Indiana Tribüne, Volume 26, Number 195, Indianapolis, Marion County, 9 April 1903 — Page 6
Jndiana Tribünc, S. April 1903
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Big Four Bahn in Anbetracht der jahrlichen Convention des Grand Commandery Knightö Templar vo3diana, am l '., und 1k. April. Fechrkarten nach Fort Wavne, Ind.. und zurück, werden am 14. und 15. April 1'.j, um ersauft sein von allen Big Four" Stationen in Jndiana für öalbpreis. Tickets find von dem Tage des Perkaufs an aultig, für die Rückfahrt einschließlich 17. Axril 1903, Htx Rötheres wende man sich an die Big Four" Agenten oder schreibe an arreu Z. tzck. Devve. au PU aM ?et Agt. sftftent . P. u. T. . iueiuuati. O h i o.,
Europäische Nachrichten.
Sachlen. Dresden. Jnftlge schlechter Geschäftsverhältnisse beging der hiesige Baumeister Bruno Lindner Selbstmord. Feldwebel Hoffmann von der Berufsfeuerwehr blickte auf eine 25jährige Dienstzeit zurück. Geheimer Hofrath Prof. Dr. phil. Hermann Friedrich Knothe ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er wirkte nahezu 30 Jahre am Kadettencorps als Lehrer. Bernstadt. Hospitalverwalter und Nachtschutzmann a. D. Melchior feierte mit seiner Ehefrau die eiserne Hochzeit. Der Jubilar ist 88, seine Ehefrau 89 Jahre alt, beide smd noch verhältnißmäßig rüstig. B r e i t e n a u. Die sogenannte Kreuzmühle brannte vollständig nieder. Deutschenbor a. Eheleute Schutze! begingen die goldene Hochzeit. E u l i tz. Feuer zerstörte das Schräber'sche Wohnhaus. F l ö h a. Auf ein 50jähriges Bestehen blickte der hiesige landwirthschaftliche Berein zurück. G e i s i n g. Die Bereinigte Gla-ser-, Tischler-, Böttcher-, Stellma-cher-, Stuhlbauer-, Schmiede- und Schlosser - Innung Hierselbst beging ihr hundertjähriges Jubiläum. Krimmitschau. Im Alter von 79 Jahren starb der Tischlermeister Gottlieö Kühnreich. Lauter. Die Papierfabrik von TheodorLandmann ging in Flammen auf. Leipzig. Auf ein 50jähriges Bestehen blickte die hiesige Buchhändlerfirma Alphons Dürr zurück. Der Inhaber der Firma erhielt das Offizierskreuz des Albrechtordens. Das Allgemeine Ehrenzeichen wurde dem Schaffner Köhler verliehen. Kaufmann und Buchdruckereibesitzer Busch starb nach längerem Leiden. L ö b a u. Sein Mjähriges Bürger jubiläum feierte der 79 Jahre alle Agent Israel. M e e r a n e. Nach Unterschlagung von Vereinsgeldern hat sich der in der mechanischen Weberei von Eduard Reinhold hier bediensteie Einwohner Louis Vogel erhängt. M e r z d o r f. Einem Brande fiel das Anwesen des Gutsbesitzers Steiner zum Opfer. Neu - Kittlitz. Die Gebäude des Wirthschaftsbesitzers Dürrlich und der Frau Loose brannten nieder. Oberschlema. Ein ehrwürdiges Greisenpaar, Christian Wendler und seine Lebensgefährtin, mit der er fast 50 Jahre treu vereint durch's Leben gegangen war, wurden gemeinsam zu Grabe getragen. S ch l e t t a u. Dem in den Ruhestand getretenen Kirchner Sträube ist das allgemeine Er)renzeichen verliehen worden. Wehrsdorf. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Wilhelm Heinke. Zwick au. Bahnhofsschmicd F. Dürrschmidt erhängte sich Wegen Meineids ist der Bautechniker Paul in Eulitzsch vom hiesigen Schwurgericht zu zwei Jahren sechs Monaten ZuchtHaus verurtheilt worden. &ctfettparmftctM . D a r m st a d t. Landrichter Hermann Welcker ist zum Landgerichtsrath ernannt worden. Bankkassirer Hermann Balzer und seine Frau, geborene Nieder, sowie der RegimentsSchuhmachermeister i. P. Becker und Frau feierten das Fest der silbernen Hochzeit. B i n g e n. Hilfsweichenstellcr Lorenz Veit aus Gaulsheim wurde auf der hiesigen Station von dem von Mainz kommenden Schnellzug erfaßt und zur Seite geschleudert. Der Mann starb bald darauf. E r b e s b ü d e s h e i m. Die 29jährige Tochter des Schreiners Fehl wollte im Hosbrunnen Wasser pumpen, als die Dielen durchbrachen, wodurch das Mädchen in den Brunnen stürzte und ertrank. Friedberg. Bürgermeister Fr. Pfahl ist durch Kreisrath Fey in sein Amt eingeführt. König. Dem praktischen Arzte Dr. Ludwig Bormuth wurde das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. Lampertheim. Das Wohnpaus des yjiarnn Lercy brannte zum Theil nieder. Lerch und seine Ehefrau, welche verdächtig sind, denBrand selbst gelegt zu habben, wurden verhaftet. Mainz. Oberlehrer Karl Schmitt wurde zum Professor ernannt. Der 27jährige Assistenzarzt des hiesigen Rochushospitals Dr. Heinrich Köster aus Heeren hatte sich bei Ausübung seines Berufes eine Blutvergiftung an der Hand zugezogen, die trotz aller sofort angewendeten Mittel den Tod des Arztes herbeiführte At ü m l i n g - G r u m v a ch. 33 75. Lebensjahre verschied hier der Gründer der beiden Gußstahlfabriken bei Etzengefäß, Peter Lion. O r l e s h a u s e n. Lehrer i. P. Dönges, der vor längererZeit sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern konnte, wurde vom Schlage gerührt und starb nach kurzer Zeit. Rüdingshain. Der 24 Jahre alte Sohn desSchneidemühlenbesitzers M. Neumuin gerieth in dss Getriebe der Mühle und starb an den erlittenen
! Verletzungen. S e l i g e n st a d t. Im Alter von
44 Jahren verschied in Bad Nauheim der hiesige Bürgermeister Jakob Nover. Wancrn. Karlsruhe. Der Privatdozent fürKunstgeschichte an der hiesigen techNischen Hochschule, Dr. phil. Reinhold ftrbr. von Lichtenbera. wurde zum aunerordenllichen Proseor an oer gleichen Hochschule ernannt. Die Handelskammer wählte an Stelle des verstorbenen Geh. Commerzienraths Philipp Diffene den bisherigen VicePräsidenten, Commerzienrath Viktor Lenell, zum Präsidenten. Altschweier. Das fünf Jahre alte Töchterchen der Eheleute Pfetzer gerieth unter einen Müllerwagen und erlitt schwere Verletzungen. Baden - Baden. Der frühere Minister des Innern, Excellenz Dr. August Eisenlohr, welcher seit seinem Scheiden vom Amte hier seinen ständigen Aufenthalt genommen hat, beging die Feier seines 70. Geburtstages. B r i g a ch. Tagelöhner August Mosmann von Lautenbach wurde hier todt aufgefunden. Burg. Feuer zerstörte das WohnHaus des Rechenmachers Adalbert Rudigier. Engen. Beim Spitalübergang Hierselbst ist der Bahnarbeiter Leopold Moritz von Kirchenhausen vom Zuge überfahren und getödtet worden. Der Verunglückte war verheirathet und stand im 33. Lebensjahre. F r e i b u r g. Professor Dr. Hoberg von der theologischen Fakultät, Prorektor der hiesigen Universität, lehnte einen Ruf an die Universität Straßburg ab; dorthin geht dagegen Professor Dr. Ehrhardt Den Raubmord an dem 70jährigen Trödler Lazarus Burgheimer verübten der Hausbursche Weißer und der Metzger Hermann gemeinsam. Weißer gestand zu, daß er auch am 15. Oktober 1899 die Maria Josefa Kirchhofer in ihrem EinVerständniß im Sternwald erschössen habe. Er habe mit ihr vereinbart, zuerst sie und dann sich selbst zu erschießen. Nach der Tödtung der Kirchhofer habe er aber zum Selbstmord nicht mehr den Muth gehabt. G ö r w i h l. Das Wohnhaus des Schreinermeisters Baptist Huber brannte nieder. Heidelberg. Als hier der 19jährige Landwirth Hall aus Rohrbach mit seinem Gefährt in die Bergheimer Straße einbiegen wollte, scheute das Pferd vor einem herankommenden Straßenbahnwagen. Das Fuhrwerk wurde umgeworfen und Hall auf die Straße geschleudert, überfahren und getödtet. H o f st e t t e n. Selbstmord verübte oer myrige kstetnklopser Gottyard Kornmaier. I b a ch. In dem bei seinem Hause vorbeifließenden Weiher ertrank der 62 Jahre alte ledige Landwirth Josef Ronecker. K o n st a n z. Einem Brande fiel das Haus des Restaurateurs Engelbert Schälkle zum Opfer. Mannheim. Stadtpfarrer Frd. Bauer von der hiesigen altkatholischen Gemeinde ist unter der Beschuldigung des Sittlichkeitsverbrechens, begangen an Kindern, verhaftet worden. Neckargemünd. An einem Blutsturz starb plötzlich der neugewählte Bürgermeister Hoffmann. Niederschwör st ad t. Durch Feuer wurden die Anwesen von I. Bannwarth und I. Philipp, sowie Scheuer und Stallung der Witthe Johannes Bannwarth zerstört. O b e r w e i e r. Bürgermeister Weder stürzte von seinem Wagen und trug schwere Verletzungen davon. R a st a t t . Von einem Neubau stürzte der 17 Jahre alte Schlosser Gustav Jmhoff herab und war sofort todt. W e i n h e i m. Kürzlich waren 50 Jahre verflossen, seit Adam Philippi in die Freudenberg'sche Fabrik eintrat, in der er bereits 40 Jahre das Amt eines Aufsehers bekleidet. ZSUrtternderq. Stuttgart. General-Staats-anmalt Dr. von Schönhardt feierte seinen 70. Geburtstag. Von Schönhardt hat sich große Verdienste um die deutsche Schillerstiftung erworben. Er ist Vorstand der hiesigen Zweigstiftung. Auch als Lyriker fand Schönhardt Anerkennung. Landschaftsmaler Pieter Francis Peters ist nach längerem Leiden im Alter von 85Jahren gestorben. Seit 1845 lebte er hier, wo er später in Gemeinschaft mit dem Maler Herdle eine Kunsthandlung und die permanente Kunstausstellung im Römischen Kaiser gründete, die im Jahre 1890 einging. A s p e r fl. Der 20 Jahre alte Adolph Kaul von hier, der in einem Brunnenschacht beschäftigt war, wurde von einem herabfallenden Stück Hol so unglücklich auf den Kopf getroffen, daß er jbcld daraus starb. B i b e r a ch. Schuhmachermeister Joh. Grün von hier wurde auf der Station Warthausen von einem Zuge der Südbahn überfahren und getödtet. l tz e n o a cy. a oer cduii h?ißenwahl wurde Gipsermeister Joseph Wazner, der Bruder des verstorbenen Schultheißen Wagner, gewählt. E l l w a n g e n. Kürzlich zparen es 100 Jahre, daß unsere vorherige sürstbischöfliche Residenz mit der Krone Württembergs vereinigt wurde. G ö p p i n g e n. In der Maschinenfabrik von L. Schuler brach die Aufzugskette eines großen Krahnens, wobei der Gießer Frank von hier ae-
tödtet und ein anderer Arbeiter, Namens Schmied, von Holzheim lebensgefährlich verletzt wurde. Hall. Bierbrauereibesitzer Sacco wurde im Streite von seinem Dienstknecht Bay mit einer Schaufel erschlagen. K a n n st a t t. Der ledige Schlosser Pfeiffer aus Obertürkheim sprang aus einem von Stuttgart hier einsahrenden Zug und gerieth unter die Räder, wobei ihm beide Füße abgefahren wurden. Der Unglückliche hätte wegen eines geringem Vergehens der hiesigen Bahnbehörde vorgeführt werden sollen und hatte, um dem zu entgehen, den verhängnißvollen Schritt gethan. Ludwigsburg. In dem Wohnhaus des Bäckers Oberkampf in der Myliusstraße hier brach Feuer aus, durch das der Dachstuhl des Hauses zerstört wurde. Verbrannte Dekorationen.
Im Jahre 1859 verbrannten in den Magazinen der Pariser Großen Oper zahlreiche Dekorationen und darunter befanden sich auch die zu den Werken des Eomponisten der Jüdin". Wenigstens erhielt Halevy diesen Bescheid, als er sich darüber beschwerte, daß keines seiner Werke mehr imSpielPlan erschien. Halevy beruhigte sich jedoch mit diesem Bescheid nicht, er wandte sich an den Minister Fould und die Folge davon war, daß wenige Tage später bereits die Jüdin" angekündigt wurde. Die im Auftrage Foulds angestellte Untersuchung hatte ergeben, daß die Dekorationen nicht verbrannt waren. Am Tage nach der Aufführung beglückwünschte der Minister den Eomponisten persönlich, der ihm einen eben eingetroffenen Glück wünsch Meyerbeers mit dem Bemerken zeigte, daß ihm diese warme Sympathie - Kundgebung des Eollegen besondere Freude gemacht habe. Fould las den Brief und sagte dann ironisch lächelnd: Sie können um so mehr Freude haben, lieber Meister, als, wie die Untersuchung ergab, Meyerbeer die Ursache der ... verbrannten Dekorationen war." Der Koch des Königs Eduard, Mr. Menager, bezieht lu.000 Dollars Jahresgehalt. Wirksamkeit des Annn o n c i r e n s. Erster Juwelier : Ich habe die sichersten Beweise, daß man durch Anzeigen sehr schnell Resultate erzielt!" Zweiter Juwelier: So? Haben Sie einen besonderen Fall?" Erster Juwelier: Ja. Vorgestern annoncirte ich, daß ich für mein Geschäft einen Nachtwächter suche, und noch in derselben Nacht wurde in meinem Laden eingebrochen." Ungefährlich. Dame: Ich hörte, Sie duellirten sich gestern mit Herrn v. Meyer!" Herr: Ja, so ist es." Dame: Ja, hatten Sie da keine Furcht, dem geladenen Revolver gegenüber zu stehen?" Herr: Nicht, wenn ihn Herr v. Meyer hält, denn ich bin ja bei ihm in der Lebensversicherung!" AucheinBeruf. Entschuldigen Sie, welchen Beruf haben Sie?" Ich? Beruf ich verstehe nicht." Nun, ich meine, was Sie sind?" Ich? Ich bin die Freude meiner 5ltern'" Schlechter Trost. Stehst Du immer noch mit Emil schlecht?" Höre mir von dem auf. Er hat gestern gesagt, ich wäre ein Esel." Na, tröste Dich, Du weißt doch, Emil ist ein Mensch, der jeden vorschnell nach dem ersten Eindruck beurtheilt." Verlockend. Automobil jefällt mir jut jebaut!. . KostenPunkt?" 7500!" Jährliche RatenZahlungen jestattet?" Allerdings!" Jut! Nehme Karre mit! Zahle pro anno 100 Mark Jroßvater und Vater auch über 70 alt jeworden!" Sein Standpunkt. Berliner Ausflügler: Also die Burg steht schon über zweitausend Jahr hier, sagen Sie? Schloßwächter: Jawohl, über zweitausend! Berliner: Na, denn begreife ick nich, det Sie immer noch uffpassen et holt ihr ja doch Niemand! Kleine Ueberraschung. Ach Arthur, bei Euch gefällt's mir so gut, daß ich am liebsten gar nicht wieder nach Hause reiste!" Hast Du denn kein Retourbillet, liebe Schwieqermama?" Nein. . . aber ich werde eines nehmen, wenn ich jetzt abreise!" Rathselnafte Inschrift. Von einer räthselhaften Inschrift" berichtet die Thurgauer Zeitung". Man findet diese Inschrift auf einer Baracke, die bei Frauenfeld für die bei den Arbeiten an der Murg befchäftigten Italiener errichtet worden ist. Lunodi Plao" lauset die Inschrift, die mit ungelenken Buchstaben an die Barackenwand hingeworfen ist. Lu nodi" heißt Montag aber riao"? Was heißt Plao"? Fragen wir einen derArbeiter: Cosa vuol diro Plao?" Antwort: Plao das is nix italienisch, is sich daitsch, heißt niente lavoro", nix schaffe." Lunedi Plao" heißt also: Blauer Montag". Einfacher und deutlicher kann man das ja auch gar nicht ausdrücken! EinesvorAllem. Mayer: Und giebt es gar kein Mittel, daß der arme Mensch wieder gesund würde? Doktor: O ja, Mittel gäbe es schon'. Mayer: Und die wären? Doktor: Vor Allem .Mittel"!
Die Goldlch.?rm. Wie im Staate Jndiana die Lurusfische im Srohen gezüchtet werden. Nicht weit von der Stadt Jndianapolis, Ind., befindet sich eine Farm, die ausschließlich der Goldfisch-Zucht gewidmet ist. Der Plah wird mit besonderer Vorliebe von Kindern besucht, doch bietet er auch für Erwachsene mancherlei Interessantes. Goldfische in riesigen Ttasscn werden dort gezüchtet und alljährlich zum Werthe von etwa $20,000 nach allen Theilen der Ver. Staaten versandt. Die Goldfisch-Farm besteht aus einer Reihe von Teichen, die von Buschwerk und Bäumen umgeben sind. Die Teiche sind den Lebensgewohnheiten der Fische in verschiedenen Altersstufen entsprechend angelegt. In dem ersten Teiche verbleiben die Fische, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben, dann gelangen sie nach und nach in die anderen
Teiche, bis sie nach drei bis vier Monaten im letzten und größten Teiche ankommen, worin sie bis zu ihrem Verkaufe verbleiben. Wenn die Goldfische diesen letzten Teich erreichen, sind sie in der Regel zwei oder drei Zoll lang; ihre Durchschnittslänge beträgt jedoch etwa ein Fuß, wenn sie auf den Markt gebracht werden. Es dauert über drei Jahre, bis sie diese Größe und damit ihr volles Wachsthum erreichen. Der Werth eines Goldfisches hängt von Gestalt, Farbe und Gewicht ab, und zeigt irgend ein Fisch nach dieser Richtung hin einen bedenklichen Mangel, so wird er ohne Weiteres aus dem Teiche entfernt. Selbstverständlich gibt es unter den Fischen auch verschiedene Sorten; sie rangiren im Engrosverkaufe von 5 bis 50 Cents per Stück. Tie Anlage und Einrichtung einer solchen Goldfisch-Farm ist ziemlich kostspielig und kann nur mit einem größeren Kapital unternommen werden. Unter den zur Fortpflanzung zumeist aus Japan und China importirten Fischen befinden sich sehr theure Exemplare, die oft $100 und mehr per Stück kosten. Jedoch mit dem Ankauf dieser Fische nehmen die Ausgaben des Besitzers einer solchen Anstalt nur ihren Anfang. Auf der Gold-fisch-Farm bei Indianapolis sind zwanzig Leute angestellt, für die es von früh Morgens bis spät Abends Arbeit gibt. Die Teiche müssen sorgfältig bewacht werden, um Falken und EisVögel zu verhindern, auf die Insassen Jagd zu machen. Krebs und Moschusratte sind gleichfalls Todfeinde der Goldfische, und es muß daher auch einer Invasion von dieser Seite vorgebeugt werden, was besonders bei den Ratten oft recht schwierig ist. Auch Insekten und Schildkröten richten unter den Eiern und den jungen Fischen große Verheerungen an. Der schlimmsie Feind des Goldfisches ist aber der Goldfisch selber, der mit besonderem Gusto seine eigene Brüt verspeist. Das ist auch der Grund dafür, daß die Fische je nach ihrer Größe in verschiedenen Teichen untergebracht werden, da sonst ein grausamer Vernichtungskämpf der Großen gegen die Kleinen unvermeidlich wäre. Jeder Teich der Goldfisch-Farm bei Indianapolis enthält 100,000 bis 150,000 Fische. In den Teichen sind Kaulquappen und Frösche in großer Zahl untergebracht, welche dem Fischzüchte? insoferne willkommene Hilfe leisten, als sie das Wasser reinhalten und Insekten und vegetabilische Stoffe verNichten. Die Zucht von Fröschen bildet eine Art Nebenbeschäftigung des Fischzüchters, und alljährlich werden von der Goldfisch-Farm auch viele tausende Paare Froschschenkel auf den Markt gebracht. Schunddrama als Vorbild. Auf dem Heimwege von der Schule wurde kürzlich der achtjährige Clarence Hummel in Findlay, O., von fünf Schulkameraden nach dem Blanchard River außerhalb der Stadt geschleppt und an einer verborgenen Stelle an einen Pfahl gebunden. Die Zungen trafen alsdann Vorkehrungen, um ihren Gefangenen zu verbrennen, zum Glück wurden durch seine Hilferufe aber Männer herbeigelockt, welche ihn aus den Händen seiner Peiniger befreiten. Die jungen Henkersknechte halten die Aufführung von Tracy the Outlaw" im Theater gesehen, und danach ihren Plan der Gefangennahme und Verbrennung am Marterpfahl entworfen. Zehnjähriger Selbstmörder. Der bei seinen Großeltern lebende zehn Jahre alte August Iran? in Neuenstein, Württemberg, spielte unlängst mit anderen Kindern und machte dabei ein Feuerchen. Das wurde vom Nachbar bemerkt, der dem Knaben einige Hiebe gab. Die übrigen Kinder machten nun dem Knaben Angst, daß er auch von seinen Großeltern und vom Lehrer Schläge bekomme und daß ihn der Landjäger holen werde. Das nahm sich das Kind so zu Herzen, daß es sich erhängte. ?ampf mit Räubern. In der Nähe von Los Angeles, Kal.. versuchten jüngst drei maskirte Räuber, die Passagiere eines StraßenbahnWagens zu plündern. Die Banditen befahlen den Passagieren, die Hände emporzuhahen. und als einer von ihnen nicht gleich gehorchte, wurde auf ihn geschossen. Es kam zu einem hitzigen Kampfe zwischen den Räubern und einigen bewaffneten Passagieren, in dessen Verlauf ein Fahrgast getödtet und drei andere schwer verwundet wurden. Die Banditen entkamen ohne Verledunaen.
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