Indiana Tribüne, Volume 26, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1903 — Page 5
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Zndinna Tribl ne, 28. Februar 1903 5
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Der Schlnßbericht der Großgeschworenen. Die Großgeschworenen reichten gestern Nachmittag ihren Schlußbericht ein. In demselben erhoben sie folgende Anklagen : John Riley und Jam?s McCarthy, Raubanfall und Diebftahl. Samuel Suhet und Georgo McElroy. Einbruch. Byron Ful, Bigamie. Wm. Mitchell, Einbruch, Großdieb, stahl und Hehlerei. JameS Pyke, Unterschlagung und unsittlichen Lebenswandel. Folgende Personen, welche entweder vom Polizeirichter oder von Friedensrichtern an die Geschworenen überwiesen worden waren, wurden entlasten, da das Beweismaterial zu sadenscheittlg wcrt : Robert Dickie. Mollie Dawson, Pat. Baughn Con. Batton, L. Maats, L. Eoon, Maria Tean, LeSlie Starks, Jodn Baftin, Georg? Williams, Sallie Robinson und Bert Motlack.
Personal-Notizen. Heute feiert die liebenswürdige Wir thin vom Bayrischen Hofe, Frau John Siessl, in No. 1019 Madison Ave. ihren 44. Geburtstag. Herr David Pfaff, der bekannte Metzgermeister, welcher seit zwei Wochen wegen einer Brustfell-Entzün-dung da Bett hüten mußte, befindet sich auf dem Wege der Befferung und wird in kurzer Zeit wieder ganz hergestellt sein.
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Die Blattern-Situation.
Von der städtischen Gesundheits Behörde sind zur Zeit nur wenige neue Blatternkranke in Obhut genom men, während wieder mehrere Quaran-
tänen aufgehoben werden konnten. Die Zahl der Blattern-Patienten seit Iahresanfang belüuft sich jetzt auf 437, doch stehen nur noch 121 Patienten ge genwärtig unter Behandlung, theils im Blatternhospitale, theils in ihren Wohnungen. Kurze Depeschen. Ausland. C a p H a y t i , Hayti. Port de Paix ist völlig abgebrannt. Nur die der Hayti-G-'sellschaft gehörigen Schiffe wurden gerettet. H a v a n a. Präsident Palma hat die Vorlage, welche zur Bezahlung des Soldes der Soldaten zu einer Anleihe von 35,000,000 ermächtigt, unterzeichnet. Inland. F i ch t b u r g, Mass. Der ehemalige, Congreß-Abgeordnete Rodney Wallace ist gestorben.
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Grundeigenthums Übertragungen. William Maisoll an Cosina Catto, Theil von Autzenlot 21, $2100. Minute Jeffries an Dora Jeffries, Lot 21, Square 11, Fletcher's nordöstliche Add., nahe der Atlas Works. $2500. Chas. H. Sleicher an die P. C. Weyenberg Co., Lot 30, Martin's New York Ado., nördlich der Cotton Mills. 58000. Wm. O. Myers an dieselbe. Lot 266, Jackson Park. $1800. Canelia Weyenberg an dieselbe, Lot Lot 10, Martins New York Addition. $5000. Nathaniel Brown an Laycock Mfg. Co., Lot 31, Sqare 1, Wileys & Martins nordwestliche Add. $1800.
George T. Paulger an Ind. Sav.
& Jnv. Co., Theil der Section 16, Township 16, Range 3, Center Township. $1500.
Andrew M. Sweeney an Jas. E. Rogers, Theil von Lot 7, Mayhews Erben Afcd. $2100. Sarah I. Speer an John Albright, Theil der Section 5, Township 15, Range 3, Wayne Township. $1000. Charles L. Hutchinson an Manilla Barnes. Theil von LotS 76 und 77, Hannas Erben Add. $1350 Ellsworth L. Olcott an Charles T. Boyer, Lot 41, Edwards Sub. von Johnsons Erben Add. $6000. Edward F. Claypool an OtiS M. Fowler, Lot 190. Morton Place. $5000. Eliza McThompson an William O. Henry, Lot 569, McCartyS 12. Str. Add. $2000. Joseph C. Karle u. And. an John ttolmer, Lots 209 und 210, Allen & Roots nördliche Add. $7500.
Tish-i-mingo.
IN tin ram in tan?
Wölircnb in den leisten Wochen die ctien und BgndS im Prc:j? fiele ii und dn5 tycld überall knapp tttti tl'cncr war. äußerten viele Frncrnz' grobe und V.örsenzeitnngen in Eu rova die Anttckt. böfe die VerettNgten
Staaten roteoer einmal am Borabendj
eine großen Krachs ständen und aiclc 5ttcmSsaguN(-sen wurden wer vielfach qecilnlwt. Weshalb auch nichts Unser anf. qeseN und die GÄtMNdeÄ der Äckd danken, einen Tlen ihrer Bacjrretzr ven liefen '2 Prozent Zinsen :n mm ?)orf zu deponiren. liabcn einen durchaus ungesunden c-wnd &CI Tinae erzeugt und wir befinden uuZ eigentlich immer in Gefahr, über Nacht in einen allqemelnen Finanz, krach zu geraden. Nach dem BundeS-Bankgese müssen die Xattonai Banken in den arokoren Städten 25. in den kleineren 13 Procent ihrer Depositen baar lie gen habnh Das? ist an sich schon woRia gVmßz deyn rajtö einznai! das Ge fühl der Unsicherheit in sich greift, dann und äuaüüche GemÜcher stete geneigt, ihre Guthaben ans den Banken zu zicnen und 'ie sönnen daß selir leicht und ohne Aufsehen thu, indem sie an ihre Bekannten l$jjctf3 bis zum Betrage ihrer Güihab
ausgeben. Tie sanken haben naff bern Gesetz das Necht. nickt mir ihr eignes Geld, sondern auck 75 bis S5 Procent ihrerDevonten bis auf neun zig Tage auszuborgen. Sie müssen also den Tevositoren deren (eld auf Perlangen sofort zahlen dürren aber den bei weitem größten Tln'il DerEty lagen an? längere eit verleiben. Das und unserer Ansicht nach keine Bestimmungen, welche unsere Banken auf eine ganz sickere Grundlage steint und bei großen Krachs früherer Jahre find denn auch nnmer inclc Banken gestürzt, welche unter anteren, solideren Bestimmungen wahr scheinlick beut noch bestellen und bin ben würden. :nd ober die allaemeinen Besinn mungen des nationalen BanfgesetzeS schon lose genug, bieten sie deu Banken freie Hand und den Kunden ver-
hältnistmäma flcriiiflc Sicherheit, so wird letztere noch dadurch vermindert. dast bie Banken die Verordnung im geben, welche verfügt, daß sie 15 bis 23 Prozent ihrer Depositen baar vor rätbia haben sollen. Viele Banken in den L tasten des LandeS hinterlegen nämlich einen Theil ihrer Baarreserve in größeren Geldinstituten: namentlich in New ?)ork nnd dort sammekn sich auf dies? Weiie ungeheure Summen an. für welcke die New Bortet gewöhnlich zwei Prozent Zinsen zahlen und die sie alsdann natürlich weiter verleihen müssen. Tiese Niesensummen, welche in den New Yorker Banken liegen, dienen zumeist der Börsensvekulation. ja iie regen zu letzterer an. Tie Spekulanten können fast immer Geld für mäßigen MnS haben, das wilde Börsenspiel entwickelt sich immer mehr und nur zu ort endet es mit einem Krach. Jedenfalls entzieht es fast immer dem legitimen Geschäfte das nöthige Geld oder macht doch letzteres
theuer. 6$ scheint, das; diesmal die Ge fahr eines großen Borient'laddcra' datsches noch vorüber gegangen ist, die Bnllen. d, h. Dicienigen. welche auf das Steigen der Seiten spetuliren. haben zwar schwere Verluste erlitten, aber das Ncrgste ist vermieden wor. den. Tamit scheint uns ein fortdauern des geschäftlichen Gedeihens vorlest: fig gesichert zu sein. Tie Ernten waren nickt sckleckt und die Zandwirtbe. befinden sich tn ziemlich guter age. Die Fabriken wissen noch nichts von Neberprodut'tion. welche immer die Borläuferin des Krachs und der ArveitslosiaFeit ist. Es ha. den im Gegentheil die meisten fabri. ken mehr Bestellungen, als sie ausführen können. 15 macht sich überall ein ?.kangel an Lokomotive und frachtwagen bemerklich und oie Fabrikanten dieser Beförderungsmittel versichern, dafz üe. trotzdem sie bei Tage und bei Nacht arbeiten, die ihnen gewordenen Aufträge in diesem Jahre iioch nickt ausführen können. Danach haben wir eine Fortdauer der guten feilen" 5U erwarten. (5s
sollte ober jedermann bedenken, daß auf fette Klchre ininler wieder magere folgen und das', ein giiter .'oausvater in guten Zeiten Geld zurück legen fall. Ver da nicht thut, wer da meint, die fetten Jahtt rnümeit ewig währen iind wer in olge dessen sei nc Lebensführung sehr üppig einrichtet, der wird sicher fallen, weiin auf die fetten Kcchre die mageren folgen. Wer aber wart in der guten Zeit. der hni in der vVntb Wann und w i e reinigt man Geflügel st alle? Geflügelställe sind jährlich zwei Mal. und zwar im Frühjahr und Herbst, gründlich zu reinigen. Dies geschieht am besten durch Ausweißen mit Kalkmilch oder Karbolsäure. In neuerer Zeit werden diese Ställe oft mit Dachpappe, welche dem Ungeziefer keine SchlupfWinkel bietet, ausgeschlaoen. Der Fußboden ist öfter mit Holzasche, besser
snoch Kolkstaub zu bestreuen, wodurch
am ehesten das Ungeziefer vernichtet wird. Man sorge überdies dafür, daß die Hühner auch im Stalle ein ..Staubbad" nehmen können.
Enttäuschte Heuer. Die meisten der amerikanischen Hetzbolde gingen beharrlich von der Annähme aus, Deutschland sei es gewesen. welches England in den Streit um Venezuela hineingezogen oder hineingelockt habe; und mit großem Behag n führten s.e aus Zeitungen Englands die heuchleT-ischen Beschwerden gegen den deutschen Verbündeten" an, der wider England's Willen den Handel Venezuela's und seine Forts und Sckiffe zerstöre. Da kommt das amtliche englische Blaubuch und thut dar, daß das ganze Bündniß und das ganze Verfahren der Verbündeten gegen Venezuela zuerst von England vorgeschlagen und angeregt wurde. Von diesem Geständniß sind unsere Gelben wie vor den Kopf geschlagen. Noch vor Kurzem hatten sie das Loblied Englands gesungen wegen seiner Mäßigung, wegen seiner rücksichtslosen Anerkennung der Monroe-Doktrin. Jetzt aber jammern sie über Englands Doppelzüngigkeit und Heuchelei, und einer derselben redet England gar mit einer Stelle aus einem englischen Dichter an. deren Sinn folgender ist: Daß Du uns Liebe geheuchelt hast, mag ja noch angehen; aber daß Du zugleich vorhattest, uns die Treppe hinunter zu
werfen, das ist doch gar zu arg? Ein anderes Blatt dieser Art heult jetzt: Wenn England nicht fein jetziges Ministerium stürze, dann könne man es Amerika nicht übel nehmen, wenn diefes die englischen Betheuerungen amtlicher Freundschaft für die Vereinigten Staaten als werthlos erachte. Es fällt aber England gar nicht ein. fein jetziges Ministerium zu stürzen. Diesen amerikanischen Hetzblättern ist also jetzt ein Seifensieder darüber aufgegangen, daß sie sich selbst zu Narren machten, als sie den Londoner Blättern glaubten, welche Deutschland in der Veneuela-Frage als den teufliscken Verführer Enalands und England als den widerwilligen Verführ'?a hinstellten. Aber einzelne amerikanische Hegblätter fahren dennoch mit albernen Erdichtungen über Deutschland fort.
Davon e n Beispiel. In derselben Nummer, in welcher ein solches Blatt in einem Leitartikel angesichts des englischen Blaubuches bekennt, da es von der Presse Englands hinsicht'ich der Venezuela-Frage schmählich hinter's Licht geführt wurde, stimmt es in Form einer angeblichen Korrespondenz ein neues mißtöniges Hetzlied gegen Deutschland an: Der Kaifer werde jetzt seine Kriegsschiffe von Venezuela geaen Colombia entsenden, nicht nur um dort Schulden einzutreiben, sondern um gegen den Weiterbau des Pcmama-Canals durch die Ver. Staaten zu demonstriren. Daß der Kaiser gegen die Vollendung des VanamaCanals durch die Ver. Staaten nickt das Mindeste einzuwenden hat und daß er bei jeder Gelegenheit voll peinlicher und ängstlicher Rücksichtnahme für die Ver. Staaten ist. weiß nackerade selbst der Blödeste. Aber mit so blödsinnigen neuen Verdächtigungen suchen jetzt amerikanische 5ekbolde den kläglichen Rückzug, zu welchem sie durch das eng-
lische Blaubuch gezwungen sind, zu decken!
Ein tvphöscs Gedicht. In der einstmals deutschen Reichsstadt Prag, allwo heute die Hussiten im Rathhause schalten, lassen die gesundheitlichen Verhältnisse etwas viel zu wünschen übrig. Das Moldauwasser scheint just nicht das beste zu sein, der Typhus grassirt und die deutschen Blätter der böhmischen Hauptstadt werden nicht müde, auf die Mißwirth schaft hinzudeuten. Aber die weisen Väter der ..Flata Praha" betrachten die deutschen Mahnungen zur Ordnung und Sauberkeit mit dem größten nationalen Groll? und ihr Bürgermeister mit dem idnllischen Namen Srb hat vie Klagen der Blätter muthwillig als Entstellungen und Uebertreibungen zurückgewiesen. Für ihn eristirt kein Typhus in Prag. Das begeistret nun das ..Prager Tageblatt" zu folgendem drolligen Hymnus: Mit Worten, bitter, stark und hrb. Klagt Bürgermeister Doktor Srb. Daßwir denTyphus nicht verschweigen. Er will auch uns den Meister zeigen Und ruft: Bis hierher und nicht weiter? DieDrohung stimmt uns wirklich heiter Und kostet' uns nur eine Lache. Wenn nicht so traurig wär' die Sache, Daß. ob er selber daran strb. Den Typheus leugnet Doktor Srb. Des Typhus so sich zu entledigen, Den so viel Kranke, ach! bestätigen Das war ein unglückselig Wn, Das löscht sich nicht so leicht mehr frt! Dies Wort Dein ganzes Thun verdämmt es, Wenn Du nicht noch Zeit Deines Amtes. Tu unverfälschter Deutschenhasser. Schaffst unverfälschtes, gutes Wasser. Sonst müssen offen wir und ehrlich Und unerschrocken unaufhörlich Aufzeigen die gemeine Noth. Ob er auch schimpft und ob er droht. Und ob es auch die Laun' verdrb Dem schönen Bürgermeister Srb.
Merkwürdig. .Schau, Nazi, wenn i 'mal im Dunkeln die Stiefeln anziag'n will, erwisch i selten gleich den für'n rich tigen Fuß; erwisch' i 'n aber, dann paßt der an'ere aa imma gleich!"
.oevnng ?cr ai trrf;fd?fn Flotte Der französische Moniteur de la Flotte" berichtet von einem Plan, die Flotte von, Zerxes. di: berühmte Flotte, die vor mehr als 2200 Jahreu in den Gewässern bei Salamis, in dem Krieger der Perser gegen die Athener, vernichtet wurde, wieder an's Tageslicht zu heben. Die griechische Regierung habe sich bereits an einen Ingenieur gewandt, der vor kurzer Zeit einen eigenen, sinnreich konstruirten Apparat erfunden hat, den er Hydroskop nennt. Mit diesem neuen optischen Instrument kann man, so behauptet wenigstens der Erfinder, von Bord cines Schiffes aus alle Gegenstände wahrnehmen, die sich auf dem Grund des Meeres befinden, ja sogar photographische Aufnahmen von ihnen machen. Wenn das wahr ist kann's ja der griechischen Regierung nicht fehlgehen. Eine unzählbare Flotte, wie sie die griechischen Geschichtsschreiber dem Xerxes zuschreiben, muß ja in den Gewässern von Salamis einen riesigen Trümmerhausen bintcrlassen haben. Dieses unterseeische Trümmerfeld soll dem 5)ydroskop auf den ersten Blick erscheinen. Der Erfinder des Hvdroskovs fetzt in sein Instrument ein solches Vertrauen, daß er schon ein ganzes Arbeitsprogramm entworfen hat. Die 5)ebung der Schiffe des Xerres soll nur den Anfang machen. Dann will er aus den Gewässern des Archipels die Galeercn des Pompcjus heben, die dort versunken sind, reich mit Schätzen beladen, die der Römer aus Athen mitgenommen hatte. Von diesem zweiten Unternehmen hofft er noch wunderbarere Resultate als von dem ersten. Was man sich auch über den Luxus der a! ten Asiaten erzählen mag. man darf nicht vergessen, daß die Flotte der Perser sich zumeist aus Kriegsfahrzeugcn "sammensetzte; man wird darin Waffen und Kriegsvorräthe, aber schwerlich viele Knnstgegenstände finden. Die Ladung des Pompejus dagegen dürfte ungleich reicher gewesen sein; da sie erst seit 19z Jahrhunderten von den Wellen begraben ist, glaubt man auch, daß sie viel besser erhalten sein wird. Das Journal des Dbats" bemerkt dau: Warum beqt nun die griechische
Regierung so lebhast den Wunsch, die Schiffe von Salamis wieder ans Licht zu zicben? Doch nit etwa aus schnöder Gewinnsucht! Wohl auch nicht, um den Efsektiobestand der nationalen
Flotte zu vergrößern, oenn nichts veraltet so rasch, als eine Gefechtseinheit. Gl,sähe es aus Stolz, um der Welt einen greifbaren Beweis von d?m Siege des Tbcmistokles zu liefern? Welche Thorheit ! Geschichtsfchreiber. welche keine Griechen sind, behaupten, dieser Sieg sei nichts wie ehe Legende. Bei d"n Persern berichtete die Ueberlieferung, daß ihre Armee Athen verbrannt habe; sie sagte nichts von einer Vernichtung ihrer Flotte. Welche Enttäuschung für Griechenland, für die Geschichte, für die klassischen Studien, wenn das Hvdroskop auf dem Grunde von Salamis nicht die mindesten Schiffstrümmer fände, oder wenn an Stelle des furchtbaren Geschwaders, das ein rühm- und einbildungsreiches Volk erblickt zu haben glaubte, dieser unvarteiische Zeuge nur die harmlosen Gehäuse von zwei oder drei elenden Kähnen zutage brächte? ,,Ter Manu v rfteht sein Ge fchäft. Zu einem sehr bekannten Landrath in der Provinz Brandenburg kommt eines Tages ein reisender TeppichHändler, der Verhältnisse halber" einiae ausnehmend schöne Stücke zu sehr biÜigen Preisen abgeben kann. Der Herr Landrath versteht erstens einmal nichts von Teppichen, zweitens braucht er auch absolut keine, da er genug zu Hause hat. Der Mann kam nämlich auf das Bureau und redete so gescheit von Buchara, Kidderminster. Füllkette und Doppelgewebe, daß der Herr Landrath schließlich noblenzcoblenz" mit einem neuen Teppich sein Budget belastete. Dieses geschah kurz vor dem Mittagessen, während dessen er dann di: Affäre seiner Gattin mittheilte. Die Frau Landrath fand den Teppich auch nickt gerade sehr dringend nöthig sie hätte ihn gewiß nicht genommen" u. s. w. Nach dem Essen sollte der Tevvich-Onkel bezahlt werden. Weißt Du was, lieber Karl", sprach sie, loh mich mit dem Manne reden; ich zahl ihm lieber eine Kleinigkeit und er soll mir den Teppich zurücknehmen!" Der aeftrenge Gatte war lüermit iehr einverstanden, räumte im festen Vertrauen auf die sieghafte weibliche Rhetorik das Feld und zog sich zum Studium der auswärtigen Angelegenheiten" auf seine Chaiselonzue zurück. Nun", frug er dann nach einer kleinen Stunde feine Frau, wie gina's?" Die Frau Landrath machte ein kolossal freundliches Gesicht: Lieber Karl" saate sie. ich habe es mir doch anders überlegt. Du hast ja den Tevvich doch einmal gekauft, er ist ja auch wirklich reckt hübsch und und nun habe ich noch zwei da?.u genommen ... für Dein Bureau, weißt Du!" Herrgott!, nes der Gatte bewundernd. der Mann versteht sein GcschLft! Wenn wir solche Leute in der BudgetkomMission hätten . . .!" Treffende Kritik. Nun, Herr Professor, wie gefallen Ihnen die Dramen meines Schwiegen sohnes ?" Ausgezeichnet, vorzüglich ! Die Spitzbuben sind prächtig gezeichnet; sogar alles, was sie sprechen, ist gestohlen!"
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