Indiana Tribüne, Volume 26, Number 183, Indianapolis, Marion County, 26 March 1903 — Page 5

Jndiana Tribune. 2. März 19o3.

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V, . II Lttjerung betrügerischer Aufsätze für hm asiafte gegen Zahlung. Professor Dr. Uhlig bringt in einer Nummer der Zeitschrift für das humanistische Gymnasium" nachfolgendes, an einen Gymnasiasten gerichtete Schreiben, deen Inhalt für sich selbst spricht, zum Abdruck: Sehr geehrter Herr! Ihr werthes Schreiben kam in meinen Besitz, und beantworte ich es umgehend. Zuerst die geschäftlichen Angelegenheiten. Daö Honorar würde sich für dieses Thema als allgemeines od sogenan.'tes freies Thema auf 5 Mark zu stehen kommen. Als Geschäftsprinzip muß ich Sie bei Ihrem ersten werlhen Auftrag bitten, den obigen Betrag vor Beginn der Ausarbeitung zu senden, wie ich überhaupt an dieser Art, unsere geschäftlichen Differenzen auszugleichen, auch bei werteren Aufträgen festzuhalten bitten muß, wenn Sie es wünschen, ferner mit mir unter Chiffre fct Verbindung zu treten. Nennen Sie mir jedoch Ihren werthen Namen und Adresse, so ließe stch auch wohl hierfür ein anderer Modus finden. Sofort nach Empfang d:s Honorars beginne ich mit der Ausarbeitung des Aufsatzes, welchen Sie dann nach 3 bis 4 Tagen unter Chiffre oder direkt in Ihre Wohnung erhalten. Sehr eilige Arbeiten würde ich schon in einem Tage erledigen. Honorar natürlich entsprechend höher berechnet. Bei weitern Aufträgen könnte ich Ihnen, geehrter Herr, besondere Vorzugspreise, d. h. eine Ermäßigung des Honorars für alle Arten von Aufsätzen von etwa 20 Prozent geben, wenn es Ihnen gelänge, mich in Ihrem Gymnastum einzuführen. Zu diesem Zwecke haben Sie nur nöthig, mir die genauen Adressen in Ihrer Klasse sollen Sie selbstverständlich der einzigste sein einzusenden. Ich mache dann den betreffenden Herren Offerte, ohne Ihrer als Quelle G;uavmmg zu thun. In betreff des Aufsatzes selbst erlaube ich mir nur noch einige Fragen: Besuchen Sie ein Gymnasium oder Realgymnasium? Die Beantwortung ist wegen der Verwendung griechischer Citate von Wichtigkeit. Ferner: Wünschen Sie einen Aufsatz mit ,gut' censirt, ode? genügt es Ihnen, da Sie offenbar doch im Deutschen etwas schwach sind, mit einem .genüggend' anzufangen? Nach jedem Aufsatz können Sie ja dann ein wenig besser werden. Und dann noch eins: Wünscht Ihr Herr Magister einen lebendigen, schwungvollen Stil oder eine klare, nüchterne Auseinandersetzung? Ist Einsendung der Disposition nöthig? Rückporto bitte ich nicht zu vergessen. Indem ich Innen für das Vertrauen, das Sie zu mir und meinem Können haben, bestens danke, zeichne ich in der Erwartung, baldigst von Ihnen eine feste Zusage zu bekommen, hochachtunasvoll N. N.. Schriftsteller." Der hilfsbereite Herr ist im Deutschen offenbar ebenso schwach wie in der Moral. Zur Eicbernng der Visenbahnzüge. Eine neue Dienstvorschrift für die Sicherung der Eisenbahnzüge beim Halten außerhalb der Stationen ist vom preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten erlassen worden. Unter Anderem wird bestimmt: Sobald ein Zug auf freier Strecke in Folge eines Unfalls oder eines Fahrhindernisses zum Halten gekommen ist, hat der Zugführer zu prüfen, ob der Zug innerhalb acht Minuten, der Brenndauer einer Signalfackel, Voraussichtlich weiter fahren kann. Ist der Aufenthalt mit Sicherheit nur bis zu acht Minuten anzunehmen, so genügt eine aufmerksame Beobachtung der zurückliegenden Strecke vom Schlüsse des Zuges aus oder die Deckung durch eine brennende Signalfackel. Ist der' Aufenthalt dagegen länger als zu acht Minuten anzunehmen, so hat der Zugführer die Deckung des Zuges durch Posten zu veranlassen. Der Zugführer trifft Bestimmung darüber, ob der Zug nur nach rückwärts oder auch nach vorn gedeckt werden muß. und beauftragt für jede Richtung je einen Zugbeamten mit der Deckung, übergibt ihm hierzu aus dem Gepäckwagen als Deckungsmittel Signalfahne und Knallkapseln und unterweist ihn darüber, ob nur das vom Zuge besetzte Geleise oder auch Nachbargeleise zu sperren sind. Kartenspiel und Würf e l b e ch e r. In der Schweiz ist in diesem Winter ein neues Spiel aufgekommen. Es nennt sich Punta" und beruht auf der Kombination von Würfel und Karte einerseits und von Farbe und Zahl anderseits. Dazu bedurfte man eines ganz neuen Systems von Karten, das mit den üblichen Spielkarten und ihrer Eintheilung nichts gemein hat. Farbe und Zahl auf Würfeln und Karten stimmen überein und das Spiel bestebt darin, diese Uebereinstimmung herbeizuführen und auszunützen. Das PuntaSpiel gestattet eine Menge Varianten. Kinder und Erwachsene können sich mit dem neuen Spiel unterhalten. Es lassen sich Spiele ausführen, wo der Zufall über Gewinn und Verlust entscheidet unt) wieder andere, wobei das Gedächtniß, der rasche Entschluß und die richtige Kombination eine große Zttolle spielen. Obgleich das Spiel erst vor wenigen Monaten erschien, hat es sich in der Schweiz schon ziemlich ein-gebürgert.

Australische fühlen. Bei dem Städtchen Bunqonia vorhanden und vsn wunderbarer Pracht Ueber wunderbare Höhlen wird aus Bungonia im australischen Staate Neu-Südwales vermeldet. TaS Städtchen Bungcnia liegt malerisch in einer reichbewässerten und ungewöhnlich fruchtbaren Landschaft. An vielen Punkten des Bezirks ist Gold gefunden worden, und zwar in solchen Mengen, daß sich in Zukunft dort jedenfalls ein reicher Bergbau entwickeln wird. Außerdem besitzt der Distrikt noch ungeheure Massen von Marmor, die einen Theil der weit rerbreiteten Kalksteinschichten bilden und an Qualität jeder anderen Marmorsorte der Welt gleichkommen. Wo viel Kalkstein vorhanden ist, finden sich auch stets viele Höhlen, und die Gegend von Bungonia macht keine Ausnahme von diese? Regel. Bisher ist nur ein kleiner Theil der Höhlen untersucht worden und auch nicht einmal in planmäßiger Weise, zumal eine derartige Forschung dort mit außerordentlich großen Schwierigkeiten und Gefahren verbunden ist. Der Eingang zu einer der Höhlen befindet sich in der Spitze eines kegelförmig gestalteten Hügels. Von dort aus führt eine 50 Aards tiefe schachtartige Einsenkung hinab, durch die man nur mittelst einer Winde und eines Seiles hinuntergelangen kann. Die Wände dieses Schachtes sind wie von Menschenhand abgeschlifsen, was darauf hindeutet, daß früher hier ein ungeheurer unterirdischer Wasserfall niedergegangen ist. Ist man auf dem Boden des Schachtes angelangt, so führt ein enger Gang in zwei große Räume, die mit herrlichen Stalaktiten geschmückt sind. Es eröffnet sich dann ein ungewöhnlich weiter natürlicher Tunnel von mindestens 100 Yards Länge und stellenweise 30 Jards Höhe. Die Seitenwände sind senkrecht, das Dach gebogen wie ein Tunnelgewölbe, und sämmtliche Flächen sind wiederum so glatt, als wenn sie kunstlich bearbeitet wären. Von dem Boden jenes Schachtes führt hierauf weiter in's Innere ein zweiter Gang, der zu beiden Seiten von stalagmitischen Gebilden ausgekleidet ist, welche die Form von Becken angenom-

men haben und gleichsam als Terrassen an den Wänden angeordnet sind. Jedes dieser Becken enthält kristallklares Waffer, das wie in Kaskaden aus den höheren in die tieferen Marmorschalen hinabtropft. In einer anderen benachbarten Höhle sind in einem Raum von ungewöhnlicher Ausdehnung Myriaden von Stalaktiten aller Formen zu sehen, die zuweilen bis über zehn Fuß von der Decke herabhängen. Eine natürliche Treppe mit sehr breiten Stufen führt 300 Yards weit abwärts, dann aber kann man nur noch am Seil weiter vordringen. Man kommt dann zu dem geräumigsten und schönsten Saal der ganzen Höhlenreihe, der bei einer Breite von fast 20 Yards ne Höhe von nahezu 40 Yards besitzt. Das Gewölbe besteht aus mattblauem Kalkstein, der naä' allen Richtungen von reinen Marmoradern durchzogen wird. Ein schöner Wasserstrom durchfließt die Höhle, hie und da am Boden kleine Teiche und Becken von jeder Gestalt und Größe bildend. In geringer Entfernung von den Bungonia-Höhlen befindet sich diejcnige von Terarra, ebenfalls ein Herrlicher Raum, dessen Wände wie mit Strebepfeilern versehen, mit Kristallen übersät und außerdem mit einem schönen torallenähnlichcn Ueberzug bedeckt erscheinen. Schwieriger Stapellanf. Auf der Schiffswerft der United States Ship Building Co. in Elizabethport am Staten Jsland-Sunde. N. I., lief neulich der für die Ver. Staaten-Marine gebaute gedeckte Kreuzer 2. Klasse ..Chattanooga" vom Stapel. Für den Stapellauf mußten große Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, da das über 350 Fuß lange Schiff nur 500 Fuß Wasser vor sich hatte. Um alle Gefahr zu vermeiden, hatte man ein System zur Verminderung der Schnelligkeit, mit der das Schi'' !V Wasser glitt, gefunden. Als das Siff die schiefe Ebene herabrutschte und in das Wasser glitt, hatte es eine Anzahl festverankerter Taue zu durchreißen, wodurch die Geschwindigkeit nach und nach derartig vermindert wurde, daß es zum Stillstand kam. bevor es das gegenüberliegende Ufer des Sundes erreichte. Verhängnis volle C i -g a r e t t e. Bei einer Frau Miller in Woonsocket. R. I., war kürzlich eine 28jährige junge Dame Namens Hattie Parkhurst aus Milford, Mass., zu Besuch. An einem Abende ertönte aus dem Zimmer Fräulein Parkhursts Hilfegcschrei. und als Frau Mikler hinzueilte, fand sie die junge Dame in Flammen gehüllt. Frau Miller v: f.ickte zwar den Brand, zog sich aber dabei schreckliche Brandwunden am Kopf, Armen und Rumpf zu. Fräulein Parkhursts ganzer Korper war auf entsetzliche Weise mit Brandwunden bedeckt, und sie starb nach mehreren Stunden im Hospital eines qualvollen Todes. Die beiden Söhne Frau Millers verbrannten sich Hände und Gesicht bei den Bemühungen, ihre Mutter zu retten. Das Unglück war durch eine brennende Cigarette entstanden, durch welche das Bett Fräulein Park hursts in Brand gesetzt worden roar.y

Der Grökmwahn. Eine der gewöhnlichen Formen des Wahn sinnS in öer Jc!;tzeit. Seit den Tagen des Hcrostratus, der 856 v. Chr. den berühmten Tempel der Artemis in Ephesus in Brand steckte, um seinen Namen auf die Nachwelt zu bringen, hat es am Größenwahn leidende Menschen gegeben. Immerhin aber waren sie im Alterthum und auch im Mittelalter recht selten. Erst in unserem Zeitalter tritt der Größenwahn als eine der gewöhnlichsten und furchtbarsten Formen des Wahnsinns sehr häufig auf. Die Männer werden bei weitem öfter von Größenwahn befallen als die Frauen. Ter Kampf um die Existenz und der Ehrgeiz erklären das zur Genüge. Die Statistiker weisen ferner nach, daß unter allen Berufsklasscn Künstler, die so oft in ihrem Streben nach dem Lorbeer maßlose Anstrengungen machen, und Advokaten, die in ihrer aufregenden Thätigkeit leichtGeist und Körper gefährden, der Krankheit am Meisten zum Opfer fallen. Dann kommen die Geistlichen, Lehrer, Gelehrten. Auf der untersten Stufe der verhängnißvollen Leiter treffen wir die Beamten; die strenge Disziplin, die Gleichmäßigkeit des Dienstes gestattet der Einbildungskraft der Büreaukraten im Allgemeinen nicht, in ungemessene Fernen zu schweifen. Am glücklichsten sind noch die Landleute daran: der ruhig dahinfließende Strom ihres Lebens, die Einfachheit ihrer Sitten und die Bescheidenheit ihrer Wünsche sind die besten Abwehrmittel der Krankheit. Das Leiden beginnt meist damit, daß der Kranke unruhig wird und den Charakter verändert, er geräth leicht in Zorn und legt den Ereignissen in seiner Umgebung einen Werth bei, den sie nicht haben. Bald stellen sich Hallucinationen ein: der Kranke hört Meidigungen, die Niemand ausgesprochen hat; durch die Mauern glaubt er Stimmen zu vernehmen; er ist überzeugt, daß Leute um sein Haus versammelt sind.

die ihm schaden wollen. Der bittere Geschmack, den ihn seine Krankheit in seinen Speisen bemerken läßt, ruft die Furcht vor Vergiftung bei ihm h?rvor. Sich von der Polizei und den Seinen verfolgt glaubend, denunzirt er diese. In anderenFällen kalkulirt der Kranke so: Wenn ein Mann, wie ich, so mel verfolgt wird, wenn so viele einflußreiche Leute sich mit mir beschäftigen, so bin ich zweifellos ein hochstehender Mann. Nunmehr geht er erhobenen Hauptes einher, nimmt eine stolze, ge bietende Miene an, beantwortet langsam alle Fragen oder ist unerträglich geschwätzig. Er spricht mit Begeisterung von sich, seinem Vermögen, seinen Werken. Stets lenkt er auf sich und seine geistigen und körperlichen Vor züge die Aufmerksamkeit. In seinen Darstellungen, so albern sie sind, ist er dabei von erstaunlicher Logik. In vielen Fällen begnügt Äh der Kranke nicht damit, die Wahrheit zu übertreiben, sondern er erfindet voll ständig falsche Thatsachen. Wenn er Künstler ist, rühmt er sich, gewaltig in den größten Theatern applaudirt worden zu sein und Tausende verdient zu haben. Em anderer erzahlt von präch tigen Banketten, die er mitgemacht, von Edelsteinen, Kleidern, die er besitze. Wieder andere erzählen, daß sie mit Königen in Korrespondenz stehen. Ein einfacher Schreiber ist Direktor zahl reicher großer Zeitungen, ein Schuster ist General, ein Zimmermann in Paris hat von Gambetta 100 Mitrailleusen erhalten, mit denen er eine deutsche Armee von 1,500,000 Mann vernichtet hat. Da ist ein Advokat von 64 Iahren, der sich für einen großen Politiker und noch größeren Sportsmann hält und 12,000 Pferde in seinem Rennstall hat. Ein alter Oberst lebt in stetem Jubel und ist von sich hochlichst ent zückt; er verspeist zwei Hirsche bei jeder Mahlzeit, ist sieben Fuß hoch und ganz aus Gold. Daß man ihm seine Eingeweide gestohlen habe und daß er deshalb an der Verdauung gehindert sei. glaubt ein anderer Größenwahnsinniger; da er aber sehr reich ist, so wird er sich einen neuen Körper anfertigen lassen. Ein sehr reicher Finanzmann hat Wogen erfunden, die ohne Pferde gehen; sein in London zur Anwendung gebrachtes System bringt ihm100Millionen monatlich ein. Er verbringt den Tag damit, Dekrete zu unterzeichnen und hat seinen Wärter bereits zum Kavallerieobersten ernannt. Dem trostlosen Bilde, das der Größenwahn bietet, kann nur eine lichte Seite abgewonnen werden: nach kürzerer oder längerer Frist kommt der Alltröster Tod. um das letzte Fünkchen. das dem geistig schon Todten im schwachen Körper geblieben ist, auszulöschen. Provinz Posen. Posen. Der frühere polnische Abgeordnete Graf Skorzewski ist gestorben. B r o m b e r g. Das Kriegsgericht verurtheilte den Unteroffizier Hubert Karnowski vom Füsilier-Regiment Nr. 34 wegen Mordes zum Tode. Karnowski war der Vater eines 14 Tage alten Kindes, das er durch Einflößen von Salzsäure getödtet hatte, nachdem es ihm gelungen war, die Mutter unter emem Vorwand für kurze Zeit aus der Wohnung zu entfernen.

Transkonlincntalc Slenbahn.

Sie wichtige RiMon :c Schriftstellers und Journalisten Vepper. Mit einer höchst wichtigen Mission ist der bekannte Schriftsteller und Journalist Charles M. Pepper betraut worden, mdem ihn der Staatssekretär Hay in Gcmäßheit der diesem vom panamerikanischen Kongresse m der Stadt Mexiko in 1901 ertheilten Vollmacht und im Einverständniß mit dem neulich geschlossenen 57. Ver. StaatenKongreß, ferner auf Empfehlung der Eisenbahn-Kommission zum Kommissär ernannte, um im Auftrage der Ver. Staaten die Initiative zur Herstellung einer transkontinentalen EisenbahnVerbindung zu ergreifen. Das Projekt dieser Eisenbahnverbindung, die sich durch den ganzen nord- und südamerikanischen Kontinent erstrecken soll, wurde schon in den 90er Jahren angeregt, um einen engeren Anschluß zwischen den Ver. Staaten und den südamerikanischen Republiken zu fördern. Charles M. Pepper, der 1860 in Ohio geboren wurde und 1882 an der Wooster-Universität graduirte, stand acht Jahre lang dem Bureau der Chicago Tribune" in Washington, D. C., vor. war hierauf Chefredakteur der Chicago Mail" und bereiste sodann Westindien. Er schrieb von dort aus für amerikanische Zeitungen zahlreiche Briefe über westindische Verhältnisse Charlc? M. Pepper. und ist der Versser eines interessanten lehrreichen Buches über Kuba, soWie eines Werkes, betitelt Every Day Life in Washington with Pen and Camera. u Pepper war 1901 einer der fünf Ver. Staaten-Delegaten für den panamerikanischen Kongreß, in der jüngsten Zeit fungirte er als Kommifsär der St. Louiser Weltausstellung für Kuba und Porto Rico. Mcnn dor Minter weidjt. Wenn der Winter weicht und die Sonne lacht, Wenn der Lenz sich naht mit all seiner Pracht, Wenn die Lerchen jauchzen aus voller Brust Den uralten Sang von Liebe und Lust Dann denkst du nicht an's Vergehen: Wenn im Jugendmuth sich das Herz dir schwellt, Entgegen jubelt der sonnigen Welt. Wenn junge Liebe ihr Netz um dich spinnt, Wenn mit stammelndemLaut dich grüßt dein Kind Dann denkst du nicht an's Vergehen! Wenn der Herbst aber still seine Fäden zieht, m Felde verstummt ist der Lerche Lied; Wenn um Busch und Hag weißer Nl)bel sich legt Und der Sturm über die öde Heide fegt - Dann mahnt's dich wohl an's Vergehen! Die Jahre verrinnen, und die Sorge naht, Der Haß streut Dornen dir auf den Pfao Doch tröste dich: was du geliebt und gelebt. Was du geschaffen, gepflanzt, gesorgt und erstrebt, Wird nimmermehr vergehen! Paul Venard i. Der enttäuschte Fechtlehrer. Richter Coffcy fällte dieser Tage im Nachlaßgericht zu San Irancisco die Entscheidung, daß Frau Gage H. Philipps, welche trotz ihrer 65 Jahre dem jugendlichen Fechtlehrer Oliver N. Moxey von Hoovers Physical Eulture Academy" die Hand zum ewigen Bunde gereicht hat, diese Ehe in einem Zustande von Unzurechnungsf'ähigkeit geschlossen habe und daß Moxey ein Abenteurer sei, der die Ehe nur des Geldes wegen eingegangen sei. Die Verhandlungen im Gericht zeigten, daß Hoover und Moxey sich Monate vor der Hochzeit ganz gnau über die Vermögensverhältniffe der damaligen Frau Philipps informirt hatten und daß Hoover zu dem Zwecke sogar eine Reise nach Boston unternahm. Vor der Hochzeit hatte die Frau, der Hoover vorgestellt, daß sie nur auf diese Weise Moxeys Zuneigung erringen könne, Grundeigenthum im Werthe von 5250,000 auf Moxey überschreiben lassen. Durch die Entscheidung des Richters sind alle Krundeiaentbums-Ueber tragungen an Moxey für ungesetzlich erklärt und annullirt worden. - Qartkolz Z5ukvöden, gelegt nd polirt. H. E. Hamilton,

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