Indiana Tribüne, Volume 26, Number 183, Indianapolis, Marion County, 26 March 1903 — Page 4

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H0iana Tribune. 26, März 1903.

Indiana Tribüne. Herausgegeben von der uteberg C. Indianapolis, Ind. Harry 0. Thudium .... Präsident GeschäftSlocal: 5co. 31 Süd Delaware StrQße. Telephone 69.

"Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Deutsche Interesse in SüdAfrika. In den Hauptpltzen der Kap-Colo-nie, Natals sowie in den Städten des inneren Südafrikas, insbesondere in Kimberley, find bedeutende rein deutsche und gemischt deutsche Handelshauser vorhanden. Gemeinsam ist den Handelshäusern in Händen von Reichs Angehörigen und solchen, die die deut sche Staatsangehörigkeit nicht mehr besitzen, daß sie zu einem wesentlichen Prozentsatz mit Deutschland Handel treiben. Neben den deutschen HandelsHäusern exiftiren in diesen Plätzen bedeutende Vertretungen deutscher Firmen, namentlich der elektrischen und Maschinenbranche. Die Summe des in diesen Häusern und durch dieselben arbeitenden Capi tals beläuft sich schätzungsweise auf insgesammt rund 50 Millionen Mark; davon entfallen auf Kapstadt ca. 6 Millionen Mark, Port Elizabeth 15 Millionen Mark. Eatt London 10 Millionen Mark. Durban 15 Millionen Mark. Kimberley 1 Million Mark. Die Hauptzweige des von den deutschen Firmen betriebenen Handels sind; Import von Waaren jeglicher Art, Absatz an den Kleinhandel, Export von Landeserzeugniffen, Spedition und Commission. Das Hauptexportgeschäft geschieht in Wolle, Thierfellen, Straußenfedern, außerdem von Natal aus in Zucker und Thee. Die deutschen Häuser handeln im Gegensatz zu den englischen, die fast ausschließlich mit England ihre Ge schäfte machen und mit Deutschland nur da, wo sie die Nuthwendigkeit dazu veranlaßt zu einem großen Bruchtheil, der in den einzelnen Plätzen verschieden ist. mit Deutschland. Der Exporthandel dieser Häuser nach Deutschland ist procentual höher als der Jmporthandel aus Deutschland, indem der Import auch bei deutschen Häusern in Südafrika wohl noch zu 50 Prozent aus Waaren von England und den Ver. Staaten von Amerika besteht. Indessen nehmen die Handelsbeziehungen dieser Häuser mit Deutschland zu, und dasselbe gilt wohl in gewisser Hinficht auch von den injHänden von holländischen Afrikaner" befindlichen Geschäfts Häusern. Deutscher Grundbesitz ist über ganz Südafrika verzweigt; eine Gesammtschätzung seines Werthes ergiebt rund etwa 35 bis 40 Millionen Mark. Der deutsches städtische und ländliche Grundbesitz bcwerthet sich in Kapstadt und Umgebung etwa mit 12 Million-n Mark, im Port Elizabeth mit 2 Millionen Mark, in Eaft London und King Williamstown nebst Umgebung mit 6 Millionen Mark, in Natal mit 14 Millionen Mark, m Kimberley mit 2 Millionen Mark. Bedeutender Grundbesitz liegt in den Händen deutscher Misfions-Gesellschaf-ten (Berliner, Hermannsdurger, Rheinische Mission, Trappiften) und deut scher Bauern bei Kapstadt, King Williamstown und Natal, sowie sonst im Lande zerstreut. Deutscher Plantagenbetrieb besieht nicht in den besprochenen Gebieten. Deutsche Kredite stehen vielfach im Wollgefchäft um im Kommisfions-Ge-schüft aus. Laufende kaufmännische Kredite deutscher Häuser, die schwer zu schätzen find, mögen insgesammt 15 bis 20 Millionen Mark betragen. Deutsche Bankhäuser und Bankinstitute bei Aktimgesellschaften find noch nicht vorhanden. Von Schisien unter deutscher Flagge find an der Küftenfahrt regelmäßig betheiligt der Dampfer Gertrud Woermann" zwischen Kaptftadt und Sma kopmund, und der Dampfer Saffarm" der Deutschen Qstafrikalinie zwischen Durban und Zanzibar. Deutsche Kapitalanlagen in Eisen bahnen sind nicht vorhanden. Von deutschen Kapitalanlagen in Minen und Bergwerken find zu erwäh' nen der Besitz von Bergwerksaktien der De Veers- und anderer Minengesell schaften, der aber dem Werthe nach nicht abzuschätzen ist. ferner ein Aktien besitz bei Koblenminen in Natal im Werthe von etwa 2 Millionen Mark.

Ueber deutsche Kapitalanlagen in industriellen Unternehmungen ist Folgendes zu sagen: Die Großindustrie ist in der Kap-Colonie wenn; entwickelt; es befinden sich keine Betrieoe von Bedeutung in Händen Reichsdeutscher. Deut sches Geld mag in kleineren Betrieben wie in Werkstätten, Brennereien, Mühlenbetrieben, im Wagenbau, in der 'SirfyVnotoiU 7siiv . Ln U vi t n i .4toi im

wuyivtiiiuigti - (juviuuuuii cium im Betrage von bis 1 Million Mark angelegt sein. Dies gilt auch für Natal, wo die Industrie höher entwickelt ist. Deutsche Ackerbaukoloniften befinden sich in nicht geringer Anzahl in der Nähe von Kapstadt die sogenannten Flatsbauern , die Garten- und Gemüfekultur mit gutem Erfolge betreiben, ferner um East London und King Williamstown herum und in vereinzelten Niederlassungen des inneren Landes so bei Oudtshoorn etc. Sie mögen insgesammt 10 bis 20,000 Seelen zählen. Ländliche deutsche Ansiedelungen mit Kirche und Schule in Natal sind ferner Pinetown, New Germany , New Hannover , Marburg, Karlsruhe, Lüneburg - Bergen und andere. Die Ansiedler haben die deutsche Reichsangehörigkeit zumeist durch Verjährung verloren, haben sich indeß in letzter Zeit in beträchtlicher Anzahl rtnaturalisiren lassen. Deutsche Versicherungen gegen Seeund Feuersgefahr haben in den genannten Theilen Südafrikas Verträge im Werthe von mehreren Millionen Mark abgeschlossen. Deutsche Handwerker und Handelsbeflissene find in allen Theilen der Kapkolonie und Natals zu finden. Behörde für öffentliche Werke. Auch die Vorftadt-Bewoh-n e r wollen e l e c t r. Licht. Vor der Behörde für öffentl. Werke erschien in der gestrigen Sitzung Stadtrathsmitglied Wahl von der 5. Ward, um dafür zu plaidiren, daß in dem neuen städtischen BeleuchtungsContract auch die elect. Beleuchtung der Vor ftädte. d. h. von Haughville, Brightwood etc. vorgesehen werde, und zwar nicht nur die Straßenbeleuchtung, son dern auch die Lieferung electrischer Beleuchtung für Privathäuser. Diese Vorstädte waren noch nicht annexirt. als der gegenwärtige BeleuchtungsContract mit der Indianapolis Light & Power Co. abgeschlossen wurde, und ihre Bewohner entbehren bis dahin sowohl der electrischen Beleuchtung wie der Betriebskraft. Die Behörde versprach, den Antrag zu berücksichtigen und wenn er praktisch und legal ist. diese Clausel in den Contract einzuschalten. Noch kein Contract vergeben. Geführt von Präs. F. C. Greve erschien ferner ein Comite der hiesigen Steinmaurer-Union vor der Behörde und beantragte, daß in Zukunft bei der Vergebung vonContracten für Spritzenhäufer und andere öffentliche Gebäude in den Specifikationen ausdrücklich vermerkt werde, daß alle Steinhauer-Ar-beiten nur hier in Indianapolis und von Union-Arbeitern ausgeführt wer den dürfen. Die Behörde versprach, auch diesen Antrag zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhange ist zu berichten, daß die Behörde, trotz gegentheiliger Angaben der engl. Abend blätter, die Contracte für den Bau des Spritzenhauses in Jrvington und für den Anbau zu dem Kenwood Ave.Spritzenhause gestern noch nicht vergeben hat, und zwar weil kein einziger der bietenden Contractoren seinem Angeböte den erforderlichen Garanti--Bond beigefügt hatte. Die Angelegenheit wird erst am Freitag erledigt werden. An den Ingenieur verwiesen wurden die Petitionen um: Backsteinpfl. der 1. Alley nördlich der 10. Str., von Ashland bis Cornell Ave.; sowie mehrere um Erlaubniß zur Anlage von Eingangswegen, Einfahrten etc. vor gewissen Privat und c schäfts-Häusern unter Privat-Contract. Ferner wurde der Ingenieur mit der Ausarbeitung der Pläne für folgende Verbesserungen beauftragt: Bau eines Abzugs Canaleö von der Shelby Str. und Maryland Str., in der Maryland Str. östlich bis zur Leota Str. ; Kiespfl. der Sw. an der Brakburrh Str.. von Shelby bisBoyd Ade.' Cementirung der Sw. und Rinnsteine an der Lincoln Str., von der Eaft bis zur 5. Alley östlich derselben; Desgl. an der Illinois Str., von der Arizona Str. 401 Fuß südlich.

MeZk Haberlack's Schreibebrief'

he. 280. Gcöhrter Mister Editbor! E halwe Stund zurück sin ich in Jurropp ankomme un ich hocke jetzt schon Widder dc UN schreiwe Jhne mein Schreiwebrief, bikahs ich will Jhne nit disepeunte. Ich weiß nit, ob Se mein Brief, wo ich Jhne mit die weierleß Telegravieh geschickt hen, kriegt hen. awwer duhn Se nit eckspeckte, daß ich Jhne noch emol e Desskrippschen von den Fiehling, wo ich an den Boot gehabt hen, gewwe. Wei jetzt, wo ich an den feste Graund sin, kann ich noch nit iwnier das Fiehling enaus komme. Ich fühle immer, als wann ich uff en große Bahl erumlaufe deht, wo mich unner die Fuß fortrohle deht un dann das elende Fiehling in mein Stommeck un in Fäckt in mei ganze Jnnseit sin ich auch noch nit los geworde. Ich kann Jhne sage, wie ich die alte Kontrie Widder gesehn hen, do hätt ich greine könne; wann mer so denke duht. daß mer auch emol e Zeit gehabt Hot. wo mer sage konnt, Deitschland iwwer alles, un wo mer das schöne Lied sogar Hot singe könne, wann mer e Weus dazu gehabt Hot, un doch Hot mer alles im Stich gelosse un :s nach die neue Welt gemacht. Wann mer krank is. dann denkt mer Widder an die alte Heimath un geht Widder hin. for sich gesund zu mache. Ich hen do an die alte Storie gedenkt, wo ich früher als gehört hen: Krumm un lahm is mer nit besser wie dehaam. Zwische Jhne un mich, sin ich eschehmt gewese, awwr ich hen doch nit helfe könne. Ich hen en große Batter in Hamborg gehabt rnü den deutsche Gowwernment. Denke Se nor emol, die hen all mei Tronks uffgemacht un hen gesucht. Was for, das weiß ich nit, mehbie se hen gedenkt, ich hätt Pohrk odder sonst ebbes wo Duttie bezahle muß, importet. Ich hen zuerscht gefeit un hen se gefragt, ob se mehbie denke dehte, ich wär en Kriminell. All was ich aus die Juneitet Stehts mitgebracht hätt, das wär Noerweßnes un Rummetissem un wann sie mer die abnemme wollte, dann könnte se's hen for en Song. Do Hot der Offisser gesagt, ich sollt kein Monkieschein mache, sonst könnt ich schwere Trubel hen im do hen ich off Kohrs keine Lust zu gehabt un for den Riesen hen ich nicks mehr gesagt. In sin dann in e Hotel gange, wo ich iwwer Nacht stappe hen wolle, bikahs ich hen mich doch in e bische en diesente Schehp bringe wolle. Ich hen mich arig driwwe gefreut, wie ich gehört hen, daß alle Leut deutsch gesproche hen, wei die kleine Kinner spreche schon deutsch un scheniere sich nit, das muß ich dea Christ seine Kids verzähle; die meine immer, se müßte dran versticke, wann se mol e deutsches Wort juhse solle. Ich hen in mei Hotel e feines Dinner gehabt, hen t schönes Ruhm gehabt un am annere Morgen e schönes Breckfest, un wie ich gefragt hen, was der Demmetsch wär. do hen ich fast lache müsse. Ich hen so ebaut zwei Dahler eckspecktet un der Proppreieter Hot for drei Mark gefragt! Schiewiß, hen ich gedenkt, wann awwer alles in Schermennie so tschiep is, dann kann ich nit sehn, daß so viele Leut nach die Juneitet Stehts komme. Ich sin am Owend noch e wenig ausgange, bitahs mer will doch auch ebbes sehn un do is rnich's schlecht gange. Ich sin in en Saluhn komme, wo junge Gehrls e Kanzert gewwe hen un ich muß sage, ich hen's ganz gut inscheut. Eine von die Gehrls hen ich arig gut gegliche un wie se mit den Pleht erum komme is, for zu kollekte, do hen ich e Dahler druff gelegt. Do is se off Kohrs arig yetickelt gewese un se Hot sich zu mich gesetzt un mer hen e paar Drinks gehabt. Ich muß sage, ich hen e gute Zeit gehabt; awwer uff emol sin so e paar raubautzige Fellersch komme un hen gesagt, ich sollt mache, daß ich fort komme deht, wann in den Lokahl gesparkt sollt wer'n, dann dehte sie selbst zu tende. Ich hen noch ebbes sage wolle, awwer se hen mer gar keine Tschehns gewwe, befohr daß ich so ebbes eckspecktet gehabt hen, hen ich uff den Seitwahk gesotze un wie ich mit Müh un Noth in mei Hotel kon me sin, do hen ich genohtist, daß ich auch getotscht war'n. E Deiment Pinn wo ich mich in Neijork noch for en Kwarter gekauft gehabt hen, die war fort un ich sin nor froh, daß mich sonst nicks gehäppend is. Der Hotelkieper, dem ich die ganze Geschicht verzählt hen. der Hot gefragt, wie ich in so e Deif komme deht; wann ich wollt, dann deht er en Rieport mache, awwer das hen ich nit gewollt un do sin ich denn den nächste Morgen fortgefahre un sin am Owend in Wiesbade ankomme. Ich denke, es is auch die höchste Zeit gewese. bikahs ich hen so mien gefühlt, daß ich wußt, daß ich emol e gute lange Rest hen mußt. Es war schon dunkel wie ich ankomme sin un do hen ich off Kohrs nichts von die Zittie sehen könne. Ich hen e Häck genomme, wo gleich mein

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Tronk un mei anneres Gelumvs ufsae

lade Hot un hen den Dreiwer gesagt, er sollt mich nach e gutes Hotel, wo nit so arig eckspensief wär, bringe; do Hot er mich nach den Schützehof gebracht; soviel ich hen sehn könne, is es e großes Bilding gewese un es Hot purtinier geguckt, wie die Jenkie Hotels. Dort hen ich mich e Ruhm gewwe loffe un sin dann reiteweg in mei Klapp gange. Am nächste Tag will ich mich emol die Zittie e wenig angucke un will auch gehn en Dackter sehn un dann schreib ich Jhne gleich, was alles gehäppend is. Mit beste RiegahrdS, Juhrs Trulie. Meik Habersack. ESkweier un Sheriff von Apple Jack Holie Terrer Kauntie. Ein Einsiedler in Paris. Eine merkwürdige Entdeckung machte dieser Tage der Polizeicommissär des Quartiers Saint - Ouen in Paris: In einem Riesengebäude am Boulevard Viktor Hugo, welches hauptsächlich von Arbeitern bewohnt wird, fand er einen Eremiten. Seit sechzehn Jahren lebte der Mann in freiwilliger Abgeschiedenheit von der Welt, in der letzten Zelle eines langen Kellerganges, der sich unter dem Hause erstreckt. Die Nachricht von dem seltenen Miether verbreitete sich bald im ganzen Hause, ja im ganzen Viertel und plötzlich füllte sich seine einsame Zelle mit Besuchern. Was man von dem Eremiten erfuhr, war wohl geeignet, Theilnahme für ihn zu erwecken. Jules Testard so läßt er sich nennen ist weder schwachsinnig, noch gehört er zu jenen, die sich für eine schwere Missethat eine freiwillige Buße auferlegen; auch hat er sich keineswegs durch einen liederlichen Lebenswandel an den Bettelstab gebracht. Er entstammt besseren Gesellschaftskreisen und lebte bis über sein vierzigstes Jahr hinaus im Wohlstand. Auch heute verräth sein Aeußeres und seine gewählte Redeweise den gebildeten und gut erzogenen Mann, obwohl er in Lumpen gehüllt ist. Ueber die Ursache seiner sonderbaren Lebensweise befragt, berichtete der Einsiedler: Ich bin ein vom Geschick Verfolgter. Meine Lebenslust und mein Glaube an die Menschen sind gebrochen. Die Leiden meiner Bergangenheit lasten auf mir so, daß das Tageslicht und der Anblick von Menschen mir wehe thun. Darum habe ich kein Kloster aufgesucht, weil ich auch dort täglich mit Menschen in Berührung kommen müßte. Ein: furchtbare Liebesiragödie hat mein Leben vernichtet; diejenigen, denen mein höchstes Vertrauen galt, haben mich verrathen. Ich hätte vielleicht besser daran gethan, aus dem Leben zu scheiden. So aber blieb mir nichts anderes übrig, als mich in diese Höhle zu vergraben, die eine mitleidige Seele mir vor 16 Iahren überließ. Meine einzigen Genossen sind hier die Ratten; sie lassen mich weniaer leiden, als die Menschen es gethan." Der Keller, den der Eremit bewohnt, ist mit altem Zeitungspapier austapezirt; selbst sein Lager besteht aus einem Haufen von Makulatur. Der Polizeicommissär verschaffte dem Einsiedler, dessen wahrer Name rncht zu erkunden ist, einen Platz im Altersversorgungshause zu Nanterre; der Mann jedoch weigert sich entschieden, seinen Keller zu verlassen. Nur von Zeit zu Zeit steigt er des Nachts an die Oberwelt, um Lumpen zu sammeln und sie zu verkaufen und kehrt dann mit einigen Lebensmitteln vor dem Morgengrauen in seine Höhle zurück. Gefälschte Koffer. Es ist vielerwärts im Ausland üblich. daß die Hotels das Gepäck der Reisenden mit bunten Zetteln bekleben. welche eine Abbildung des Hotels, den Namen des Besitzers und andere Reklamenotizen enthalten. Wer viel reist, dessen Koffer ist zuletzt über und über mit derartigen Reklamezetteln beklebt, und der Besitzer ist sehr stolz auf seinen Koffer, denn er beweist, wie weit er schon in der Welt herumgekommen ist, und selten läßt der glückliche Besitzer derartige Zettel bei einer Reparatur des Koffers entfernen. Nun giebt es aber auch Leu!', blt noch keine großen Reis?n gemacht haben und anderen doch den Glauben beibringen wollen, daß sie weit gereifte Leute seien. Diese gehen hin und kaufen sich alte über und über beklebte Koffer, und speziell in New Dork und in London sind derartige gut beklebte Koffer, allerdings nur für das Doppelte des Wertbes eines neuen unbenützten Koffers, zu haben. Spekulative Portiers in verschiedenen großen Hafenstädten sind nun noch weiter gegangen: sie halten echte Reklamezettel von Hotels aus aller Herren Ländern bereit und verkaufen sie für schweres Geld an eitle Leute, die damit ihre Koffer dekoriren wollen. Die Unternehmer erhalten diese Zettel gratis geliefert, denn für die Gastwirthe ist es eine ebenso biLige, wie angenehme Reklame, die oben erwähnten Zettel über die ganze Welt zu vertheilen. Auch ein G r u n o zur Fröhlichkeit. .Willst mitessen. Jakoble?" Nein, hab' Bauchweh !" t gibt Mooreuben!" .So? Da bin i' erst recht froh, daß i' a Bauchweh hub'!"

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