Indiana Tribüne, Volume 26, Number 203, Indianapolis, Marion County, 18 April 1903 — Page 5

Jndiana Tridttue. 18 April

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A Hasgcr SchikösTribunal. AmnikeS Btttretcr ein bedeutend Kenner internationalen Rechts. Wayne MacVeagh, den Präsident Rooscvelt in der Venezuela-Kontro-verse zum Vertreter der Ver. Staaten beim Schicdstriöunal im Haag ernannt hat, gilt als einer der hervorragendsten Kenner des internationalen Rechts in Amerika. , Das Tribunal soll bekanntlich über den Anspruch der alliirten Mächte auf Vorzugsrechte vor den Nichtalliirten bezüglich ihrer Forderungen gegen Venezuela entscheiden. Warme MacVeagh, der 1833 in Phoenixville in Ehester County. Pa.. geboren wurde und die Rechte studirte, war von 1870 bis 1872 Gesandter in der Türkei und gehörte nachdem der Kommission für die Entwerfung einer neuen Konstitution für Pennsylvanien an. Im Jahre 1877 wurde MacVeagh als Vorsitzender einer Kommission von Präsident Hayes nach Louisiana entsandt, um dortige Parteistreitigkeiten zu schlichten. Im Sommer 1880 besuchte er mit einem Komite Südrußland, um auf dem großen Grundbesitze des Fürsten Dolgoruki die Ausführbarkeit der Anlage von Minen, Eisenund Stahlwerken, sowie einer Eisenbahn zu studiren. Während der kurzen

Wayr.e MacVeagh. Präsidentschaft Garfields war MacVeagh Bundes-Generalanwalt. Er ließ sich nach seiner Demission in Philadelphia nieder, wo er der dortigen Civildienst - Reform - Association als Präsident vorstand. Von 1893 bis 1897 vertrat er die Ver. Staaten als Botschafter in Italien. Seitdem lag MacVeagh in Washington, D. C., dem Anwaltsberufe ob. ZZcluch Äktttscher Kmdwirthk. Ihr Reisc-.wcck und ihr herzliche Aufnahme durch dad kerbauDepartenent. . Für eine herzliche Aufnahme der 40 Mitglieder der Deutschen Landmirth-schaft-Gesellschaft, die behufs einer achtwöchigen Studienreise durch die Ver. Staaten Anfangs Mai in New Aork eintreffen werden, sind seitens des Ackerbau-Departements in Washington, D. C., umfassende Vorbereitungen getroffen worden. Das Departement hat ein genaues Reiseprogramm aufgestellt und mit den betreffenden TransPortgesellschaften und Hotels besondere Bedingungen vereinbart. In der Bundeshauptstadt wird Ackerbausekretär James Wilson, die Führung der Mste persönlich übernehmen, für ihre Fahrt durch das Land gibt ihnen ein Beamter des Departements das Geleite. Der Reisezweck der aus ganz Deutschland sich rekrutirenden Besucher besteht nicht allein in der Besichtigung des hierländischen Farmwesens, sondern man will auch das amerikanische Leben und die landschaftlich schönAckerbansekretär JameS Wilson. sten Punkte des Landes, so unter Anderem den Fellowstone-Park, kennen lernen. Von der Deutschen Land-wirthschaft-Gesellschaft wird seit zehn Jahren alljährlich eine Studienreise veranstaltet; die erste Fahrt ging nach England, im vorigen Jahre war Ungarn das Reisez-el. Das beigefügte Bild zeigt Ackerbausekretär Wilson nach einer photographischen Moment-Aufnahme.

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DagctsMteHen. Das russische Domänen - Mnifterium hat, wie man uns schreit, auf Gütern in Kachctien bereits 31 Wetterschießstellen errichtet, nämlich auf tern Gute Raparcli 14 und in Mukuseni 17. Die Ergebnisse sind für weitere, namentlich für landwirthschaftliche Kreise von großer Bedeutung. Fünfzehn Schießstellen waren mit russischen Mörsern des Barons Rosenberg, und die übrigen Stellen mit französisÄZN Mörsern Ideal" von Greinitz versehen. Die Entfernung zwischen den einzelnen Stellen belief sich auf 400 Faden. Der Schutz der Weingärten gegen Hagelschlag durch Schießen aus diesen Mörsern ist angeblich in vollkommenster Weise erreicht worden. Auf beiden in Betracht kommenden Gütern

ist denn auch im verflossenen Jahre thatsächlich keine einzige Dessjatine durch Hagelschlag geschädigt worden, während auf den benachbarten Gü.n, die keine Wetterschießvorrichtunqcn be sitzen, durch Hagelschlag sehr bedeutende Verluste verursacht worden sind. Aus der Thätigkeit der Wetterschießstellen sind einige Tage als besonders -merkcnswerth hervorzuheben. So zeigten sich am 15- Mai sehr gefahrdrohende Hagelwolken. Es begannen nun 17 Mörser zu schießen, und nachdem jeder etwa 500 Schuß abgegeben hatte, zerstreuten sich die Walken, während sechs Werft weiter durch starken Hagel große Verwüstungen in den Weinbergen und auf den Feldern angerichtet wurden. Am 29. Mai zogen wieder drohende Wolken herauf; man setzte die Mörser abermals in Thätigseit, und wieder gelang es. die heranziehende Gefahr abzuwenden. Am selben Tage wurden aus der ganzen Umgebung zahlreiche Hagelscbläze aemeldet. Ähnliche Erfahrungen sind im Laufe des Jahres wieoerholt gemacht worden, wobei es sich herausstellte, daß sich der Schutz der Wetterschießstellen auf einen Kreis von einem 3 Werst langen Radius erstreckte. Im Ganzen traten im verflossenen Jahre die Mörser auf den Schießstellen 35 Mal in Thätigkeit, und es wurden durchschnittlich je 211 Schuß abgegeben. Nach der Meinung der deutschen Gelehrten und nach den Ergebnissen auf den italienischen Wetterschießstellen war die hagelverhütende Wirkung des Weiterschießens bisher noch nicht einwandsfrei; ja. man ist geneigt, die angeblichen Wirkungen mehr als Zufälligkeitserfolge hinzustellen. Bei den russischen Versuchen giebt auch noch ein Umstand zu denken. Es heißt dort, daß zur Verhütung eines einzigen drohenden Hagelwetters 17 Mörser zu 500 Schuß, also 8.500 Schüne abgegeben wurden, dann, daß die Mörder der Schießstellen 35 Mal in Thätigkeit traten und jedesmal 211 Schuß verfeuerten. Danach könnte man eine Gesammtzahl von über 225.000 herausrechnen, die zum Schutze einer Fläche von rund drei Werst Radius verknallt wurden. Nimmt man die Kosten jedes Schusses auch nur zu 10 Pfennige an. so würden die 225,000 Schuß einen Aufwand von 220O Mark verursacht haben, eine Summe, für die jede Hagelversicherung die Versicherung einer derartigen Ackerfläche gegen Hage'scblag ohne Zweifel auch übernehmen ürde- , . m . Tas Zarcnuranifest. Zur Vorgeschichte des zarischen Manifestes wird Folgendes erzählt: Die auf Befehl des Zaren im Sommer vorigen Jahres einberufenen landwirthschaftlichen Comites zur Feststellung der Ursachen des Niederganges der rufsischen Landwirthschaft haben ein wahres Volksvotum zu Gunsten der Einführung verfassungsmäßiger Zustänoe in Rußland abgegeben. Fast in allen Comites, denen hervorragende Vertreter desAdels und des Großgrundbesitzes als Mitglieder angehörten, wurden die Nebelstände des autokratischen Regimes schonungslos aufgedeckt und offen die Heranziehung von Vertretern der Stände zur Theilnahme an der Gesetzgebung verlangt. Minister v. Plchwe wendete zwar alle Mittel an. um diese Kundgebungen der Comites zu unterdrücken, aber sie gelangten dennoch zur Kenntniß des Zaren. Der Schwager des Zaren, der Gemahl der Großfürstin Xenia Alexandrowna. Großfürst Alezander Michailowitsch. bekanntlich eine der einflußreichsten Persönlichkeiten am Zarenhofe, hatte die Kundgebungen der Comites zur Kenntniß des Kaisers gebracht. Unter diesen Kundgebungen ragte besonders die Denkschrift des landwirthschaftlichcn Comites von Woronesch hervor. In dieser Denkschrift, deren Autor ein hervorragender Landwirth und Fachmann. Namens Schtscherbina. ist, wurde mit ziffernmäßigen Daten ein trauriges Bild der Verarmung des Bauernstandes und der traurigen Folgen der polizeilichen Bevormundung der Gesellschaft entrollt, das auf den Zaren Eindruck machte. Unser Consul Cole in Dresden stellte dem nach New Aork zurückgekehrten Zahnarzte O'Brien nachstehendes thörichtes Zeugniß aus: Mr. O'Brien ist das Opfer einer Verleumdung und der in einem Königreich herrfchenden Willkür geworden, und ich glaube, daß er die Sympathie aller Amerikaner gewinnen wird, wenn sie erfahren, was ihm in jüngster Zeit begegnet ist." Coke hat sich bekanntlich wegen dieses Unsinns bei der sächsischen Regierung entschuldigt und ist seine Entschuldigung angenommen worden.

Allerlei für's aii3.

Fettige Kragen an Her renröcken zu reinigen. Zu? Hälfte Salmiakgeist, zur Hälfte Regenwasser. Mit einer kleinen Bürste reibt man damit die Kragen nach dem Strich und bürstet mit lauem, klarem Wasser nach. Ebenso werden fettig gewordene Filzhüte aufgefrischt. Heringsgeschmack von Messern zu entfernen. Tr unangenehme Geschmack, de? selbst nach dem Abwäschen de? Messe? und Gabeln, mit denen der Hering gegessen wurde, oft noch bleibt, wird sofort beseitlgt. wenn man dieselben mit etwas Butter abreibt. Verfälschte Leinwand zu erkennen. Ob das Leinen eine Beigabe von Baumwolle hat, wie es häufig genug vorkommt, kann man sehr leicht ernennen, wenn man eine Probe der Leinwand in Leinöl legt, so daß sie von dem Oel vollkommen durchfeuchtet ist. Die Leinenfaser wird bei dieser Manipulation ganz durchscheinend, die Baumwollfaser bleibt weiß, und die Verfälschung ist damit festgestellt. Reiner Schnee bildet das beste Reinigungsmittel für Teppiche. Wo man große Schneeflächen in oer Nähe hat, bringt man den gut ausgeklopften Teppich dorthin und legt ihn mit der oberen Seite auf den Schnee. Er wird mehrere Male kräftig auf dem Schnee hin und her gezogen, dann auf eine frische Schneefläche gebracht und das Verfahren dort wiede?holt. Die Teppiche zeigen nach solche? Schnee?einigung eine auße?o?dentliche Auff?ischung alle? Fa?ben, so daß sie wie neu aussehen. Das Holz de? Regale, die im Kelle? zum Lage?n von Flaschen u. s. w. aufgestellt we?den, wird durch den Einfluß der feuchten Luft sehr leicht morsch, ebenso siedeln sich Schimmelpilze darauf an, die ihr Zerstörungswerk sehr ?asch vollb?ingen. Es empfiehlt stch deshalb, die bet?effenden Holztheile, bevo? sie aufgebaut werden, einige Tage in eine starke Lösung von Kupfervitriol zu legen, die in das Holz eindringt und es schützt. Man läßt das Holz selbstverständlich, bevor es verarbeitet wird, wieder austrocknen. Die kalte Jahreszeit bringt es mit stch, daß man die Woll kleider und Umhänge aus Koffer und Körbchen hervorsucht. Für viele Wollsioffe ist das Bügeln absolut gar nicht anwendbar, und doch haben ste durch das Zusammenliegen Knüllen und Kniffe, die sehr verunstalten. Man kann derartige Druckstellen verschwinden machen, wenn man die innere Fläche derHand anfeuchtet, damit über ungehörige Kniffe und Falten streicht und alsdann die Kleidungsstücke so im Keller an einem starken langen Haken aufhängt. Der Letztere muß so weit aus dem Mauerwerk herausstehen, daß die Stoffe die Mauer nicht berühren. Nach einigen Tagen wird man finden, daß die Stoffe sich wieder ganz glatt gezogen haben und sehr frisch aussehen, viel besser, als wenn man sie mit dem heißen Eisen bearbeitet hätte. Mäntel müssen etwas länger hängen als Kleider. In der kalten Jahreszeit dürfte es angebracht sein, auf den viel geübten Mißbrauch des warmen Wassers hinzuweisen. Abgesehen davon, daß es ein Zeichen von Verweichlichung ist, zum Waschen von Gesicht und Handen warmes Wasser zu verwenden, vermag dasselbe allmälig eine Erschlaffung der Blutgefäßnerven und locale Cirkulationsstörungen hervorzurufen. Mit kaltem Wasser gewaschen und gut abgetrocknet, wird man nicht nur sich frisch fühlen, sondern auch bei weitem nicht so leicht über Rauhigkeit und Sprödigkeit der Haut zu klagen haben, als bei Gebrauch warmen Wassers. Ein anderer Fehler, der häufig gemacht wird, besteht darin, daß Jung und Alt sich im Herbst und Winter den Hals mit Tüchern, Boas und sonstiger Emballage eifrig verpackt. Erfahrungsgemäß sind Personen, welche den Hals gegen die Kälte schützen, weit eher Halsentzündungen und Luftröhrencatarrhen ausgesetzt, als jene, die den Hals unbedeckt lassen. Wollkleider unzertrennt zu waschen. Gewöhnliche Wollkleider, Kinderkleider, Knabenanzüge lassen sich auf folgende Weise sehr schön waschen. Man kocht etwas Quillayarinde in einem Topf Wasser auf und läßt es übe? Nacht stehen. Die Kleide? bürstet man innen und außen gründlich aus, legt sie dann auf einen Tisch, die Röcke auf ein Plättb?ett, und bea?beitet sie mittels eine? Kleide?bü?ste g?llndlich mit de? Quillayabrühe, doch ohne sie gar zu naß zu machen. Zuerst nimmt man alle Flecke vor, dann das ganze Kleidungsstück. Nun wäscht man mit einem in klares Wasser getauchten Schwamm die Seife gründlich -heraus, wobei man immer von oben nach unten gleichmäßig streicht, bis das Wasser rein bleibt. Dann gibt man in eine Waschschüssel frisches Wasser, etwa zwei Löffel Salmiakgeist hinzu, und überreibt damit nochmals das Stück. Zuletzt hängt man es auf, bis es plätttrocken ist, und plättet mit übergelegten Tüchern recht sorgfältig. Ungefütterte Kleider sowie Knabenanzüge kann man auch einfach in der Brühe waschen, gefütterte Damenkleider aber dürfen nicht gewa schen werden

Bom Auslande.

Di? Stadt Potsdam will dem Andenken Kaiser Friedrichs ein Monument widmen, das auf einem Hügel am Brandenburger Thor daselbst errichtet werden soll. Es wurde ein Wettbewerb zwischen den Berliner Bildhauern Prof. Max Baumbach und Eugen Börmel ausgeschrieben. Die Entwürfe der Künstler wurden in's Schloß gebracht, und der Kaiser waltete selbst als Preisrichter. Nach sehr eingehender Prüfung wählte er eine Arbeit von Börmel, und zwar entschied er stch für den Entwurf ohne Mantel, indem er zugleich noch einige Aenderungen befahl. Es wird eine Porträtstatue, die den Kaiser in schlichter Uniform mit Mütze darstellt. Die Figur wird Bronze, das Postament Granit. EineDrogerieamZolla m t s r i n g zu Budapest ist vor Kurzem ausgeraubt worden. Es fehlen 50,000 Kronen in Checks, Bons und Wechseln, zwei Ve?t?äge übe? 12,000 und 9000 K?onen und 1400 K?onen Baa?geld, sowie weitc?e We?thgegenstände. Die Polizei stellte fest, daß de? Emb?uch von einem 14iäh?igen Knaben Namens Julius Bakos ve?übt worden ist, der, aus der Schule ausgestoßen, vor kurzer Zeir in die Drogerie als Lehrling aufgenommen wurde. Nach 10 Uhr Abends war der jugendliche Einbrecher bei dem Hausmeister erschienen und hatte die Geschäftsschlüssel verlangt unter dem Vorwand, der Chef habe femen Hut dort vergessen. So wurde der Raubzug ermöglicht. Bakos dürfte nach Wien oder Fiume geflüchtet sein. EinKarussell-Unfall, bei dem fünf Personen verunglückten, ereignete stch unlängst in Berlin. Aus einem unbebauten Grundstück war ein großes Karussell aufgestellt, das durch Dampfkraft getrieben wird. Es enthält sieben gepolsterte Wagen, die auf Schienen laufen. Neulich Nachmittags vergnügten sich nun mehrere Knaben damit, auf die Wagenlehnen zu steigen und während der Fahrt zu schaukeln. Trotz wiederholten Verbots trieben sie diesen Unfug so lange, bis der siebente Wagen entgleiste. Nun stockte der Rundlauf mit einem so starken Ruck, daß fünf Fahrgäste aus dem Wagen auf den Karussellboden hinausgeschleudert wurden. Während zwei Knaben von 12 und 13 Jahren mit leichten Verletzungen davonkamen, so daß sie nach Hause gehen konnten, wurden drei Fahrgäste schwer verwundet. Nach denUntersuchungen des deutsch - nationalen Comites zur Bekämpfung des Mädchenhandels ist das Centrum dieses verabscheuungswerthen Betriebes Warschau. Jsuffällig war dem Comite besonders die außerordentlich große Zahl von Stellenvermittlungsbureaus in der genannten Stadt. Man bat die dortige Polizei um genaue Nachforschungen nach der Art dieser Bureaus und um Auskunft über deren Qualitäten. Das Resultat war ein ganz verbluffendes: Die Marschauer Polizei Richtete, daß von all' den vielen Stellenver?iittlungsbureaus derStadt nur drei vertrauenswürdig und empfehlenswerth seien; alle übrigen seien verdächtig und zweifelhaften Zwecken gewidmet, wenn auch nicht bei allen der direkte Nachweis gelang, daß bei ihnen die Stellenvermittlung den Deckmantel für gewerbsmäßigen Mädchenhandel abgebe. V o n e i n e m entsetzlichen Wettlauf mit dem Tode wird aus Agram berichtet. Ein dortiger Bürger wollte gegen die zehnte Abendstunde von Agram in das jenseit des Savestromes gelegene Gebiet gelangen. Um sich den Weg abzukürzen, ging er über die große eiserne Eisenbahnbrücke, die den Fluß überspannt. Der Mann befand sich kaum in der Mitte der Brücke, als der von Agram gegen Karlstadt verkehrende Nachtzug heranbrauste. Als der Unglückliche den Zug herankommen sah, begann er wie wahnsinnig zu laufen, wobei er unablässig schrie. Unerklärlicherweise entdeckte der Zugsührer den Mann nicht, während die Lokomotive immer näher brauste. Der Unglückliche sah die rothen Lichter vor sich auftauchen und, an Rettung verzweifelnd, sprang er über das Brückengelander in den Strom, in dessen reißenden Fluthen er seinen Tod fand. Die Leiche wurde erst nach langem Suchen aufgefunden. Ueber eine Blutthat in Treviso in Italien wird berichtet: Die Gräfin Linda Donigo ging ruhig im Garten spazieren in Begleitung ihres Administrators, mit dem sie ihre Geschäfte besprach, als ihr ein gewisser Bianchetta. der seit 27 Jahren bei ihr die Gartenarbeiten verrichtete, mit einem Beil entgegenkam. Niemand beachtete ihn, da näherte er sich plötzlich

der Grafin und versetzte ihr um dem Beil einen solchen Hieb, daß er den Kopf fast vom Rumpfe trennte. Der Tod erfolgte augenblicklich. Der Mörder eilte davon und lieferte sich selbst den Carabinieri aus. Als Grund seiner entsetzlichen That gab er an, er habe sich an der Gräfin rächen wollen, da sie ihm einen Sack Getreide verweigert, n den er als Nahrung für seine fünf Kinder gebeten. Für seine A?beit habe ihm die Gräfin nur 1 Franc pro Tag bezahlt. Auch sei ihm nicht erlaubt worden, seine Frau besuchen zu dürfen, die in Trevianano wobnt. j f

Msenbakn

Cleveland, Cincinnatt, Chicago 8c St Couis Railwaf.

C l e v e la n d tedtutet töglich. ausgenommen Sonntag. Abaana New Aork Expreß tägl 4 4035m Ander onck B v'b'r Erv. . . . 6 45Vm Muncie & FlWayne Exp p. 7 20Vm N H jc B Lim täglich 8 00Nm Clev fc Benton Harbor Exp.11 lOVm & wm, tagl da.... 2 55Vm Union E,ty Acc tägl 4 4.1 m Knickerbocker Sp täglich d k s 6 25m St. Louis "Tho Worlde St LouiS Mail 7 2OBm Southweftern Lim tgl d fc 1 11 45Bm St LouiS Lira täglich pds. 3 25Nm Te??e Haute k Mat'n Acc.. 5 00Nm N B & St. Louis Exp tägl..10 4oNm St Loms Expreß tagl s 12 OöVm C i n e i Cin k LouS Nachtexpreß tgl 8 3 St Lous k Cin Nachterv ta 8 4 n n at 45Vm SOVm 30Bm 45Bm 50Rm 50Nm 20Rm 20Nm Cincinnati Exp tägl 8 7 Cmcmnatl Acc 10 Cincinnati F Expreß, tägl p 2 Louis F Expreß 2 Greensburg Accom 5 Cinc k Wash F L tg d 8 k p 6 Chicago Kankakee Accom 7 OOBm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Bm White City Special sd&p, 3 30Rm LaFayette Accom 5 15Nm Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 05Bm Michigan Benton Harbor Expreß 6 4535m Michigan Mail Expreß p. . .11 lOVm Elkhart Acc täglich 4 45Nm Peorla D i vi

Peoria Expreß k Mail 7 25Bm Columbuö k Cinc Exp tgl 8 3 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 öoBm Champaign Accom 10 3öVw Champaign Accom 4 lONm R s 5c Ohio Special 2 4R Peoria Expreß täglich 8 11 50Nm Peoria Expreß täglich p k d 6 08R Peoria D i v i s i o n ö st li ch. ColumbuS Expreß tägl 6 OOBm Lynn Accom 10 1535m Ohio Special tägl dp 3 OORm Columbus Expreß tägl dp. .11 40Bm Lynn Accom 6 15Nm ColumbuS Expreß tägl 8 10 30Nm pittsburgh, Tmcmnati, Chicago & St. Coais R'f.

Indianapolis Division.

Abgang 3 3035m 7 30Bm 8 lOBm 1 25Nm 3 05Nm 5 OONm 7 15Nm 8 OONm Eaftern Expreß täglich Columbus Accom ftast Expreß täglich 8 d.... Bradford Accom Atlantic Expreß täglich 8 k d Day Expreß täglich St L N s Lim täglich s d Richmond Accom

Chicago Division. Louiöville k Chic Exp tgl pd 11 35Bm Chic k Lou F Expr täglich g 3 20V Lou k Chi F Expr täglich 8 12 05Bm Cbic k Lou Expr täglich p d 3 40Nw LouiSville Division. Chicago äc Louiöv Spl tägl 8 3 40Bm Louisv k Madison Acc 10 lOPvPitts K Lou F L tägl 8.... 7 OOBm Lou k Chic g L tägl p b... .11 30T Mad Acc nur Sonnt 7 3035m Louiöville u. Maoissn Acc Louisv Madison Accom.. 8 0535m 6 40 Chicago KLouFL täglich p d 3 55Nm Louisv k Pittsv F L täglich 8 7 05Nm Madison Accom 3 65Ntn Madison Accomm Sonntags 8 15Bm Louiöville Accom 6 löNm Lou k ChiF Expr. täglich8 11.50 Nchi Vandalia (ine.

Abgang N F 6c St L Lim täglich 8 k d 6 50Vm St Louis Expreß tägl 7 2535m St Louis Expreß d 8 12 15Nin Western Expreß tägllich d 8.. 3 30Nm T Haute k Effingham Acc.. 4 OONm Te??e Haute Exp?eß, täglich. 7 lONm Nimmt keine Passagiere 8 35Nm Nacht-Expreß, täglich. 8 11 20Nm Indianapolis 8c Cairo k Bincen Expr täglich 7 2035m Martinsv Accom 12 30Nm Bincennes Expreß 3 55Nm Spencer '.tcc, tägl 7 l5Nm

Chicago, Indianapolis 8c iomsville R'y. (Monon Route.) Abgang Ar.kuns, Chic Night Expreß täglich 3. .12 55Vm Cincinnati Veft täglich 8 3 4SBrs Fast Mail täglich 8 p 7 OOVm gaft Mail täglich 8 7 SODa Chi Expreß nur Sonnt p d.ll 50Vm Mono Accom, täglich 10 00V Chi k Mich City Ve d p.. 3 35Nm Cincinnati eft täglich dp.. 4 52Nw Mono Accom, täglich 4 OONm Cafe Lrie 8c weftern R. R. Abgang Ankunft Mail und Expreß 7 1533m JnoianapoliS Expreß täglich 10 2bVm T Det & M C Ex täglich.. 12 20Nm Mail k Expreß 3 25Nm Laporte Accom nurSsnntags.12 20Nm Toledo Expreß 10 25Nm Evening Expreß 7 25Nm Cincinnati, tzamilton 8c Dayton R. R. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Beft täglich 8 k c 4 0035m Cincinnati Beftibule töglich 8 12 45Bm Faft Mail täglich 8 8 0535m Faft Mail täglich 8 6 40 Cincinnati & Det Expr 10 40Bm Cin Chi St S Ex tgl p. .11 45B Cin . k Dayton Veft. Exp p 2 45Nm Cicinnari Beft dkp .... 3 25N Cincinnati Beft täglich d p 5 OONm Cinc k 3nd Accom 7 24N Cin k Detroit Expreß täglich 7 02Nm Cin 3nd St 8& Peo Ex tg 8&cl8 3öNm Weft. Abgang Ankunft Springsield Mail 8 0093m Weft Expreß täglich 8fcc. 3 55Vrc Chicago Expreß 11 5093m Tuöcola Accom . 10 15V Tuscola Accom 3 30Nm Cincinnati Expreß 2 40Na Weft Expreß täglich 8& clllONm Springsield Mail 4 5091

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