Indiana Tribüne, Volume 26, Number 192, Indianapolis, Marion County, 6 April 1903 — Page 5

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Socialer Turnverein.

Oster - Feier der Turn und Sonntags-Schulen.

Für die am nächsten Sonntag, den 12. April, Nachmittags 3 Uhr, im Auditorium des Deutschen Hauses stattfindende Oster-Feie? wurde folgendes Programm aufgestellt: K. Lied, Frühlingsgruk" Robert Schumann. 2. Declamation, Früh Lenz" Charlotte Lieder. 3. Piano-Solo Lillie und Tillie Kerz. 4. Declamation. Aftern ist da" Gretchcn Metzger. 5. Lied und Declamation Kindergarten. 6. Lied, Fallih, Fallah" Von der Stucken. 7. a) Declamation, Der Apfel' bäum" Henriette Kothe. d) Declamation, Dichtergrub" Willie Mittrach. 8. Piano Solo Jda Boos. 9. a) Declamation, Muttersprache" - Elsa Ulrich. b) Piano-Solo Emma Heß. 10. Schifserlied". 11. Declamation, a) Frühling" Karl Bretzman; b) Schlummerlied" Schubert. 12. Declamation, Ostereier" Elsa Nix. 13. Der Ofterhaas" Alex. Metzger. 14. Lied, Der Abendstern" Schu-mann.

Der Mundfperre erlegen. Terre Haute. Der l4jährige Willie Mand, ist der Mundsperre erlegen; dieselbe war die Folge von Brandwunden, welche er vor etwa vierzehn Tagen erhalten hatte.

Grundeigenthums Uebertragungen.

L ouisa M. Fields an Sarah Voung, Theil von Lot 15, St. John West's Add. $1050. Fred D. Stilz an Preston Harvey, Theil von Lot 2, Burton & Campbell Add. 3300. James M. Bowers an Samuel L. Montgomery, Lot 20, Square 2. Armftrong's 1. Add., N. Jndpls. $3000. William C. Tompson an David T. Cooper, Lot 265. Martin's New York Add. 2500. Christian E. Feudaler an Paul Brandlein. Lot 14. Woodruff's Sub., Morris Add. 1900. Anna M. Gossett an Wm. J.Roach, Lot 86, Nicholl & Co's Add., Brightwood. 1200. Joseph N. Wurtz an Harriet F.Rosebraugh, Lot 4. Block 190. Brightwood. 1400. Charles I. Hummel an Jennie Sutton, Lot 12, Bond's Belmont Add., West Indianapolis. 1200. John S. Neal an Albert R. Worm u. A., LotS 7 und 8, Ncal'S West Washington Str. Sub. 2400.

Das Militärbezirksgericht in Petersburg verurtheilte den Leutnant Hofmann vom 91. Dwinaschen Regiment zum Ausschluß aus dem Militärdienst, zum Verluste des Ranges und ver Orden und zur Einreihung in die Arrestantenabtheilung auf drei Jahre. Hofmann hatte einen Marinesoldatcn, der ihm in Trunkenheit zwei Schläge in's Gesicht versetzte, durch sieben Revo!verschüsse getödtet. Großes Aufsehen erregte in Chemnitz die Verhaftung des bekannten Weinhändlers Gaetano Rosnati. der in Catania (JtaNcn) und Rüdesheim eigene Weinfelder besitzt. Rosnati soll in einem Strafverfahren gegen eine auswärtige Firma, die an ihn Wcine geliefert hatte und später unter dcr Beschuldigung der Nahrungsmittelfälschung zu 5000 Mark Geldstrafe verurtheilt wurde, einen Meineid geschworen haben. Außerdem wird gegen ihn wahrscheinlich die Anklage wegen Betrugs und Nahrung?mittelfälschung erhoben werden. Pariser Hundeltebhab.r wandten sich an die Direktion der dortigen Untergrundbahn mit der Bitte, für die Besitzer von funden eigene Waggons einzustellen, m denen das Mitnehmen der Hunde gestattet ist, da mit die Eigenthümer sich während der Fahrt nicht"mehr von ihren vierfüßigen Lieblingen trennen und diese in den Aundewaaaon wandern müssen. Um das Andenken König Alberts von Sachsen zu ehren, soll eine König Albert-Gedächtniß-Stiftung errichtet werden und am 19. Juni dieses Jahres, dem Todestage des Königs, der Königin-Wittwe zur freien Verfügung zu Gunsten der von ihr begründeten Liebeswerke überreicht werden. Es hat sich zu diesem Zweck ein Landesausschuß gebildet.

Die Hand. Von Guy de Maupassant. Fret übertrage von Georg Frhrn. v. Omp cva. Man drängte sich um den Untersuchungsrichter Bermutier, der seine Anficht äußerte über den mysteriösen Fall in Saint Cloud. Seit einem Monat entsetzte dies unerklärliche Verbrechen Paris. Niemand konnte es erklären. Herr Bermutier stand, den Rücken gegen den Kamin gelehnt, da, sprach, sichtete die Beweisstücke, kritisirte die verschiedenen Ansichten darüber, aber er selbst gab kein Urtheil ab. Ein paar Damen waren aufgestanden. um näher zu sein, blieben vor ihm stehen, und ihre Blicke hingen an den glattrasirten Lippen des Beamten, denen so ernste Worte entströmten. Sie zitterten und schauerten ein wenig zusammen in neugieriger Angst und dem glühenden unersättlichen Wunsch nach Grauenhaftem, der ihre Seele quälte und peinigte. Eine von ihnen, bleicher als die anderen, sagte während eines Augenblickes Stillschweigen: Das ist ja schrecklich. Es ist wie etwas Unnatürliches dabei. Man wird die Wahrheit nie erfahren." Der Beamte wandte sich zu ihr: Ja, gnädige grau, wahrscheinlich wird man sie nicht erfahren, aber wenn Sie von Uebernatürlichem sprechen, so ist davon nicht die Rede. Wir stehen vor einem sehr geschickt ausgcdachten und ungemein geschickt ausgeführten Verbrechen, das so mit dem Schleier des Räthselhaften umhüllt ist. daß wir die unbekannten Nebenumstände nicht zu entschleiern vermögen. Aber ich habe früher einmal selbst einen ähnlichen Fall zu bearbeiten gehabt, in den sich auch etwas Phantastisches zu mischen schien. Uebrigens mußte man das Verfahren einstellen, da man der Sache nicht auf die Spur kam." Mehrere Damen sagten zu gleicher Zeit, so schnell, daß ihre Stimmen zusammenklangen: ..Ach Gott, erzählen Sie uns das!" Der Beamte lächelte ernst, wie ein Untersuchungsrichter lächeln Vuß, und sagte: Glauben Sie ja nicht, daß ich auch nur einen Augenblick gemeint habe, bei der Sache wäre etwas Uebernatürliches. Es geht meiner Ansicht nach alles mit rechten Dingen zu. Aber, wenn Sie statt übernatürlich" für das, was wir nicht verstehen, einfach unaufklärbar" sagen, so wäre das viel besser. Jedenfalls interessirten mich bei dem Fall, den ich rhnen erzählen werde, mehr die Nebenumstände. Es handelte sich etwa um folgendes: Ich war damals Untersuchungsrichter in Ajaccio. einer kleinen, weißen Stadt an einem wundervollen Golf, der rings von hohen Bergen umstanden ist. Ich hatte dort hauptsächlich Vendetta - Fälle zu verfolgen. Es gibt wundervolle, so tragisch wie nur möglich, wild und leidenschaftlich. Dort kommen die schönsten Rächerakte vor, die man sich nur träumen kann, Jahrhundert alter Haß. nur etwas verblaßt, aber nie erloschen. Unglaubliche Listen. Mordfälle, die zu wahren Massakres, sogar beinahe zu herrlichen Thaten ausarten. Seit zwei Jahren hörte ich nur immer von der Blutrache, diesem furchtbarem, korsischen Vorurtheil, das die Menschen zwingt, Beleidigungen nicht bloß an der Person zu rächen, die sie verübt hat, sondern auch an den Kindern und Verwandten. Ich hatte ihm Greise. Kinder, Vettern zum Opfer fallen sehen, ich steckte ganz voll solcher Geschichten. Da erfuhr ich eines Tages, daß ein Engländer auf mehrere Jahre eine im Hintergrund des Golfes gelegene Villa gemiethet habe. Er hatte einen französisch? Diener mitgebracht, den er in Marseille gemiethet hatte. Bald sprach alle Welt von diesem merkwürdigen Manne, der in dem Hause allein lebte und nur zu Jagd und Fischfang ausging. Er redete mit niemand, kam nie in die Stadt und jeden Morgen übte er sich ein oder zwei Stunden im Pistolen- oder Karabiner - Schießen. Allerlei Legenden bildeten sich um den Mann. Es wurde behauptet, er sei eine vornehme Persönlichkeit und aus politischen Gründen aus seinem Vaterlande entflohen. Dann ging das Gerücht, daß er sich nach einem furchtbaren Verbrechen hier versteckt halte; man erzählte sogar grauenvolle Einzelheiten. Ich wollte in meiner Eigenschaft als Untersuchungsrichter etwas über den Mann erfahren, aber es war mir nicht möglich. Er ließ sich Sir John Rowell nennen. Ich begnügte mich also damit, ihn näher zu beobachten, und ich kann nur sagen, daß man mir nichts irgendwie Verdächtiges mittheilen konnte. Aber da die Gerüchte übe? ihn fortgingen, immer seltsamer wurden und sich immer mehr verbreiteten, so entschloß ich mich, einmal den Fremden selbst zu sehen, und ich begann, regelmäßig in der Nähe seines Besttzthums auf die Jagd zu gehen. - Ich wartete lange auf eine Gelegenheit. Endlich bot sie sich mir dadurch, daß ich dem Engländer ein Rebhuhn vor der Nase wegschoß. Mein Hund brachte es mir, ich nahm es auf, entschuldigte mich Sir John Rowell gegenüber und bat ihn artig, die Beute anzunehmen. Er war ein großer, rothhaariger

Mann, mit rothem Bart, sehr breit und kräftig, eine Art ruhiger, höflicher Herkules. Er hatte nichts von der sprichwörtlichen englischen Steifheit und dankte mir lebhaft für meine Aufmerksamkeit in einem englisch gefärbten Französisch. jiauf vier ZJ''ä ycmcn wir funrbis sechsmal zusammen gesprochen, und eines Abends, als ich an seiner Villa vorüberkam, sah ich ihn, wie er in seinem Garten rittlings auf einem Stuhl saß und die Pfeife rauchte. Ich grüßte, und er lud mich zu einem Glase Bier ein. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Er empfing mich mit aller peinlichen, englischen Artigkeit, sprach im höchsten Lobeston von Frankreich, von Korsika, und erklärte, er hätte dieses Eiland zu gern. Da stellte ich denn mit größter Vorsicht. indem ich lebhaftes Interesse heuchelte, einige Fragen über sein Leben und über seine Absichten. Ohne Verlegenheit antwortete er mir, er sei sehr viel gereist, in Afrika, Indien und Amerika, und fügte lachend hinzu: 0, ich habe viele Abenteuer gehabt, c v's!" Dann sprach er weiter von derJagd, und er erzählte mir interessante Einzelheiten über die Nilpferd-, Tiger-, Elephanten- und sogar Goriüa-Jagd. Ich sagte: Alle diese Thiere sind gefährlich!" Er lächelte: ) no, die schlimmste ist oie Mensch!" Er lachte gemüthlich in seiner behabigen englischen Art und sagte: Ich habe auch viel die Mensch gejagt!" Dann sprach er von Waffen und forderte mich auf, bei ihm einzutreten. um ein paar Gewehre verschiedener Systeme zu besehen. Das Wohnzimmer war mit schwarzer, gestickter Seide ausgeschlagen, große, aelbeBlumen schlangelten sich über den dunklen Stoff und leuchteten wie Feuer. Er sagte: Das ist japanische Stickerei!" Aber mitten auf der größten Wand zog ein eigenthümlicher Gegenstand meine Blicke auf sich. Von vier Ecken mit rothem Sammet umgeben, hob sich etwas Seltsames ab. Ich trat näher. Es war eine Hand. Eine menschliche Hand. Nicht die Hand eines Skeletts mit gebleichten, reinlich präparirten Knochen, sondern eine schwarze, vertrocknete Hand mit gelben Nägeln, bloßliegenden Muskeln und alten Blutspuren von dem glatt abgeschnittenen Knochen, als wäre er mitten im Unterarm mit einem Beile abgehackt. An dem Handgelenk war eine riesige Eisenkette befestigt, die mit einem so starken Ring, als wolle man einen Elephanten daran binden, die Hand an der Mauer hielt. Ich fragte: Was ist denn das?" Der Engländer antwortete ganz ruhig: Das war meine beste Feind; sie kam von Amerika. Das ist mit die Säbel abgeschlagen und die Haut mit scharfe Kiesel abgekratzt und acht Tage in die Sonne g-trocknet." Ich sah diese menschlichen Ueberreste. die einem Koloß angehört haben mußten, näher an. und unwillkürlich drängte sich mir der Gedanke an einen fürchterlichen Racheakt auf. Ich sagte: Dieser Mann muß sehr stark gewesen sein!" Der Engländer antwortete ganz weich: O yes, aber ich war stärker, ich hatte die Kette angebunden, sie zu halten." Ich meinte, er scherze, und sagte: Nun, diese Kette ist ja unnütz, die Hand wird ja nicht davonlaufen." Sir John Rowell antwortete ernst: Er wollte immer fortlaufen, die Kette war nöthig." Mein Blick ruhte fragend auf seinem Gesicht, und ich sagte mir: Ist der Kerl verrückt, oder ist es ein schlechter Witz? Aber sein Gesicht blieb unbeweglich ruhig, voller Wohlwollen, er sprach von anderen Dingen, und ich bewunderte seine Gewehre. Aber ich bemerkte, daß geladene Revolver hier und da auf den Tischen lagen, als ob er in ständiger Furcht vor einem Angriff lebte. Ich besuchte ihn noch ein paarmal, dann nicht mehr, man hatte sich an seine Anwesenheit gewöhnt, er war uns allen uninteressant geworden. Ein ganzes Jahr verstrich, da weckte mich eines Morgens, Ende September, mein Diener mit der Meldung, Sir John Rowell wäre in der Nacht ermordet worden. Eine halbe Stunde später betrat ich mit dem Gendarmerie - Hauptmann das Haus des Engländers. Der Diener stand ganz verzweifelt vor der Thür und weinte. Ich hatte zuerst den Mann in Verdacht, aber er war unschuldig. Als ich in das Wohnzimmer des Sir John Rowell trat, sah ich auf den ersten Blick mitten in dem Raume die Leiche auf dem Rücken liegen. Die Weste war zerrissen, ein Aermel hing herab, alles deutete darauf hin, daß ein furchtbarer Kampf stattgefunden hatte. Der Engländer war erwürgt worden, sein gedunsenes Gesicht hatte etwas Gräßliches und schien ein furchtbares Entsetzen auszudrücken. Zwiscbev den zulammenaebissenen StiUmtn

Ilectte etwas, uno tm viurrger Hais war von fünf Löchern durchbohrt, als wären fünf Eisenspitzen dort einge drungen. Ein Arzt folgte uns, er betrachtete lange die Fingerspuren im Fleisch und that die seltsame Aeußerung: Das ist ja. als ob er von einem Skelett erwürgt worden wäre." Ein Schauder lief mir über den Rücken, und ich blickte zur Wand, auf die Stelle, wo ich sonst die entsetzliche Hand gesehen hatte. Sie war nicht mehr da, die Kette hing zerbrochen berab. Da beugte ich mich zu dem Todten nieder und fand in seinem verzerrten Mund einen der Finger dieser verschwundenen Hand. Gerade am zweiten Glied von den Zähnen abge bissen, oder vielmehr abgesägt. Die Untersuchung wurde eingeleitet, fand nichts, keine Thür war aufgebrochen worden, kein Fenster, kein Möbel. Die beiden Wachthunde waren nicht wach geworden. Die Aussage des Dieners war etwa folgende: Seit einem Monat schien sein Herr sehr erregt, er hatte viele Briefe bekommen, aber sie sofort wieder verbrannt. Oft nahm er in einem Wuthanfall. fast tobsüchtig, eine Reitpeitsche und schlug ein auf diese vertrocknete Hand, die an die Mauer geschmiedet und, man weiß nicht wie, zur Stunde, als das Verbrechen geschehen, geraubt worden war. Er ging sehr spät zu Bett und schloß sich jedesmal sorgfältig ein. Er hatte immer Waffen bei der Hand, manchmal sprach er Nachts laut, als zankte er sich mit jemandem. Diese Nacht hatte er aber zufällig keinen Lärm gemacht, unb der Diener hatte Sir John erst ermordet vorgefunden, als er die Fenster öffnete. Er hatte niemanden im Verdacht. Was ich wußte, theilte ich dem Beamten und der Polizei mit. und auf der ganzen Insel wurde sorgfältig nachgeforscht man entdeckte nichts. Da hatte ich eine Nacht, ein Vierteljahr nach dem Verbrechen, einen furchtbaren Traum. Es war mir. als sähe ich die Hand, die entsetzliche Hand wie einen Skorpion, wie eine Spinne längs der Vorhänge hinhuschen. Dreimal wachte ich auf, dreimal schlief ich wieder ein. dreimal sah ich dieses entsetzliche Ueberbleibsel um mein Zimmer herumjagen, indem es die Finger wie Pfoten bewegte, n Am nächsten Tage brachte man mir die Hand, die man auf dem Kirchhof, wo Sir John Rowell begraben war, auf seinem Grabe gefunden hatte. Der Zeigefinger fehlte. . . Das, meine Damen, ist meine Geschichte, mehr weiß ich nicht." Die Damen waren bleich geworden, zitterten, und eine von ihnen rief: Aber das ist doch keine Lösung und keine Erklärung, wir können ja gar nicht schlafen, wenn Sie uns nicht saqen, was Ihrer Ansicht nach passirt ist." Der Beamte lächelte ernst: O meine Damen, ich will Sie gemiß nicht um Ihre schönsten Träume hangen, ich denke ganz einfach, daß der Besitzer dieser Hand gar nicht todt war. und daß er einfach gekommen ist, um sie mit der Hand zu holen, die ihm übrig geblieben war; aber ich weiß nicht, wie er das angestellt hat. Das wird eine Art Vendetta gewesen sein." Eine der Damen flüsterte: Nein, das kann nicht so gewesen sein! Und derUntersuckungsrichter schloß, immer noch lächelnd: Ich habe es Ihnen doch gesagt, daß meine Erklärung Ihnen nicht passen würde."

Promovirende Rumäninen. Man schreibt aus Paris: In Deutschland und besonders in der Schweiz sind Frauen, die sich den Doktortitel erworben haben, schon lange keine Seltenheit mehr. In Paris aber macht so etwas immer noch Aufsehen, und deshalb gab es lürzlich in derSarbonne, wo sich eine Dame um das Doctorat des lettres" bewarb, zahlreiche Neugierige. Die Candidatin. Fräulein Emma Sakellarides. gebürtig aus Jassy in Rui.mnien, ist der zweite weibliche Doceur des lettres". den die Sarbonne in diesem Kursus geschaffen hat. Die beiden Doktorarbeiten der Dame beschäftigen sich mit Alfred de Vigny als Dramatiker und mit dem Einflüsse des Saint - Simonismus auf die Romantiker. Bezeichnenderweise ist auch die andere, in diesemKursus zum Docteur des lettres" ernannte Dame eine Rumänin. Unter den Französinnen selber giebt es anscheinend nur wenige, die nach solchen Ehren dürsten. Ein rücksichtsvoller Dieb. Aus Genf berichtet man eine merkwürdige Geschichte. Ein Engländer wurde beim Betreten des Hotels von einem Fremden begrüßt, der ihm ein Packet einhändigte und dann schnell verschwand. Als er das Packet öffnete, fand er zu seinem Staunen seine Brieftasche darin, und ein Griff nach seiner Brusttasche überzeugte ihn davon, daß diese aufgeschnitten war. Die Brieftasche enthielt Werthpapiere von bedeutendem Werthe, mit denen der Dieb aber offenbar nichts anzufangen wußte und die er deshalb anständiger Weise ihrem Eigenthümer wieder zu stellte.

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S bedeutet Aeepr. Firlor Cf. C Chiir Oar. c. Di-..az Cr. B B äffet C r.

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