Indiana Tribüne, Volume 26, Number 166, Indianapolis, Marion County, 6 March 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, . März 1903.

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Maßhalten Empfiehlt ein Fuhrer der AllTeutschen den Genoffen. Ihre phantastischen Pläne erregen des Auslandes. MiKtrauen.

Urtheil des deutschen Marine-Ge-richts entlastet den Lloyd. Franz. Kammer bringt Budget-Be. rathung zu Ende. Prügelei zwischen Abgeordneten zettigt neues Tuell. Therese Humbert beschuldigt die Herren Minister. Britische Beklemmungen im Falle von Kriegszeiten. Deutschland. Staatsmännische Worte. Berlin, 5. März. Dr. Scharlach, der gestern auf einer Versamm?ung des liolonial-Vereins in Hamburg ten Vorsitz führte, tadelte die Alldeutlchen, weil sie im Auslande Verdacht gegen die deutschen Colonial-Projekte erregten. Ihre Absichten seien gut, aber die Folgen, welche die Welt fortgesetzt an den Ehrgeiz Deutschland's erinnern, seien verhängnißvoll. Es gab eine Jeit", sagte Scharlach, als die brasilianische Regierung gewillt war, jede durch Teutsche oder deutsches Capital gedeckte Unterneh munq zu fördern; aber die deutschen Coloniften sind so häufig ermahnt wor den, ihrer Nationalität und der deut schen Cultur, Sprache und Sitte treu zu bleiben, und schließlich einen deut schen Staat zu bilden, daß die brasilianische Regierung jetzt mißtrauisch geworden und nicht mehr geneigt ift. den Deutschen die gleiche Gelegenheiten wie den übligen Nationalitäten zu bewilligen. Der Plan, in Brasilien einen deutschen Staat zu gründen, ist ein Hirngespinst." Der Trierer Schulkanipf im Landtag. Berlin, 5, März. Im preußischen Abgeordnetenhause stand der so genannte Trierer Schulkampf auf der Tagesordnung : die von den Nationalliberalen eingebrachte Interpellation wegen des Erlasses des Bisckofs Korum. In Erwartung einer interessanten Debatte hatte sich eine zahlreiche Zuhörerschaft eingefunden, und lange vor Be ginn der Sitzung waren die Tribünen bis auf den letzten Platz gefüllt. Der nationalliberale Abgeordnete für den 4. Koblenzer Wahlkreis, Prediger Dr. Hackenberg, begründete die Jnterpellation und verlas den beanstandeten Erlaß, welcher im wesentlichen besagt. daß es nach wiederholten Entscheidun gen der Kirche katholischen Eltern nicht erlaubt sei, ihre Kinder in nichtkatholische oder confessionslose Schulen zu schicken, besonders wenn an demselben Orte katholische Schulen vorhanden sind. Demnach bitten und beschwören die Pfarrer der Stadt Trier die katholischen Eltern, dieser ihrer heiligen Pflicht und ihrer Verantwortuna vor Gott eingedenk zu sein. Hackenberg bezeichnete den Erlaß als eine starke Herausforderung, welche die staatliche Autorität nicht unerwider lassen dürfte. Minister - Präsident Bülow sprach sein Bedauern über die unberechtigte Störung des confessionellen Friedens' aus und erklärte, er erwarte Zuversicht lick. dah Bischof Korum die in Rede ftehendeVerfügung, nachdem er gesehen zu welchen Consequenzen sie führe, rück gängig machen werd'. Auch der Cultusminifter Dr. Stud betonte, der Bischof müsse das Gethane redressiren. Es sei der feste Entschluß der Reaieruno. die Rechte des Staates zu wahren und den confessionellen Frieden zu erhalten. Entlastet. Bremerhaven, 5. März. Das hiesige Marine-Gericht hat die Eigen thümer des Norddeutschen LloydDampfers Kronprinz Wilhelm" und des britischen Dampfers Robert Jngham" von der Schuld an dem Zusammerstoße vom 3. Okt. entlastet. Bei der Collifion sank der Ingham" mit dem Steuermann und dem einzigen Passagier an Bord. Das britische Admiralitäts - Gericht gab seine frühere Entscheidung dahin ab, daß die Eigenthümer des Krön prinz Wilhelm" für den Vorfall verantwortlich seien. Das Gericht war der Ansicht, das Schiff sei trotz des Nebels mit ungewöhnlicher Schnelligkeit gefahren.

Drahtlose Telegraph! e.

Berlin, 5. März. Die deutsche Militärverwaltung hat erschöpfende Erperimente mit der Funken-Telegraphie begonnen. Die Luftschisser-Abtheilung errichtet Stationen zwischen Berlin und den Harzbergen.' Ein auf Rädern besindlicher Agparat wird mühelos von vier Pferden gezogen. Unbegreifliche Milde. Berlin, 5. März. Wegen MißHandlung von Untergebenen wurde Leutnant Steffens von einem Königsberger Kriegsgericht zu drei Monaten Festungshaft verurtheilt. Geges Steffens lagen 118 Anklagen vor, darunter zo, weil er Soldaten mit dem Säbel geschlagen hatte. K a i s e r i st st o l z auf H y l lm a n n's - Brief. Berlin, 5. März. Der Kaiser hat sämmtlichen Geistlichen, der deutschen Flotte, katholischen wie protestantischen, Abschriften seines Briefes an Admiral Hollmann über den babylonischen Ur sprung der Bibel geschenkt. Amtlich wird angekündigt, daß der Kaiser den berühmten Brief über den Bibelstreit allein abgefaßt und geschrieden hat. Die Nordd. Allg. Ztg. sagt: Jedes Wort in dem Schreiben trägt den Stempel von des Kaisers eigener Persönlichkeit. Die Fangarme des amerikanischen Fleischtrufts. Berlin. 5. März. Die FleischerZeitung" schreibt: Der Londoner Zweig des amer. Fleisch-Trufts macht große Anstrengungen, um Oleomarga-rin-Fabriken in Deutschland und Holland zum Zwecke der Vertrustung zu erwerben. Verschiedene der größten Fabriken sind bereits in Händen des Trusts." Frankreich. Prügelei in der Kammer. Paris, 5. März. Die Deputirtenkammer war bis spät Nachts heute in Sitzung, um das Budget zu crledigen. Es wurde mit 371 gegen 82 Stimmen angenommen. Kurz vor der Vertagung gcriethen die Abgeordneten Loque und Bagnol in eine erregte Discussion und Bagnol applicirte seinem College eine Ohrfeige. Loque hat seine Sekundanten gesandt. Die Humberts. Paris, 5. März. Herr Leydet, der Magistrat, welcher die Untersuchung im Humbert.Processe leitet, stellt täglich Verhöre mit den Verhafteten an. ohne aber neue Thatsachen von Bcdeutung an's Licht zu bringen, gewöhnlich verweigern die Angeklagten die Antwort, erklärend, sie wollen vor dem Assisenhof Rede stehen. Jedoch heute versicherte Frau Therese Humbert, über die Wohnung der Humberts in Madrid befragt, daß die französische Regierung lange vor der VerHaftung den Aufenthaltsort der Familie gekannt habe. Beständig feien ihnen vier französische Tetectivs auf den Fersen gewesen. Frau Therese fügte bei. sie würde als Vertheidigungszeugen eine Reihe politischer Persönlichkeiten nennen. Westindien. Conferenz zwischen franz. und britischem Admiral. Kingston, Jamaica, 5. März. Vice-Admiral Rivet kam heute von dem franz. Flaggschiff Tage" an Land und machte dem Gouverneur seine AufWartung. Der Admiral erwartet die morgige Ankunft -des Vice-Admirals Douglas mit dem britischen Nordame-rika-Geschmader. um mit ihm über die Newfundland-Ufer-Frage zu conferiren. Venezuela. A b f a h r t d e s Pallas". Caracas. 5. März. Der britische Kreuzer Pallas", das letzte Schiff der verbündeten Streitkräfte in venezolanischen Gewässern, hat heute Nachmittag La Guiara verlassen. Indien. Zur Parsen-Lehre bekehrt. New York, 5. März. Nach einer Meldung an die Times" aus London fand die erste beglaubigte Bekehrung vom Christenthum zur Lehre des Zarathrufta am 8. Febr. in Bombay statt. Eine französische Dame, Frau Tatta, wurde feierlich in die Glaubensgemeinfchaft aufgenommen und mit der Sudra der Parsen" bekleidet. Frau Tatta machte später eine par fische Heirathsceremonie durch. Ihr Gatte ist der Neffe eines sehr bekannten Handelsfürften und Philantropen von Bombay.

lÄroßbritannien. DieNahrungs mittelfrage im Kriege. . L o n d o n, 5. März. Im auswärtigen Amte erschien heute eine zahlreiche und aus einflußreichen Mitgliedern besiebende Deputation, um die Crnennung einer Kgl. Commission behufs Untersuchung über die Nahrungsmittelzufuhr für Großbritannien in Kriegszeiten zu verlangen. Ministerpräsident Balsour drückte die Meinung aus, die Gefahr bestehe nicht in etwaigem Ausschluß des für die nationale Existenz des Landes noth-

wendigen Getreides und der Rohmate rialien, sondern in den Kosten für deren Einführung. Falls das Land vorbereitet sei. die verlangten Preise zu zahlen, so könne alles bekommen, was es brauche. Der Gefahr eines Getreide-Corner's" sei das Land im Frieden ebenso ausgesetzt, wie zu Kriegszeiten. Doch gab B tlfour die Zweckmäßigkeit einer Untersuchung zu. Doch dürfe keine Regierungmaschine eingerichtet werden, welche die nationalen Handelsinteressen schädigen könnte. Armee-Budget. London, 5. März. Der britische Armee-Voranschlag für 190304, der heute Abend ausgegeben wurde, verlangt einen Gesammt-Aufwand von S17l.225.000. ferner die Einstellung von 235.761 Mann, ausgenommen die indischen Truppen. Ferner enthält der BudgetVoranschlag K20,000.000 für Special-Aus-gaben in Verbindung mit dem südafrikanischen Krieg. Italien. Franz. Ordensmitglie der nach Amerika. Rom, 5. März. Rev. Dennis R. O'Connell, Rektor bei katholischen Universität in Washington, ist heutz über Paris nach den Per. Staaten abgereist. Mit dem gleichen Zuge begab sich Rev. John W. Zahm, Provinzial der Congregation vom hl. Kreuz in Notre Dame, Ind., nach der französischen Hauptstadt. Herr Zahm stand mit den französischen und vatikanischen Behörden bezüglich des Verbleibens der Ordensmitglieder in Frankreich in Unterhandlung. Wie versichert wird, würden bei strenger Durchführung der Gesetze etwa 200,000 Personen von 53 verschiedenen religiösen Gesellschaften eventuell vertrieben werden. Herr Zahm will sich in Paris der Mitglieder seines Ordens annehmen, der etwa 400 Brüder und 600 Schwestein zählt. Sie sollen nach den der schiedenen Collegs und Gemeinden in den Ver. Staaten und Canada verpflanzt werden. Das Befinden des P a p st e s. Rom, 5. März. Dr. Lapponi besuchte den Papst heute und entdeckte keine Symptome einer ernsthaften Krankheit. Es wurde Niemand zum Papste gelassen außer sein Neffe Graf Camillo Pecci. Dieser erklärte nachher einem Correfpondenten der Associirten Presse, daß der Papst sicherlich an keiner besonderen Krankheit leide. Er bestehe darauf, am Samstag seine .adienzen wieder aufzunehmen, da er nicht fo viele Leute warten lassen wolle, die zu dem ausgesprochenen Zwecke, den Papst zu sehen, nach Rom gekommen seien. Pecci fügte bei, wie gering das UnWohlsein sei, gehe daraus hervor, daß der Papst heute zum Frühstück ein großes Beefsteak verzehrt habe. Anch Dr. Lapponi hofft, daß der Papst in einigen Tagen wieder völlig genesen ist. Der Zustand rührt vrnt Überarbeitung und nervöser Aufregung her, während die geistigen Fähigkeiten vollkommen, ja wunderrar klar geblieben sind. Schiffsnachrichten. Angekommen. New Z)ork: Liguria" von Neapel und Genua; Ocean ic" von L iverPool. Queenstown: Cedric" von New kork. Antwerpen: Pennland" von Philadelphia. Liverpool: Ultonia" von Boston. Abgefahren: New York: Königin Luise" nach Bremen; La Savoie" nach Havre. Liverpool: Haverford" nach Phila delphia. London: Mesaba" nach New York. Queenstown: Merion" n. Liverpool. Glasgow: Siberian" nach Halifax. Queenstown: Germanic" nach New York.

Londoner Verbrecher. Zunahme der Zahl krimineller Aus: lünder und die Ursachen.

Russische Jude,, als BanlnoteufSlscher 2tut-. sche Tiener" oder ÄcUncr" als Tieb und Einbrecher Liberale englische Gesetze. Starke Zunahme der VinwanSerer. In London, so schreibt ein dortige? Berichterstatter, erweckt die Zunahme des ausländischen Verbrecherthums immer mehr die allgemeine Aufmerksamkeit. Man kann jetzt keine Zeitung mehr in die Hand nehmen, ohne die Aburtheilung eines oder mehrerer ausländlicher Verbrecher darin zu lesen. Dazu tommt noch, daß in einigen der schlimmsten Kriminalfällen der letzten Zeit immer Ausländer die Angeklagten gewesen sind. In dem Banknoten-fälscher-Prozeß waren die Angeklagten Barmasch- und Bernstein russische Juden, und der des mehrfachen Giftmordes angeklagte Schonkwirth Chapman hat sich als ein Barbier und Heilgehilfe aus Warschau entpuppt. Dazu kommt ferncr, daß ganze Banden deutscher Diebe und Einbrecher feit einigen Jahren ganz London unsicher machen. Es sind dies junge Burschen, die sich Kellner nennen. Sie verüben mit großem Geschick Embruchsdiebsiähle oder sie lassen sich mit gefälschten Zeugnissen in Privathäusern oder Privathoiels als Diener oder Kellner anfiellen und spähen dann in aller Ruhe die beste Gelegenheit zum Rauben aus der sie gehen mit einem Briefe in der Hand in irgend ein Privathaus, und während man sie auf Antwort warten läßt, verschwinden sie mit irgend einn Gegen stände, der gerade zur Hand ist. Im vergangenen Jahre sind im Durchschnitt 14 Ausländer jeden Tag von den Londoner Polizeigerichten verurtheilt worden. Hierzu kommen noch solche Ausländer, denen es gelingt, als Engländer zu gelten. Viele von ihnen sprechen so gut englisch, daß sie nicht leicht als Ausländer erkannt werden. Außerdem hat England fortwährend mit solchen Verbrechern zu ihun, die als Flüchtlinge kommen und dann wegen ihres im Auslande begangenen Verbrechens hier verhaftet werden. England muß diese Verbrecher zunächst mehrere Wochen lang auf seine Kosten in Untersuchungshaft halten, bis die Akten vom Auslande eingetrofsen sind, auf Grund deren die Auslieferung bewilligt wird, und dann muß England den auszuliefernden Berbrecher auf seine Kosten zurückschicken. Ist der Verbrecher krank, verkrüppelt oder geistesgestört, so verzichtet das Ausland gewöhnlich auf Auslieferung, und England hat dann die Pflicht, denselben in seinen Krankenhäusern oder Irrenanstalten zu verpflegen. Allerdings beruht die Verhaftung und Auslieferung ausländischer Verbrecher auf gegenseitigen Verträgen, aber da England von keinem ankommenden Einwanderer oder Flüchtling irgend einen Ausweis verlangt, keinem die Landiing verweigert und die Polizei in den Städten keine Anmeldung von Personen kennt, so ist England das natli'.liche Ziel aller Flüchtlinge und Verbrecher. Es kommt demnach auf 200 ausländische Verbrecher, die England ausliefert, erst ein englischer Verbrecher. der vom Ausland an England ausgeliefert wird. Das ausländische Verbrecherthum Englands setzt sich aus Vertretern aller Nationen zusammen. Die Deutschen und die russisch-polnischen Juden stehen in der Liste naturgemäß obenan, weil sie den größten Prozentsatz der Ausländer überhaupt ausmachen. Aber auch die Italiener und Franzosen sind entsprechend vertreten. Daß unter den vielen Tausenden russischer Juden, die sich in den letzten Jahren in England niedergelassen haben, sich ein starker Prozentsatz krimineller Personen befindet, ist nicht zu verwundern, denn man weiß, daß gerade die unterste Schicht der polnischen Ghettos zuerst und zumeist nach England auswandert. Der fest ansässige jüdische Kaufmann oder Handwerker wandert nicht in Massen aus. Die auf Polen beschränkten mittellosen Juden trifft die Strenge der russischen Gesetze am meisten. und sie folgen am ersten dem Rufe einzs im Ostende Londons angesiedelten Landsmannes, der neue Arbeiter braucht, die für Hungerlöhn? arbeiten vollen. Es ist vorgekommen, daß ein ruiiijcyer Juoe an oemelven age, an dem er in London seinen Fuß an das Land setzte, schon als Taschendieb verhaftet wurde und daß schon am folgenden Tage ein englisches Gefängniß sich ihm aufthat. Ein erst 18jähriger rufsischer Jude, der unlängst wegen Taschendiebstahls zu 15 Monaten Zwangsarbeit verurtheili wurde, hatte in den sieben Jahren, die er in England verbracht hatte, schon zahlreiche Strafen verbüßt, und er wurde als ein Mitglied einer der schlimmsten Diebesbanden Londons bezeichnet. England ist nicht einmal in der Lage, einen Ausländer auszuweisen, de: als eine erwerbslose Person erkannt ist. Die Armenbehörde des Stadttheils St. George's East in London hat jährlich 1000 Ausländer zu unterstützen. In den letzten fünf Iahren ist die Gesammtzahl der ausländischen Einwanderer in England um fast 10.000 pro Jahr gestiegen. Sie betrug 1894 28.682. 1902 aber 81.402. Viele Ausländer, die in England landen, haben allerdings die Abfecht, weiter zu reisen, aber die wenigsten davon führen diese Absicht aus.

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