Indiana Tribüne, Volume 26, Number 193, Indianapolis, Marion County, 7 April 1903 — Page 6

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Indianer Tribüne, 7. April 1903.

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Das alte Leiden welche un da eben am meisten verbittert, tft bekannt als Leberkeiden ! tn vielen fformen. rocldx alle leicht gebeilt werde könne urch Dr. Zugnft König's Hamburger Tropfen dessen Wirkungen all ntd?!den bekannt sind l prompt und sicher. $ B5l LE0.IANDC yox Lü' 14a Nord Pennsylvania Strafte, Hauptquartier für rillen und Operngläser. Hl imjuM . ocisTjN IST srm4 toreUT Wtoto 'ü rnicl OA nt Brillen erden nach den besten Methoden den Augn WWllU. Kimftliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Halb Raten nach ... Fort Wayne und zurück . . via . Big Four Bahn Nl Anbetracht der jährlichen Convention des Grand Commandery Knights Templar von Jndiana, am 15. und 16. April. Fahrkarten nach Fort Wayne, Ind., und zurück, werden am 14. und 15. April 1903, zum Verkaufe sein von allen Big Four" Stationen in Jndiana für Halbpreis. Tickets find von dem Tage des Perkaufs an gültig, für die Rückfahrt einschließlich 17. April 1903 Für Näheres wende man sich an die Vig Four" Agenten oder streike an mrttn I Hch, . Ttvt, , jofl agier u. Ticket ?gt. Assistent . P. u. T. . Sincinnati. Otto., Die Densmore Schreibmaschine wird auf dem Kreuzer Fürst Bismarck" sowie von den Deputirten des dutschen Neichstag gebraucht. Die Continental Eleks.a. m ürnbera. Deuti'ckland. benutzt 33 Densmore. Mebr Arbeit in weniger Zeit mit geringer Anstrengung. Densmore Typewriter Company, Moneni Place und Ost Market Str. XtL: lt 1649; Neu 3480. tun tu erkaulen, vertauschen. ytrmtethen und revariren. H. C. KRENTLER & CO., Fabrikanten von KünstlichenGliedern, Orpho, päthische Apparate, Bruch' bänder, elastische Strümpfe, Krücken, Schuh Extensionen, Fuhplatten Chirurgische Instrumente reparirt. äff. Ave. f 208 C. New York St. 1289. ir sprechen deutsch

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Enroxäische Nachrichten. -Arovirrz Schlelien. B r e s l a u. Ihr 102. Lebensjahr vollendete die hier in der Matthiesstratze 135 wohnhafte Wittwe Henriette Lange. Im Hause Schuhbrücke 78 stürzte der Schulknabe Paul Klose aus dem vierten Stockwerk ab und starb an den erlittenen Verletzungen. Gäbersdorf. Zum Landrath des Kreises Striegau wurde der Rittergutsbesitzer Major a. D. Freiherr von Richthofen ernannt. Ha in au. Im 72. Lebensjahre verschied der frühere Besitzer der hiesigen Kunstziegelwerke und Thonwaarenfabriken, Rentier August Peipe. Konradsdorf. Dem emeritirten Lehrer Goltz von hier wurde der Adler der Inhaber des Königlichen Hausordens von Hohenzollern verliehen. L i e g n i tz. Kaplan Neumann von hier wurde als Religionslehrer an das Gymnasium zu Neisse berufen. L o s l a u. Der hiesige Rechtsanwalt Luedecke hat sich erhängt. N e u m a r k t. Von seinem eigenen Wagen überfahren und getödtet wurde der Schmiedemeister Ludwig. O P P e l n. Kaufmann Michael Schymainda stellte seine Zahlungen ein. Raubten. Die von der Kaiserin gestiftete goldene Brosche für langjährige Dienste wurde der hiesigen Hebamme Frau Miethe verliehen und durch Bürgermeister Müller überreicht. S ch l a w a. Dem emeritirten Lehrer Johann Schubert wurde der Adler der Inhaber des Königl. Hausordens von Hohenzollern verliehen. W a l d a u. Rentier Benjamin Müller feierte seinen 90. Geburtstag. Warmbrunn. Aus Anlaß seines fünfzigsten Geburtstages bat !.ommerzienrath Füllner seinen Arbeitern den Betrag von 5000 Mark für die bereits bestehende Arbeiter-Un-terstlltzungskasse überwiesen. 'Kronrnz 'golcn. Posen. Der Direktor des hiesigen Provinzialmuseums, Professor Dr. Kaemmerer, lst zum Provinzialconservaior der Provinz Posen ernannt worden. Klempnermeister Oskar Linke und Frau Katharina Dobrowolska stellten ihre Zahlungen ein. G n e s e n. Kreisschullinspektor Folz erhielt den Charakter als Schulrath. I u t r o s ch i n. Nach langem Leiden starb im Alter von 68 Jahren Propst Hermann Riede!.L i s s a. Kaufmann Karl Grunert gerieth in Conkurs. L a b i s ch i n. Distriktscommissär Funck stürzte aus seinem Schlitten und trug erhebliche Verletzungen davon. Obersitzko. In der Stadtverordnetensitzung wurde zum Vorsteher Kaufmann Nicodem Podkomorski und zu dessen Stellvertreter A. Roth gewählt. O st r o w o. Lehrer Grezkowski beging sein 50jähriges Dienstjubiläum; aus diesem Anlaß hat ihm die Regierung ein größeres Geldgeschenk überreichen lassen. Schneidemüh l. Dem Eisenbahntelegraphisten a. D. Gromahl ist das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. S ch u b i n. Unter großer Betheiligung feierte Lehrer Breyer sein 50jähriges Amts- und Orts - Jubiläum. 'Irovknz Sachsen. Magdeburg. In den Ruhestand traten der städtische Feuerwehrmann Otto Rathmann und die Lehrerin der Wilhelmstädter Bürger-Mäd-chenschule Fräulein Bertha Brey. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den 25 Jahre alten Fleischergesellen ErnstRasche wegenKörperverletzung zu 3 Jahren Gefängniß, den 27 Jahre alten Bäckergesellen OttoSticherling aus Hohendodeleben wegen Verleitung zum Meineide zu einem Jahre und den 20 Jahre alten Arbeiter Karl Bischoff avs Staßfurt wegen Diebstahls zu zwei Jahren Zuchthaus. B u ck o w. Stall und Scheue des Besitzers Götze brannten nieder. D o m m i tz s ch. Schlossermeister Wilbelm Naebert ist in Anbetracht seiner 30jährigen Verdienste um Die Stadt als Stadtverordneter zum Ehrenbürger ernannt worden. Vom Bürgermeister Koch und vom Stadtverordnetenvorsteher Weihwange wurde ihm die Urkunde überreicht. Zum Stadtältesten wurde der Senator Maurermeister Köchermann ernannt ; auch er steht lange Jahre im Dienste der Stadt. Großwulkow. Feuer brach in der Scheune des Besitzers Otto aus und griff dermaßen um sich, daß drei große Scheunen und vier Ställe eingeäschert wurden. Gutenberg. Der 15 Jahre alte Willy Oertel wurde in der Thongrube der Reiche'schen Porzellanfabrik verschüttet. H a l l e a. S. Der Minister des Innern ertheilte die vom Regierungspräsidenten von der Recke in Merseburg versagte Bestätigung der Wahl des freisinnigen Stadtverordneten und Kaufmanns Richter zum unbesoldeten Stadtrath Hierselbst. Kalbe a. S. Das Fest der goldenen Hochzeit beging der Privatmann Grohl mit seiner Ehefrau, geb. Star-

ke. Pastor Dr. Klattenhoff überreichte dem Jubelpaar nach der Einsegnung die vom Kaiser gewidmete Ehejubiläumsmedaille und eine vom Gemein-

dekirchenrath St. Stephani gestiftete Bibel. S ch o n e b e ck. Bei der SchönebeckElmener Pferdebahn wurden Untericylagungen und Fälschungen entdeckt. Der Thäter ist der Inspektor Hove. der flüchtig ist. Es soll sich um 10,000 Mark handeln. S i l st e d t. Ein Brand legte die Getreidehandlung von Brasse in Asche. Staßfurt. Beim Transport eines Kessels wurde der 26 Jahre alte Schmied August Ostmann gegen eine Mauer gedrückt und dermaßen verletzt, daß er alsbald verstarb. T h a l e. An Stelle des verstorbenen Hotelbesitzers Renke und des nach Magdeburg versetzten BahnhofsvorsteHers Behnsen wurden Ingenieur Kohler und Ober-Telegraphen-Assistent a. D. Podzun zu Mitgliedern der hiesigen Kurverwaltung gewählt. W o l m i r st e d t. Bei einem Brande auf dem Fabrikgelände der Firma Friedrich Loß & Co. sind die Stärkesyrupfabnk und die Melassefutterfabrik eingeäschert worden. F'rc'vinz Knnover. Hannover. Seinen 70. Geburtstag konnte der langjährige Leiter der Landwirthschaftlichen Brandkasse Hierselbst Geheimer Reqierunqsrath VC5'H rcrcui, luciun jcu &iv un diesem Institute thätig ist. Gehetmer Sanitätsrath Dr. Theodor Lindemann, der eine lange Reihe von Iahren in unserer Sadt eine hervorragende ärztliche Thätigkeit ausgeübt hat, ist im 72. Lebensjahre gestorben. Sein Vater war der Medizinalrath Dr. Lindemann in Osnabrück. 33 Jahre wirkte der Verstorbene am hiesigen Henriettenstift als dirigirender Arzt. Geheimer Regierungsrath Professor Heinrich Köhler ist nach längerer schwerer Krankheit vom Tode dahin gerafft worden. Erst kürzlich trat Professor Köhler in sein 73. Lebensjahr ein, und ungefähr vierzig Jahre seines Lebens gehörte er als Lehrer der Architektur dem Polytechnikum, der späteren Technischen Hochschule Hierselbst an. A d e n st e d t. In einem Anfalle von Geistesstörung verübte die Frau des Tischlermeisters Dörrig Selbstmord. Duder st ad t. Geheimer Sanitätsrath Dr. Wilhelm Strecker, der Senior der Aerzte des Eichsfeldes, ein in hohem Ansehen stehender Mann, der sich um die Gesundheitspflege der Stadt und Kreis äußerst verdient gemacht bat, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. G i f t h o r n. Redakteur Karl Henning ist, 64 Jahre alt, gestorben. G ö t t i n g e n. Wegen KörperVerletzung mit tödtlichem Ausgange verurtheilte die hiesige Strafkammer den Albert Seberen aus dem benachharten Drüber zu 5 Jahren Gefängniß. H e r m a n n s b u r g. In der neu renovirten Kirche bierselbst feierte di.rctcllzll.raiengemelnoe das Jubiläum ihres 25jährigen Bestebens. I l f e l d. Rentier August Schwemm verschied im 85. Lebensjähre. L ü n e b u r g. Nach längerem Leiden verschied im Alter von 73 Jahren Geheimer Regierungsrath Geriefe. Er war längere Zeit Klosteramtmann des hiesigen Klosters. N o r t h e i m. Bei der Vornahme von Sprengungsarbeiten in VolprieHausen verlor der Arbeiter Jürgens von hie? durch einen zu früh losgegangenen Schuß beide Beine. O st g r o ß e f e h n. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Eheleute Albert H. Dojen. Sprackensehl. Der fomoa von Cumberland spendete der hiesigen von der Wense'schen Patronatskirche 4000 Mark zum Ankauf einer neuen Orgel. Westerhauderfehn. Sein goldenes Priesterjubiläum beging Pfarrer Bröker von der hiesigen katholischen Gemeinde. Pastor Philips in Leer überreichte Pastor Bröker mit einer Ansprache den ihm verliehenen Rothen Adle?'Orden vierter Klasse mit der Zahl 50." Der Jubilar steht im 77. Lebensjahre. Von den 50 Jahren seiner seelsorgerischen Thätigseit entfallen 34 auf unsere Gemeinde. Jneinerhöchst peinltchen und unangenehmen Situation befindet sich eine sehr hübsche junge Pariserin. die sich unlängst verlobte und demnächst zu heirathen gedachte. Als Mlle. de H. dieser Tage sich die nothwendigen Dokumente, vor allen ihre Geburtsurkunde beschaffen wollte, mußte sie zu ihrer nicht geringen Bestürzung die Entdeckung machen, daß man sie bei der Anmeldung ihres Erscheinens auf der Weltbühne irrtbümlich in das Geburtsregister der Kinder männlichen Geschlechts eingetragen hatte. Gleichzeitig eröffnete man der jungen Dame, daß die Polizei einen Haftbefehl für sie in Bereitschaft habe, da sie nun einmal laut Standesliste für einen jungen Mann gelte und dieser sich längst hatte dem Militär stellen müssen. Es bleibt der verkannten Demoisclle nun weiter nichts übrig, als ihre Hochzeit vorläufig aufzuschieben und der hohen Obrigkeit erst durch beglaubigte Bescheinigung zu beweisen, daß sie thatsächlich zum schwachen Geschlecht gehört.

Einschwerhysterisches.

gebrochenes Weib, das noch Spuren einstiger Schönheit aufweist, wurde kürzlich von zwei Krankenwärterinnen vor den Schwurgerichtshof zu Jnnsbrück gebracht. Die Angeklagte, Marie Kappichler aus Zell bei Kufstein, hatte mit einem Offizier ein Liebesverhältniß, das ersterer jedoch bald abbrach. Um wieder seine Liebe zu erlangen, wendete sie sich nun an die Münchener Kartenaufschlägerin Bierl, die ihr Sympathiemittel für theures Geld verkaufte. Achtmal kam die Kartenaufschlägerin nach Tirol, um selbst ihren Hokuspokus vorzunehmen und erhielt jedesmal 100 Kronen. Die Unglücklich Verliebte erhielt ein schwarzes Pulv, das sie in's Feuer, und weiße Kugeln, die sie in fließendes Wasser werfen mußte. Um die Ansprüche der Bierl zu befriedigen, griff sie fremdes Gut an und behob auf das Sparkassenbuch eines Zimmerherrn 1300 Kronen. Die geständige Angeklagte wurde nach dem Verhör von Krämpfen befallen und mußte aus dem Saale entfernt werden. Die Geschworenen verneinten mit neun Stimmen die Schuldfrage, worauf die abwesende Angeklagte freigesprochen wurde. Der Alkoholismus hat in der Normandie ungemein zugenommen, dieStadt Rouen verbraucht allein jährlich 700,000 Liter Alkohol. Auch die Kinder schnapsen dort, selbst achtjährig e erhalten zum Frühstück nicht selten eine Schale Branntwein. Bemerkenswerth sind die Schulhefte der Schüler, wenn ihnen die Aufgabe gestellt war, denVerlauf des letzten Feiertages zu beschreiben. In den meisten Aufgaben kehrt dann als naiver und doch so furchtbarer Schlußsatz wieder: Um Mitternacht waren alle betrunkcn." Dies scheint also der natürliche Schluß aller Familienfeste zu sein! An einem solchen gemüthlichenAbend wurden von 21 Personen gegen 100 Liter Zider und 5 Liter Branntwein getrunken! Furchtbar sind die nachfolgenden Daten: Die Sterblichkeit ist in den letzten zwanzig Jahren von 22 auf 26 v. T. gestiegen, die Verbrechen haben sich verdoppelt, die Zahl der Selbstmorde ist von 12 auf 46 auf 100,000 Einwohner gestiegen während sie in den anderen Theilen Frankreichs 22 auf 1 00,000 beträgt. In London fand dieser Tage in der Birkbeck - Bank in Chancery Lane ein ebenso frecher wie geschickter Raub statt, der durchaus erfolgreich verlief. Ein Architekt wollte 350 Pfund ($1750) in Banknoten, Gold und Silber für sein Bankconto einzahlen und war im Begriff, das entsprechende Formular auszufüllen, während die Geldsumme neben ihm lag, als ein Gentleman" ihm auf die Schulter klopfte und ihn darauf aufmerksam machte, daß ein paar Münzen auf dem Boden lägen, die der Architekt natürlich schleunigst auflas. Als er sich wieder aufrichtete, waren seine 350 Pfund und der Gentleman verschwunden und die sofort mit vielem Geschrei von Haltet den Dieb!" oufgenommene Verfolgung hatte nur das eine Resultat, daß der unglückliche Architekt. der ohne Hut aus der Bank stürzte und die Straße hinunterlief, selbst für den Dieb gehalten und verhaftet wurde. Der wirkliche Räuber verschwand spurlos und ist natürlich nicht mehr aufzufinden. In den letzten 14 Tagen ist dies der sechste Fall, daß einzahlenden Bankkunden das Geld vom Zahltisch fortgestohln wurde. Voneinemklavierspielenden Pudel wird berichtet: Auf einer Specialitätenbühne in London erschien kürzlich als noch nie dagewesenes Wunder ein klavierspielender Pudel als ob es noch nicht genug klavierspielende Menschen gäbe. Natürlich wurde das begabte Thier von cen Zuschauern gewaltig angestaunt, während es am Instrument saß und demselben richtig zusammenhängende Stücke entlockte, bis ein dreister Bengel von der Galerie herunterrief: Ratten!" Das war zu viel für den in dem talentvollen Vierfüßler schlummernden Nimrod. Er verließ schleunigst seinen Sessel und begann zum großen Ergötzen des Publikums nach seinen Todfeinden zu suchen. Das Beste aber war, daß das Klavier auf der Bühne auch ohne den Hund weiter spielte natürlich auch zum Ergötzen der Zuschauer. Am nächsten Tage war der klavierspielende Hund vom Programm und vom elektrischen Klavier verschwunden. Hamburg steht i m V e -griff, einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiete seiner Versorgung mit Trinkwasser zu machen. Bekanntlich wird das Hamburger Wasserleitung Wasser bisher aus der Elbe genommen, was im Jahre 1892 zur Verbreitung der Cholera - Epidemie stark beigetragen hat. Seither sind große Verbesserungen hinsichtlich der Filtration vorgenommen, so daß das Wasser sehr viel reiner geworden ist. Nunmehr sind aber reiche Quellen an Grundwasser aufgefunden worden, welche eine Verwendung dieses Wassers als Trink Wasser möglich machen. Der Bürgerschaft ist eineVorlage betr. Bewilligung von I12 Millionen Mark zugegangen, um dasQuellwasser mit dem LeitungsWasser zu vermischen. Man hofft, binnen Kurzem dahin kommen zu können, daß die Wasserwerke ihre Wasser nur noch aus den Quellen beziehen. Das bedeutet in hygienischer Beziehung eine große Verbesserung.

Aus schwierigem Posten.

Itr neue Qberpräüdeni von Pose und seine glänzende Aarriere. Bei dem Beamtenschub, der kürzlich im höheren Verwaltungsressort des fco1 'reichs Preußen stattgefunden hat, ist Wilhelm v. Waldow in vorberste Prominenz getreten; ist doch der Posten des Oberpräsidenten der ProWilhelm v. Waldow. oinz Posen, auf den Waldow als Nachfolger v. Bitters berufen ward, der schwierigste im ganzen Verwaltungsbereiche der Monarchie. Wilhelm v. Waldow ist Verhältnißmäßig noch jung. Er wurde 1856 als Sohn eines Oberforstmeisters zu Berlin geboren, studirte in Göttingen und Straßburg die Rechte und Staatswissenschaften, arbeitete als Referendar beim Appellationsgericht zu Frankfurt a. d. O., ging 1879 zur Verwaltung über und war als Assessor zunächst bei der Regierung in Frankfurt a. d. O.. dann im Ministerium des Jnmren thätig. In den Jahren 1887 bis 1892 stand er als Landrath an der Spitze des Kreises Fischhausen in Ostpreußen; 1892 ging er in gleicher Eigenschaft nach dem Kreise Niederbarnim. Brandenburg, von wo er 1898 als Oderpräsident nach Königsberg kam. Hier versah er im Nebenamt auch die Geschäfte des Kuratorialroths an der Albertus-Universität. Schon im folgenden Jahre wurde Waldow in Königsberg Regierungspräsident, welche Stellung er bis zu seiner Berufung nach Posen bekleidete. Vor einiger Zeit wurde ihm der Posten eines Ministerialdirektors angetragen, den er jedoch ausschlug. Wilhelm v. Waldow gilt als ein fleißiger Arbeiter, als ein unbeugsamer Charakter und als ein Mann von weitem Blick, der niemals von erreichbaren Zielen abirrt. Ein turtiischcr Staatsmann. 2er Grofzvezier Jerio Pascha und seine administrativen Verdienste. Die Einführung der Reformen in Mazedonien, zu denen der Sultan der Türkei hauptsächlich durch Rußland und Oesterreich-Ungarn gedrängt wurde, nimmt einen rascheren Verlauf, als aus guten Gründen ursprünglich Ferid Pascha. angenommen wurde. Es dürfte dies vornehmlich dem neuen türkischen Großvezier Ferid Pascha zu danken sein. Ferid Pascha ist Albanese von Geöurt. Er erblickte vor etwa 55 Iahren zu Valona an der Ostküste des Adriatischen Meeres das Licht der Welt und begann seine Laufbahn als Beamter in Rumelien. Ferid Pascha wurde dann nach Konstantinopel versetzt und stieg dort bis zum Mitglied des Staatsrathes auf. Als Mali (General-Gouoerneur) des Vilajets Koma in Kleinasien legte er vollgiltige Beweise seiner administrativen Befähigung und große Energie an den Tag. Er führte in dieser Provinz eine geordnete Verwaltung ein und bewirkte die Verbesserang des Verkehrswesens, Verdienste, die den Sultan veranlaßten. Ferid Pascha zum Präsidenten der Kontrollkommission für die Ueberwachung der Ausführung der Reformen in den europäischen Provinzen der Türkei zu ernennen und ihn hierauf, als der Großvezier Kutscbuk Said Pascha resignirte, das Portefeuille des Ersten Ministers zu übergeben. Ein zweiter Grund für diese Berufung mag in dem Wunsche des Sultans gelegen haben, durch sie die der türkischen Regierung feindselig gesinnten engeren Landsleute Ferid Paschas, die Albanesen. friedfertiger zu stimmm.

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ifetnrr Spott. $n den Kriegen, die Ludwig XIII. von Frankreich führte, überwogen die Niederlagen Frankreichs weitaus seine Siege. Dennoch hielt man am Pariser Hof an der Gewöhnheit fest, jedesmal Illumination und Feuerwerk zu veranstalten, so oft eine neue Schlacht geschlagen war. Nur die Königin Anna, die Mutter des nachmaligen Königs Ludwig XIV., wurde zuletzt dieser Komödie überdrüssig. Sire." sagte sie eines Tages zu ihrem Gemahl, unsere Franzosen sind wie die Feuersteine," und sie deutete auf die erleuchteten Straßen. Je mehr man sie schlägt, desto mebr sreuer aebcn sie.-

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