Indiana Tribüne, Volume 26, Number 206, Indianapolis, Marion County, 22 April 1903 — Page 4

Jno!na Tribune, 22. April 1903.

Indiana Tribüne. Herausgegeben von der tedrg TB. Indianapolis, Ind. Harry O, Thudinm Präsident Geschäftslocal: 5Zo. 31 Süd Delaware Straße. TELBPH0NE 69.

I ntered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Mafsenentlaffungen in den nthraeit-Diftrikten. Die Untersuchung gegen die ungesetzliche Combination der Pennsylvanien Bahnen und Grubenbesitzer hat nun allen Ernstes vor der zwischenstaatlichen Handels-Eommission begonnen. Das Beispiel, welches die Entscheidung gegen die Northern Securities Eo. gab, hat ihre Früchte getragen und es steht zu hoffen, daß auch in dem nun vorliegenden Falle die Machtstellung der Kohlen- und Bahnmagnaten erklecklich vermindert wird. Schon gährt cs wieder gefährlich in den Anthracit-Gebieten. Die Grubenarbeite? behaupten, daß die von der schiedsgerichtlichen Commission stipulirten Bedingungen von den Grubenbesitzern verletzt wurden und weigern sich Samstags länger als 8 Stunden zu arbeiten. Massenentlafsungen sollen die Folge gewesen und über 35,000 Arbeitern wurde die Arbeit gekündigt. Welche der beiden Parteien im Rechte ist, ist eine Frage, die wohl erst nach einer unparteilichen Auslegung des Schiedsspruchs erledigt werden kann, vorläufig verbleibt nur die Thatfache, daß inzwischen eine riefige Anzahl Menschen vom Broderwerb ausgeschloffen ist. In einfach fachlicher Weife erklären die Grubenherren, daß die Maffenentlassungen um so weniger für die Gesellschaften fühlbar sein werden, da ein großer Kohlenvorrath vorhanden ist. Sie bringen also selbst den Beweis, daß sie Vorräthe aufspeicherten und künstlich die Kohlennoth verursachten. Wir betonten an dieser Stelle schon damals, als die Kohlen-Commission unter der Bedingung einberufen wurde, daß während der Berathungen die Arbeiter an die Arbeit gehen müßten, daß die intriguanten Grubenbesitzer, wohl wissend, daß sie die Berathungen künstlich in die Länge ziehen könnten, genügend Borräthe aufspeichern könnten, um gleich nach abgegebener Entscheidung in der Lage zu sein, ihre Krallen zu zeigen. Ein besonderer Paffus in der Entscheidung der Kohlen-Commission bestimmte, daß die von der Commission festgesetzten Betriebsbedingungen drei Jahre lang in Kraft bleiben müßten und die Parteien verpflichteten sich auch in bindendster Weise dazu. Nun nach kaum Monatsfrist sind die alten Differenzen neu entstanden. Die Kohlengräber halten sich ihrer Anffassung nach zu einem achtstündigen Arbeitstag berechtigt und bestehen auf ihren Schein. Die Grubenbesitzer anstatt eine offizielle Auslegung der betreffenden Entscheidung zu erwirken, antworten einfach mit der Entlastung der Leute, welche fich im Rechte glauben. Der von allen Seiten so sehnlich herbeigewünschte Frieden in den Anthracitgebieten ist wieder gestört. Baer und Genoffen setzen sich wieder auf ihre Geldsäcke, schenken den Vorstellungen ihrer Ardeiter kein Gehör, sondern ent laffen dieselben einfach, weil die Leute so dumm waren, mehr Kohlen zu fördern, wie die augenblickliche Nachfrage erfordert. Wenn dies sich wirklich so verhält, sollten sie doch froh sein, daß der Arbeiter nicht darauf besteht, 9 sondern 8Stunden arbeiten zu wollen. Wenn die Grubenbesitzer nur einigermaßen gesinnt wären billig zu handeln, so Härten sie bald durch ein über den streitigen Punkt von zuständiger Seite eingeholtes Gutachten, den Arbeitern beweifen können, daß sie im Rechte sind, ohne erst zu Maffenentlaffungen ihre Zuflucht zu nehmen. Die Entscheidung der Schiedsgerichts-Commis-fion bestimmte damals ausdrücklich, daß streitige Punkte in der Entscheidung einer Versöhnungs-Behörde, von Vertretern der Arbeitern und der Unternehmem ernannt, zwei Bundes' Diftriktsrichtern zur Auslegung zu unterbreiten wären. Die Arbeiter haben nun ihre zwei Vertreter ernannt und die Gesellschaft ersucht, die ihrigen namhaft zu machen. Wie hoch wären wohl die Wogen der Entrüstung gegen die Arbeiter gestiegen, wmn dieselben jetzt, nachdem die Tittte auf der schiedsrichterlichen Entscheidung

kaum trocken geworden ist. ohne Weiteres einen Ausstand auf's Neue erklärt hätten, weil die Bedingungen nicht innegehalten wurden? Doppelt verdammungswürdig erscheint eS daher, wenn die Grubenbesitzer kurzer Hand ihre Gruben fchlie sten. ehe sie richterliches Gutachten über die Streitpunkte eingeholt haben. Von dem unwiffenden Arbeiter, dem Hunnen, dem Vandalen, den schwere Arbeit in den vom Sonnenlicht abgeschlossenen Schachien mürrisch und unzufrieden macht, verlangt man die weise Mäßigung, welche der gebildete, in Luxus lebende Grubenbesitzer sich nicht zu üben bemüßigt fühlt. Es ist wirklich an der Zeit, daß die zwischenstaatliche Handels-Commission den Grubenbesitzern und KohlenbahnMagnaten die Flügel beschneidet. Das Volk hat mehr Ursache dem Producirenden, als dem Händler geneigt zu sein. Sollte die zwischenstaatliche Commission die Combinatoin der Kohlenbahnen und Grubenbesitzer als ungesetzlich erklären, so wäre es vom höchsten Nutzen für die Nation, die auf gemeinste Weise ausgebeutet wurde. Wir befürchten zwar, daß die Kriminalparagraphen in der Gesetzgebung gegen ungesetzliche Combinationen selbst im günstigsten Falle nicht zur Anwendung kommen, sondern todte Buchstaben bleiben werden. Generalanwalt Knox, der bemüht war die Prozeffe gegen die schmuggelnden Offiziere in Porto Rico niederzuschlagen, wird wohl auch für die Schuld der Magnaten des Ostens ein weiches Herz haben.

Der New York Herald" hat die epochenlachende Entdeckung gemacht, daß Kaiser Wilhelm Socialist ist. Der Herald" schreibt: Die Zeitgeschichte kennt keine größere Ueberraschung, als die Ankündigung, daß der Monarch, welcher das Wiederaufleben des Prunkes und des königlichen Glanzes vergangener Jahrhunderte anstrebt, dahin gekommen ist, die Ideale des Socialismus mit günstigen Augen zu betrachten." Und dies alles, weil der Kaiser auf einem Zeitungsausschnitt über den französischen Handelsminifter Millerand, der bekanntlich Socialist ist, die Randbemerkung kritzelte; So einen Mann könnten wir hier brauchen". ßs wäre von Jntereffe, zu erfah' ren, worauf Frau Mary Hunt, die Vertreterin amerikanischer Temperenzdamen auf dem Alkohol-Congresse, ihre Behauptung gründet, die Mehrheit der Delegaten habe aus vollständigen Abftinenzlern bestanden' Der Beifall, der bei den Abftinenzrednern stärker gewesen sein soll, als bei den Gemäßigten, ist denn doch ein gar zu naives und trügerisches Beweismittel. Bis jetzt wenigstens haben rabiate Temperenzbeftrebungen in Europa, mit Ausnahme im hohen Norden, keine Stätte gefunden. Den von Frau Hunt angeführten Autoritäten gegenüber ließen sich ebenso bedeutende nennen, die den mäßigen Alkoholgenuß als nicht blos unschädlich, sondern fördernd für die Geiftcsthätigkcit bezeichnen. In Mittel-Europa sicherlich haben die Temperenzbestrebungen nach amerikanischem Master keinerlei Aussicht auf Erfolg. Der Werth der Einfuhr in die Vereinigten Staaten hat in den zwölf Monaten, endend am 31. März d. I., zum ersten Male die 1000-Millionen-Grenze überschritten. Vor dem Jahre 1870 ist nie die Hälfte dieser Summe erreicht worden und erst seit 1890 erreichte die Einfuhr die Höhe von 750 Millionen. Indeß hat der Export damit Schritt gehalten. In den zwölf Monaten, welche mit März endigten, repräsentirte der Werth der deklarirten Einfuhr die Summe von $1,001,596,683, während die Ausfuhr in dem nämlichen Zeitraume die Summe von lf 414, 736. 954 erreichte, mithin ein Ueberschuß des Exports über den Import von rund 6413,000. Die Ausfuhr hat übrigens rascher zugenommen, als die Einfuhr; denn erstere überschritt schon im Jahre 1880 die Dreiviertel - Billionen" - Grenze und im Jahre 1892 die Billion". Die Einfuhr hat sich besonders -in den letzten Jahren eines merklichen Aufschwunges erfreut. Während dieselbe zwischen 1895 und 1899 beträchtlichen Schwankungen unterworfen war, hervorgerufen durch die Tarifgesetze von 1894 und 1897. ist seit letzterem Jahre, dem niedrigften Stande der Dekade, eine wesentliche Zunahme zu verzeichnen gewesen; denn der Werth der Einfuhr betrug 660 Millionen im Jahre 1899, und in den folgenden vier Jahren (eS find hier immer die zwölf Monate, endend am 31. März, zu Grunde gelegt) 3907,838,902, beziehungsweise 1001 Millionen.

Meik Havnsack's Schreibevrief.

M. 283. Geöhrrer Mist:r Edithor! Ich hocke hier in Wißbade immer noch in die Tschehl un wann das nit bald anerscht werd, dann duht ebbes häppene. Den annere Dag hen ich von den Pressendent Ruhsfeld en Brief kriegt, der Hot gesagt: Mister Habersack, Eskweier. Wann Sie jetzt in die Tschehl sein, dann müsse Se sich nur selbst for blehme. Hier in dies Kontrie do könne ja die Piebels ihr Maul uffreiße so weit, daß mer mit e Lohd Heh eneifahre könnt. In die alte Kontrie do is das different un Sie hätte das wisse müsse. Sie könne nit eckspeckte, daß ich wege Jhne den Mister Duhn?ie mit die Nehwie nach Schermennie schicke for Trubel mit den deitsche Gowwernment zu starte; ich hen so wie so schon Trubel genug, daß ich den Duhwie im Zaum halte, sonst duht der mit die ganze Welt e Feit starte. Amwer newwer meind Mister Habersack, Eskweier, wann die deutsche Polies ?rscht ausfinne duht, was Sie for en harmloser Esel sin, dann losse Se Jhne schon Widder autseit. Mit beste Riegards Juhrs Trulie Teddy Nusefeld. Wie ich den Brief gelese hen, do hen ich auch meine Appinjien kriegt. Jetzt möcht ich wisse for warum ich en Zittizen von die Juneitet Stehts sin, wann ich nit emol Proteckschen hawwe kann, wann ich in Trubel sin. Ei tell juh, ich sin so mcihd gewese wie alles, awwer ich hen doch nit helfe könne. In die erschte Lein hen ich emol den 5käpten Wort geschickt, daß ich ihn sehn wollt. Er is auch zu mich komme un oo hen ich ihn dann verzählt, daß ich nit gemeint hätt, die Regierung zu insolte, daß ich en Zittizen von die Juneitet Stehts wär un daß ich Scheriff von Apple Jack Holie Terrcr Kauntie wär. Ich hen eckspecktet, daß er jetzt vor lauter Schrecke, daß er's mit so en hohe Offiser zu duhn Hot, uff den Buckel falle dcht, awwer oo sin ich mistehke gewese. Der Kunne Hot gesagt, das deht gar kein Differenz mache was ich wär un wann ich Bezerks-Feldwebcl von die Juneited Slehts wär. Ich hätt t schwere Offens kommittet un dafor müßt ich geponischt wer'n. Wann ich mich awwer behehfe deht, dann deht mein Kehs ettwehnzt wer'n un ich hätt' mehbie schon im Oktober e Treiel. Mister Edithor, do hen ich gefiehlt, als wann ich e halves Dutzend Gläser Karlsbader Wasser gedrunke hätt! Es war auch kein Juhs zu kicke, sell hen ich gut genug gewußt un so hen ich blos for en Permitt gefragt, daß mich mein Äiehsischen emol sehn derft. Selles Permitt hen ich kriegt un ei bett juh, es Hot nit lang genomme, do is der Daktcr da gewese. Er Hot arig sarrie gefühlt, daß so ebbes gehäppend is un er wollt sehn, was er duhn könnt. Er is dann zu den Käpten gange un Hot den gesagt, daß der Mister Habersack en kranker Mann wär un for sein? Gesundheit nach Wiesbade komme wär. Ich müßt arig kehrfull fein, sonst deht ich kohlläppse un dann wär das deutsche Gowwernment rispannsibel for. Fr Hot dann die Sach den Weg gefickst, daß ich blos Nachts in die Tschehl zu stehn braucht, un am Dag mich ganz meine Gesundheit widme derft. Ich hen mich e diesentes Bett kriegt un hen Sickahrs schmohke derfe un den Weg is alles ahlrecht gewese. Wei ich kann Jhne sage, ich hen en Schnäpp gehabt, ich hen for keine Hotelbill uffkomme brauche, bikabs ich hen kein Hotel gejuhst un am Dag hen ich all den Fonn hawwe könne wo ich gewollt hen. Off Kohrs hen ich Owends um 10 Uhr riePorte müsse un einmol, wie ich e wenig später sin komme, do is es mich gehäppend, daß die Dohr gelackt war un ich nit inseit gekonnt hen. Selle Nacht sin ich zu mein Dackter un der Hot mich an die Launsch schlofe losse. Am nächste Morgen sin ich anstandshalber zu den Käpten for mich zu ecksjuhse. Der Hot gesogt, wann das noch emol häpp?ne deht, dann derft ich gar nit mehr inseit. Do sin ich doch verschrocke, bikahs ich hen gut genug gewißt, was ich for e Sehfing mache, wann ich in dem Bohrdinghaus stehe. Wie ich ausgefunne hen, daß der Dackter Behl for mich gange war, un daß also keine Dehnscher for mich war, do hen ich auch emol for Permitt gefragt, ein Abend um zwölf Uhr heim komme zu derfe. Ich hen nämlich mit den Dackter ins Theater gehn wolle. Se hen en Werreiethee Schoh gehabt un ich muß sage, ich hens gegliche. Mer sin so ebaut e Stund gestände un dann sin mer noch ins Ahpera Haus gange. Sell is awwer e Dehsie. Bei Galle so e feines Thieter hen ich awwer noch nie gesehn. Ei tell juh, do Hot alles von Gold geglittert un ich war'n ganz eckseitet. Se hen Lohengrien gespielt. Warum das Pies Lohengrien geheiße Hot, kann ich nit sage, bikahs ich hen gar nicks Grienes sehn könne. In den Pies is en Feller

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in e kleines Bootche gefahre komme, wo von es Guhs gepullt is worde. Ich hen nie nit gewußt, daß mer Guhses for so ebbes juhse kann. Awwer es Hot arig schön geguckt. Un gesunge Hot der Feller, das Hot einiges geböte. Es sin auch noch e ganze Latt annere Sinaersck an da Stebtlck aewese. Dene lyr singe Hen jq nit )o eastra gegliche. Wisse Se, das war zu arig uffgemickst un unsere SingenSasseiethee in Apple Jack duht die bei e lange Schatt biete. So schön wie die den Dag des Herrn singe, so ebbes schönes hen ich noch nit gehört. Do könne die Ahperasingersch daheim bleiwe. Einmal Hot's auch e Feit an die Stehtsch gewwe. Do sin se mit ihre Sohrds uff enanner gange, daß ich ordentlich getrembelt hen. Ei ner von se is auch baun genackt worde un das Hot mich arig eckseitet. Der Dackter Hot gesagt, das wär alles blos Ackting, awwer ich hen's ihn nit geglaubt. Die Fellersch hen das Ding e wenig zu weit getriwwe un so e Fühlerei gleich ich ennihau nit. Mit beste Riegahrvö, Juhrs Trulie. Meik Habersack. Eskweier un Sheriff von Apple Jack, Holie Terrer Kauntie. Unter der etwas sonderbaren Anklage, einen Mann umgebracht zu haben, der gegenwärtig in Murphysboro, Jll., arbeitet, ist kürzlich Constabler I. E. Angel von Wolf Lake verhaftet worden. Angel verhaftete vor mehreren Wochen einen Neger, der verdächtig war, einen Nothzuchtsversuch gemacht zu haben. Auf dem Wege nach dem Ortsgefängniß entsprang ihm der Gefangene, und da man nichts wieder von demselben sah, verbreitete sich das Gerücht, daß der Beamte ihn erschossen und die Leiche in den See geworfen habe. So beharrlich wurde das behauptet, daß schließlich Angel selbst verhaftet und nach Murphysboro gebracht wurde. Der Zufall wollte, daß einer der Ersten, die er dort zu sehen bekam, der angeblich von ihm erschossene Neger war. Jetzt sitzt dieser im Gefängniß, und Angel kehrte nach seiner Heimath zurück. Eine hoch st tragischeScene spielte sich unlängst in einem Gericht in Jersey City ab. Dort hatte Mary Kurtz, einst die Gattin von Christian Rogner, gegen Rogner's zweite Frau Klage auf Herausgabe ihres Sohnes, des elf Jahre alten Geo. Rogner, erhoben. Rogner und seine erste Gattin waren nur kurze Zeit verheirathet gewesen, als sie sich wieder trennten. George war damals gerade geboren. Frau Rogner erlangte dann eine Ehescheidung, weil ihr Gatte mit einer anderen Frau zusammengelebt hatte, die er zu seiner zweiten Frau machte. Die erste Gattin nahm ihren Mädchennamen wieder an. da sie aber ihren Knaben nicht ernähren konnte, so willigte sie ein, daß der Vater ihn behielte. Dieser ist kürzlich gestorben. Die Gerichtsverhandlung zeigte, daß die zweite Frau Rogner dem tleinen George eine gute Stiefmutter gewesen war, denn er weinte bitterlich, als er steh von ihr trennen nud zu seiner wirklichen Mutier zurückkehren sollte. Auch der Richter war von der Scene tief gerührt, aber das Gesetz ließ ihm keine andere Wahl, als das Kind seiner Mutter zuzusprechen. Ein Baltimore? Stadtrathscandidat schickte während der jüngsten Wahlcampagne den Bürgern seiner Ward eine Briefkarte zu, in welcher er sich in richtigem Englisch, zugleich aber in folgendem von ihm, dem Englisch - Amerikaner, fabrizirten Deutsch empfahl: Ich bin ein Candidat für den Ersten Abtheil des Stadtraths. Subject der Demokrat:schen Primär Wahlen. Wehrte Mitbürger: Um mit der Gegenwart Schritt zu halten, werden wir es nothwendig finden einen Augenblick um uns zu werfen. Auf unsere Straßen, unsere Halb - zerfallene Häuser und andere Qeffentliche Gebäude etc. Deßhalb sollten bei der kommenden Primar Wahlen Sie auch nicht vergessen für einen Mann zustimmen dem das Wahl unseres Bezirks im Herzen liegt. Ich erinnere Euch hierdurch das als Candidat für die kommende Primar Wahlen, verspreche auf die Interessen Eures eigenthums zu sehen wie auf das meine. Denn ein Steigen des Werthes unseres Eigenthums, und unserer Häuser geschieht nur durch Verbesserung unserer Straßen. Was wir als Steuerzahler gerade so gut be-anspruchcn haben als Bürger anderer Bezirke. Darum liebe Mitbürger vergessen nicht Euer Wohl, und stimmt für mich, einem Manne der für Eure Interessen ebenso gut zu handeln verspricht, als für die Seinen." Die LuxemburgerLa ndesregierung hatte kürzlich einen Wettbewerb zur Erlangung von Pläncn für eine neue Industrie- und Handelsschule ausgeschrieben. Es gingen darauf zwölf Entwürfe ein, von denen zwei prämiirt wurden. Zehn von den Einsendern waren Architekten, zwei nicht. Der Scherz besteht nun darin, daß just auf die Entwürfe der zwei Nichtarchitekten die beiden Preise fielen. Einer der Preisgekrönten war sogar bis vor Kurzem einfacher Zeichner bei einem der durchgefallenen Concurrenten. Die Jury soll nach Eröffnung der Umschläge, die die Namen der beiden Glücklichen enthielten, über ihren Wahrspruch nicht wenig verblüfft gewesen sein.

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