Indiana Tribüne, Volume 26, Number 171, Indianapolis, Marion County, 12 March 1903 — Page 5
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Vom ,.Wcltyanocl". Welthandel wird nicht betrieben: denn es besteht nicht einmal zwischen uns und dem Monde eine Verbindulig; geschweige denn mit den anderen Sternen des weiten Weltalls. Dennoch nennen die Leute, welche zuweilen den Mund gern voll nehmen, den Verkehr zwischen den einzelnenLändern derErde Welthandel und sie sprechen demgemäß auch von einem Weltmarkt. Die großen Geld- und Handelszeitungen geben sich immer viele Mühe. die Bewegungen auf dem Geld und Warenmärkte zu überwachen und die Ergebnisse ihrer Beobachtungen den Lesern so früh wie möglich Mltzutheilen. Man darf natürlich nicht erwarien, daß solche Beobachtungen alle Einzelhcitn bis auf das Jtüpfelchen orMitteln. Das ist ganz unmöglich: aber im Großen und Ganzen darf man sich auf die Angaben jener Blätter hin ein allgemeines Urtheil bilden. In der London Financial Times" hat C. Rozenraad die Ergebnisse seiner Forschungen über den Handelsverkehr einer Anzahl hervorragenderStaaten veröffontlicht. welchen wir folgende Angaben entnehmen: Einfuhr.
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Großbritannien steht also nach wie vor an der Spitze der handeltreibenden Völker. Aber während seine Einfuhr fast doppelt so groß ist, wie dieDeutsch -. lands erreichte dieses im Jahre 1902 mit seiner Ausfuhr fast die Englands. Letzteres führte Waaren im Werthe von 283,539,980 Pfund Sterling aus, Deutschland zum Betrage von 25'),355.550 Pfund. Teutschland steht an zweiter Stelle. Sein Gesammthandel mit demAuslande bezifferte sich im Jahre 1902 auf 535.933,900; der unserer Union, welche an nächster Stelle steht, nur auf .465.993.273 Pfund Sterling. Es scheint aber nach vcn Berichten
deutscher Zeitungl'n und nach Aeuh?rungen deutscherStaatsmänner, als ob der Verdienst, den Deutschland an sei nen an das Ausland verkauften Waaren erzielt, sehr gering geworden ist. Die britischen Kaufleute haben schon seit längerer Zeit darüber geklagt, daß die Deutschen ihnen die Kunden daturet) abjagen, daß sie billiger verkaufen und längeren Kredit geben. Und bei Vertheidigung der deutschen Trusts" hat ein Minister (irren wir nicht der Graf von Proadowsky-Wch-ner) die Erklärung abgegeben, daß manche deutschen Fabrikanten allere dinge an das Ausland billiger als daheim verkaufen, daß dies aber nur geschähe. weil sie ihre Arbeiter und ihve Geschäfte in Thätigkeit erhalten wollen. Daß Drutsche billig an das Ausland verkaufen, geht aus verschiedenen Thatsachen hervor: zunächst aus obigen Ausführungen und dann auch aus dem Umstände, daß die Versendung von Eisen und Eisenwaaren nach den Vereinigten Staaten von 15.277 Tonnen im Jahre 1901 auf 312.102 Tonnen im Jahre 1902 stieg. In einzelnen Fällen mag es ja für unsere Eisengießereien und Stahlwaarenfabriken unmöglich gewesen sein, die erbaltenen dringenden Bestellungen auszuführen un'd sie haben deshalb Waaren ausTeutschland bezogen. Aber es ist mehr als wahrscheinlich, daß der Preis dei deutschen Fabrikate ein überaus niedriger war. Denn die Fracht ist bei den schweren Eisen- und Stahlfabrikaten eine sehr hohe und diese hohen Beförderungskosten fallen bei dem
Ver- und Ankaufspreise bedeutend in das Gewicht. Im Ganzen führte das Reich im Jabre 1902 die enorme Men-
ge von 35.029.717 Tonnen Stahl und
Eisen aus. Aber was immer zu der Vergrößeruna des deutschen Exports die Flau-
heit des Geschäfts im Reiche und die
auten Seiten in den Äeremigten ?taa-
ten beigetragen haben. Hauptgrund für den Aufschwung des Gewerbes und
Wandels in Deutschland bleiben doch
die gediegene Schulung der Handwe
ker und Kaufleute (auch in Beziehung auf fremde Sprachen) und die Fähig- ' rr"Y
Zeit der Deut chen. den sremoen juoi
kern das vd liefern, was diese wün-
sehen; während Engländer und Ameri-
Zaner nur zu oft verlangen, daß jene Völker das nehmen sollen, was ihnen
geboten wird. (Bcfrtiiditecaeamen.
Lehrer: Also Karl der Große
hatte viele glänzende Eigenschaften, aber sein Charakter wies auch Schattenseiten auf. Kannst Du mir einer Fehler Karls des Großen nennen. Fritz?" F r i tz (nach einigem Ueberlegen): Er er legte Schulen an!"
Tcrln Arbeit trctcnoe ncne Senat. Schon gleich beim Beginn der neuen Amtszeit haben die Milglieder des Senats des neuen oder achtundfünfzigstcn Congresscs heute das Vergnügen, dos Amt anzutreten, während sie unter gewohnlichen Umständen, gleich den Mitgliedern dos neuen Abgeordnetenhaus scs. bis zum Dezember warten müßten. Letzteres wäre vielen derjenigen ?enatoren. die bereits dem Senat angchören, viel lieber. Aber da so wichtige Verträge wie der Panamakanalvertrag mit Cclombia und der Gegenseitigkeitsvertrag mit Cuba unerledigt sind, blieb dem Präsidenten nichts Anderes übrig als die Veranstaltung einer außerordentlichen Senatssession gleich nach dem Ende des bisherigen Congresscs. Die Amtszeit von 30 Mitgliedern des Senats ist am 4. März zu Ende gegangen. Aber diese dreißig Bundessenatorwahlen gestalteten sich derart, daß keine irgendwie wesentlich? Veränderung in der Stärke der Parteien des Senats eintritt. Und zwei weiiere Mitglieder bekommt die republikanische Mehrheit dadurch, daß endlich die Teufelsmache des Gas - Addicks in Dclaware, durch welche die eine Eenatur von dort seit dem 4. März 1901 und die andere gar seit dem 4. März 1899 unbesetzt blieb, gebrochen und jede der beiden Senaturen mit einem Republikaner besetzt wurde. Unter den wiedergewählten republikanischcn Senatoren ssnd die bekanntesten: Spooner von Wisconsin, Alli-
son von Iowa, Foraker von Ohio; unter den vemotranschen: Pettus von Alabama vnd Teller von Colorado. Ein Verlust für die demokratische Seite des Senats ist die durch schwere Kränklichkeit nöthig gewordene Nichtwiedererwählung Vest's von Missouri, der den dortigen Ergouverneur Stone zum Nachfolger hat. Dagegen gewinnen die Demokraten nach sechsjähriger Pause den klügsten ihrer Parlamentrier, Gorman von Maryland, wieder. Halb tragisch ist das Geschick de? Mannes, der jetzt Gorman Platz macht: Georg L. Wellington von Maryland. der sich mit Stolz einen Deutsch-Amerikaner nennt. Als Sohn eines braven eingewanderten deutschen Schuhmachers zu Cumberland in Maryland geboren, erhielt er seine einzige Schulbildung in einer dortigen deutschen evangelischen Elemente:schule, eignete sich, während er um's tägliche Brod arbeiten mußte, eine viel
seitige Bildung an. arbeitete sich in oer
rcpubllkamschen Partei zu chrcnvollcn Stellungen empor, gelangte in's nationale Abgeordnetenhaus und dann in den Bundessenat. In diesem widersekte er sich aus ehrlicher Ueberzcugung. aber nicht mit der imponirenden
Würde eines Hoar. sondern mit leiden-
schaftlichstcr Heftigkeit, der neuen An-
nexionspoiitik her' republikanischen
Parte: und zerfiel so mit dieser noch
weit jäher als unser bisheriger Jllinoiser Senator Mason, der jetzt einem
orthodoxen Republikaner. Hopkins. Platz macht. Wenn aber kürzlich der Publizist Wm. E. Curtis den jetzigen
Ersenator von Maryland einen Hohlköpf nennt, so verträgt sich das nicht
mit der Wabrbeit; kein Hohlkopf ist Wellington, sondern ein Hitzkopf. Zugleich mit Wellington verschwin-
den noch zwei andere Männer deutschen
Stammes aus dem Senat: der Republikaner Simon von Oregon. der durch den Republikaner Fulton ersetzt ist; und der Demokrat Heitfeld von Jdaho, der den Republikaner Heyburn zum Nachfolger hat.
Der Kaiser auf englisch amcri kanischcr Kan.cl. Es ließ sich voraussehen, daß auch die englisch-amerikanisch? Kanzel sich mit der Erklärung des deutschen Kaisers über Bibel und Offenbarung befassen würde. Besonder- laut und unangenehm wurde der Baptistenprediger
Lorimer in leiner neuesten onntaz predigt in seiner Kirche in der New Aorker Madison Avenue. Statt dem Kaiser dafür zu danken, daß dieser für die wesentlichen Züge einer geoffenbarten christlichen Religion so entschieden einsteht, sagte Lorimer: Gerade deshalb, weil es so viele Beschützer des Glaubens" auf Kö nigsthronen für nothwendig fänden, sich als solche aufzuspielen, neige sich die große Menge des Volkes dem Agnostizismus zu. Und schwer habe der Kaiser oas Ehristentbum beschädigt, weil er vor einigen Jahren den Sultan besuchte und dabei eine christliche Flagge neben dem Halbmond wehte. Da hat Reverend Lorimer zrges Blech verübt. Wie sollte denn das wissenschaftliche Eintreten eines Kronenträgers für christlichen Glauben das Volk zweifelnd und unMubig machm? Was aber den Besuch des Kaisers beim Sultan in Knftantinorel betrifft, so diente derselbe den Christen in d?r Türkei nur zum Vortheil. Und dabei wehte keine christliche Fahne neben dem Halbmond.
iia rtat er s. Herr: "Ich hal e mir vor einigen Tagen eine Hose bei Ihnen gekauft, mit der ging ich eine halbe Stunde im Regen spazieren, nun ist die Farbe heraus!" K leiderhändler: Heißt ä Wunder, wenn Sie solche Erverimente machen!"
Das vollständige Verzeichniß der Schulden der Frau Humbert liegt nun vor. Es begreift 97 Gläubiger ein. deren Guthaben von 1540 bis 25.088,342 Francs (Marchand in Dünkirchen) betragen. Nach Frederic Humbert, welcher Sekretär und Buchführer seiner Frau war. belaufen sich die Schulden insgesammt auf 78 Millioncn. welche jedoch durch die im Verzeichniß vergessenen und die Grundbuchschulden auf 115 Millionen steigen.
VntNuUungcn. Mmälig kommt doch das Unrecht an den Tag; obschon es mitunter lange währt. Auch die Schlechtigkeit und die ..Heemdicke" der Deutschen wird schließlich offenbar. Daö verdanken wir dem Scharfblick sowie der Wahrheitsliebe. welche dcn braven, biedern General Cipriano Castro, den Präsidenten der Mustcrrepi'.blik Venezuela. beseelen, und einer Waschsrau Nahens Wivvchen. Jener Ehrenmann durch und durch" hat erst vor 5iurzem die Menschheit durch den ..fe Hort Herald" davon in Kenntnis gesetzt, daß die deutschen Offiziere den reichen Silberschatz gestöhlen haben, welchen die veneiuelischen Kriegsschiffe mit sich zu fiibren vflegcn. uno cbencin Vorhänge, Küc!engeräth. kupferne Thürgriffe sowie andere Werthgegenständc. Aber das üqt dem wackern Castro noch nicht. ?t hat er auch noch ermittelt. daß die Deutschen in die Koblen. welche sie bei Ablieferung des Kriegsschif?cs"Rcstaurador an die venezuclc:nische Regierung an Bord liesien. ebne dafür Bezahlung zu fordern, eine Dynamitbombe versteckt hatten, um das Fahrzeug sammt seiner BeSatzung in die Luft zu sprengen. Die Zeitungen Venezuela's nennen in Fol?? 'ssen die Deutschen Anarchisten. So ist es denn endlich heraus! Die l isbcr glle"!eine Ansicht, deß öieDeutschen 6 rosten und Ganzen ein fleißiges, friedliches und Ordnungslieben-
des Volk wgren, in dem Radaubruder nie Most ?u den Seltenheiten gebären, vird j','t woM für immer beseitigt sein. Allerdings bat selbst Most nur am Biertisch, in seinem Wochenblättchen und fnft auf dem Papier den Mord betrieben; aucb sind die Mordanschläae auf die Kaiserin von Oester-
reich, auf den Präsidenten Carnot. auf den König der Belgier und auf den Sonig von Italien nicht von Deutschen 'internommen worden; aber der Gene'al Cipriano Castro hat mit seinem nie irrenden Scharfblick doch erkannt. daß die Deutschen die eigentlichen Anarchisten sind. Im Anschluß an diese erschütternden Enthüll ngen erhalten wir mittelst der Waschleine, welche uns mit Caracas verbindet, durch eine dortige sehr verläßliche Waschfrau folgende ergänenden Mittheilungen über Castro's Ermittelungen: Caracas, 5. März 1903. Unser vortreffliche Präsident hegte schon seit längerer Ze'.t den Verdacht, daß die aber die ganze Crde vertheilten Unarchilten ein geheimes, aber mächtiges Oberhaupt baben müßten. Die reichen Mittel, die den Gesctzesfeinden ?ur Verfügung stehen, der wirksame Schutz, dessen sie sich überall erfreuen, bewiesen das unwidcrlealick. ..Der wabere General Castro entsandte auf seine eigenen Kosten eine Zlnahl seiner Landsleute (meist india-
nische Späber) nach allen Ländern der Erde. Mit reichen Geldmitteln und den besten Empfehlungen ausgestattet. gelang es diesen geheimen Gesandten des Präsidenten von Venezuela leicht, sich bei allen Höftn und in allen Kreisen Zugang nt verschaffen. Einer der Späher wurde mit dem deutschen Kaiser belgnnt und dieser, entzückt von der Persönlichkeit des Castro'schen Abgesandten, hloß mit letzterem innige Freundschaft. E? theilte ihm vertraulich seine geheimsten Pläne mit. Danach liegt es in der Absiait Wilhelm's des Zweiten, sämmtliche regierenden Fürstenhäuser (vorläufig mit Ausnahme der deutschen) durch anarchistische Mörder aus--.urotten mj alsdann die verwaisten Throne zun chst mit Prinzen des Hauses Hohenzo ern zu besetzen. Nachdem sodann die ge:nze Macht Europas unter seinen Oberbefehl gestellt worden ist
wolle er sämmtliche amerikanischen Re-
publikcn erobern; zunächst natürlich Venezuela und dann die Vereinigten Staaten.
Der Gesandte Castro's, welcher sich
die Freunoi naft und das Vertrauen
Wilhelm's des Zweiten erworben hat.
veranlaßt? diesen, die oben skizzirten
Plane in au.n ibren (iinzelnbeiten nie-
derzuschreiben und sie dem Gesandten zu übergeben. Letzterer hcit darauf Berlin beim .ch verlassen und ist glücklich hier in Caracas eingetroffen. In den nächsten Tagen werden die Pläne in der eige en Handschrift des deutschen Kaisers vervielfältigt und allen Regierungei- zugesandt werden. Durch d ese Depesche sehe ich Sie in dcn S ind, diese erschütternden Nachrichten cher zu veröffentlichen, als irgend eine andere Zeitung; ja die Regierungen werden die Ermittlungen unseres brauen Castro durch Ihr Blatt zuerst erfahren. Senden Sie mir gefälligst für 'eine Enthüllungen, die ich meinen diolomatischen Beziehunaen
j verdanke, 5 )0 Pfund Sterling zum
Tageskurse. Fra.' Wippcheu. Waschfrau bei der französischen Gesandt-schaft.-Jetzt wissen wir's! Der deutsche Kaiser ist nicht, ck man bisher gllgemein annal n. einHort des Friedens und eine mächtige stütze der Ordnung; sondern das Haupt der Umstürzler. Der Gener .1" Castro dagegen, der als ein Trunke' wld. Wüstling und Gauner erster C üte bekannt war. erschein! plötzlich in bengalischer Beleuchtung als biederer Wahrheitfreund und alsRette? der gann menschlichenGesellschaft! So kann man sich in seinem Urtheil täuschen und Frau Vllppchcn verdient allk'hand icrkennung für ihre recht-
zeitigen Enchüllungen.
DkdrZngtr Polarftlhrcr. ?! rpeditto,, zur ujstnvunq des Srfor scher de? sibirischen Küste. Die russische kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg hat dieser Tage die Entsendung einer Expedition beschlossen, um den Verbleib des Barons Toll zu ermitkeln. der die sibirische Küstenlinie erforscht und betreffs dessen Ende November 1902
Gisenvakn - 5nhrplnn. leveland, Cincinnatt, Chicago & SU Conis Railwaf.
C l e v e la n d t bedeutet täglich, ausgenommen Sonntag. Abgang New Aork Expreß rägl 4 40Bm Andersonck B H'b'r Exp 6 45Bm Muncie & KtWayne Sxp p. 7 20Vm R A d B Lim täglich s 8 00Nm Clcv k Benton Harbor Exp. 11 10Vm R S d B Lim, tägl 63 2 S5Vm Union City Acc tägl 4 45Nm Knickerbocker Sv täglich d&s 6 25Rm
Divisi u
Baron Eduard Toll. gemeldet wurde, er sei durch den frühen Eintritt des Winters und gewaltige Eismassen von der Küste abgeschnitten. Der Eisandrang im Polarmeer ist heuer ein ganz außergewöhnlich großer; die Expedition Tolls ist jedoch vorzüglich ausgerüstet und mit der Gegend und ihren Hilfsmitteln bestens vertraut. Baron Toll, dessen Name seit Iahren mit arktischen Forschungen ver
knüpft ist, befindet sich bereits zum dritten Male auf den neusibirischen
Inseln. Wir verdanken dem Forscher
eine neue Karte dieses Gebietes mit
wesentlichen Aenderungen gegenüber
den früheren kartographischen Darstel-
lungen, die in der Hauptsache noch auf den Rekognoszirungen der Großen
nordischen Expedition" der Russen von 1734 bis 1743 beruhen. Nach Baron
Tolls Korrekturen zeigt die nördlichste Festlandsspitze der Erde mit den bis-
herigen Formen nur sehr wenig Aehn-
achtelt. Der kühne russische Former unterstützte seinerzeit auch die Nansen'sche Fram"-Expedition, indem er Proviantstationen für dieselbe an der sibirischen Küste errichtete. GrosMtigc Stiflungcn. Von den, V!iU,oär PhippS gemacht Seine interessante Laufbahn. ,Durch mehrere große Schenkrngen hat sich der vielfache Millionär Henry Phipps. der ehemalige Direktor der Carnegie Steel Company, neuerdings hervorgethan. Nachdem er im September 1902 General Botha 100,000 zur Unterstützung der Vuren-Wittwen und -Waisen überwiesen hatte, beschloß er Anfangs d. I. die Gründung eines Hospitals für Lungenfchwindsüchtige in Philadelphia. Um derlei Institute, kennen zu lernen, besuchte er mit Dr. Flick von Philadelphia, einer Autorität auf diesem Krankheitsgcbiete, Sanatorien für Tuberkulöse in London, Paris. Lille und Berlin. Der Bau des Hospitals, das der Leitung Fliäs unterstellt wird, erfordert einen Kostenaufwand von etwa 00,000; außerdem hat Phipps zum Betriebe der Anstalt ein Kapital mit einem jährlicken Zinseiuibwurfe von $30,000 bis $40,000 in Bereitschaft gestellt. Endlich übergab er dieser Tage dem Vizekönig Lord Curzon in Indien, wo Phipps als Gast Lord Kitcheners dem Krönungsdurbar in Delhi beigewohnt hatte, eine Summe von $50.000 zur Förderung landwirtschaftlichen und wissenschaftlichen Unterrichts, nachdem er ihm bereits $10,000 für wissen-
St. L 0 u.i s
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Henry Phipps. schaftlicke Forschungen in Bezug auf irgend eine praktische Sache zum Besten Indiens eingehändigt hatte. Pbipps. der 1839 als Sohn eines armen Arbeiters in Philadelphia geboren wurde und seine Laufbahn als Botenjunae in AUegheny begann, wurde Anfangs der 60er Jahre TheilHaber der Eisenfirma Kloman in Pittsburg. die später die Brüder Andrew und Thomas Carnegie als Mitinhaber aufnahm. Hieraus entwickelte sich die Carnegie Steel Company, bei deren Verschmelzung in den Stahltrust vor etlichen Jahren Phipps und Car negie sich vom Geschäft zurückzogen. Der Munificenz Phipps' verdanken die Städte Allegheny und Pittsburg unter Anderem ihre öffentlichen GewächsHäuser und botanischen Schulen.
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