Indiana Tribüne, Volume 26, Number 184, Indianapolis, Marion County, 27 March 1903 — Page 3
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Programm Der französischen Regierung jetzt völlig durchgeführt.
Auch die Earthäuser müssen Frankreichs Boden verlassen. Nähere Einzelheiten über die ßntDeckung von Chase. Kammer-Abgeordnete bilden schieds gerichts-Gruppe. Kein Gegenseitigkeitsvertrag zwischen Jamaica und den Ber. Staaten. Nikaragua erfreut sich wieder des Friedens. Interessante Ausschlüsse der neuesten Südpol-Forschung. Frankreich. Ausweisung der KartHäuser. Paris, 26. März. Die Deputirtenkammer brachte heute das Regierungsprogiamm betreffs der religiösen Männerorden, die um Erlaubniß wnteren Aufenthalts in Frankreich nachgesucht hatten, zum Abschlüsse, indem das diesbezügliche Gesuch der KanhäuserMönche mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Die Karthäuser, Hersteller eines berühmten Liqueurs und der reichste Orden in Frankieich, bilden eine von den übrigen Körperschaften getrennte Klasse. Abbe Lemire sprach zu Gunsten der Mönche, die sich als Wohlthäter der gesammten Umgebung des Klosters erwie sen und deren durch ihre Industrie verdientes Geld mit offenen Händen unter die Armen vertheilt worden sei. Der wirkliche Grund der Austreibung des Orden Z, sagte der Redner, bestehe in der Furcht, sein Geld werde zu politiZwecken verwandt. Dies sei eine unwahre Behauptung. Minifter-Präsident Combes erwiderte, die Beweisgründe zu Gunsten der CarthäuserMönche können auf die Versicherung ermäßigt werden, daß der Orden Gutes thue und daß die Entscheidung gegen ihn im Lande einen peinlichen Eindruck mache. Er habe jedoch eine ganz verschiedene Anschauung. Die Carthäuszr stehen unter derselben Leitung wie die übrigen Orden und sie sollten in derselben Weise behandelt werden. Es sei nicht statthaft, sie zu begünstigen, weil sie reich seien. Man weise darauf hin, daß die Entfernung der Mönche für das De partement Jsere, wo ihr Kloster liegt, einen schweren Verlust bedeute. Jedoch die Kammer dürfe keinen materiellen Erwägungen Raum geben; Religion mit kommerziellen Unternehmungen zu verquicken, wirke entsittlichend. Die Mönche hätten sich zwar nicht mit Trommeln und Trompeten gleich den andern Orden an der Politik betheiligt, ahn eine lebhafte Propaganda gegen die Republik entwickelt. Der Carthäuser-Superior habe erst kürzlich ein Pamphlet unterzeichnet, das alle Bürger auffordert, die Zahlung der Steuern zu verweigern und die republik. Beamten zu boycottiren. Daraufhin lehnte die Kammer mit 338 gegen 231 Stimmen die Berathung des Zulassungsgesuchs ab und vertagte sich dann. Während der Sitzung versammelten sich einige hundert Personen in der Straße vor der Deputirtenkammer und begannen Hochrufe auf die Mönche auszubringen. Die Thüre des Palais Bourbon wurden sofort geschlossen und die Militär-Garde ausgesandt. Indes sen gelang es der Polizei, die Menge in Ruhe zu zerstreuen. Etwa 20 General'Superioren von Orden beschlossen in einer Versammlung, nur gewaltsamer Austreibung weichen zu wollen. General MacDonald. P a r i s, 26. März. Die Leiche des durch Selbstmord im Hotel Regina um's Leben gekommenen Generalmajors Sir Hector MacDonald wurde heute nach der britischen Todtenkapelle gebracht, um die Ueberführung nach Schottland abzuwarten. Von der Vorschrift, Selbstmöroer-Leichen in der Morgue auszustellen, wurde auf Wunsch der britischen Botschaft Abstand genommen. Die letzten Arrangements werden von der Famil'e des Dahingeschieden getroffen. Offenbar in dem Wunsche, das Andenken des Generals aus Rückficht für die Familie zu schonen, stellt die Botschaft den angeblichen Fund von Briefen im Zimmer des Verstorbenen in Abrede.
Neue parlam. Gruppe. Paris, 26. März. In der Deputirtenkammer hat sich eine parlamentarische Gruppe gebildet, welche die Förderung des internationalen Schiedsgerichtsgedankens bezweckt, urn Präsidenten der Gruppe wurde Baron Estournelles de Constant, der französische Delegat zur Haager Schiedsgerichtsconferenz, erwählt. Ueber 100 Abgeordnete ohne Rückficht der Partei, darunter der frühere Minister Caillaux, Abbe Lemire, Socialisten-Führer Jaures und der frühere Handelsmin ster Millerand find beigetreten. Der Handelsminifter ernannte heute eine Anzahl Journalisten als Comite der französischen Presse für die St. Louiser Ausstellung. Vorsitzender ist der frühere Minister und Redakteur der Petit Parisien" Jean Dupuy, unter den übrigen Namen befinden sich u. a. die von Paul de Cassagnac und Jules Claretie. Erregte Geister. P a r i s, 26. März. Die Vorsteherin und 4 Schwestern eines Ordens werden heute im Polizeigericht wegen Verletzung des Vereinsgesetzes zu Geldstrafen verurthcilt. Ihr Weggang vom Gericht führte zu Demonstrationen und Gegendemonstrationen, bei welchen ein Priester verhaftet wurde. Fall Chase. Paris, 26. März. Generalconsul Gowdy machte heute in einem Interview verschiedene der bemerkenswerthen Vorkommnisse im Falle des jungen Moses Fowler Chase aus Lafayette, Ind., bekannt, dessen Aufenthalt mehrere Jahre hindurch den Gegenftand eifriger Nachforschungen bildete. Die Mittheilungen sind im Wesentlichen dieselben wie jene der gestrigen Nacht; manche Einzelheiten erfahren jedoch eine interessante Beleuchtung. Nach Herrn Gowdy wurden die Nachforschungen nach Chase durch lverschiedene Personen, darunter eine Frau, nach seinen persönlichen Instruktionen betrieben. Auch Polizei-Präfekt Lehme und ein Polizei-Commissar Foquet unterstützten den Generalkonsul auf jede Weise. Chase wurde in der hiesigen PrivatHeilanstalt von Dr. Comar gefunden und nach Untersuchung durch zwei französische Aerzte, die ihn als geisteskrank erklärten, nach einer anderen Anstalt überführt. Herrn Gowdy nach wird das Vermögen Chase's auf 1,000,000 geschützt, hauptsächlich in GrundstücksBesitz in Benton Ccunty, Ind., bestehend, den er von feinem Großvater ererbt hat. Herr Gowdy führte zugleich die Namen der verschiedenen Hauptinteressenten in Cincinnati, Indianapolis und anderen Plätzen, die sich gelegentlich bekämpfen, an. Chase's Vater wird hier durch Herrn Cachard von Lafayette vertreten, der mit Addison C. Harris in Indianapolis, dem früheren Gesandten bei Oesterreich, associirt ist. Herr Gowdy hat sich noch nicht darüber entschieden, ob der Knabe in Paris bleiben oder nach Amerika gebracht werden soll. Ueber den Antrag des Vaters des jun gen Chase, ihn zum Vormund über seinen Sohn zu bestellen, wird im Mai vor dem Bundesgericht zu Jndianapolis verhandelt. Spanien. Auflösung der Cortes. Madrid. 26. März. Ein Ca binetsrath unter Vorfitz des Königs nahm heute den Militärvoranschlag von $30,600,000 an. Präsenzstärke der Armee ist vom Kriegsminister auf 100.000 Mann firirt. Die Cortes find durch kgl. Dekret aufgelöst; Neuwahlen 26. April bezw. 10. Mai. Marocco. Tanger in Nöthen. New V o r r k, 26. März. Die Times" erfährt aus Tanger, daß diese Stadt dringende Briefe um militärischen Beistand nach Fez gesandt hat. Ohne solchen würden die Unruhen unter den Gebirgsftämmen einen sehr ernsthaften Charakter annehmen. Es werden über 1000 Mann verlangt. Nikaragua. Revolution unterdrückt. Managua, 26. März. Die in Jnigilpa, Departement Contales, aus gebrochene Revolution ist unterdrückt. Jnigilpa ist von den Regierungstruppen wieder genommen ; die Forts am See Nikaragua und am Flusse San Juan find in den Händen der Regierung. Die Regierung hofft zuverfichtlich, daß in wenigen Tagen die Ordming völlig wiederhergestellt sein wird.
Deutschland.
Die Antwort des Präsid e n t e n. Berlin 26. März. Botschafter Tower übergab heute dem Staatssekretär des Auswärtigen Richthofen eine Depesche des Staatssekretärs Hay, wodurch Präsident RooseZ.elt sich für die Einladung des Kaisers, das nordatl. Geschwader während der Re gatta-Woche im Juni nach Kiel zu senden, bedankt. Es wird darauf hingewiesen, daß die Kreuzfahrt ausschließlich Dienstzwecken dient ; das Geschwadcr läuft keinen Hafen auf dem europ. Continentc an und die ganze Reise erstreckt sich nur bis zu den Azo-ren-Jnscln. Der Kaiser, der eine Vorliebe für amerikanische Marine -Offiziere besitzt, wünscht außerdem die Kieler Regatta möglichst interessant zu machen. Botschafter Tower und MarineAttache Potts besuchen Kiel während der Regatta-Woche und sind auch beim Jahres-Diner des 7)acht Clubs zugegen. Grobbritannien. Die Gesundheit des Königs. London, 26. März. Die BeHäuptling der Liverpool Post", König Edward's Gesundheit sei erschüttert, findet in eingeweihten Kreisen keine Bestätigung. Der König, der sich häufig in der Oeffentlichkeit zeigt, ist augenscheinlich bei vorzüglicher Gesundheit und Stimmung. Er reiste heute Nachmittag zum Besuch des Lord Derby in Knowsley Park, Lancafter, und zur Besicht!gung der morgigen Rennen in LiverPool ab. Am Montag tritt der König die Reise nach Lissabon an, später eine Yachtfahrt. Die Königin begibt sich aus drei Wochen nach Copenhagen. Heute Abend wurde amtlich angekündigt, daß das Königspaar im Mai Schottland besucht. Der Weg zum Südpol. London, 26. März. Präsident Markham von der Kgl. Geographischen Gesellschaft bemerkt bei Besprechung der Erfolge des britischen Südpolschiffes Discovery", es sei jetzt hinreichend erwiesen, daß der größte Theil der SüdPolgegend aus einem unbewohnten Continente bestehe. Der Capitän der Discovery", Scott, drang 100 Meilen weiter südlich vor als jemals ein Forscher und fand eine bisher völlig unbekannte, ausgedehnte Gebirgsgeaend, die sich bis 83.20 Grad südlich erstreckt. Seiner Ansicht nach zeigt dies, daß das Land bis zum Pol aus einer Reihe sehr hoher Berge besteht, ein Resultat, das man als den wichtigsten geographischen Erfolg in der bisherigen Südpolforschung betrachtet. Die Discovery" überwinterte 400 Meilen südlicher als jemals ein Schiff. , Westindien. Kein Gegenseitigkeit s-V e rtrag. Kingston. Jam. . 26. März. In der heutigen Sitzung der Legislatur kündigte der Gouverneur Sir Augustus Hemming an, der Gegenseitigkeits-Ver-trag mit den Ver. Staaten sei auf Grund von Vorstellungen aus Washington aufgegeben, nach welchen es aussichtslos märe, eine Zustimmung des amer. Senats zu erwarten. Rußland. Weitere Gewaltftreiche. Stockholm, 26. März. Wie eine aus Helsingfors, Finnland, eingetroffene Depesche ankündigt, sind 43 Geistliche gleichzeitig des Amtes entsetzt worden, weil sie sich weigerten, den Behörden bei Durchführung des ncuen Militär-Dienst'Gefetzes beizustehcn. Das Schullehrer-Seminar in Sor daval ist geschlossen. Philippinen. War angeblich harmlos. Washington. 26. März. Sekretär Root hat eine Depesche von Gouverneur Taft erhalten, nach welcher in Surgao völlige Ruhe herrscht. DenVorkommnissen daselbst könne keine politische Bedeutung zukommen, da die Führer aus Sträflingen und wegen unehrenhaften Benehmens entlassenen Conftabler bestehen. Aktive Mitglieder der Conftabler nahmen nicht Theil. Clarke hat die Bande allein angegriffen und sei sofort niedergehauen worden; sonst wurde Niemand verletzt. Schiffsnachrichten. Abgefahren: London : Minneapolis" nach New York. New York : La Champagne" nach Havre; Großer Kurfürst" nach Bremen.
Aus der guten allen Zeit in
Frankfurt a. Bi. In der Deutschen Verkehrszeitung, Organ für das Post- und Telegraphenwesen und für die Interessen der deutschen Verkehrsbeamten, berichtet Rikfyud Herget-Kassel über eine interessante postalische Affaire, die sich zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in Frankfurt a. M. abgespielt hat. Die Ungeduld des Publikums einerseits und die oftmals als geradezu aufregend bezeichnete Gemüthsruhe des hinter dem Postschalter amtirenden Beamten andererseits sind zwei ständigc Klagen, zwei Begleiter des Postdienstes gewesen, und werden es auch bleloen. Daß jedoch einmal die Ungebühr des Publikums so weit ging, daß nach Ansicht der maßgebenden Behörde die Ruhe und Sicherheit des Staats-Jnstituts der Post gefährdet schien und deshalb die Stellung einer Schildwache für erforderlich erachtet wurde, dürfte nicht Jedem bekannt sein. Und doch ist dem so. wie aus dem Urkundenbuch der Freiherrn v. Eberstein hervorgeht. Hier findet sich folgende Eingabe des Ministers v. Eberstein an Karl, von Gottes Gnaden Fürst-Primas dcsRheinischenBundes, Großherzog von Franken. Erzbischof von Regensburg u. s. w." Frankfurt. 3. Februar 1813. Euer Königliche Hoheit! Der Herr Staatsrath und Ober-Post-Direktor Frhr. v. Vrints hat mich gestern d.irum angegangen, ich möchte seine schon einigemale unterthänigst angefachte, aber unerfüllt geblieben: Litte bei Euer K. Hoheit empfehlen, daß doch eine Schildwache an das Bureau des Großherzoglichen Ober-Poft-amts gestellt werden möge, um dem oft ärgerlichen Zubringen und den sich zwischen den die Briefe abholenden oder solche aufgebenden Personen ergebenden Streitigkeiten und Thätlichkeiten vorzubeugen. Ich halte unmaßgeblich diese Anstalt für allerdings zweckmäßig und nothwendig, damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung bei dieser Staatsanstalt, bei welcher der aufgehängte Großherzogliche Postfchild Ruhe und Respekt schon an sich gebieten sollte. erhalten werde. Es besteht auch diese staatspolizeiliche Anordnung in allen großen Städten der französischen, österreichischen, preußischen, sächsischen, bayerischen, württembergischen Staaten. wo Garnison liegt, und selbst an Orten, wo die Postämter mit dem so wichtigen Ober-Postamt in Frankfurt gar nicht in Vergleich kommen, wie ich solches ehemals in den Städten Freibürg im Vreisgau und Konstanz selbst oft gesehen habe. Wenn der Herr General dahier dagegen eingewendet hat. daß er eines Postens mehr bedürfe, so kommt dieses in Vergleichung mit Handhabung der öffentlichen Sicherheit bei der Post gar nicht in Betracht anb es ist ja nicht der Ober-Postamts-Direktor, welcher eine Auszeichnung für sich, sondern nur Sicherheit und Ruhe für das Staats-Jnstitut der Post verlangt? Euer K. Hoheit h. Entschließung diese Bitte unterthänigst unterstellend. habe ich die Gnade respektvollst zu beharren. Euer Königlichen Hoheit unterthänigster Diener Eberstein. Die Entscheidung des Fürsten wird durch folgende Randverfügung bald zetroffen: Werthester Herr Minister! Ich ersuche Sie in meinem Namen :ine Weisung an Herrn General en Chef zu entwerfen, die ich ausfertigen werde. Karl. Hoffentlich, so kommentirt Herr Herget diesen Briefwechsel, hat die Schildwache den sonst in seiner Art doch als gemüthlich bekannten Frankforter" im Zaume gehalten. Dessen Ungeduld mag allerdings auch seinen Iruno gehabt haben, wenn Josef Kolb in seinem Aufsatze Die Post vor 50 Jahren" Recht hat, indem er schreibt: Bei der Annahme und Ausgabe mußte das Publikum Spalier bilden, weil meistens nur ein einziger Schalter geöffnet war. Die Abholer und Aufgeber standen der Halle entlang bis auf das Trottoir auf der Zeil und konnten froh sein, wenn sie nach 1 bis 2 Stunden abgefertigt wurden. Die Briefpostezpedition befand sich links vom Postthore, die Fahrpostexpedition rechts im PostHofe. Bei der letzteren waren alle Stellen durch alte Beamte besetzt, welche sich durch kolossale Grobheit auszeichneten. Neun Zehntel aller Packetaufgeber wurden das erste Mal wegen Mängel in der Verpackung zurückgewiesen, und wehe dem Lehrling, de? sich in solchem Falle eine abfällige Bemerkung erlaubte! Als ein solcher bei der drittenZurückweisung seines Packets ungebührliche Bemerkungen laut werden ließ, faßte ihn der Schalterbeamte, der dicke Ober-Postamtssekretär Dr. W.. am Kragen, zog ihn zum Schalterfenster hinein und bearbeitete ihm unter dem Jubel der in der SchalterHalle versammelten Ausläufer nachdrucklich die Hin!erseite. ohne daß er durch den anwesenden Fahrpostinspektor darin gehindert worden wäre." Gczäymte I -ischottcrn. Vor etwa 25 Jahren besaß der damalige Regimentsschneider der Garnison Parchim in Mecklenburg stetMwenigstens eine zahme Fischotter. Das Thier wurde in dem Diensigarten. der av. den Fluß der Elde stieß, in's Wasser geschickt, wo sie gelegentlich auch wohl fischte. Auf einen Pfiff verlieh sie dann das Wasser wieder und folgte Renner willia in die Mobnuna.
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Ecke Noble und St. Clair Stt. Ich rlaube mix meinen Freund, und ekannte anzuzeigen, daß ,ch uuter dem Namen "The Victor" aa obengknanntem Platze ein in jeder eziehunG erfte lasse Wirthschast eröffnet habe, ES wird mein Bestreben sem. ein in jeder Be,iehuv respeNable Hau zu führen und an meine Geschäft, freunde, bei roulanter Bedienung, die besten Qual, täten an imporNrten und einheimischen Wein. Liqubren, Cigarren. ,er. etc. zu verabreichen. wird mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem zetzige Lokale begrüßen zu können. chtungSvoll HENRV VICTOR. Mandolin-, (&uitav und Banjo-Lehrer. Studio : J60 Ost Market Str. Zimmer No. 6 und 7. 431-433 Massachusetts Ave. FEDERM. UNION SURETY CO. von Indianapolis. liefert Bürgschaften irgend welcher Art. Hgh Vougherttz, Präsident. ?udoru SR. Johnson, Sekretär. 209218 Lemcke Vuilding. Phones -Main 2010 ; Neu 3134. Pferde-Geschirre, Bnggies, Koffer und Reisetaschen am besten und billigsten bei 136 Ost Washington Str. Große uSwayt von Aug. Diener. Ro. 449 Ost Washington Str. Neues Telephon 252. Harzer Canarien Vögel Papageien, Spottvögel und alle Sorten Sing- und Ziervögel. quaria Gloves, Goldfische, 10c aufwärts. äfige, Spottvogelfutter, Vogel-Saamen etc. C. F. KLEPPER, Zu vermiethen : Zimmer im Majestic :: Gebaeude zu reduziricn Preise. Da fernste Office-Gebäude in de? Stadt Vollständig feuersicher. Schnelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei (Jragoiy & Appel, Agenten, r du JndianavoliS GaS Co. Deutsche Buchhandlung. arl Pinavaok. S Virginia ve.. 34. lVembroke rcade.)
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