Indiana Tribüne, Volume 26, Number 190, Indianapolis, Marion County, 3 April 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Bayern. V i l s h o f e n. Der älteste Geistliche der Diözese Passau, der ehemalige Lyzealprofessor Scharrer, (5om morant Hierselbst, ist im Alter von 92i u Jahren gestorben. Er zählte 70 Priesterjahre. Wasserburg. Feuer zerstörte den Bauernhof zum Machter" am Schweizerberg. Würz bürg. Professor Dr. Ulrich Wilcken von hier hat den Ruf als Nachfolger des nach Bern gehenden Historikers Ed. Meyer nach Halle angenommen. Wilcken, der zum Mitdirektor des Hallenser historischen Seminars ernannt worden ist, tritt sein neues Lehramt mit Beginn des Sommersmesters an. WUrtternderg. S t u t t q a r t. Dem Br.reaugehülfen und sortier Hecker bei der Centralstelle für Gewerbe unv yanoel in aus Anlaß seiner Zuruhesetzung die silberne Verdienst - Medaille verliehen worden. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den 29 Jahre alten verheiratheten Bäcker Christian Gutscher aus Wangen wegenUrkundenfälschung und Betruges zu 4 Monaten Gefangn niß. Obervostrath Klingler bei der Generaldirektion der Posten und Telegraphen ist in den Ruhestand versetzt und ihm das Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone verliehen worden. B ö b l i n g e n. Auf Antrag von Verwandten wird der im Jahre 1852 nach Amerika gereiste und seitdem verschollene Friedrich Nagel von Schönaich, geboren am 3. December 1830. öffentlich aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 17. September 1903 vor dem hiesigen Amtsgericht anberäumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. E b i n g e n. Maurermeister Karl Fuh stellte seine Zahlungen ein. E n z v e r g. Eine Scheune und das Doppelwohnhaus des Johannes Mülle? und der Wittwe Greiner brannten nieder. G r u i bu i n g e n. Schafzüchter Sträub wurde beim Fällen einer Buche von dieser erschlagen. H e i l b r o n n. Eine Feuersbrunst vernichtete die Anwesen von Glockengieher Kiesel, Weingärtner Abele, Zimmermann Kirchner und Weingärtner Ehrenfeld. H o h e n h e i m. Professor Dr.Heilz an der landwirtschaftlichen Akademie hierselbft wurde seinem Ansuchen gemäß in den Ruhestand versetzt. Maulbronn. Das Gasthaus zum Adler ging in Flammen auf. N e u f r a. E emeindepfleger Häsler ist zum Ordens?)orsteher gewählt worden. Oberetzlingen. Schultheiß Klein beabsichtigt, nach einer 28jährigen Dienstzeit in den Ruhestand zu treten. R o t t e n b u r g. In einem hiesigen Gasthaus erhängte sich der Bäckermeister Wilhelm Wässert aus Gaisburg. S ch n a i t h. Ihr 25jähriges Dienstjubiläum feierten Schullehrer Lude und Schultheiß Fischer. Schwaikheim. Die hiesige Kirchenpflege ist von dem verstorbenen Privatier Müller in Stuttgart mit einem Legat von 2000 Mark bedacht worden. Diese Summe wird zur Restaurirung des Kirchthurmes verwendet. U l m. Ein Brand vernichtete das Oekonomie -Gebäude der nahen Landarmenanstalt Riedhof. Unterhausen. Schultheiß Bader und seine Ehefrau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Vom König wurde dem Jubelpaar neben einem Glückwunschschreiben ein goldener Becher übersandt. Karlsruhe. Schriftsetzer August Hoffmann bückte aus eme 30iayrige Thätigkeit bei der BadischenLandeszeitung" zurück. Dem Kanzleirath Ernst Lorenz ist das Ritterkreuz zweiter Klasse mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen worden. Bankholzen. Landwirth Pfeifer hatte sich eine kleine Wunde an der Wange zugezogen, welche sich beim Rasircn vergrößerte. Es trat BlutVergiftung ein, der Pfeifer erlag. Donaueschingen. Die Unterschlagungen des flüchtigen Kassendieners Karl Schöne belaufen sich auf 4120 Mark. Ebnet. Feuer zerstörte Scheune und Stallungen des Wirthes Josef Steinhardt. Emmendingen. Professor a. D. Simon Walker ist gestorben. Er war seit etwa 20 Jahren hier thätig. F r e i b u r g. Zum Vorsitzenden des liberalen Vereins Hierselbst ist Landgerichtsrath Obkircher und zu dessen Stellvertreter Stadtrath Franz Gerteis gewählt worden. Auf derJagd erschoß sich in der Nähe von Oberrieö der Privatier Andreas Steinert von hier. Professor Dr. Ehrhard hier nahm einen Ruf an die neu zu bildende katholische Fakultät in Straßbürg als ordentlicher Professor für K.rchengeschichte an. Greffern. Brückenmeister Lukas Lauinger ist in den Ruhestand getreten. H a t t i n g e n. Bürgermeister Lulas Schmidt legte sein Amt als BÜ7-
Jndiana Tribüne, S April 1903.
germeister nieder, das er seit 32 Iahren verwaltete. Höchenschwandt. Wohn- und Oekonomiegebäude des Emil Maier gingen in Flammen auf. L i m p a ch. Beim Holzfällen wurde der Wagner Anton Schweitzer von einem Stamme erschlagen. Mannheim. Druckereiarbeiter Eichelmann gerieth in der Druckerei der Neuen Badischen Landeszeitung" in das Getriebe einer Maschine und starb an den erlittenen Verletzungen. Morsch. In einem Pfuhlloch ertrank das 5 Jahre alte Töchterchen der Familie Burkart. N i l f e r n. Das Doppelwohnhaus von Fuhrmann Christian Lehr und Goldarbeiter Martin Schwarz ist abgebrannt. Oetigheim. Das Wohnhaus und Scheune des Flaschenbierhändlers Lorenz Kohn gingen in Flammen auf. W e i n h e i m. Der Gemeinderath und GroßgrundbesitzerWeißbrod, welcher wegen eines Sittlichkeitsvergehens in Untersuchungshaft genommen wurde, ist wieder aus derselben entlassen worden. 'Ftyernpxarz. Köln. Von einem Neubau in der Pfälzerstraße stürzte der Besitzer des Baues. Dekorationsmaler Wilhelm Kürten, auf die Straße und war sofort todt. Eine Feuersbrunst legte die Faßfabrik von Heinrich Zeyen in der Piusstraße zu Ehrenfeld in Asche. Aachen. Im Alter von 68 Iahren verschied der Rechnungsrath Joses Dantz. Der Industrielle Karl Honigmann wurde im Stadttheater während der Vorstellung vom Schlage gerührt. Man fand ihn todt auf seinem Platze in einer Balkonloge. Barmen. Oberlehrer Dr. Michaelis vom hiesigen Realgymnasium, das zur Zeit in eine Reformschule nach dem Frankfurter System umgewandelt wird, wurde an Stelle des nach Berlin als Provinzial - Schulrath berufenen seitherigen Leiters, Direktor Professor Lambeck, als Direktor gewählt. Düsseldorf. Die älteste Einwohnerin der Stadt, Freifrau Therese von Eynatten von Kylmann. ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Bis in ihren letzten Tagen war sie von geistiger Frische. Die Familien von Eynatten und von Kylmann sind alteingesessene rheinische Adelsgeschlechten Gestorben ist im Alter von 80 Jahren die Wittwe Anna Zinser, geborene Freudenhammer. E l b e r f e l d. Fräulein Christine Röhl beging das 25jährige Bestehen ihres Tanzinstituts. Einen hervorragenden Führer hat die Freisinnige Volkspratei durch den Tod verloren. Im 64. Lebensjahre starb der Stadtverordnete Wilhelm Every. nachdem erst einige Stunden vorher in der Stadtrathssitzung der Oberbürgermeister seiner 25jährigen Thätigkeit als Stadtverordneter gedacht hatte. H ü r t g e n. Hier brach Feuer aus, das sich infolge des Sturmes rasch ausbreitete und über 100 Häuser einäscherte, darunter die Kirche. dieSchule, die Postagentur und die Oberförsterei. Viel Vieh ist umgekommen. Stehen blieben nur das Pfarrhaus und 5 bis 6 Häuser. Ueber die Entstehungsursache ist nichts bekannt. 500 Menschen sind obdachlos. K r e f e l d. Die hiesige Buch- und Stcindruckerei und lithographischeAnstalt Busch du Fallois Söhne feierte das Jubiläum ihres fünfzigjährigen Bestehens. Aus diesem Anlasse hat der Firmainhaber Bernhard Busch die Summe von 10.000 Mark zur Gründunq eines Fonds zur Unterstützung hilfsbedürftiger Angestellten der Firma gestiftet. M e r s ch e i d. Eheleute Julius Böntocn und Juliane Böntgen, geb. Hammerstein. Hierselbst begingen das Fest der goldenen Hochzeit. Ohligs. Das Gebäude der höheren Knabenschule sowie die angrenzenden höhere Mädchenschule wurden ein Raub der Flammen. St. Goar. Im 76. Lebensjahre verschied der Amtgerichtsrath a. D. Georg Phil.pp Herpell. Solingen. Wilhelm Robert Kirschbaum legte sein Amt als Handelsrichter nieder. Kkicrtz-. Lothringen. S t : a ß b u r g. Bei der Verwaltung der Reichs - Eisenbahnen in Elsaß - Lothringen wurde der württembergische Regierungs - Baumeister Otto Kommerell hier zum Eisenbahnbau- und ö.triebsinspektor und der preußische Regierungsbaumeister WilHelm Bergmann hier zum Eisenbahnbau - Inspektor ernannt. Universitätssekretär Dr. Sebastian Hausmann von hier, von dem seit mehreren Tagen jede Spur fehlte, befindet sich in einem Krankenhause in Münchem, wohin er sich auf der Reise, von plötzlichem Unwohlsein ergriffen, begeben hatte. Eisenbahnlokomotivführer a. D. Peter Kloft erhielt das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens. A u m e tz. Der Bergmann Held in der Grube Aumetz - Friede wurde durch herabfallendes Gestein getroffen und auf der Stelle getödtet. D e u t s ch - O t h. Der Betriebschef Adolf Ahnen erhielt von dem Jtaliener Allegruci nach stattgehabtem Zahltag auf dem Bauplatze zwei Mesferstiche in die Herzgegend. Der Vermundete liegt jetzt schwerverletzt dar--ifdft. r-fc it&JfLi Mki M,,M,'W Jl.
. , We treten'Träume.
Viele britischen Politiker träumen ?on einem Weltreich", womit sie die britischen Inseln und die sich über viele Tl-eilc der Erde erstreckenden Besitzungen Englands meinen. Zu diesen Träumern zählt auch der sonst recht praktische Kolonial-Minister Joc Chamberlain, der im Londoner RathHause eine Rede hielt, in welcher er unter Anderem folgendes sagte: Di? Kolonien erwägten nicht genüge'. das, was von ihnen als Reichsmitgliedern erwartet werde. Es liege dic Nothwendigkeit vor. ihnen die Reichs idee einzuimpfen. Aber die Bereitwilligkeit der Kolonien im Allgemeinen, während der Zeit der Bedrängniß Opfer für das Mutierland zu bringen. lasse das Beste für die Zukunft erhoffen, wenn das Mutterland seine.' großen Mission treu bleibe. Das klingt nun allerdings nicht besonders befriedigt oder auch nur sehr hoffnungsfreudig. Die Kolonien würdigen nicht genügend die Reichsidee; immerhin hätten sie aber während des südafrikanischen Krieges Opscr gebracht und wenn nur das Mutterland seiner großen Mission treu bkibe, werde noch Alles gut werden. Nun waren aber die Opfer, von wclchen Herr Ebamberlain spricht, eigentlich sehr bescheiden und es wird einer sehr starken Impfung mit der Reichsidee bedürfen, wenn die Kolonien den Erwartungen Englands entsprechen sollen. Ganz dunkel ist aber das Gerede von der großen Mission des Mutterlandes, der letzteres treu bleiben müsse, wenn die Zukunft das Beste bringen solle. Weshalb hat Herr Chamberlain sich über die Art dieser Mission nicht deutlicher ausgesprochen? Früher bestand die große Mission" Englands im Wesentlichen in der Ausplünderung der Länder, welche es unterworfen hatte. Dort fanden die jüngeren Söhne des britischen Adels lehnende Stellen und der Wohlstand der Kolonisten floß großentheils nach Altengland. Die einst sprüchwörtlickzen Schätze Indiens" sind jetzt meist in London und in jenem Theile Asiens ist die Hungersnoth heimisch aeworden. Diese große Mission der Engländer wurde unliebsam gestört durch die Rebellion amerikanischerKolonien und durch die Begründung unserer Republik. Seit dlesen pollhschen Vorgängen hat man sich in London bei der Behandlung der anderen Kolonie?? :twas vorsichtig gezeigt. Indien, von welchem man keinen ernstlichen Widerstand erwartete, wurde nach wie vor geknechtet, bis auch dort eine blutige Revolution ausbrach, welche aber niedergeschlagen wurde. Wie die Engländer dabei hausten, ist ja allgemein bekannt. Aber in Australien, in Canada und selbst in der Kapkolonie behandelte man die Leute mit mehr Rücksicht und es war deshalb kein weiterer Abfall unterworfener Länder zu verzeichnen; ja man hat die britische Heerschaft auf Aegypten und auf die früheren südafrikanischen Revubliken ausgedehnt. Der Gedanke, so weit auseinander liegende Länder, welche naturgemäß verschiedenartige Interessen haben, zu einem Weltreich" zu vereinen, das in allenFragen einmüthig handeln müßte, erscheint uns als unausführbar, ja sogar als überaus thöricht und wir vermögen nicht zu begreifen, wie praktische Politiker sich in solchen Träumen wiegen können. Es können sowohl ideale wie auch materielle Interessen sein, welche Aölker an einander binden. Von Idealismus ist aber bei John Bull wenig zu finden. Er geht seinem Vortheil nach und wenn er dabei etwa zum Kampfe gezwungen wird, dann läßt er diesen durch geworbene Söldlinge ausfechten. Also nicht einmal, nenn die Trompeten zur Vertheidigung des Vaterlandes schmettern, rührt sich bei den Engländern etwas, das wie Jdealismus aussieht. John Bull ist Geschäftsmann und sonst nichts. Ti? große Mission", welche nach Ansicht des biederen Joe Chamberlain Eng land zu erfüllen hat. haben wir neuerdings in Südafrika wieder kennen gelernt. Es besteht diese Mission anscheinend nur in der Unterdrückung und in der Ausbeutung aller Völker, deren England Herr werden kann. Nun fällt der Apfel nicht weit vom Stamm und die britischen Kolonisten in allen Theilen der Erde sehen das Völkerleb?n von demselben praktischen Standpunkte aus an. wie Herr Cham berlain. Wo ihr Vortheil liegt, da stehen sie und wie wenig die Reichsidee", d. h. die Vorstellung von einer Zusammengehörigkeit aller britischen Kolonien mit dem Munerlande, bei ifrnei: Wurzel gefaßt hat. mußte Chamberlain erkennen, als er im südafrikanischen Kriege um Hülfe von Seiten der Kolonien bat. Joe wird noch lange impfen müssen, ehe er die Engländer in allen Theilen des Erdballes für seinen Reichstraum bege: ftern kann. Welche Interessen hat denn auch Britisch-Kolumbia an der nordamerikonischen Pazificküste mit Aegypten gemein; oder britisch Guayana an der Nordküste Südamerikas mit Indienoder Kanada mit Australien? Die Bewohner dieser einzeln aufgeführten Länder stehen einander fremd gegenüber. Sie fühlen keine Theilnähme für einander, und wenn Cham berlain sowie die anderen britischen Politiker den Kolonisten die Reichsidee einimpfen und sie veranlassen MMMMWM
rollen, der Politik Englands große Opfer an Blut und Gut zu bringen, so werden jene Herren bald finden, daß sie sich auf ein aussichtsloses Unternehmen eingelassen haben. England wird viel leichter und billiaer aus der .alänienden Vereinsmung" yerauvlommen. rn welcye es sich durch seine Treulosigkeit hinein-
gearbeitet hat und in welcher es sich letzt als das perfide Albion"' unbehaglich fühlt, wenn es mit anderen Mächten ehrlich auf dem Boden der Gleichberechtigung verkehrt, als wenn es ein schattenhaftes Weltreich" erstrebt. Für dieses kann es seine Kolonien nicht haben und wenn die kampffähigen und verläßlichen britischen Kolonisten wirklich ein enges Bündniß mit dem Mutterlande einflehen wollten, würden sie den englischen Kohl nicht fett machen; denn sie sind weder so zahlreich noch so wasfengeübt. daß ihre Kampfbereitschaft nennenswerthe Bedeutung hätte. Die Idee von einem in sich fest qeeinten britischen Weltreich ist ein tbörickter Traum, der sich nie erfüllen wird. Ein urthcilsfähiger Amerikaner üvcr den deutschen Kaiser. David Rowland Francis, früher Mayor von St. Louis, Gouverneur von Missouri, Minister des Innern während des letzten Jahres der zweiten Präsidentschaft Clevelands. Präsident der St. Louiser Ausstellung, hatte bekanntlich vor Kurzem eine Audienz beim Kaiser in Berlin. Was dabei geschah, ist bereits telegraphisch gemeldet worden. Ueber die persönlichen Eindrücke, die Francis vom Kaiser empfing, sagte er, als er kürzlich m New Dork landete, einem Gewährsmanne der New Aorker Staatszeitung folgendes: Selten ist mir das Glück zu Theil geworben, einem Manne von hoher Stellung gegenüber zu treten, der einen so unauslöschlichen Eindruck auf mich gemacht hat. wie der deutsche Kaiser; ein kraftvoller Herrscher, der in unvergleichlicher Weise die Machtstellung des geeinten deutschen Reiches personifizirt, der zu rastlosem Fortschritt die Wege zu ebnen sich berufen fühlt und dafür eine unbeugsame Willenskraft, eine vor nichts zurückschreckende Thaikra?t. ein schöpferisches und bahnbrechendes Talent, eine außerordentliche Tüchtigkeit und geniale Vielseitigkeit in die Wagschale zu werfen hat. Soweit es mir vergönnt war, die deutsche Volksseele zu studiren, blickt das deutsche Volk zu seinem Kaiser wie zu einem Manne auf, dem keine andere Persönlichkeit im deutschen Reich an Vielseitigkeit, schöpferischen Gedanken und Thatkraft in der Durchführung seiner Pläne auch nur entfernt das Wasser reichen kann. Nach meinen Beobachtungen hat sich mir die Ueberzeugung aufgedrängt, daß. so lange der Kaiser die Zügel in der Hand hat. das deutsche Volk sich keinen besseren Schirmherrn seiner Macht und seines Fortschritts zu wünschen braucht. Die Unterredung, die ich mit dem deutschen Kaiser unter vier Augen hatte, ohne jede Störung, hat mick einen Blick in das Innere eines Mannes thun lassen, der mich in hohem Grade gefesselt und bezaubert hat, sowohl durch seine Persönlichkeit, wie auch durch sein großes Wissen, seine Beschlagenheit auf den vielseitigsten Gebieten des menschlichen Lebens. Der Moment meiner Begegnung mit ihm hat sich mir so unauslöschlich in die Seele geprägt, daß mir das Bild für immer als bedeutungsvoll vor Augen schwebt. Ein Wort gab das andere, und die Unterhaltung war schnell im Gange. Er spricht angenehm und kräftig mit wohlklingender Stimme. Wie im Fluge verging die Zeit, und als ich nach beendigter Audienz die Uhr zog, war es mir rein unfaßlich, daß ich volle fünfundfllnfzig Minuten mit dem Kaiser in alleiniger Unterhaltung gewesen sei. Die Unterhaltung war so leichtflüssig und so ungezwungen, daß ich mir hinterher kaum Rechenschaft darüber geden konnte, ob der Kaiser oder ich oie verschiedenen Gesprächsgegenstände angeregt hatte. Es hatte mir vor der Audienz zwar deutlich vorgeschwebt, daß nicht ich. sondern der audienzgebende Kaiser der anregende und von einem Gcsprächsgegenstand auf den anderen überleitende Theil sein ösfe; aber, offen gestanden, es war so ungezwungen bei dem Kaiser, daß wir beide, glaube ich, in gleicher Weise thätig an der Unterhaltung betheiligt waren. So einfach und natürlich, so echt menschlich, so echt wie soll ich sage. leutselig", so heißt es ja wohl 'im Deutschen, leutselig in der schönsten Bedeutung des Wortes, er ist, so vergißt man doch nie. wem man gegenübersteht. Ader die Würde, die ibm im Blute sitzt, ist eine natürliche, der man unbedingt und gern sich unterordnet." Ein I n f o r rn a t i o n s k u r . fus für Generale findet vom 17,. Die. 28. Mai in Berlin boi der oldar tillerie - Tckuemamle statt. Graf Bülow - Heringe nennt ein Berliner Waarenhaus seine in Büchsen zum Verkaus gestellten Heringe. Das wäre an sich nicht merkwüroig. denn auch der erste Reichskanzler mußte bekanntlich zu zahllosen Handelsartikein seinen Namen hergeben. Bemerkenswerth ist aber, daß die Benennung des Herings nach dem jetzigen Kanzler mit Genehmigung seiner Excellenz des Grafen Bülow erfolgt sein soll. S
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