Indiana Tribüne, Volume 26, Number 186, Indianapolis, Marion County, 30 March 1903 — Page 6
Jndiana Tribüne 80. März I903.
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Mropailche JUnösiljau. Hovinz Wrirrrderrburg. Berlin. Dai. Fest der diamantenen Hochzeit begingen Rentier H. Legel und Frau Lou.ze, geborene Bergmann, Knobelsdorsfstraße 16; Arbeiter Albert Giebel und Frau Friederike, Marienburgerstrae 32a, und das Rentier Neumann-Clavier'sche Ehepaar, Krausnickstratze 10. Aus Noth erhängte sich der 56 at)it alte verheirathete Arbeiter Ludwig Stabel aus der Friedenstraße 41. Von Einbrechern wurde das Bijouterieund Lufuswaarengeschäft von Fräulein F. Sachs in der Leipzigerstraße No. 34 heimgesucht. Sie brachen das Schloß von der Ladenthür ab und erbeuteten 400 Mark baares Geld und für etwa 400 Mark Schmucksachen. Fubrwerksbcsitzer Grotte von hier war spät Abends mit seinem Kutscher auf einem schweren Rollwagen, vor den drei Pferde gespannt waren, auf der Fahrt von Schmöckwitz nach Berlin. In der Dunkelheit schlug er bei Grünau einen falschen Weg ein und fuhr geradezu in den Langen See. Der Wagen stürzte in den See; während es dem Kutscher gelang, sich zu retten, ging Grotke unter, und ebenso versanken die drei Pferde in den Fluthen. Gestorben ist der 84 Jahre alte Cigarrenhändler Wilhelm Künzel, der seit 52 Jahren im städtischen Ordonnanzhause Neue Königstraße 21 einen Laden inne hatte und in jener Geqend
eine bekannte Persönlichkeit war. I X$n der Nahe der Slegesallee warf sich die 21jährige Schneiderin Alma Groß, genannt Krüger, nach einem WortWechsel mit ihrem Geliebten von einen in voller Fahrt - daherkommenden Straßenbahnwagen, ward überfahren und getödtet. Der bisherige Hülfsprediger Wilhelm Haase ist zum zweiten Pfarrer an der hiesigen Gnadenkirche bestallt worden. Ein Brand vernichtete in der Alten Jakobstraße 6 die Räume der Fabrik für galvanische Elemente von Rosenbaum. Militärintendanturrath des 3. Armeecorps ist zum Geheimen Kriegsrath und vortragenden Rath im Kriegsministerium ernannt worden. Potsdam. Die hiesige Strafkammer verurtheilte die Ehefra.l Emilie Hinneburg, geborene Liebherr, aus Rathenow wegen versuchten Todtschlages ihres 4jährigen Kindes zu einem Jahr Gefängniß. Brandenburg. Kanonier Emil Franz von der 1. fahrenden Batterie des Feldartillerieregiments No. 3, hier, ist seit mehreren Tagen spurlos verschwunden. Charlottenburg. Bauinfpektor Jppach hier ist für das Stromgebiet der Elbe und Spree zum OberFischmeister" im Nebenamte ernannt worden. E b e r s w a l d e. Stadtrath Wilcke ist im Alier von 56 Jahren einem Herzschlage erlegen. 12 Jahre lang hat der Verstorbene dem Magistrats - Collegium als unbesoldeter Stadtrath angebört. Frankfurt a. O. Oberbllrgermeister Geheimer Regierungsrath Dr. Adolph suchte um seine Pensionirung zum 1. Oct. d. I. nach. Er ist fast 33 Jahre im Dienste unserer Stadt thätig. Friedrichsfelde. Von einem Eisenbahnzuge überfahren und getödtet wurde bei Kaulsdorf der 58 Jahre alte Streckenarbeiter Friedrich Karow von hier. Hermsdorf. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten die Puhlmann'schen Eheleute. K o e p e n i ck. Der 70jährige Landwirth Wilhelm Naucke hier ist auf dem Rückwege von Adlershof in der Dunkelheit vom Wege abgeirrt und auf das Wiesengelände am Teltower Kanal gerathen. Erst nach mehrstündigem Suchen entdeckte man den Unglücklichen, der bis zum Unterleib im Morast steckte. Er war bereits ziemlich entkräftet und starb am Herzschlag. Oranienburg. Das 50jährige Jubiläum als Bürger unserer Stadt feierte Wilhelm Köhler. Er gehörte viele Jahre hindurch der Stadtverordneten - Versammlung an. R i x d o r f. Den Tod durch Vsrbrühen fand das vierjährige Töchterchen des Bäckermeisters Junker in der Pannierstraße 13. Schöneberg. Sein Mandat niedergelegt hat der Stadtverordnete Kaufmann Erdmann wegen Kränklichkeit. Er war in der ersten Abtheilung gewählt. 'Mrcri,rz Ostpreußen. Königsberg. Um das Andenken ihres Gatten zu ehren, hat die Wittwe des verstorbenen Stadtverordneten Gamm eine Schenkung zu woblthätigen Zwecken in Höhe von 60,000 Mark gestiftet. Es sind eine größere Anzahl hiesiger wohlthätiger Anstalten bedacht, ferner auch Bedürftige und Angestellte des Geschäfts. B i a l l a. In Fröhlichen fielen einer Feuersbrunst 14 Wirthschaftsgebäude zum Opfer. Braunsberg. Professor Dr. Weiß vom hiesigen Lyceum Hosianum wurde von dem Kardinalssekretär Rampolla zum Consultor der Papstlichen Commission für die biblischen Studien ernannt. G i l g e n b ur g. Der älteste Einwohner unserer Stadt, der frühere Bäckermeister Wolff, verschied im Alter von 96 Jahren. H e i l s b e r g. In einem Anfall von Schwermuth erhängte sich der Gerbereibesitzer Paul Buchholz.
Johannisburg. Regierungsaffessor Kautz wurde zum Landrath gewählt. L ö tz e n. Feuer zerstörte das Gebäude, in dem sich das Restaurant Villa Konkordig" befindet. Memel. Zum hiesigen zweiten Bürgermeister wählte man den Magistratsassessor Wedel in Berlin. Preußisch-Holland. Die Stadtverordnetenvers ammlung wählte in ihr Bureau Rechtsanwalt Passarge, Rentier Sinhuber, Mühlenbesitzer Stach und Gerichtssekretär Gerlach. Tilsit. Seinen 80. Geburtstag feierte Justizrath Kuwert. Der Kaiser verlieh ihm den Kronenorden 2. Klasse. H'ror'inz Wostpreußen. D a n z i g. Hier starb der Com-merzten-und Admiralitätsrath Georg Mix, einige 80 Jahre alt. Das Allgemeine Ehrenzeichen erhielten die Ober - Feuerwehrmänner Eberhardt für 40jährige, Chrost für 34jährige und Conrad für 33jährige Dienstzeit. Mit seinem Dienstgewehr erschoß sich der Unteroffizier Gutjahr von der 7. Compagnie des 128. InfanterieRegiments. Dienstliche Angelegenheiten sollen die That hervorgerufen haben. Bischofswalde. Dem Schneidermeister Schönau'schen Ehepaar ist aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit die Ehejubiläums - Medaille verliehen worden. C h r i st b u r g. Die Stadtverordnetcnversammlung wählte zu ihrem Vorsitzenden Molkerei-Direktor Galli, zum Stellvertreter Kaufmann Dochring. E l b i n g. Dr. Nagel, Direktor der hiesigen Oberrealschule, tritt am 1. October d. I. in den Ruhestand. Dr. Nagel steht im 67. Lebensjahre. G o l l u b. Feuer vernichtete die Adolf Silberstein'sche Cigaretten-fabrik.
K o n i tz. Unter zahlreicher Betheiligung feierte der hiesige Männergesangverein sein 50jähriges Stiftungsfest. M L a n g f u h r. Hier starb im 76. Lebensjahre der Rentier A. Kreutz; er war ein Menschenalter in Dirschau als Kaufmann ansässig und viele Jahre Mitglied der StadtverordnetenVersammlung und des Magistrats daselbst. Marienburg. Lehrer emer. Goerke beging mit seiner Gattin die goldene Hochzeit. Das Jubelpaar erhielt die Ehejubiläumsmedaille. Marienwerder. Auf eine 50jährige Thätigkeit in der Kanter'schen Hofbuchdruckerei Hierselbst blickte der im 72. Lebensjahre stehende Geschäftsführer Karl Mühlenbach zurück. N e u st a d i. Der als Rathherr wiedergewählte Rechtsanwalt von Gowinski ist in sein Amt eingeführt worden. Neuteichdorf. Auf dem Hausboden des Hofbesitzers Wadehn brach Feuer aus, das in kurzer Zeit Wohnhaus und Stall einäscherte. S ch ö n e ck. Rentier Julius Roeder verschied nach längerem Leiden. Er war Mitglied des Gemeindekirchenraths und verwaltete mehrere Ehrenämter. S t a r g a r d. Gutsbesitzer Dierfeld in Frankenfelde feierte sein fünfzigjähriges Jubiläum als Staatsbeamter. Landrath Hagen beglückwünschte Namens des Kreises den Jubilar und überreichte ihm den Rothen Adlerorden 4. Klasse mit der Zahl 50." Tiegenhof. Feuer zerstörte das Anwesen des Mühlenbesitzers Glenck in Brückenau. "gfrornrij sommern. Stettin. Sein 25jähriges Jubiläum als Stadtverordneter beging Rathsmaurermeifter Decker. Bahnmeister 1. Klasse Thömer trat in den Ruhestand. Der 5 Jahre alte Sohn des Arbeiters Haufschild stürzte aus einem Fenster der elterlichen Wohnung im dritten Stockwerk des Hauses Warsowerstraße 41 auf die Straße herab und erlitt einen Schädelbruch, an dessen Folgen er starb. B u b l i tz. Auf Gut Hohenstein verunglückte der Tagelöhner Beß tödtlich. Er hinterläßt eine Frau und sieben kleine Kinder. F i d d i ch o w. Eheleute Karl Maasch begingen die diamantene Hochzeit. Der Ehemann steht im 87., die Ehefrau im 84. Lebensjahre. Gingst. Arbeiter Karl Binz stürzte auf dem Gute Venz aus einem Scheuuenfenster und starb an den erlittenen Verletzungen. G r a p z o w. Durch den Husschlag eines Pferdes wurde der Hofgänger Hillmann getödtet. Henkenhagen. Das WohnHaus des Fleischermeisters Rennhack ging in Flammen auf. Rammin. Der 47 Jahre alte Zieyler Karl Parlow in Pribbernow Ausbau hat sich erschossen. K ö s l i n. Vom hiesigen Schwurgericht wurde die unverehelichte Marie Raddatz aus Groß-Tychow wegen Meineids zu 1 Jahren und der Maurer Hans Reddmann wegen Raubes zu einem Jahre zwei Monaten Zuchthaus verurtheilt. P y r i tz. Als Brandlegerin des Schadenfeuers, dem ein Theil des Littmann'schen Hofes zum Opfer fiel, wurde die Magd Marie Kratz au5 Kortenhagen verhaftet. Reppow. Im Krössins ertrank die Tocbter des Arbeiters thilu
Die Dudewatcrer Hcrenmagk. Das an der Assel belegene holländische Städtchen Oudewaler hat sich über zwei Jahrhunderte hindurch eines Privilegiums zu erfreue gehabt, wie
es seltsamer und eigenartiger wohlz kaum jemals ertheilt worden ist. Von der ersten Hälfte des sechzehnten bis zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts galt nämlich die ?tadtwage Oudewaters für die allein berechtigte Hexenwage und dies Privilegium war dem benannten Städtchen von dem deutschen Kaiser Karl dem Fünften, der in den Niederlanden geboren und erzogen war, ausgestellt worden. Der Ruf. welchen die Wage in dieser privilegirten Eigenschaft besaß, war so groß, daß Leute aus weiter Ferne nach Oudewater pilgerten, um sich dort wiegen zu lassen. Es waren solche, die man zu Hause ungerechterweise der Zauberei beschuldigt hatte, und die sich nun durch diese Art der Hexenprobe offen:lich reinigen wollten. Der Beweis der Unschuld ergab sich, wenn die angeklagte Person schwerer oder doch ebenso schwer war als das Gewicht, welches man nach der vorangegangenen ungefähren Schätzung des Bürgermeisters in die andere Schale gelegt hatte. Man sieht also, das Verfahren war ziemlich willkürlich und ließ bei einigem Wohlwollen, das ja muthmaßlich auch der Stadt eine gute Einnahme zuführte, meistens den erwünschten Ausgang zu. Man betrachtete den Körper des Wagekandidaten und richtete nach der Beschaffenheit desselben das Gewicht ein. Freilich, wer zu leicht befunden wurde, der mußte nothwendig ein Zauberer lind frerrnmfii?r fern irnh ftmih hrrnn m Gefahr, oaueuu ut Uno im zu verlieren. Welchen praktischen Werth diese Probe hatte, ergibt sich aus dem. was einOudewaterer Rathssekretär aus jener Zeit erzählt. Ein gewisser Oberländer sei mit jemand in Streit gerathen, der ihm nun im ganzen Lande den bösen Namen machte, er sei ein Hexenmeister. Man rieth diesem vorgeblichen Zauberer, nai) Holland zu reisen und sich auf der Stadtwage zu Oudewater wiegen zu lassen, um dadurch die Verleumdung zu (Schanden zu machen. Er sei darauf angekommen, aber entweder aus Dummheit oder Furcht, oder weil man ihn nicht gut unterrichtet habe, ungewogen wieder nach Hause zurückgekehrt. Man fragte ihn dort, ob er die Probe gemacht habe. Weil er es aber nicht bescheinigen konnte, so nahm der Argwohn wider ihn zu; man glaubte, er sei zu leicht befunden worden, folglich schuldig. Das Gerücht kam dem Richter des Ortes zu Ohren, der Befehl gab, den vermeintlichen Zauberer gefänglich einzuziehen. Letztere" aber ergriff die Flucht. Er kam zu Jemand, deni es beinahe ebenso ergangen war, und dieser rieth ihm, mit ihm selbst nach Oudewater zurückzukehren, um die Wägung vorzunehmen. Beide trafen daselbst ein, der Angeklagte ward gewogen und kehrte diesmal mit den erforderlichen Beweisen zurück, daß er gewogen sei und das richtige Gewicht gehabt habe. Dadurch erhielt er seinen guten Namen wieder nebst seinem Vermögen, das der Richter schon eingezogen hatte. Wann von diesem Privilegium zum letzten Male Gebrauch gemacht worden ist, vermögen wir mit Bestimmtheit nicht zu sagen, doch so viel ist gewiß, daß in der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts noch vorgebliche Hexen auf der Stadtwage zu Oudewater gewogen worden sind Verbrechen als Ucklamc. Den Grund zu der recht eintruglichen Praxis eines jungen deutschen Zahnarztes, der sich in London niedergelassen hatte, legte, sonderbar genug, ein Dieb, den der Zahnarzt beim Stehlen überraschte. Rudolf St. war, nachdem er seine Studien in Deutschland beendet hatte, zu seinem Vater, der die Interessen eines deutschen Bankhauses in London wahrnahm, gegangen und hatte sich in der englischen Hauptstadt niedergelassen. Aber Praxis wollte sich lange Zeit nicht einstellen. Ob die Engländer zu dem jungen Deutschen kein Vertrauen hatten, oder was sonst die Ursache war, wußte er nicht, kurz sein Sprechzimmer blieb einen wie den anderen Tag öde und leer. Eines Abends, als er aus seinem Schlafzimmer noch einmal in's Sprechzimmer zurückkehrte, um ein vergessenes Buch zu holen, befand er sich einem vierschrötigen Kerl gegenüber, der eben im Begriff gewesen war, den Schreibtisch aufzubrechen. Der junge Zahnarzt verlor keinen Augenblick die Geistesgegenwart Was wünschen Sie?" redete er den Einbrecher an. Dieser faub keine bessere Ausrede als zu sagen: Ich habe schreckliche Zahn schmerzen, und da dachte ich " Resolut seinen 'Operationsstuhl vorrollend sagte der Zahnarzt: Setzen Sie sich!" Noch ehe der gänzlich verblüffte Dieb wußte, wie ihm geschah, saß er im Sessel des Arztes. Welcher Zahn ist es? Aha! Ich sehe schon." Mit diesen Worten steckte er dem Dieb einen Gummiknebel in den Mund, im nächsten Augenblick hatte er ihm auch schon eine Chloroformmaske über Mund und Nase gestülpt, Chloroform darauf geträufelt, und in kürzester Zeit war der Dieb bewußtlos. Nun schlug der Zahnarzt Lärm, und wemge Minuten nachher hatten Polizisten den noch ohnmächtigen Dieb ge-fesselt.
m5 am anoeren Morgen oer tsmbrecher dem Untersuchungsrichter vorgeführt wurde, und der Zahnarzt die Geschichte, wie er den Dieb gefangen hatte, erzählte, wunderte er sich nicht wenig, als man ihm erklärte, daß der Gefangene einer der bekanntesten Londoner Einbrecher sei, den man schon längst gesucht habe. Natürlich bemächtigten sich die Zeitungöreporter des dankbaren Stoffes, und am Abend desselben Tages prangte in vielen Zeitungen das Bild des kühnen deutschen Zahnarztes, und darunter stand die Geschichte der Gefangennahme des Einbrechers. Eine wirksamere Rcklame hätte Niemand ausdenken können, und Patienien über Patienten eilten dem jungen Deutschen zu. Da er ebenso tüchtig als kaltblütig und besonnen war, behielt er seine Praxis, so daß er jetzt zu den gesuchtesten Zahnärzten Londons zählt. Das böhmilche Dorf." Merkwürdiger Stadtthcil des Bcr? liucr Vorortes Nirdorf.
Seltsame Baukontrafte ewaltige Bevölkerungsznnahme Einwanderung ööhmischer Herrnhnter uns Muiiisteen; eines preuhischen Königs Prosperirenve trinwohner. In deinem Vororte von BerÄn. so schreibt ein dortiger Berichterstatter, berühren j.ch die Gegensätze zwischen Einst und Jetzt, zwischen der ehemaligen Dorfgemeinde und der nunmehrian Stadt sichtbarer und schroffer als in Rixdorf. der alten Johanniteransiedelung. Mitten auf dem Richardplatz, im Herzen der Stadt, bemerkt iln noch die ehrwürdige Dorfschmiede mit dem sprühenden Herdfeuer, den klirrenden Hämmern, dem wachsenden Gras in der Dachtraufe, und ringsherum stehen moderne Häuser und Fabriken, unter denen plötzlich wieder ein hohes, altes, bemoostes und von unzähligen braunen und weißen Tauben besätes Scheunendach hindurchblickt. Die Dächer der Rixdorfer Bauernhäuser sind zu einem Halbkreise gewölbt, was den praktischen Zweck hat, dß sie so für Heu und Stroh mehr Raum bieten als spitze Dächer. Die Erklärung für diese so unvermittelten Kontraste liegt wohl in dem beispiellos schnellen Wachsthum des Ortes. Im Jahre 1870 war Rixdorf noch ein Dorf von 2000 Einwohnern, heute ist es eine Stadt mit 105,000 Einwohnern. Eine Gegend aber, obwohl sie an den Mittelpunkt der Stadt grenzt, ist von der Umwandlung ganz unberührt geblieben. Sie besteht aus einer Anzahl neben einander gereihter, von blühenden Gärtchen umschlossener, bescheidener, freundlicher Häuschen. Von Baumkronen umgrenzt, ragt in dichter Nähe über ihnen ein langgestreckter, alierthümlicher, etwa im Zopfstil gehaltener grauer Bau empor, dessen bezeichnendes Merkmal wieder das gewölbte, von der Zeit geschwärzte Ziegeldach bildet. Die Häuschen sind von Herrnhutischen Familien bewohnt, und das große Haus ist ihr Schul- und Anstaltsgebäude mit dem Vetsaal. Die Vorfahren dieser Familien sind einst aus Böhmen eingewandert, und darum heißt noch heute dieser Theil von Rixdorf das böhmische Dorf." Zur Zeit König Friedrich Wilhelms I. (1713 bis 1740) gab es in dem Marktflecken Gerlachsheim in Böhmen eine evangelische Gemeinde Herrnhutischer Richtung, deren Prediger Augustin Schulz sich wegen religiöser Verfolgung gezwungen sah, mit ihr auszuwandern. Er wandte sich nach Berlin, wo auch schon viele andere seiner Landsleute und Glaubensgenossen aus dem gleichen Grunde Aufnahme und Schutz gefunden hatten. Wie diese, beschäftigten sich auch die neuen Ankömmlinge in der preußischen Residenz hauptsächlich mit Weberei, in der sie aus der Heimath eine große Geschicklichkeit mitbrachten. Die Gerlachsheimer hatten bei ihren in Berlin schon ansässigen Landsleuten Anschluß gesucht, aber der weltliche Schliff, den Jene wohl inzwischen in der strammen preußischen Hauptstadt empfangen hatten, mochte diesen Leuten von noch strengster kirchlicher Zucht nicht sympathisch sein; sie sannen auf Trennung. Nun gab es bei Berlin in dem damaligen Rieksdorf" ein dem königlichen Fiskus gehöriges Schulzengut. Von diesem Gute wurde ein Theil zur Parzellirung abgetrennt und auf Bemühen des Pastors Schulz den Gerlachsheimern zum Anbau überlassen. Das Areal war für 18 Familien berechnet; die Gerlacksheimer wählten unter sich 18 Männer aus, die sie zur Landwirthschaft am besten eigneten. und jeder von ihnen bekam ungesähr 15 Morgen zugetheilt. Auf königliche Befehl wurden neun Häuser, jedes für zwei Familien, gebaut, Vieh und Wirthschastsgeräth geliefert und so das Ganze gegen eine geringe Vergütung dem Wirthe als Geschenk überwiesen. Die kleine Gemeinde entwickelte sich schnell; aus Berlin kam. namentlich von neu eingewanderter landsmännisch - herrnhutischer Seite, baldiger Zuwachs. Der König baute das Schul- und Anstaltshaus, auch für die zugezogenen lutherischen und reformirte Böhmen baute er Kirchen. Was nicht zur Ackerwirthschaft überging, das blieb weiter am Webstuhl und fertigte wollenes Zeug, Kattun, Tücher und Flanelle. So entstanden zwei Gemeinden, Deutsch-Rixdorf und Böhmisch-Rixdorf, die erst im Jahre 1873 zu der einen Gemeinde Rix- !
wij ucictmyi rcutvcu. iuuivum vv Zahl der Herrnhuterfamilien heute bis auf elf gesunken ist. hat sich der böhmische Stadttheil den Charakter seiner Herkunft unangetastet erhalten. Was die tschechische Sprache betrifft, so scheint sie mit der jetzigen jungen Generation allerdings auszusterben. während sie unter den älteren Leuten noch wohlgekannt ist. Die Rixdorfer Herrnhuterfamilien sind sämmtlich wohlhabend geworden. In Folge der enormen Erhöhung des Grundwerthes durch die rasche Bebauung besitzt jede Ruthe Landes, die der preußische König einst den böhmischen Einwanderern geschenkt hat. heute einen Werth von 500 bis 2000 Mark.
Sehr schmackhafte Roll Heringe. Die Heringe werden zwei Tage gewässert, dann spaltet man sie der Länge nach auseinander, entfernt die Gräten, sowie Kopf und Schwanz. Zum Füllen der Heringe rechnet man auf je zwei Heringe eine gehackte Sardelle. eine Schalotte, Kapern, feine Petersilie. etwas Citronensäure, Senf und wenig Oel. Hiernit bestreicht man die Heringe und rüttelt sie auf. Dann bereite man die Sauce dazu. Hierfür rühre man zwei rohe Dotter mit zwei Löffel Essig und zwei Löffel Oel auf kochendem Wasser dicklich, gebe hernach noch Oel. Essig. Wein, einen geriebenen Apfel. Dragon und Petersilie daran. Die Rouladen thut man in eine Schüssel, füllt die Sauce darüber und läßt dieselben am besten zwei Tage stehen. Hunve als cylacylt h i e r e. In München wurde vor Kurzem der zur Schlachtung von Hunden im städtischen Schlacht- und ViehHofe eingerichtete Raum dem Betriebe übergeben. Wie nothwendig es war, auch für die Schlachtung von Hunden die sanitären Mahnahmen der Fleischbeschau einzuführen, bewies der Umstand, daß von den zum ersten Male zur Schlachtung gebrachten vier Hunden schon das dritte Thier wegen hochgradiger Tuberkulose beseitigt und der thermischen Vernichtungsanstalt überaeben werden mußte. AAAggaA lt Pctcr Fritz's Neue Wirthschaft i 918 tU WaMngton Ttr Telephon, lt. Main 53. Die besten Weine, Liquöre und 4 Cigarren. Nur Union Waaren tver den von mir verkauft. Theodore F. Smither. geschickter und zuverlässtger ...Dachdecker... Pech- und Kiesdächcr, Dächer von Asphalt und Gilsonit. (5ngros-?ändlcr in allen Arten von Tachmaterialien. Telephon 861. 301 West Maryland Str. Südweftl. Ecke von Senate oe. und Varyland Str .... Densrnore Schreibmaschine wird aus dem Kreuzer ..Fürft Bismarck" sowie von den Deputirten des d-utschen Reichstag gebraucht. Die Continental Elektrische Co. zu Nürnberg, Deutschland, benutzt 33 Densmore. Mehr Arbeit in weniger Zelt jxh geringer Anstrengung. Densmore Typewriter Company, Monument Place und Ost Market Str. el.: lt 1549; Neu 3480. chre brnatcriinen , verkfe. esche. vermletqen und reparircn. H. C. KRENTLER & CO., Fabrikanten KünstlichenGliedttn. Orvho Väthische Apparate, Bruchbänder, elastische Strümpfe, Krücken, Schuh Ertensionm, Fußplatten. Chirurgische Instrumente rep arirt. 106 Maff. Ave. 208 C. New York St. reXvdon 129. Bit sprechen deutsch LAKE ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge.. . Abfahrt nknnft Toledo, lzicago und vrichigan Ervreß... 7,15 tio.M Toledo. Detroit und hicago Lt i2 ;o t s.t Mlchigan ilty, Muncie u LafayetteGpl.r IM flO.tt täglich t ausgenommen Sonntags.
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