Indiana Tribüne, Volume 26, Number 198, Indianapolis, Marion County, 13 April 1903 — Page 6

Jüdinn Tribüne, 13 April 1903

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Europäische Nachrichten.

Host 7rreicy Ungarn. Wen. In einem Magazin der Stock - Exporteure Grünhut und Rumpler in der Käserngasse No. 9 erfolgte eine Gasexplosion. Der 18jährige Praktikant Leopold Achröhr und die 22jährige Comptoiristin Anna Minderer erlitten schwere Verletzungen. Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Franz Josef Ritter v. Winiwater starb im 85. Lebensjahre. Er gehörte während seiner Amtsthätigken z i den angesehensten Advokaten hierfelbst. In der Fillgradergasse No. 4 ist Frau Anna Schlögl, die Wittwe des berühmten Schriftstellers Friedrich Schlögl, im 86. Lebensjahre an Altersschwäche gestorben. An Stelle des scheidenden Magistratsdirektors Preyer wurde der bisherige Magistratsdirektor Abgeordneter Dr. Weiskirchner zum Magistratsdirektor ernannt. Die dreijährige Kutscherstochter Marie Haunold kam in der elterlicken Wohnung dem geheizten Ofen zu nahe. Die Kleider fingen Feuer, und das Kind erlitt lebensgefährliche Brandwunden. An Stelle des derstorbenen Historikers Dr. Franz Krones wurde der Dozent für Geschichte des Mittelalters und der historischen Hülfswissenschasten an der hiesigen Universität, Ober - Archivar am Stadt - Archiv, Dr. phil. K.UHlirz als ordentlicher Professor für österreichiscke Geschichte an die Grazer Universität berufen. Musikschriftsteller Ludwig Oppenheimer, einer der ältesten Vertreter der Wiener Publicistik, ist im Alter von 75 Jahren an Altersschwäche gestorben. An der Bewegung des Jahres 1848 nahm Oppenheimer damals Redakteur der Ostdeutichen Post" hervorragenden Antheil. Brunn. Der Hausdiener Stephan Roman, in Stellung beim Rathe Ed. Urban, feierte den 25. Jahrestag seines Dienstantrittes. Major Richard Kühne vom Infanterie - Regiment Nr. 69 trat in den Ruhestand. G a b l o n z. Den drei Bediensteten der Firina Wilhelm Anders, Tuchfabrik Hierselbst, wurde die Ehrenmedaille für 40jährige Dienstzeit verliehen. G r a z. Bei der Viceöürgermeister wähl wurden Ingenieur Heinrich Posckacher und Josef Fischer gewählt. Eine der ältesten Freundinnen des Tondichters Schubert, die Forstrathswittwe Pauline Grabner. geborene Sonnleitner, ist hier im 94. Lebensiahre gestorben. O l m ü fc. Der beim hiesigen Kaufmanne Komarek bedienstete 16jährige Lehrling Leonhard Holubek hantirte mit einem geladenen Revolver, als plötzlich ein Schuh losging und der in der Nähe stehende Geschäftsdiener Johann Hutter schwer verletzt zusammenstürzte. Pilsen. Auf dem Hildaschachtewurde der 23 Jahre alte Förderer Vogel von einem aus dem Geleise schwingenden Kohlenwagen an die Wand gedrückt und qetödtet. Prag. Nach langem Leiden ist der gewesene Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie, Dr. Max Sänger, gestorben. Im Alter von 77 Jahren verschied hier der Privatier Josef Münzer. P r e ß b u r g. Hier verschied der pensionirte Oberstleutnant Norbert Andrassy im Alter von 92 Jahren. Andrassv. der Adjutant Haynau's im Jahre 1849 gewesen war. hinterließ der Stadtgemeinde ein Legat von hunderttausend Kronen für gemeinnützige Zwecke. Schöneberg. Der 47 Jahre alte Tagarbciter Fritzsche erschlug seine 71 Jahre alte Mutter mit einem Stück Eisen, weil sie ihm kein Geld geben wollte. Der Mörder wurde in Haft genommen. Zw i ck a u. Kapkan Julius Brenner wurde von bier nach Reichstadt versetzt. An sei Stelle tritt der Kaplan Longinus Focke aus Reichstadt. Luxemburg. Singer. Es entstand aus bisher unbekannter Ursache Feuer im Stalle des Wirthes I. P. Wahl. Im Nu war das ganze Haus in Flammen und brannte bis aufs nackte Mauerwerk nieder. Differdingen. Der Arbeiter L. Budinger wurde auf der Usine zu Differdingen vom elektrischen Strom getroffen und erlitt schwere Brandwunden. E s ch. Der 28 Jahre alte verheirathete Mincnerploitant Ad. Anen wurde von einem Italiener durch drei Messerstiche in den Rücken verwundet. Der Unglückliche starb eine Stunde nachher. H o l tz. Herr Albert von Ziegler. Assistent in der Direktion der Zollverwaltung, wurde zum Ober-Controleur in Holtz ernannt. Obermartelingen. Auf der Grube Rother fiel der Schieferarbeiter N. Millemeister in einen Schacht hinab und verletzte sich so schwer, daß er bald darauf starb. Provinz Wrandeni?urg. Berlin. Zum Commandeur der Eisenbahnbrigade ist an Stelle des zur Disposition gestellten Generalleutnants v. Schubert der bisherige Inspekteur der Telegraphentruppen Oberst Zacharige ernannt worden. An dessen Stelle tritt der Torsteher der Versuchsabtheilung der erkehrstrupvn Oberst v. Cordte?, der durch den Commandeur des Telearavbenbatail-

Ions No. 3 zu Koblenz ersetzt wird. Holzbildhauer Barthold. Forsterstraße 2 wohnhaft, feierte seinen 93. Geburtstag. Aus gekränktem Ehraefühl hat sich der 41 Jahre alte verheirathete Maler Wilhelm Liette erhängt. Wegen Falschmünzerei ist der Kaufmann W. Dehnicke verhaftet worden. Als der am Görlitzer Ufer wohnende Tischler Hermann Franke die Straße am Friedrichshain passirte, riß ihm plötzlich ein Windstoß den Hut vom Kopf und trieb ihn in die Friedenstraße hinein. Seiner Kopfbedeckung blindlings nachlaufend, rannte Franke mit dem Kopf gegen die Seitenwand der vorderen Plattform eines Straßenbahnwagens und trug einen Schädelbruch davon. Zu stellvertretenden Handelsrichtern beim Landgericht I sind ernannt worden: Kaufmann Hans Voller. Kaufmann Franz I. Meyer, Kaufmann Hans Kauffmann und Kaufmann Georg Frank. Hülfsbremser Otto Lorenz, der im Hause Memelerstraße 68 wohnte, gerieth auf dem Schlesischen Bahnhof zwischen die Puffer zweier Güterwagen und wurde getödtet. Rektor Rau von der 26. Gemeindeschule in der Albrechtstraße feierte sein 50jähriges Amtsjubiläum. Hausdiener Richard Karl, bei der Firma Richard Mendel in der Leipzigerstraße 82 beschäftigt, stürzte in einen Fahrstuhlschacht und starb an den erlittenen Verletzungen. Charlottenburg. Obermetster Friedrich Wickel und Frau Emilie. ueborene Reime, begingen die silberne Hochzeit. Frankfurt a. O. Kaufmann Pinsus Hoff meldete Concurs an. F r a n z ö s i s ch-B u ch h o l z. Jhren 80. Geburtstag feierte die Wittwe Friederike Weichardt. Mit 3200 Mark durchgegangen ist der Hausdiener Karl Uhlitz, der in einer hiesigen Lederwaarenfabrik angestellt war und in Pankow wohnte. K o e p e n i k. Auf eine 25jährige Thätigkeit bei der Firma W. Spindler blickte der Kaufmann Kagelmann zurück. K ü st r i n. Dem Malermeister Paul Hering ist die Rettungsmedaille am Bande verliehen worden. Marienfelde. Ludwig Stuhr und seine Gattin begingen die silberne Hochzeit. Neu - Ruppin. Schuhmachermeister Max Ribbe ist in Concurs gerathen. Potsdam. Kaufmann Ferdinand Zimmermann stellte seine Zahhingen ein. R i r d o r f. Vermißt wird der 22jäHrige Kaufmann Georg Schneider

aus der Kalser Fnednchstraße 246. Moritz Lichtenstein und Frau Marie, geb. Rosenbaum, begingen die silberne Hochzeit. Rummelsburg. Gärtner Otto Riemann erstach im Streit seinen Bruder Hermann. Der Thäter wurde verhaftet. Schöneberg. Die Glas- und Porzellanhandlung von A. Schinkel. Hohenstaufenstraße 83, blickte auf ein 25jähriges Bestehen zurück. Schuhmachermeister Michael Fuß meldete Concurs an. T e m p l i n. ' Dem Musikaelebrten Robert Eitner wurde der Titel Professor" verliehen. Provinz Hstprcuk)en. Königsberg. Dem Pfarrer von Behr ist der Rothe Adlerorden vierter Classe und dem Rentier Löhr der Kroncnorden vierter Classe verliehen worden. Dem Stadtrath und Stadtältesten Leo Hierselbst ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Amte als Handelsrichter ertheilt und ihm aus diesem Anlaß der Kronenorden 3 Clae verliehen worden. Professor Dr. Walter Simon Hierselbst hat der hiesigen königlichen Baugewerkschule wiederum 10)0 Mark, wie schon früher einmal, zu Stipendienzwecken zur Lerfügung gestellt. B a r t e n st e i n. Der Landrichter Höpner ist in die Colonialverwaltung übernommen und aus dem Justizdienst ausgeschieden. G i l g e n b u r g. Der älteste Einwohner unserer Stadt, der frühere Bäckermeister Wolfs, verschied im Alter von 96 Jahren. G o l d a p. Das dem Hauptmann v. Hatten in Königsberg gehörige, im Kreise Goldap gelegene ca. 1150 Morgen große Rittergut Niederwitz ist an Herrn Wilhelm Jany aus Damerau für den Preis von 177.500 Mark verkauft worden. Lätzen. Feuer zerstörte das Gebäude, in dem sich das Restaurant Villa Concordia" befindet. M e h l s a ck. Der 45jährige Arbeiter Kather begab sich in ein Schnapslokal, wo er so stark trank, daß er bemnungslos in seineWohnung geschafft verden mußte. Nach einigen Stunden ,?ar er todt. Me m e l. Auf dem Eise des Kurirfwn iSstffs veriui glückt und trunken Ist aütx Wayrscheinnchrelt nacy rau Katharine Grigoleit aus Schäferei. Sie wollte sich am 21. Januar von ihrem Wohnort nach der Nehrung begeben. Seither hat man nichts mehr von ihr gehört. P e t r i ck e n. Bei dem Besitzer Georg Schemeit in Alt Heidlanken entstand Feuer. Der Besitzer des GeHöftes, ein siebzigjähriger Greis, lag krank und hilflos im Bette; er konnte jedoch noch rechtzeitig herausgetragen uden.

Das Schemenlanfen in Jmft.

Nach einer Pai'.se von drei Jahren fand Heuer wieder in der inmitten einer großartigen Gebirgsscenerie gar malerisch gelegenen Stadt Jmst in Tirol das als uralter Volksbrauch bekannte Schemenlaufen statt, das aus nah und fern viele Tausende von Schaulustigen heranlockte. Die Bürgerschaft von Jmst, die ihren Stolz dareinseRt, das Schemcnlaufen aufs großartigste zu insceniren, hatte auch diesmal keine Mühe und Opfer gescheut, und so nahm das eigenartige Fest, das den Sieg des Sommers über den Winter darstellt, begünstigt vom herrlichsten Wetter, einen wohlgelungenen Verlauf. Am Morgen des festgesetzten Tages Spritzer. durchzog eine maskirte Musikbande, das Figatter", die Stadt, worauf sich die Mitwirkenden des Festzuges in allen möglichen Kostümen auf dem Sammelplatz bei der Pfarrkirche einfanden, wo Schlag 12 Uhr der Zug sich in Bewegung setzte, voran in Bauerntracht die Sackner", die mit kugelförmigen, mit Maisstroh gefüllten Säcken auf die Zuschauer schlagen, um freie Bahn zu schaffen. Es folgen die Spritzer" im bunten Sammtfrack, Kniehosen, Schnallenschuhen, Dreimaster und Zopf. Als Waffe tragen sie eine meterlange Spritze, aus der sie das Publikum mit Wasserstrahlen beglücken. Die Hexenzunft", geführt von der Hexenmutter, fuchtelt gar gefährlich mit ihren Besen nach Männerhüten, um den Getroffenen alsdann beschwichtigend abzukehren. Die Hexen tragen rothe Röcke, schwarze Mieder, Aermelstutzen, weiße Hauben, schwarze Haarzöpfe und auffallend häßliche Gesichtsmasken mit langen, in M e r a n e r Trachten. Schlangen- oder Drachenköpfe endigenden Nasen. Am originellsten sind die Roller" und ..Scheller", die in tollen Sprüngen Leben in das Ganze bringen. Der 'Roller" trägt ein weißes Hemd mit Weißstickerei, darüber allerlei Zierath, bunte Schleifen und eine Gesichtsmaske, die ein Mädchengesicht darstellt; über diesem erhebt sich eine mit Seidenstoff bespannte Scheibe, die dicht mit Flitterwerk, Gold- und Silberblumen besteckt und in der Mitte mit einem Spiegel versehen ist. Endlich trägt er einen mit Schlittenschellen (Rollen) dicht besetzten breiten Ledergurt und in der Hand einen Wedel. So tänzelt er immer vor dem grimmen Scheller" einher, der seinen Oberkörper mit einem rothen Tuch bedeckt hat und in der Hand einen bunten Stab trägt. Das Gesicht verdeckt eine wilde, auö Holz geschnitzte ManRoller und Scheller. nerfratze mit einem mächtigen schwarzen Schnurrbart. Ueber der Maske baut sich ebenfalls eine Scheibe auf wie beim Roller, nur etwa doppelt so groß. Der breite Ledergurt ist dicht mit großen Kuhschellen behängen, die bei den wilden Sprüngen einen ungeheueren Lärm verursachen. In hübschen Kostümen folgen nun die Kübele-Ma-jen", die mit einem Lappen, den sie in ein kleines Gefäß tauchen, den Nahestehenden übers Gesicht fahren. Reiter und Reiterinnen in mittelalterlicher Tracht vervollständigen das eigenartige, fesselnde Bild, das der Rußeler". ein Kaminkehrer, beschließt, der dem einen oder anderen zum Gaudium des Nublikums Yn Stemvel seiner fünf

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,,,oulzen nlnger rm senGt zutuciläßt. Im Zuge wirkten ungefähr 30C Personen mit, deren Kostüme einen Werth von mehr als 60,000 Kronen repräsentiren. Die kunstvoll aus Zirbenholz geschnittenen Gesichtsmasken sind ebenfalls wertbvoll. Die ??estwa-

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M a s k e n t y p e n. gön, die zum Theil recht originelle und humorvolle Bilder zur Darstellung brachten, überraschten durch ihre geschmackvollen Arrangements. Nun wandern die Schemengewänder wieder in die Truhen und Laden, um erst in drei Jahren wieder ans Tageslicht gebracht zu werden. Das Wort Schemenlaufen dürfte wohl von dem mittelhochdeutschen hirne (wesenloses Schattenbild) abzuleiten sein. Der Brauch ist noch ein Stück altgermanischen Volkslebens, das sich bis auf unsere Tage erhalten hat. Ein merkwürdiges Grenzvolk. Der Dalai - Lama von Tibet hat sich vor zwei Jahren zum Vasall des russischen Zaren erklärt. Der Vertrag besagte das nicht ausdrücklich, aber das war es, worauf er thatsächlich hinauslief. Die Vermittler des Vertraqes waren Burjaten. Das ist ein merkwürdiges Volk, das die vielseitigsten Eigenschaften vereinigt: Mongolen der Rasse nach, Lamaisten der Religion nach und russische Unterthanen. Oberprie st erder Burjaten. Dabei schreiben sie eine semitische, dem syrischen Estrangelo entstammende Schrift, aber nach chinesischem Vorgange von oben nach unten. Burjaten sind Minister des Dalai-Lama, Burjäten sind Gesandte des Zaren nach Lhassa. Zwei Gesandte waren besonders wichtig. Zunächst Badmajeff. Täufling von Alexander III., Großkaufmann, Großgrundbesitzer, Reformator seines Volkes, Zeitungsherausqeber die Wostosche Schisa (östliches Leben) von Chita hat er begründet, die zugleich russischen und burjatischen Text hatte endlich General, in welcher Eigenschaft er den. mandschurischen Feldzug mitgemacht, erschien Badmajeff für jene heikle Mission besonders geeignet. Er kam glücklich nach Lhassa. Dagegen ist eine zweite Mission gescheitert. Ihr Träger war Tempel der Burjaten. der Oberpriester der Burjaten, der Da-lai-Lama Sibiriens. Ueber ' Odessa ging er nach Ceylon, von da nach Nepal. Als er aber die Grenze überschreiten und nach Tibet eindringen wollte, schöpften die Engländer Argwohn und warfen ihn ins Gefängniß. Erst nach acht Monaten wurde er freigegeben. Der Oberlama war überall von den Buddhisten sehr feierlich aufgenommen worden. Er hatte eine auf englisch abgefaßte, schwülstige Adresse seiner Glaubensbrüder von Ceylon im Besitz. Der Oberlama ist übrigens ein recht fortschrittlicher Mann. So entfesselte er einen dogmatischen Streit, als er vor Jahren sich anschickte das Radeln zu erlernen. Den Russen ist er aufrichtig zugethan. Ein merkwllrdiger Träger westöstlicher WechselveZiehungen, dieser Dalai - Lama der Burjaten. JnaufsteigenderLinie. Papa: Josephleben, was machst Du da? Sohn: Papa, ich versuch' zu zeichnen e Goldfasan; aber es gelingt mir nicht. Papa: Nu gewiß kann's Dir nicht gelingen. Wie fängt man an mit e Goldfasan? Zeich'n zuerst e gewöhnliches Hühndl; nachher kannst de Probiren e Silberfasan, und zuletzt wirst de können zeichnen e Goldfafnnl i V...

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A'iw fläche und J)nus.

Feines Ragout in Mus ch i.' I n. Ein HaßdeS Pfund ftai&fc milch (SwlV! Bread"), füni IInzcmi gekochte RnÄerzunge. ein Kalbsge birn. eine kleineBüchse llhcnnpignons. ein.' Unze Butter, eine Unze Mehl, eine Gewüizdosio. rin halbe: Ount Bouillon und Cbampignonwasser. zwei kloine Zwirbeln. 3 VKlöftel mit Weißwein, ein Eßlöffel Zitronensaft, eine Vri'e Vfeffer. zwei Eigelb, Salz nach Geschmack. Die Kalbömilck u::t daö NalbsaeHirn werden reckt w'i''. gewässert, indem man daö Waffer recht oft erneuert. Nachdem von dein Gehirn alle Hautchen entfernt sind, kocht man ihn mit Wasser, eine Pri'e Salz, eine Gewürzdosio und eilwr kleinen Zwiebel gar und kühlt ihn d nach mit kaltem Wisser ab. Tie Kalbsmilch Ktzt man mit kaltem Wasser auf's euer, läßt sie langsam beiß werden und einige Kumten steif ko chen: dann tübl: man sie ebeinal!.' mit kaltem Wasser ab und bautet sie sorgfältia. Gehirn, kkalbsmilch. Zun ge und Cba.npignonö schneidet man sauber in zierliche Würfel. Nebl und eine kleine Zwiebel werden in der Butter hell geschwitzt. Btanum in Ca 7!Mvigno'waasser langsam hinzu gefüllt, unter öderem Nüliren b;-a-sam zur Sälfte eingekocht und durch ein Haarsieb gestrigen. Die 8tafet wird mit Wein. Zitronensaft. Vsefser und Salz beigeschmeckt, mit 2 Eigelb legirt. die Fleisch und Champignon Wünelchen darin erbitzt und zuletzt der Kaviar darunter gemischt, D."Ragout nillt man in Coallillen'ck' !en. verzier: es nach Beliebe:'. o mit Kaviar und richtet es sofort an. Zeitdauer der Bereitung: ZweiStun den, Apfelsinen - Körbchen. mit Wein-Gel gefüllt. Z:: Vein Gelee wird der Saft von den 9ftnefö nen genommen, die man bei dem Zu recht'chnnden der Körbchen gewinnt. Diese werden ausgehöhlt, mit Gelee gefüllt, in chic flache Schüssel am Rande herumgosetzt und unten ci:: wenig Gelee dazu gegossen, damit diese, wenn ne steif geworden ist. den Korbchen Ha giebt. Wen:: Allefest ist. gießt man die Körbchen m:r Gelee voll lind läßt e- auf kleinge klovftom Ei-5 (natürlich ohne Salz) rasch 'teif werden. Zur An'ertiaung einecvKörbchenö schneidet man in einer Avfelsine bi zu deren Hälfte eine:: kleinen fingerbreiten S:reifen pm Henkel, dann bi5 zu dieiem die beiden oberen Seiten weg. Nun hat die Apfelsine schon das Ansehen eineö Körbchen?: man bohlt vermittelu ei nes kleinen Kaffeelöffels das jxlei'ch der Apfelsine aus der unteren Schale und dem Henkel, kratzt so viel als möglich auch alles Weiße aus beiden, ohne sie zu zerreißen. Auf solche Wei'e macht man aus gleicharone'? Npfelsineil so viel Körbchen wie mau haben möchte und wässert diese gelben Körbchen '24 Stunden in frrevem Brunnenwasser, das man mehrmal:wechselt, läßt sie dann ablaufen und füllt sie. wie schon angegeben ist. Am richtigsten dürfte es sein. kleineAr l sinen zu den Körbchen zu wäbleil, ferner möchte ich darauf aufmerksam machen, daß man die Körbchen auch auf eine schön gebrochene Serviette setzen kann. Wein Gelee für die Apfel- ' sineiltorbchen. Ein halbe:- Ouarl Wasser wird mit zwei Unzen weißer Gelatine, dem Saft von drei bis ner und der Schale von wei Apfelsinen aufgesetzt und gekocht. ??un klär: mau diese Flüssigkeit mit zwei bk- drei zuSchaum geschlagenenWeißeiern und Eierschalen, indem man, ganz lang sam. erü tropfenweise, den Eierichnee in die kochende Flüssigkeit gieß:: man rührt um. läßt sie nochmals aufft0' ßen und läßt üe dann ulgede.5: reä k rubig eine dalbe Stunde stehen. Danach bat sich die Klärung gewöhnlich Vollzogen, man nimmt den Schaum vorsichtig ab und gießt die Flüssigkeit durch eiue auf eine Terrine gebnnoene Serviette. Nun gießt mau c n P'd. geläuterteil Zucker und eine halbe Flasche Weißwein dazu und läßt da 5 Gelee auf Eis nehettd erstarren. Warme Resterspeise. (Eine Stunde. 6 Personen.) Vom Mittag übrig geblieb:er Schweine braten wird in kleine Würfel ge schnitten, bis man einen knappen Tel ler voll davon hat. Man vermisch: das Fleisch mit rohem Schinken, we'.. chen man ebenfalls in kleine Würfel geschnitten hat. Unterdessen ha: man Pellkartoffeln gar gekocht, abge zogen und zwei flache Teller voll in Scheibe geschnitten. In einer gro ßen Stielpfanne brät man zwei Unten Bratenfett braun, giebt die Kar tofreln hinein, streut das Fleisch dar über und brät Alles braun an. Dann rührt man ei-nen Theelöffel voll Senf mit einer halben Obertasse dünner Fleischbrühe glatt, gießt diese Brübe unter da? Fleisch und läßt sie eilt kochen. Hierauf giebt man noch ein Unze geriebenen Schweizerkä'e und einen Eßlöffel voll Zwieback'-5'.uinen hinein, mengt Alles gehörig durchein. ander und brät es bei größter Auf merksamkeit braun und saftig gar. Zu letzt fügt man der Speise einen Thee löffel V!ggi.Würze bei und richtet sij in einer riefen Schüssel oder Auilauf form an.