Indiana Tribüne, Volume 26, Number 189, Indianapolis, Marion County, 2 April 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne 2 April 1903

I

Behörde für öffentliche Werke. AuS der gestrigen Sitzung.

Beschlossen wurde von der Behörde für öff. Werke in ihrer gestrigen Sitzung die Schließung eines Theiles der I. Allcy südlich der New York Str., von der Belmont Ave. östlich, ferner die eines Theiles der Walnut Str., von der Concord Str. bis zur 1. Alley westlich. Formell und officiell beauftragte ferner die Behörd? den Stadt - Ingenieur, die Pläne für die Holzblockpflasterung der 20. Str., von Talbott Ave. bis Bellefontainc Str., und für die Nivellirung, Kiespflasterung und Walzung der 21. Str., vvn Central bis College Ave., auszuarbeiten. Die Petitionen für folgende massenhaften Verbesserungen wurden an den Ingenieur zur Untersuchung und Berichterstattung verwiesen: Oeffnung und Verlängerung der Helen Str., von Michigan- bis 10. Str.; desgleichen der Florence Ave., von Washington- bis 10. Str.; BacksteinPflasterung der 1. Alley westlich der Ca pitol Avenue, von Pearl- bis Maryland Str. ; Kiespflafterung der Fahrftraße und Cementirung der Seitenwege an der Leeds Str., von SoutheasternAvenue bis zur C. H. & D. - Bahn; Nivellirung und Kiespflafterung der 1. Allcy nördlich der Washington Str., zwischen Jefferson und Hamilton Ave.; Bau eines Abzugscanales in der Brookside Ave., von der Hillside Ave. bis 1000 Fuß östlich der Jupiter Str.; Nivellirung und Kiespflafterung der Fahrftraße, Backjicinpflafterung der offen, Setzen von Rinnsteinen und Cementirung der Seitenwege an Woodlawn Avenue, von State-bis Shelby Str.; Cementirung der Seitenwege und Stein-Kreuzungen an der GladstoneAvenue, von der Washington- bis zur Michigan Str.; desgleichen an der Dearborn Str., östliche Seite, von der Bloyd Ave. bis zur 25. Str.; Cementirung der Seitenwege an McLainStraße, von Howard- bis Miller Str., und an der Wade Str., nördliche Seite, von Shelby Str. bis Boyd Ave.

Socialer Turnverein.

General-Persammlung. Günstige Berichte der Beamten. Beamtenwahl.

Verheimlicht

Werden von der StraßenbahnCo. die Namen der Schuldigen.

Tas gräßliche StraßenbahnUnglück, am Ende der Oft 10. Str. Linie beim Brookside Park, infolgedessen die 45. jährige Victoria Bartholomew ihr Leden verlor, ist immer noch nicht aufgeklärt, d. h. soweit find nur die bereits veröffentlichten und auf ihrem Sterbebett wiederholten Angabeu der Verstorbenen über den Unfall bekannt. Der Straßenbahn-Supt. erklärte gestern, daß alle Angestellten der Oft 10. Str.-Linie über den Unglücksfall befragt worden seien, daß jedoch kein einziger auch nur das Geringste von dem Unfälle wisse. Dem Herrn Supt. Miller Elliott ist zu erwidern, daß die Nummer der Car. die um die betrefsende Zeit am Endpunkte der Linie eintraf, ebenso wie die Namen ihrer Bediensteten mit Leichtigkeit festgestellt werden könnten. Aber offenbar ift Dies nicht gelegen.

Starke Betheiligung an der Ercnrfion nach den ShilohSchlachtfeldern. An der Ercursion nach den ShilohSchlachtfeldern, welche am nächsten Samstag Abend 7:15 von hier via der Pennsylvania Bahn abreisen wird, werden sich etwa 300 Personen von Indianapolis betheiligen. Unter denselben bcfindeu sich u. A. Gouverneur Durbin und Stab, General Lew Wallace. die Bundes-Senatoret Fairbanks und Beveridge, Congreß-Repräsentant Overstreet und viele andere hervorragende Pereönlichkeiten. Auch Capt. I. L. Vieler und Frau werden an der Ercursion theilnehmen.

Verhandlung der Cigarrensabrikanten und Arbeiter.

In der Germania Halle fand heute Nachmittag eine Conferenz zwischen den hiesigen Cigarren-Fabrikanten und einem Comite der Cigarrenmacher statt. Die letzten Anstrengungen wurden gemacht, um einen Streik, welcher am nächsten Montag inscenirt werden soll, vorzubeugen. Die hiesige Union hat bereits die Zustimmung zu einem Streik seitens der Internationalen Cigarrenmacher Union.

Tish-i-mingo.

Der Sociale Turnverein" hielt gestern Abend seine Generalversammlung ab, welche sich eines zahlreichen Besuchs zu erfreuen hatte. Nach Erledigung der Routine-Ge-schäfte und Aufnahme von 3 neuen Mitgliedern, verlas der 1. Sprecher, Herr Georg Vonnegut, seinen sehr sorgfältig ausgearbeiteten eingehenden Bericht über den Geschäftsgang des Vereins während des letzten halben Iahres. Derselbe lautete günstig. Aus dem Bericht des Turnlehrers Fischer ging hervor, daß während der verflossenen 6 Monate die Turnschule bedeutenden Zuwachs erhalten hat. Das Comite für geistige Bestrebungen hatte ebenfalls nur Gutes zu berichten. Noch in keiner vorgehenden Saison waren die Vorlesungen so gut besucht gewesen, als wie in der verflossenen. Nachdem die Berichte, welche sämmtlich beifällig aufgenommen wurden, verlesen worden waren, wurde zur Wahl der Beamten geschritten. Dieselbe ergab folgendes Resultat: 1. Sprecher Georg Vonnegut. 2. Sprecher Louis Sielken. Prot. Schriftwart Paul Braune. Cor. Schriftwart Gust. Wcfting. Reg. Schriftmart Aug. Hartmann. 1. Turnwart Harry Prinzler. 2. Turnmart Alfred Grummann. Schatzmeister Georg Mode. Buchführer Constantin Becherer. Zeugwart Emil Zabel. Bibliothekar Theodor Stempfel.

Grundeigenthüms Uebertraguugen.

Lydia E. Defee u. A. an Estelle P. Johnston, Theil Lots 2 und 3, Sharpe's Subd. von Sq. 37, Pennsylvania nahe New York Str. $17,500. Frank L. Steen an Jas. L. Wilson, Lot 15, Sq. 15, Lincoln Park, nahe Pennsylvania und 24. Str. $4000. Emil Fertig an Wm. L. Elder, Lot 5 und Theil 4, Blaker's Subd. von Außnlot 9. 84200. Frank E. Wolcott an Patrick M. Duffy, Lot 39, Robbins & Hubbard's Hill Place Add. $2100. Wm. L. Elder an Elizabeth Fertig, Theil Lot 60, Morrison's 2. Add. Illinois nahe 20. 87200. Jasper N. Clay an John A. Logan, Lot 47, Clark & Osgood's 1. Ädd. WeftJndpls. Kl 100. George E. Bremer an Ind. S. & Jnv. Co., Theil Lot 9, Martindale & Co.'s Subd. $4500. Charles T. Boyer an Henry Dollman, Lot 1, Coe's 1. Subd. von Sq. 41, Eoft und Washington Str. $7500. Pemelia C. Speer u. A. an Woodbury H. Day, Lots 9 und 10, Holme 1. Haughville Subd. $2400. Valentine Keck an James H. Main, Lot 5, Dumont's Subd. von Außenlot 100. $2000. Mary C. T. Howe u. A. an Demia T. Erwin, Theil Lot 234, Talbott's rev. Add. $2175. Carrie R. Fort u. A. an denselben, Lot 233, dieselbe Add. $3000. Babett Kaufman an Alb. Hutchinson, Lots 2 und 3, Hayden's Subd. Johuson's Erben Add. $3250. Adelaide M. Obergfell u. A. an Mary E. Griffen, Theil von Lots 37 bis 41, Smith & Logan Add. $2300. John B. Haslinger an Paul W. Schubert, Lot 16, Theines & Haslinger's Subd. $1600. Union Trust Co., Adm., an Wm. H. Brown, Theil Lots 21 und 22, Pratt's Subd. von Außenlot 172, Meridian, nahe hratt Str. $23,500. Bauerlaudnißs ch e i n e. Die Emmerich Furniture Co., 324 W. Morris Str., Anbau. $700. Laura Bergman, 2114 Ashland Ave., Wohnhaus, $3,500. N. E. Harrold, 1220 Prospect Str., Schuppen, $150. E. R. Bladen, 2217 Ashland Ave., Umbau, $250. E. W. Wiegand, 11. und Temple Ave., Treibhaus, $900. H. L. Whitehcad, Ritter Ave., nahe Lowell, Wohnhaus, $2,000. L. A. lurtis, 1802 Central Ave., Umbau, $1,600. H. I. Gates, 36. und Northweftern Ave., Schuppen, $100. Free Kindergarten, 617 W. Pearl Str., Reparaturen, 600. Henry T. Fulmer, Lexington Ave., nahe Villa, Cottave, $900. Mrs. F. Roberts, New Vork und Oriental, Cottage, $850. E. Tompkins, Laura Str., nahe New York, Cottage, $1.327. Anna Dickson. 2124 Martindale Ave., Lagerraum, $360.

Arl'ucklcs Crstndnng. Sinfacheö Scrfahren im Freimachen von aufgelnufcncil Schiffen. Trotz der Verwaltung seines Riesengeschäftes hat der Kaffcckönig" John Arbuckle von Vroollyn, N. S., noch Muße übrig gehabt, um eine anerkennen2werthe (5rfindunz zu machen. Schon Arduckles Vater war ein Rheder, und der gegenwärtige Kaffeekönig verfügt über eine ansehnliche Flotille in seinem Geschäft. Häufige Unfälle in versandeten Häfen oder Buchten habcn in Arbuckle eine Idee gereift, wie solche Schiffe wieder flott geinacht werden könnten; er hat feine Idee Patentiren lassen und sie unter Hinweis auf die häufigen Unfälle in der Elbe- und Wefcr-Mündung dem deutschen Marineamt mitgetheilt. Daraufhin ist ihm vom deutschen Kaiser ein Dankesschreiben zugegangen. Arbuckles Erfindung beschränkt sich auf das Freimachen von Schiffen, die auf Schlamm- oder Sandbänken aufgelaufen sind und nicht abgezogen werden können. In seiner Applikation für das Patent sagt Arbuckle: Gcwöhnlich sinken Schiffe, die auf Sandoder Scblammbänken aufgelaufen sind, tiefer und tiefer, theils durch ihr Gewicht, theils durch das Anstauen von Sand und Schlamm an den Seiten in Folge des Wellenschlages. In solchen Fällen ist es von Wichtigkeit, daß die Schifte so rasch als möglich aus ihrer Lage befreit werden, und meine Erfindung liefert einen äußerst einfachen und wirksamen Apparat, der keine Maschinerie erfordert und durch das Schiff selbst oder einen Schlepper zur Hand ist. Meine Erfindung geht dahin, den Sand oder den Schlamm von den Seiten des Schiffes zu entfernen, so daß genügend Fahrwasser entsteht, um da Schiff flott zu machen." Um dies zu erreichen, bringt Arbuckle eine Art Pflug in Anwendung, der von einem Bergeschiff aus dirigirt wird und vom Wasserspiegel beginnend, den Schlamm und Sand von den Seiten des Schiffes entfernt, abwärts arbeitend, bis der ganze Schiffsrümpf frei gelegt und ein Kanal gegraben ist, in dem das Schiff frei schwimmt. Die Hauptsache dabei ist aber die Fortschaffung des losgelösten Schlammes oder Sandes, und dies geschieht durch einen am Pflug angebrachten Schlauch, durch den Dampf, tomprimirte Luft oder Wasser unter starkem Druck geleitet wird, wodurch das gelöste Material beiseite geschleudert wird. Dieser Theil der Arbeit kann ganz leicht von dem aufgelaufenen Schiff oder einem Remorqueur geleistet werden. Die Bitte nm den Haupttreffer. Einen rührenden Brief mit der Bitte, das Glück zu korrigiren," erhielt kürzlich ein Wiener Bankinstitut. Das Schreiben kam von einer kleinen Beamtenwittwe, die ihrer Tochter eine Existenz gründen will, und war an den hochgeehrten Herrn Notar der Verlosungsabtheilung" gerichtet. Der Brief lautete wie folgt: Meine einzige Hilfe liegt, Herr, in Ihrer Hand: Lassen Sie mein Loos, welches ich mir mit saurem Ersparniß und mancher Entbehrung schon als Mädchen auf Ratenzahlung am 7. Jänner 1882 kaufte und das demnächst Ziehung hat, den Haupttreffer gewinnen. Herr! Lassen Sie Gnade für RecH ergehen! Ihnen ist es ja gleich, wer gewinnt, so lassen Sie mir das große Glück zukommen, andere brauchen es vielleicht nicht so nothwendig! Bitte, bitte sehr, erfüllen Sie mein Flehen und entheben Sie mich meiner großen Sorgen! Der Mittelstand leidet am meisten; ich kann und darf als Beamtenswittwe meine Sorgen Niemandem sagen. Nie soll gegen Jemanden ein Wort, wie Sie mir geholfen haben, über meine Lippen kommen, denn sonst möchten andere auch schreiben und Sie belästigen. Der liebe Gott wird es Ihnen und Ihren werthen Angehörigen vergelten! Ich werde täglich für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlergehen beten!" Phonographische Briefe. Schon seit längerer Zeit benutzt man den Phonographen zum Diktiren von Schriftsätzen. Der Kaufmann spricht den Wortlaut eines Briefes in einen Apparat hinein, die Walze wird dann ausgchoben und dem Schreiber zugestellt. Dieser steckt sie in seinen Phonographen hinein und hört nun den Brief ab. Mit Hilfe der Schreibmaschine ist das Diktat schnell zu Papier gebracht. Man spart dadurch an Arbeit. Denn früher mußte der Schreiber das Diktat stenographisch entgegennehmen. Heute will man noch weiter gehen; auch der Schreiber soll erspart werden. Zu dem Zweck wird die Walze des Phonographen mit einem dünnen Gelatineblatt bekleidet und auf ihr an den beiden Enden der Walze durch Gummibände? befestigt. Das eine Ende des Gelatineblattcs greift etwas über das andere hinaus, damit keine Lücke entsteht. Da solche Gelatineblätter biegsam und dabei zähe sind, lassen sie sich straff auf der Walze anziehen und nehmen durch den Schallstift sehr gut Eindrücke an. So kann man einen Brief herstellen, das Gelatineblatt von der Walze abnehmen und es bequem durch die Post versenden. Der Empfänger spannt das Blatt ganz wie bei der Aufnähme des Phonogramms auf und zwar so, daß der Schallstift genau auf die Schreiöfurchen trifft. So wird die Schrift in einfacher Weise wieder in Laute umgesetzt.

SeehuuÄplage in Uormegm. Einwanderung der Thiere und der vo ihxa angerichtete Schade. Der norwegischen Fischerei droht seit einiger Zeit eine eigenthümliche Gefahr. Vom Norden sind ungeheure Mengen Seehunde in die norwegischen Gewässer eingewandert und haben sich an der ganzen Küste verbreitet, wo sie den Fischereien außerordentlichen Schaden zugefügt haben. Die Dorschfischerei hat am meisten gelitten; in weiten Distrikten ist jede Spur vcn Fischen verschwunden. Besonders sind hiervon die Aemter Tromsö und Finnmarken betroffen. Man glaubt, daß die Ursachen dieser seltenen Erscheinung in außerordentlich mildem Wetter zu suchen sind, durch welches das Eis im Weißen Meer, wo die russische Regierung die Jagd auf Seehunde verbietet, gesprengt wurde, so daß die Seehunde, welche sich dort in abnormer Weise vermehrt haben, schon jetzt aus dem Weißen Meer hinausgelangen konnten. Die Thiere wollten aus Furcht vor den zahlreichen Bären nicht nach Osten wandern, um ihre Jungen abzusetzen, und haben sich 'um das Nordkap herum nach Westen und Süden gewandt. Sogar im Aermelkanal sind zahlreiche Seehunde angetroffen worden. Im norwegischen Storthing theilte der Ministerpräsident Blehr mit, nach Ansicht von Sachverständigen würden die Seeh tnde bald wieder verschwinden, aber man müsse sich darauf gefaßt machen, daß sie wiederkämen. Sie richteten nicht so sehr durch Vertilgung von Fischen Schaden an, wie vielmehr durch Verjagen der Fischschwärme bis in weit abgelegene Gegenden und durch Zerreißen und Unbrauchbormachen der N"tze. Von den zur Abwehr der Gefahr vorgeschlagenen Mitteln, Verscheuchen der Raubthine durch Kriegsschiffe, Anwendung von Petroleum, Fangprämien. Schonung der Walfische und Ausrüstung von Fangschiffen zur Seehundjagd könne er nur das letzte empfehlen. Schließlich wurde ein Antrag auf Ausrüstung von Schiffen zum Verscheuchen und Fangen von Seehunden gestellt und einer Kommission zu schleuniger Behandlung überwiesen. Einen lebenden Menschen gestohlen haben letzthin Diebe in Wilhelmsberg bei Berlin. Sie waren in das Lokal eines ProduktenHändlers eingebrochen, hatten Lumpen, altes Eisen gestohlen und in Säcken verpackt auf ein Huudefuhrwerk geladen, um es in Berlin zu verkaufen. Der Geschäftseigenthümer entdeckte bald darauf den Einbruchsdiebstahl, fuhr den Dieben in einem Wagen nach und holte sie ein. Während er die Einbrecher durch einen Schutzmann festnehmen ließ, öffnete er den obersten Sack, um nach dem Inhalt zu sehen. Er fuhr entsetzt zurück denn aus dem Sacke kam ein Mensch zum Vorschein. Ein Obdachloser war der Kälte wegen in das Magazin gedrungen und in einen mit Lumpen halb gefüllten Sack gerrochen. Als später die Dieöe erschienen, hatten sie den Sack zugcbunden, und in der Meinung, er enthalte altes Eisen, auf den Wagen geworfen. JnteressanterGerichtsentscheid. Durch eine kürzlich ergangene Entscheidung der Londoner City Court sind in den Augen des Gesetzes englische Zeitungsbesitzer Fabrikanten und als solche nicht für Verletzung der Sonntagsheiligungsgesetze durch Herausgabe von Sonntagsblättern haftbar. Diese wichtige und bemerkenswerthe Entscheidung ist das Resultat einer Klage von Lloyds Weekly." für einem ländlichen Zeitungshändler gelieferte Sonntagsblätter Zahlung zu erlangen, welche derselbe unter dem Vorwand, das Sonntagsgesetz mache die Forderung ungiltig. verweigert hatte. Der Richter entschied, Sonntagsblätter seien zwar keine Werke der Nothwendigkeit." aber da das Sonntagsgesetz nur auf Kontrakte. die von Gewerbetreibenden, Handwerkern oder Handarbeitern geschlössen sind, Bezug nehme, seien die Eigenthümer von Lloyds Weekly" als Fabrikanten von der Anklage ungesetzlichen Gewerbsbetriebs am Sonntag ausgenommen und zu ihrem Geld berechtigt. Vorsicht in Geldsachen. Ter eng. lische Staatsanwalt Wright, der die Vereinigten Staaten von Nordamerika bereiste, kam eines Tages in ein BankHaus in Philadelphia, um sich auf einen von einer Londoner Firma ausgestellten Wechsel Geld auszahlen zu lassen. Das Bankhaus war dazu geneigt, verlangte aber, der Staatsanwalt solle sich über seine Personlichkeit ausweisen. Er erklärte dem Chef des Bankhauses, das wäre ihm unmöglich, da er Niemand in der Stadt kenne, zeigte ihm jedoch seine Paßkarte, seine Briefe, die in seinem Taschentuch eingestickten Buchstaben alles umsonst. Der Bankier verlangte genauen Nachweis seiner Identität. Während der Unterhaltung erfuhr der Engländer, der Chef des Bankhauses wäre auch gleichzeitig Friedensrichter des Bezirks, und als er alle Bemühungen erschöpft, sagte er schließlich ärgerlich: Ich glaube, mein Lieber. Sie haben schon öfter einen Menschen auf geringere Beweise hin hängen lassen." Das kann sein," versetzte der Bankier gelassen, aber wenn es sich um Geld handelt, muß man vorsichtiger sein.'

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