Indiana Tribüne, Volume 26, Number 186, Indianapolis, Marion County, 30 March 1903 — Page 3

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Jndiana Tribüne, 3. März 1903

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Pariser Theater als Se!bflmord-Ort derkanntcr Dramatiker.

Auch im ,, JvratH'rtte" suchte ein Enttäuschter sein Dasein zu enden. Neuer Reichstag wird am 16. Juni gewählt. Niedliche Enthüllungen aus Dnffeldors's Gesellschaft". Arbeiter-Unruhen im russischen Petroleum-Tistrikt. Weitere Transcontinentale Bahn in Canada geplant. Consistorium znr Ernennung Bischösen. von Frankreich. Das Laos der Verkannten. Paris, 29. März. Abermals dersuchte ein enttäuschter Jünger der Literatur in einem Pariser Theater seinem Leben gestern Abend ein Ziel zu setzen. Im Theatre Franais sollte eben der zweite Att von L'autre danger" (Die andere Gefahr) beginnen, als das Publikum durch einen Pistolenschuß vom Foyer her erschreckt wurde, wo man einen Mann mit einer Kopfmunde hinstürzen sah. Der Selbstmörder - Candidat entpuppte sich als ein Dramatiker Namens Gustav Salary, der, 60 Jahre alt, in der abgelegenen Vorstadt Villejuif haust. Er wurde nach einem Hospitale gebracht und die Kugel, die unterhalb des rechten Auges eingedrungen war, entfernt. Es besteht keine Lebensgefahr. Salary erzählte, die Leitung des Theatre Franzais habe soeben ein Stück von ihm abgelehnt, nachdem man i'M vorher dessen Annahme in Aussicht gestellt habe. In seiner Entmuthigung wollte er seinem Dasein in demselben Theater ein Ende bereiten, welches die Ursache seiner Enttäuschung geworden. Budget-Berathung. Paris, 29. März. Senat und Kammer hielten heute je drei Sitzungen ab, um mit dem Budget noch vor Ende des Monats fertig zu werden. Es soll hierdurch die Nothwendigkeit von Zu-satz-Erediten vermieden werden. Der Senat kam mit seiner Arbeit zu Stande und nahm auch einen ZuschlagZoll von 25 Cents per 100 Kgr. auf natürliches Petroleum an. Dagegen verwarf der Senat die von der Kammer angenommene Bestimmung, welche die Regierung auffordert, ein Gesetz zur Schaffung eines Staatsmonopols für raffinirtes Petroleum vorzubereiten. Die Senats - Amendements konnten in der Deputirtenkammer heute nicht mehr zur Berathung kommen, da das Budget zu spät zurückgesandt wurde. Deutschland. Günstige Fortschritte. Berlin. 29. März. Das Besinden der Kaiserin, die am Freitag einen leichten Armbruch erlitt, macht gute Fortschritte. Sensationelle Enthüll u n g e n. Berlin, 29. März. Aus Düsseldorf kommt Nachricht über einen gewaltigen Scandal, der selbst die Stern-berg-Affaire in den Schatten zu stellen verheißt. Bisher angesehene Bürgerkreise sind in Mitleidenschaft gezogen, und Dutzende von Familien erscheinen auf das Schwerste kompromitirt. Durch einen Selbstmord ist die Aufregung des Düffeldorfer Publikums auf den Si?dePunkt gestiegen. Von der dortigen Polizei ist ein Assignationshaus ausgehoben worden, in welchem viele bisher geachtete Bürger und Bürgersfrauen verkehrten, deren intime Verhältnisse nun demnächst vor Gericht ventilirt werden sollen. Die ganze Sache kam durch eine Beleidigungsklage an's Licht. Der Arzt Dr. Weidenmüller hatte im Kreise von Bekannten erzählt, die Ehefrau des Ingenieurs Eck verkehre in jenem Hause mit dem Leutnant a. D. Löw und habe mit demselben häusige Zusammenfünfte. Die Geschichte kam dem Ingenieur Eck zu Ohren und dieser verklagte den Dr. Weidenmüller wegen Beleidigung. Der gerichtliche Termin kam heran und in ihm beschworen sowohl Frau Eck wie der Leutnant Löw, daß dieBe hauptung des Arztes unwahr sei.

Dr. Weidenmüller erbrachte aber den Beweis der Wahrheit und Frau Eck sowie Leutnant Löw wurden daraufhin wegen Meineids verhaftet, und dadurch wurde der gan? Unfug enthüllt. Jetzt kommt nun die Meldung, daß Frau Eck im Untersuchungsgefängnisse Selbstmord begangen und den Tod der unausbleiblichen Schande vorgezogen hat. Frauen-Jntriguen. Berlin, 29. März. Der plötzliche Amtsrücktritt des ehemaligen Regierungspräfidenten von Hannover, Hans von Brandensteins, welcher vor mehreren Wochen in gleicher Eigenschaft nach Magedeburg versetzt wurde, aber diesen Posten nicht mehr antrat, beschäftigt die Presse noch immer. Mehrere Blätter lassen die bisher für Brandenstein's Ausscheide! aus dem Dienst angegebenen Gründe nicht gelten, sondern beharren dabei, daß er das Opfer einer Intrigue wurde und damit einer verheißenden Karriere ein vorschnelles Ende bereiter worden ist. Ein Hannover'sches Blatt deutet an. daß die Gemahlin des Generalfeldmarschalls Grafen v. Waldersee ibekanntlich eine Amerikanerin, eine geborene Lee von New Jork) ihre Hand sehr bedeutend im Spiel gehabt habe, um dem Regierungspräsidenten in Hannover, wo auch die Waldersee's residiren, die amtliche Laufbahn zu verleiden. Die Gräfin soll dem Kaiser eingeflüstert haben, Brandenstein sei ein Trunkenbold, und der Kaiser hat angeblich die Versetzung anbefohlen, welche dem Betroffenen durchaus wider den Strich ging und von ihm nur als Akt der Ungnade aufgefaßt werden konnte. Reichstagswahl. Berlin, 29. März. Eine heute ausgegebene kaiserliche Verordnung setzt als Taz für die Reichstagswahlen den 16. Juni an. Börse und Handel. Berlin, 29. März. Der Börsenmarkt hat in der letzten Woche abermals die Lage in Wall Street mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt. Nach der Frankfurter Zeitung" hat unter allen sonstigen Factoren die Schwäche New Yorks die Börse am stärksten beeinflußt. Im Ganzen blieb der Börsenmarkt jedoch stark und zeigte gestern

eine größere UnavbünqiQteit von vletv Vork und London. Es wird angekündigt, daß die Krupps für Ausdehnung ihrer Werke 5 Millionen Dollars anwenden wollen. Die endgültigen Schätzungen für Deutschlands Handel im Jahre 1902 sind: Einfuhr 81,455,445,000, ein Anwachsen um 623,850,000. Ausfuhr: tzl. 203.285.000. ein Anwachsen um $75,122,500. Die Einfuhr aus den Ver. Staaten betrug 8227,775,000, eine Abnahme um $32,750; Ausfuhr nach den Ver. Staaten S112.300.000, ein Anwachsen um 815,850,000. Oesterreich-Ungarn. Mysteriöses Attentat. Wien, 29. März. Die Mittagszeitung tischt ihren Lesern eine merkwürdige Geschichte auf. Bei einer Hoftafel bemerkte der Hofmarschall Apponis grüne Flecken in den Tellern. Er ließ sofort die Teller entfernen und einem Chemikec zur Untersuchung übergeben. Das Ergebniß wird geheim gehalten, doch sagt ein Gerücht, es sei eine Vergiftung der ganzen Hofgesellschaft beabsichtigt geWesen. Zahlreiche Brände. Wien. 29. März. In den letzten 2 Tagen sind in verschiedenen ländlichen Distrikten von Oesterreich. Ungarn und Galizien ungewöhnlich viee Brände vorgekommen Die Behörden vermuthen Brandstiftung. Neufundland. Seehundsfang. St. John, 29. März. Die SeeHundsdampfer Virginia Lake" und Aurora" sind heute früh von den Eisfeldern eingetroffen, ersterer mit 25,000, der letztere mit 23,000 Seehunden. Der gesammte Sehundsfang in diefem Jahre wird etwa 360,000 Stück ausmachen. San Domingo. Vonder Revolution. Washington, 29. März, Wie Gesandter Powell depeschirt, haben die Regierungstruppen jetzt San Domingo umzingelt. Die revolutionären Truppen sind demoralisirt; an den meisten übrigen Plätzen imLande herrscht Ruhe. Ex - Präsident Figuera sucht mit Vasques ein Arrangement zu treffen.

Rußland. Arbeiter-Unruhen. St. Petersburg, 29. März. Die Amtszeiiung in Tiflis kündigt an, daß kürzlich in Batoum und Baku, den Centren der russischen Petroleum - Industrie , Unruhen stattfanden , die durch Militäl unterdrückt wurden. Der Gouverneur von Baku erhielt eine leichte Verletzung. Zahlreiche Personen wurden verhaftet und zu Gefängnißstrafen vcrurtheilt. Das Amtsblatt gibt nur magere Einzelheiten über die Ruhestörungen und die Vermuthung liegt nahe, daß dieselben ernsthafter waren, als die officielle Darstellung zugestehen haden will. Italien. Neue Würdenträger. Rom, 29. März. Der Papst hat die Absicht geäußert, Ende April oder Anfang Mai ein Konsistorium abzuhal ten, das in erster Linie für die Ernennung von Bischöfen nothwendig ist. Bezüglich der Ernennung neuer Cardinäle ist noch nichts entschieden; möglicherweise werden keine kreirt. Doch selbst falls es hierzu kommt, so ist betreffs der Ausländer noch nichts bestimmt. Als einzige Namen werden erwähnt die Monsignors Nocella und Pericoli, Hausprälaten des Pontifer; Monsignor Taliani, der päpstl. Nuntius in Wien, und Monsignor Ajuty, der päpstliche Nuntius in Lissabon. Die Cardinäle der Congregation der Propaganda sind benachrichtigt, daß am 6. April eine Sitzung stattfindet, in welcher die Ernennungen der Coad-jutor-Bischöfe von St. Louis und Eincinnati berathen und bestätigt werden sollen. Es ist so gut wie sicher, daß Bischof Hogan von Kansas, City zum Coadjutor des E'zbischofs von St. Louis ernannt wird. Für Cincinnati kommen die Bischöfe Moeller, Columbus, O., und Maes, Covington, Ky., in Betracht; ersterer hat bessere Aussichten, De seine Ernennung auch Erzbischof Elder wünscht Canada. Neue Bahn. Toronto, 29. März. Canada wird eine weiere TranseontinentalBahn bekommen. Den Endpunkt im Osten soll Quebec, den im Westen Port Simpson, B. C., bilden. Die Bahn soll der canadischen Paci-sic-Bahn parallell gehen, indessen 200 bis 400 Meilen weiter nördlich das eigentliche Herz Canada's mit dem Weizen-Belt durchqueren. Trans Canada Railway" ist der Name der Bahn. Die Regierung des Dominiums hat den Gründern einen Freibrief gewährt; hervorragende Capitalisten aus Großbritannien und Canada sind an dem Projekte interessirt. Canada besitzt nunmehr eine transcontintentale Linie, eine zweite nähett sich rasch ihrer Vollendung und zwei weitere, die Grand Trunk Pacific- und die Trans Canada-Linie sind im Entstehen begriffen. Franz. Flüchtlinge. S t. I oh n s. N. B., 29. März. 21 Schwestern der Töchter Jesus, die aus Frankreich unter dein VereinsGesetz ausgewiesen sind, wurden heute von den hiesigen Schwestern vom Guten Hirten und den Schwestern der Wohlthätigkeit in Obhut genommen. Die franz. Schwestern trafen gestern auf dem Dampfer Lake Eric" von Liverpool ein, die meisten auf dem Wege nach Three Rlvers, Ouebec, wo acht Häuser des Ordens bestehen. Honduras. Am erikaner in Bonilla's Diensten. SanFrancisco, Ca., 29. März. Die Streitkräfte des rüstdel,ten Bonilla von Honduras werden, wie man erfühlt, von Col. Lee Chrisman, einem früheren Offizier der Ver. Staaten, geführt. Unter den Mannschaften sollen sich viele Deserteure von den Kreuzern New York" und Ranger" befinden. Chrisman befehligt 7000 Mann. Schweden und Norwegen. Ziegler'scbe NordpolExped i t i o n. Tromsoe, 29. März Capitän Coffin ist mit 12 Mann, welche sich an der Ziegler'schen Nordpol-Erpedition betheiligen, hier eingetroffen. Die Reparaturen bei dem Expeditions-Dam-pfer sind vollendet. Alle Vorräthe werden in den Ver. Staaten angekauft.

Aus vcm somnlllanv. Ueber die Ereignisse im Somali lande laufen die Nachrichten immer no chtheelöffelweise ein. und als Gesammtergebniß ist die Thatsache festzustellen, daß ver Fortgang der Dinge zunächst höchst langsam-ist. Nachrichten von Ort und Stelle waren bisher von der Küste aus Obbia oder Berbera datirt. Besonde'rs vom erstgenannten Punkte senden die Berichte?statter Mittheilungen ein. Neuerdings kommt nun aber auch eine Depesche dcs Londoner Daily Graphic aus dem 135 Kilometer von Berbera gelegenen Burao, als erste Zeitungsdepesche hinzu, die über die neuangelegte Landlinie gegangen ist. Die Strecke Berbera-Bu-rao wurde, fvic der Daily Telegraph aus Aden vernimmt, zweimal dnrchgeschnitten, ehe sie vollständig in Betrieb gelangte. Deshalb haben, wie es scheint, die Telegravbisten zuleht mit Starkström gearbeitet, um den Zerstörern das Vergnügen bei ihren Operationen zu stören. Der Gewährsmann des Daily Graphic befindet sich in Garrero, 90 Kilometer südöstlich von Burao, bei der Kolonne, die mit der von Obbia anrückenden Kolonne des Generals Manning zusammentreffen soll. Während man bisher nur von Kamelmangel auf britisch:? Seite und von Kamelverlusten vernommen bat. weiß die vorlieg.de Dcvesche von 200 Kamelen zu melden, die von den Engländem den Anhängern des Mahvis abgekniffen wurden. Vom Auftreten der Cholera im britischen Lager, das aus französischer Ouelle hierher berichtet wurde, weiß der Vertreter des Graphic nichts, dagegen erwähnt er, daß die Krankheit unter den Scbaaren des Mahdis sich eingenistet habe. Die Nordkolonne ist augenscheinlich mit Tragthieren besser versehen als die von Obbia anrückende, die auf Mudug, den Landstrich, wo Oberst Swayne im Oktober seine Niederlage erlitten, ibre Richtung genommen hat. Nach einer Reuter'schen Meldung soll in di?serGegend ein neuer Posten eingerichtet werden, der Lebensmittelvorrätbe auf drei Monate erhält und dann als Basis für weitere Bewegungen dienen würde. Sobald früh im April die Streitmacht sich in Mudua festgesetzt bat, soll die Verbindungslinie zwischen Mudug und Obbia aufgerollt und der Rest der Vorräthe und' das sonstige Zubehör nach Berbera verschifft werben. Die miszrntlicncn Hühner. Cubat. der Küchenchef des Zaren, war schon Küchenchef unter Alexander den Zweiten. Aus seiner damaligen Wirksamkeit erzählt derselbe folgen2e hübsche Anekdote: Ich war dem Hofe nach der Krim gefolgt, wo man während des Herbstes wobnen sollte. Das Geflügel dort war erschreckend mager, und in Anbetracht der Entfernung konnte man keines aus Frankreich schicken lassen. Ich enischloß mich endlich einen Geflügelzüch ter zur Mästung des Federviehs kommen zu lassen. Die Sache ging sehr gut. und unsere Thiere wurden zusehends dicker. Als die ersten so weit waren, wie ich wollte, ließ ich sie schlachten, braten und brachte sie auf die kaiserliche Tafel. Der Zar mach e mir ein Kompliment über ihr Ausseben. Aber kaum hatte er ein Stüc! gekostet, so veränderte sich sein Gesicht. Er rief mich wieder zu sich und sagte: Was haben nur Ihre Hühner?" Aber Sire " Schmecken einmal!" Thatsächlich, Sire! Die Hühner haben irgend einen Geschmack!" Aber welchen? Ich suchte und suchte, konnte mir aber den Geschmack nicht erklären. Erst nach langen Nachforschungen gestanden die Diener, welche die Aufsicht über das Geflügelhaus hatten, daß das zu Desinfektionszwecken bestimmte Material öfters in die Futtertöpfe gekommen fei. Mein ganzes Geflügel war ohne Ausnahme damit angesteckt. Es war aber nichts zu machen. Der Kaiser wollte von den Krimhühnern nichts mebr hören. Was ist ein Schubiak? Aus Rom wird der Wiener Zeit" berichtet: Es ist eine altbekannte Thatsache. daß die Neigung der Deutschen, mit einander im Unfrieden zu leben, in verschiedenen deutschen Kolonien Jtalicns besondere Blüthen treibt. So gingen kürzlich auch in einer solchen südnalicnischen Kolonie zwei deutsche Herren vor den Kadi, und zwar verklagte der Eine den Anderen, weil er ihn einen Schubiak" genannt habe. Der italienische Richter wünschte natürlich zu wissen, was ein Schubiak sei. da er doch sonst die Schwere der Beleidigung nicht evmenen könne, allein kein Mensch konnte es ihm crklären. Der Kläger, ein Berliner, versicherte, daß Schubiak in Norddeutschland eiu höchst ebrenkränkender Titel sei, aber eine Definition könne er nicht geben; der Verklagte antwortete dasselbe. Schließlich wurden Sachverständige aus der deutschen Kolonie vorgeladen; sie betonten gleichfalls 9m beleidigenden Charakter des Ausdrucks, aber weiter kamen sie auch nicht. Und da die Parteien einen Vergleich ablehnten, so verurtheilte schließlich der Richter den Angeklagten zu fünf Lire Geldstrafe, aber was ein Schublak ist, hat er nie erfahren. So viel uns bekannt ist, nennt man in Ost- und Westpreußen Schubiak die Pfosten, welche man in den schwel':?Höfen einschlägt, damit die Grunzer sich daran reiben können, wenn sie die Haut iuckt.

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