Indiana Tribüne, Volume 26, Number 178, Indianapolis, Marion County, 20 March 1903 — Page 5

JndiiMa Triblltte. SO März 19o3,

s

Tank des General rsterhauS und sei Nachruf an Sigcl. Zu seinem achtzigsten Geburtstage haben dem nun in Bonn am Rhein wohnenden deutsch - amerikanischen Feldherrn und Helden Peter I oseph Ofterhaus vielc einstige Waffengefährtcn. deutsch- und eng-lisch-amerikanische, herzliche Glückwünsche hinausgeschickt. Er hat darauf in ganz prächtigen deutschen und englisehen Briefen geantwortet, aus denen wir hicr die Kernstellen mittheilen: Don Hnzen danke ich für die guten Wünsche, die Sie mir zu meinem 80. Geburtstage aussprechen. Die in überaus schmeichelhafte Worte gefaßte Erwähnunq meiner Thätigkeit im Rebel lionskriege hat mich, obwohl über mein Verdienst hinausgehend, mit außerordentlicher Freude erfüllt und auch gerührt. Ist es doch selten, daß Erinnerungen aus weit zurückliegender Zeit trotz langer, weiter Trennung so festgehalten werden und einen so lebendigen und wohlwollenden Ausdruck finden, wie es in Ihren Zeilen geschieht. Die amerikanischen Kriegsjahre sind mir unvergeßlich; sie sind wohl die glücklichsten meines an Kämpfen rei-

chen Lebens gewesen. Den der Union aufgedrungenen Streit aufzunehmen, per ein unumgängliches Gebot der Shre, des Rechts, der Staatserhaltung und der nationalen Kultur. Bei der mir in demselben zugewiesenen Wirksamkeit war ich ernstlich bemüht, metnen Platz auszufüllen, soweit immer meine Fähigkeiten reichten und die Ehre des deutschen Soldaten es erheischte. Reich ward mein Streben belohnt, vor Allem durch das treue Gedenken und die freundliche Beurtheilung desselben. Nun gestatten Sie mir, den Herren vom General - Sigel - DenkmalVerein" meine freudigste und herzlichste Anerkennung auszusprechen ffi? das hochherzige Unternehmen, dem Heimgegangenen General und muthigen Patrioten c'.r. uerndes, Denkmal zu errichte:., zur dankbaren Erinnerung an dtc von ihm dem Lande geleistetenDienste und zur Nacheiferung für die lebenden und kommenden Geschlechtcr. Franz Sigel war einer der Ersten in St. Louis, die in den Tagen der Gefahr vor- und eintraten für die gute und gerechte Sache; die ?.l?acht seines Wortes, seines starken Willens und sein Beispiel sammelte Tausende unter die Fahnen der Union. als Präsident Lincoln's Aufruf für Truppen erklang. Seinem Organisationstalent, feinem Feuereifer und seincr nie rastenden Thätigkeit war es zum großen Theil zu danken, daß in wenigen Wochen eine ganze Anzahl von Streitern formirt, genügend ausgerüstet und gedrillt waren, um mit ihnen dem frechen Vorstoß einer zahlreichen Schaar von Parteigängern der südlichen Sklavenstaaten bei Camp Jackson ein Ende mitSchrecken machen zu können. Ich lernte Sigel schon als jugendliehen Leutnant im 4. Badischen Infanterie-Regiment kennen; dort zog er bereits die Aufmerksamkeit der Kameraden auf sich durch sein eifriges Studium der militärischen Fachwissenschaften sowohl, wie durch serneHinnei gung zu den liberalen politischen Anschauungen der Zeit. Studium und Liberalismus war?n damals ungewohnlich in Offizierskreisen. Zu diesen Eigenschaften kam noch ein gewisser genialerZug, welche zusammen meinem Freunde eine Sonderstellung im Regiment? gaben. Als im Jahre 1849 in Baden die Kämvfe um die von dem Frankfurter Parlamente beschlossene Verfassung ausbrachen, stellte Sigel, wie erwartet, sich in die Reihen der für die deutsche Einigkeit streitenden Pactei. gegen welche die Kontingente verschiedener Staaten vorrückten; es kam zu Gefechten bei Käferthal. Ladenburg. Waghäusel, Rastatt u. s. f., aber sie konnten die endliche Niederlage nicht aufhalten. So mußte denn Sigel, wie so viele seiner Mitstreiter, fort und über das Meer, um in Amerika eine neue Heimath zu suchen. Sein Wirken im Osten und Westen, auf den verschiedensten Gebieten, in Krieg und Frieden, ist eingezeichnet in der Geschichte der Nation. Das Endziel seines rastlosen Streoens im alten wie im neuen Vaierlande war die Förderung des Volkswohls durch Beseitigung aller angeerbten Fesseln, aller menschenunwürdigen Institutionen. Nichts, kein Schicksal im Kampf des Lebens vermochte seinen muthigen Sinn zu brechen bis zu der Stunde, bo er abgerufen wurde zur ewigen Ruhe. Und als die Freunde ihn zur Grube brachten, nahm Mutter Erde ihn auf, den Helden, den Patrioten, den Mann mit dem deutschen Herzen, dessen Andenken fortleben wird in der Erinnerung des Volkes." In seinem englischen Schreiben zollt Osterhaus seinen Waffengefährten verschiedener Nationalität die AncrkenNUNg: Während der militärischen Operationen wurde ich in wirksamster Weise durch den trefflichen und patriotischen Geist unserer Truppen, der sich überall und in jeder, auch der schlimmsten, Nothlage bewährte, unterstützt. Muthvoll trugen unsere Truppen die Veschwerden desFeldzuges, und von demselben Geiste beseelt gingen sie in die Schlacht. Niemals scheuten sie zurück vor den Mühen, die ihnen bevorstanden; die Befehle der Offiziere wurden gehorsam, schnell und mit ungewöhnlicher Intelligenz ausgeführt. Missouri, insbesondere St. Louis, haben nch unveraättalZcbe Lorbeeren erworben

durch die Willigkeit, mit welcher sie Lincoln's, des Märtyrer-Präsidenten, Truppenruf beantworten. In wem gen Tagen bildeten sie starke und zahlreiche Bataillone undvernickteten durch ihr schnelles und entscheidendes Handeln die Machinationen der rebellischen Staatsbeamten. Sie brachten es zuwege, daß der Staat der Union erhalten blieb, während die aufrührerische Mincerbcit unter General Price Partei für die südlichen Armeen ergriff, bis sie sich am Schluß des Krieges bedingungslos in New Orleans ergab, wo die darauf bezügliche Vereinbarung durch b:n Schreiber dieser Zeilen als den Vertreter der Ver. Staaten unterzeichnet wurde."

Arbeiter- und Arbeitgeber Ver btiüde. Dem Beispiele der Arbeiter folgend, schließen sich die Arbeitgeber zu festen Verbanden zusammen, und die schnelle Verbreitung der neuen Organisation über das ganze Land lehrt, daß die Bewegung einem thatsächlichen Vedürfnisse entaegenkam. Es dürfte trotz der

Erfahrungen bei den Streiks ver Stahlarbeiter und Kohlengräber wohl außer Frage stehen, daß Lohnstreitigkeiten nicht nur sachgemäßer und gründlicher, sondern auch Verhältnißmäßig schneller geregelt werden können, wenn die Verhandlungen zwischen ganzen Interessengruppen zum Abschlusse gebracht werden, als wenn ein-

zelne Betriebe sie mit Lokalverbändcn führen. Die Löhne streben gegenwärtig im ganzen Lande aufwärts, und es ist nicht wohl anzunehmen, daß die große Menge der Arbeitgeber dieser Tendenz feindlich entgegen zu treten geneigt sein sollte. Ihr eigenes Interesse gebietet, die Kaufkraft der größten Verzehrerklasse des Volkes zu stärken. Die letzten beiden Riesenstreiks haben Arbeitern wie Arbeitgebern sehr laut die alte Lehre in's Gedächtniß zurückgerufen, daß Friede ernährt und Unfriede verzehrt. Man wird sich wohl auf beiden Seiten in Zukunft mehr geneigt zeigen, friedliche Vergleiche anzustreben, als es auf Gewaltproben ankommen zu lassen. Freilich stehen nicht alle Industriezweige den Forderungen der Arbeiter in gleicher Lage gegenüber. Manche Gewerbetreibende vermögen die Lohnmehrausgaben auf ihre Waaren zu schlagen, während dies anderen, wie beispielsweise den Zeitungsherausgebern. nicht direk möglich ist. Kapital wie Arbeit ziehen nichts desto weniger aus ihrer Organisation Nutzen; sie vermögen ihre eigenen Intere'ssen zu wahren und" ihre gedeihliche Entwickelung zu fördern. Einigkeit macht stark. Wo aber bleibt die große Mittelklasse, die sich .weder d.n organisirten Industriellen noch den organisirten Arbeitern zugesellen kann, die Masse des Volkes, die gleichsam zwisehen zwei gewaltigen Mühlsteinen liegt? Es giebt Betriebe, deren Angehörige nur schwer gemeinsam ihre Rechte zu wahren vermögen und mit ihren Einkünften zum großen Theile von dem Billigkeitsqcfühl oder der Willkür ihrer Arbeitgeber abrängen. Wenn diesen Leuten die gebührende Lohnerhöhung verweigert wird, bleib! ihnen nichts anderes übrig, als den Hungerriemen umzuschnüren und eine günstigere Gelegenheit zur Wiederholung ihrer Forderung abzuwarten. Es giebt aber auch eine große Beoölkerungsklasse in unserem Lande, die festeste Stütze, auf der das Staatengebäude ruht, die unter dem Unfrieden wie unter der Eintracht zwischen Kapital und Arbeit leidet: die Landwirthschaft. Schwere wirthschaftliche Kämpfe vermindern die Verzehrkraft des Volkes, das unter allen Umständen der

beste Kunde auf dem heimischen Markte

bleibt- Lohnsteigerungen aber führen zur Erhöhung der Preise gar mancher Bedarfsartikel, die der Landwirth kaufen muß. Er muß den Druck ertragen, ohne daß ihm die Möglichkeit geboten wäre, die Mehrausgaben ganz oder auch nur thcilweise

auf andere Schultern abzuladen. Der Preis seinesGetreides und seines Viehs wird auf dem sogenannten Weltmarkt bestimmt, kleine lokale Schwankungen fallen dabei nur nebensächlich in's Gewicht. Und so wie der Landwirthschaft geht es andern großen Klassen des Volkes, die zoischen dem orqanisirten Kapital und der organisirten Ar beit stehen. Da aber gerade diese Kreise unter großen wirthschaftlichen Kämpfen schwer vielleicht am schwersten leiden, so werden sie die Organisation der zweiten der beiden mächtigsten Faktoren unseres Erwerbslebens doch wohl willkommen heißen, weil sie die beste Gewähr für die Erhaltung des Friedens zu bieten scheint. Die gewaltigen Körperschaften müssen nothwendiger Weise eine ihrer vornehmsten Aufgaben in du Förderung detz freiwilligen SchiedsWesens erblicken, und darin scheint uns ein höherer Gewinn zu liegen, als in der von vielen Seiten verlangten Einführung des Schiedszwangswesens für alle Lohnstreitigkeiten und Arbeiter-schwierigkeiten.

Terlinden hat beim preuhischen Justizminister Protest gegen die lange Untersuchungshaft eingelegt. Er beklagte sich über die Richter und die Staatsanwaltschaft. Der Beginn der Verbandluna ist noch unbestimmt.

tynorcc; ; Sei! Monaten haben wir von den Reformen" gelesen, welche Rußland und Oesterreich gemeinsam der Türkei wegen der Zustände in Mazedonien vorgeschlagen haben und zwar mit Zustimmung der meisten anderen europäischen Mächte ersten Ranges. Aber bisher haben wir vergeblich nach einer amtlichen Kundgebung über die Art diese- Reformen gesucht. Endlich ist nun -er Wortlaut der österreichischrussischen Note veröffentlicht worden und man erhält aus letzterer einen klaren Einblick in die Verhältnisse. In den europäisch - türkischen Prodinzen (Vilajets) Saloniki. Kossowo und Monastir beklagte sich seit kängerer Zeit die christliche Bevölkerung bitter über die türkische Mißwirtschaft. Die türkischen Beamten übten Willkür, die Christen wurden bei Anstellungen nicht berücksichtigt, die Steuern wurden durch Generalpächter eingetrieben und was diese nicht behielten, wurde nacb Konstantinopel gesendet, so daß für die genannten drei Provinzen fast nichts von den eingetriebenen Geldern zur Verwendung kam. Die Unzufriedenheit der christlichen Bevölkerung stieg von Jahr zu Jahr und letztere lieh zuletzt den mazedonischen Wühlhubern willige Obren, als von der Losreißung der drei Provinzen von dem türkischen Reiche gesprochen wurde. Nun fürchten aber viele Mächte Europas, daß der Ausbruch von schweren Unruhen

auf der Balkan-Halbinsel zu einem

allgemeinen Kriege führen könnte, und diesen wollen fast alle Staaten vermeiden; zumal die riesigen Opfer an Blut und Gut, welche ein großer Krieg fordern würde, in keinem Verhältniß steht zu dem vorliegenden Streitfalle. Deshalb haben sich Rußland und Oesterreich, die zunächst bctheiligten Mächte, zum Erlaß einer gemeinsamen Note an die Türkei vereinigt und die in dieser amtlichen Kundgebung gestellten Forderungen lauten im Wesentlichen so: Es wird anerkannt, daß die hohe Pforte" im Dezember letzten Jahres eine Reihe von Verbesserungen einigeführt hat. aber letztere werden als zu unbestimmt und als ungenügend bezeichnet. Es soll nun einGeneral-Jnspektorfür die oben genannten drei Provinzen ernannt werden und zwar auf eine Reihe von Jahren, während welcher er nicht abberufen werden darf: es sei denn. daß er sich grober Mißgriffe schuldig macht. Es müssen aber in diesem Falle die russische und österreichische Regierunft zu Rathe gezogen werden. Der Ieneral-Jnspektor wird das Recht haben, wenn die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe es erfordert, über die ottomanischen Truppen zu verfügen, Ihne in jedem einzelnen Fall an die Zentralregierung herantreten zu müssen. Die Gouverneure der drei Prooinzen werden verpflichtet sein, sich den Instruktionen des Generalinspektors streng zu fügen. Für die Reorganisation der Polizei und Gendarmerie wird die ottomanische Regierung sich des Beistandes auswärtiger Fachmänner zu bedienen habcn. Die Gendarmerie wird aus (fristen und Muselmanen in einem der Zusammensetzung der Bevölkerung der betreffenden Ortschaften entsprechenden Verhältnisse gebildet sein. Die Feldhüter werden dort denChristen entnommen werden, wo die Mehrheit der Bevölkerung christlich ist. Mit Rücksicht auf die Belästigungen und Ausschreitungen, unter welchen die christliche Bevölkerung seitens gewisser arnautischer Uebelthäter nur zu oft zu leiden hat. sowie in Anbetracht dessen, daß die von letzteren begangenen Verbrechen in der Mohrzahl der Fälle unbestraft bleiben, wird die ottomanische Regierung ohne Verzug für die Mittel orge tragen, um diesem Zustand ein Ende zu setzen. Die jetzt in Haft befindlichen polttischen Verbrecher sollen begnadigt werden. Die Einkünfte jeder Provinz sollen zunächst zur Bestreitung der lokalen Bedürfnisse verwendet werden, einschließlich des Soldes, der in den Vilajets stehenden Truppen und Beamten, und. nur den Ueberschuß soll die Zentralregierung erhalten. Die Generalverpachtung der Einnahmen wird abgeschafft. Ein amtliches Wiener Blatt meint, diese Reformen würden den auf eine Revolution hinarbeitenden Agitatoren nicht genügen; aber die Mächte könnten solche gewaltsame Erhebung nicht dulden und sie würden nicht einschreiten. wenn die türkische Regierung eine gewaltsame Erhebung mit Waffengewalt unterdrückt. Dagegen würden Oesterreich und Rußland für die Durchführung der Reformen sorgen, welche sie vorschlugen und welchen die hohe Pforte zugestimmt hat. Man erreicht auch im politischen Leben nur seh? selten Alles, was man erstrebt und es scheint, daß die genannten beiden Mächte für die christlichen Bewohner der drei türkischen Provinzen das Erreichbare gesichert haben.

Das deutsche Handwerk m der Ostmark zu heben, beabsichtigt die Regierung, nach einer Zuschrift der Staatsb.-Ztg.", durchUnterstützungen an deutsche Lehrlinge, die sich verpflichten, in der Provinz zu bleiben und sich als Handwerker niederzulassen. In den Bromberger Schulen seien auf Veranlassung des Regierungs-Präsi-denten Umfragen hierüber angestellt worden.

Geld riecht nicht. Eine eigenthümliche Szene, die auf die Ehrlichkeit gewisser Londoner Kreise ein merkwürdiges Licht wirft, spielte sich kürzlich auf dem Sohosquare ab. Dort wurde ein Haus bereits seit einigen Siunden von Geheimagenten beobachtet. Als nun ein Möbelwagen vorfuhr und mit Tuchrollen bela)en wurde, die aus einem großen Einbruchsdiebstahl herrührten, stürzten sich die Beamten auf die Verlader und es entstand ein heftiger Kampf. Natürlich schaarte sich die übliche Menschcnmenge zusammen und einer der Diebe benutzte einen Moment, ' wo er seine Arme frei hatte, um etwa 60 Goldstücke, die er in den Taschen trug, unter das Publikum zu werfen. Dieses zögerte keinen Augenblick, sich das Geld anzueignen, und nicht ein einziges der Pfundstücke wurde später ausgeliefert. Alle Diebe wurden dingfest gemacht, aber nicht ohne daß mehrere der Beamten verwundet worden wären. Die beschlagnahmten Tuchwaaren hatten einen Werth von $2500. Salz bei der Fütterung der Pferde. Bei der

Verabreichung von Hafer. Strohhäcksel und gutem Heu ist eine Salzgabe für die Pferde nicht erforderlich. Wird aber schwer verdauliches Raufutter, wie Bohnenstroh oder sehr stickstoffreiches Körnerfutter oder wasserreiches und gleichzeitig stark kalihaltiges Futter, wie Rüben und Kartoffeln, gegeben, so ist es dienlich, etwas Kochsalz zu verabreichen. Die Salz gäbe erschwert bei schwerverdaulichem Futter die Entstehung von Verstopfungskolik. Wird neuer, etwas dumpfiger Hafer verfüttert, so werden dessen nachtheilige Wirkungen ebenfalls durch etwas Salz und etwas Wachholderbeerpulver aufgehoben. Verhärtung der Bürz e l d r ü s e. Die Hühner besitzen eine zur Erhaltung des Gefieders nothwendige Bürzel- oder Fettdrüse, an welcher die Thiere zuweilen erkranken. Meist verhärtet sich die Drüse, und muß dann, um diese Verhärtung zu beseitigen, die betreffende Stelle täglich mehrmals mit warmem Oel eingerieben werden. ?kst schon Eiter vorhanden, so mache man mit einem scharfen Messer einen Einschnitt und drücke die Drüse recht gelinde und vorsichtig aus. Hierauf wird die Stelle mit Karbolsäureöl (1 zu 100) bestrichen. S'ozialist als Stadt" schatzmeister. Der Stadtrath von Kopenhagen, Dänemark, wählte kürzlich einen socialistischen Hausanstreich zum Verwalter der Stadtkasse. Nach der Wahl fand ein Fackelzug statt, an welchem sich sämmtliche Hsandwerkervereine betheiligten. Es ; sammelte sich eine ungeheure Volksmenge an, rielche schließlich Ruhestörüngen verursachte und mit der Polizei in Konflikt gerieth. Viele Leute wurden dabei verwundet und es wurden auch einige Verhaftungen vorgenommen, jti t ujc a q t des A o e r -g lH u b e n s. Der Vorstand des Hausbesitzervereins von Kassel, HessenNassau, veröffentlichte letzthin in seinem Organ einen gar sonderbaren Fall. Danach hat ihn ein Mtgliedgebeten, sein Gesuch um Abänderung der Runimer 13 seines Hauses in Nr. 12 j bei der Behörde zu befürworten. Da Nachfragen auf dem Miethsbureau des Vereins ergaben, daß mehrere Wohnungssuchende, namentlich Damen, auf eine Besichtigung der Wohnung Verzicht leisteten, sobald sie die ominöse Nr. 13" vernommen, so hat der Vereinsvorstand dem Gesuche entsprochen. Die vcrflizctcn Fremdwörter. Ist das wahr, daß der Ingenieur Meier schon , wieder eine neue Maschine erfunden hat?" Jawohl, eine Maschine, die durch kompromittirte Luft in Bewegung gesetzt wird' gtitlUdtt beleumundet. Der Gemeindevorsteher gibt auf die Anfrage der vorgesetzten Behörde nach dem Ruf des Bauern Hinterhuber folgenden Bescheid: Der ergebenst Reauirirte steht in einem sehr schlechten Ruf. Er ist mehrfach mit dem Gesetzbuch in Konflikt gekommen. So hat er unter Ander'm einen Prozeß gegen die Gemeinde angestrengt und gewonnen!" Mnmrung. Fremder (erstaunt): Kennen mich die Herren am Stammtisch eigentlich? Wie ich eben eintrat, ertönte ein allgemeines ,Ah!' K e l l - n e r : Ja, wissen Sie die haben alle darauf gewartet, daß einer kommt, der's letzte aus dem Faß kriegt jetzt wird frisch anaesteckt!" Kostzaft. Alte Jungfer: D Frühlingsanfang ist ja ganz schön, das Sproffen der Blüthen, das Singen der Vögel, das Wiedererwachen der Natur, nur kann ich Sie versichern, daß mich das alles kalt laßt!" H e r r : 0, das glauhe ich gern, wenn man es schon so oft mitgemacht hat!" Vom Hasernenizofe. Sergeant: Mensch, machen Sie ich so 'ne ängstliche Kniebeuje, wie 'n Kameel, wenn 'n Samum kommt !" Unteroffizier: Mensch, sind ßie faul, ick jloobe. wenn Sie 'n Vogel wären, legten Sie Ihn Eier uffn Aeauator mm Ausbrütn,'-

Gisenbakn - T&fytpl&n. aileveland, Cincinnati, Chicago äc St. (ouis Railwaf.

Cleveland Divisicu

t bedeutet täglich, ausgenommen Sonntag.

Abgang . 4 4055m . 6 4553m . 7 2053m . 8 00Rm .11 10Vm . 2 55Vm . 4 4Rm 6 6 25Nm

New Fort Expreß tägl Andersonck B H'b'r Exp... Muncie & FtWayne Exp p N S k B Lim täglich s... Clev & Benton Harbor Exp S & 5 Lim, tägl 63... Union City Acc tägl Knickerbocker Sv täglich 6 &

Union City Accom tägl Elkhart Accom, nur Sonntgs Fort Wayne & Elk Expr-ß p Southwestern Ltd tgl ä s St Louis Ltd tgl ä g B H'b'r Expreß p s Union City & Gieb Acc B H'b'r & Anderfon Expreß. New Sork Expreß täglich New Iork Ltd tägl 8

AnkunZt 9 25Bm 9 25V m 10 30B 11 30Vm Z 10Nm Z 10Rm 6 30Nm 8 iSRm 10 10Nm 11 45Nm

St. LouiS Division.

"Tho

St LouiS Mail 7 208m Southwestern Lim tgl d & s 11 45Bm St Louis Lim täglich pds. 3 25Nrn Terre Haute Mat'n Acc.. 5 00Rm

N A & St. Louis Exp tägl..10 40Nm St Louis Expreß tägl 8 12 0593m Cincinnat Cin & Lous Nachtexpreß tgl 8 8 45Bm St Lous & Cin Nachtexp tg 8 4 8Vm Cincinnati Exp tägl 8 7 30Bm Cincinnati Acc 10 45Vm Cincinnati F Expreß, tägl p 2 öONm Louis F Expreß 2 50Nm Greensburg Accom 5 20Nm Cinc & Wash F L tg 6 8 p 6 20RÄ

Fair

ont

New Iork Expreß täglich 8.. 4 20Bm St. Louis Expreß tägl s.. . . 7 2593m Mat'n & T Haute Acc 10 35 m N 8 & Boston Lim tägl pds 2 50Rm St Louis Mail 5 35Nm Knickerbocker Sp täglich sjbd 6 lONm i Division. Greenöburg Acc 8 45B Cincinnati Acc täglich 11 OOBm Chic ckStL Expreß tg ä 8 & pH 40Vrn Chicago Lous & St L Exvreßll 40Vrn White City Spezial p 3 25Rm Eine & Indianapolis Acc ... 7 55Rm Cinc 3nd & St L Expr tg 3 . . 11 50Nrn Chic & Lou Nachtexpreß tg 8 11 40Nm

Chicago Kankakee Accom 7 OOBm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Brn White City Special sd&p. 3 30Nrn LaFayette Accom 5 15Nm Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 05Vm Mi chigan Benton Harbor Expreß 6 45Vm Michigan Mail Expreß p. . . 11 10Bm Elkhart Acc täglich 4 46Nrn

Division. Cinc Naarpreß, tägl 8 3 30Bm Kankakee Äccom 10 30Bm Cinc Fast Expreß tägl p d. . 2 40Nw La Fayette Accom 5 15m Cinc & Wash F L., d k x.. 6 ION Division. Elkhart Accom nur Sonntags 9 25Bm Elkhart Expreß 10 3093 Benton Harbor Expreß p 3 ION

Mlchrgan Expreß 8 15Nn P eo r i a D i v i s i o n w e st l i ch. Peoria Expreß & Mail 7 2555m Columbus & Cinc Exp tgl s t 30Bm Western Expreß täglich p d. .11 50Brn Champaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lONm N 8 & Ohio Special 2 46Nm Peoria Expreß täglich s .. ..11 50Nm Peoria Expreß täglich p & d 6 08 N Peoria D i visi o n ö st li ch. Colurnbuö Expreß tägl 6 OOBm Lynn Accom 10 1555m Ohio Special tägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl äp. .11 4023 Lynn Accom 6 15Nm EolumbuS Expreß tägl 8. . . .10 30Nm pittsburgh, Cincinnati, Chicago & St totxxs R'y. Indianapolis Division.

Abgang Ankunft 3 30Brn Schnellzug täglich &d... 6 30Bm 7 3055m Limited Mail täglich 6 4055m 8 1055m Richmond Accom 8 4095 1 25Nm St Louis Exve täglich d & s 12 lONm 3 05Nm Bradfsrd Accom 2 OONrn 5 OONrn Western Expreß täglich 8 3 20Nn 7 15Nrn Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30Nrn 8 OONm Zndianavolis Accom 8 b 10 40N

Eaftern Expreß täglich Columbus Accom Fast Expreß täglich 8 d Braosord Accom Atlantic Expreß täglich s&d Day Expreß täglich St L N S Lim täglich s d Richmond Accom

Chicago Division. Louisville d Chic Exp tgl p d 11 35Vm Chic & Lou F Expr täglich 8 3 20V Lou & Chi F Expr. täglich s 12 0555m Chic & Lou Expr täglich p d 3 40Nw Louisville Division.

3 40Vm Louisv & -Madison Acc.. ..10 lOVrr 7 OOBm Lou & Chic F L tägl p d... .11 30Vn. 7 30Vm Louisville u. Madissn Ace 8 05Vm 5 40R 3 55Nm Louisv & Pittsb F L täglich 8 7 05Nrn 3 55Nm Madison Accomm Sonntags 8 15Bm 6 ISNrn Lou & Chi F Expr. täglich 11.50 Nch Vandalia (ine.

Chicago & Louisv Spl tägl 8 Pitts k Lou g L tägl 8 Mad Acc nur Sonnt Louisv & Madison Accom. . Chicago fc Leu F L täglich p d Madison Accom

Louisville Accom

,

R s Zc St L Lim täglich 8 & d

St Louis Expreß tägl St Louis Expreß d 3 Western Expreß tägllich d 8.. T Haute & Effingham Acc . . Terre Haute Expreß, täglich. Nimmt keine Passagiere Nacht-Expreß, täglich, 8.. ..

Abgang 6 50Bm New Fork Expreß täglich 8.

7 25Vm St Louis Exprep täglich. . . 12 15Rm Schneller Expreß täglich 8. . 3 30Nm Terre Haute Acc täglich. . . 4 OONm Effingham Accom ... 7 lONm Atlantic Expreß täglich d 3. 8 35Nrn Fast Line täglich 11 20Nrn St L 5 N I Lim täglich 8 &

Ankunft . 3 2055m . 6 5055m . 7 5555m . 10 0055m . 1 20Nm . 2 öONm . 4 45N d 7 OON

Indianapolis 8c Vincennes H. R.

Cairo Bincen Expr täglich 7 20Vm Spencer Acc, tägl 7 50Äm Martinsv Accom 12 3091m incenne Erpreß tätlich. .10 25Vm BimenneS Expreß 3 55Nrn Martinsville Acc, täs'. 3 45Nm Spencer Acc, tägl 7 l5Nrn Cairo Expreß täglich 6 IbNm

Route.) Ar.kunfi 3 45Vm 7 50Vm 10 OOVm 4 b-mve

Ankunft 10 25B . 3 26Nrn 10 25Nrn

Chicago, Indianapolis & louisville R'y. (Monon Abgang Chic Night Expreß täglich 8. .12 56Vrn Cincinnati Veft taglich s ftast Mail täglich 8 p 7 0033m Fast Mail täglich 8 Chi Expreß nur Sonnt p d.11 60Vm Mon.m Accom, täglich E,hi & Mich Eity Best dp.. 3 35Nm Sincinnati Best täglich d p.. Monon Accom, täglich 4 OONrn lake Lrie 6c Western R. R. Abgang Mail und Expreß 7 15Vrn Indianapolis Expreß täglich T Det k M C Ex täglich. .12 20Nrn Mail & Expreß Laporte Accom nurSsnntags.12 20Nrn Toledo Expreß

Cvenmg Expreß 7 25crn Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgartg Ankunft Cincinnati Best täglich s&c4 OOBrn Cincinnati Vestibüle täglich s 12 45Bm gast Mail täglich 8 8 0555m Fast Mail täglich 8 6 4055m Cincinnati fe Det Expr 10 40Bm Cin Chi k St L Ex tgl p. .11 4555m Cin . & Dayton Best. Exp p 2 45Nm Cincinnati Best d & p . . . . 3 25Nm Cincinnati Best täglich d p 5 OONm Cinc k 3nd Accom 7 24Nm Cin & Detroit Expreß täglich 7 02Nm Cin Znd St &fc Peo Ex tg 8fccl0 35N Weft. Abgang Ankunft Springfield Mail 8 OOVm West Expreß täglich s&c. 3 5593m Chicago Expreß 11 50V m Tuöcola Accom 10 1693m Tuöcola Accom 3 80Nrn Cincinnati Ezpreß 2 409cm Weft Expreß täglich s& c.lllONm Springfield Mail 4 50N Via C., H. & D. Si h. (Weft) und Roachdale. Chicago Expreß .....11 5033m Cincinnati Expreß ........ 2 40N

8 fetetttet Keeper. F. Ptrlor C . U. hair Cr. D. Di-iajf Cr. B Büffet Cm r.