Indiana Tribüne, Volume 26, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1903 — Page 6

nviana Tribune, 28 Februar 190

6

Mennieittm besten

jj

tK m Base Burner, Kot Blast oder Koch-Ofen in der Welt wünschen, so gehen Sie zu Ms Möbel Laden, 141 Weft Washington Str Baar oder Credit. mm Wlg&5M msr&m 144 Nord Pennsylvania Stratze, Hauptquartier für VriUen und Opernglaser. trflMSfr IFDMSnVMiAj 31"s 'jm&Z cm. mk srm ClAlTYs Brillen werden nach den besten Methoden den Äugt gevatzt. Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. H C. KRENTLER & CO., Zsa brisante von KünstlichenGliedern, 52rphopathische Apparate, Bruchbänder, elastische Strümpfe, rücken, Schuh Ertensionen, Fußplatten. Chirurgische Instrumente reparirt. 303 Maff. Ave. 208 C. New York St. Ielpl,sn 1289. ir sprechen deutsch Grotze uswapz von FEKML UNION SURETY CO. von Indianapolis. Liefert Bürgschaften irgend welcher Art. Hngh.Doughttty, Präsident. doO M. Johnson. Tek,kiär 209 218 Lemcke Buildin. PhoneS Main solo ; Reu 3134 Unterröcke Nach Maß angefertigt. 3n jeder Facon und Farbe. THE LIM STORE, 2 2X Pennsylvania Str. Zu vermiethen : Zimmer im Majestic :: Gebaeude zu rednzirten Preisen. Da feinste Office-Gebäude in der Stadt VoUs:Sndig feuersicher. Schnelle Fahrftühlk und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bei Gregory & Appel, Agenten, r die Indianapolis Gas Co. s O S n s Aug. Diener, o. 449 Ost Washington Str. fttttlf Telephon 2525.

afi

r

H

b

Europäische Nachrichten.

-Mecklenburg. M i r o w. Pastor Horn von hier ist von der theologischen Fakultät der Universität Leipzig in Anerkennung seiner hervorragend tüchtigen Dissertation über Abfassungszeit, Gefchichtlichkeit und Zweck oom Ev. Joh., Kap. 21" unter Dispens von mündlicher Prüfung zum Liccntiaten der Theologie promovirt wordeic. Plan. Der hiesige praktische Arzt Dr. med. Dietzel hat seine Praxis niebeigelegt. Sein Anwesen hier und seine Praxis hat der vraktische Arzt Dr. med. Peeck. bisher Assistenzarzt in der Dr. Bork'schcn chirurgischen Klinik zu Rostock, übernommen. R o st o ck. LandgerichtsdirektorKarrig Hierselbst wird im Laufe dieses Herbstes sein 50jähriges Jubiläum feiern. Stavenhagen. Seilermeister Karl Rutschow und Kaufmann Karl Böttger stellten ihre Zahungen ein. Zkd'nVrg. Oldenburg. Das Fest d?r silbernen Hochzeit feierten der Hofliefcrant August Pöker und Gemahlin. Das an der Ecke der Haaren- und Kurwickstraße belegene frühere Pape'-, scbe Restaurant verkaufte der jetzige Besitzer W. Wiethölter für den Preis von 42,000 Mark an den Restaurateur Carl Böhm aus Bremen. B e r n e. Der in hiesiger Kirche bisher noch übliche Brauch: das Herumreichen des Klingbeutels" während der Predigt ist abgeschafft worden; an Stelle dessen sind Becken aufgestellt. E l s f e t h. Anläßlich der goldenen Hochzeit dksHerrn P. F. L. Bargmann und Frau erhielt das Jubelpaar nachstehendes Telegramm des (Äroizherzogs: Dem Pathenkinde meines Urgroßvaters meine herzlichsten Glücke wünsche zum Tage der goldenen Hcch -it ftrrp'nrirtS Vnftitft " Kleincnkneten. Für ten verstorbenen Hauptlehrer Behrens ist oom Oberfchulcollegium Nebenlehrer Ren ken zu Wildeshausen beauftragt, die Schulstelle zu verwalten. Ireie Stcidte. Hamburg. Der bei der SchiffsMaklerfirma Paul Güntker öefchäftigte Expedient Lawrenz fiel, als er auf den Fährdampfer wartete, in Krämpfe und vom Ponton ms Wasser. In demselben Augenblick kam der Fährdampfer Dalman" her.'n und traf den Kopf des Bedauernswerthen derartig, daß er breit gedrückt wurde. Die Leiche des Unglücklichen wurde bald darauf geborgen. Schuhwaarenhändler August Ehm stellte seine Zahlungen ein. Ihr 25jähriges Lebrerjubiläum begingen Gustav Bülck.Reimer Roß III. und G. Mahrt. Die Lehrer C. H. F. Ludwig und . H. Winter II. können auf eine 45jäi rige Thätigkeit im Schuldienste zurückblicken. Seine fünfzigste Reife von hier über den Occan und zurück für die Hamburg - Südamerikaniscke Dampfschifffabrts - Gesellschaft . hat Capitän A. Simonfen, Fübrer des Hamburger Postdampfers Tiljuca", vollendet und war dreißig dieser Reisen in seiner Eigenschaft als Capitän der genannten Gesellschaft. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten K. Hett und Frau, geborene Goth, und Abraham Elias und Frau, geborene Kalischer. Bremen. In der KaiserhafenKammerschleuse hat der 24jährige Matrose Anton Heinrich Meyer oom Schleppdampfer Herkules" seinen Tod durch Ertrinken gefunden. Zahlungen stellten ein: Kaufmann Heinrich Köster. die Firma Karl Harz, Colonialwaarenhänder Conrad Köhring und Schneidermeister Adolf Hirschfeld. Pastor Friedrich Jken, der ehemalige Prediger an der Krankenanstalt und am Armenhause, ist im Alter von 65 Jahren gestorben, nachdem er b r noch nicht langer Zeit in den Ruhestand getreten war. Lübeck. Der Reichsbank - Direktor Zimmermann, der die hiesige Reichsbankstelle seit ihrer Erricktung am 1. Januar 1876 leitet, wird am 1. April dieses Jahres in den Ruhestand treten. Carl Buchwald, Begründe? und früherer langjäbrigerJnhaber des Golbschmiedegesibafts in dcr oberen Hüxstraße. ist im 87. Lebensjähre gestorben. cßn?ei,. Bern. I. Fr. Schär ha! feine Demission als Präsident und Mitglied der Direktion des Berbands schweizerischer Consumoeceine eingereicrt. A l t st ä t t e n. Ein in Turin verstorbener Bürger von hier, Freund, hat seiner Heimathsgemeinde 60.000 Frank vermacht; davon fallen 40,000 den -hiesigen Protestanten und 20.000 den Katholiken zu. Zu wohlthätigen Zwecken für seine Arbeiter verausgabte Freund eine halbe Million. B i z n a u. Pfarrer Niklaus Bättiq wurde in der Kirche von einem Hirnschlag betroffen und war sofort todt. Zürich. Das Obergericht wählte für das Jahr 1903 zu seinem Präsidenken Oberrichter Dr. Ulrich, zum 1. Biceprästdenten Oberrichter Mittelbach und zum 2.BicepräsidentenOberrichter Dr. Sträuli. Infolge eines Unfalles beim Kutschiren starb der 32 Jahre alte Müller G. A. Koller. Z n g. Der Kantonsrath wählte für 1903 und 1904 zum Landammann

oen Ständerath Ph. Meyer und zum Statthalter den Regierungsrath Fritz Spillmann. Aelterreich-Aiigarn. Wien. Anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Bestandes der Firma Zeitungsbureau und Buchhandlung Hermann Goldschmiedt", Wollzeile No. 11, veranstaltete das Personal der genannten Firma eine Jubelfeier. Bildhauer Robert Weigl ist hier gestarben. Er war am 16. Oktober 1852 hier geboren und studirte an der Wiener Akademie unter den Malern Geiger und Wurzinger und dem Graveur Radnitzky. Der 24jährige Hausbesorger Heinrich Maresch, Ottakring, Hasnerstraße No. 82 wohnhaft, ist nach Unterschlagung des eingehobenen Zinsbetrages von 700 Kronen flüchtig geworden. In einer Glasschleiferei ist der Hilfsarbeiter Johann Holly von dem Treibriemen einer Maschine erfaßt und schwer verletzt worden. Die im Jahre 1862 unter der Aegide des verblichenen Dombaumeisters Freiherrn v. Schmid gegründete Architektenvereinigung Wiener BauHütte" feierte im Restaurant Lehninqer das Fest ihres vierzigjährigen Bestandes. Feldmarschall-Lieutenant i. P. Freiherr v. Weckbecker beging das Fest der goldenen Hochzeit mit seiner Gemahlin Pauline, geborene Freiin i. Erggelet. Innsbruck. Der Gemeinderach hat den bisherigen Bürgermeister Kauf Wilhelm Greil 'einstimmig wiedergewählt. Bezüglich der Stubaithalbahn wurde mit dem Ingenieur Riehl ein Vertrag abgeschlossen, wonach der Oberbau bis Frühjahr 1904 fertig sein muß. Die Zeichnung für diese Bahn wurde von 100,000 Kronen auf 120,000 Kronen erhöht. Knittelfeld. Der 40jährige Bauer Peter Elbegqe? aus Moosheim Wurde ermordet aufgefunden. Er hatte Geld einkassirt und ist in der Nühe des Schlosses Spielberg überfallen, ermordet und ausgeraubt worden. Der Tod wurde durch viele Arthiebe herbeiöführt. P e i l e n st e i n. . Grundbesitzer Grobetschik kierselbst. der seit einigen Jahren wegen Wahnsinn unter Kuratel stand, erschlug seine Gattin mit der Hacke angesichts seiner fünf unmündigen Kinder. Prag. Wilhelm Homma, Professor der höheren Staats - Gewerbeschule, wurde in seiner Wohnung todt aufgefunden. Ein Schlagfluß hatte feinem Leben ein Ende gemacht. Handelsakademiker Jaroslar Fichtner. 18 Jahre alt. erhängte sich wegen einer unheilbaren Krankheit. Schlossergehilfe Josef Trägler von hier ist im Smichower - Aktienbräuhause durch einen Thorflügel zu Boden gedrückt und getödtet worden. P r e ß b u r a. Schloss'rgehilfe Adam Weber lauerte dem hiesigen Kunstschlossermeister Franz Horarik auf offener Straße auf und gab von rückwärts einen Revolverschuß auf Horarik ab. welcher schwer verletzt zusammenbrach. Tr Attentäter gestand bei der Polizei, er habe Horarik aus Rache, weil ihn dieser entlassen, ermorden wollen. Weber ist Epileptiker. Salzburg. Landtags - Abgeordnete? Dr. Albert Schumacher ist zum Landeshauptmann im Herzogthum Salzburg und Landtags - Abgeordneter Domkapitular Alois Winkler zu seinem Stellvertreter in der Leitung des Landtages ernannt worden. T e p l i tz. Der hiesige Männergesangverein feierte unter lebhafter Betheiligung der hiesigen Gesellschaftskreise, sowie der Vereine von Nah und Fern sein 50jähriges Gründungsfest. T r o p p a u. Sein 40jähriges Jubiläum als Redakteur der Troppauer Zeitung" feierte Dr. Franz Zistler. Nach längerem Leiden starb hier der Volksschuldirektor i. P. Ferdinand Schenk im 60. Lebensjahre. Wiener Neustadt. Die fünf-

fache Millionärin Marie v. Kurtenbach verschied hier im Alter von 77 Iahren. Sie war eine Wohlthäterin der Armen und Waisen. Znaim. Landesgerichtsrath Franz Langer ist nach 42jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt .worden. c&uxemburQ. Luxemburg. Der deutsche Kaiser bat dem Bureauvorsteher der hiesigen Betriebsdirektion, Eisenbahnsekre-. tär Hesse, den Charakter als Rechnungsrath verliehen. Das den Erben 'des Kaufmanns Hollenfeltz zugehörige Wohn- und Geschäftshaus mit Schmiede, gelegen in der Casinostraß, wurde in öffentlicher Versteigerung von dem Wirthe Joh. Carl für die Summe von 44,600 Franken angesteiqert. C o l p a ch. Michel Molitor, bisher Pfarrer zu Colpach. wurde zum Pfarrcr in Greiveldingen ernannt, in Ersetzung des Hrn. Ph. Schneider, dem wegen Krankheit und auf sein Begehren ehrenvolle Entlassung aus dem Pfarramte bewilligt wurde. Zum Pfarrer von Colspach ernannt wurde Nik. Goetzinger. bisher Pfarrer zu Lasauvage. D i e k i r ch. Auf dem Speicher der Firma A. Schneider - Genson brach Feuer aus. Die Feuerwehr brachte dasselbe zum gänzlichen Erlöschen. Herr Schneider erleidet einen Schaden von mehreren tausend Fr. W a l l i n g e n. Der Arbeiter Decker von hier. Vater von 3 Kindern, verfiel plötzlich in Geistesgestörtheit. Der Aermfte wollte sich mit einemKnaben in die Orne stürzen, der Kleine lief aber heftig weinend fort.

za furailvarc unguter tu ocr5uofcc no seine Schaupl l;e. Ueber das oben erwähnte riee Unglück und seine Schauplätze lassen wir einen derkundigenSeefahr e r der D e t r o i t o r A b e n d p o st sprechen, der früher selber dort gewesen ist. Ein düsteres Zusammcntreffen aber ist es, daß f r a n z ö s i s ch e s Gebiet von diesen Verheerungen durch Wasser betroffen wurde, wie es die französische Insel Martinique war, die durch das Erdbeben verheert wurde. Doch nun unser Secfahrr. ?ie atastrophc in dcr Tndsee. In der Südsee, wie die südliche Hälfte des Stillen Ozeans gewöhnlich genannt wird, hat sich eine furchtbare Katastrophe ereignet. GewaltigeSturzwellen, durch einen Orkan zu enormer Höh: emporgeveitscht. überflutheten die ::nter französischer Herrjchaft stehenoen Inselgruppen, die unter dem Sammelnamen Gesellschafts - Inseln bekannt sind, zwischen dem 10. Grad nördlicher und 20. Grad südlicher Breite liegen und i.'om 150. Grad westlicherLänge durchschnitten werden, und ertränkten tausende von Menschen, außerdem enormen materiellen .Schaden anrichtend. Trotz der Größe des Unalücks wird oon der Presse wenig Ausaebens davon gemacht eine kurze Beschreibung der schrecklichen Naturerscheinung, Angabe des Menschenverlusts, Aufzählung des Schadens und damit fertig. Der Schauplatz des Unglücks ist ja weit, sehr weit von den Neuigkeitscentren Amerika's und Europa's entfernt, und die Umgekommenen sind ja bis auf wenige Kaukasier sämmtlich dunkelhäutige K a n a k e n", auf welche es nicht viel ankommt". Arme unglückliche Naturkinder! Wer die harmlosen nackten Leute kennt, die auf

den zahllosen Inseln und Jnselchen der Südseo wohnen, wer da weiß, wie sie leben und wie gering ihreAnsprüche, wie fröhlich trotz ihrer Abgeschiedenheit vom Weltgetriebe ihr Dasein, dem krampst sich dasHc'rz zusammen, wenn er von der furchtbaren Heimsuchung der Unglücklichen Kunde erhält. Wenn der Seefahrer vonSan Francisco slld-südwestlich in den Stillen Ozean hinemsteuert nehmen wir an, das Schiff sei nach Neu-Seeland bestimmt so stößt er, die große Gruppe derSandwich-Jnseln (Hawaii) rechts, d. h. westlich außer Sicht lassend, etwa 10 Grad nördlich vom Aequator auf eine Reihe kleiner, eben nur über den Spiegel des Ozeans sich erhebender Inseln. Am slldlichenHorizont tauchen wie mitten aus demWasser eine Anzahl Palmenbüschel auf, die Kronen der Kokuspalmen, mit welchen fast alle Inseln der Südsee reichlich bestanden sind. Dann werden die Stämme der stolzen Bäume sichtbar, und erst wenn das Schiff auf wenige Meilen sich genähert hat. ist das Jnselchen selbst wahrnehmbar, das nur wenige Fuß über das Wasser emporragt. Glänzend weiß, sanoig ist der Strand, dunkelgrün das Innere, wo hie und da eine ausStangen und Palmen - Blättern errichtete Hütte sichtbar wird, wenn das Schiff nahe genug gekommen ist. Und am Strande sieht man von Bord aus eine Anzahl brauner Gestalten, splitternackt, die erregt hin- und herlaufen, das Schiffswunder anstaunend und lebhaft die Grüße ourch Handbewegungen erwidernd, welche ihnen die Schiffsmannschaf: zusendet. Nördlich vom Aequator sind diese, fast ausnahmslos durch Anschwemmung auf Korallenriffen entstandenen Inseln, nicht gar häufig; wenn das Schiff aber erst den Aequator passirt hat, komm! es in ein förmliches Laby rinth solcher Inseln, die zu Taufenden und aber Taufenden vom Aequator bis zum 20. Grad südlicher Breite und vom 130. Grad westlicher Länge bis fast nach Australien sich erstrecken. EinArchipel ist's von ungeheurer Ausdehnung und die Inseln sind fast alle so wie die oben geschilderten, wenn auch solche vulkanischen Ursprungs, die hoch über denWasserspiegel emporragen und gewöhnlich von bedeutend größeren Dimensionen sind, als die Koralleninseln, hier und da oorkornmen. Alle die vulkanischen Inseln, zu denen auch Tahiti, die größte der heimgesuchten Gesellschaftsgruppe, gehört, haben, wenn auch durch den Orkan tüchtig zerzaust, von den Fluthwellen wenig gelitten, über die klemm Korallen-Jnscln aber stürzten dieselben mit furchtbarer Gewalt, Alles fortreißend und selbst die großen Palmenbäume entwurzelnd, auf denen die fluthbedrohten Eingeborenen Rettung gesucht hatten, als den einzigen Zufluchtsstätten, die sich ihnen in der gräßlichen Noth boten. Viele der stärksten Palmen haben Sturm und Wetter Trotz geboten, und Diejenigen, die auf ihnen Schutz gesucht, sind am Leben geblieben, aber nichts haben sie behalten, um dasselbe zu fristen. Ihre Bananenbüsche, ihre Brodfruchtbäume, ihre kleinen Patatenanpflanzungen sind fortgerissen und eine dicke Sandschicht bedeckt Wald und Feld, aus denen sie mühelos ihren Lebensunterhalt erworben haben. Unzählige werden umgekommen sein, ehe ihnen Nahrung und Wasser auch ihre Brunnen sind versandet hat gebracht werden können. Das -ist umso wahrscheinlicher. da man nicht 'mal weiß, wie viele Inseln heimgesucht wurden. Auf drei kennt man die ganze Ausdehnung des Unglücks, und dorthin hat die französische Regierung Kriegsschiffe mit Proviant und Wasser geschickt; van einiaen anderen sind durch vas-

urcnoe cvisie em paar ounoerl Hungernde gerettet worden. Aber wer kann sagen, was aus' den anderen Unglücklichen geworden, welche zwar dem Ertrinkungstode entgingen, aber alles verwüstet gefunden haben, als sie von den Palmenkronen herabstiegen. Wochen kann es noch dauern, ebe d ganze tsroe oesUnheils bekannt wird, welche Sturm undFluth auf den paradiesischen Inseln des französischen Archipels angerichtet haben. Und zu fürchten steht, daß wenn alle auf der Sturmbahn liegenden Jnfeln abgesucht worden sind, die Zahl der Opfer als noch viel, viel größer sich erweisen wird, als man jetzt annimmt. Menschenopfer in Andien. Obwohl sich der Einfluß der europäischen Kultur in dem sagenreichen Indien in ganz ungeheurem Maeß geltend gemacht hat und man sich oft versucht fühlt, zu glauben, daß die grausame Sitte der Menschenopfer ein "für allemal ausgerottet sei, kommen doch von Zeit zu Zeit Nachrichten aus Indien, die den traurigen Beweis liefern, daß das nicht der Fall ist. In dem letztverflossenen Monat kamen zwei solcher Fälle vor Gericht zu Verhandlung, was eine Seltenheit ist, denn das Verbrechen ist wirklich auf ein Minimum herabgedrückt, oder wenigstens, besser gesagt, es kommt selten zur Kenntniß der Behörden. Der erste der beiden Fälle betraf zwei Brüder in der Provinz Mahratta, die lange krank gewesen waren. Sie opfertcn zuerst auf die Empfehlung ihrer Freunde hin einen Hahn und eine Ziege. Als dies nichts half, glaubten sie, der beleidigte Gott erlange ein vornehmeres Opfer, und so fingen sie einen Betteljungen ein und schlachteten ihn. Sie nahmen sich augenscheinlich nicht sehr große Mühe, die Sache vor ihren gleichzesinnten Nachbarn zu verHeimlichcn, die mitangeklagt und rerurth.ilt wurden. Von diesem Falle kann man nur sagen, daß das Atotiv für Manner, die in jenem Glauben auferzogen sind, ein natürliches ist, so nnnatürlich die Handlung an und für sich uns heute vorkommt. Wenn das Opfer von Thieren nicht genügt, um die blutdürstigen Götter zu versöhnen, so muß ihnen eben etwas Kostbareres angeboten werden, bis schließlich in längstvergangenen Zeilen der Vater seinen eigenen Sohn, der Volksstamm seinen Häuptling opferte. Es ist keine Uebertreibung, zu sagen, daß dieser Aberglaube ehemals allgemein verbreitet war. auch ist Indien nicht das einzige Land, in dem dies der Fall war. In dem anderen der beiden Fälle war der Schuldige ein Grundeigenthümer Zemindar, der von der fixen Idee besessen war, daß auf seinem Eigenthum ein Schatz verborgen lag. Um den Ort zu entdecken, tödtete er einen seiner Angestellten und begrub den Leichnam unter den vorschriftsmäßigen Ceremonicn unter seinem Fußboden, in dem Glauben, daß das Gold sich nach einer Weile von selbst zeigen werde. Diese Form von Aberglauben ist gleichfalls weit verbreitet. So berichtet General Burton. daß im Jahre 1886 die Eingeborenen von Colombo von einer Panik ergriffen wurden. Es hatte sich nämlich das Gerücht verbreitet, daß ein gewisser bekannterBuddha-Pricster von

dem Vorhandensein eines Schatzes Kenntniß erhalten hatte. Er bedürfte nur noch des Blutes von 350 Knaben, um den Schatz zu heben, und er hatte beschlossen, diese 350 Knaben auf dem Wege zur Schule abzufangen. Am ersten Tage nach dem Auftauchen dieses Gerüchtes kamen nur wenige Kinder zur Schule. am zweiten Tage waren alle Klassen leer. Nach diesen Erfahrungen kann man sich kaum wundern, wenn während der Vorbereitungen zu dem soeben beendeten Durbar sich in der Bevölkerung die Angst verbreitete, Lord Curzon wisse von einem Schatz in der Nähe dieser Stadt und wolle ihn heben. Aus die. sem Grunde sollen Eltern ihre Kinder wochenlang mit Sorge wachsam beobachtet haben. Ein anderer Fall wird aus der großen und blühenden Stadt Kurachi berichtet. Dort wurde im Jyhre 1887 mit dem Bau eines großcn Regierungsgebäudes begonnen, und mit einigem Erstaunen machten die dort wohnenden Europäer die Beobachtung, daß sich wochenlang vor der Grundsteinlegung kein Eingdborenec nach Anbruch der Dunkelheit auf der Straße sehen ließ. Als man nach der Ursache forschte, stellte es sich heraus, daß die Eingeborenem in dem Glauben lebten, die Regierung bealsichtize, jeden, der sich bei Dunkelheit auf der Straße blicken ließe, zu ergreifen und lebendig unter dem Grundstein zu begraben. - M 2)e r Rauberdauptmann (5 aft r o hzt die 30 Prozent Zölle, welche er in zwei Häfen an geschädigte Europäer zahlen mutz, auf alle einzuführenden Waaren als Zuschlag gelegt und er bildet sich nun in seiner Unwissenheit ein. daß die europäischen Kaufleute, in deren Händen die Einund Ausfuhr liegt, diesen Zollzuschlaa aus ihrer Tasche entrichten müssen. Der brave Herr sieht nicht ein, daß der Zoll auf die Waaren geschlagen wird, und daß die Verbraucher der Letzteren, also 'die Venezuelaner. den Aufschlag entrichten müssen. V weir! K a r l ch e n : So. nun haben wir Alles geseh'n ist ja wunderschön bei Dir. Onkel aber nun mußt Du uns auch noch Deine kolossalen Hypotheken zeigen, von denen Vava immer der Mama erzählt!"

Wie ma gesund wird Einfache Thatsache für Diejenigen, welche krank find. Radam's Mitnie Killer bewahrt Tausende von Leuten vordem Grade. Es heilt Schwindsucht. Krebs, chronischen Katarrh, Unvcrdaulicbkcit, Magen- und Leberbeschwerden, Scroscln, Salzfluß und alle Hautkrankheiten, Rbeumatismus, Lähmung des Rückens und der Beine, alle Gewächse und Anschwellungen. Zuckcrkranklieit.Briabt's Krankheit, Fisteln, Hämorrhoiden etc. Spe ciell werthvoll bei Frauenleiden. Täglich werden neue Heilungen verzeichnet oft selbst, wenn alle Hoffnung ausgegeben war. Warum nicht eine Flasche (tzl) oder einen Gallonenkrug ($3) versuchen? Es wird Euch sicherlich heilen, wie es für Tausende Anderer gethan hat. Wenn Ihr Interesse hierfür habt, oder einer Eurer Freunde krank ist, zögert nicht und schreibt um ein Buch, welches Briefe von unseren Patienten enthält und auf Anfragen frei versandt wird.

Schrribt um trete Buch. Radam's Microbe Killer Co., 6y S. Canal Street, Chicago. Shas. W. ?tcf)roM, Gegenüber dem Union Bahnhof. Alieiniqer gent. Jncorporirt iü. Juli 16W. (öeichüftsanfang.. l. Sept. 1899. TH Indianapolis Fire Insurance Co., 122 C Market Strafet. Indinapo!i, Jn. Baar eingezahltes Capital 8200,000. Zoh H. H-Uikay. Präs. . ff. ,,,!. -ekr. ...Vierter Jahresbericht... 31. Dezember, 190. Aktiva : Saar in Office und in der Bank. 29.324.79 Ler. Staaten Bonds (SS'1000). Municipal Bond (166,933.31) Mrklwerth ... 116,933 31 üruft Eompaqnte Eerltfikate 10,000.00 Anleihen an erste Hypotheken, auf Eigen thum wkrtd ,660,905 241,000.00 lufgelaufene Zinse 4.494.72 Agenten Bilanz, und sällig von anderen Compagnien, lWieder.Bersicherung)... 28.858. Narktwerth der Aktien über den Buch, weith. devontrt mit dem Jndtana Ber ficherungs Departement und Oksice Einrichtnng.... 6.621 8 1437,233 9 Passiva : Grundkapital f200.ooo.oo Reserve, nicht erworbener Pramten.Fond.. 127.779 30 Werbe für unbezahlte Verluste 14,561 36 siiserve. Wiedervertt1hkrungP, ämie 1,050.20 Ueberschuß über Grundkapital uud alle anderen Passiven 93,842.83 $437.233 69 ?lohn H. Hollidah. Präsident. Edarles E. Cofftn, 1. Vtce.Prasider.t. Winfield Miller, 2. Blce.Präfident. Edward B. Porter, Schatzmeifter. Charles N. Zbomrs?n. nwalt. H. E. Martm. Sekretär. . . arneS. Joievh T. SUiot. Cha. Latbam. k. H. Spann, H C. Starr. & I. Wild. Dr. j. A. Sutcliffe Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin- undRectum Krankheiten. Office : 155 Ost Market Stt. Tel. 941 O'fice-Siunden I 9 bis 10 Ubr Bm. : 2 bi 4Udr St Dr. L. A. Greiner, empfiehlt sich für die Verpflegung kanker Thiere. Kranke Pferde erden entakgengenommen nd erhalten bessere Abwariung 14 in ihrer eigene. Prall ung. 18 biS 24 Süd Ost Strafte. elevbon 905. Wohnung 1798. Deutsche Buchhandlung. ffarl Pingvank, Birginikve.,34. lVembroke rcade.) LAKE ERIE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge Abfahrt nkunst koledo, Elzicago .ind Vrichigan Exvreß... 7.15 10.94 Toledo. Detroit und h'cago kim 12.20 s 3.25 Michigan Kit?, Munrie u.Lasayktteepl.. 7.25 sl0.2K täglich t ausgenommen Sonntags. Chicago nd der große Nordwefte via i r "31 Bwwmtw( laka- L.owaii PHiiivvive Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. IM Bon der Monon 47. Str. Station, EHIcago, ind'nur S Minuten mittelst elektrischer gar nch den Union Biehdöfen Frencb Lick Spring, ln de Cranpe Eounn, Hochland. Z5anti;ien Hotel unter neuer Seschäsisleituna. Pluto. Proserpine md Bowle Quellen. Beste Mineralwasser der 4Velt. Zwei Züge täglich via ree.tcaftle. licket-Officen : Union Station, asiachusetti ve. nd 25 eft Washington Strafte. . P. 1 g e o. Disinkt Vafs. gent. Jndianapoli. Znd. . H. McDoel, . H. o ck m e 1 1. Präs. und Grn. Mgr. erriedkliter Irank J. Reed, ist. Agent, Chicago. Jll.