Indiana Tribüne, Volume 26, Number 196, Indianapolis, Marion County, 10 April 1903 — Page 5
Jndtana Tridnue. 10, April 1003.
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Starb ans der traue.
An North Straße und Senate Avenue wurde letzte Nacht gegen $11 Uhr auf der Straße die Leiche eines etwa 45 Jahre alten Negers aufgefunden und, da Niemand den Todten zu kennen vorgab, per AmKulanz in's städtische Todtenhaus gebracht. AuS Papieren, das heiß? Ero-cery-Rechnungen, die man in seinen Taschen fand, schließt man, daß der Neger Henry Porter hieß. Man fand in seinen Taschen außer Chinin - Capseln auch eine mit Laudanum beinahe gefüllte Flasche, weshalb behauptet wurde, der Neger habe Selbstmord begangen. Diese Theorie dürfte sich aber nicht als richtig erweisen. Vielmehr ist anzunehmm, daß er an der Schwindsucht oder einem Herzleiden starb. Die Todtenschau wird das Nöthige ergeben.
Polizeiliches Allerlei. D i ? Lifte der Vermißten, welche die Polizei auffinden soll, wird täglich größer. Gestern wurde die hiesige BcBehörde z. B. ersucht, Umschau nach der 15-jährigen Goldie Miles und der 17-jährigen Jda Cole zu halten, die aus ihrem Heime in Jaw.estomn, Ind., entwichen find. Es heißt, daß ein Jüngling aus dem Städtchen sie entführt habe. Aus dem politischen Siedekeffel.
Crifleta.
Vermuthlich wird heute eine Confe renz zwischen den Mitgliedern des bis herigen demokratischen Stadt - Comites, den demokratischen StadtrathsMitgliedern und den Vertretern des 14. WVrd Demokraten - Clubs und denen der 6. Ward stattfinden, um eine Einigung betreffs des Datums für die demokratischen Primärwahlen zu erzielen. Die Leiter der Partei wohnten gestern der Beerdigung Frank B. Burke'ß, eines der besten Demokraten im Staate, in Jeffersonville, bei. Vors. Logsdon vom republikanischen Stadt-Comite hat gestern sämmtliche Candidaten auf dem republikanischen Stadt-Ticket officiell benachrichtigt, daß sie in Uebereinstimmung mit dem Joß'fchen Primärwahl-Gesetz, unverzüglich dem Stadlclerk einberichten muffen, wieviel ihnen die Campagne gekostet hat. Das Gesetz giebt ihnen 10 Tage Frist nach der Nominations Convention. Mayor Bookwalter hat erklärt, daß seine Campagne und Nomination kein Geld gekostet habe, sodaß er keine Ausgaben zu berichten habe.
Plötzliches Ende.
Howard Perry, ein 52 Jahre alter und dem Vernehmen nach dem Trunke ergebener Arbeiter aus Oaklandon, der in der Mittwoch-Nackt von den Radlern Trimpe und Löwe in Obhut genommen worden war, weil seine Ana hörigen sich vor ihm fürchteten, ist geftern Morgen in seiner Zelle in der Polizeiftation an einem Herzschlage ge ftorben. Grundeigenthams Uebertragungen.
, Theodore Kune an Sophie M. Spier u. A., Lot 19, Porter's Sub., Pv lipp's Springdale Add. $1100. Geo. W. Carpenter. Administrator, an Theodore F. Harrison, Lots 31 und 32, Kenwood Add. $2370. Sarah I. Stiarwalt an John C. Hart. Theil von Lots 46 und 47, Young's Subd. von Outlot 181. $1500. Elfie I. Ellis an Ettie M. Smith, Lots 66 und 867, Stout's Vermont Str. Add. $3700. Howard Cale an James R. Tore u. A., Theile der Lots 52 bis 56, Alvord's &ub. in Fletcher's Ad. $1125. R. B. Blanks an dieselben, ein Theil desselben Eigenthums. $1125. Nord Louisiana Land Cp. an dieselden, ein Theil desselben Eigenthums. $2500. State House Bldg. Ass'n an Luc E. Golden, Lot 338, Stout's Jndiana Ave. Eub. $1000.
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Skine von Euscbio ZZlasca.
Vor einigen Jahren trat ich eines Abends in einen Cigarrenladen, und während die Inhaberin die verlangten Cigarren zählte, bemerkte ich, daß ein kleines Mädchen von sieben bis acht Jahren mit einem Brief in der Hand dastand und weinte. Warum weinst Du, Kleine?" Weil ich nicht hinauflangen kann." Das Kind konnte den Postkasten nicht erreichen, um feinen Brief hineinzuwerfen. Ich nahm ihn ihr aus der Hand und warf ihn in den Briefkasten. Siehst Du, er ist drin! gibst Du mir einen Kuß?" Das Kind erhob sich auf die Fußspitzen, hielt mir die Wange hin, küßte dieselbe und sie ging fort, die Thränen mit dem Rücken der Hand trocknend. Von der Thür des Ladens sah ich noch, wie sie sich allk zehn bis zwölf Schritte umdrehte und mich mit jener Neugier und den erstaunten Augen betrachtete, wie Kinder schweigend alles ansehen, was ihnen Eindruck macht. Als ich zwei oder drei Jahre darauf in einer Nacht zwischen zwölf und ein Uhr aus einer Gesellschaft kam, trennte ich mich schnell von den Freunden, weil es zu regnen begann, und sah am Thürklopfer eini's alten Hauses wieder ein weinendes Kind stehen, das etwas größer war, als das von damals. Eine besondere Fügung, daß ich immer betrübte Kinder treffen muß! dachte ich bei mir und den Regen dergessend. welcher immer stärker wurde, stand ich still und fragte: Warum weinst Du, Mädchen?" Weil ich nicht hinauflangen kann!" Es war das Kind vom Cigarrenladen. Es war nicht viel gewachsen, sah aber aus, als könnte es elf bis zwölf Jahre zählen. Du bist die, welche den Briefkasten nicht langen konnte?" ,.Ja. Herr, und Sie der Herr, der mich küßte." Derselbe, und jetzt weinst Du, weil Du den Klopfer nicht erreichen kannst? Ist's nicht so, mein Kind?" Ja, Herr, denn ich muß sehr schnell klopfen, seien Sie so gütig, drei Schläge zu geben." Ich gehorchte mit Vergnügen. Und wohin gehst Du zu dieser Zeit und bei diesem Regen?" Einen Arzt zu holen, denn meine Mutter ist zum Sterben krank." Und warum kam nicht Dein Vater oder Dein Bruder oder die Magd?" Weil ich weder Vater, noch Bruder, noch eine Magd habe." . Und Deine Mutter, was thut sie?" Wenn sie gesund ist, näht sie für Andere." Und Du?" Nun, ich helfe ihr." Wie heißt Du?" Cristeta." Und Du sagst, daß Deine Mutter sterben wird?" Ja, Herr, der Arzt hat gesagt, daß ich ihn sofort rufen soll, wenn sie wieder so einen Anfall hat, wie heut Morgen. Da kommt schon Jemand." Wirklich sah man Licht durch die Thür. Da nimm, mein Kind." Ich nahm einige Münzen aus der Tasche, gab sie ihr und eilte fort, denn es regnete fürchterlich. Ich dachte öfter an die Kleine, aber ich sah sie erst drei Jahre darauf wieder, als der die Welt regierende Zufall sie abermals in meinen Weg führte. Es war in der Kirche de las Trinitarias, wo ich öfter zur Stunde des Angelus" eintrete; dort bemerkte ich sie in der Dunkelheit und Einsamkeit des kleinen Gotteshauses. Sie war ziemlich gewachsen, mit langem Kleide und in Trauer. Sie stand vor dem Christus de la Luz, erhob sich auf die Fußspitzen, wie das erste Mal, als ich sie traf, und konnte wieder nicht dazu gelangen, dem Heiland die Füße zu küssen, wie es offenbar ihre Absicht war. Und ohne etwas zu sagen, faßte ich sie unter die Arme und hob sie bis zur nöthigen Höhe, und sie küßte inbrünstig die heiligen Füße Dann drehte sie sich erstaunt um und erkannte mich. Wir gingen auf die Straße, und Cristeta sagte zu mir: Es scheint Gottes Fügung, daß Sie immer da sind, wenn ich etwas nicht erreichen kann." Du bist in Trauer " Ach, Herr! ich bin allein auf der Welt und arm und habe leine Arbeit, und da gehen mir schlechte Gedanken durch den Kopf, und ich kam, Gott zu bitten, daß er sie mir nähme!" In dem Augenblick ging ein junger Mensch in einen Mantel gehüllt, den Kopf mit einem Schlapphut bedeckt, an uns vorüber, sah uns an und blieb in einiger Entfernung stehen. Adieu, Adieu! möge es Ihnen wohl gehen!" rief das Mädchen und verließ micb, eine von jenen Begegnungen beendend, die ich so gern mit den Armen haben mag, denn man lernt aus ihnen viel mehr als aus Büchern. Und hier könnte die Geschichte der drei Begegnungen mit der Unbekannten beendet sein, wenn nicht vor Kurzem in einer Nacht etwas geschehen wäre, was sehr häufig im Madrider Leben vorkommt. In einer engen Straße war ein Auflauf: Frauenzimmer, Herumtreiber, Polizei, Geschrei,
Müche. Schimpfen und mitten in diesem Tumult zwei sich prügelnde und zankende Frauen, und ein Polizist rief dazwischen: Die Cristeta und die Andere sind verhaftet!" Cristeta?" Der Name traf mich in's Herz; ich drängte mich durch die V!enge, um zu sehen ja sie war es, das Kind mit dem Kuß, das Mädchen mit der sterbenden Mutter, die Frau in der Kirche. Du? Du bist es?" Die Unglückliche, welche das Haar zerrauft, das Gesicht voll Blut hatte und von Zorn entstellt war, brach in Schluchzen aus, als sie mich sah. und rief mit so schmerzvollem Ausdruck, daß ich es mein Leben lang nicht dergessen kann: O Herr! jetzt gibt es nichts mehr, wozu man mich emporheben könnte! Früher reichte ich zu nichts hinan, aber es gibt einen Augenblick für die Armen, in dem sie zu allem kommen!" Ich sah sie zwischen den beiden Polizisten verschwinden, gefolgt von den Schlmpfrcden des Pöbels. Ein vcrycklichcr Ziünstlcr. Der geniale Friedemann Bach, ältester Sohn des großen Sebastian Bach, bekleidete bis 1765 eine Organistenstelle in Halle. Sein intimster Freund und Schüler war der damalige StadtMusikdirektor Rust, der seinem Meister die Korrespondenz zu besorgen pflegte, da jener in der Erledigung seines Briefwechsels höchst saumselig war. Sehen Sie," sagte eines Tages Friedemann Bach zu Rust, indem er einen Brief aus seiner Tasche zog und
ihn dem Freunde reichte, da habe ich aus Rudolstadt eine Anfrage erhalten, ob ich die dortige Hofkapellmeisterstelle annehmen wolle. Das Anerbieten sagt mir zu. Antworten Sie doch dem Hofe, daß ich die Stelle annehme." Rust liest den Brief, freut sich des Glücks seines Lehrers und will eben zur Beantwortung schreiten, als er plötzlich das Datum des Schreibens gewahrt. Aber, liebster Bach," ruft er erstaunt aus, der Brief ist ja vom vorigen Jahre datirt!" Bach streicht sich mit der Hand über die Stirn. Nun ja," erwidert er, ich habe ihn in der That schon im vorigen Jahr erhalten, aber von Tag zu Tag schändlich vergessen, Ihnen denselben zur Beantwortung zu geben!" Die Stelle war natürlich inzwischen längst anderweitig besetzt worden. Cskimo - Iagdgeschichtcn. Im Jägerlatein sind auch die unschuldigen Söhne des Nordens, die Eskimos, wohlerfahren, wie folgende Mittheilungen beweisen, die einem Mitgliede der Nordenskjöld'fchen Expedition gemacht wurden, als es sich zu gemüthlicher Plauderei in eine Eskimobehausung begeben hatte. Da erzählte man ihm u. A., wie die schlauen Eskimos sich der lästigen Polarwölfe entledigen. Sie bestreichen nämlich ein haarscharf geschliffenes Messer mit Rennthierblut und vergraben es, mit der Schneide nach oben gerichtet im Schnee. Der hungrige Wolf wittert die Lockspeise, gräbt sie aus und leckt gierig an dem tückisch präparirten Messer. Bei der scharfen Kälte merkt er nicht, daß er die Zunge sich dabei arg zurichtet, er glaubt vielmehr immer neues, frisches Blut zu lecken und leckt fort, bis die Zunge total zerschnitten ist, worauf er an Verblutung elend zu Grunde geht. Eine andere, nicht minder schlaue Art, Wölfe unschädlich zu machen, ist die. daß der Eskimo aus Blechstreifen Spirale anfertigt, zusammendreht und mit einer Sehne bindet, diese Spiralen in Fleischstücke einwickelt und das Ganze einfrieren läßt. Der Wolf nimmt den so harmlos aussehenden Brocken und verschlingt ihn. weil er gefroren ist, im Ganzen; im Magen thaut das Fleisch auf, die Sehne wird weich, die Spiralfeder geht los und zerreißt dem Thier den Magen. Die Eskimos können es noch weit bringen, wenn sie so fortfahren. Sonderbare Moden. In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verbreitete sich von Paris aus die Mode. Blumen zu essen. Die galanten Herren verzehrten die Veilchen oder Rosen vor den Augen der Dame, der sie dieselben abgeschmeichelt hatten. Ungefäbr zur selben Zeit war auch die Krinoline aufgekommen mit der es später so arg wurde, daß sich geradezu unglaubliche Dinge ereigneten. So wurde im Jahre 1857 in London eine Dame vor Gericht zitirt und zu einer Geldstrafe verurthcilt. weil sie nach den Zeugenaussagen den Verkehr in einem engen Gäßchen der City unmöglich gemacht hatte. Zur Zeit des Direktoriums (1796 99) gingen die französischen Modedamen nur in ganz leichte Gazestoffe gekleidet. Madame Recamier wurde einmal durch eine Wette veranlaßt, sich in Begleitung mehrerer Damen zurückzuziehen und ihre Toileite abzuwiegen. Dieselbe wog nebst den Schuhen und den Blumen ein Viertelpfund. In den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts schminkten sich die Pariserinnen die Wangen nicht roth, sondern lila, und im Jahre 1843 kam die Mode auf, unter den weißen Unterröcken schwarze Herren-Beinklei-der zu tragen. Das sind so einige der Seltsamkeiten, welche die Mode hervorgebracht hat. Seitdem sind wir natürlich viel vernünftiger geworden und ähnliches ist jetzt nicht mehr möglich.
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Trvas Mr. Dooleg."
Erfahrungen von Professor Lorenz in amerikanischen Theater. Ueber die Beobachtungen und Erfahrungen, die der berühmte Wiener Orthopäde Profepor Lorenz während seines Verweilens in Amerika unter Anderem in den Theatern hierzulande machte, hat er dieser Tage interessante Mittheilungen im Neuen Wiener Tagblatt" veröffentlicht. Die kindliche Naivität des amerikanischen Volkes, so erzählt Lorenz unter Anderem, offenbart sich nirgends klarer als im Theater. Dabei habe ich niemals und nirgends ein dankbareres Publikum gesehen als in Amerika. Für die Bequemlichkeit des Publikums ist eigentlich wenig gesorgt. Die Sitze sind schmal und eng und werden noch mehr beengt durch die Garderobe, welche gewöhnlich in's Theater mrtgenommen wird. Das Abgeben der Garderobe an Privatunternehmer, welche ihr Lager in irgend einem Äorraume des Theaters aufschlagen, ist ein recht kostspieliges Vergnügen, da für das Stück Garderobe 50 Cent verlangt werden. In keinem Lande der Welt existirt ferner eine größere Publizität als in Amerika. Tausend private Dinge, denen das europäischePublikum kaum irgend welches Interesse abgewinnen könnte, füllen dort die Journale in langen Spalten und finden eifrige Leser. Was der Amerikaner des Morgens in der Zeitung gelesen hat, hört er des Abends wieder im Theater. Jede Situation wird geschickt benützt, um eine Bemerkung daran zu knüpfen, welche auf irgend eine aktuelle Frage, irgend ein Tagesereigniß Bezug hat. Leider wurde auch unsere Ankunft an irgend welchem Platze unter diese Tagesereignisse gezählt, und wir wurden im Theater sehr häufig, und nicht immer in gerade sehr angenehmer Weise, apostrophirt, obwohl die uns geltenden Bemerkungen meist harmloser Natur waren. So wurde in einem Philadelphiaer Theater die beliebte Operette The Chinese Honey Moon" gegeben, und der Komiker sang ein Kouplet mit dem Refrain: ,,'Twas Mr. Dooley. So viel ich verstehen konnte, war dieser amerikanische Mr. Dooley eine und dieselbe Person mit der von Chiavacci geschaffenen Wiener Type des Herrn Adabei. Was immer geschehen mag, zun: Schlüsse steckt Mr. Dooleydahinter. Wer hat Stimmung gemacht für irgend e?ne mißliebige Maßregel? 'Twas Mr. Dooley. Wer hat irgend etwas, was eben als neu gilt, schon längst erfunden? 'Twas Mr. Dooley. Immer wieder mußte der Sänger vor die Rampe, und immer wußte er noch eine neue heitere Strophe. Endlich machte er eine feierliche Kunstpause, legte den Zeigefinger an seine Stirn und sang: ').'3cf) möchte wissen, wer war der Mann, Der dem Dr. lorenz zuerst zeigt an, IBÜ man die Beine ziehen kann? Twas Mr. Dooley!" Im Knickerbocker-Theatn in New Nork war der Liebhaber mit seiner Angebeteten in Streit gerathen; es schien mir, als mache sie ihm den Vorwurf, daß er nicht nach ihrem Wunsche reusstre. Der Schauspieler replizirte, er wisse, was er nun thun werde. Auf meine Loge tveisend, sagte er, er lasse sich von heute ab einen langen Bart wachsen, stutze ihn dann rechts und links und unten zu einem Viereck, und dann sei er ganz sicher, in diesem Lande zu reussiren. Im Broadway-Theater inNew Fork hatte ich das Vergnügen, den ausgezeichneten Komiker Sam Bernard zu hören. Derselbe spielt in der Regel einen das Englische radebrechenden Deutschen. Es ist bemerkenswerth, daß im amerikanischen Theater der Deutsche die ständige komische Figur ist. Gleichzeitig ist diese komische Figur immer liebenswürdig, gutherzig, ja sie trieft häufig von Edelmuth und ist im Grunde genommen ein großes Kompliment des Amerikaners an den Deutschen. Mr. Bernard spielte an jenem Abende die Rolle eines armen Teufels und hatte ein Kouplet zu singen, dessen Refrain lautete: Then I would be satisfied with life. " Er wußte immer noch eine neue Strophe. Unter Anderem sagte er: Wenn ich bei Tische sitzen würde und wenn Mr. Rockefeller mir den Sessel zurechtrücken und Mr. Carnegie mir einschenken und Mr. Armour mir das Fleisch serviren würde . . . . tuen I woiild be satisfied witb. liie. " Tann legte Bernard los: ,,If I could do so rnucli good to the poor children as Dr. Lorenz does then I would be satisfied with life. " Dos Publikum brach in einen frenetischen Beifallssturm aus, und ich Hatte meinen Dank durch Verbeugungen zu quitiren. Ich ging nun aber nicht wieder in' ?beater Grüne Mandeln bringen im Handel von Tunis durchschnittlich 15 Francs (1 Franc gleich 18.8 Cents) per 100 Kilogramm (220.46 amerikanische Pfund); der Werth getrockneter Mandeln beträgt das Vierfache des angegebenen Betrages; enthülste Mandeln kosten 205 Francs per 100 Kilogramm. n Paris lockten die Engländer Stair und Wilson den amerikanischen Künstler Kingston Smith r. die Geoffrey-Marie Straße unter dem Vorgeben, ihm dort ein werthvollcs Bild zu zeigen. Helfershelfer der Engländer knebelten und banden den Künstler, raubten ihm seine Juwelen und 3000 Francs in baar und vecschwanden dann. Wilson ist bereits verhaftet.
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8 bedeutet Sl-or. P.Frltr C'. C. -Cltir Cir. D.-f)-.:if Ctr. B 9-iffet Cm r.
