Indiana Tribüne, Volume 26, Number 215, Indianapolis, Marion County, 2 May 1903 — Page 6

Jndiana Tribüne, 2. Mai 1903

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Erolilltik ÄttnöscDan. Provinz Wrandonburg. f r I i n. Der im vorigen Jahre

rttnrfonf Npntner Friedrich Wilhelm Kroh hat der 46. Gemeindeschule ein Legat von 15,000 Wart mmaqx. Aus den Zinsen sollen arme Knaben, welche Lehrer werden wollen, Unterstützungen erhalten. Bildhauer Prolet or toUTimnnn - .fiellbcrn vollendete das 75. Lebensjahr. Justizrath Siegmund Meyer ist nach langem meiden im tö. Lebensjahre verschieden. Von 1881 bis 1900 gehörte er zu den thätigsten Mitgliedern der Stadtverordneten?sammlung und meyr ais zo ayre stand der Verstorbene an der Spitze der jüdischen Gemeinde. Der frühere .ausmann S. David. Grenadierstraße 34, Mitglied der Jüdischen Gemeinde, feierte seinen 90. Geburtstag. Von einem Postwagen überfahren und tödtlieh verletzt wurde der 41 Jayre alte Sattler Fram Weiler aus der Mutlerstraße 162. Im königlichen i. rLi.M r. v; 1 Am ttsrnauiDicioaaic ucim icic iui jährige Schauspielerin Mizzi Weiß mit darboljaure. Litteratur -ftoriker Carl Friedrich Wittmann ist gestorben. Seir. fünfzigjähriges Di'nstjubiläum beging der erste Lehrer an der Vorschule des hiesigen Andreas - Realgymnasiums, Hermann Kraebte. Abaeseben von seiner amtlichen Thätigkeit hat sich der Jubilar auch als Verfasser zweier ',-ammlun-gen und sinniger plattdeutscher Gedichte beiteren und ernsten Inhalts einen Name gemacht. Von einem Wagen überfahren und getodtet wurde oer Marsiliusstraße 6 wohnende 5 Jahre alte Sohn Arthur des Buchhalters Morgenstern. tsharlottenburg. Erlernen tat sick hier die 28iäHriae Französin AiNtt Gregoire, die vor kurzer Zeit von Köln hierher kam und in einem Pensionat in der Berliner Straße Wobnung nahm. Friedrichsfelde. Schlächtermeistcr Fritz Dahms stellte seine Zahhingen ein. K o t t b u s. Das Hiesige Schwurgcricht verurtheilte den Arbeiter Kniesche aus Treppendorf lvegen Raubes und Mordes zum Tode. L ü b b e n a u. Einer Feucrsbrunst fielen im benachbarten Dorfe Krimmitz fünf Gehöfte zum Opfer. Rixdorf. Dem Bauinspektor, Baurath Lehmann hier, ist die Stelle des Wohnungsinspektors bei der Regierung in Düsseldorf übertragen worden. Schöneberg. Generalarzt a. D. Dr. Karl Fritzsche hier beging das golVene Dottorjubiläum. Er promovirte vor 50 Jahren bei der Berliner medizinischen Fakultät. Als Leiche wiedergefunden wurde der seit Mitte Januar vermißte Restaurateur Carl Niemax aus der Kolonnenstraße 6 von hier. Bei der alljährlich stattfindenden Reinigung des Goldfischteiches in Berlin kam seine Leiche zum Vorschein. Niemax, eine in Gastwirthekreisen bekannte Persönlichkeit, hat den Feldzug gegen Frankreich mitgemacht und zeigte vor seinem Verschwinden Zeichen von geistiger Störung. Er dürfte über den zugefrorenen Teich gegangen und eingebrochen sein. S p a n d a u. Das hiesige Gymnasium feiert am 14., 15. und 16. Oktober o. I. sein fünfzigjähriges Bestehen. Alle Schüler des Gymnasiums werden von Professor Dr. Franzky Hierselbst. Schönwalderstraße 10, gebeten, ihre Adresse ihm mitzutheilen, damit das Scküleralbum vervollständigt werde und den ehemaligen Schülern die officielle Einladung zugesandt werden kann. Mittheilungen über verstorbene Schüler sind ebenfalls erwünscht. empelhos. Der blshcrlge Amts- und Gemeindevorsteher Bürgermeister Muffehl ist in der Gemeindevorstehcrwahl als solcher auf zwölf Jahre einstimmig wiedergewählt worden. Provinz Hstprcutzcn. Königsberg. Von der juriftischen Fakultät der hiesigen Universität sind Oberlandesgerichts - Senatspräsident Wilhelm Späing im1) Oberlandesgerichtsrath Geheimer Justizrath Albert Mosse Hierselbst zu Ehren-Dok-toren promovirt worden. Der Professor der Theologie an der Universität hier, Dr. theol. Albert Klöpper, vollenbete sein 75. Lebensjahr. Vom Halitv von Vorlesungen ist Klöpper jeit längerer Zeit entbunden. A l l e n b u r g. Der hiesige Männergesangverein feierte sein 40. Stiftungsfest unter sehr reger Betheiligung aus Stadt und Umgegend. Von den Mitbegründern des Vereins wurde das noch aktive Mitglied Radrowski bei der Eröffnungsrede durch den Vorsitzenden unter Ueberreichung eines Diploms zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Braunsberg. Der ordentliche Professor für Philosophie am hiesigen Lyceum Dr. Uebinger hat einen Ruf nach Freiburg i. B. erhalten und angenommen. Uebinger, geboren 1854 zu Kaltenengers bei Koblenz, habilitirte sich 1893 am Lyceum Hosianum. wurde 1899 außerordentlicher Ersatzprofessor und 1901 ordentlicher Professor. Gumbinnen. Beigeordneter Herrn. Mantels ist auf sechs Jahre wiedergewählt worden. M e m e l. Stadtverordneten - Vorsteher Consul Pietsch erhielt den Titel Commerzienrath". N o r d e n b u r g. In der Scheune des Ackerbürgers Biloau brach Feuer

Titäulcin IDJIBEL C00K, Sekretärin des Woodman's Girrte, 3847 Indiana Ave., CHICAGO, ILL.

aus, welches in kurzer Zeit sechs Scheunen einäscherte. P l a t t l a ck. Einer Feuersbrunst i fielen die Wohnhäuser der Besitzer Kühner und Poppke, sowie elf Stallgebäude zum Opfer. S e e b u r g. Magistratsbureau-' Vorsteher Ruhnau ist verhaftet wor- ! den, da er im Verdacht steht, in mehreren Fällen unberechtigt Postanwei- j sungs - Beiträge abgehoben und das Geld für sich verbraucht zu haben. gfrott3 Westpreußen. D a n z i g. Zum Oberbürgermeister wählte man den Stadtrath Ehlers. Sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum beging der Buchhalter bei der hiesigen Oberpostkasse Zoar; aus diesem Anlaß wurde ihm der Titel Rechnungsrath" verliehen. Oberpostdirektor Kriesche von hier ist zum Oberpostdirektor in Köln ernannt worden. Baldenburg. Bahnmeister Emil Liedtke. welcher am 1. Juli iu den Ruhestand treten sollte, hat sich im Kohlenkeller seiner Wohnung erhängt. Es schwebte gegen ihn ein Strafverfahren wegen Jagdvergehens, und nimmt man an, daß ihn die Furcht vor einer etwaigen Gefängnißstrafe in den Tod getrieben hat. Deutsch - E i l a u. In der $r tzung der Stadtverordneten wurden der alsRathsherr wiedergewählte Uhrmacher Neuhoff und der zum RathsHerrn neugewählte Rentier Gruse durch Bürgermeister Grzywacz in ihr Amt eingeführt. E l b i n g. Das frühere VictoriaCafe" am Alten Markte brannte nieder. 1R a x i e n w t x d e r. Der 85 Jahre alte pensionirte Postillon Leopold Koch hat sich im Diakonissenhause am Bettpfosten mittelst zweier zusammengeknüpfter Taschentücher erhängt. Riesenburg. Einem Brande fielen sämmtliche Wirthschaftsgebäude des Spediteurs Ziese zum Opfer. Schlochau. Die Scheune des Ackerbürgers August Dennin brannte nieder. F ü r st e n a u. Rittmeister Grunau von hier, der Vorsitzende des Krieger Vereins in Tiegenhof, fuhr von einer Festlichkeit des Kriegervereins von Tiegenhof nach Hause. Während der Fahrt ereilte Grunau plötzlich der Tod, indem ein Herzschlag seinem Leben ein Ende machte. Grunau hat ein Alter von 60 Jahren erreicht. Seit 1880 war er Mitglied des Elbinger Kreisausschusses. Jefchewo. Als Anstaltsgeistlicher der Strafanstalt zu Graudenz ist Vikar Rönspieß von hier angestellt worden. Kulm. Feuer vernichtete in Ehrenthal das Anwesen des Besitzers Schrubki. t u y m. Am 1. April trat hier tx ne Privatknab?nschule ins Leben, die Schuh? werden in den Unterstufen der Gymnasialbildung unterrichtet. Der Vorstand der Schule besteht aus Dr. Murawski als Vorsitzender, Kaufmann Block, KaufmannAaron, Stadtkämmerer Krüger, Kreiskassenrendant Schmidt und Gutsbesitzer TetzlaffBarlewitz. Provinz sommern. Stettin. Sein 25jähriges Gefchäftsjubiläum feierte der Filzwaarenfabrikant Lamprecht. Nach längerem Leiden verschied der Geheime Justizrath Heinrich Brose, Oberlandesgerichtsrath und Präsident oer Disziplinarkammer. Der Verstorbene war eine in Juristenkreisen bekannte und angesehene Persönlichkeit. Landmesser und Eisenbahn-Bureauvorsteher i. P. Rudolph Hintz und seine Ehegattin Caroline, geb. St. Blanquart, begingen das Fest der goldenen Hochzeit. Buddenbrock. Einem Brande fielen Wohnhaus, Scheune und Stall des Eigenthümers Hermann Warnick zum Opfer. K a m m i n. Wegen Brandstiftung wurde der Knecht Ferdinand Rühl in Holzhagen verhaftet. Labes. Eheleute Christlieb Radünz feierten die aoldene vochzeZt. Loitz. Im Alter von 68 Äabren

Niederdrückende Schmerzen.

Chicago. Jll.. den 27. September. 1902. Ich habe seit Jahren an fast allen Arten von Frauenkrankheiten gelitten, aber so lange ich mich aufrecht erhalten und meine Arbeit thun konnte, wollte ich keine Parcntmedizincn probircn. da ich keinen Glauben daran hatte. Vor ungefähr acht Monaten mußte ich mich zu Bette legen, da ich an Gebärmutter - Fall mit niederdrückcndcn Schmerzen und heftigem Rückcnweh litt. Meine Tante, welche mich zu Pflegen kam, er-

zählte mir von Wine ot Cardui und sandte für eine Flasche. Ich bin

denn diese erste Flasche brachte mich auf den Weg zur Besserung. In wenigen Wochen war ich wieder aus dem Bert und in drei Monaten war ich bei besserer Gesundheit und kräftiger, als ich seit Jahren gewesen war. Ich nehme jetzt noch gelegentlich eine Tofis WiDe of Cardui und erfreue ich mich vollkommener Gesund

heit. CkkktSrw des Wocdman'S Girrte No. 70. Tics war ein hartnäckiger Fall zu kuriren, aber Wine of Cardui verfehlt ic, irgend einen Fall von Frauenlciden zu lindern, wie ernstlich vver chronisch er auch scin mag. Frl. dock wünscht, nachdem ihr geholfen wurde, Andern zu heisen, und ihr Brief weist Euch den Weg zur Gesundheit. Wine ot Cardui bringt einer Frau, die an irgend welchen Symptomen von ssrauenschwäche leidet, sichere Linderung und regu lirt den Monatssluk und verleiht den geschwächten weiblichen Organen Kraft. Win of Cardui vertreibt niederdrückende Schmerzen, indem er die Entzündung entfernt, weiche die Mutterbänder schwächt. Nachdem Fräulein Eook Wine ot Cardui genommen hatte, hatte sie während der Menstruation keine Schmerzen mehr. Ihr braucht nicht allmonatlich zu leiden, wenn ihr diese Medizin ge' braucht. Ter Monotsflu wird schmerzlos und gesund, und die beständigen schwächenden Ausflüsse kören auf. Wine of Cardui wird (Such gute Gesundheit verleihen, und Ihr könnt Euch im Geheimen zu Hause behandeln. Alle Apotheker verkaufen Flaschen Wine of Cardui. Verschafft Euch noch heute eine 1.0iFlasche Wine of Cardui.

verschied hier der Amtsgerichtsrath a. D. Gustav Schmidt. M i l tz o w. Die Gastwirthschaft der Wittwe Oestreich brannte nieder. N e u st e t t i n. Als Rektor der hiesigen Stadtschule beging Rektor WestPhal sein 25jähriges Jubiläum. Das Magistratscollegium hat dem Jubilar für sein Verdienste um das Wohl der Schule eine Dankadresse überreichen lassen. Rügenwalde. Seinen 70. Geburtstag feierte unser Bürgermeister Junge, der seit 33 Jahren an der Svitze der Stadt steht. Ihm wurden zahlreiche Ehrenbezeugungen dargebracht. S t a r g a r d. Hier erfolgte die Hinrichtung des Mörders Faust durch den Scharfrichter Schwitz aus Breslau. Faust, ein Knecht aus Pyritz, hatte bei Rakitt die unverehelichte Arbeiterin Wachlin erschlagen. Er gestand das Verbrechen, das er bisher geleugnet hatte, auf seinem Tcdesgange ein. S t o l p. Chausseeaufseher Ferdinand Theil ist hier im hohen Alter von 80 Jahren gestorben. ??ror,nz ScHleswig Kokstein. Schleswig. Maurermeister Josias Peper feierte mit seiner Frau die goldene Hochzeit. Stadtrath Stehn wurde wiedergewählt. Kurz nach Vollendung seines 95. Lebensjahres verschied einer der ältesten Einwohner unserer Stadt, der Taubstummlehrer a. D. Kröger. Arniö. Bei der Bürgermeisterwähl ist Kassirer Siemsen gewählt !?orden. D i e t r i ch s d o r f. Das Fest der goldenen Hochzeit begingen die Dachdecker A. Callsen'schen Eheleute. Eckernförde. An Stelle des bisherigen Strandhauptmannes, des Kanzleirathes Dittmar, der in den Ruhestand getreten ist, hat der Regierungspräsident den Steuersekretär Radtke hier zum Strandhauptmann des hiesigen Strandamtsbezirks ernannt. Fahre tost. Eheleute Arbeiter Johann Petersen feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar wurde einGeschenk von 30 Mark überreicht. Friedrichsort. In Pries brannten die den Landleuten Wulf und Prüß gehörigen Gebäude nieder. Friedrich st ad t. Steueraufscher Francke von hier wurde nach Jtzehoe versetzt. An seine Stelle tritt der Grenzaufseher Sommerfeld in Brunsbüttel. Jtzehoe. Nach längerer Krankheit verstarb hier der in weiten Kreisen der Provinz bekannten Kaufmann und Stadtrath a. D. Raasche. Der Verstorbene gehörte lange Zeit den städtischen Collegien, zuerst als Stadtverordneter an. Den hiesigen Creditverein hat er 30 Jahre lang als Direktor geleitet. Er war Vorsitzender in dem landwirthschaftllchen Verein an der Stör, Hauptmann der klösterlichen Jumngarde, Mitglied des Kreisausschusses und des landwirtschaftlichen Kreisvereins. Auch gehörte er dem Provmzrnl-Landtage viele Jahre als Mitglied an. L u n d e r. Bei der Stichwahl eines Fleckenvertreters wurde Weinhändler W. Loy wiedergewählt. T o n d e r n. Rechtsanwalt Ritter und Gastwirth Johannsen sind zu Stadtverordneten gewählt worden. Wrovinz Schrelren. B r e s l a u. Der 23 Jahre alte Schornsteinfeger-Geselle Richard Seidel sprang in dem Grundstück Humboldtstraße 7 von einem Schornstein auf die Brandmauer, glitt aber ab und stürzte auf den 5. Stock durch den Lichtschacht auf das Ziegelpflaster. Er starb nach kurzer Zeit. Oberst z. D. Schmidt von Osten und Hoflieferant Moritz Schacher sind hier gestorben. G l o g a u. Dem Steueraufseher a. D. Franz Rieger ist die goldene Krone zum Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen worden. G ö r l i tz. Oberlehrer Theodor Uhle erbielt das Vrädik

Eine aillertkanischc ffreundschaftS predigt. Anknüpfend an die heftige Empfindlichleit, die sich in Deutschland äußerte, weil das europäisch? Geschwader der Ver. Staaten zur Aezrüung des französischen Präsidenten nach Marseilles fahre, wogegen seine Einladung nach Kiel zurüügewiesen Word sci. stellt The Sun" in Baltimore, d:ren Verhalten geen Deutsch.and stets musterhaft ist, folacnde Satze auf: Deutschland ist außer dem brilischen Reich unser lvster Kunde, und schon unser geschäftliches Wohl erso;.dert, daß wir die innigste Freundschaft zu Deutschland hcgen und pfleg.n. Ein großer und höchst wichtiger Bestandtheil unserer Bevölkerung ist deutsch, und gebührende Rücksicht auf diesen Bvölkerungstheil erheischt, daß wir friedliche Beziehungen zum Vaterland desselben unterhalten. Ist wirklich in jüngster Zeit etwas geschehen, wodurch sich Deutschland beeidigt sühlt. so dürfen wir keine Zeit verlieren, um die unangenehme Empfindung zu beseitigen. Das feindliche Geschwätz zwischen diesen beiden großen Nationen ist die ärgste Dummheit. Kein einziger Grund ist vorhanden, warum Mißstimmung zwischen ihnen bestehen sollte, sondern schon das Selbstinteresse sollte die herzlichstenBeziehunzen anbefehlen. Daß unser Volk keine feindlichen Gefühle gegen das deutsche Volk hegt, das zeigte sich auf's vollständigste durch den herzlichen Empfang, welchen im vorigen Jahre Prinz Heinrich von Preußen allenthalben, wo er in diesem Lande hinkam, gefunden hat-" Ganz im Geiste dieser Baltimorcr Friedenspredigt hat Präsident Roosevelt, wie man erst jetzt aus verläßlicher Quelle erfährt, noch vor dem Antritt? seiner jetzigen großen Reise gehandelt, indem er mittelst des Flottenamtes den Flottenoffizieren den gemessenen Befehl zukommen ließ: Kein Gehetze mehr gegen Deutschland! Flottenoffiziere müssen aufhören, über die Möglichkeit eines Krieges mit Deutschland zu sprechen." Dem Dewey hatte der Präsident schon vorher mündlich das Maul gestopft. In der That hat man in den letzten Wochen nichts mehr von

Hetzereien oder Stänkereien amerikanischer Flottenoffiziere gegen Deutschland gehört. Es scheint, daß man auf amerikanischer wie auf deutscher Seite der sch'önen Äaltimorer Friedenspredigt nachkommen wird. Nicht nur wird unser europäisches Geschwader auf nachträglich ergangene freundliche Einladung hin die Regi'tta-Woche in Kiel zubringm, sondern man wird dasselbe dort mit großer Freundschaft behandeln. Diese gegenseitige Befreundung der beiden Flotten ist um so bezeichnender, als die neuesten Erbitterungen und Verbitterungen zwischen beiden Ländern sich eben um die beiderseitigen Kriegsflotten drehten und deutsche Literaten die amerikanischen Maul- und Feder-Ausfälle auf die deutsche Flotte durch ähnliche Ausfälle auf die amerikanische Flotte erwiderten. Auch im Hinblick auf den Besuch unseres europäischen Geschwaders in Kiel ist es ein Glück, daß sein bisheriger Befehlshaber Crowninshield den Befehl über dasselbe niedergelegt hat. Denn dieser unausstehliche Prahlhans und Ränkeschmied würde auch in Kiel, wie er's in italienischen Häfen gethan hat, plumpe Taktlosigkeiten begangen haben. Und wer weiß, ob er nicht auch bei Kiel mit dem Flaggenschiff auflaufen und dadurch die amerikanische Flotte blamiren würde, wie er es bei Christiania gethan! Von seinem Nachfolaer Cotton darf man in jeder Beziehung Besseres erwarten. ÄNsleaung nach vielen Jahren. Vor 39 Jahren starb der Vater von Frl. Minnie Peterson in Scipio, Ind., an den Blattern. Jüngsthin ist seine Tochter derselben Krankheit erlegen, nachdem sie zwei Woche r vorher einen alten Koffer geöffnet hatte, der die Kleider ihres verstorbenen Vaters enthielt.

in der That froh, daß sie es that.

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