Indiana Tribüne, Volume 26, Number 164, Indianapolis, Marion County, 4 March 1903 — Page 5

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i DamofristUi ö ivrfrlg. Der Kolonialminister Chamberlain hat Südafrika verlassen, und die ihm unterthänige Londoner Presse bläst jetzt sein Lob mit vollen Backen. Wer den theatralisch eröffneten und sehr prosaisch abgeschlosseneen Triumphzag" Chamberlain's aufmerksam und ohne Voreingenommenheit verfolgte, wird schwerlich einen besonderen Grund zum lauten Jubel zu entdecken vermögen. Cbamberlain wurde von Delarey und anderen versöhnten" Burenführern bei seinem Eintreffen als der starke Mann", der allmächtige Minist des Vritenreickies. vorgestellt, der gekommen sei. um persönlich die Wünsche und Beschwerdcn der neuen Unterthanen anzuhören. Und beim Anhören ist es dann wohl auch der Hauptsache nach wenigstens geblieben. Der Hauptzweck der Reise galt der Herstellung eines guten Einvernehmens zwischen Buren und Briten. Hat Chamberlain in dieser Beziehung einen thatsächlichen Erfola aufznweisen? Der Kolon-al-

Ministers letzte große Rede auf südarri-! kannchem Boden klang mcht wie bei Rückblick eines Mannes auf ein Werk,! das ihn mit Stolz und Genuatbuuna! erfüllt. Die Buren sind sicherlich des Krieges müde und fühlen auch ihre Abhängigkeit von dem siegreichen Feinde. Sie blieben still, als Chamberlain im Rathhaussaale zu Pretoria in kränkend schroffer Weise ihre Gesuche um Begnadigung ihrer Mitkämpfer und andere Bitten abwies, deren Erfüllung ihnen beim Abschlüsse des Friedens zu ! ereenigung m Ausstcht gestellt worden war. Erst als Chamberlain zur Grobheit noch den Hohn fügte, als De Wet und Hcrtzog ihren Anhängern mittheilen mußten, daß der hartherzige Besieger kein Unrecht gut machen wolle, als die Buren einsahen, daß als Preis der ihnen spärlich gemessenen Hülfe die Aufgabe der freien Meinungsäußerung gefordert wi'rde. gerieth das Blut der Unterdrückten in Wallung und Piet De Wet warf Chamberlain offen den Fehdehandschuh vor die Füße. Als Chamberlain in der Diamantenstadt Kimbcrley festlich empfangen wurde, fragte er: Werde ich. wenn ich dies Land verlasse, fagen können, daß die alten Feindseligkeiten ausfärben, daß die Friedensstörer ihrer Wühlereien eingestellt haben? Werde ich meinen Landsleuten zu Hause versichern können, daß in der Kavkolonie wie im Transvaal die besten, verständigsten und Vaterlandliebendsten Theile der Bevolkerung sich der neuen Ordnung der Dinge fügen; daß der Gedanke an eine hollänvifche Republik innen als leeres Hirngespinst gilt?" Herr Chamberlain gab selbst die Antwort auf diese Fragen in seiner bereits vorhin erwähnten Rede in Kapstadt, als er erklärte, er habe gefunden, daß die Feindseligkeiten zwischen den beiden Racen chronisch würden. Rebellion würde als Heldenthum gefeiert und Loyalität verhöhnt und geächtet. Selbst von der Kanzel herab würde eine Propaganda getrieben, die auf die Vertiefung einer Trennung der Racen hinzielt. Aber nicht nur die moralischen, sondern auch die finanziellen Erfolge der Reise sind weit hinter den Ermartungen zurückgeblieben. Die britischen Steuerzahler wurden in ministeriellen Reden damit vertröstet, daß dasTransvaal und in geringerem Maße auch die Orange River Colony mit Hülfe ihres großen Reichthums an natürlichen Hülfsqucllen tooll im Stande sein würden, dem Mutterlande einen beträchtlichen Theil der Kriegskosten zu vergüten. Diese Kriegskosten belaufen sich auf rund 250.000.000 Pfund. aber alles, was Chamberlain zu erlangen vermochte und auch provisorisch angenommen haben soll, war eine Summe von 80.000.00 Pfund, die noch dazu in drei Raten zahlbar ist. Auch die Racen- und Arbeiterfrage,' hat Chamberlain nicht in auch nur halbwcgs befriedigender Weise zu lösen vermocht. Die kriegerischen Zulus, Swazies u. s. w. d-nkeu nicht daran, den Weißen bei der Erschließung Südafrikas die erforderliche Hülfe zu lei stcn, und die Basutos und Bedschuanen sind wenig dazu geeignet. Englands Aufaabe in Südafrika könnte durch eine starke weiße Einwanderung thatkräftig unterstützt werden, aber auch in dieser Beziehung bringt Chamberlain's Reise eine Enttäuschung. Enaland beging ohne Frage einen sehr großen Fehler, als es die Bersprechungen nicht hielt, welche derLord Kitchener den Buren mündlich gegeben hat. und die eine Begnadigung der Kaprebellen in nahe Aussicht stellten. Freilich habcn die Buren die Bersprechungen nicht schriftlich erhalten, aber sie bauten auf das Wort des siegreichen Feldherrn. Chamberlain's versöhnliche Reden vor seiner. Reise ließen die Burer hoffen, daß dieser selbst ihren Mitkämpfern die straffreie Nückkehr in die Heimath verkünden wolle. Und thatsächlich hätte er für seine theatralisch begonnene Reise keinen wirksameren Abschluß finden können als gerade die Amnestieerklärung. Daß er diesen Trumpf nicht aussvielte. sondern wieder in der Tasche mi! nach Hause nim'it, läßt wohl mehr als alles andere darauf schließen, daß er selbst seine wrtie nicht für gewonnen hält. Er behielt die höchste Karte höchstwahrs einlich für Nothfälle zuruck, deren Eintreten er in nächster Zeit erwartet oder gar fürchtet.

itc 2.roucntciniicn aio suft rciiiisjcv 7 Obig Fragesatz sucht ein italienischer Naturforscher zu beantworten, und den ..Blättern für Gesundheiispflege" in Deutschland gefällt vit Antwort so gut. daß sie dieselbe in folgender interessanter Weise zusamwen stellen: In der Erörterung für und wider elektri'e Stadteisenbayn halte ich es nicht tut überflüssig, auf einen wichtigen, indirekten Borzug aufmerksam zu mach?n, der vielleicht den naturwissenschaftlich Gebildeten bekannt, dem größeren Theil der Bevölkerung aber bisher entgangen fein dürfte. Sicherlich hat Jedermann beobachtet, daß bei elektrischen Bahnen mit Oberleitung zwischen dem Lei-tungs-und Bekbindungsdraht ein fortwährendes Ueberspringen von großen Funken stattfindet bei jeder leichten Unterbrechung des Kontakts, wie

sie fortwährend in leichten Stößen sich äußert. Eine große Menge elektrischen Fluidums. das von den Rädern ausgeht, gibt ebenfalls Beranlassung zu einer beständigen Funkenausströmung, besonders an den Tagen und Nächten mit trockener Atmosphäre. Es ist nun bekannt, daß diese elektrischen Entladüngen den Sauerstoff der Luft in Ozon verwandeln, das außer seinen chemischen, in der Industrie verwendeten Eigenschaften vorzüglich desinfizirende und oxydirende Kraft besitzt. Ozon ist der Reiniger der Atmosphäre. Es ist ein so mächtiges Desinfiziens, daß es neuerdings, wie in B l a n -k e n b e r g h e. zur Bereitung von Trinkwasser benützt wird. Dies letztere wird durch seine Durchleitung mikrcenfrei. Bedenkt man nun. wie zahllose Mikroorganismen als Krankhcitsursachen sich in einer Großstadt angehäuft finden und die Sterblichkeit derselben bedingen, so muß man nach zwei Richtungen hin hygienisches Lob den elektrischen Straßenbahnen spenden. Erstens befreien sie die Großstädte von einer ganzen Anzahl von Pferden und den durch diese herbeigeführten Krankheitserregern; zweitens versorgen sie die Städte mit einem außerordentlich wohlthätigen und gesunden Lebens- und Athmungsfluidum. Man muß ferner bedenken, daß Ozongas nur dann seine wohlthätigen Eigenschaften entwickelt, wenn es in kleinen Mengen fortdauernd in die Luft ausströmt, während es in großer Menge die Athmungsorgane reizt. Hier in diesem Fall ist die erzeugte Menge eine kleine, aber dauernd und fortlaufend erzeugte und in Summa gar nicht so geringe. Auch ist zu berücksichtioen. daß die Entladungen von Konduktoren erfolgen, in denen ein hochgespannter Strom im Durchschnitt von 500 Volt fließt. Natürlich bleibt die Erzeugung im Uebrigen im Verhältniß zu der Intensität des Betriebes. Je häufiger die Wagen aufeinanderfolgen, je mehr Linien erschlossen werden, umso mehr verbessert sich die Luft eines großen Bevölkerunqscentrums. So wird die elektrische Stadteisenbahn die Svcnderin von Leben und Gesundheit." Die oben erwähnte Ortschaft Blankenberabe ist ein qroßes Fischerdorf der belgischen Provinz Westflandern an der Nordsee und auch als Seebad namentlich von Deutschen geschätzt. Wer etflcntlick, .Oammuravi war. Die ..Groß New Iorker Zeitung" schreibt: Sprach der Kabel-Redacteur zum Religions-Redacteur: ..Wer ist denn eigentlich dieserHam murabi. den der deutsche Kaiser für würoig erachtete, in einer Liste der großen Persönlichkeiten der Wcltgcschichte als erster zu figuriren. in der der alte Wilhelm als neuester erscheint V Hamminabi Hammurabi?" sagte verlegen lächelnd der ReligionsRedacteur; ..der Name ist nicht auf meiner Liste der Raobis. Fragen Sie 'mal den Vereins-Redacteur. der'kennt Alles, was prominent ist zwischen der Staten Island Ferry und dem 42. Grad nördlicher Breite." Der Mann ist kein Prominenter," rief der Vereins-Redacteur. ..ich habe nie von ihm als Arrangeur bei Metzelsuppen. Vereins-Kränzchen, Narrensitzungen und ähnlichen DeutschthumsBestrebungen gehört." Und dann vertiefte sich der KabelRedacteur in eine neu angekommene wissenschaftliche Zeitschrift und fand darin zu seiner Freude Folgendes: Der Code von Hammurabi, das altbabylonische Gesetzbuch, besteht aus 282 Abschnitten und hat viele Aehnlichkeiten mit dsr Moses'schen Gesetzessammlung aufzuweisen. Beide werden ihren Ursprung nach Ansicht der Gelehrten aus einer Aneinanderreihung richterlieher Entscheidungen haben und sie beweisen das Bestehen einer ausgebildeten Rechtspflege zu sehr früher Zeit. Das Gesetzbuch Hammurabi ist tausend oder mehr Jahre älter als dasjenige Moses'. Die Ansicht Delitztsch'. daß die (Gesetzessammlung Moses' nicht viel mehr als ein Auszug aus dem babyloNischen Vorbild sei. stößt auf fast allgemeinen Widerspruch. Und in der That sind neben manchem Aehnlichen so viel Verschiedenheiten vorhanden, daß man sich diesem Widerspruch wohl anschließen muß. So hat der babykonische Code beispielsweise keinen Sabath, keine Gerichtsorganisation, keine Gesetze gegen Zaubermittel oder falsche Gewichtsmatze. Das mosaische Gesetz dagegen ist voll sanitärer Vorschriften, die dem anderen feblen.

Ttx ycunge Viano orr mitticil rage". Der Streit um den Landbesitz bildet den Kern der sogenannten irischen Frage. Die Iren vertreten die Ansicht, daß sie die ursprünglichen Besitzer des Grundes und Bodens gewesen sind, für dessen Pacht ihnen jetzt unerschwingliche Opfer auferleg: werden. Es würde weit über den Nahmen eines Zeitungsaufsatzes hinausgehen, alle Kämpfe zu schildern, die im Laufe der Jahrhunderte zwischen denÄrundHerren und den Pächtern geführt worden sind; wir wollen nur erwähnen, daß die Forderungen der Iren gegenwärtig darauf hinauslaufen, denBesitz wieder für die Pächter zu erwerben und den Staat zu veranlassen, die dazu nothwendigen Mittel wenigstens vorschußweise zu bewilligen. Die Grundherren wie die Pächter sind in der letzten Zeit versöhnlicher oder mindestens kampfesmüder geworden. wie je zuvor. Als im Spälsom: mer vorigen Jahres der Vorschlag einer irischen Landkonferenz" auftauchte, die von Grundherren und Pächtern besucht werden sollte, zierten sich die Ersteren anfangs etwas, gaben aber doch bald ihre Zustimmung. Auf die Haltung des Konvents ber Grundherren", der noch bis vor Kurzem als unversöhnlich galt, dürfte die Erklärung des neuen Vizekönigs von Irland, des Lord Dudlcy. nicht ohne Einfluß geblieben sein, daß er alle seine Kräfte der Herbeiführung eines Versöhnungsversuches widmen wolle. Und thatsächlich warf er das ganze

Gewicht seines Einflusses und Ansebir.s zu Gunsten der Konferenz in die Wagschale: und die Konferenz kam nicht nur zu Stande, sondern förderte auch ein Programm zu Tage, das allen an der Frage betheiligten Parteien annehmbar erschien: den Nationalisten wie den Unionisten und den Grundherrn wie den Pächtern. Im großen und Ganzen wurden die oben erwähnten Forderungen der ?cationalisten zugestanden. So stehen gegenwärtig die Dinge. Dank den Bemühungen und der versöhnlichenStimmung vernünftiger und klarblickender Männer ist die irische Frage, oder ganz genau ausgedrückt, der bei weitem wesentlichste Theil derselben, ihrer glücklichen Lösung näher gebracht, als sie es je zuvor gewesen ist. Die Schwierigkeit, welche noch überwunden werden muß. bildet der Geldpunkt. Der britische Staatsschatz und die Stcuerkraft des britifchenVolkes sind durch den Burenkrieg und dejsen Folgen so überaus stark in Ansvruch genommen, daß jede weitere Forderung an sie als empfindlicher Druck gefühlt werden muß. Aber dennoch wird die Regierung des Königs Edward schwerlich vor einem großen Opfer zurückschrecken, wenn sie damit die ihr feindselig gesinnten Iren zu treuen Unterthanen machen kann. Der Vizeköniq Dudlev stellte sich seinerzeit dieselbe Aufaabe für Jrland, die der Kolonialminister Chamberlain in Südafrika erfüllen m wollen vorgab. Chamberlain's Aufgabe war kaum schwieriger als die Dndlev's, es scheint ber. daß der Letztere der sciniaen weit mehr gewachsen ist. als der Erstere. dti.nl Pascha. Vielleicht gelingt es den europäischen Mächten, die mazedonische Frage friedlich beizulegen: die Türkei schein: zu den ihr vorgeschlagenen Reformen bereit zu sein; zugleich aber sieht sie sich für den Ernstfall vor. Zu ihrem Oberbefehlshaber inMazedonien hat ja nunmehr die türkische Regierung einen ausgezeichneten General ernannt: Edhcm Pascha; eine stattliche Truppenmacht steht ibm zur Verfügung. Er führte die türkischenTruppen im letzten Kriege der Türkei gegen Griechenland im Jahre 189?, machte seinem deutschen Lehrmeister von der Goltz. einstigem Direktor der Kriegsschule in Konstanitnopel, alle Ehre. Im Nu die thessalische Grenze überschreitond. erstürmte Edhcm Pascka den Meluna - Paß, und nur wenige Wochen brauchte er dann, um durch meisterhafte Taktik und Strategie bei Turnawos. dann bei dem alten Pharfalos, wo im Jahre 48 vor Christi Geburt Julius Caesar den große,: Sieq über Pompejus errang, und br. Walestinea. sowie in der Nähe des hochberühmten Thermopylen - Passes, das anZahl überlegene qriechische Heer niederzuwerfen. Zugleich führte er den Kriea mit möglichster Humanität. Eine Salznoth haben sie in C i n c i n n a t i. über deren Ursachen das Cinnnnatier Volksblatt sagt: Die gegenwärtige Salznoth in Cincinnati ist ein weiterer von den vielen Beweisen, daß die Eisenbahnen den Waarentransvört nicht mehr bewältigen können. Es fehlt nicht so sehr, wie behauptet wird, an rollendem Material. wie Wagen. Lokomotiven u.s.lo., sondern die Verkehrsstockung entsteht dadurch, daß nicht mehr Bahnzllge ibgelassen werden können, wenn man nicht Gefahr laufen will, jede Stunde Zusammenstöße herbeizuführen. Die Salz - Zufuhr erfolgt hauptsächlich auf dem Wasserpfade des Ohio. dieser ist aber jetzt durch das Hochwasser so gefährlich, daß der Dampfervertehr nur mit großen Schwierigkeiten oor sich gehen kann. Allein das hätte nichts auf sich gehabt, wäre der Ohio während der Sommermonate schiffbar. Dann hätten die Kaufleute sich während dieser Zeit mit dem nöthigen Vorrath versehen können."

Unterirdische Thiere. VNnde Salamander. Käfer. Spinnen, JNK und Ratten ?er ProtenS. Die unterirdisch lebenden Thiere lassen sich in zwei Gruppen theilen, von denen die eine zwar vorwiegend in Aushöhlungen der Erdoberfläche lebt, doch in der Nacht in die freie Luft heraufkommt, während die andere sich ununterbrochen in ihren unterirdischen Zufluchtsstätten aufhält. Zur ersten Gruppe gehören die Fledermäuse und verschiedene Säugethiere, wie der Maulwurf und die Armadillos, die in Erdbauen wohnen. Einer der merkwürdigsten Troglodyten aber ist der Guacharo, ein Vogel von der Größe des gewöhnlichen HausHuhns, der sehr zahlreich in einer großen Höhle nahe bei der Stadt Cumana in Venezuela vorkommt. Der Guacharo ist ein früchtefressender Nachtvogel mit Augen, die das Licht des Tages nicht vertragen können, und mit düsterem, bräunlichem Gefieder mit kleinen, schwarzen und weißen Punkten, eine? Bekleidung, die ihm das sichere Verstecken erleichtert. Die streng unterirdischen Thiere gehören alle niederen Arten an; es sind hauptsächlich Insekten und Batrachier (Froschlurche), die sich besonders durch das Fehlen der Augen oder mindestens' des Sehvermögens auszeichnen. Unter den neuerdings entdeckten Batrachierarten befinden sich drei Höhlen bewohnende Salamander amerikanischen Ur-

sprungs, die einige bemcrkenswcrthe Eigenschaften zeigen. Sie suchen und finoen ihre Nahrung init Hilfe des Tastsinns, gleich der Höhlen-Zickade Neuseelands, die völlig atrophute Augen, dafür aber stark verlängerte Fühlfäden hat, die ihr den Gesichtssinn fast ersetzen. Verwandt mit diesen amerikanischen Batrachiern ist der blinde Proteus, der in den dunklen Grotten und unterirdischen Höhlen von Carniola in Dalmatien vorkommt. Das Thier hat einen langen, zellenartigen Körper mit vier kurzen, dünnen Gliedern. Es ist so durchscheinend, daß man seine inneren Organe erkennen kann; sein Skelett ist knorpelig, und seine Augen erscheinen nur als zwei schwarze Flecke unter der Haut. In den Höhlen von Carniola finden sich auch eine Spinnenart, zwei Skorpiongattungcn, Tausendfüße und eine Schneckenart. Der Höhlenkäfer fällt der blinden Spinne, die stark entwickelte Fühlfäden hat, leicht zur Beute. Die ungeheure Mammuthhöhle von Kentucky ist von zwei Arten blinder Käfer bewohnt, ferner von zwei Arten weißer, augenloser Spinnen und einem, der Höhlen-Zickade Neuseelands ahillichen Heimchen. Hier finden sich aber auch höher entwickelte Lebensforwen, vertreten durch eine blinde Höh-len-Ralte und einen blinden Fisch. Die Natte ist wegen ihrer außerordentlichen Furchtsamkeit nur selten zu sehen. Sie hat große, schwarze Augen, gleich denen des Kaninchens, doch ohne jede Spur einer Iris. Dagegen besitzt sie sehr lange Bart-(Murr-haare, als haU die Natur sie für den Mangel des Sehvermögens durch eine besonders gute Entwicklung des Tastsinns schadlos halten wollen. Obwohl die Augen dieser föcrttr groß und glänzend sind, geht ihnen die Empfindlichkeit für das Licht vollständig ab. Man hat auch nie beobachtet, daß diese Ratte jemals die Oberwelt besuchte. Der erwähnte blinde Fisch kommt in der Lethe, in dem Wasserlaufe vor, der die Mammuthhöhle durchströmt. Man nimmt übrigens an, daß er nicht von Anfang an blind gewesen sei, sondern sich nur in das dunkle Gewässer des unterirdischen Flusses verirrt und sein früheres Sehvermögen durch eine allmälig fortschreitende Degeneration eingebüßt hat. Deutsche und englische Flotte. Der deutsche Kaiser hat dem Reichstage kürzlich abermals eine selbstgezeichnete Schiffstabelle geschenkt, auf welcher die englischen nnd deutschen Linienschiffe, Panzerkreuzer und geschützten Kreuzer einander gegenübergestellt sind. Die Karte fand in den Wandelgängen des Reichstagsgebäudes einen hervorragenden Platz, um den Rcichstagsabgeordncten zum An-schauungs-Unterricht zu dienen. Nach der Karte hat Großbritannien 4? Linienschiffe und Deutschland 12; ersteres hat 14 Panzerkreuzer und Deutschland 2. Großbritannien bat serner 103 geschützte Kreuzer und Deutschland 17. Im V&i begriffen sind in England 12' Linienschiffe, in Deutschland 6. An Panzerkreuzern baut England gegenwärtig 20 und Deutschland 3. Geschützte Kreuzer sind in England im Bau begriffen 8 und in Deutschland 6. Die Abstinenzbewegung in Schweden? Noch vor wenigen Jahrzehnten war in Schweden die Trunksucht so verbreitet, wie kaum in einem anderen Lande der Welt, und heute ist man dort auf dem besten Wege, es den anderen Ländern an Nüchternheit zuvorzuthun. Der Verbrauch an reinem Alkohol betrug im Jahre 1830 noch 23 Quarts auf den Kopf der Bevölkerung, jetzt keine 4 Quarts, während in Deutschland 11.2 Quarts Alkohol auf den Kopf treffen. Freilich gict es in Schweden auch 36 berufsmäßige Abstinenzprediger. 30 Männer und 6 Frauen, die nichts Anderes thun als im Lande Vorträge halten. und im R?ickstaa fifet eine AbI stinenzvartei von 50 Mitgliedern.

Msenvakn

Cleveland, Cincinnati, Chicago & St torns Railwa.

C le v elan d t d deutet tkglich. aukgenmnmen Sonntags. Abgang New Jork Expreß tägl 4 40Bm Andersonck B H'b'r Exp , . . . 6 45Bm Muncie & FtWayne Exp p. 7 20Vm R s Sc 8 Lim täglich 8 ... 8 00Nm Clev Sc Benton Harbor Exp. 11 10Vm NJckBölm, tägl äs.... 2 65Vm Union City Acc tägl 4 45Nm Knickerbocker Sp täglich ä & 8 6 25Nm St. Louis St Lomö Mail 7 20m Southweftern Lim tgl ä & s 11 45Bm St Louis Lim täglich pds. 3 25Nm Terre Haute & Mat'n Acc.. 5 OONm N A & St. Louis Exp tägl..lO 40Nm St Louis Expreß tägl . . . lS 05Vm Ci n c i n n at Cin fc Louö Rachtexpreß tgl s 3 45Bm St Lous k Cin Nachtexp tg s 4 30Bm Cincinnati Exp tägl s 7 30Bm Cincinnati Acc 10 45Bm Cincinnati F Expreß, tägl p 2 S0Nm Louis F Expreß 2 SONm Greensburg Accom 5 20Nm ferne 6c Wash F L tg ä 8 p 6 20Nm

Chicago Division. Kankakee Accom 7 O0Vm Cinc Naxpreß, tägl s.. .. 3 30Bw Chicago Fast Expreß tgl ä o 11 50Bm Kankakee Äccom 10 30Bm White City Special 8 ä k p. 3 30Nm Cinc Faft Expreß tägl p ä. . 2 40Rw LaFayette Accom . . 5 15Nm La Fayette Accom 5 15 Chicago Nachtexpreß tägl s. .12 05Bm Cinc k Wash g L., ä k p. . 6 ION M i ch ig a n Division. Benton Harbor Expreß 6 45Bm Elkhart Accom nur Sonntags 9 25V Michigan Mail Expreß p. ..11 10Bm Elkhart Expreß 10 3093 Elkhart Acc täglich 4 45Nm Benton Harbor Expreß p 3 lORm Michigan Expreß 8 1593? Pevr,a Divisio n w e st l i ch. Peoria Expreß k Mail 7 2öBm Columbus & Cinc Exp tgl 3 30Bm Western Expreß täglich p ä. .11 50Vm Champaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lONm R A Ohio Special 2 40Rm Peoria Expreß täglich 8 11 50Rm Peoria Expreß täglich p & ä 6 08R Peoria Divisio n ö ft l i ch. Columbus Expreß tägl 6 OOBm Lynn Accom 10 158m Ohio Special tägl dp 3 00Nm Columbus Expreß tägl äp. .11 40Vm Lynn Accom 6 löNm Columbus Expreß tägl s 10 30R pittsburgh, Cincinnati, Chicago & St Corns R'y. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eaftern Expreß täglich 3 30Vm Schnellzug täglich s kd... 6 30Bm Columbus Accom 7 30Vm Limited Mai! täglich 6 40Bm Faft Expreß täglich g d 8 lOBm Richmond Accom 8 4035m Bradford Accom 1 25Nm St Louis Expe täglich ä k sl2 lORm Atlantic Expreß täglich s & ä 3 05Nm Bradford Accom 2 OONm Day Expreß täglich 6 OONm Western Expreß täglich 8 3 20Nn St L k R S Lim täglich s d 7 löRm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30Nm Richmond Accom 8 OONm JndianavoliS Accom s b IS 40R Chicago Division. Louiöville öc Chic Exp tgl p d 11 35Bm Chic k Lou F Expr täglich s 3 20B Lou k Chi g Expr täglich 8 12 05Bm Cbic k Lou Expr täglich p d 3 40Rw Louiöville Division. Chicago Zc Louisv Spl tägl g 3 40Bm Louisv & Madilon Acc 10 lOVm Pitts 8c Lou g L tägl .. .. 7 OOBm Lou Chic g L tägl p d... .11 30Vn Mad Acc nur Sonnt 7 30Bm Louisoille u. Madissn Acc Louisv k Madison Accom . . 8 OöBm 6 40R Chicago ckLouFL täglich p d 3 55Nm Louisv k PUtsb F 8 täglich s 7 05?lm Madison Accom 3 65Nm Madison Accomm Sonntags 8 löBm Louisville Accom 6 15Nm Lou k ChiF Expr. täglichg 11.50 Rchi Vandalia kine.

Abgang N I St L Lim täglich 8&d 6 50Bm St Louis Expreß tägl 7 2oBm St Louiö Expreß ä s 12 15Nm Western Expreß tägllich d s.. 3 30Nm T Haute k Efsingham Ace.. 4 OONm Terre Haute Expreß, täglich. 7 10Nm Nimmt keine Paffagiere 8 35Nm Nacht-Expreß, täglich, s 11 20Nm Indianapolis & Cairo k Bincen Expr täglich 7 20Vm Martinsb Accom 12 ZORm BincenneS Expreß 3 55Rm Spencer Acc, tägl 7 l5Nm

Chicago, Indianapolis 6c iomsville R'y. (Alonon Route.) Abgang Ar.kunfl Chic Night Expreß täglich s. .12 5523m Cincinnati Beft täglich s 3 4553m Faft Mail täglich sp 7 OOBm Fast Mail täglich s 7 bOVm Chi Expreß nur Scnnt p ä.ll 50Vm Monon Accom, täglich 10 00V Chi k Mich Citv Best d p.. 3 35Rm Cincinnati Beft täglich dp.. 4 b2N Monon Accom, täglich 4 OORm Cafe rie & weftern R. R. Abgang Ankunft Mail und Expreß 7 löVm Indianapolis Expreß täglich 10 26V T Det id M C Ex täglich . . 12 20Nm Mail k Expreß 3 2öNm Laporte Accom nurSonntags.12 20Nm Toledo Expreß 10 26Vn Evening Expreß 7 25Nm

Cincinnati, Hamilton Sc Dayton R. R. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Beft täglich sie 4 OOBm Cincinnati Vestibüle täglich & 12 45B taft Mail täglich s 8 OöBm Faft Mail täglich g 6 40B incinnati fe Det Expr 10 40Bm Cin Chi K St L Ex tgl p. .11 45 Cin . k Dayton Beft. Exp p 2 45Nm Cincinnati Beft dkp 3 2öRw Cincinnati Beft täglich d p 5 OORm Cinc k 3nb Accom 7 24R Cin fc Detroit Expreß täglich 7 02Rm Cm 3nd St &fe Peo Ex tg sfccl0 3öNw Weft. Abgang Ankuns' Springfielb Mail 8 OOBm Weft E;preh täglich s k c . . 3 bbVm Chicago Expreß 11 60Vm TuScola Accom 10 15Vm Tnscola Accom 3 30Rm Cincinnati Expreß 2 40Rm Weft Expreß täglich 8& c.lllONm Springfield Mail 4 50R Via C., H. K D. Rh. (West) und R 0 a ch d a l e. Chicago Expreß 11 bOVm Cincinnati Expreß 2 40N

8 bedeutet Sieger. Parlor C O.-Chiir

5 Fahrplan.

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