Indiana Tribüne, Volume 26, Number 168, Indianapolis, Marion County, 9 March 1903 — Page 6

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WoMW UMm Provinz Brandenburg. Berlin. Die hiesige medizinische Gesellschaft wählte anStelle Virchow's den Professor Bergmann zum Vorsitzenden. Im Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist der Geheime Baurath und vortragende RathSchürmann zum Geheimen Oberbaurath ernannt worden. In seiner Wohnung erschoß sich der 39 Jahre alte, aus Kottbus gebürtige Versicherungbeamte Rudolf Hölzer, Belleallianceplatz 78. Ihr goldenes Shejubiläum feierten: Maurer Ferdinand Breuer und Frau, Rügenerjtraße 25; PH. Bütow und Frau, geborene Salzmann, Alte Jacobstraße 64; Arbeiter Julius Bölicte und Frau, Muskauerstraße 30; Ziegelmeiuer a. D. Dewitz und Frau, Dresdenerstraße 109, und der Lehrer i. P. Friedrich Podschnat und Frau. Kunstglasmacher Florian Drescher, 48 Jahre alt, stürzte eine Treppe hinab und erlitt so schwere Verletzungen, daß er starb. Landgerichtsdirektor Franz Merscheim ist nach kurzem Leiden im 57. Lebensjahre gestorben. Er war 30 Jahre im Justizdienste thätig. Adolf Zander, Chormeister der Berliner Liedertafel, vollendete sein 60. Lebensjahr. Commerzienrath Albert Pfaff. der Inhaber der großen Möbelfirma I. C. Pfaff, ist an den Folgen eines Insluenzasalles gestorben. Der Verstorbene hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Das Jubiläum ihres hundertjährigen Bestehens feierte die hiesige Spritfabrik Karl Radicke (Inhaber Albert Rudolf Karchow.) Rektor emer. Gustav Krüpke verschied im Alter von 78 Jahren. Sofort getödtet wurde der fünfjährige Sohn der Wittwe Jda Rasch, der an der Ecke der Oderberger- und Schwedterstraße durch einen Geschäftswagen übersahren worden war. Aus Furcht vor einer Operation verübte der Schneidermeister Karl Dllnsmg aus der Gerichtsstratze 80 Selbstmord. In der Rudersdorfer Straße 62 brach in der Wohnung des Arbeiters Strohs ein Feuer aus, wobei ein dreijähriger Sohn verbrannte. Bei einer Explosion wurde in der Prinzenallee 12 der Fabrikbesitzer Franz Ballin lebensgefährlich verbrannt. Seinen 90. Geburtstag feierte der Kaufmann Lesfer Hirschberg. B o r n s t e d t. Selbstmord verübte hier der 19jährige Maler Max Stage. Brandenburg. Der geistliche Rath und Erzpriester Pfarrer Heinrich Schomer hier ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Er war 1831 zu Berlin geboren, studirte in Münster und Breslau und wurde 1856 zum Priester geweiht. Seit dem Jahre 1869 war er Pfarrer der hiesigen katholischen Gemeinde. Charlottenburg. Das 2 Jahre alte Söhncken des Schlossers Eichner fand infolge Einathmens giftiger Gase den Tod. F r i e d e b e r g. Die Gctreidefirma Rosenberg und Feld, Inhaber Louis Feld, blickte auf ein 25jähriges Bestehen am hiesigen Platze zurück. F r i e d'r i ch s h a g e n. Ueöerfahren und getödtet wurde auf der Strecke von Rahnsdorf nach hier der 18 Jahre alte Bahnarbeiter Paul Gontn von hier. K ö p e n i ck. Ehemalige Schüler der Seminare Oranienburg, Drossen und Köpenick wollen anläßlich des 50jährigen Amtsjubiläums des Seminaroberlehrers Professor Dr. Fritze hier eine Fritze - Stiftung errichten zur Unterstützung würdiger Zögling: der sogenannten drei Seminare. R i x d o r f. Die 33 Jahre alte Ehefrau des Pfandleihers Kümpfel von hier wollte in der Bergstraße einen Straßenbahnwagen besteigen, als dieser gerade abfuhr. Beim Anrücken des Wagens kam die Frau zu Fall und gerieth unter die Räder des Anhängers. Die Unglückliche erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie ihnen erlegen ist. Sommerfeld. Die Ehefrau des Sattlers Müsch und eine zweijährige Tochter wurden todt aufgefunden. Der Tod ist nach ärztlichem Gutachten durch Vergiftung infolge Genusses verdorbener Wurst eingetreten. Eine einjährige Tochter starb später ebenfalls an den Folgen der Vergiftung, während der Mann und eine sechsjährige Tochter schwer erkrankt sind. Provinz Hstprcußen. Königsberg. Zum Rektor der Universität wählte das ProfessorenCollegium den ordentlichen Professor der Philosophie Dr. Jeep. Der altkatholische Pfarrer Joseph Dilger, welcher im August vorigen Jahres sein vierzigjähriges Priesterjubiläum gefriert hatte, 'st nach langem Luden gestorbcn. Geheimer Regierungsrath Toerell bei der Generalcommission Hierselbst wurde zum Oberregierungsrath ernannt. In der Wohnung des Oberkellners Liebe explodirte eine auf dem Kochherd stehende, gefüllte Spiritusflasche. Ter brennende Inhalt ergoß sich über die am Herd stebnde Frau des Liebe, welche so schwere Brandwunden erlitt, daß sie starb. A l l e n st e i n. Von der hiesigen Strafkammer wurde der Fleischermeister und Wurstmacher Joseph Hinsmann von hier, der wiederholt verdorbenes und gesundheitsschädliches Fleisch zur Wurstfabrikation verwendet hat, zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt..

G u t t st a d t. Die Stadtverordneten wählten Rechtsanwalt Dr. Helwig als Vorsitzenden, Kaufmann Barwinski als Stellvertreter und Dampfmühlenbesitzer A. Schwarz als Schriftführer. Heilsberg. In der Stadtverordnetenversammlung wurden Fabrikbesitze? Kiehl zum Vorsteher, Dr. Porsch als Stellvertreter, Kaufmann Erdmann als Schriftführer und Hotelbesitzer Hirschberger als Stellvertreter gewählt. L a b i a u. Bei Schelecken ertranken in der Deme der 17jährige Kaufmannslehrling Walter Krause von hier und die Dienstmädchen Auguste Schir und Auguste Baltrusch ausSchelecken. R a st e n b u r g. Kreisbaumeister Schumann und Kaufmann Gronau sind zu Stadtverordneten gewählt worden. Schönwiese. Dem Gutskämmerer Bordicn und dem Gutsstellmacher Hartkopf wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Wartenburg. Kreisschulinspcktor Dr. Firley "ist zum 1. Mai d. I. von hier nach Worbis versetzt worden. Arovnz Wetpreußen. D a n z i g. Aus unbekanntenGründen machte der Assistenzarzt Dr. Karl Worbes vom hiesigen chirurgischen Stadtlazareth einen Selbstmordversuch und verletzte sich schwer. C h r i st b u r g. Bürgermeister Eggert ist in sein Amt eingeführt worden. Deutscb - Eilau. In der Stadtverordnetenversammlung wurden die Mitglieder des Bureaus wiedergewählt, und zwar als Vorsteher Fabrikbesitzer Seefeldt, als Stellvertreter Rentier Grünbaum, erster Schriftführer Sradtsekretär Fanelsa, zweiter Schriftführer Krankenkassenrendant Paatzki. G r a u d e n z. Kaufmann Bruno Arlart stellte seine Zahlungen ein. Kamin. Zum Vorsteher der Stadtverordneten wählte man kaufmann Schmidt wieder. K o n i tz. Stadtsekretär Kuhnert hiersclbst ist zum Gemeindevorsteher in St. Lissa in Schlesien gewählt worden. L i ch n a u. Eienkäthner Theuß beging mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hockzeit. N e u t e i ch. Nach Unterschlagung amtlicher Gelder flüchtete von hier der Stationsayistent Guttmann. Preußisch - Friedland. In der Stadtverordnetensitzung wurden SeminarlehrerRoeske als Vorsitzender, Dr. Swietlik als Stellvertreter. Zimmerineister Timm als Schriftführer und Kaufmann Freyer als Stellvertreter gewählt. R i e s e n b u r g. Zum technischen Direktor an der hiesigen Zuckerfabrik ist an Stelle des zum Juli ausscheidendcn öcrm Smorawski der bisherige Betriebsassistent Albrecht gewählt worden. S ch w a r z e n a u. Gemeindevorsteher a. D. Pelka beging mit seiner Gattin das Fest der goldcnen Hochzeit. Dem Paare wurde aus diesem Anlasse die Ehejubiläumsmedaille verliehen. T i e g e n d o r l Zum Pfarrer der hiesigen eoangelisckien Gemeinde wurde Pfarrer Polenske aus Riesenöurg gewählt. W i l l e n b e r g. Einem Brande fielen die Scheunen des Hofbesitzers Bielfeld zum Opfer. Provinz Jlfoxnmexn. Stettin. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte der in wspitz hier sich aufhaltende Gutsbesitzer und Hauptmann a. T. Zierold aus Tempelburg mit seiner Gattin. Das Trompetercorps des 33. eld - Artillerie - Regiments bracbte ibnen ein Ständchen. Leim Schlittschuhlaufen ertranken der 37 Jahre alte Sohn der Wittwe Schmidt, Bollwerk 21. und der 12jährige Sohn des Kaufmanns Wolkner, Bogislavstraße 15. Stadtöiblicthekar Dr. Münster ist gestorben. Bärwalde. In der Stadtverordnetenversammlung wurde Prozeßaqent Machler zum Vorsitzenden und Recktsanwalt Bruns zu dessen StellVertreter, ferner wurden Sattlermeister Kaske zum Schriftführer und Kaufmann Ioost zu dessen Stellvertreter aewähli. Brusenfelde. Tcr 5 Jahre alte Knabe Kühling brach beim Scklittschuhlaufen ein und ertrank. D a m e r f i tz. Ein Brand vernichtete die Scheune des Besitzers Raddatz. G r e i f s w a ld. Der Direktor der hiesigen chirurgischen Klinik und Poliklinik. ordentlicher Professor Dr. Auaust Bier, erhielt einen Ruf nachBonn an Stelle des verstorbenen Professors Dr. Max Schede. L a b e s. In der hiesigen Genossenschafts - Stärkefabrik verunglückte bei einer Brunnenreparatur der Arbeitcr Sabin. Er wurde von der Welle de Gerüste- mehrmals herumgeschleudtt! und erlitt lebensgefährliche Verlctzuugen. P o l z ! n.Jn derStadtverordneten- . rsammlung wurde Millang als Vorsteher, Faltz als Stellvertreter, Nietardt als Schriftführer wieder- und Jlgen als stellvertretende: Schriftfüh. rer neu gewählt. S ch i v e l b e i n. Feuer vernichtete das Wohnhaus und die Stallungen des Bauunternehmers Krüger, einen Stall und Lagerraum des Kornhänd lers Runge und einen Stall des Ackerbüraers Vonatb.

Die unye Aönycrin. Von Hans Hyan. i,. . . Es redet trunken die Ferne Von künftige großen Glück . . Das war ihr Lieblingslied. Und wenn sie die Bühne verlassen wollte, dann hörte das lxgeisterte Publikum nicht auf zu applaudiren, bis die junge Sängerin dies Lied noch zugab. Sie sang es mit einer Innigkeit ohne gleichen und entzündete an der Gluth ihrer eigenen Seele die Begeisterung der Hörer. Aber kaum hatte sie ihre Noten zusammengelegt, so stand in der ersten Reihe ein schlanker, blonder Mensch von vielleicht dreißig Jahren auf, bot der Sängerin, einer feinen, fast überschlanken Frauengestalt, die der Zettel Jeanne Fuchs" nannte, den Arm und führte sie hinaus. Das Publikum, das wie in den meisten Concertsälen auch hier in der Philharmonie des Ostens" so ziemlich immer das gleiche blieb, folgte seinem Liebling mit den Blicken, bis die hohen Eichenthüren sich hinter der schlanken Gestalt geschlossen hatten. Besonders interessirt blickte eine alte, weißhaarige Dame, deren Rücken das Alter schon gebeugt hatte und deren dunkle Augen durch die Brillengläser noch immer an der Saalthür hingen, als längst schon ein junger Schauspieler auf der Bühne stand und Eichendorff'sche Gedichte recitirte. Wer war denn der Herr?" fragte die alte Frau ihre Nachbarin. Welchen Herrn meinen Sie?" Den, der mit der Sängerin hin ausging." Soviel ich weiß, ihr Bräutigam." Das ist nicht wahr!..." Die alte Frau hatte die letzten Worte lauter als gebührlich gesprochen. Dann verließ sie, von hundert erstaunten und unwilligen Augen gefolgt, mit einer bei ihrer Gebücktheit bewundernswerthen Eile den Saal. Draußen fegte ein böser Wind den leichten Schnee, der gegen Abend gefallen war, empor. Jeanne Fuchs zog ihren Abendmantel fröstelnd fester um die Schultern. Sie stand mit ihrem Begleiter vor ihrem Hause und sagte, zu den Fenstern der ersten Etage hinaufsehend: Ich verstehe das nicht. Henri!... Tante erwartet mich doch stets. . . und heute ist oben alles dunkel. . ." Vielleicht ist sie fortgegangen?. . Die Sängerin schüttelte den Kopf. Nein. nein, das sei ganz ausgeschlossen, die Tante ginge so gut wie nie aus und des Abends besonders nicht. Wenn sie nun nach oben käme und Tante Rosalie sei nicht in der Wohnung, so könnte sie womöglich auf der Treppe warten Während sie das sagte, schauerte ihr zarter Leib unter dem dicken Stoff des Mantels und ihre Zähne schlugen aufeinander. Aber ich will hinaufgehen auf jeden Fall. Henri... Vielleicht ist Tante doch schon schlafen gegangen." Und mit einem langen, heißen Kuß trennten sich die Liebenden. Der Mann ging mit dem sorglos wiegenden weitausholcnden Schritt des Künstlers die Straße hinauf, das Mädchen schlüpfte m's Haus. Ist da jemand?" Ja. ich bin es. . . ich warte auf Dich. Tante." So. . . Du bist es, Jeanne. . ." Die Stimme der Greisin, die im Dunklen die Treppe hinauftappte, klang hart. . . Hast Du keine StreichHölzer?... wenn man so auf lichtscheuen Wegen geht, so sollte man immer Feuer bei sich haben! " Das arme Kind, das in der halben Stunde, die es hier auf der Treppenstufe zusammengekauert saß. halbtodt gefroren war, erwiderte nichts. Diese alte Frau, die Mutterstelle an ihr dertrat, lebte von dem Gelde, das Jeanne mit ihrem Gesang verdiente. Und vielleicht war es gerade dieser Umstand, der die Sängerin bewog, doppelt kindlich und gehorsam gegen die alte Frau zu sein. Als sie in der Wohnung waren, sagte die alte Frau nur: Du weißt, daß ich Dir den Verkehr mit diesem Menschen verboten habe. . .ein Künstler! ! ! hahaha." Die alte Frau lachte, daß es unheimlich klang in dem halbdunklen Raum. Aber ich bin doch selbst Künstlerin!" Schlimm genug!... soll ich Dir immer und immer wieder erzählen, wie unglücklich die Ehe Deiner Mutter wir mit einem Künstler!" Sie legte alle Verachtung auf dieses Wort und richtete ihre finsteren Blicke starr in die Dämmerung des Raumes, als sähe sie dort all' dasUnglück, das ihre verstorbene Tochter betroffen hatte, noch einmal vorüberziehen. . . . Es ist nicht meine Art, Dir nachzulaufen, aber nach dem, was ich heute Abend gesehen habe, bin ich froh, das ich's that! Denke daran, daß mir ein Leben in Deiner Nähe unmöglich wäre, wenn Du eine solche Verbindung erzwingen solltest!" Die alte Frau machte eine Pause; dann fügte sie um einen Ton weicher hinzu: Du brauchtest Dich ja um mich alte Frau gar nicht zu kümmern, aber es wäre mir doch ein Schmerz, den ich nicht verwinden würde, wenn Du. .

ach, was ereifere ich mich denn um Dinge, die nie sein werden! Geh' jetzt zur Ruhe, mein Kind, Du wirst müde sein Und Jeanne, noch immer von Frostschauern geschüttelt, verließ das Zimmer mit den alten, schweren Mahagonlmoveln, das mit jelner leise tickenden Pendüle und der grünbeschirmten Oellampe von längst vergangenen Zeiten raunte.... Beim nächsten jenerDichterabende". die Jeanne Fuchs sonst stets durch ihre Kunst verschönt hatte, mußte der Herr Concertdirektor zu seinem Bedauern dem Publikum erklären, daß die junge Sängerin leider durch eine starke Erkältung verhindert wäre, sich 'heute hören zu lassen. . . . Zu Hause aber saß Tante Rosalie am Bette der Fiebernden und machte sich die heftigsten Vorwürfe, daß sie sich an jenem Abend durch den ihr zugetragenen Klatsch hatte bestimmen lassen, ihrer Nichte nachzugehen. Zweifellos hatte sich Jeanne in derselben Nacht auf der Treppe erkältet. Die grüne Schirmlampe brannte wieder und der Zeiger der alten Bronzestanduhr mit der graziösen Schüferin auf dem Kamin stieg langsam in die Höhe an dem silbernen Zifferblatt. Aber mit ihm stieg auch das Fieber, es stieg rasend, immer schneller, wie das Wasser steigt, in dem alles Leben ertrinkt Die Kranke phantasikte. Und immer wieder kam der ihrerTarkte so verhaßte Name über die trockenen Lip pen. . ... Henri! .... mein geliebter Henri!. . ." Die Alte sah böse fort von dem sonst so zarten Gesicht, das jetzt in Fieberröthe brannte. . .Der Arzt war vor einer Stunde dagewesen und wollte in der Nacht noch einmal wiederkommen Aber was können die Aerzte!... Gott kann!. . . Gott kann, was er will! Und die Alte saß zusammengekrümmt in dem Lehnstuhl, dessen narbiges Leder vom Alter fast geschwärzt war und im grünen Lampenschmmer falteten sich die vergilbten, runzligen Hände der Greisin und die welken Lippen fandten Gebete hinauf zu dem Allerbarmer. . . Es klingelt. Ganz leise. Der Arzt war's. Der stand vor der sich in Phantasien, die qualvoll sein mußten, windenken Kranken. Dann sagte er: Bleiben Sie bei meinen Verordnungen. . . Und wenn die Kranke erwachen und irgend etwas wünschen sollte, so erfüllen Sie ihr möglichst jeden Wunsch. . ." Da begriff Tante Rosalie. Aber sie sagte nichts. Ihre Hände falteten sich noch fester und ihre Lippen beteten noch inbrünstiger... Gott kann alles! Plötzlich fuhr die Kranke im Bette auf und, die Arme weit ausbreitend, rief sie mit wilder Stimme: Mein Henri!. .. ich will meinen Henri haben!... meinen geliebten 5zenri!" Der Arzt sah die alte Frau ernst an. Ist der Betreffende zu erreichen?" Einen Augenblick schwebte der alten Frau eine Lüge auf den Lippen. Aber der Schrei der Leidenden, die wieder klagend ihren Liebsten rief, ließ sie doch ,.ja" sagen. Dann werde ich ihn holen", sagte der Arzt, der den Zusammenhang, der Dinge ahnen mochte. Und nachdem er sich die Adresse Henri's von Tante Rosalie hatte geben lassen, und die Kranke unter der Wirkung eines beschwichtigenden Mittels still in die Kissen zurückgesunken war. ging er. Die alte Frau hörte seinen Wagen fortrollen, und auf einmal von einem Gefühl grenzenloser Angst und ohnmächtiger Trauer um ihren Liebling überwältigt, brach sie in Thränen aus. Die Kranke schlief. Die alte Frau sah bang in das ustere Gemach. Ihr war, als fei da eben jemand eingetreten. Und dann ging wirklich die Thür; der Arzt, der den Schlüssel mitgenommen hatte, kam mit ihm mit Henri. Der große Blonde beugte sich über das Bett und sank schluchzend in die Kniee: seine Liebste war heimgegam gen. Runde Häuser.

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