als wollte er sich verartworten auf die schwere Beschuldigung des Mordes. Und gewaltig wie sein Singen ist auch sein Treiben. Bald ist er hoch in den Lüften und beugt die Kronen der alten Waldriesen tief zur Erde hinab; bald ist er unten und wirbelt das dürre Laub des Vorsommers und die oberen Schichten des Waldbodens, die schon wieder ausgetrocknet sind, in buntem Durcheinander in der Luft umher. Fast unwillkürlich haben Alle aufgesehen. Nur der Tonio nicht. Dessen Gesicht ist urplötzlich ganz fahl geworden. Di? Augen, die schier aus den Augenhöhlen treten wollen, starren unentwegt auf einen Punkt am Boden, sie können nicht mehr los, so viel sich der Tonio auch bemüht, sie anderswohin zu wenden. Es ist aber auch etwas zu Seltsames, das dort plötzlich zum Vorschein gekommen ist, nachdem der Wind das Laub und die Erde, die darauf gelagert, abgeschüttelt. Ein paar Stiefelsohlen sind es, von denen man nicht weiß, was sie dor:
sollen warum sie plötzlich daliegen müssen Und mit einem Male ist da auch einer von den Gendarmen und gräbt mit seiner Säbelscheide und gräbt immerzu so lange, bis über den Stiefelsohlen ein paar Beine sichtbar werden und dann ein Rumpf und dann der verstümmelte Kopf des Altenbruckner. Furchtbar starren die verglasten Augen und just nach der Stelle hin, wo der Tonio steht Nun, Luini," unterbricht da der Richter die Stille, wollen Sie mir nun vielleicht Rede stehen?" Ja ja nur nicht hier fort !" Und als sie sich so weit entfernt haben. daß sie dieLeichen nicht mehr sehen können, bringt er es denn heraus, stockend, stammelnd. Wie er gesehen, wie die Beiden sich auf dem Heimwege versöhnt wie er Zeuge ihrer bräutlichen Zärtlichkeiten geworden und wie es da über ihn gekommen, er wisse es jetzt selbst nicht. Von hinten habe er sie über die Felsen gestürzt. Dann habe es ihn hinabgetrieben, dorthin, wo sie gelegen
Der Altenbruckner habe nach geathmet. Deshalb habe er ihn mit einem Stein den Kopf zerschlagen und die Leiche verscharrt Auf einen Wink des Richters haben die Gendarmen den Mörder gefesselt. Der Zug setzt sich n Bewegung. Langsam, still verschwindet er hinter den Felsen. Man hört nur noch dn eintönigen Singsang der Mutter Klaus, die von der Anna Dorothee von dazumal singt: .Im Mühlengrunde drunten, wie tief ist der Teich! Lieb' Mädel, wer malt Dir die Wangen so bleich? Wer stahl aus dem Blauauge Dir den Glanz? Wer flocht in's Haar Dir den Seerosenkranz? Ade nun ade, Lieb' Mädel Ann' Dorothee!" Die mißtungene Suggestion. Humoreske von Franz Balke. Hat Dir der gestrige Abend gefallen, Kind?" .Ja, Mama, außerordentlich. Dieser Professor Vaganzy leistete Unglaubliches mit seinen hypnotischen Experimenten! Es war sehr interessant!" Doppelt interessant!" bemerkte die Mama lächelnd. Wieso?" fragte Elsbeth unbefangen, während ein leises Roth ihreWangen färbte.
.Wieso? Nun, wenn der junge Herr Stavening nicht " Ach Mama ich bitt' Dich schön!" wehrte dieErglühende den mütterlichen Neckereien. Sei nur gut. Kind; ich seh'iDir ja bis in tiefsten Winkel süßer Geheimnisse ich gönne ihn Dir ja. Deinen Walter. Aber. Elschen Papa ist heute recht böse auf Dich . . ." Das ist er ja öfter!" lachte der Blondkopf. Es ist aber immer nicht halb so schlimm, wie es aussieht!" Du und Stavening ihr habt gestern wieder so viel geliebäugelt "
Papa übertreibt! Ich konnte doch nicht verhindern, daß sich Walter in meine Nähe drängte ich wollte es auch nicht, denn ich liebe ihn, liebe ihn mit flammender Leidenschaft, nie werde ich von ihm lassen!" Du kennst doch Papas Groll?" Papa thut Walter bitter unrecht. Walter hat ihm einmal seine Ansichten über die neue Kanalisirung der Stadt fachmännisch widerlegt, und das war in der Ordnung: als erfahrener Tiefbautechniker muß er das besser verstehen. Ach liebe, süße Herzensmama, hilf mir doch! Dieser alte Groll muß beseitigt werden! Papa muß " Elsbeth!" Geh Kind er ruft!" Ich komme, Papa!" SetzDich hier in diesen LehnstM!" befahl Losenheim seinerTochter. Lache nicht!" Nein Papa das ist doch auch zu komisch. Du machst Augen, als wolltest Du mich hypnotisiren!" Das will ich auch!" sagte Losenheim mit Betonung. Elsbeth ließ von Neuem ihr silberHelles Lachen ertönen. Nun scheint Dir das so unmöglich? Du bist ein sehr geeignetes Medium für die Hypnose. Ich besitze denselben scharfen Blick wie dieser Vaganzy!" Das junge Mädchen bekämpfte nur mühsam seine Heiterkeit. Papa hatte doch die gutmüthigsten Augen von der Welt. Ich werde Dich also in einen hypnotischen Schlof versenken! Du wirst nichts dagegen haben, nicht wahr? Es soll nur ein Versuch sein!" Nicht im geringsten, Herr Professor versuchen Sie nur Ihr Heil!" Das Töchterlein ließ sich mit schelmischem Lächeln nieder. Also sei ernst! Sammle Dich!" Er setzte sich nun vor sie hin, fixirte jt und gab Schlafsuggestionen. Die Arme werden Dir schwer!" Er faßte ihre Hände und ließ sie mit einem leichten Ruck fallen. Schließe Deine Augen! Du wirst müde! Du mußt jede Minute hintenüber fallen!" Er drückte nun sein Versuchsobjekt mit behutsamem Rucken nach hinten, bis der Kopf sanft die Lehne berührte. Schlafe!" befahl er zuletzt. Elsbeth zuckte mit keiner Wimper. Sie hatte die Zunge zwischen die Zähne geschoben und hielt die Lippen fest zusammengepreßt. Losenheim war von der Wirkung seines Experimentes frappirt. Sie schläft!" jubelte er im Stillen. Sie schläft! Nun will ich ihr aber das niederträchtige Liebesverhältniß austreiben! Das muß ein Ende nehmen! Du schläfst jetzt tief!" suggerirte er weiter, so wie er es von dem Professor gehört hatte. Ich befehle Dir, den Techniker Stavening nicht weiter zu verehren, denn das wäre mir ein ganz verwünschter Schwiegersöhn!" So, kleiner Racker, dachte der schlaue Papa, jetzt werde ich Dich wohl kurirt haben. Das Medium rührte sich nicht. Ich werde Dich nun erwecken! Die Müdigkeit verliert sich! Du wirst Dich wohl fühlen und guter Laune sein! Wach auf!" Elsbeth erhob sich langsam und rieb sich die Augen. Uijehh! Habe ich denn geschlafen?" Natürlich!" rief der hocherfreute Losenheim. .Dir ist doch wohl? Hier
stärke Dich trinke ein Gläschen Madeira ich will Dir noch eine Freude machen, mein Mäuschen Rosen werde ich Dir im Garten abschneiden die schönsten ein paar Marechal Niel!" Als Papa hinaus war, eilte die Kleine zur Mama. Muttchen!" rief sie lachend. Papa hat mich hypnotisirt! Ich habe mir ja bald die Zunge weggebissen! Aber verdient hat's der böse Papa, daß ich ihm einen Bären aufgebunden habe. Denke nur er hat mir befohlen, ich solle den Techniker Stavening nicht weiter verehren, denn das wäre ein ganz verwünschter Schwiegersohn für ihn! Väterchen dachte natürlich, ich schliefe! Nun muß ich aber die Komödie weiter spielen, und Du, Mama, mußt mir helfen!" Nun entwickelte der flachsblonde Schelm flüsternd einen Plan, so daß die Mama in Helles Lachen ausbrach. Ein vaar Taae darauf rief Frau Losenheim mit gut geheucheltem Entsetzen ihren Gatten. lribert! Da hast Du etwas Schönes angerichtet! In jedem unbewachten Augenblick rennt unsere Elsbeth dem jungen Herrn Stavening nach. Ich habe es schon vorgestern bemerkt. Sie kann nicht anders, sagt sie. Eine unheimliche Macht zwingt sie dazu. Sieh nur da unten stehen sie wieder!" Was?" schrieLosenheim und stürzte an das Fenster.
Elsbeth!" befahl er empört. .Sofort herauf!" Das Mädchen schüttelte träumerisch den Kopf und schmiegte sich innig an Stavening. Aber das ist ja nicht möglich!" stammelte der erschrockene Vater. Das hast Du von Deiner vermaledeiten Suggestion!" Herr!" donnerte der Alte zornbebend. Augenblicklich trennen Sie sich von meiner Tochter!" Verzeihung, Herr Losenheim, ich kann nicht los Fräulein Elsbeth hält mich fest umschlungen!" Mein Gott, was sollen denn die Leute denken!" jammerte die Mama. .Laß sie doch beide heraufkommen!" Dieser Stavening betritt mein Haus nicht!" Dann wirst Du unser geliebtes Kind in den Tod trüben! Ein unglückliches Opfer Deines frevelhaften Versuches!" Dem Alten stieg das Blut siedend heiß in den Kopf.
Herr Stavening darf ich Sie einen Augenblick zu mir bitten? . . Elsbeth ich verstehe nicht dieses seltsame Gebühren!" empfing Herr Losenheim seine Tochter. Ach. Papa ich kann ja nicht anders! O diese Hypnose mir ist so elend zu Muthe! Hast Du mir ni'cht ausdrücklich befohlen, ich sollte meinen Walter nicht weiter entbehren " Verehren!!!" schrie der Alte entrüstet. Entbehren und er wäre Dir ein ganz erwünschter Schwiegersohn?" Verwünschter!!!" Losenheim schlug sich an die Stirne. Vielleicht hast Du undeutlich gesprachen?" bemerkte die Mama und nickte dem jungen Manne ermunternd zu. Verzeihung, Herr Losenheim sollte ich Sie in irgend etwas gekränkt haben, so bitte ich hiermit höflichst um Entschuldigung. Ich bin mir aber nicht bewußt, Ihnen jemals die schuldige Hochachtung verweigert zu haben. Elsbeth liebt mich und ich wüßte kein entzückenderes, herrlicheres Mäd chen als sie!" Glaube ich wohl!" brummte der Alte und wischte sich die Stirne. Ueben Sie Barmherzigkeit machen Sie uns beide glücklich! Dieses verhängnißvolle Experiment " Um Himmels willen, hören Sie auf!" Der von Natur gutmüthige Papa blickte ängstlich in Stavenings ehrliches, treues Gesicht. Geben Sie uns Ihr väterliches Jawort!" Kommen Sie morgen wieder! Ich mutz erst erst zu Verstände kommen! Das das ist ja unerhört das ist ja ein ein Attentat auf meine Person!" Stavening empfahl sich. Er kam aber nur bis zur Thüre. Im Augenblick hing Elschen wieder an seinem Halse. Sieh bloß an!" seufzte die Mama. Losenheim setzte sich ächzend in den Lehnstuhl. Elsbeth komm einmal her zu mir! Liebst Du diesen jungenMann wirklich?" Ja Pava H allen Fasern meiner Seele! Mein Herzblut gäbe ich für ihn hin!" Hm! Willst Du auch einstweilen hübsch sittsam und artig bei uns bleiben, wenn ich auch mein Jawort gebe?" Ja, Herzenspapa, ja! jubelte d Glückberauschte und umarmte ihren Vater stürmisch. Und morgen istVerlobung, nicht wahr? Ich kann ihn ja nicht entbehren, meinen Liebling, und nicht wahr er ist Dir auch tu wünscht ?" Der überlistete Papa reichte dem strahlenden Freier stumm die Hand. Am andern Tage erttangen bei Losenheims die Gläser und ein junges Paar schaute sich mit seligem Lächeln in die leuchtenden Augen. Von Suggestion und Hypnose durfte nicht gesprochen werden, das hatte sich Vapa streng verbeten!
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