Indiana Tribüne, Volume 26, Number 176, Indianapolis, Marion County, 18 March 1903 — Page 3

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Revolution !

In Uruguay entfesselt sich der Bürgerkrieg und nimmt besorgmßerregende Dimenfionen an. Italien's Wivervcrgeltung für Chikane an EinWanderern. Die Marine-Debatte im britischen Unterhaus. Soldaten-Selbstmorde. Erkrankung der deutschen Prinzen in Luror. Appell des Königs von Sachsen. Ans N!accdonien. Die deutschen Verwilligungen sür die Ausstellung. Sp. iche Studenten. Uruguay. Revolution in Uruguay. Washington, 17. März. - Der amerikanische Consul Sman in Montevideo meldete dem Staatsdepartement telegraphisch, daß in Uruguay eine Revolution ausgebrochen sei. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut: Revolution ausgebrochen; Eisenbahn zerstört; 8000 Revolutionäre bereiten sich vor, die Stadt anzugreifen. Lage ernst. Montevideo, 17. März. Zur Eindämmung der in den Provinzen Riäera, Flores und Maldonado ausgebrochenen Revolution sind Truppen entsandt worden. Die Telegraphendrähte sind zerstört und keine Neuigkeiten erhältlich. Italien. Italien übt Widerverg e l t u n g. Washington, 17. März. Die italienische Regierung hat nan den Spieß umgekehrt zur großen Unbequemlichkeit mehrerer amerikanischer Bürger. Bekanntlich hatte die Einwanderungsbehörde auf EUis Island allen mit Trachama", einer angeblich ansteckenden Augenkrankheit, behafteten Personen den Einlaß verweigert. Da sich nun herausstellte, daß mehrere amerikanische Bürger, die Italien besuchten. diese Krankheit hatten, wurde denselben bis auf Weiteres die Einschiffung nach Amerika von den italienischen BeHorden untersagt. Ueber die Angelegenheit wird von Washington aus eine rege Correspondenz mitJtalien geführt. Großbritannien. Taufe des S h a m rock". Glasgow, 17. März. Shamrock III." wurde heute in Anwesenheit einer Anzahl distinguirter Gäfte durch Lady Shafterbury, Gattin des Commodore vom Royal Ulster $acht Club. getauft. Sir Thomas Lipton hielt eine kurze Ansprache. Fortsetzung der MarineDebatte. London, 17. März. Während der heutigen Unterhaus - Berathung über das Marine-Budget erkannte der Liberale Sir Robert Reid an, daß die internationale Lage es rechtfertige, wenn die Regierung die vorgeschlagenen enormen Auslagen verlange. Dcch werde schließlich das Volk da und dort gegen diesen unsinnigen RüstungsWettlauf revolutioniren. Es kommen nur 3 europäische Mächte in Betracht, da die Ver. Staaten keinen MarineStützpunkt hätten und, wie Redner glaubt, vorwiegend eine amerikanische Macht bleiben würden. Redner legte daher der Regierung nahe, in freundschaftliche Unterhandlungen mit den in Betracht kommmsen Mächten einzutreten, um eine Beschränkung der MarineAusgaben herbeiführen zu können. England und der cubanische Handelsvertrag. London, 17. März. Im Unterhaus reichte der Abgeordnete McArthur einen Befchlußantrag ein, in welche n er auf den cubanischen Handelsvertrag anspielend erklärte, es sei an der Zeit eine Spezial - Steuer auf subsidirte Schiffe, welche britische Häfen besuchen. auszuschreiben. Der Conservative Evylin Cecil befürwortete die ErNennung einer speziellen Kommission dereu Pflicht es sein soll die fremde Concurrenz zu überwachen. Nachdem lange debattirt worden war stellte es erst heraus, daß das Haus kein Quoj rum hatte und nicht beschlußfähig war.

Deutschland. Stellung des Kronprinz e n unhaltbar. Dresden, 17. März. Trotz al-

ler offtciellen Dementis erhält sich das Gerücht, daß der Kronprinz Friedrich August von Sachsen noch vor den Kaisermanövern das Commando des Xll. (1. Königl. Sächs.) Armeecorps niederlegen wird, und zwar, wie amtlich begründet wurde, weil der Kronprinz mehr zur Vertretung des Königs herangezogen werden soll. Andrerseits verlautet, der Kronprinz lege sein Commando auf Wunsch des Kaisers nieder, und es stehe dieser Wunsch mit dem Verhalten des Kronprinzen in seiner Ehescheidnngssache in Verbindung. Selbst st ändigkeitsB Ü N d N i tz. Berlin, 17. März. Die LandesVertretung der Reichslande nahm in Straßburg i. E. ein Beschluß an, den Reichstag und den Bundesrath aufzufordern, das Gesen vom 2. Mai 1877 über die Verfassung und Verwaltung von Elsaß-Lothrinden dahin abzuändern. daß der Reichstag für die Reichslande als gesetzlicher Faktor ausgeschaltet und dem Landesausschuß von El-saß-Lothringen die Stellung und Befugniffe eines Landtages, wie ihn die einzelnen Bundesstaaten haben, gewährt werde. Weiter sollen nach dem Beschluß drei stimmberechtigte Vertreter des Bundesrathes ernannt werden, welche bei der Berathung reichsländischer Angelegenheiten zu fungiren haden. Dieser Beschluß des Landesausschusses, der aus 53 Mitglieder besteht, kommt dem Verlangen gleich, ElsaßLothringen mit den anderen Bundesstaaten des Reiches rechtlich gleichzustel!en. Man ist gespannt, welche Stellung die Regierung diesem Beschluß gegenüber einnehmen wird. Die Regierung siegt. B e r l i n , 17. März. Die BudgetCommission des Reichstages bewilligte heute mit 26 gegen 2 Stimmen $750,000 für die Auslagen von Deutschlands Betheiligung an der St. Louiser Weltausstellung. Die Hälfte des Betrages wird sofort verwandt. Die Sitzung war nicht öffentlich; doch erfuhr man. daß eine der ablehnenden Stimmen von dem Antisemiten Liebermann v. Sonnenverg herrührte. Staatssekretär des Innern Posadowsky hielt eine Ansprache, in welcher er die Vortheile für die deutsche Industrie auseinandersetzte. Auch sei eS angezeigt, daß dieser großen Ansammlung der besten Werke der Welt Deutschland's Kulturstand und feine Errungenschaften in ein paffendes Licht zu setzen. Reichscommissär Lewald betrat die Nothwendigkeit, zum mindesten $750.000 auszugeben. Verschiedene Mitglieder, obwohl zur Sparsamkeit im National-Budget geneigt, gaben zu, daß die Vertretung des Reichs bei der Ausstellung von wesentlicher Bedentung sei. Eickhost von Remscheid erllärte, daß die Rheinischen Eisen-Jndustriellen sich zur Betheiligung an der Ausstellung entschlossen hätten. Soldaten -Selb st morde. Hannover, 17. März. Innerhalb 6 Wochen begingen vier Soldaten, darunter 3 Königs-Ulanen, in Hannover Selbstmord. Man erzählt sich in Hannover, daß Oberstleutnant v. Hei-den-Linden, der bekannte Sportsmann, als Kommandeur des Königs-Ulanen-Regiments (1. Hannoversches) No. 13 ungeheure Ansprüche an den Dienst stellt, und daß dieseAnsprüche, gradatim nach Unten machsend, den Leuten den Dienst verleiden und sie zum Selbstmord treiben. Bei der großen Heimlichkeit, mit der die Sache verhandelt wird, konnte bis jetzt noch nichts Positives festgestellt werden. Der König an sein Volk. Dresden, 17. März. Der König von Sachsen hat einen offenen Brief an sein Volk gerichtet, in dem er für dieTheilnahme anläßlich des jüngsten traurigen Unglücks", das ihn und seine Familie betroffen habe, dankt. Der König hofft, die Verwirrung und Aufregung, von welcher ein großer Theil der Bevölkerung in Folge der bedauerlichen Vorfälle des letzten Winters ergriffen wurde", werde sich nun tn und werde dem früheren Gefühle des Vertrauens Platz machen. Zum Schluß bittet er das Volk, nicht zu glauben, daß diese erbärmlichen Geschichten auf Fälschung und Täuschung beruhen, sondern dem Woorte des Königs zu glauben, daß

die ganze so unendlich peinliche Angelegenheit ausschließlich aus der zügellosen Leidenschaft eines Weibes erwuchs, das lange bevor schon im Gehei-

men gefallen war." Kaiser Wilhelm in Dresden. Dresden, 17. März. Kaiser Wilhelm traf heute hier ein. Er wurde auf dem Bahnhofe vom König Georg und dem Hofe empfangen. Die Monarchen fuhrenZsodann im offenen Wagen nach dem Schlöffe. Finanzlage in New York beunruhigend. Berlin, 17. März. Der Correspondent der Affociirten Presse macht die Erfahrung mit vielen hiesigen Bankiers, daß dieselben über die Finanzläge in New York sehr beunruhigt sind. Der amerikanische Bedarf deutscher Ca pitalien ist in stetem Wachsen begriffen. Die Ansicht ist hier vorherrschend, daß in den Ver. Staaten überspeculirt und der Credit unberechtigt gedehnt wurde. Man weist auf die Schwierigkeit amerikonischer Firmen, erstklassige 4prozentige Bonds zu verkaufen, hin. Die Gipsabgüsse für das Harvard Museum fertig. Berlin, 17. März. Die letzten der Gips-Abgüsse, welche Kaiser WiU Helm der Harvard Universität bestimmt hat, sind nun fertiggestellt. Der Kaiser wird morgen die Abgüffe, unier denen sich die der Nürnberger Käthedrale, Dresden, Straßburg und Kiel befinden, besichtigen. Spanien. Studenten-Unruhen. Madrid, 17. März. Die hiesigen Studenten veranstalteten gegen den Unterrichtsminister eine Anzahl von Kundgebungen. Sie marschirten UNter dem Absingen der Marseillaise durch die Straßen und wollten auch vor dem königlichen Palast eine DemonstraUon abhalten, wurden aber durch die Polizei daran gehindert. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen und die Universität ist geschlossen. ßgypten. Prinzliche Patienten. C air o, Egypten, 17. März. Der deutsche Kronprinz Friedrich Wilhelm und sein Bruder Eitel sind in Luxor ai. den Masern erZrznkt. Die preußischen Prinzen krank. Kairo. 17. April. Kronprinz Friedrich Wilhelm hat seine Reise den Nil hinauf wegen einer Unpäßlichkeit verschoben. Gegenwärtig besindet er sich zu Luror. Sein Leiden soll Influenza sein. Prinz Eitel Fritz, der sich noch hier befindet, ist auf der Besserung; er hatte einen Fieberanfa!'.. Türkei. Die macedonische Bew e g U N g. Sofia, 17. März. Die Zustände in Macedonien sind geradezu unHaltbar geworden und die Revolutionäre drohen dieselben noch zu verschlimmern, wenn der Versuch rnij den russischösterreichischen Reformen gemacht wird. Es werden nicht nur türkische Ossi ziere und Civilbeamte von den gehei men Revolutions-Comites ermordet, sönbeia auch Christen, die ihre V-fehle nicht befolgten. Diese macedonischen Befreier haben die reine Schreckensherr schaft eingeführt. Sie behaupten, daß Irland durch dieselben Mittel Erfolge errungen habe. Mexico. Die Einfuhr. Washington. 17. März. Ein Mitglied der englischen Gesandtschaft in Mexico hat an das auswärtige Amt in London einen Bericht über die Einfuhr in Mexico im Jahre 1901 er stattet. Nach diesem Berichte wächst die Einfuhr der Ver. Staaten nach Mexico von Jahr zu Jahr. Ihre Einfuhr hatte im Jahre 1901 einen Werth von S6.941.929 gegen S6.767.042 in 1900, was eine Steigerung von 51 auf 55 Prozent der Gesammteinfuhr bedeutet. Großbritannien und seine Colonien lieferten Mexico Waaren im Werthe von 1.909,167 Pfund Sterling gegen 2.217.111 im Jahre 1900. etwa 15z Procent der Gesammteinfuhr. Die Einfuhr Frankreichs hatte einen Werth von 1,383.869 Pfund in 1900. d. i. 10H Procent der Gefammteinfuhr, aber jetzt beträgt sie kaum 9 Procent, über 10s Procent gegen 11 Procent in 1900. Der Handel mit Spanien ist ungefähr derselbe geblieben wie in früheren Jahren.

Für ehemalige Solda::n wird die Notiz bemerkenswerth sein, daß es jetzt Einjährig - Freiwillige bei den Regimentskapellen giebt. Es sind dies junge Leute, denen auf Grund ihrer musikalischen Vorbildung die Berechtigung zum einjährigen Dienst, ohne den üblichen Nachweis Weiterer wissenschaftlicher Kenntnisse, ertheilt wurde. Ferner können sür die Folge Einjährige im zweiten Halbjähr ihrer Dienstzeit auf ihren Wunsch zum Proviantamt zur Ausbildung in diesem Dienstzweige commandirt werden. Es wird dann also auch einjährig - freiwillige Mehlwürmer" geben, wie man die Proviantamtsbediensteten ' cnennt. Kärglich ist v o n S t o ckHolm aus zum zweiten Mal der Versuch gemacht worden, direkt mit Berlin zu telephoniren. Es gelang besser als das erste Mal. aber doch noch nicht völlig. Die benutzte Linie geht von Stockholm nach Malmö, von dort wieder nordwärts nach Hilsingborg. über die Meerenge mittels Kabels nach Helsingör und weiter über Kopenhagen nach Laaland. Von dort wird wieder ein in diesem Winter angelegtes Kabel nach Fehmarn benützt, von wo dann über Lübeck der Weg nach Berlin abgeschlossen ist. Zur Verwendung für das Publikum ist die Verbindung noch nicht geeignet; die Hauptursache liegt an der mangelnden Deutlichkeit der von den Kabeln übermittelten Worte. DemBackofenbauer Jllgen in Hohenstein - Ernstthal ist es ge-

lungen, seinen Sohn aus der zZremdenlegion frei zu bekommen. Da der junge Mensch bei seinem Eintritt in die Fremdenlegion noch nicht ganz 17 Jahre alt, also minderjährig war und die Einwilliguna des Vaters zu diesem leichtfertigen Schritte bedurft hätte, legte sict das sachsische KriegsMinisterium in 's Mittel, und aus sein Ersuchen wurde Jllgen dann auch nach Zjährigem Dienst in der Fremdenlegion freigelassen. Man brachte ihn von Algier bis nach Marseille auf dem Schiff, überließ ihn dort aber mit einer abgetragenen Uniform und 20 Sous in der Tasche sich selbst und seinem guten Sterne. Er focht sich red-' lich durch zu Muttern." Großes Aufsehen erregt in Hildesheim die Verhaftung des Juwelies Hennies. Kurz vor Weihnachten machte Hennies der Polizei die Anzeige, daß über Nacht Diebe in seinen Laden eingebrochen seien und ihm den größten Theil seiner Gold- und Silberwaaren, im Werthe von 5000 bis 6000 Mark, geraubt hätten. Jetzt stellt sich heraus, daß Hennies selbst der Verüber des Einbruches" gewesen ist; er hat sich dadurch die Versicherunassumme erschwindeln wollen. Diese ist denn auck seitens der betrefsenden Versicherung bereits an ihn ausbezahlt worden. Die angeblich gestohlenen Waaren sind von Henrnes einae mmonen und das Metall in Hamburg verkauft worden. Ein Detektiv hat ient die Entlarvung des Thäters herbeigeführt. Aus B r i s b a n e (Queensland) wird berichtet: Endlich ist der vor Jahresfrist an dem deutschen Farmer Dahlke und dem Polizisten Doyle verübte grauenvolle ' Mord gesühnt wordln. Von den Thätern, den gefürchteten Buschräubern Gebrüder Kenniff wurde der eine zu lebenslanglichem Zuchthause verurtheilt, der andere nunmehr hingerichtet. Von en einflußreichen Freunden der Mörder waren die verzweifeltsten Anstrengungen gemacht worden, die Todesstrafe abzuwenden, aber der Gouverneur wie der ausführende Rath blieben unerbittlich. Nach der Hinrichtung wurde der Leichnam des Mörders in einen polirten, mit reichen Silberbeschlägen verzierten Sarg aus Cedernholz gelegt und unter ungeheurer Betheiligung auf dem Kirchhofe beigesetzt. A l s e i n s der glücklichst e n neuvermählten Paare, die, von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, im Strudel der smarten Gesellschaft Londons auftauchen, werden Sir und Lady Seymour Blane gepriesen. Der junge Gatte" zählt zwar schon über 70 Lenze, nimmt es jedoch, was sein Aeußeres anbelangt, mit jedem wohlconservirten Fünfziger auf. Sein Herz aber gar ist noch bedeutend jugendlicher, vorausgesetzt, daß man das Alter dieses edlen Organs nach den Liebeserfahrungen, die es hinter sich hat, taxiren darf. Sir Blane, ein noch aktiver, stattlicher Offizier, behauptet nämlich, bis zu dem Tage, da er seine jetzige Gemahlin, die hochgewachsene, elegante Mrs. Blake, Wittwe eines reichen Bostoners, zum ersten Mal erblickte, noch nie einem weiblichen Wesen begegnet zu sein, das ihn den Wunsch hätte empfinden lassen, es heirathen zu dürfen. Ja, er rühmte sich sogar häufig, noch kein Liebesver hältniß in feinem Leben gehabtzu haben und glaubte auch nicht, die Liebe jemals kennen zu lernen. Nun sollte dieses Gefühl noch so spät über ihn kommen! Und der bejahrte Baronet verlor sein noch unberührtes Herz so vollkommen an die auch nicht mehr ganz junge Wittib, daß er kreuzunglücklich war. wenn es einen Tag gab, an dem sie seinen Besuch nicht empfangen konnte. Als echter Soldat belagerte er die Festung auch mit solcher Ausdauer, daß sie sich endlich ergab. Wie es heißt, bedauert Sir Seymour nur aus dem einen Grunde sein refZ?ektables Alter, daß es ihm doch voraussichtlich höchstens 2030 Jahre" ver, gönnt sein wird, an der Seite seiner Gattin zu Ithtn.

The Victor.

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