Indiana Tribüne, Volume 26, Number 216, Indianapolis, Marion County, 4 May 1903 — Page 4
Jn,m Tribune, . Mai 190.
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der utenberg E. Jzckianapolis, Ind.
harry O. Thudium Prästdent Geschäftslocalt SZo. 31 Süd Delaware Straße. telbpho.ne ss. ntered at the Post Office of Indianapolis as seond class matter. Die Diseiplinar - Untersuchungen. General-Poftmeifter Payne Hat eine eigenthümliche Rücksichtsnahme gegen die schwerer Disciplinar-Vergehen angeklagten Herren Postbeamten zu Tage gelegt. Warum, wird er wohl selbst wissen. Wenn man bedenkt, wie die Eubaltern-Beamten bei der geringsten Unregelmäßigkeit, wenn dieselbe auch halb erwiesen ist, über die Klinge sprin gen müssen, so wirkt das zögernde Vor gehen des Oberpostmeisters gegen Leute, bei denen Verlust ihres Amtes nicht zugleich Verlust ih'.cr Existenz bedeutet, geradezu ekelhaft. Briefträger und Schalterbeamte, Postmeister 3. und 4. Klasse werden ohne weiteres entlassen, wenn sie sich in einer Kleinigkeit gegen das Dienst-Reglement vergessen. Die Departementschefs aber, welche unter der Beschuldigung stehen, ihr Amt zu ihrer eigenen Bereicherung und zum Schaden der Oeffentlichkeit verwaltet zu haben, werden mit GlaceHandschuhen gestreichelt nur weil sie politischen Anhang haben. Dies erinnert an die schlimmsten Feudalzeiten, da ein Vasall, der mächtige Freunde hatte, ohn? Furcht vor dem Oberhaupt im Lande rauben und stehlen konnte. Favoritismus giebt es wohl überall und unter allen Regierungsformen, so unverschämt aber wie er sich unter der gegenwärtigen Verwaltung hier breit macht, zeigt er sich wohl kaum in der Türkei. Der Postmeister einer Großstadt, der erwiesener Maßen seine weiblichen Beamten mißbrauchte und denen er, wenn nicht gefügig mit Entlassung drohte, hatte vor einem Comite der Civildienstbehörde eine Untersuchung zu bestehen. Dieselbe bemies die schwachvollen Beschuldigungen vollständig der Beamte aber ist noch immer im Amt. Seine politischen Freunde find zu zahlreich und zu mächtig. Ein Postoffice-Jnspector, der beauftragt war, Erhebungen betreffs verschiedencr Buddelgerüchte und Durchftechereien im Poftdepartement anzuftellen wurde degradirt, nicht weil er etwa nicht seine Pflicht, sondern weil er dieselbe zu giwiffenhaft erfüllt hatte. Der General - Postmeister, befragt, warum der eifrige Beamte solche Zurücksetzung erfuhr, erklärte kaltblütig, derselbe habe die Untersuchung nicht taktvoll genug geführt. Warum ein höherer Postbeamter, der Durchstechereien versucht haben soll, zarter zu be handeln sei, als irgend ein Subalterner, ist schner zu verstehen. In allen Verwaltungszweigen wird daffelbe Verfahren angewendet, und man kann nicht oft genug wiederholen, wie dringlich eine Aenderung geboten ist. Die Staatsanwaltschaft in Washington scheint auf beiden Ohren zu schlafen und nichts zu hören. Ihre Pflicht wäre es schon längst geWesen, Kenntniß von den UnregelMäßigkeiten, die nicht mehr Discipli narvergehen find, sondern vor die Gerichte gehören, zu nehmen. Aber die obersten Behörden tragen die Hauptschuld daran, treibt es einer ihrer Günstlinge so arg, daß man den Schwindel nicht mehr ganz mit Stillschweigen übergehen kann, so wird disciplinarisch gegen ihn vorgegangen, er erhält einen Rüffel oder wird schlimmftenfalls entlassen, während er eigentlich in's Zuchthaus gehö-t. Die Disciplinaruntersuchuntjen ermöglichen es den Einflußreichen, ihre Günstlinge und Creaturen jedem Recht zum Trotz zu beschützen und sich die werthvollen Dienste dieser Herren für die Zukunft zu sichern. , Daß König dward. der Biekgeliebte, ein so außerordentliches Vergnügen empfindet, wieder in Paris, der Stätte so mancher schönen Erinnerung, zu weilen, versteht wohl Jeder. Seine Freude an der Seine kam jedenfalls aus aufrichtigerem Herzen als die über Rom. Wenn aber Edward plötzlich jetzt als eine Art Feldherr hingestellt wird, der mit kritischem Auge" den TruppenEvolutionen folgt, so dürfte er selbst über diese Entdeckung am meisten überrascht sein. Trotz seiner Feldmarschallsuniform" und feines grauen Militürmantels" hat der lebensluftige Fürst niemals militärische Aspirationen gezeigt.
Roch ein dentsScr chirurgischer Bcsuck. T.'r berÄhrnte deutsche GsMntrg nd llnivcrsitätc Professor von Bres lau.. o h a n n M i k u l i c 3, der in Amerika zu Besuch ist, hielt au einem der lebten Nachmittage eine Kliuit im Bellevue Hospitale iu New ?)orf ab. und unternalml daselbst in denl Zeit räume von einer Stunde drei djtokeß rige Operationen an Ilnterleibctran' seit. Ale Assistenten des Profeisors iungirteu Dr. V. X. Tiltou und Tr. F. 88. bnvuer. lelnerer sein reaularer Assistent. (5ine große Anzahl 'von Aerzten una 5tuden:en hatte sich eiu' gefunden und bewunderte die grotze Schnelligkeit und Geschicklichkeit deö Brelauer Gelehrten. Tie erste Operation wurde an ei nem Patienten ausgeführt, welcher an einem Bruch oder öeibSchaden Ici Set. Prof. Mknliez erklärte: c gebe drei anerkannte Metboden der Operation in diesem Falle, iir.d da den amerikanischen Aerzten die Bessi uiiche und RcEwan'sche bekannt sei, werde er die schweizerische oder .ochersche vorfüliren, welche er dann in znianzie Minuten durchführte. ?ie zweite Operation wurde an ei nem Manne vorgenommen, der so schwer ani Magen leidet, das; ifjrn Nahrung nur in flüssigem Zustande durch eine nach dem Magen führende Nölire zugeführt werden kann. Prof. Mikuliez ist, wie sein berühmter töollege Prof. Loreuz, ein jovialer Herr; nachdem er den Magenleidenden er folqreich operirt hatte, flösne er dem selben durch die nach dem Magen füh rende ttuiuuü röhre Whiskey ein. Ter Professor sah sich dann nm und sagte lächelnd in seinem gebrochene.: Vng lisch: 'Da'- in wohl, was Sie hierzulaude Highball" nennen?" 2er Operirte erwachte nun aus der Nar tose uud bewegte sich unruhig nrn dem Operatiou5tiscb. was den Operateur zu der scherzhaften Bemerkung veran leinte: 2er Patient scheint an dieses (Getränk nicht gewöhnt zu sein." Tie Operation, welche ebenfalls enolg reich verlier, dauerte gleichfalls nur zwanzig Minuten. Tie letzte Operation war die an ei ner fünfzig ahre alten Zran, welche? der Professor eiu sechs Pfund schwe res Geschwür aus dem Magen entfernte. Von New ??ork reist er nach Phila delphia, um dort eine ftlirni abzuhalten, worauf er nach dem Westen weiterrenen will. Im Mai nimmt er au dem Congresse der Aerzte uud Chirur gen in Washington Theil. Und dann kehrt er nach Deutschland zurück.
Ein GciZ:cllruder. Die braven Flagellanten oder Geißelbrüder im Ätitte'alter, welche der deutsch-amerikanische Maler Marr auf einem berühmten Bild geschildert hat, suchten durch Selbstgeißelung des eiqu nen Körpers Vergebung ihrer Sünden zu erlangen. Die zweitgrößte Jllinoiser Stadt Peoria erfreut sich noch heute eines solchen Flagellanten oder Äeisjelbrudcrs. Er heißt Herald" und ist eines der englischen Hauptblätter der großen Branntweinstadt. Während der letzten Benezuela-Wir-ren hatten wir wiederholt Gelegenheit, die wilden Jingoausbrüchc dieses argen Sünders gegen Deutschland und sein demagogisches Gehetze zurückzuweisen. Doch seit Präsident Roosevelt solches Hetzen und Wüthen so nachdrücklich verdammt hat, ist auch der Peoriaer Herald" in sich gegangen; und in denselben Leitartike'.spalten, die noch vor Kurzem seine demagogischen Jingowüthereien enthielten, sagt er jetzt u. A. Folgendes: Es freut uns. melden zu können, daß die gespannten Beziehungen, die scheinbar zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten bestanden, schnell einer freundlicheren Stimmung Platz gemacht haben. Wir glauben und haben es immer geglaubt, daß die I i n-go-Presse und die Demag og e n für alle diese Unannchmlichfette verantwortlich sind, und daß zwischen den beiden Ländern stets das beste Einvernehmen geherrscht hat, obgleich es manchmal den Ansche-in hatte, als ob sie sich feindlich gesinnt wären." So geißelt sich alfo dieser Herald" mit seinen eigenen Worten. Von den mittelalterlichen Geißelbrüdcrn waren die meisten ehrliche Fanatiker, welche sich ernstlich besserten. Aber es gab auch Heuchler und Lärmer unter ihnen und darum verbot endlich der Papst Clemens der Seiste dicfe Bußübungen. Es muß sich nun bald zeigen, eb der Flagellant in Peoria ein ehrlicher Büßer oder ein duckmäuserischcr Heuchler ist. Die Kapitalistin Hirschberg in Warschau wurde von ihrem Dienstmädchen mit Hilfe mehrerer Komplizen mit dem Küchenbeil ermordet. Ueber 100.000 Rubel raubten die inzwischen flüchtig gewordenen Mörder. Prügelte ihr Kind zu Tode. Die Negerin Maria Purnell in La Plata, Md., hatte vor Kurzem ihre zwölfjährige Tochter nach einem Laden gesandt, und als das Mädchen länger wegblieb, als die Mutter erwartet hatte, schlug sie das Kind mit einem Knüppel derart, daß dieses am nächsten Morgen seinen Geist aufgab. Die Rabenmutter wurde in polizeilichen Gewahrsam gebracht.
Adclsprozcft. In Prag fand ein heiterer AdelsProzeß" vor dem Strafgericht seine Entscheidung. Wladimir Z.. ein ehrsamcr Gutsbesitzer aus Prags Umgebung. hegte schon lange, wie die .".Bohemia" schreibt.' die stille Ueberzcugung daß er einem alten Acelsgeschlecht entstamme, indes fehlte cs ihm an greifbaren Beweisen. Man versteht seine Freude, als endlich auch für ihn ein Genealoge entstand, der üereit war. Brief und Urkund" ausfindig zu machen, es war freilich nur ein Dekorationsinaler, aber was oerschlug das Wladimir ? Bald sollte er das kostbare Schriftstück, das ihm die Freiherrnkrone zusprach, in Empfang nehmen. Gern zählte er den bedungenen Lobn, als er einer geheimnißvollen Schachtel den Akt entnahm, der folgenden Wortlaut hatte: Wir, Ferdinand II. thun kund jedermänniglich. daß Wir unseren lieben, getreuen, ch-ren-und dynstfesten Bartolomäus. Primator Unserer getreuen Stadt Zidlochowitz in carkqrasschaft Mähren in Erwägung seiner allweiliaen Verdienste in Suff. Truff und Menagirung, Unserer kaiserlichen Mutari und seiner allezeit getreuen Gesinnung in den Adelstand des heiligen Römisch-Teutschcn Reichs und Unserer gesammten angeborenen Erblande und ihme allmänniglich seinen Nachkommen das Prädikat von Zidlochowitz zugestehen geruhen." Nicht achtete sein freudetrunkenes Auge die sonderbare Fassung des Textes, nicht des Siegels, dessen Abdruck so viel Aehnlichkeit mit einem alten Zwanzigkreuzerstück aufwies. Er war entschlossen, nunmehr um die Adelszuerkennung einzukommen. In seinem Glücksgefühl störten ihn nur die merkwürdigen Ansichtskarten, die er nun täglich zugesandt erhielt und die lauter Anspielungen auf feine frische Baronie enthielten. Langsam nur ging ihm ein Licht auf. Erst als gegen ihn sogar bei der Polizei eine Strafanzeige wegen Fälschung öffentlicher Urkunden erstattet wurde, riß seine Geduld und er verklagte nun den Dekorationsmaler und dessen Onkel, der die erwähnte Anzeige erlassen hatte. Jetzt standen der Dekorationsmaler Fr.Pelikan und dessen Onkel vor Gericht. Der Gericktshof sprach Pelikan des Verör?chens der Erpressung, der Uebertretung und der Ehrenbeleidigung schuldig und verurtheilte ihn zu drei Monaten Ker kers. den Onkel wegen Ehrenbeleidiaung zu acht Tagen Arrest. Ein Begrävnin im Polarciö. In seinem Werke Neues Land" giebt der K pitän Otto Sverdrup eine ergreifende Schilderung von dem Tode und der Bestattung der Leiche dcs während der Polar - Reise verstorbcnen Erpeditions - Arztes Dr. Svendsen. Alle Theilnehmer an der Fram" - Expedition waren vor der Abreise auf ihre körperliche Konstitution hin sorgfältigst untersucht worden nur der Arzt selber nicyt! Vielleicht war es ein Zufall, daß gerade dieser die Expedition nicht überstehen sollte. Dr. Svendsens Tod machte auf alle Fram" - Fahrer einen ungewöhnlich tiefen Eindruck. Der Arzt war sehr beliebt und dazu für die glückliche Wciterführung der Expedition wie Jeder wußte von allergrößter Bedeutung. Seinen Tod verwanden die robusten Seeleute darum in Monaten nicht. Eine seltsame Feier muß die Bestattung gewesen sein, die im hohen Norden nach Seemannsart erfolgte. Frams" Flagge wehte vom halben Mast. Die in Flaggentuch eingehüllte Leiche trug man eine Strecke weit fort, um sie in der Rice Strait zu versenkend Die Leichenbahre stellte man an den Rand der Oeffnung im Eise. Nach Lesen des Rituals und dem Gesang eines Trauerliedes ließ man die Leiche lautlos in dieTiefe gleiten. Wieder ein Lied und das Vaterunser gesprochen und die Feier war beendet. Wir vergessen cs niemals", liest man im Schiffstagebuch.
Ein TozialisttNvlatt übet den Kaiscr Wilhelm. Das Kopenhagen Blatt Sozialdemokraten" schrieb am 1. April: Als Haupt unseres großen südlichen Nachbarstaates besucht Kaiser Wilhelm Kopenhagen,und als dänische Staatsbürger niünen wir ihm einen würdigen und nachbarschaftlich freundlichen Empfang wünschen. Alle vernünftigen Dänen wünschen nur das beste nachbarschaftliche Verhältniß zwischen Dänemark und Deutschland. Wir sehen nur eine Gefahr in der auswärtigen Politik für unser Land, nämli in den Verdacht zu gerathen, daß wir Deutschland feindliche &tfühle und Pläne hegen. Der Kaiser Wilhelm repräsentirt die deutsche Nation, vor deren Tüchtigkeit. Fleiß und Wissenschaft wir den tiefsten Respekt haben. Und wie gern wir in guter Nachbarschaft zu leben wünschen als kluge, friedliebende Dänen, wünschen wir. daß das Staatshaupt des Deutsehen Reiches eine schöne und freundliehe Aufnahme in den Tagen, wo er der Gast unseres Landes und unserer Hauptstadt ist. finden möge. Nach einer Genfer Devefche erholt sich Präsident Steijn von seinem jüngste,: Schlaganfall und hat unter dem Versprechen, sich nicht mit Politik beschäftigen zu wollen, von der britischen Regierung die Erlaubniß zur Rückkehr auf seine Farm in der Oraniekolonie erbeten.
Sin deutsches Sprachinfelchen. Es ist in der Schweiz eine allbekannte Thatsache, daß Deutschschweizer in französischen Kantonen autzerordentlich rajch ihre Muttersprache vergessen und sich dem französischen Sprachgebrauche anpaljcn. Aber es giebt doch Ausnahmen. So besteht im Neuchateler oder Neucnburger Jura am Fuße des Chasseral eine deutsche Sprachinsel von eingewanderten Berner Bauern. Joux du Plane heißt das Dorf; es sind etwa vierzig Häuser, oie so weit auseinander liegen, daß n an vom ersten bis zum letzten eine gute Stunde Weges hat. Das Dorf gchört zu der zwei Stunden entfernten neueuburgischen Gemeinde Chesard. Intercssant ist nun, daß die Schule von Joux du Plane französisch ist, obgleich sämmtliche Bewohner des Dorfes deutsch sprechen. Das soll schon säst ein halbes Jahrhundert so sein. Als der Kanton N'uchatel oder Neuenburo noch unter preußischer Oberhoheit stand, besaß Joux du Plane seine deutsche Schule; unter dem republikanischneuenburgischen Regime ist dann eine französische Lehrerin eingezogen. Anfänglich enthielt der Lehrplan ncch einige deutsche Stunden; sie sind aber bald verschwunden. Die Bauern haben es nicht verabsäumt, bei der neuenburgischen Regierung um Belassung des deutschen Unterrichts zu Petition!ren; aber ihre Bemühungen sind erfolglos geblieben und nun fügen sich die Leute. Es ist schon vorgekommen, daß die Lehrerin von Joux du Plane kein Wort deutsch verstand, während die neueintretenden Schüler nur deutsch sprachen; da haben dann die Schüler der oberen Klassen dem Unterrichte durch ihre Dolmetscherkünste nachhelfen müssen. Selbstverständlich gehen auf diese Weise die beiden ersten Schuljähre den Kindern von Joux du Plane vollständig verloren. Aber die Gefahr ist, daß die französische Schule doch allmählich das Deutsche verdrängt. Zur Geschichte des Landcsvatcrs. Dr. Fabricius führt zu Obigem in den Akademischen Monatsheften unter Beiträgen zur Corpsgeschichte" interessante Belege für die Sitte des Hutdurchstechens mit dem Landesvater und dem Bruderschaftsmachen an. Ottc Günther theilt in seinem Aufsatz Zur Geschichte des Leipziger Musenkrieges 1768" über die Unruhen in Plagwitz am 2. Juli 1768 aus einem gleichzeitigen Berichte mit: Sie (die Leipziger Landsmannschaften) schwärmten einige Stunden nacheinander, sungcn alle ihre Lieder, besonders den LandesVater, während welchem die Hüte wie gewöhnlich auf die Degen gestochen und an die Stubendecke nach der Reia
gesteckt wurden, biß Mitternacht.' Der zweite Beleg hat ein literar-histo-nichcs Interesse; er findet sich in den Briefen von Johann Heinrich V"ß, herausgegeben von Abr. Voß 1. S. 95. Voß schreibt an Brückner, Göttingen, den 3. November 1772 über den Abschiedsschmaus des Engländers Rodney. zu dem er (Voß) hingeruren wurde: , Bis um Mitternacht champagnerten und burgunderten wir, und nun gingen wir mit Musik aus, Ständchen zu bringen . . . Nun munte noch ein Landesvater gemacht werden, der erste für mich. In einer Halden Stunde hatte ich Grafen und FreiHerrn und meinen Boie zu Brüdern. Den letzten hätten Sie sehen soll n, mit dem behüteten Schwert in einer und dem Hut in der anderen Hand, wie er sein Landesvater" hersang. Er konnte nicht Melodie halten, und ich sang mit ihm. Glock drei schlichen wir beide uns weg und schliefen bis h lb sieben, wo uns die Herren Brüder afweckten." Kugclfllvrre T:?orc. Aus Spandau schreibt man: In einen kugelsicheren Zustand sollen die eisernen Thore unserer Festungen versetzt werden. Es hat jich bei Versuchen gezeigt, daß die Thorflüge! der Festungen, die aus fünf Millimeter starken Platten von Bessemer Stahl bestehen, von den heutigen Gewehrkugeln durchschlagen werden. Gegenüber den früheren Handfeuerwaffen, dem Zündnadelgewehr und dem darauf folgenden Mausergewehr, waren sie noch kugelfest, dies ist aver nicht mehr der Fall, seitdem die Geschosse mit einem Mantel aus hartem Metall versehen sind und selbst eine stärkere Durchschlagskraft baben. In Spandau sind nun von feiten der königlichen auf solche eiserne Thorflügel angestellt worden, wobei gleich probeweise Mittel zur Vermehrung der Widerstandskraft zur Anwendung gekommen sind. Eins dieser Mittel, das sich auch aufs beste bewährt hat, besteht darin, daß die Thorflügel durch eine drei Millimeter dicke Platte aus Stahlblech verstärkt werden; dazwischen wird noch eine Schicht freigelassen, welche mit Kies oder ähnlichem festen Material ausgefüllt wird. Derart zusammenasetzte Thore haben sich a.s vollkommen kugelfest erwiesen, uad di.' Festungsthore werden voraussichtlich sämmtlich in dieser Weise umgestaltet werden. Der Bicrverkauf hat tn Deutschland nachgelassen, was wohl zum Theil auf die Arbeit der Mäßig' kertsvereine zurückzuführen ist. Der Rückgang im Bierverkauf erstreckt fich auf alle Tbeile te Reiches. Auch der Branntweuwerbrauch hat fich vermin-dert.
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