Indiana Tribüne, Volume 26, Number 166, Indianapolis, Marion County, 6 March 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Sachsen. N e u s a l z a. Dem taubstummen Lithographen Johann Traugott Böhmer und seiner Ehefrau Hierselbst, die ihr goldenes Ehejubiläum feierten, bewilligte der König ein Gnadengeschenk von 40 Mark. P l a u e n i. V. Erschossen hat sich hier der 24 Jahre alte ledige MalergeHilfe Gießncr aus Hainichen. Röhrsdorf. Im Mühlgraben ertränkte sich der 74 Jahre alte Rentenempfänger Jrmscher ron hier. S e i f f e n. Einem Brande fiel die gefüllte Scheune des Gutsbesitzers Heinrich Müller zum Opfer. Seifhennersdorf. Die Eheleute Schuhmacher Berndt begingen die goldene Hochzeit. Würzen. Rentier Thieme feierte
fein 50jähriges Bürgerjubiläum. Z i t t a u. Der 82 Jahre alte Rentenempfänger Hüttig erschoß sich. Bürstenfabrikant Reinhold Vetter stellte seine Zahlungen ein. Kcyen-Farmltadt. D a r m st a d t. Der Finanzminisier Gnauth hat Professor Biermer in den Aufsichtsrath der Hessischen Hypothekenbank berufen, welchem Ruf Biermer durch Annahme des Amtes entsprach. Gegen den flüchtigen früheren Garnison - Verwaltungsdirektor. Regierungsrath Wild, der früher hiei lebte ur der eine Reihe von Geschäftslcuten geschädigt hat, ist das Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Wirklicher Geheimrath Ludwig Hallwachs, der frühere Leiter des hessischen Justizwesens und Vorsitzender des Central - Ausschusses der evangelischen Kirchengesangvereine für Deutschland, ist, 76 Jahre alt, gestorben. B i n g e n. Lehramtsassessor Markus Simon ist zum Oberlehrer ernannt worden. E g e l s b a ch. Einem Brande fiel die Scheune des Christian Pollhardt zum Opfer. viunoernyauien. jr ist oie Gründung einer: freiwilligen Feuerwehr beschlossen worden. Hainstadt. In einem Anfall von Geistesstörung sprang die 40jährigeEhefrau des Ziegeleiarbeiters Paul Böhm in den Main und ertrank. K l e i n - Z i m m e r n. In der Josephsanstalt brach Feuer aus, das einen großen Umfang annahm und 5 bis 6 Häuser einäscherte. König. Kürzlich wurde der älteste Mann unseres Städtchens, der 89 Jahre alte Ortsbürger und Schuhmacberrneister Adam Vetter I. unter zahlreicher Betheiligung zur letzten Ruhestätte geleitet. Wenige Tage später starb ein Bruder desselben, Schubmachermeister Joh. Jacob Vetter im Alter von 84 Jahren. L e n g f e l d. Bürgermeister Georg Müller ist gestorben. Mainz.' In den Ruhestand ist derOberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule hier, Professor Dr. Alons Denk, versetzt worden. M ü n st e r. Der langjährige Beigeordnete der hiesigen Gemeinde, (Btorg Haus III., starb im Alter von 62 Jahren. Nieder - Jngelheim. Steinbrucharbeiter Johannes Kaiser feuerte auf den 24 Jahre alten Mälzer M. Eisenreich mehrere Revolverschüsse ab und verletzte diesen schwer. Der Thäter befindet sich in Haft. R e i ch e n b a ch. Der Dirigent des hiesigen Gesangvereins Liederkränz", Peter Mink, konnte auf eine 25jährige Thätigkeit als Dirigent des Vereins zurückblicken. W o r m s. Salomon Loeb in New Dork, ein geborener Wormser, hat zum Andenken an seine verstorbenen Eltern unserer israelitischenGemeinde 25,000 Mark gespendet. ZS5yern. München. Anläßlich des SOjährigen Bestehens der Gartenlaube" hat der Herausgeber dieses bekannten Fa milienblattes, Kommerzienrath Adolf Kröner, der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller hierselbst 3000 Mark überwiesen. Der von seiner Frau geschiedene Prioatdozent Göppler entführte mittels Autoniobils unter Mithilfe des Studirenden Grafen Pcstalozzi die beioen der Frau zugesprochenen Kinder von 6!,' und 1 Jahren und fuhr mit ihnen per Bahn nach dem Süden. Göppler ist wegen schlechter Behandlung seine: Frau aus dem amtlichen Dienst entlassen worden. Die Ludwias Medaille. Abtheilung für Wissenschaft und Kunst, ist demProfessor der Musik a. D. Dr. Joh. Gg. Herzog hier und dem Professor an der hiesigen Akademie der Tonkunst Ludwig Tuille verliehen worden. Augsburg. Zu Ehren des Hofraths Dr. Lindemann, der 25 Jahre an der hiesigen Kinderheilanstalt thätig ist. fand ein Festakt statt, dem Regierungspräsident v. Lermann und die städtischen Behörden beiwohnten. F r e i s i n g. Hauptlehrer Adolf Brenner erhielt das Verdienstkreuz des Ordens von heiligen Michael. G a r m i s ch. Die silberne Medaille des Verdienstordens der bayerischen Krone wurde dem Bezirkshauptlehrer Valentin Heinrich hierselbst verliehen. Kulmbach. Hauptlehrer Wolfgang Zahn hier erhielt das Verdienstkreuz des Ordens vom heiligen Michael. Leckbausen. Dem seit 30 iahs
ren in Gemeindediensten stehenden Wachtmeister Burlhardt wurde die silberne Verdienstmedaille überreicht. L i ch t e n f e l s. Der frühere lang jährige Guardian des Vierzchnheiligcnklosters, Pater Valentin Würgler, vollendete sein 70. Lebensjahr. O b e r s i n n. Holzhauer Anton Rau wurde im Walde von einer beim Fällen umstürzenden Tanne erschlagen. Er hinterlaßt eine Frau mit vier unmündigen Kindern. P a 's s a u. Domprobst Dr. Johann Baptist Röhm hier erhielt den Verdienstorden vom heiligen Michael dritter Klasse. P f e r s e e. In der Wohnung seiner Braut erstarb sich der Pcstadjunkt Weiß vom hiesigen Postamts. R e g e n s b u r g. Kaufmann Karl Jllfelder stellte seine Zahlungen ein. S ch l i e r s e e. Der bekannte GastHof zur Post" hie? ging aus dem Besitze der Kobus'schen Erben in den Besitz des früheren Gastwirths und derzeitigen Privatiers Modl ausMüneben über. Der Kaufpreis beträgt 125,000 Mark. T e g e r n s e e. Hotelbesitzer Franz Xaver Oefele, Eigenthümer des hiesig gen Hotels Steinmetz", ist gestorben. Würzburg. Den Vierdienstorden 00m heiligen Michael 4. Klasse erhielt der Zollinspektor Victor Rabs von hier. Weinhändler Fritz Wallenstädter gerieth in Conkurs. Würltmoerg. Stuttgart. Excellenz Eduard Zeller feierte seinen 89. Geburtstag. Für den zum Ober - Hofprediger ernannten General - Superintendenten von Heilbronn, Prälaten Schwarzköpf, wurde der Ober - Konsistorialrath Wunderlich zum Amtsnachfolger ernannt. Professor Dr. Hofmeister, der langjährige Assistenzarzt an der chirurgischen Klinik in Tübingen, hat einen an ihn ergangenen Ruf als Oberarzt der chirurgischen Abtheilung des hiesigen Karl - Olga - Spitals angenommen. Professor Dr. Hofmeister wird als Nachfolger des nach Berlin berufenen Professors Landerer am 1. März d. I. sein neues Amt antreten. B i b e r a ch. In der Metallwaarenfabrik von H. Pfähler & Co. richtete ein Brand erheblichen Schaden an. B i n s d 0 r f. Die 69 Jahre alte, ledige Kreszentia Stehle hier wurde von einem Schlitten überfahren und so schwer verletzt, daß sie starb. Drachen st ein. Die Wahl des Gemeinderaths und Kronenwirths P. Schulz hier zum Schultheißen wurde bestätigt. D ü r r e n z i m m e r n. Bei der Schultheißenwahl wählte man den Assistenten Rudolf Stolpp. E n s l i n g e n. In dem zur hiesigen Gemeinde gehörigen WeilerGaisdorf feierte der Privatier Friedrich Feuchter mit seiner Gemahlin dasFest der goldenen Hochzeit. Der König und die Königin sprachen dem Jubelpaare in einem Kabinettschreiben ihre Glückwünsche aus und ließen ihm ihreBildnisse mit Unterschrift übersenden. F r i e d r i ch s h a f e n. Im Alter von 78 Jahren starb hier der frühere langjährige Zollinspektor und Hafendirekter Obersteuerrath a. D. Karl 0. Völter, Ehrenritter des Ordens der Württembergischen Krone und Ehrenbürger unserer Stadt. G ö p p i n g e n. Oberlehrer Johannes Feyhl an der hiesigen KnabenVolksschule, der weitbekannte Komponist von Volks- und Kirchenliedern, feierte seinen 70. Geburtstag. Hall. Auf dem Friedensberge erschoß sich der 24 Jahre alte Buchhalter Zendler von der hiesigen Schiedmühle. H e i l b r 0 n n. In der Nähe des hiesigen Bahnhofes wurde der 54 Jahre alte Wagenwarter Maier von hier vom Zuge überfahren und getödtet. L 0 r ch. Auf dem eine halbe Stunde von hier entfernten Reichenhof brach Feuer aus, durch welches das Wohn- und Oekonomiegebäude des Bauern Fritz und eine . Scheuer des Bauern Höfer eingeäschert wurden. N a g 0 l d. Bauer Johann Georg Schnaufer, etwa 60 Jahre alt, von Unterjettingen, ist in der Nähe des hiesigen Genesungsheims Waldeck erfroren aufgefunden worden. Oehringen. Der im hiesigen Krankenhaus zur Beobachtung, seines Geisteszustandes untergebrachte 60 Jahre alte Bauer und Weingärtner Hilkert von Adolzfurth, dessen Tochter sich kürzlich erhängte, entwich und erhängte sich in einem Wäldchen in der
Nähe von Adolzfurth. Rottweil. Bahnmeister Wolf Hierselbst wurde in den Ruhestand versetzt und ihm bei diesem Anlaß das Verdienstkreuz verliehen. U l m. Unterofficier Wagner von dem hier garnisonirenden hohenzollernschon Fußartillerie - Regiment No. 13 hat sich mit seinem Dienstgewehr erschössen. W i l l s b a ch. In dem Anwesen des Bauern Binder hier brach Feuer aus, welches das Wohnhaus und die angebaute Scheuer vollständig in Asche legte. 'Vaden. Karlsruhe. Der Hofsilberve r Walter D. Schneider beging sein 50jähriges Dienstjubi?äum. Wegen Sittlichkeitsverbrechen verurtheilte die hiesige Strafkammer die Fuhrmannsehefrau Friederike Flattich, geborene Beck, aus Pforzheim zu 2 Jahren 5 Monaten ucktbaus.
Irinschmkckcr in der Thimvrlt. Affen, Raub: und HanKthiere als ,.our: mauds" Neger als Leckerspeise. Ein Leckermaul erster Güte ist unter den Thieren der Affe. Ein ÖrangUtang, der auf einem Schiffe nach Europa gebracht werden sollte, liebte, außer Kokosnüssen. Salz, Fleisch, Mehl und Sago und wandte alle mögliche List an, um während der Mahlzeit eine gewisse Fleischmenge sich zu sichern. Drei bis vier Pfund Fleisch aß er mit Leichtigkeit auf einmal. Das Mehl holte er sich täglich aus der Küche, und er wußte dabei immer eine kurze Abwesenheit des Kochs zu benutzen, um die Mehltonne zu öffnen, seine Hand tüchtig voll zu nehmen und sie nachher auf dem Kopfe abzuwischen, so daß er stets gepudert zurück kam. Dienstags und Freitags, sobald acht Glas geschlagen wurde, stattete er den Matrosen stets seinen Besuch ab, weil die Leute an diesen Tagen Sago mit Zucker und Zimmt erhielten. Ebenso regelmäßig stellte er sich um zwei Uhr in der Kajüte ein, um am Mahle theilzunehnien. Geistige Getränke liebte er sehr, und er erhielt deshalb Mittags stets ein Glas Wein. Löwen, Tiger und Jaguare todten regelmäßig. nur ein Geschöpf, mit Vorliebe ein großes, und fressen davon so ziemlich alles. Andere Raubthiere, wie Leopard, Puma und Luchs, saugen nur das Vlut und lassen das Uebrige liegen. Der Puma begnügt sich nicht damit, ein einziges Thier zu erlegen, wenn er mehrerer habhaft werden kann. Ein Puma tödtete in einer Meierei 18 Schafe in einer Nacht und fraß von ihrem Fleisch auch nicht einen einzigen Bissen, sondern riß ihnen blos den Hals auf und trank ihr Blut. Manche Leoparden haben in einer einzigen Nacht 30 bis 40 Schafe getödtet. Ten Hühnern schleicht der Leopard ohne Unterlaß nach, und Ziegen und Schafe haben ihren ärgsten Feind an ihm. Auch der Hyänenhund ist ein Feinschmecker, der von erbeuteten Antilopen nur die besten Stücke frißt. Das Leckermaul des Bären ist bekannt. Seine Vorliebe für Honig wird ihm oft verhängnißvoll, da man Fallen damit ködert. In einsamen Gegenden soll er Telegraphenstangcn umgestürzt haben, obwohl sie vorsorglich durch einen Wall von Steinen gesichert waren. Man vermuthet, der Bär halte das eigenthümliche Surren der Drähte für Gebrumm von Bienen und forsche nach dem Stock. Marder, Iltis, Frettchen, Wiesel sind Leoparden im Kleinen; sie saugen mit Vorliebe Vlut und lassen das Fleisch liegen. Der Fischotter verzehrt kleinere Fische während seines Schwimmens im Wasser, indem er den Kopf etwas über die Oberfläche emporhebt, größere trägt er im Maule nach dem Ufer und verspeist sie auf dem Lande. Dabei hält er die schlüpfrige Beute zwischen seinen Vorderfüßen und beginnt inder Gegend der Schulter zu fressen, schält das Fleisch vom Nacken nach dem Schwänze zu ab und läßt Kopf und Schwanz und die übrigen Theile liegen. In fischreichen Flüjsen wird er noch leckerer und labt sich dann blos an den besten Rückenstücken. Auch der Hase scheint eine feine Zunge zu haben. Jäger haben wiederholt versichert, daß er die Rieselfelder bei Berlin ängstlich meide, und daß ihm die Riesenkohlköpfe nicht im minbesten imponirten. Ueberhaupt scheint sich das Wild für die Segnungen der übermäßigen und künstlichen Düngung nicht erwärmen zu können, denn auch von Hirschen und Rehen weiß man, daß sie die schönsten Wiesen nicht betreten, weil nur das Aussehen, nicht der Geschmack der Gräser verlockend ist. Daß das Wasser der Bcrliner städtischen Brunnen einen verschiedenen Geschmack haben muh, wissen am besten die Kutscher, da die Pferde einzelnc Brunnen entschieden bevorzugen. Die Ziege ist ein ausgesprochenes Leckermaul, auch ist die Naschhaftigkeit der Katze bekannt. So verschieden ferner die Gestalt der Hunde ist, so verschieden ist auch ihr Geschmack. Ein Ziehhund frißt mit Wohlbehagen Dinge, die ein Lurushund nicht anrühren würde. Ein Restaurationshund, der Brod frißt, dürfte eine große Seltenheit sein. Triumphirend theilte einst eine Hundenärrin mit, daß ihr herziger Pussel" nur geschabtes, kein gehacktes Fleisch fresse. Alle Thiere ziehen, wenn sie die Wahl haben, unbedenklich das vor, was ihnen besser schmeckt. Von Löwen und Tigern ist es z. B. bekannt, daß sie Schwarze viel lieber fressen als Weiße. Der Neger scheint von den Raubthieren deshalb bevorzugt zu werden, n,eil er mehr Pflanzennahrung zu sich nimmt und vor allen Dingen nicht so viI Salz genießt. Auf Tauben wird von Raubvögeln weit mehr Jagd gemacht, als auf Hühner, zum Theil sicherlich deshalb, weil sie besser schmecken. Eigenartiger Doppels e l b st m 0 r d. Die wegen Desertion im Militärgefängniß zu Deb7eczin, Ungarn, intcrnirten Soldaten 0hann Matyas und Israel Davidovics beschlossen letzthin, gemeinsam Selbstmord zu begehen. Als sie zum Holztragen beordert wurden, wußten sie sich aus der Ordonnanzstube ein Gewehr zu verschaffen; Matyas setzte sich auf einen Sessel nieder, Davidovics in seinen Echooß, und in dieser Positur drückte Davidovics das Gewehr gegen seine Brust ab. Die Kugel drang durch beide Körper und beive Sträflinge fanden gleichzeitig den Tod.
nölnie Schwefel und Phosphor." Ällerlei über die Herstellung und Verpackung der tchwevischen Zündnölzcr. Die ersten Kenntnisse der schwedischeu Sprache verdanken die meisten Leute außerhalb des nordischen Königreichs zweifellos den Streichholzschachteln. Diese Träger der Kultur sind Schuld daran, daß die berühmten 'orte ..utüii svaivel och tosior'4 eine so große Rolle spielen, wenn von Schweden die Rede ist. Es ist dies sehr erklärlich, da man so oft eine Streichholzschachtel in die Hand niinmt. Und wenn man sie genau betrachtet, was freilich selten vorkommt, wird man nicht vermuthen, mit welcher Genialität die Maschinen zu ihrer fabelhaft schnellen Herstellung ausgedacht sind. Der häufig für die Streichhölzer angewandte Name Schweden" deutet darauf hin, daß dr: Zündhölzer von Schweden aus ihren Weg durch die Welt genommen haben. Schon in dem Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in Frankreich Reib- und Zündhölzer mit Phosphor und Schwefel, die aber keinen Anklang fanden. Erst 50 Jahre später kamen die schwedischen StreichHölzer, obgleich das Publikum an eine bestimmte Reibfläche gebunden war, in allgemeine Anwendung. In Jönköping hatte man ein Verfahren entdeckt, Streichhölzer herzustellen, die weder Schwefel noch Phosphor enthielten und auch keinen unangenehmen Geruch beim Abbrennen hinterließen. Jönköping hat heute zwei Fabriken, von denen die größere, die bekannte Jönköpings Tändsticksfabrik," täglich 50,000,000 Streichhölzer, gleich 1,000,000 gefüllte Schachteln liefert. Wenn man bedenkt, daß diese eine Jabrik solche Unmengen Hölzchen täglich fabrizirt und versendet, kann man sich vom Verbrauch der Streichhölzer auf der ganzen Welt ein Bild machen. Es würde demnach täglich zusammengenommen ein kleiner Wald abgebrannt lverden. Das erklärt auch die Thatsache, daß die Fabrik das Holz schon aus Rußland beziehen muß. Täglich treffen Waggonladungen mit Espenstammen ein. Unausgesetzt arbeiten große Kreissägen, die die Stämme in 16 Zoll lange Stücke zertheilen. Diese kurzen Blöcke werden maschinell von der Rinde befreit, um dann in der Schälmaschine zu Holzbändern von der Dicke eines Streichholzes verarbeitet zu werden. Ganze Säle sind mit diesen Maschinen besetzt, und kleine Burschen legen diese Holzbänder genau auf einander. Auf dieselbe Weise, ebenfalls durch Abschälen der Holzbänder vom Stamm, wird das endlose Holz zur Herstellung der Schachteln vorbereitet. Gleichzeitig mit dem Schälen werden auch einige Nuten eingedrückt, die das Umbiegen der Schachteljeiien erleichtern sollen. In großen Rollkisten werden dann diese nach der Jmpräcnirungsanlage geschafft. Die Schachtelbän'der werden ebenfalls in diesen Schneidemaschinen in Schachtellänge abgeschnitten, um dann m der Schachtelmaschine gefaltet, mit blauem Papicr und Etikett beklebt und mit Boden versehen vervollstärrdigt zu werden. Die Schwierigkeit bei der Zündholzfabrikation liegt vor allen Dingen in der Herstellung der Zündköpfe, weil jedes einzelne Hölzchen in die bestimmte Masse ut.au svafvel och fosfor" getaucht werden muß. Bevor die Hölzchen zu Streichhölzern werden, wirft man sie in einen Schüttelapparat, wodurch sie alle in gleiche Lage kommen, um so in die eigentliche StreichholzMaschine geschoben zu werden. Ein Apparat nimmt große Reihen von einzelnen Hölzchen fort und taucht sie maschinell in mehrere Flüssigkeiten. Durch den langen Weg, den jetzt die soeben geborenen Streichhölzer ablegen, trocknen sie rasch und fallen dann in gewisser Anzahl in kleine Behälter, in welche gerade so viel hineingehen, als eine Schachtel aufzunehmen vermag. Andere Maschinen vervollständigen dann den Vorgang, indem sie diese Streichhölzer in die Schachteln packen. Ebenfalls automatisch geht dann das Packetpacken vor sich. Die Annahme, daß die Veschäftigung eine gesundheitsschädliche sei, ist irrig. Alle Arbeiter und Arbeiterinnen, die seit Jahren diese Thätigkeit ausüben, werden von Berufskrankheiten nicht heimgesucht, so daß die Parkanlagen und Arbeiterhäuser, die in der Nähe der Fabrik errichtet sind, mehr auf humanitäre als hygienische Gesichtspunkte zurückzuführen sind. Merkwürdiges Abschreck u n g s m i t t e l. In eigenthümlicher Weise benutzt der Mohamedaner, der aus religiösen Gründen sich schwer zum Tödten eines Thieres entschließt, die Furcht der Affen vor der Absonderung von der Heerde. Affenheerden sind eine furchtbare Plage für den Landwirth, da sie zehnmal mehr verwüsten als verzehren. Hat man einen solchen Plagegeist gefangen, so schnallt man ihm ein Schurzfell oder ein anderes Kleidungsstück möglichst fest um und läßt ihn laufen. Der Affe eilt sofort zu seiner Heerde, die entsetzt sich jedoch vor ihm und will nichts von ihm wissen. Da sie flieht, und er beständig hinter ihr her ist, so ist der Landmann so lange, wie das Kleidungsstück hält, vor einem Besuch dieser Affenheerde sicher. Die Kohlenproduktion der Erde belief sich im Jahre 1900 auf 767.636.200 Tonnen.
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