Indiana Tribüne, Volume 26, Number 178, Indianapolis, Marion County, 20 March 1903 — Page 1

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eBvfOfeittt Matxn,tttag. Jahrgang 26 Indianapolis, Ind. , Freitag. 20. März 1903 173. SBSSSSS!BSBSSSSBSSBBSBSSBBSSSSlSSSS!SSSSBSSSSSSSS!SSSr!BSSSSSSS!Srm ,immm"

Wer war der Mörder von Doc Lnng? Die Großgeschworenen nehmen eingehende Untersuchungen vor. Der Anwalt John O. Spahr, einer der Vertheidiger des Dr. Joseph AleZander hat es mit seiner Aeußerung, daß in seinem Besitz sich Bcmeismaterial befindet, um die Behörden zu überzeugen, daß die Gradfchänder Rufus Cantrell und Samuel Martin direct mit dem Mord des Chinesen Doc Lung in Verbindung zu bringen find, zu Wege gebracht, daß die Geschworenen heute sich eingehend mit der Untersu chung des Mordes beschäftigten. Die Polizei'Behörde ift der Ansicht, daß Cantrell und Martin nicht den Mord begangen haben, wohl aber, daß dieselben wissen, wer das Verbrechen ausführte. Diese weiteren Anklagen gegen die Leichenräuber scheinen deshalb erhoben zu sein, um den Werth der Aussagen derselben in dem zweiten Dr. Alerander Prozeß noch mehr zu schwächen. Diese beiden Nigger sind bekanntlich die Hauptzeugen des Staates in dem Prozesse gegen den Doctor. Einer der heute vor den Großgeschworenen vernommenen Zeugen war der farbige Leichen-Bestatter Willis, welcher, wie es heißt, aussagte, daß er einen Tag nach der Ermordung des Chinesen mit Cantrell an der Jndiana Ave. zusammentraf. Derselbe soll sich damals in seiner bekannten großmäulerischen Weise geäußert haben, daß er im Stande wäre, das geheimnißvolle Dunkel, welches den Tod des Chinesen umqab. lüsten zu können. Willis sagte ihm, daß er in einer solch ernsten Sache nicht solch' leichtfertige Aeußerungen machen sollte. Cantrell soll sodann drei chinesische Münzen aus der Tasche gezogen und sie dem Willis mit der Bemerkung vorgelegt haben, ist dieses nicht Beweis genug ? Wenn Du mir aber nicht glauben willst, so kann ich Dir auch etwas von dem Blut des Chinesen zeigen !" Willis sagte, daß er hierauf dem Cantrell den Rath ertheilte, den Mund zuhalten. Cantrell habe sodann behauptet, daß er positiv wisse, daß es Farbige waren, welche den Mord ausführten. Heute Nachmittag wurde Anwalt Spahr von den Großgeschworenen verhört. Dr. Frank N. Wright, Professor der Anatomie am Electric Medical College" wurde ebenfalls von der Jury vernommen. Er soll angeblich den Cantrell per Telephon aufgefordert haben, ihm die Leiche des Chinesen zu verschaffen. Der Doctor behauptet jedoch, daß Cantrell ihm die Leiche des Ermordeten zum Kaufe anbot. D i e M a r i o n Trust Co. als Vormund der Erben des Herrn From mener hat deren Antheil an dem Eigenthum an der südwestlichen Ecke der Washington und Meridian Str. für 324,000 an L. S. Ayres & Co. ver kauft. I m A l t e r von 42 Jahren ift Peter F. Dunn, im Central Jrren-Asyl am Donnerstag Abend aus dem Leben geschieden. Er war ein Sohn von Edward Dunn, Mitglied der Handels kammer von Indianapolis. Zur letztenRuhe. L o u i s v i l l e, Ky., 20. März. Das Leichenbegängniß des so plötzlich aus dem Leben geschiedenen Col. Henry S. Cohn fand heute Nachmit tag unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung der angesehensten Bürger der Stadt statt. Die Trauerfeier wurde von Pastor Theophil F. Bode von der Deutschen evangelischen St. Peters Kirche geleitet. An derselben nahm ein Quartett des Liederkranz", theil. Am Grabe sang der Männer chor deS Liederkranz", woraus die Elks ihrem verstorbenen Bruder die letzten Ehren .'rwiesen. Nachdem die Louisville Turngemeinde noch das Andenken des Verstorbenen geehrt hatte, fand mit einem Abschiedsliede der Sänger die erhebende Trauerfeier ihren Abschluß

Unfall auf dem Bauplatz des neuen BundeSgebändes.

Auf dem Bauplatz des neuen Bundesgebäudes ereignete sich heute Vor mittag ein bedauerlicher Unfall. Die Stricke eines der Flaschenzüge rissen und ein Theil des Apparats fiel um. Der Zimmermann Charles Holwager wurde so schwer am Kopfe getroffen, daß er das Bewußtsein verlor. Er wurde nach dem Stadt-Hospital überführt, woselbst die ärztliche Untersuchung ergab, daß seine Verletzungen keine lebensgefährliche sind. Holwager ift 40 Jahre alt und wohnt No. 2243 Jackson Str. Personal-Notizen. Herr I o e P f lü g e r, der joviale Erfrischungsrath von der Lincoln und East Str., welcher als strammer Gardist Anno 1870 alle Schlachten mitgemacht hat, empfing gestern anläßlich seines 54. Geburtstages zahlreiche Grcrtulationen. Herr Pastor Fred. C. G. W a m b s g a n ß, der bisherige Seelsorger der Deutschen Evangelischen Lutherischm St. Paul's Kirche ift gestern nach Columbus, seinem neuen Wirkungskreise, abgereist. Vor seiner Abreise wurde ihm eine von dem Kirchen vorstand, dem Schuldirectorium und dem Männerchor gestiftete goldene Uhr, und zwar im Beisein sämmtlicher Pastören der hiesigen lutherischen Gemeinden, überreicht. Am Bahndofe hatten sich zum Abschied zahlreiche Mitglieder seiner ehemaligen Gemeinde eingefun den. Die größte Hühner-Außstellung. Die größte Hühner-Ausstellung in diesem Jahre wird zweifelsohne gelegentlich der hiesigen Staats-Fair in unserer Stadt veranstaltet werden. Denn während der Staats-Fair wird hier die Nationale Geflügelzucht (I'oultr-Association von Amerika" ihre Convention, verbunden mit Ausstellung abhalten. Tausende von Züchtern in den Ver. Staaten und Canada werden dieselbe beschicken. Das wird ein Gegacker und Gekrähe werden! Zum letzten Male. Postmeister Geo. F. McGinnis fei erte gestern seinen 77. Geburtstag und wurde von seinen zahlreichen Freunden und Bekannten mit Glückwünschen und Geschenken, darunter prächtigen Blumenstücken, überhäuft. Er selbst überraschte sich, indem er zur Feier seines Wiegenfestes sich vor die bewußte Camera" setzte, ein sehr freundliches Geficht machte je, kurz sich darein ergab, photographirt zu werden. Dies soll aber das letzte Mal sein. Denn General McGinnis ift kein Freund dieser Operation", wie er den Vorgang ne int. Das Lehrerchor-Concert. Die Proben für das an dieser Stelle schon erwähnte erste Concert des Schul lehr?r-Chors am nächsten Montig, zum Msten eines Unterstützungs-Fonds für kranke Lehrer oder Lehrerinnen, werden beinahe täglich unter Leitung von Professor Edward L Birge gehalten, und verspricht das Concert ein sehr genußreiches zu werden. Außer dem Chöre werden als Solisten Herr Hugh McGibeny, Frau Alice Fleming-Whallön, F:l. Mary Hastings und Frl. Lillian Adam mitwirken. Tickets sind in der Bobbs-Merrill'schen Buchhandlung zu haben. Explosion einer PulverMühle. Brazil, Ind., 20. März. Die Pulvermtthle der Jndiana Powder Co." zu Fantanet wurde heute Vor mittag durch eine Explosion zerstört. Die Detonation war eine solch hef tige, daß viele in der Nachbarschaft wohnenden Aute glaubten, es hätte ein Erdbeden stattgefunden. Mehrere Arbeiter wurden schwer ver 'letzt.

Aus den Gerichtshöfen.

I. Bernstein ging leer aus. Die Geschworenen des Richters Lea thers, vor welchen die $2000 Schadenersatzklage des Joseph Bernstein gegen die Straßenbahn'Gesellschaft verhandelt wurde, gaben einen Wahrspruch zu Gunsten der Verklagten ab. Ueber den Fall ist gestern ausführlich berichtet worden. Criminalgericht. James Maiben von Haughville, welcher beschuldigt ist, bei der letzten Herbstwahl seine Stimme an Jacob Miller, welcher zur Zeit als Klüger gegen ihn auftritt, verkauft zu haben, erklärte sich gestern im Criminalgericht nicht schuldig. Diese Erklärung gab er auf den Rath seines ihm vom Staat gestellten Anwalts McGroarty ab. Maiben machte zugleich eine sensationelle Mittheilung. Er sagte nämlich, daß Miller ihm gerathen hätte, sich schuldig zu bekennen. Erwürbe dann schon dafür sorgen, daß seine Strafe bezahlt werde. Da Miller, falls Maiben verurtheilt werden würde, eine Belohnung vom County im Betrage von 8100 erhalten hätte, so würde er also noch immer ein Geschäft gemacht haben, selbst wenn er die Strafe für Maiben bezahlt haben würde. Diese Affaire wird noch näher untersucht werden. Heute wird Russell Brown, einer von den 23 wegen Stimmcnverkaufs in Antlagezustand versetz ten Bürgern von Haughville, processir werden. Sollten die Geschworenen ihn nicht schuldig befinden, so wird der Staats anwalt wahrscheinlich das Gesuch stellen, die Anklagen gegen die landeren 21 Stimmenverkäufrr niederzuschlagen, so daß der Biedermeier Miller auch nicht einen Cent Belohnung für feine Transactionen erhalten wird. James Wallace bekannte sich schul dig, in beduseltem Zustande aus der Office der Viehhändlerfirma Newille, Elliott & Johnson eine Schreibmaschine gestohlen zu haben. Er kam mit 2 Monaten Arbeitshaus davon. Die Großgeschworenen reichten geftern einen Theildericht ein. In demselben erhoben sie folgende Anklagen: Joe Keßler, Großdicbstahl; Mary Jones. Mordangriff; Monroe Morris, Diebstahl und Hehlerei; Frank Pennick, Großdiebstahl und Einbruch. Der Letztere so wie Keßler bekannte sich schuldig. Dieser wurde zu 114 Iah ren und Pennick zu 214 Jahren Zuchthaus verurtheilt. An dieBundes-Großgeschwo renen überwiesen. F. Slosson, W. Schroeder und John Gibson, welche beschuldigt sind, vor ge raumer Zeit in die Postoffice zu Dalesville eingebrochen zu sein, hatten gestern vor dem Bundes-Commissär Morris ihr Vorverhör zu bestehen. Derselbe überwies sie unter je $1000 Bürgschaft an die Großgeschworenen. Entscheidung des StaatsObergerichts gegen die Straßenbah n-G e s e l lschaft. Vor vielen Monaten erhielt Samuel I. Wilson einen Schadenersatz von $500 gegen die Straßenbahn-Gesell schaft zugesprochen, weil ein Conduc teur derselbe ihn von einer Virginia Ave. Car abgewiesen hatte, weil sein Transfer-Ticket nicht stimmte. Die Gesellschaft appellirte an das Staats Obergericht und dasfelbe bestätigte ge ftern das Urtheil des unteren Gerichts. Richter Jordan, welcher die Entscheidung ausgearbeitet hatte, erklärte, daß ein Passagier, nachdem er sein Fahrgeld bezahlt und um ein Trcms-fer-Ticket nachgesucht hat, nicht gezwungen ift, nachzuschauen, ob in diesem Ticket ein Irrthum vorhanden ist, sei es durch falsche Markirung der Zeit oder der Bahnlinie, welche der Betref sende weiter benutzen will. Nicht im Himmel geschloss e n e Ehen. Folgende mißvergnügte Eheleute, welche in der Eheftauds-Lotterie Nieten gezogen haben, reichten gestern im Gc

richte Klagen gegen ihre respcctiven Ehehälften aus nachstehendtn Gründen

em: Hermann Morß gegen Minnie Morß, Trunkenheit und grausame BeHandlung; Cornelius Gashwiler gegen Melise Gashwiler. Pflichtvernachlässigung und rohe Behandlung; Jra S. Montgomery gegen James W. Montgomery, brutale Behandlung; Daniel Woodruss gegen Emma Woodruff, böswilliges Verlassen: Ransom Lewis aegen Mollie Lewis, lieblose BeHandlung; Florence M. Carper gegen Daniel Carper, Pflichtvernachlüsjiqung; Earl D. Gray gegen Berdina L. Gray, böswilliges Verlassen. BedeutendeBürgschaft. Wm. F. Piel und Eleonore Piel, Testamentsvollstrecker des vor einigen Monaten verstorbenen Wm. F. Piel Senior, hinterlegten gestern im Nachlaß - Gerichte eine Bürgschaft von 8250,000. 2 77 Todesfälle im Februar. Lungenentzündung raffte die meisten Menschen dahin, darnach kommt die Schwindsucht. Secretär Dr. Hurty von der StaatsGesundheitsbehörde hat gestern das Februar-Bulletin über den Gesund heitszustand etc. im Staate beendigt. Demselben sind folgende allgemein interessnte Angaben entnommen, welche die bereits in diesem Blatte vordem gemachten kleineren Mittheilungen bestätigen: Die Grippe (Influenza) herrschte sehr vor und in sehr gefährlicher Weife, in den meisten Fällen, wo sie nicht einen tödtlichen Verlauf nahm, eine nachtheilige Wirkung auf das Nervensystem zurücklassend. An der Grippe starben im Februar in Jndiana 56 Personen. Die Blattern ließen im Vergleiche mit dem Januar nur wenig nach. In 59 Counties erkrankten 889 Personen an der Seuche, wovon 50 starben. Luftröhren- und Hals - Ent zündung waren weit verbreitet und Diphtheritis nahm ein wenig zu. Im Ganzen starben im Februar 2677 Personen, weniger als im Februar des letzten Jahres. 464 der Todten waren minderjährig, 693 unter denen von mehr als 65 Jahren. Lungenentzündung (Pneumonia) tödtete 399 ; Schwindsucht (Tuberculosis) 342; Krebs 92; Grippe (Influenza) 56; Diphtheritis 53; Blattern 50; Nerven-Fieber 49. Die Sterblichkeitsrate für die Städte beträgt 17.3, die für die County-Be-völkerung 11 9. Die Schwindsucht, wie auch die Lungenentzündung und die Blattern herrschten in den Städten vor, während auf dem Lande ebensoviele Menschen auf gewaltsame Weise (Unfall etc.) um's Leben kamen, wie in den Städten. In Indianapolis starben im Februar 38 Personen an den Blattern, in Evansville 1, Jeffersonville 2, Alexandria 1 und Spencer 1. Die anderen 7 Todesfälle an den Blattern ereigneten sich auf dsm Lande. Ligonier, Rensselaer, Rockville und Vevay sind die einzigen Städte, in denen während des Monats Februar überhaupt keine Todesfälle vorkamen. Eine hübsche zweifache Gebnrts-tags-Feier. Die Sänger des Indianapolis Liedertranz und viele der passiven Mitglieder versammelten sich gestern Abend nach der Probe in ihrem Hauptquartier in der Germania-Halle, um ein doppel tes Geburtstagsfest in deutsch-gemüth-licher Weise zu begehen. Herr Jos. Behringer, der immer fidele Präsident desVereinö, ward nämlich gestern 62 Jahre alt, Herr Carl Lehmann, ein altes und als Onkel" von allen Liederkränzlern hochgeschätztes, immer noch actives Mitglied, sogar 70. Die Doppel'Feier nahm, wie man sich denken kann, den schönsten Verlauf.

Nachrichten aus Jndiana.

Stürmische Sitzung. Terre Haute. In der gemeinschaftlichen Convention der GrubenArbeiter und Besitzer kam es gleich bei der ersten Sitzung zu stürmischen Scenen. Kaum hatten die Herren ihre Sitze eingenommen, als der Sturm losbrach, indem Herr Penna, Sekretär der Grubenbesitzer, das Wort ergriff und verlangte, daß der Boycott, welcher von den Unions in Linton über den Groceristen Dale verhängt worden sei, weil derselbe als Schiedsrichter bei einer Controverse eine Entscheidung gegen die Arbeiter abgegeben habe, von der Convention der Arbeiter widerrufen werde. Hierüber entstand eine hitzige Debatte, im Verlaufe welcher viele senfationelle Beschuldigungen gegen beiderseitige Parteien gemacht wurden. Theil an der Debatte nahmen Geo. W. Purcell, Phil. Penna, Wm.Vaugn, Wm. McQuade, u. A. Lange Zeit hatte es den Anschein, als ob die Convention unerwartet schnell in einem Durcheinander aufbrechen würde, als Präsident Hargrove und Vice Präsident Boyle aufstanden und erklärten, daß der Boycott aufgehoben werden würde. Mit dieser Versicherung waren die Grubenbesitzer zufrieden. Nachdem wieder Friede gestiftet worden, reichte Herr Penna für die Grubenbesitzer deren Lohn-Tabelle ein, in welcher dieselben sich verpflichten, die von der National - Convention in Indianapolis festgesetzte 12$ Cents Lohnerhöhung zu bezahlen und außerdem wieder den letztjährigen Contrakt in allen anderen Beziehungen zu bewilligen. Ein Antrag, daß das Anerbieten angenommen werde, wurde niedergestimmt. Hierauf reichte Präsident Hargrove von den Arbeitern die von die von diesen angefertigte Lohn - Scala ein, welche sehr lang ift und viele neue Bedingungen enthält. Beide Tabellen wurden dann dem Scala Comite mit der Aufgabe über geben, die Convention zu benachrichtigcn, sobald eine Einigung erzielt worden ist. Fairgründe verkauft. New A l b a n y. John W. Gaithers, Edward G. Henry und I. W. Connor kauften von der Union Trust Co., Indianapolis, als Vollstrecke? des Testamentes des verstorbe nen W. C. DePauw die bei New Albany gelegenen Fairgründe für $6,000. Es handelt sich um vierundsechzig Acker nebst allen Gebäuden für eine County-Fair nebst trefflichem Rennplatz. Dieses Eigenthum wurde vor fünfzig Jahren von der Floyd County Landwirthschaftlichen Gesellschaft gekauft. Der erste Präsident der Gesellschaft war Thomas H. Collins, unter dessen Führung namentlich die Staatsfair im Jahre 1859 stattfand. Während des Bürgerkrieges dienten die Gründe ils Heerlager. V.'r dreißig Jahren kaufte sie Col. W. C. DePauw. Später fanden noch verschiedene erfolgreiche Fairs dafelbst statt. Gruben-Besitzer gematzre- ' gelt. Terre Haute. Staats-Gru-ben-Jnspektor James Epperson hatte vor Friedensrichter Brown gegen A. F. Miller, William Lankford und Frank Van Deren, Besitzer einer Kohlengrube bei Macksville, eine Klage wegen Verletzung eines Staatsgesetzes erhoben, indem sie auf einem Land complex, wo 5000 Quadratfuß abgegraben wurden, kein zweites sog. manhole" herstellen ließen. Die Angeklagten bekannten sich schuldig und wurden zu je $1 und Kosten verurtheilt. O s e l i g, o s e l i g. e i n P o stClerk zu sein"! Aus Washington, D. C., ift die Nachricht eingetroffen, daß die Gehälter der Clerks in nachftehendm Postämtern wie folgt erhöht wurden:

Bedford Einer von $600 auf $700, einer von $700 auf $800 und einer von $800 auf $900. Seymour Drei Clerks von $700 auf $800. Bluffton Einer von $400 auf $600, einer von $600 auf $700, drei von $600 auf $700 und einer von $700 auf $800. Crawfordsville Einer von $500 auf $600, drei von $600 auf $700 und einer von $700 auf $800. Evansville Zwei von $500 auf $600, einer von $600 auf $700, einer von $700 auf $800. zwei von $800 auf $900 und einer von $900 auf $1000. Frankfort Einer r:n $500 auf $600 und einer von $800 auf $900. Lafayette Zwei von $500 auf $600, drei von $700 auf $800, drei von $800 aus $900, zwei von $900 auf $1000 und einer von $1000 auf $1100. Madison Zwei vsn $500 auf $700 und einer van $800 auf $900. Marion Einer von $500 auf $600, Vier von $700 auf $800, zwei von $600 auf $800, jfex von $900 auf $1000. Vrochester Einer von $700 auf $800. Die wackeren Frauen von Wabash wünschen inden Himmel zu kommen. Wabash. Im Verlaufe seiner in der Weslyn Kirche am Donnerstag Abend abgehaltenen Predigt, sagte Pastor John Brown, daß keine Frau, deren Hut mit Federn, Vogelbälgen oder sonstigen Schmuck geziert ist, in den Himmel kommen würde. Die Predigt übte eine unerwartete Wirkung auf die ZuHörerinnen aus. Viele von ihnen nahmen ihre Hüte ab, rissen die Federn und den übrigen Schmuck ab und warfen den Putz in's Feuer. Hier auf gingen sie mit dem angenehmen Bewußtsein, daß Petrus ihnen den

Eingang in den Himmel, sobald er ihre des Schmucks beraubten Hüte sieht, nicht verwehren wird, nach Hause. Wie es heißt wollen die Ehc männer von Wabash dem Herrn Pastor eine Donkesadresse zusenden. Was die Putzmacherinnen aber thun werden, bleibt abzuwarten. F l s ch l e i t e r n. New Albany. Unter den Be stimmungen der Jndianaer Fisch- und Jagdgesetze sind die Besitzer von Mühlendämmen an den kleinen Gewässern gehalten, Fischleitern anzulegen, damit die Fische zur Brütezeit sich in die kleinen Gewässer zurückziehen. Diese Angelegenheit wurde m der Versammlung des Hoosier - Kapitels der American Sportsmen in New Albany am Mittwoch Abend besprochen, und es wurden Schritte gethan, eine solche Leiter" an den Damm im Silver Creek, zwei Meilen von der Stadt, anzulegen. Das Towfhip muß den Spaß bezahlen. Wenn die Leitern bereits jetzt dawären, behaupten Sportsleute, so könnten in dem Creek jetzt Millionen von Fischen laichen, und der Fischreichthum den alten Ruhm des Silber Crcek aufrecht erhalten. Relegirte Studenten. Lafayette. Präsident Stone von der Purdue Universität hat vier Sophr moren, welche die Hauptarrangeure des am 11. März veranstaltetm verhängnißvol len Banquets waren, relegirt. Zur AbHaltung desselben war von der Facultät keine Erlaubniß eingeholt worden. Ueber den Köpfen von 150 Füchsen" (Freshmen), welche damals die schmähliehen Auftritte in dem Banquetsaal aussührten, hängt jetzt ein DamoclesSchwert in der Gestalt einer vom Präsidenten erlassenen Anordnung, daß wenn irgend Einer in Zukunft sich eines groben Vergehens zu Schulden kommen lassen würde, seine Entlassung auf der Stelle erfolgen soll. Im Auditorium der Washing-ton-Schule wird heute Abend ein Vor trag über dasThema Die einheimischen Vögel im Staate Jndiana". illuftrirt durch ftereoscopische Bilder gehalten werden. Die Arrangements haben W. W. Woollen und Frl. Algeo, Principalin der Audubon-Schule, ge troffen.