Indiana Tribüne, Volume 26, Number 173, Indianapolis, Marion County, 14 March 1903 — Page 1

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Tribüne.

fÄSC r J Ea$c und 5 SorintagsHatt SlOVcr ochc. B SGSV GrsctxeUt feden $ta4f mittag JabrMg 26 Indianapolis, Ind., Samstag, 14. März 1303 0.173.

jj Tac- und n S Sonntagsblatt S I IOc per Woche.

Ein Kampf zwischen Leichen-räubern

Führte zu der Ermordung des Grabschänders Wm. Gray. Auf die Aussagen hin, welche der ErvertLeichenräuber Rufus Cantrell und seine Genossen Walter Daniels und Samuel Martin vor den Großgeschworenen in Noblesville abgegeben haden, sind die beiden wohlhabenden FarmerLuciusStoutu.HamptonWeft von Hamilton County unter der Anklage der Ermordung von Wm. Gray verhaftet worden. Es war an einem Abend im September 1901, als Cantrell und seine Genoffen, nnter welchen sich auch Wm. Gray von Frankfort, Ind., befand, auf dem Beaver Friedhofe in Hamilton County ihre unheimliche Thätigkeit! entfalteten. Sie hatten bereits ein G rab geschändet, als Weft und Stout, welche ebenfalls auf den Leichenraub ausgingen, auf der Bildfläche erschienen. Zwischen den beiden Parteien fand ein Scharmützel statt, in welchem Gray erschaffen wurde. Cantrell und seine Genoffen liefen davon. Die Leiche Gray's wurde von Stout und Weft nach der Wohnung des Letzteren gebracht. Am nächsten Tage wurde sie in einem benachbarten Sumpfe begraben. Die Leiche aber, welche Cantrell auf dem Kirchhofe ausgegraben hatte, wurde später von Weft an ein hiesiges College verkauft. Die Bereinigien Grubenarbeiter gegen Marschall Cnnningham. Die Nationalbeamten der Vereinigten Grubenarbeiter von Amerika haben bereits die vorbereitenden Schritte zur gerichtlichen Verfolgung des Bundesmarschalls Daniel Cunningham von WestVirginien getroffen. Dieselben halten ihn für das in Stansfort City ftattge. fundene Gemetzel verantwortlich. In demselben wurden drei Arbeiter getödtet, vier schwer und viele andere leicht verwundet. Ans der Gouverneur's Office. Das Schicksal der letzten vier Bills, welche dem Gouverneur noch vorlagen, ist von ihm entschieden worden. Zwei wurden bestätigt und zwei wurden vetoirt. Die Bills, welche Gnade vor seinen Augen fanden, waren Senator Park'S Bill, welche vorschreibt, daß Counties für Kinder, für welche sie sorgen müsscn und welche in Privat-Jnftitutionen untergebracht werden,. 30 Cents per Tag zu bezahlen haben und Repr. Branch's Bill, durch welcheMartinsville gestattet wird. $20,000 Schulbonds auszugeben. Ogborn Staats-Laboratorium-Bill und Mummerts - Versicherungs - Bill wurden vom Gouverneur mit seinem Veto belegt. Ein theurer Irrthum für den Staat ist es, welchen der Reinschrifts-Clerk beging, als er in Stechhan's Erbschafts Bill statt intestate" inestate" niederschrieb. Das Weglassen des Buch, ftabens t" veranlaßte bekanntlich den Gouverneur, die Bill mit seinem Veto zu belegen. Ex-General-Anwalt Tauler, welcher die Bill ausgearbeitet hat und sie dem Repräsentanten Stechhan einhändigte, hat ausgerechnet, daß durch die Bill, wenn sie Gesetz geworden wäre, der Staat eine jährliche Ein uahme von etwa $200,000 erzielt haben würden. Der Gouverneur hat Repr. Corn's Bill, welche eine Schulfond-Steuer-Umlage von 1116 Cents bewilligt, mit seiner Unterschrift versehen. Der Gouverneur hat im Ganzen 248 Bills unterzeichnet und 38 mit seinem Veto belegt. $700,000 Schaden. Evansville. Sonntag wird ein weiteres Steigen des Ohio erwartet. Der Schaden, welchen die Hochfluth im südlichen Theile des Staates anrichtete, wird auf $700,000 geschätzt. Der Wabash ist an seiner Mündung in den Ohio zwölf Meilen breit.

60 Tage Gefängniß. Die Louisviller Anwälte erfahren, daß Onkel Sam nickt mit sich spaßen läßt.

Bundesrichter Anderson gab heute Vormittag seine Entscheidung in Sachen der prominent: Louisviller Rechtsann älte W. W. Watts und D. A. Sachs ab. Dieselben waren be kanntlich der Mißachtung des Gerichts beschuldigt. Es nahm den .Richter nahezu drei Stunden zur Verkündigung seiner Entscheidung. Er erklärte in derselben u. A., daß seiner Meinung nach, Sachs sich auf dem Zcugenftande direct des Meineids schuldig gemacht habe. Drei glaubwürdige Zeugen hätten genau daö Gegentheil von dem ausge sagt, was er beschworen hatte. Watts sei in der ganzen Affaire der deus ex rnachina gewesen, welcher die Fäden gelenkt Hatte, welche die Ernennung des Kelso zum Maffenverwalter und die Absetzung des vom Bundesrichter ernannten Conner Herbeiführten. Nachdem der Richter noch über die unverfrorene Art und Weise, in welcher die beiden Anwälte die Jurisdiction des Bundesgericht mißachtet hatten, seiner Entrüstung Ausdruck verliehen hatte, hieß er die beiden Herren aufstehen, worauf er sie zu je 60 Tagen Gefängniß verurtheilte. Watts und Sachs traten bereits heute Nachmittag um 1 Uhr ihre Strafe an. Ein Deutsches Haus. Philadelphia, 14. März. In der Geschichte der altehrwürdigen Teutschen Gesellschaft von Pennsylvania nahm gestern eine neue Epoche ihren Anfang, indem die im Laufe der letzten Monate im Innern umgebaute und zweckdienlicher umgestaltete, an der Nordweftecke der Springgarden und Marshall Straße gelegenen Halle der Deutschen Gesellschaft unter entsprechenden Feierlichkeiten ihrer Bestimmung wieder übergeben werden konnte. Die nicht unbedeutenden Kosten der Neuerungen und Verbefferungen wurden aus dem Ertrage eines Bazars gedeckt, welcher im vorigen Jahre abgchalten worden war und welchen das hiesige Deutschthnm in liberaler Weise unterstützt hatte. Dr. C. I. Hexamer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft von Pennsylvanien, hielt die Eröffnungsrede, in der er von den Zielen und den Zwecken und den Pflichten der Deutschen Gesellschaft sprach. Er erlärte hierbei, wenngleich die Wohlthätigkeit, Unterstützung und Hülfe für arme deutsche Einwanderer die Hauptaufgaben der Deutschen Gesellschaft seien, so sollte doch auch von nun an die Geselligkeit gepflegt werden, welche bisher fast gänzlich verpönt gewesen. Es liege kein Grund vor, weshalb das neue Heim nicht das Deutsche Haus Philadelphias bilden sollte. Dr. Hexamer schloß seine, mit großem Beifall aufgenommene Rede mit folgenden Worten: Kraft meines Amtes übergebe ich hiermit diese Halle dem Deutschthum dieser Stadt der Bruderliebe zur rationellen Benutzung; der alten, ehrwürdigen Deutschen Gesellschaft zum Ruhme, und der deutschen Nachkommenschaft zum Heil." Tschechen auf der Wanderschaft. Majk Droosh und Lava Redavovc, zwei Tschechen, die angeblich von Knox ville, Tenn., als blinde FrachtzugPaffagiere hilrher gelangt waren, sprachen gestern Abend im Dispensarium vor, damit der Letztere sich seine Hand verbinden laffn konnte, in deren Fläche sich ein Geschwür gebildet hatte. Dr. Moschelle nahm diese Arbeitt vor, nach dem man lange Zeit vergeblich versucht hatte, sich mit den beiden Tschechen zu verständigen, die auch nicht fthr lieblich dufteten. Thomas P. Sanborn, der bekannte Orgelbauer, ist am Freitag in seiner Wohnung, No. 1405 Belle, fontaine Str. im Alter von 79 Jahren I aus dem Leben geschieden.

Politischer Klatsch. Das repubikanische Stadt Comite

hat gestern das Datum für die C o nvention zur Aufstellung d e s r e p u b l. S t a d t-T i ck e t s auf den 28. März anberaumt. In dieser Convention werden die einzelnen Wards gemäß Entscheid der Primärwähl Commision wie folgt vertreten sein : 1. Würd, 52; 2. Ward, 51; 3. Ward, 61; 4. Ward. 44; 5. Ward, 56; 6. Ward, 40; 7. Ward, 48; 8. Ward, 40; 9. Ward, 43; 10. Ward, 30; 11. Ward, 30; 12. Ward, 31; 13. Ward, 33; 14. Ward, 31 und 15. Ward, 32, zusammen 631, weil 3 Precincte in Warren und Center Townships, die seit der Neueintheilung der Stadt annexirt worden sind, zu je 3 Delegaten berechtigt sind. Der Anfang der Convention ist auf 2 Uhr Nach mittags angesetzt. Die Bookmaller-Anhänger glauben dadurch, daß die Convention so früh abgehalten wird, ihren Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Was die Candidaten anbetrifft, so wird auf republ. Seite neben Bookwalter auch Capt. Wm. E. English als Mayorschasts-Candidat genannt, obschon derselbe erklärt hat, jetzt, nach der Geburt seiner Tochter, denke er nicht daran, sich um das Amt zu bewerben. Ex-Mayor Taggart hat sich für Jos. E. Bell als demokr. MayorsCandidaten ausgesprochen und dazu bemerkt, daß er an Hand sein werde, wenn der Tanz, d. h. die locale Campagne, beginnt. Die neue B ü r g e r-L i g a" will erst abwarten, welche Tickets von beiden Parteien nominirt werden, ehe sie Stellung für oder wider nimmt. Dies und Das. D e m Vernehmen nach wollen die hiesigen Kohlenhändler in der nächsten Woche die Kohlenpreise für den nächstcn Winter fixen." Herr Addison C. Harris hat sich bereit erklärt, die Festrede bei der Ecksteinlegung des neuen Bundes Gebäudes am 25. März zu halten. Präs. D. M. Parry von der Na tional-Vereinigung der Fabrikanten hat die Jahres-Convention derselben auf den 14. bis 16. April nach New Orleans, La., einberufen. D i e Children's Outing Organization" veranstaltet am Abend des 20. März iu der Roberts Park-Kirche eine Unierhaltung, deren Reinertrag in den Fonds zur Verpflegung bedürftiger Kinder im Freien während des Sommers fließen soll. Das Indianapolis Klanrungshaus hat angekündigt, daß alle Wechsel-Noten etc., welche an einem Samstag fällig werden, bereits am vorhergehenden Freitag bezahlt werden müffen. Diese Ordre ist im Einklang mit einem von der letzten Legislatur erlassenen und vom Gouverneur unterzeichneten Gesetz. In seiner Wohnung No. 1405 Bellefontaine Str. ist gestern Morgen Thos. B. Sanborn, einer der ältesten Orgelbauer in den mittleren Staaten, im Alter von 79Jahren an AlterSschwäche gestorben. Hier baute er die Orgel in der Plymouth Kirche, die früher in der Scottish Rite Halle be findliche und andere. D i e Senioren-Classe der Short ridge Hochschule hat gestern Abend ihre jährliche Unterhaltung begonnen, die heute Nachmittag und am Abend fortgesetzt wird. Der Reinertrag ist für die Beschaffung einer Gedenkgabe an die Schule bestimmt. Die Unterhaltung besteht aus einem Chinesischen Feste" und wurde gestern Abend durch eine Vaudeville-Vorftellung verschönt; heute Nachmittag wird das Ehepaar Moy Kee Reis, Thee und Chop Suey serviren, und Abends wird von den Mitgliedern der Claffe Wm. D. Howells A Likely Story" aufgeführt. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

Aus den Gerichtshöfen. Die Großgeschworenen erhoben ferner folgende Anklagen: Fritz Schultz, Diebstahl und Hehlerei, Henry Bittner, Diebstahl und Wm.

Jackson Einbruch und Diebstahl. Die Geschworenen werden erst in der nächsten Woche ihren Schlußbericht einreichen. Auf Montag sind betreffs der Untersuchung der Transactionen der Kohlenbörse noch weitere Zeugen vorgeladen worden. Am 20. ds. Mts. wird abermals einer von den Haughville Bürgern prozessirt werden, welcher des StimmenVerkaufs beschuldigt ist. Der erste Prozeß endigte bekanntlich zu Gunsten des Angeklagten. Ein $2000 Verdick bestätigt. Das Appellations - Gericht hat den Wahrspruch des Monroe County Gerichts, welches der Wittwe des Albert O. Caß, welcher während er für die Consolidated Stone Co." arbeitete, verunglückte, $2000 zugesprochen hat, bestätigt. Nach einem anderenCounty verlegt. Die Anwälte des Alfred Bell, welcher die Straßenbahn-Gesellschaft auf Schadenersatz verklagt hatte, reichten im Kreisgericht das Gesuch um Verlegung des Prozesses nach einem andernCounty ein. Dasselbe wurde bewilligt und an das Shelby County Kreisgericht verwiesen. Neue Scheidungsklagen. Emma I. Smith verklagte ihren Gatten Frank auf Scheidung. Der selbe hat nicht für ihren Unterhalt gesorgt und joll ein professioneller Spieler sein. Georg H. Schaler war in der Wahl seiner Gattin nicht glücklich gewesen und er möchte daher von ihr geschieden werden. Sie soll dem Trunke ergeben sein und ihre Pflichten als Hausfrau und Mutter in grober Weise verletzt haben. Della Jacobs beschuldigt in ihrer gegen ihren Gatten Bennett erhobenen Scheidungsklage denselben der PflichtVernachlässigung und des böswilligen Verlassens. Martha Johnson, welche ihren Gatten Benjamin auf Scheidung verklagt, beschuldigt denselben ebenfalls des böswilligen Verlassens. Sam. Farb's Fall verschoben. Sam. Färb, der professionslle Bürgschaftssteller, welcher auf den Anwalt Reinhold einen brutalen Angriff ausübte, erhielt im Polizeigerichte seinen Fall auf den 20. d. Mts. verschoben. Auf dem Gerichtsdecret fungirt übrigens der Biedermann als Samuel Johnson. Pearl Swan und Fannie Funk, die beiden Dirnen, welche in dem Hause verhaftet wurden, wurden zu 30 Tagen Arbeitshaus und einer Geldstrafe von $5 nebst Kosten verurtheilt. Ihre Gesellschafter George Keenan und Albert Simpkins haben wegen Vagabundirens eine Strafe von $25 und Kosten abzusitzen. In Armnth gestorben. Vom Etablissement des L eichendestatters Wiese aus fand gestern das Leichenbegängniß des im Alter von 82 Jahren verstorbenen Robert G. Hedrick statt. Die Beisetzung der Leiche geschah auf dem Begräbnißplatz des Caleb B. Smith, welcher ein Schwager des Verblichenen und Secretär des Innern unter Lincoln war. Zu gleicher Zeit bekleidete der jetzt verblichene Robert Hedrick das Amt des Commissärs für Jndianer-Angelegenheiten und zu jenen Zeiten spielte er in Washington eine hervorragende Rolle. Nach dem seine öffentliche Laufbahn vorüber war, wurde er Handelsreisender. Während der letzten Jahre wohnte er bei seinem Adoptiv-Sohn Frank. Seinen Unterhalt führte er von den Geldspenden, welche seine in Colorado Springs wohnende Tochter ihm sandte. Tish-i-mingo.

Eitel Dunst

War die Medical Alliance of America." JhreFörderer sind verduftet undHundertevonJndia napolisern machen lange Gesichter. 76 Aerzte und Zahnärzte, 33 Groceristen, 10 Apotheker, 14 Hut- und Her-renausstattungs-Händler, 21 KleiderHändler, Schuhhändler, Advocaten etc. sowie unzählige Privatleute sehnen sich nach 2 Herren Namens I. C. Wilson und H. C. Barrows, die französischen Abschied genommen haben, nachdem sie die Erwähnten um verschiedentliche Baargelder gerupft haben. Die Beiden kamen im letzten Sommer hierher, hinterlegten in der Office des Staats-Secrctars die Jncorporationspapiere der Medical Alliance of America" mit Hauptsttz in Montreal, Can., und etablirten dann im 12. Stockwerke des Stevenson - Gebäudes ihre Office. Hierauf begann ihre Arbeit. Von jedem der 76 Aerzte und Zahnärzte collectirten sie je 811 Jahresbeträge, wofür die Aerzte das Privileg erhielten, die Kunden der Alliance zu bedienen. Diese Kunden hatten $1 Mitgliedsgebühren und 15 Cts. per Woche zu zahlen, wofür ihnen Arzt, Arznei etc., ja sogar Kleidung geliefert werden sollten, solange sie krank waren und ihre Beiträge bezahlten. Auch gab es noch besondere Contracte für Auszahlung von Sterbegeldern, und Hunderte von Perfonen gingen auf den Leim. Die Geschäftsleute wurden mittelst Alliance Coupons" geködert, d. h. sie hatten $2 Mitgliedsgebühren zu zahlen, wofür sie dann Coupons erhielten, welche sie an solche Kunden vertheilen könnten, welche repuläre Mitglieder der Alliance wären. Diesen Kunden sollte ein 5-proc. Rabatt bei allen Käufen gewährt werden, wogegen die Geschäftsleute der Alliance eine 5.proc. ComMission zahlen sollten. Alles abeitete glatt, zumal die Bestimmung getroffen war, daß kein Mitglied der Alliance freie ärztliche Pflege etc. erhalten sollte, der nicht 3 Monate lang zur Alliance gehört hatte. Anfangs dieses Jahres begannen dann die Aerzte mit der Behandlung der Mitglieder der Alliance und An fangs Februar wandten sie sich an die Agentsn um ihre Bezahlung. Einige erhielten auch kleinere Beträge, als sie drängten, doch mußten die Herren aus Canada dann mit einem Male verreisen, wie sie sagten nach Cincinnati, und seither wurden sie nicht mehr gesehen. In ihrer Office im Stevenson-Ge-bäude schwitzen die Gebrüder A. A. und Joseph Barker Trübsal, vie von den Canadiern als Office-Vorfteher angestellt worden waren, nachdem sie 8100 Bürgschaft in Baar hinterlegt hatten. Diese $100 haben die Herren natürlich auch mitgenommen. Personal-Notizen. Herr Hermann Hunzin g e r , der beliebte Ex-Präsident des Südseite Raucher Casinos Gemüthlichkeit", wurde gestern Abend gelegentlich der Feier seines 45. Geburtstages in seiner Wohnung an der Fulton Straße von den Mitgliedern des Casinos mit einer wohlgelungenen Sur prise-Partie überrascht. Nachdem die Herren dem Geburtstagskinde ihre Glückwünsche und Geschenke dargebracht hatten, wurden sie von Herrn Hunzinger und seiner lie benswürdigen Gemahlin in der nobelsten Weise bewirthet und Alle verlebten einen sehr fidelen Abend. Die Lohnscala unter zeichnet. B r a z i l. Die Convention der Block-Kohlengruben-Arbeiter und Be sitzer wurde am Freitag sine die vertagt. Am Samstag wurde von den betreffenden Comites die Lohnscala unterzeichnet; dieselbe hat Gültigkeit für ein Jahr.

Nachrichten aus Jndiana. Die Studenten'Krawalle. L a f a h e 1 1 e. Die Facultät wird eine Conferenz abhalten, in welcher er wogen werden soll, was mit den tu denten, geo?n welche Vcrhaftsbefehle erwirkt wurden, geschehen soll. Die Sophomoren sowohl als auch die Füchse drohen, die Universität in corpore zu verlassen, falls irgend ein Student re legirt werden sollte. Sie haben Arrangements getroffen, um den in der Columbia Halle angerichteten Schaden zu ersetzen. Ein bedeutender Cont r a c t. H a m m o n d. Die Contractoren Caldwell fc Drake haben den Contract

für den Bau des Gebäudes für Landwirthschaft auf der St. Louis W?ltAusstellung erhalten. Das Angebot war $529,940. Das Gebäude muß bis zum 1. September fertig sein. 900 Arbeiter werden beschäftigt werden. Es ist das größte Gebäude auf den Aus ftellungs-Gründen, da es eine Bodenfläche von 20 Aeckern bedecken wird. Es wird 106 Fuß breit und 60 Fuß hoch sein und einen Versammlungssaal mit einer Sitzcapacität von 1000 enthalten. Geiftesum nachtet. W a r s a w. Frank T. Zimmer man, seit 32 Jahren Herausgeber der Warsaw National Union", wurde am Freitag im Probatgericht für irr sinnig erklärt. Er wird nach dem Long Cliff Hospital in Logansport überführt werden. Von einem Marschall er schössen. Hartford City. Stadtmarschall Weedy wollte am Freitag Stephan Eveldizcr auf Ersuchen von deffen Frau, welche von ihm mißhandelt worden war, verhaften. Derselbe aber ergriff ein Beil, um damit den Beamten niederzuschlagen. Dieser aber ergriff seinen Revolver und feuerte denselben auf Eveldiizer ab. Die Kugel drang ober halb des linken Auges in das Gehirn ein, eine lebensgefährliche Wunde ver ursachend. Farmer auf dem KriegsPfade. L e b a n o n. Zwischen den beiden Farmern Charles Colgrove und Carl McDonald kam es etwa fünf Meilen nördlich von hier auf offener Landftraße zu einem Streite, in deffen Verlauf McDonald seine Jagdflinte auf seinen Gegner abfeuerte. Derselbe trug zum Glück keine lebensgefährliche Wunde davon. McDonald lieferte sich der hiesigen Polizei aus. Am Streik. Jeffersonville. 4 Zweige von Bottom"-Leuten, im Ganzen 16 Mann, die im Frachtdepartement der American Car & Foundry Co." in hiesiger Stadt angestellt find, gingen am Freitag wegen Lohnftreitigkeiten an den Streik. Die Leute behaupten, sie hätten bei Stückarbeit $5.50 für den Fußboden erhalten und nach dieser Rech nung für neun Cars $49.50 erhalten. Sie wurden dann auf Tagelohn, $2 für täglich 10 Stunden, gesetzt, und das hätte also $32 ausgemacht; aber als die Lohnzettel kamen, lauteten sie auf 9 Stunden und nur ein Theil der Leute erhielt 20 Cents die Stunde, die übrigen bis zu 12$ Cents die Stunde herab. Man versprach den Leuten Abhülfe, doch da diese nicht eintrat, gingen sie an den Streik. Sie find sämmtlich erfahrene Arbeiter und deshalb glaubten sie zur vorzugsweisen Bezahlung berechtigt zu sein. Nußland. Empfang beiMcCormick. St. Petersburg. 14. März. Der amerikanische Botschafter McCor mick veranstaltete Abends einen Em pfang für diplom. Corps und die amt liche Gesellschaft. Ter Empfang dau erte von 10 bis 12 Uhr Nachts; alle leitenden Civil und Militär-Beamten waren vertreten. Von nichtamtlichen Personen war nur Fürstin Gantacuzena (Julia Grant) geladen.

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