Indiana Tribüne, Volume 26, Number 169, Indianapolis, Marion County, 10 March 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 10. März 1S3.
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Jntereffänte Reichstagsdebatte bei Berathung des Militär-Bndgets. Mitzlungencr Versuch einer Kritik des Kaisers als Feldherr.
St. Louiser Ausstellungs-Präsident in Berliu gefeiert. England liebäugelt mit seinem ßrbfeint Rußland. Papst Leo empfängt eine Reihe von Cardinälen. Verfehlt war die Nückgabe der venez. Kriegsschiffe. Castro's Dekrete der Keim von neuer Verwicklung. Teutschland. und Arm Duellg e n e e - F r a - im Reichstag. Berlin, 9. März. Während der heutigen Reichstagsdebatte über das Militär-Budget warf oer socialdemokratische Führer Bebel den höheren Stünden vor, sie befänden sich Hinsichtlich der Duellfrage in einem fortgesetzten Verschwörungszustand: gegen Gesetz und Religion. Alle Militär-Gerichte und die fettstehende Ansicht des Militärftandes, die Majestät eingeschlossen, betrachten das Duell als nothwendig für die. Ar mec, trotz aller Reichstagsbeschlüsse über die Frage und gegen den ausgesprochenen Willen der öffentlichen MeiNUNg. Bebel führte dann die jüngsten DuellVorkommnisse an und beklagte sich über die unweigerliche Begnadigung von Duellanten, bevor sie ihre Freiheitstrafen verbüßt hätten. Redner ging dann auf das Gebiet der Soldatenmißhandlungen über und sagte, es sei allgemein üblich, daß alte Unteroffiziere sich ihrer Virtuosität im Beschimpfen der Rekruten noch rühmen. Am schlimmsten seien solche Vorkommnisse schwachsinnigen Rekruten gegenüber, die manchmal an der Grenze des Jdiotenthums stehen und nicht im Dienste ständen, Hütte nicht der Wßß tarismus die Urtheilskraft der Militärarzte getrübt. Bebel führte einen Fall an, wo ein Gemeiner seinen Mund offen halten mußte, während ein Sergeant mehrere Male hineinspuckte. Man muß sich wundern", rief der Redner, daß ein so behandelter Mann nicht den moralischen Muth b?saß, eine derartige Bestie niederzustechen." Der socialdemokratische Führer sprach dann von den ungünstigen Kritiken. welche die Kaisermanöver in der französischen und englischen Preffe sowie auch von Seiten deutscher Militär. schriftsteller erfahren hätten. Kriegsminister Goßler erwiderte, im Jahre 1902 sei kein Duell zwischen Offizieren vorgekommen. Duellanten würden nur auf Empfehlung des höchften Gerichtshofs begnadigt. Die scharfen Maßregeln im Falle des Leutnant Hildebrandt, der den Leutnant Blaskowitz 1901 im Duell erschaffen hatte. können keineZweifel an der Haltung des Kaisers aufkommen laffen. Der Minifter stimmte mit Bebel darin überein, daß Vorgesetzte für SoldatenmißHandlungen die schwerste Bestrafung verdienen. Er schloß : Wir wiffen sehr wohl, daß eine Armee mit einer großen Cavallerie - Stärke einen ungeheuren Vortheil über denFeind besitzt. Die Kaisermanöver haben die Ueberlegenheit unserer Truppen klar bewiesen. Wenn Herr Bebel auf ungünftige Kritiken des Auslandes hinweist, so erwidern wir. daß wir bei unseren Manövern keinen fremden Beifall erwarten." Der Conservative Tiedemann sagte. Duelle seien in manchen Fällen unvermeidlich, und er würde der. Tag bedauern, an welchem diese Ansicht aus dem Volke verschwände. Der Socialist Kunert versuchte, die Führung des Kaisers bei den Manövern zu kritifiren, Präsident Ballestrem erklärte aber eine solche Kritik nicht zu lässig. Kunert bemerkte: Ich ersehe ans Ihrer Entscheidung, daß wir hier den Namen Gottes erwähnen dürfen. nicht aber den Wilhelm's II." Kunert mußte dreimal zur Ordnung gerufen werden. Graf Roon (conservatio) sagte: ..Wir müffen die Kritik von Ausländern über unsere Armee ablehnen, nachdem es bewiesen ist, daß fte den er-
ften Ran in der Welt einnimmt."
Francis beim Kaiser. Berlin, 9. März. Kaiser WilHelm empfing Präsident Francis von der St. Louiser Ausstellung heute Mittag in Audienz und behandelte ihn mit großer Auszeichnung. Der Empfang war privat, weder Botschafter Tower noch ein Mitglied des Hofes waren zugegen. Der Kaifer stellte viele Fragen betreffs der Ausstellung und bemerkte, daß die Ausstellungen zu einem befferen Verständniß zweier Länder ebensoviel beitrügen als Jahre diplomatischer Arbeit. Im Laufe des Gesprächs waren der Kaiser-Brief an Admiral Hollmann über den babylonischen Ursprung der Bibel und Houston Stewart Chamberlain's Werk Die Grundlagen der Civilisation des 19. Jahrhunderts" erwähnt worden. Der Kaifer ließ sich die 2 Bände Chamberlain's holen, schrieb seinen Namen hinein und schenkte die Bücher
Herrn Francis. Reichscomisiar Lewald gab heute zu Ehren von Francis ein Gabelfrühstück, an welchem Botschafter Tower, Graf Tallellrand - Perigord, Generalconsul Mason, die Reichstagsabgeordneten Paasche und Jsidor Loewe nebst 18 sonstigen Vertretern wichtiger Ge-schäfts-Jntereffen theilnahmen. Später machte Francis in Begleitung des Botschafters den Ministern, darunter dem Reichskanzler und dem Staatssekretär des Auswärtigen RichtHosen, seine Aufwartung. Als Vertreter des Kaisers gab heute Abend Herr v. Richthofen. im Staatssekretariat des Auswärtigen ein Diner zu Ehren von Herrn Francis. Unter den Gästen befanden sich: Botschafter Tower, Dr. Lewald, Joseph Brucker von der St. Louis Ausstellung, fast alle Cabinets - Mitglieder, darunter Graf Posadowsky-Wehner, Herr Kraetke. Herr Müller und Herr Budde; Dr. Von Mühlberg, Unter-Staatssekretär und Dr. Von Koerber vom auswärtigen Amt. Richthofen brachte die Ge sundheit des Präsidenten Rooselt, Bot. schafter Tower diejenige des Kaifers aus. Einige Gäste wunderten sich über die sehr lange Audienz, welche dcr Kaiser Herrn Francis gewährte, da solche Audienzen für gewöhnlich nur einige Minuten dauern. Man schreibt dies dem besonderen Interesse des Kaisers für amerikanische Angelegenheiten zu. Verschiedene Minister waren beson ders darüber erstaunt, daß Francis darum ersuchte, heute empfangen zu werden. Denn man kann sich nicht erinnern, das jemals irgend eine Person um eine Audienz nachsuchte und selbst die Zeit dafür bestimmte. Herr Francis fuhr nach Brüffel und will ncv in tzoervoura. anicm m Bremen, auf dem Kronprinz Wil Helm" einschiffen. Prinz Heinrich über Automobil - Sport. Berlin, 9. März. Auf dem
gestern im Kaiserhos stattgehabten Diner über die Gesundheit des Pontifar ausder Automobilisten hielt Prinz Hein-! gesprengt wurden, finden hierdurch ihre
reich von Preußen eine Ansprache, in w.'lcher er auf die Unbeliebtheit der Automobilfahrer hinwies. Er sagte, dies rühre zum Theil von dem Neide solcher Leute her, die sich selbst keine solch' theuren Fahrzeuge anschaffen können, theilweise aber auch von dem Benehmen der Automobilfahrer selbst. Der Prinz sagte, die Herren sollten eigentlich Plackate auf ihren Automodilen mit der Inschrift anbringen. Liebe deinen Nachbarn wie dich selbst". Reichsommiffär Lewald rieth dann den deutschen Fabrikanten, eine sehenswürdige Automvbil-Auftellung in St. Louis zu veranstalten. Das Automobil", sagte er, entspricht dem amerikanischen Charakter, unglücklicherweise sind aber die amerikanischen Landftraßen nicht gut. " Holst besser. Freiburg, Baden, 9. März Professor Hermann v. Holst von der Chicagoer Universität, der gestern Abend sterbend gemeldet wurde, beftn det sich heute etwas besser. Der Bericht von gestern war augenscheinlich übertrieben. Holst's Familie ist bei ihm. Neufundland. Stürmische Fahrt. St. I o h n s, 9. März Der aus Liverpool nach 21tägiger Fahrt eingetroffene Dampfer Ulunda" hatte schreckliche Stürme zu überstehen. Ein Zimmermann wurde während des Sturmes getödtet, verschiedene Leute der Bemannung verletzt und das Schiff selbst schwer beschädigt.
Crohbritannien. Parlaments - N a ch f o l g er von Lynch. Dublin. 9. März. An Stelle von Oberst Lynch, der eine lebenslängliche Gefängnißftrafe wegen Hochverraths verbüßt, wurde der irische Nationalist C. R. Devlin ohne Opposition in'j Unterhaus gewählt. Marine-Budget. London. 9. März. Der Voranschlag des heute Abend ausgegebenen
Marine-Budgets sieht eine Ausgabe von 179,184,205, ein Anwachsen von S16.000.000, vor. Davon sind Hl,. 180,000 für den Schiffbau und Reparaturen bestimmt. Verlangt werden 170,000 Offiziere und Mannschaften, ein Anwachsen um 4000. Neu verlangt werden drei Schlachtschiffe, vier Panzerkreuzer, drei geschützte Kreuzer, 15 Torpedoboot-Zerstörcr, 10 Torpedo-Boote, 2 Kreuzer zur Küstenwache, ein Fluß-Kanonenboot und eine Admiralitäts-Yacht. Die Bildung eines neuen Geschwaders, das den Namen südatlantisches Geschwader" führen soll, wird angekündigt. Sein Dienstkreis erstreckt sich aus die Westküste von Afrika und der Südostküste Amerika's entlang, mit Stützpunkten in Gibraltar und Sierra Leona. Englisch-russische Bezieh u n ge n. London, 9. März. Die Befürworter eines guten Einverftändniffes zwischen Großbritannien und Rußland interessiren sich lebhaft für eine in diefer Richtung bezeichnende Rede, die heute Unterstaatssekretär des Aeußeren. Cranborne, im Unterhause hielt. Der Sekretär erklärte, die Regierung halte es für sehr wünschenswerth, daß die beiden Länder in Persien und sonstwo zu einem freundschaftlichen Einverstündniffe gelang, , hinzufügend, eine diese Interessen berührende Frage sei erst kürzlich zwischen den beiderseitigen Regierungen zur Besprechung gelangt. Türkei. Erfolg des amerikanischen Gesandten. C o n st a n t i n o p e l, 9. März. Die amerik. Gesandschaft hat entgültige amtliche Anerkennung für die Gleichberechtigung der Prüfungen des amer. medicinischen Collegs in Beiruth mit den französischen Prüfungen erlangt. Außerdem dürfen von jetzt ab Frauen und Kinder von Armeniern, die das amerikanische Bürgerrecht erworden, sich ihren Gatten und Vätern in den Vereinigten Staaten ohne Hinderniß anschließen. Italien. Kein Grund zurUnruhe. R o m, 9. März. Der Papst empfing heute den Cardinal Perrand, Bischof von Autun. Frankreich, nebst andern Cardinälen in Audienz. Die I alarmirenden Gerüchte, welche wiederum Wiederlegung. Im Laufe der Vormittagsaudienz sagte der Papst zn Cardinal Perraud, er hoffe die Beziehungen zwischen Frankreich und dem heiligen Stuhl würden fich fortwährend beffern; denn sie feien nicht so schlecht, als die Feinde der Kirche dies wünschen. Nachmittags empfing der Papst in gesonderten Audienzen fünf Cardinäle. Die Ernennung eines Coadjotors für den Erzbischof von St. Louis steht nicht vor zwei Wochen zu erwarten. Cuba. Ein Gegner des Gegen-seitigkeits-Vertrags. H a v a n a , 9. März. Die Debatte über den Gegensetia,keitsvertrag mit den Ver. Staaten wurde heute im Senat? fortgesetzt. Senator Sanauillv hält den Vertrag für Cuba's Fortschritte nicht nothwendig und er drückte die Befürchtung vor TrustHerrschaft aus, ohne aber gegen Amerika verletzend zu werden. Redner bestritt, daß der Vertrag dem cubanischen Produzenten oder dem amerik. Consumenten nütze ; den einzigen Vortheil würden die Trusts haden. In längerer Rede begründete der Senator seine Befürchtung, daß die Geschäftsintereffen in den Ver. Staaten mit dem Plane umgehen, Cuba zu einer ökonomischen Colonie Amerika's zu machen. Es überrasche ihn, daß ein so guter Freund Cubas wie Präsident Roosevelt fich zu der gegenwärtigen Politik habe bestimmen laffen.
Venezuela. Castro's BlockadeDekrete. Washington, 9. März. Das Staats-Departement ist durch den Geschäftsträger Ruffell in Caracas benach-
richtigt, daß die venezolanische Regierung die Blockade auf dem OrinocoFlusse und gegen die Häfen Carupano und Guanta erneuert hat. Die ursprüngliche Blockade, am 28. Juni, verursachte eine ernste Friction zwischen Venezuela und den europäischen Mächten. Letztere schlugen den Vereinigten Staaten vor, sich einer Note anzuschließen, welche die Anerkennung der Blockade verweigerte. Obwohl die amerikanische Schifffahrt unter dcr Blockade litt, lehnte die Washingtoner Regierung das Ansinnen ab. Während der Operationen der Alliirten, zu denen auch die Beschlagnahme der venezolanischen Flotte gehörte, vermochte die venezolanische Regierung eine wirkliche Blockade nicht länger aufrecht zu halten, und das Dekret wurde suspendirt. Jetzt, nachdem Venezuela seine Schiffe wieder hat und diese wieder in die Blockade-Linie fahren können, dürften dieselben Verhältnisse wieder eintreten, die früher zu den VerWicklungen mit den europäischen Mächten führten. San Tomingo. Erfolgreiche Mission. San Domingo, 9. März. Der amerikanische Gesandte Powell ist heute, nachdem er alle Streitfragen zwischen der amerik. und der dominikonischen Regierung befriedigend geschlichtet, nach Port au Prince abgereift. Kurze Depeschen. Neapel. Der Vesuv ist wieder in Thätigkeit und wirft bedeutende Lavamaffen von sich Das anierik. Mittelmeer-Geschwader ist angelangt. o m. Die Tribuna" kündigt an, daß der deutsche Kaiser im Mai, der Zar im November nach Rom kommen. Aden, Arabien. General Manning hat Gal Kayu Wells (Somaliland) am 3.März genommen. Nur der Feind erlitt Verluste. Ottawa, Ont. Britischer Agent für die Alaska-Grenz-Commission wird Clifford Sixton, Minister des Innern. Free River, Mass. Beim Zusammenstoße zweier electrischer Cars wurden über ein Dutzend Personen, keine gefährlich, verletzt. Washington, 9. März. Der Monitor Artansas", Commander Charles E. Vreeland, fuhr heute nach Hampton Roads auf dem Wege nach St. Louis, um an den Einweihungs feierlichkeiten der St. Louiser Ausstellung am 30. Agril theilzunehmen. - Schiffsnachrichten. Angekommen. New ?)ork : Umbria" von Liverpool ; Amsterdam" von Rotterdam ; Patricia" von Hamburg. Neapel: Perugia" von New York. Glasgow: Sardinian" von Portland. Liverpool: Etruria" von New Jork. New York: La Bretagne" von Havre; Minnehaha" von London. Abgefahren: Bremen: Großer Kurfürst" nach New York. Plymouth: Pretoria" (von Hamburg) nach New York. New York: Minneapolis". Southampton: Großer Kurfürst" (von Bremen) nach Ponta Delgad und New York. Mechanische Bakterientödtung. Die englische medizinische Fachschrift Lancet" gab kürzlich die Ergebnisse interessanter Experimente bekannt, welche hinsichtlich der Zerstörung von Bakterien in Speisen und Getränken gemacht wurden. Durch die Experimente ist festgestellt worden, daß eine mechanische Erschütterung einen keimtödtenden Effekt hat. Es wurden unter Anderem BakterienKulturen in den Maschinenraum einer großen Fabrik gestellt, wo unaufhörliche Vibrationen in Folge des Stampfens der Maschine erfolgten. Das Resultat war. daß nach vier Tagen die Keime zerstört waren und sich nicht mehr zeigten, wenn das Gefäß an einen ruhigen Platz gestellt wurde. Bei anderen Experimenten hatte heftige mechanische Bewegung eine gleiche Wirkung. Die Entdeckung dürfte von großem praktischen Nutzen sein, da die meisten bekannten Keimtödter für den menschlichen Organismus mehr oder weniger giftig sind und deshalb die Vernichtung der Bakterien durch Zuthat kräftiger Antiseptica nicht thunlich ist.
Blutvergiftung.
Wenn Sie je einmal eine Blutkrankheit sich zugezogen, sind ie nie sicher, ausgenommen der Jteirn oder das Gift find aus dem System gcmcru worden. Zeitweilig bemerken Sie alarmirende Symptome, hosten jedoch, daß keine ernstliche Folgen entstehen. Haben Sie eine der folgenden Symptome ? Wunde .Heble, Geschwüre' an der Zunge oder im Munde, Ausfallen der Haare, sck'mcrchafte Weben. Jucken bcr Haut, Ausschläge am Körper, schmerzhafte Augenröthe, dyöpeptischer Magen, geschlechtliche Schwäche Anzeichen des zweiten Grades. Bettrauen Sie nicbt dem Glück. Richten Sie Ihr System nicht durch die alte Be Handlung Quecksilber und Pottasche zu Grunde, die Symptome temporär unrerdrücken, welche aber spätcr.wenn Sie ein glückliches Heim baben, wieder ausbrcchcn. lassen Sie keinen Quacksalber mit sick erpelimentiren. Unsere neue methodische Behandlung ist garantirt Sie zu heilen. Unsere Garantun sind dckranigt durcb 'ank-Bonds' daß dte Krankheit nicht wieder ;urucf: kehrt. Tausende wurden bereits durch unsere neue methodische Behandlung seit 20 Jabren geheilt. Kein Erperim,nt, kein Risiko keine Flickarbeit -sondern positive Peilung. Die schlimm sten Fälle geheilt Wir behandeln und heilen nervöie Schwäche, geschlechtliche Schwäche. Blutvergiituna. Strikturen. Varicocele, Nieren und Harn-..rank hciten und alle Männern U:ld Frauen eigene Krankheiten. Heilung garantirt. Konsultation frei Bücher stet. Wc-n Sie nicht voriprechei können, verlangen Sie einen Kragebogen für Behandlung ra Hause . DIIS. KENNEDY & KERNN, 25 Süd Meridian Str. JndianipoliS. Ind. Stunden : 9 Borm. bi Utr bends Sonniag : 1 Uhr Vorm. bii 12 Mittag. I bii 8 Abends. The Victor, Ecke Noble und St. Clair Stt. Ich erlaube mir meinen Freunden uud Bekannte anzuzeigen, daß ich uuter dem Namen "The Victor" aa obengenanntem Platze eme m zeder Bezrelzung erste Klasse Wirthschaft eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, ein in ieder Bez,ehung respektables Hau zu führen und an meine Geschaftl freunde, bei coulanter Bedienung, die besten Qnal, tüten an importirten und einheimischen Weine, Ltqubren. Cigarren. Bier, etc. zu verabreichen. Vß wird mir zur Ehre gereichen. Sie in meinem jetzige Lokale begrüßen zu können. Achtungsvoll HENRY VICTOR. Harzer '" CanarienBöge! Papageien, Spottvögel und alle Sorten Sing und Ziervögel. quaria Globes, Goldfische, 10c aufwärts. Käfige, Spottvogelfutter, Vogel-Saamen etc. C. F. KLEPPER, 431-433 MasschustA v. Pferde-Geschirre, Buggies, Koffer und Reisetaschen am besten und billigsten bei ftckM IMmi, 136 Ost Washington Str. V! a Deutsche Buchhandlung. Carl Pingvank. Z4 Virginia ve.. A4. (Bembroke rcade.) Karstacits aPf-Färberei und Echt-Wöscherei. (Nachfolger ein John Brill u. o.) lablirt 1871. kelOh, I Mass. ve.. It. 2678. Neu Kollege ve.. lt, Biun M. JllmoiS Str., lt, Brown ftltt. 9tf Herren und Damen-Aleider gerei nigt, umgeändert und ausgebügelt.
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