Indiana Tribüne, Volume 26, Number 178, Indianapolis, Marion County, 20 March 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Hessen -Darmstadt. 'Clever - W ö I 1 st a H t. Max Strauß, von der Firma Schönberg und Straß hier, wird seit einiger Zeit vermißt. W o r m s. Die Handelskammer wählte das seitherigePräsidium und zwar Commerzienrath Baruch zum Präsidenten und Fabrikant Koelsch zum Vice-Präsidenten wieder. In die Finanz-Commission wurden gewählt Koelsch. Commerzienrath Langenbach, Laubenheimer, Oertge, Rauch, in die Verkehrs-Commission Braun. Törr. Eberhard. Schill und Alfred Walter. Schreinermeister Fritz Tausch stellte seine Zahlungen ein. zttcryern. München. Frau Seraphine v. Lingg, die treue Lebensgefährtin Hermann v. Linggs. ist hier im 86. Lebensjahre verschieden. Die Arckitekten und Professoren Friedrich v. Tiersch und Gabriel v. Seidl in München wurden zu außerordentlichen Mitgliedern der Akademie des Bauwesens ernannt. Hofbildhauer Hautmann ist gestorben. Commerzknrath Adolf Probst vollendete sein 75. Lebensjahr. Er gründete die große BindfadenFabrik in Jmmenstadt. die jetzt von seinem Bruder geleitet wird. A n s b a ch. Die Ende der sechziger Jahre stehenden Gärtner Wattenbacrschen Eheleute sind kurz nach einander gestorben. Augsburg. Die Gattin des Rektors unseres Realgymnasiums Herrn Dr. Rechnagel ist einem Schlaganfalle erlegen. B a m b e r g. Zollverwalter a. D. Frhr. Adolf Schirndinger v. Schirndingen ist im Alter von 84 Jahren hier gestorben. Bodenwohr. Hier starb Herr Gco. Wachter, k. Rechnungscommissär bei der General-Bergwerks- und Sali nen-Administration München, auf seiner Revisionsreise plötzlich in Folge eines Schlaganfalles.
Dachau. Die Brauerei ..Zum Unterbräu" nebst der zugebörigen Bergmann - Brauerei und sammtlichen Realitäten ist von Herrn Jos. Schmid, Privatier aus München, käuflich erworben worden. E i ch st ä t t. Es feierte einer der ältesten Bürger Eichstätt's. Herr Lor. Karg, ehemaliger Webermeister, in körperlicher und geistiger Frische seinen 97. Geburtstag. G m ü n d e n. Der im hiesigen Bahnhof vom einfahrenden Würzbürg - Aschaffenburger - Zuge 401 überfahrene und getödtete Bedienstete ist der seit langen Jahren im hiesigen preußischen Maschinenhause beschästigte Wagenputzer Schmitt. Hof. Hier hat sich der erst seit kurzer Zeit angestellte Schutzmann I. Trescher, Sohn des Spinnmeist.riTrescher von hier, auf dem Grabe seiner Mutter erschossen. Nach einem hinterlassenen Briefe soll das Motiv zur That unglückliche Liebe gewesen sein. K e m p t e n. Per 8 Jahre alte Sohn des Bauern Äax Sträub von Reisgang wurde von zwei großen Hunden angefallen und derartig zerfleischt, daß der auf die Suche ausgegangene Vater seinen Sohn nur mehr als Leiche auffand. L a n d a u. In Zehofing brannte, vermuthlich durch Brandstiftung, das Anwesen des Güters Peter nieder. N e u - U l m. Es hat sich der 31 Jahre alte verwittwete Lokomotiofübrer Rudolf Temesl von hier erschössen. Bei Ausführung der That begab er sich einige Schritte weit in die Donau; der Leichnam fiel aber uferwärts und blieb im seichten Wasser liegen. Nürnberg. Im 74. Lebensjähr starb Justizrath Kronacher hier. Ende der sechziger und in den siebziger Jahren hatte er in Fürth. wo er früher lebte, eine große politische Rolle gespielt. Obernburg. Der ehemalige städtische Förster hier, Herr Johannes Heyder, ist im Alter von 90 Jahren in Bensheim gestorben. P a s s a u. In Brunn bei Eichendorf wurde bei einer Rauferei, die qelegentlich eines Balles ausgebrochen war, der Bauerssohn Joseph Sulzböck von Lappendorf erschlagen. Schweinfurt. Im Alter von 53 Jahren verschied Herr Kaufmann Franz Specht, Inhaber der Firma G. Chr. Will. T r a u n st e i n. Bei Goising wurde der dort angestellte Jäger K. Petter, der seit einigen Tagen abgängig war, -erschossen aufgefunden. Der Jagdhund lag auf der Brust seines Herrn und war dem Erfrieren nahe. T r o st b e r g. Der SchmiedgeHilfe Nie. Karrer von Wölkham wurde im Walde bei Kleinenkirchen ermordet aufgefunden. Württemberg. Stuttgart. Der frühere freiconservatioe Reichstags - Abgeordnete des fünften württembergischen Wahlkreises, Commerzienrath Reiniger, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Wegen Sittlichkeitsverbrechen flüchtete der hiesige Gerichtsnotar Mayer. Oberpostrath v. Smid bei der Gene raldirsktion der Posten und Telegraphen, wurde in den Ruhestand versetzt. Böblingen. Auf Antrag des Schuhmachers August Hrrnn hier wird dessen Pflegetochter Friedenkc Wilhelmine RMing. geboren am 9. Mai 1867 hier, öffentlich aufgefordert, svätestens in dem auf den 17. Sevtem-
ber 1903 vor dem hiesigen Amtsgericht anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls ihre Todeserklä
klärung erfolgt. D e l z l s a u. Der zum hiesigen Ortsvorsteher gewählte Revisionsassi stent Johannes Häußler in Welzheim, dessen Wahl von der Kreisregierung bestätigt wurde, ist, obwohl er das gesetzmäßige Alter erst im März d. I. erlangt, in sein Amt eingesetzt worden. Gopptnaen. Auf dem Hofgut Ursenwang brannte diemit Futter- und ruchtvorräthen angefüllte Scheuer deZ Hofgutsbesitzers Geiger vollständig nieder. H e i d e n h e i m. Vom hiesigen Amtsgericht wird der 40 Jahre alte, im Jahre 1879 nach Amerika gereiste und dort verschollene Metzger WilHelm Adolf Seybold von Heidenheim öffentlich aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 26. September 1903 anberaumten Aufgebotstermin zu melden. widrigenfalls die Todeserklärung erfolgt. Kleineislingen. Ein von einem Gerüst abstürzendes Brett erschlug den verbeiratheten ZimmermannBührle von hier. Ludwigsburg. Der aus Schwann gebürtige Gefreite Weiß von der 6. Batterie des Feldartillerie-Re-giments No. 29 Hierselbst hat sich erhängt. Magstadt. Bei I. Berners Wittwe, der Besitzerin eines Spezereiladens, wurde eingebrochen und die Summe von 219 Mark geraubt. Die Frau war von dem Einbrecher niedergeschlagen worden und hatte auf kurze Zeit das Bewußtsein verloren. Neckargartach. Die beiden Knaben des Bäckers Bareiß von 7 und 9 Jahren brachen beim Schleifen auf dem Neckareise ein. Der ältere Knabe konnte gerettet werden, während der jüngere ertrank. S a u l g a u. Auf Antrag von Verwandten wird der am 16. December 1842 hier geborene und Ende der 70er Jahre nach Amerika ausgewanderte Bierbrauer Alfred von Ackermann aufgefordert, sich spätestens :n dem auf den 2. November 1903 vor dem hiesigen Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgt. Trossingen. Das nach den Plänen des Architekten Raisch aus Stuttgart hier erbaute katholiscke Gottesbaus wurde unter Theilnahme der Bürgerschaft in feierlicher Weise eingeweiht. U l m. Der 50 Jahre alte, verheirathete Bahnhofpcrtier Johannes Weller ist von einer Rangirmaschine überfahren und getödtet worden. W i n n e nd e n. Einem Brande fielen die Brauereigebäude und das angebaute Wirthschaftshaus des Brauereibesitzers Gottlieb Striebel zum Opfer. Wclden. Karlsruhe. In der Färberei und Dampfwaschanstalt von Karl Fegert brach Feuer aus, das -durch die Explosion eines Beuzinbehälters entstanden ist. Der Schaden ist bedeurtend. Baden-Baden. Hier starb am Schlagfluß der Wirkl. Rath Wilb. Jordan, der seit einigen Jahren hier seinen Wohnsitz genommen hatte. Bodersweier. Die PfarrWahl fand statt. Aus den sechs der Gemeinde bezeichneten Bewerbern wurde Pfarrverwalter Friedrich Stengel einstimmig zum Pfarrer gewählt. Emmendingen. Das Gasthaus Zum Badischen Hof" ging durch Kauf an die Firma A. Serauer Söhne, Lederfabrik hier, um den Preis von 73.000 M. über. Professor a. D. Simon Walker ist gestorben. E i ch st e t t e n. Der hiesige Militärverein feiert in diesem Jahre das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. H ll f i n g e n. Beim Verladen von Eisenbahnschienen zog sich der verheirathete Bahnarbeiter Merz schwere Verletzungen zu. Heidelberg. Das hiesige Landgericht hat die Eröffnung des HauptVerfahrens gegen Pfarrer a. D. Schwarz beschlossen. Schwarz ist vom Freiburger erzbischöflichen Ordinariat der Staatsanwaltschaft angezeigt worden, weil er Einrichtungen der katholischen Kirche verächtlich gemacht haben soll. M a n n t) t i m. Das Reichsgericht hat die Revision des Architekten Krayer und des städtischen Bauaufsehers Fuchs, welche von der Starfkammer wegen des Einsturzes der hiesigen Leichenhalle zu drei Monaten und drei Wochen Gefängniß verurtheilt waren, verworfen. M e ß k i r ch. In den HerrschaftsWaldungen verunglückte Holzhauer Rothmund dadurch, daß beim Abasten eines gefällten Stammes einem Holzmacher die Axt entschlüpfte und dem Holzhauer Rothmund in den Fuß drang. Pforzheim. Der 21 Jahre alteBüchsenmachergehilfe Felix Heckenbarth erschoß sich in seiner Wohnung. Der 25 Jahre alte Bahnarbeiter Philipp Vogel geneth beim Rangiren eines Güterzuges zwischen zwei Puffer. Dem Bedauernswerthen wurde der Brustkorb eingedrückt. Steinmauern. Der 45 Jahre alte, veryelratyete Eduard Unser von hier war im Rastatter Stadtwalde mit Holzmackn beschäftigt, als er beim Fällen einer Eiche von derselben derart betroffen wurde, daß er alsbald seinen Geist aufgab.
in Bortrag von qsrofeffor
Loren z. Vor einer gewählten Zuhörerschaft in Wien hat jetzt Professor Lorenz seine Eindrücke überAmerika im Allgemeinen vorgetragen, während er, wie unseren Lesern bereits bekannt ist, seine Eindrücke über das medizinische und chirurgische Amerika schon vorher entwickelte. Ebenso günstig lauten seine Eindrücke von den Amerikanern im Allgemeinen, die er freilich mehr in der Festlaune, als im täglichen Gehaben beobachtet hat. Scherzend nahm er in dem neuesten Vortrag darauf Bezug, daß er beinahe zu Tode bankettiri worden" sei. fowieauf die Tyrannei des amerikaNischen Toastmeisters". Die aincrikanische Frau raae unzweifelhaft durch Intelligenz. Erziehung und Kunstverständniß hervor, aber sie kann nicht kochen, und will, nach Präsident Roosevelt. nicht heirathen." Fortfahrend bemerkte der Vortragende: Die Befürchtungen des Präsidenten sind jedoch keineswegs ganz gerecktfertigt, da der Amerikaner keineswegs der reine Dollarmensch ist, als welcher er so oft geschildert wurde. Er ist vor Allem weichherzig, oft sentimental, wohlthätig, gemeinnützigen Sinnes, chevaleresk gegen Frauen und als Gastfreund unübertrefflich." Professor Lorenz faßte sein Urtheil in den Worten zusammen, daß Amerika ein herrliches, von einem edlen Volk bewohntes Land sei. Rc'gierungSpräfiventkn.-Tchub. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" kündigt einen größeren Regie-rungspräsioenten-Schub an. Die neuen Regierungspräsidenten sind: in Königsberg oer bisherige Qberpräsidialrath v. Werder in Königsberg; in Düsseldorf der derzeitige RegierungPräsident Schreiber in Minden; als neuer Regierungspräsident kommt nach Minden der bisherige Regierungspräsident Dr. Kruse von Bromberg; nach Bromberg ist versetzt der Geheime Finanzrath Dr. v. Guenther. welcher bis dato in der ersten Abtheilung des Finanzministeriums thätig war; Regierungspräsident in Arnsberg wird Dr. Freiherr Franz von Coels von oer Brügghen aus Koblenz; in Magoebürg wird künftig der Regierungspräsident v. Brandenstein aus Hannover thätig sein; nach Hannover ist der Regierungspräsident v. Philippsborn aus Hildesheim versetzt; nach Köslir. kommt an Stelle des demissionirten v. Tepper-Laski der bisherige PolizeiPräsident Graf v. Schwerin aus Hannover; und der neue Regierungspräsident in Hildesheim wird der seitherige Oberpräsidialrath Fromme von Kassel. In amtlichen wie nichtamtlichen Kreisen zerbricht man sich noch immer den Kopf, was hinter den verschiedenen Aenderungen in den hohen Verwaltungsämtern stecken mag. Für die Neubesetzung der RegierungspräsidialStellen fehlt noch immer eine befried!gende Erklärung. Der Chef des 7. Regiments. Aus Hamburg wird geschrieben: Lebhaft wird hier die Thatsache erörtert. daß der Kaiser zum Chef des hier garnisonirenden 2. Hanseatischen Insanierte - Regiments No. 76 den bisherigen kommandirenden General des 4. Armee-Corps. General von Klitzing. ernannt hat. Nach der Reichsverfasfung sind nämlich die Bundesfürsten bezw. die Senate, welche mit Preußen Militär - Conventionen abgeschlossen haben, die Chefs aller ihren Gebieten angehörenden Truppcntheile. Danach hat sich der HamburgischeSenat immer als Chef des Infanterie - Regiments No. 76 angesehen. Dieser Standpunkt ist auch zum Ausdruck gekommen in der Rede, welche der Bürgermeister Dr. Burchard bei einem am 6. v. M. zu Ehren des Generals von Klitzing gegebenen Festessen gehalten hat. Dabei sagte er u. A.' So sind denn Ew. Excellenz durch Ihre Ernennung zum Chef des 2. Hanseatischen InfanterieRegiments No. 76 auch zum Senat und zur freien und Hansestadt Hambürg wiederum in ein enges und nahes Verhältniß getreten, wie solches dereinst bestand, als Ew. Excellenz das Regiment kommandirten, das bestimmt ist, Hamburgs Söhne in sich aufzunehmen, und zu welchem der Senat kraft seiner Territorialhcheit in den durch die Rcichsverfassung vorgesehenen besonderen Beziehungen steht. In diesem Sinne also dar der Senat dakönigl. preußische Infanterie - Regiment No. 76 als sein Regiment bezeichnen." Daß es auch in Deutsch, land kleine Humberts giebt und Leute welche darauf hineinfallen, beweist eini Verhandlung, die sich vor der Straf' kammer in Hamburg abspielte. Eir Schustergeselle Wortmann und sein, Geliebte hatten zwei Kollegen des Wortmann vorgespiegelt, daß ihner eine Erbschaft von nicht weniger als & Millionen Mark zugefallen sei, und daß sie darüber einen Prozeß führten. Auf diese Angaben erhiett Wortman von seinen Kollegen deren ganze ör sparnisse im Betrage von 100 und IOC Mark, die er mit seiner Geliebren d.nr dnrchgebrachl hat. Wortman erh'.elt ein Jahr, tne schon mehrfach vorbestrafte Geliebte wegen Betruges zwei Jak Gerananik.
Tag Vorurtycti gegen Pferve Fleisch. Woher das Voururtheil gegen den Genuß von Pferdefleisch kommt, sucht ein Mitarbeiter der Köln. Ztg." wie folgt zu erklären: Das vor Kurzem beschriebene Roßfleisch - Probe - Esscn in Berlin regt tie Frage an: Ist es denn nur der angezweifelte Wchlgeschmack, der die Menschen noch so viel abhält, Pferdefleisch zu genießen? Diese Frage möchte ich verneinen. Tie Abneigung gegen den Genuß von Roßfleisch liegt tiefer und ist künstlicherzeugt. Ihr liegt eine in gewissem Sinne ganz ähnliche Ursache zu Grunde. wie sie auch im Kampfe gegen daZ Verbrennen der Dehingeschiedcnen zu finden ist: cin religiöser Grund. Unsere heidnischen Vorfahren pflegten den von ihnen personifizirten Naturkräften. die sie zu Göttern machten, unter anderen Opfern auch Pferdeopfer zu bringen. Zu gewissen Zeiten des Jahres würd- Wodan, dem cinäugigen Schimmelreiti.r, ein Pferd geschlachtet. Der Kopf ward ihm als Bestes geweiht, das übrige Fleisch aber bei frohem Gelage geschmaust, wobei die trinkfrohen Germanen auch nicht vergaßen, Wodan und anderen Göttern Heil zu trinken. Das Christenthum mußte an diesen Sitten Anstoß nehmen. Das Roßfleischessen an und für sich war der Kirche gleichgültig, aber der damit verbundene Kult mußte ausgerottet wenden. An Stelle des heidnischen Wodans ward ein christlicher Heiliger gesetzt, auch der Schimmel konnte nicht ganz verdrängt werden, und es gefiel dem kriegerischen Sinne der Germanen, sich an Wodans Stelle einen hl. Martin zu denken, der ja nicht nur ein .frommer Mann, sondern auch ein tapferer Krieger war. Aber das Roßfleischessen bei frohem Gelage wollte nicht weichen. Da setzte die Kirche auf den heimlichen Kult harte Strafen. Und er wurde mtt nur mit kirchlicher Strafe belege, man machte ihn auch lächerlich, verächtlich. Roßf'eischesser wurde zu einem Schimpfwort. Und nun trat im Laufe der Jahre eine Umkehrung der Anschauungen ein. Hatte man ehedem das Schmausen des Pferdefleisches hochgehalten, war man zähe bei dem Gebrauche geblieben, so schlich sich jetzt nach und nacb Abscheu, Abneigung und Verachtung des Pferdefleisches ein. Man muß die Zähigkeit kennen, mit welcher das Volk in früheren Zeiten und heutigen Tages noch an alten Sittcn. an Ueberlieserungen festhält, um zu begreifen, wodurch es möglich wurde, im Genuß des Fleisches des reinsten Vierfüßlers, des beliebtesten Thieres, des Pferdes, etwas Verächtliches zu erblicken. Aber unsere Zeit zerstört manches Vorurtheil; sie wird auch die Abneigung gegen das Pferdefleisch besiegen.
Zur hoUündischcn ArvcitcrbcwcgUN!,. wird aus Amsterdam geschrieben: Die beiden Jahrgänge 1900 und 1901, welche vom Kriegsminister aufgerufen worden sind, haben im allgemeinen der an sie gestellten Auffordcrung entsprochen, es konnten nur wenige Fälle des ausgesprochenen Ungehorsams festgestellt werden. Indessen stehen sozialdemokratische Mitglieder der Zweiten Kammer bereits auf dem Posten, um für den Fall, daß unvorhergesehene Ereignisse die Verwendung dieser Jahrgänge zur Aufrechterhaider Ruhe und Ordnung nothwendig machen würden, ihre Vorkehrungen zu treffen. In einer in Haarlem gehaltneen Versammlung sprach der Abgeordnete Hugenholtz darüber, was die einberufenen Soldaten zu thun hätten. Er wolle ihnen", sagte er, nicht mittheilen, was sie zu thun hätten, wenn sie den Befehl erhallen würden, auf ihre Mitarbeiter zu feuern: das dürfe er nicht thun, aber er habe doch das Vertrauen, daß sie gesunden Menschenversiand genug haben würde, am zu wissen, was sie zu thun hätten, und daß sie., wenn das Kommando dazu gegeben würde, an das elterliche Haus, an Brüder und Väter und daran, daß sie Arbeiter seien, zu denken hätten. Würden sie diesem Rath folgen, dann würden sie am Ende des Kampfes als Sieger gefeiert wrden und ein Jubel, wie er keinem Streiter aus Südafrika enigegengebracht worden wäre, würde ihr Lohn sein." In ähnlichem Sinne svrach der Abgeerdnete Laan in eine? sozialdemokratischen Versammlung Im Haag, auch er hütete sich wohl, das f2tale Wort auszusprechen. was schließlich auch gar nicht nöthig war, da er doch allgemein verstanden wurde. Denn diese Herren wissen ganz genau, wie weit sie gehen dürfen, ohne selbst am Schöpfe gepackt zu werden: sie wissen aber auch ebensogut, daß ihre werthe Person stets in Sicherheit ist. wenn die von ihnen verhetzten Massen oie blutigen Folgen zu tragen haben. . Ein aus Angestellten und ehemaligen Angestellten der beiden holländischen Eisenbahngesellschaften gebildetes vorläufiges Comite, daö sich die Aufgabe gestellt hat, während eines etwaigen Ausstandes den Eisenbahndienst zu organisiren, hat dem Reuter'schen Bureau mitgetheilt, daß es imstande sei, während ei.ies Ausstandes einen beschränkten Dienst auf mehreren Linien u ermöglichen, so daß alle Verbinoungen nach dem Auslande gesichert jeien. Das Comite wendet sich gleichzeitig an alle Personen, die befähigt sind, einen Eisenbahnzug zu führen, oamit ein neuer Ausstand nicht glücken köne.
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