Indiana Tribüne, Volume 26, Number 189, Indianapolis, Marion County, 2 April 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten. Mitteldeutsche Staaten. Eisfeld. Auf Antrag von erwandten Werden die am 24. October 1845 hier geborene Emilie Kramß und der Arbeiter Karl Ferdinand Leipold von hier aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 21. October 1903 vor dem hiesigen Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widri genfalls die Todeserklärung erfolgen wird. H e l m st e d t. Bau- und BetriebsInspektor Riemann von der hiesigen Bau - Inspektion wurde nach Frankfurt a. M. versetzt. Feuer vernichtete auf dem Kramer'schen Gute ein Stallgebäude. K ö n i g l u t t e r. In dem Heine'schen Hause entstand Feuer, welch.'S sich schnell verbreitete und die Hintergebaude von Schmook, Elze, Herzig, Heine und Vahldiek in Asche legte. Bei der Stadtverordnetenwahl wurden in der 1. Klasse Sanitätsrath BekHaus, in der 2. Klasse Thierarzt Löhr und in der 3. Klasse Nagelschmied:Meister Kramer als Stadtverordnete gewählt. M e i n i n g e n. Schneidermeister Friedrich Schmidt stellte seine Zahlungen ein. R o d a. In der Schreibstube eines Rechtsanwalts Hierselbst ergriff der im 16. Jahre stehende Schreiberlehrlinq Albin Clauder ein in der Ecke stehendes Jagdgewehr und spielte damit. Dabei steckte er auch eine Patrone in den linken Lauf des Gewehres. Diesen Vorgang beobachtete der 16 Jahre alte Schreiber Paul Opitz aus Einborn. Als er sich erklären lassen wollte, was Clauder mit dem Gewehr gemacht habe, entlud sich dieses. Die Kugel drang dem Opitz in den Hintertopf: der Getroffene war fofort todt. Clauder wurde in Haft genommen. S a l z u n g e n. Zu Gunsten der hiesigen Kinderheilstätte Charlottenhall" ist von Frau v. Weiß in Glücksbrunn die Summe von 10.000 Mark gestiftet worden. Weimar. Geheimer Justizrath a. D. Schwanitz hier, früher in Jlmenau, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, wird demnächst ScheffelErinnerungen herausgeben. DaS hiesige Amtsgericht fordert den verschollenen Karl Christian Kaspar Schmalz von hier auf, sich spätestens in dem auf den 8. August 1903 vor dem hiesigen Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt wird. W o l f e n b ü t t e l. Dr. med.Erich Breymana verschied im Alter von 60 Jahren. Stationsassistent Engelke wurde von Schladen hierher versetzt. Z ü s ch e n. Dem Bürgermeister Orth hier wurde in Anerkennung seiner 25)jährigen Amtsführung die goldene Verdienstmedaille verliehen. Ä'.ißerdem wurde der Kutscher Friedrich Brühmann, der sich schon über 25 Jahre in Diensten des Geheimen Sanitätsraths Dr. Marc befindet, durch Verleihung der silbernen Verdiensimedaille ausgezeichnet. Sachsen. Dresden. Medizinalruth Dr. med. Seifert, Karola - Straße 9 wohnhaft, beging sein 50jähriges Bürgerjubiläum. Im 69. Lebensjahre verschied derGencralmajor z. D. Hans Adolf v. Kirchbach. An Stelle des in den Ruhestand getretenen Direktors Baron wurde der Direktor der 9. Bezirksschule Tätzner zum Direktor der 8. Bürgerschule gewählt. Rendant a. D. Carl Gottlob Fassel feierte mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. B a u tz e n. Oberlehrer Klinkhardt von der hiesigen Handelsschule wurde an das Gymnasium in Görlitz verseht. B l a s e w i tz. Von einem Wagen der Straßenbahn überfahren und schwer verletzt wurde die 13jährige Tochter des Dr. Schmidt. C h e m n i tz. CommerzienrathPhilipp, Vorsitzender der hiesigen Handelskammer, beging das Jubiläum der 25jährigen Mitgliedschaft bei dieser Körperschaft. Das große alte Gebäude der Neuen Schenken" lourde ein Raub der Flammen. Ebersbach. Nachtwächter Höhne. 49 Jahre alt, fiel in einen vor seinem Hause befindlichen Wassertümvel und ertrank. F r e i b e r g. Nach längerem Leiden starb hier der Musikdirektor a. D. Bernhard Jaeger. G l e i n a. Arbeiter Frenzel, 65 Jahre alt, fiel in den Albertsbach und mußte ertrinken. K o l d i tz. Rentier Bruno Heinke beging sein 50jähriges Bücgerjubiläum. K r i m m i t s ch a u. Selbstmord verübte aus Gram über den Verlust seiner Arbeitsstelle der 28 Jahre alte Eisendreher Karl Schellenberg. Leipzig. Der Professor der oftasiatischen Sprachen an der hiesigen Universität, Dr. phil. AugustConrady, ist auf drei Jahre an die Universität in Peking berufen worden. In der Wohnung d.'s Ehepaares Spath vergiftete sich die verheiro.thete Hebamme Martke mit ihrem Liebhaber, dem Orgelbauer Süssel, durch Karbolsäure. Dr. Ernst Beckmann, ordentlicher Professor der angewandten Chemie an der Universität Hierselbst, ist zum GeHeimen Hofrath in der 3. Klasse der Hofrangordnung ernannt worden. Der Wirkliche Geheime Rath und frühere Senatspräsident am Reichsgericht Dr. Neterssen ist atünxhen

P l a u e n i . V. Auf eine 26jäyrige Thätigkeit in unserer Stadt blickte Landgerichtspräsident Dr. Hartmann zurück. Scheibenberg. Das Robert Peuschel'sche Ehepaar feierte das goldene Ehejubiläum. Der König ließ dem Paare eine Bibel mit eigener Namensunterschrift überweisen. Z i t t a u. Ihre diamantene Hochzeit feierten der Rentier Zeißig und seine Frau. Kosten Acrrmstcrdt. D a r m st a d t. Der praktische Arzt Herr Dr. med. Albrecht Stammler, Gervinusstraße No. 63 wohnhaft. Nxlrde von einem Schlaganfall betroffen und war sofort todt. Babenhausen. Der Gastwirth Zur Stadt Aschaffenburg". Gustav Stern, hat sich mit seinem Hosentrager an einer Bettstelle seiner Wohnung aufgeknüpft. E r b a ch. Der Chef der Erbacher Großh. Kreisbauinspektion, Baurath Diehm, wurde nach Gießen versetzt. Gießen. Prof. Dr. Mittermaier in Bonn hat einen Ruf an die Universität Gießen angenommen. Harreshausen. Kürzlich ist der älteste Bürger unserer Gemeinde, Philipp Hartmann 1., im Alter von 86 Jahren gestorben. L a m p e r t h e i m. Im WohnHaus des Martin Lerch, erste Neugasse, in der Nähe der Rewitzer'schen Cigarrenfabrik, brach ein Schadenfeuer aus, das die beiden Familien darin im Schlaf überraschte. Sie konnten jedoch gerettet werden. Olfen. Als die 82 Jahre alte Wittfrau Keil einen Korb mit Wäsche die Haustreppe hinabtragen wollte, kam sie so unglücklich zu Fall, daß sie sofort starb. 0 p p e r s h o f e n. Die goldene Hochzeit feierten Bürgermeister Heinrich Schmidt und seine Ehefrau Elisabetha, geb. Weil. R eiche ls he im. In einem Zustand geistiger Umnachtung ertränkte sich der Tagelöhner Karl Wendel von bier bei Kirch - Beerfurth in der Gersprenz. S ch w a l h e i m. Selbstmord in Folge Geistesumnachtung verübte der in wohlhabenden Verhältnissen lebende Landwirth Konrad Dietz. Schwarz. Dem hiesigen Pfarrer Volp ist von der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen die Doktorwürde verliehen worden. "323cm ?rn. München. Die Architekten und Professoren Friedrich v. Thiersch und Gabriel v. Seidl wurden zu außerordentlichen Mitgliedern der Akademie des Bauwesens ernannt. Frau Karoline von Vollmar, die Mutter des Reichstags- und Landtagsabgeordneten von Vollmar, ist im 79. Lebensjähre gestorben. Genehmigt wurde, daß der bisherige Consul der Ver. Staaten von Amerika. James H. Worman hier, in der Eigenschaft eines Generalconsuls anerkannt werde. Commerzienrath Adolf Probst vollendete sein 75. Lebensjahr. Im Alter von 86 Jahren starb die Gattin des Dichters Hermann von Lingg. A n s b a ch. Die Ende der sechziger Jahre stehenden Gärtner Wattenbach'schen Eheleute sind kurz nach einander gestorben. Augsburg. Wegen Unterschlagung verurtheilte die hiesige Strafkammer den Stadtpolier Jgnaz Singer in Landsberg a. L. zu 3 Iahren Gefängniß. Papierhändler Georg Hofmann erschoß die Ladnerin Louise Gautsch und tödtete sich dann selbst. B a m b e r g. An einem Herzschlag starb der bekannte Katakombenforscöcr Lyzealprofessor Dr. Führer. D i e t e n h o f e n. Metzger Johann Behringer und seine Frau Magdalene, geborene Schreyer, seierien die goldene Hochzeit. E i ch st ä t t. Lorenz Karg, ehemaliger Webermeister, beging seinen 97. Geburtstag. Erlangen. Der bisherige Privatdocent für innere Medizin an der hiesigen Universität. Oberarzt an der medizinischen Klinik. Dr. med. Robert Ludwig Müller, ist auf sein Ansuchen von beiden Stellen enthoben worden. Er folgt einer Berufung zum Oberarzt der inneren Abtheilung des städtischen Krankenhauses in Augsburg. G e m ü n d e n. Auf dem hiesigen Bahnhofe wurde der seit langen Iahren beschädigte Wagenputzer Schmitt überfahren und getödtet. 1 s m a n i n g. Ihre goldene Hochzeit feierten die Oekonomenseheleute Anton und Ursula Mayr. Nürnberg. Im 74. Lebensjähre starb Justizrath Kronacher hier. Ende der sechziger und in den siebziger Jahren spielte er in Fürth, wo er früher lebte, eine große politische Rolle. P a p p e n h e i m. Bei der Distriktsrathsversammlung wurde an Stelle des zum Bezirksthierarzt nach Naila beförderten Distriktsthierarztes Robert Streitberg der praktische Thierarzt Dr. Wucher aus Neuburg a. D. gewählt. Regensburg. Der vormalige Sekretariatsassistent Simon Heigl hier wurde als Sekretariatsassistent bei dem Landgericht Neuburg a. D. wieder angestellt. S ch w e i n f u r t. Im Alter von 53 Jahren verschied Kaufmann Franz Specht, Inhaber der Firma G. Chr. Will. Der Verstorbene war langjähriger Gemeindebevollmächtigter und erster Vorstand des Vereins Liederkränz sowie Vorsitzender des Saaltv IX

Göncnbili)cr-Faunk.

Eigenartiges Auternehnicn ineö Teutsche in Philadelphia. Durch die Ankunft eines Koreaner in Philadelphia ist neulich in weiteren Kreisen bekannt geworden, daß in der Stadt der Bruderliebe" eine Fabrik zur Herstellung von heidnischen Götzenvilcern sinkt Dcr Mann aus dem fernen ostasiatischcn Staate war nach der Quäknstadl" gereist, um solche Götzenbilder einzulaufen. Nach den Feststellungön eines Missionärs stammt ein große? Prozentsatz der heidnischen Götzenbilder aus christlichen Ländern; in Teutschland werden jährlich Tausende von Götzenbildern angefertigt und mit reichem Gewinn nach heidnischen Ländern ausgeführt, während unter Anderem die englische Stadt Birmingham vornehmlich die afrikanischen Heiden mit Götzenbildern und Fetischen versorgt. Der beregte Philadelphiaer Fabrikant ist ein Deutscher, der vor etwas mehr als zwei Jahren in der Stadt am Tclaware einwanderte. Er beschäftigte sich erst mit der Herstellung von Puppen, die er zum Theil nach Indien erportirte. bis ihm ein dortiger Freund die Ueberzeugung beibrachte, daß im Lande der Hindu eine weit größere Nachfrage für Götzenbilder als für Puppen bestehe. So begann denn unser Philadelphiaer Landsmann mit der Fabrikation von Götzenbildern, für die Indien denn auch sein Hauptabsatzgebiet bildet. Er wurde dieser Tage von einem Zeitungsmann? besucht und führte diescn zunächst in ein kleines Zimmer, wo ein Arbeiter mit der Anfertigung eines zwei Fuß hohen Buddha-Bild-Werkes aus weißem Marmor beschäfiigt war. Dieses Götzenbild." sagte der Geschäftsinhaber. ..kostet $50." Auf eine Buddha-Wachsfigur auf einem Simse deutend, fuhr er fort: Dies ist das Modell, nach dem mein Gehilfe das Buddha-Marmorbildwerk schnitzt. Es ist die Kopie eines siamesischen Buddha-Bildes, das als die beste Tarstellung des Gottes gilt. Mein Gehilfe hat aber bereits so viele Buddha-Götzenbilder hergestellt, daß er des Modellen kaum mehr bedarf und solche, so glaube ich. sogar im Dunkeln ausführen könnte." Mit einem Lächeln bestätigte der Arbeiter die gute Meinung, die sein Prinzipal damit ihm gegenüber bezeugt. In einem zweiten Zimmer bethätigte sich ein Arbeiter mit der Anfertigung eines Götzenbildes mit vier Armen und einem Elephantenkopfe. Es ist dies," so erklärte der Fabrikant, ein Bild der Hindugöttin Ganeca. In einfachem Zustande hat es einen Werth von $50, dekorirt kostet es $75." In einem dritten Raume hantirten mehrere junge Arbeiterinnen mit Farben und Pinsel; sie bemalten auf Gesimsen stehende weiße Götzenbilder aus Holz und Stein. Eine Arbeiterin dekorirte ein Ganeca-Götzenbild; sie versah es mit Bändern und bemalte es mit Figuren und Arabesken in Roth, Grün und Gold. Hier steht das GanecaModell," führte der Fabrikant aus; ohne Modelle kann man nämlich bei der Anfertigung der großen Brahmaund Buddha-Götzenbilder nicht auskommen. Jede Farbennuance, jedes Band, jede, auch die kleinste Dekoration hat besondere Bedeutung. Der geringste Fehler in der Ausführung macht das ganze Bildlverk werthlos." In einem besonderen Departement wurden kleine billigere Götzenbilder aus Holz für arme Heiden hergestellt. Es stand da eine zehn Fuß lange Maschine mit zehn, parallel mit einander verlaufenden Bandsägeu, in Abständen von je einem Fuß. Vor jeder Säge war ein viereckiger Holzklotz festgemacht. Ein Mann hatte die Griffe der ersten Säge in der Hand und drückte einen Hebel zurück. Im selben Augenblick begannen sämmtliche Sägen zu rotiren. Der Arbeiter schnitt mit der von ihm geführten Säge aus dem vor dieser stehenden Holzklotze in roher Form einen Kopf, einen Rumpf, zwei Anne und ein Paar Beine. Dasselbe thaten die neun übrigen Sägen, so daß man gleichzeitig die Theile für zehn Götzenbilder gewann. Die Theile wurden dann noch besonders hergerichkt und zusammengesetzt. Im Bureau des Fabrikanten standen auf Regalen Götzenbilder aus Holz, aus Marmor, aus Messing, aus Bronze. Manche glitzerten, als beständen sie aus purem Golde. Etliche, toie die Buddha-Bildwerke. hatten ein hübsches. andere ein lächerliches Aussehen; es waren dies kleine dicke Figuren, die wie Kröten dahockten. Manche Götzenbilde? waren ungeheuerlich, mit Vogelköpfen. Raubthierleibern und Reptilienschwänzen; die indische Göttin Kali war dargestellt in schwarzer Farbe mit einem Halsband aus Menschenköpfen. einem Gürtel aus Schädeln und mit blutbefleckten Händen; das Bild des Siwa zeigte drei Augen und Halsbänder aus Schädeln und Schlangenleibern. Eine phantastische Figur war die des japanischen Gottes Jiso, dessen Bild die Japanerinnen mit Kleidern, die mit Gold und Silber bestickt sind, zu bedecken und dem sie täglich frische Blumen und Früchte zu bringen pflegen. Der Rektor von Walk'i n g t o n in der englischen Grafschaft Aorkshire sandte an seinem Hochzeitstage jedem Familienvater in seiner Pfarre ein Pfund Hochzeitskuchen.

Staub- und Schlammrcgcn.

Auf einem geotzen Klütkenraum in Mitteleuropa niedergegauge. Ueber Staub- und Schlammregen, die vor einiger Zeit in Europa beobachtet wurden, liegt jetzt eine Zusammenstellung von Berichten aus verschiedenen Gegenden vor. So schreibt ein Beobachter aus Tortmund, Westfalen: Samstag, den 21. Februar setzte ein starker Südwestwind bei der auffallend hohen Temperatur von 59 Grad Fahrenheit ein. Sonntag Morgen fand ich auf einer im ersten Stockwerke gelegenen, am Samstage frisch aufgewaschenen Veranda eine etwa 1-12 Zoll hohe Sandschicht, die offenbar der Wind während der Nackt dorthin getragen hatte. Derselbe war jetzt abgeflaut, und die Temperatur betrug noch 44 Grad. Gegen neun Uhr Abends trat bei stärker werdendem Winde Regen ein. der, anfangs nur svärlich fallend, sich zwischen ?chn und elf Uhr zu einem rechten Platzregeii gestaltete. Am folgenden Morgen fand ich an sämmtlichen Fensterscheiben des nach Osten, Süden und Westen frei gelegenen Hauses Schlammregenspuren." Aus Neunkirchen. Rhcinprovinz, wurde berichtet, daß der Regen schmutzige Schlammflecken hinterlassen hatte; in einem Bericht aus Hagen. Westfalen, hieß es, daß in der Nacht vom Sonntag auf Montag eine gelbe Staublage auf die Fensterbänke und flachen Dächer gefallen fei und die Fensterscheiben Spuren von staubhaltigem Regen angenommen hatten. In Bückeburg, Lippe, entdeckte man die Verschlammung der Fenster ebenfalls am Montag früh. Aus Trockau in Oberfranken wurde Folgendes vermeldet: ..Nachdem Nachts ein furchtbarer Sturm gehaust hatte, waren alle Fenster mit derart schmutzigen Regentropfen voll besprengt, als wären sie aus den Straßenpfützen angegossen worden." Aus dem oberen Algäu ward berichtet, daß unter dem Einfluß des Föhns die Luft röthlich gelb war und mit schwachem Regen Staub herabkam. In Schlesien, Böhmen. Oberösterreich und dem Salzkammergut war der Regen staubhaltig. In derselben Zeit ging in Hermsdorf bei Görlitz, Schlesien, ein Staubregen nieder. In der Gegend von Plauen, Sachsen, erschienen die Bäume in Wäldern und Gärten mit einer Schicht von feinem Staub überzogen, gleichsam als wenn Asche darüber ausgcschiittet worden wäre. Der südlichs-e Punkt, von dem Nachrichten über den Staubfall eintrafen, war Zürich. In Devonshire im südwestlichen England herrschte starker Westwind, und der fast anhaltend niederfallende Regen war ganz braun von dem mitgeführten Schlamm. Dabei verursachte der Regen bei seinem Auffallen ein Geräusch, ähnlich dem Hagel. In Ashbury zeigte der niederfallende Regen eine schmutzigmilchige Farbe und hinterließ Spuren, die noch nach Stunden sichtbar waren. In anderen Gegenden des südwestlichen England war die Farbe des Regcnwassers roth, gelb oder schlammig. Vorher hatte in jener Region geraume Zeit hindurch völlig trockenes Wetter geherrscht. Aus den angeführten Thatsachen erhellt, daß während des betreffenden Zeitraumes die Atmosphäre über einen Theil Europas, der sich von den Alpen bis zur Nordsee und westwärts bis nach dem fernsten Südwesten Englands erstreckte, also über einer Fläche von mindestens 193,050 englischen Quadratmeilen, mit feinem Staub angefüllt war. Die Masse dieses Staudes muß ein Gewicht von Millionen Centnern gehabt haben. Gewiß ist ferner, daß es sich dieses Mal nicht, wie bei dem großen Staubfall vom 9. bis 12. März 1901, um Staub aus der Sahara handelte. Denn um die angegebene Zeit lagerte hoher Luftdruck über ganz Südeuropa und gestattete keinen Sandtransport aus Afrika durch die Atmosphäre. Allerdings wa? es ein föhnartiger Wind, mit dem zugleich am Nordfuße der Alpen der Staub herabkam, aber dieser warme Wind stammte nicht aus Afrika, sondern war örtlich entstanden, er verdankte seine hohe Temperatur lediglich dem Herabsturz der Luft vom Gebirge in die Tiefe. Die Meinung, daß der Staub aus Spanien stammte, wo kurz vorher heftige, trockenheiße Winde. Leveche genannt, aufgetreten waren, ist auch nicht zutreffend, tnn diese Winde, die allerdings meist Staubstürme sind, kommen nur im südlichen Spanien vor und reichen selten bis Granada oder über Murcia hinaus. Untersuchungen des Staubes durch Dr. von der Mark in Zütphen. Niederlande, ergaben, daß die röthlichgelbe Farbe durch Eisenoxydul und Eisenoxyd verursacht war, außerdem enthielt der Staub Kalk. Magnesia, Kieselsäure (Quarz) und zufällige Beimischungen. Nach einer mikroskopischen Untersuchung des Staubes durch Dr. Cattie soll derselbe vulkanischen Ursprungs gewesen sein. Im Jahre 1888 fiel am 5. und 6. Februar in Schlesien, Mähren und Ungarn Staub zusammen mit Schnee in Begleitung einer Depression, die von Skandinavien nach Ungarn zog; von einer solchen wa? abe? dieses Mal auf den meteorologischen Tageskarten nichts zu erkennen. Reiche Diebin. In La Crosse, Wis., wurde unlängst Magdalena Spies, eine vermögende Frau, verhaftet unter der Anklage, einen Armvoll Holz gestohlen zu haben. Die Frau besitzt mehrere Geschäfts gebäude in der Mitte der Stadt.

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